Mittwoch, 6. Juni 2007
Wachtelkopffingerpuppe
Ihr wolltet das so haben.


Liebe Kinder, ihr müsst jetzt ins Bett. Oder tapfer sein. Und bitte: Nicht nachmachen. Onkel gorillaschnitzel ist ein böser Wachtelschänder.

Bild

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Darauf eine Menthol
Ich finde, Helmut Schmidt darf alles und das ist gut so.

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Dienstag, 5. Juni 2007
Wachtelkopfmarmelade
....sollt´s geben.




Linksterrorismus auf österreichisch.
Längst nicht immer waren die RAF-und-Konsorten-Kommandounternehmen sauber ausgeklügelte und perfekt durchinszenierte Aktionen.

Die Palmers-Entführung in Österreich ist bestes Studienobjekt einer einzigartigen Serie von Dummheiten und Pannen:

Einige Mitglieder der "Bewegung 2. Juni" entführen gemeinsam mit ein paar Österreichern einen Wäschefabrikanten. So weit, so bekannt.

Dann lässt man ausgerechnet den einzigen Vorarlberger in Sachen Lösegeld anrufen. Das ist in etwa so, als wenn man linguistisch unter 100 Nordfriesen Daniel Küblböck ausfindig machen müsste.
Danach verteilt man dann großzügigst überall seine Fingerabdrücke, kassiere die Kohle ein und begebe sich auf die Flucht. Natürlich mit den eigenen echten Papieren und dem eigenen Ausweis.
Ein paar Mitwisser und Mittäter lasse man mit 300 Schilling (~ 14 €) in Wien sitzen und nehme die Millionenbeute an sich. Man fahre Richtung Schweiz, wo man dann die Valuta und Großscheine nicht für die Münztankstellen benutzen kann und ein mittelgroßes Benzinproblem bekommt.

Richtig gut, macht es sich jetzt, dass der Auspuff abfällt. Jeder normale Mensch hätte nun die Mühle abgestellt und sich nach anderen Fluchtmöglichkeiten umgesehen. Die Jungs damals aber waren der Meinung, unmittelbar nach der Entführung (zudem 4 Wochen nach Schleyer), falle es nicht weiter auf, wenn 2 Jungs mit kaputtem Auspuff und seltsamen Papieren die Grenze nach Italien überschreiten wollen....

Endstation. Für die österreichischen Beteiligten. "Der 2. Juni" hat sich mit dem Geld dann bei der RAF eingekauft...

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Montag, 4. Juni 2007
Womit
füllt eigentlich die taz sonst ihre Seiten, wenn mal kein G8 ist?

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Zywiec
Es heißt, die Polen saufen den lieben langen Tag Unmengen an Wodka.

Das stimmt.

Für den Export sowie die infantile Nachwuchskampftrinkertruppe ab 8 Jahren aber brauen sie auch noch Bier. Zywiec ist eines davon und eignet sich hervorragend für Bahnhofskioske, weil bei Zugfahrten bestens geeignet. Dank dem fröhlich tanzenden Paar und dem Etikett in ausgeprägt vokalarmer Sprache wird es nie langweilig.
Und schlecht schmecken tuts übrigens auch nicht. Wodkalandtechnisch.

Na zdrowie!

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Sonntag, 3. Juni 2007
Latein
Suus cuique crepitus bene olet.

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Freitag, 1. Juni 2007
Wie der Heiner kanns keiner
Heiner Geißler ist einfach großartig. Das Heinerle war ja mal Generalsekretär der CDU und durfte auch mal Minister sein. CDU!

Und nun steht das Heinerle auf, tritt bei attac ein und nennt das bisherige Wirtschaftssystem "undemokratisch" und "nicht konsensfähig". Es müsse durch eine neue Wirtschaftsordnung ersetzt werden.

Großartig. CDU!

Ich warte jetzt, bis Markus Söder zum Klassenkampf aufruft oder Laurenz Mayer die Internationale als Nationalhymne einführen will.

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Rechenkünste
Der Beckstein ist ein richtig großer Mathematiker. Da setzt der sich ungestraft ins Fernsehen und erzählt doch tatsächlich, dass 90 % der Demonstranten friedfertig seien und nur 5 % seien Gewalttäter.

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Donnerstag, 31. Mai 2007
UnG8et...
Oder: Eine Polemik mit schönen Grüßen an Angie, Georgie, Tony, Nicky, Vladi, Stephi, Shinzi und Romi und an alle diesseits und jenseits des Zauns


G8. Das polarisiert noch. "Big issue" würde man auf Denglisch radebrechen.

Dabei unterstelle ich einem Großteil der Teilnehmer gänzliche Plan- und Ahnungslosigkeit zum Thema G8 und Globalisierung. Und zwar auf beiden Seiten des Zauns. Nicht, dass ich da viel davon verstünde, aber mit wieviel Dreistigkeit einige nun auftreten und vermeintliche Wahrheiten verkünden, reizt zum Widerspruch.


Hüben

Befragt man die großen Gegner des Gipfels und möchte wissen, weshalb sie denn so vehement gegen das Treffen seien, hört man in aller Regel ein einziges Schlagwort als Antwort: Globalisierung.
Das ist das Zauberwort, die Initialzündung. Was dahintersteckt, wissen schon ein paar weniger und weshalb man nun dagegen ist, gleich noch ein paar weniger.

Leider aber liegen ein paar der Kombattanten grundlegend daneben in ihrer Argumentation:

Die Armen werden nicht immer ärmer und schon gar nicht werden sie immer und überall von den Reichen ausgebeutet. Globalisierung muss nicht per se schlecht sein. Im Gegenteil: Länder (auch und gerade die der 2. und 3. Welt), die sich am Welthandel beteiligen, haben in den letzten Jahrzehnten zugewonnen und zwar an Gesundheit, Lebenserwartung und Wohlstand. Es gibt noch viel zu viele Unterschiede und viel zu viele Mißstände, aber es ist längst nicht mehr so hoffnungslos wie noch in den 80ern des letzten Jahrhunderts. So gesehen hat die Globalisierung via wirtschaftliche Entwicklung mehr zur Verbesserung vieler Lebensumstände beigetragen als viel gut gemeinte aber versickerte Entwicklungshilfe. Sehr sehenswert hierzu ist der Vortrag von Hans Rosling....

Ist halt alles nicht ganz so einfach: Laut schreien, man müsse mehr Entwicklungshilfe und endlich müsse die erste und die dritte Welt teilen und Fairness und Gerechtigkeit und überhaupt....aber bitte nicht an meinem Geldbeutel, an meinem Job, an meinem Einkommen und an meinem Vermögen beginnen. So läufts aber halt leider nicht.
Wer heute ein Billig-Shirt Made in China kauft, sorgt dafür, dass die hiesige Shirt-Industrie darbt, er sorgt aber dafür, dass in China ein Arbeitsplatz gesichert wird.
Nun wird ein Schlauberger aufstehen und sagen, dass dies schon mehr als unmoralisch sei, weil dort die Arbeitsbedingungen grausig sind und das sowieso Ausbeutung ist. Nun, liebe Freunde der Moral, es ist leider gleichzeitig auch so, dass so ein Boykott zuerst immer diejenigen -und am härtesten- trifft, die ohnehin schon benachteiligt sind, sprich: Die Armen. Es ist ferner Fakt, dass China mit dem Start in so etwas wie Kapitalismus/ Marktwirtschaft an Wohlstand zugelegt hat.


Drüben


Aber auch die Leute von der anderen Seite des Zauns hätten wirklich ein paar vernünftige Sachen zu beschließen. Ich prophezeie vorab, dass sie es nicht tun werden. Vielleicht weil sie Hosenscheißer sind und es sich nicht mit ein paar Finanzjongleuren verscherzen wollen, vielleicht auch, weil sie eigentlich gar nicht sooo machtvoll sind, wie sie immer wieder tun oder propagiert wird.

Zuerst einmal wäre da die Kontrolle von Hedgefonds. Freunde der Ostsee: Dat jeht nüscht, dat da ein paar Heuschrecken (jaaa, in dem Punkt hat der Münte recht gehabt) einfach mal so ein ganzes Land überfallen und erpressen können. Weder im Guten noch im Schlechten.

Und es geht auch nicht, dass Lebensmittel von hier zu Dumpingpreisen in die 3. Welt verkauft werden und die dortigen Preise mitsamt den Produzenten ruinieren. Das abzustellen wäre wirksame Entwicklungshilfe.
Stattdessen wundern sich Angie und die 7 Zwerge darüber, dass die Afghanen auf einmal wieder Schlafmohn anbauen....

Ach, und wo wir schon mal dabei sind: Müllexport gen Afrika (u.U. gar noch als Entwicklungshilfe deklariert): Sauerei, ihr Dreckhanseln.

Dann, ihr Lieben, wenn ihr überhaupt anfangen wollt mit sowas wie Klimaschutz: Ladet doch mal die Chinesen ein. Oder fahrt ersatzweise mal bei der richtigen Wetterlage in eine chinesische Großstadt eurer Wahl. Nach 3x tief Luft holen wird aus G8 schnell G9, versprochen.

Ihr könntet aber zur Abwechslung auch mal über ein richtig wichtiges Thema reden: Gesundheitspolitik. Jawoll. Weil man damit nämlich effektivste Entwicklungspolitik machen kann. Exemplarisch sei hier mal die AIDS-Katastrophe im südlichen Afrika genannt. Schlimmer als die meisten Kriege, Hungersnöte oder Terror. Jegliche Entwicklung deutlich behindernder als sämtliche Kriege, sämtliche Hungersnöte und sämtliche Naturkatastrophen.

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Mittwoch, 30. Mai 2007
Benedicty Winky

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Mitmachen

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G8

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Dienstag, 29. Mai 2007
Halbdackel des Monats

Der Möchtegernlinksintellektuelle



Zugegeben: Jan Delay wollte ich schon immer mal zum Halbdackel des Monats machen. Nicht wegen seiner Musik. Die ist im besten Fall belanglos.
Viel eher wegen seiner politischen Ansichten und Äußerungen. Jan Delay gibt sich als Art Linkssalonbohemian des Hiphop und hat zu allem eine Meinung.
Da ist querbeet alles dabei, was so ein Dummschwätzer zu einem solchen qualifiziert. Und wenn in dieser Republik einer blöd daherschwätzen kann, dann ist das Jan Delay. Wirklich.

Eine der harmloseren Tiraden bestand noch darin, dass er Jürgen Trittin "Coolness" attestierte. Nun kann man Jürgen Trittin cool finden oder nicht. Jan Delay findet Jürgen wegen des Dosenpfands cool und findet die Einführung desselben die größte heroische Leistung der früheren rot-grünen Regierung.

Richtig lustig aber wird es dann, wenn der gute Jan über die RAF spricht: Tolle Klamotten habe der Baader getragen und die 3. Generation um Birgit Hogefeld habe es gar nicht gegeben.

Ach ja: Zu G8 und Heiligendamm hat er auch eine Meinung. Er "findet es toll, wenn Autos brennen", weil er "nämlich Action braucht" und da "ohnehin eher der Hooligan sei".
Ob´s eine Unterscheidung gibt zwischen Angie und Georgie W.? Nein: "Beide Lakaien". Wessen Lakaien verschweigt er dann doch lieber. Vielleicht meinte er ja das Finanzjudentum oder so.

Wie informiert einer wie Jan Delay wirklich ist, zeigt sich dann darin, dass er den UN-Generalsekretär Kofi Annan auch "cool" findet. Der heißt zwar mittlerweile Ban Ki Moon, aber das passt nicht so wirklich in Jans System.


Daher: Dummschwätzer hat die Republik genug, da hat uns Jan Delay noch gefehlt. Erzähl uns was über Hiphop, aber nicht über Politik.

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Montag, 28. Mai 2007
779779
Was ne herrliche Suchanfrage. Schöne Grüße nach China...

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Sonntag, 27. Mai 2007
Schwedenrätsel
Wenn ich jetzt gleich etwas über IKEA daherschreiben werde, weiß ich ohnehin, wo ich landen werde. Zumal die Thematik relativ ähnlich gelagert ist wie das letzte Mal. Es gibt jedoch die Verpflichtung, einigen Dingen gerecht zu werden. Aber gleich mittenrein ins Geschehen:

Bei IKEA ist die Welt noch in Ordnung. Wenngleich der Einkauf dort eher einem geplanten Partnerschaftskrieg gleichkommt, so hat IKEA doch eines begriffen (und das als Modehaus im emanzipierten Schweden): Man muss bei seinen Kunden Realitäten schaffen. Auch und vor allem geschlechtlicherseits. Und das tun sie. Und sie tun es mittels der Namen für die Produkte.

Wer bisher dachte, die Namensauswahl a la Aneboda, Pjäs oder Kassett sei rein zufällig erfolgt....Irrtum, Damen und Herren, das hat alles seine wohlfeile Berechnung.
Aber von vorne: Es gibt Männernamen und Frauennamen und dann noch die Namen für Flüsse, Seen oder schwedische Landschaften.

Nun hab ich mir die Mühe gemacht, mal nachzuschauen, wieviele Möbel einen Frauennamen tragen. Ich erspare die Raterei und nehme es vorneweg:
Null.

Richtig gelesen: Null, nullkommanull, nada, nüscht, niente. Nicht ein einziges Möbel trägt einen Frauennamen. Kein Sofa, kein Tisch, kein Sessel, kein Stuhl. Nicht mal ein wackliges Bücherregal. All die schönen Produkte sind benannt nach geographischen Highlights aus Schweden. Oder sie heißen Billy (Regal), Benno (CD-Regal), Dave oder Jonas (Tische), Mikael (Rollcontainer) und Markus (Stuhl).

Die Frage, weshalb das so ist, beantwortet sich von ganz alleine, wenn man sich mal die Produkte anschaut, die nach Frauennamen benamst sind. Beispiele:
Gardinenring (Adele)
Meterware (Gunnel)
Bettwäsche (Emilia)
Gardine (Wilma)
Toilettensitz (Maren)

Prinzip erkannt? Richtig. Frauennamen tauchen erst in der Grabsch- und Krimskramsabteilung auf. Oder auch: Möbelkauf ist Männersache.
Zufall ist das keiner und darum sagen wir Dankeschön nach Schweden, dass wenigstens IKEA noch Stabilität und Verlässlichkeit in diese Welt gibt.

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Horst-Tappsy haut in die Tasten

   ... Horst-Tappsy
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