Sonntag, 19. November 2017
Kommt zusammen, was zusammen gehört....
Ein Eingang. Kallsruh Bahnhof....

   ... Fundstuecke
  ... link [1 Kommentar]   ... comment



Sonntag, 8. Oktober 2017
Mein Barcelona
Ich habe mir nun eine sehr lange Auszeit genommen und eine sehr lange Reise gemacht. Sie hat mich am Ende von Ushuaia, Feuerland, Argentinien bis Cartagena, Karibik, Kolumbien geführt. Plus Buenos Aires, Uruguay, Rio und Iguacu.

Aber wir reden über Barcelona. Wir haben uns eher zufällig getroffen. Ich bin hier nur wegen eines Sprachkurses gelandet. Zufall. Ich hätte auch in Andalusien landen können.

Sagen wir es mal so: Es ist mir zuerst extrem schwer gefallen, Barcelona zu mögen. Es hat sich mir erst spät erschlossen. Ich habe Zeit gebraucht. Wobei ich auch sagen muss, dass als letzte Weltstadt Rio de Janeiro in Konkurrenz stand. Als ich Barcelona geliebt habe, war wieder alles anders.

Aber von vorne: Barcelona produziert in den letzten Monaten Schlagzeile um Schlagzeile. Gut, es ist eine Großstadt, da ist das schon mal drin, aber es -oder sie- produziert auch mal selber. Referendum, Unabhängigkeit, Terroranschlag.

Ende August hat man mich gefragt, ob ich vor oder nach dem Terroranschlag dort war. Ich kann darauf nur antworten: Sowohl, als auch.

Eher während.

Auf einer Dachterrasse 500 Meter Luftlinie vom Anschlag, vor einer Paella sitzend. Denen daheim erzählen, dass alles okay ist, während der Hubschrauber kreist und nix normal ist.

Denen daheim erzählen, dass alles gut ist und man völlig sicher ist und gleichzeitig wissen, dass man trotzdem noch heim laufen muss.

Und die Sirenen und der Hubschrauber machen das Übliche aus einem anfangs normalen Tag. 4 Stunden Dauersirene richten durchaus was an. Keiner wusste, was und wie und wann und wo. Seither kann ich eine Menge erzählen über menschliche Verhaltensweisen in Krisensituationen.

Am Tag drauf sieht man dann eine völig gelähmte Stadt, nimmt an der Schweigeminute teil und sieht dann live vor sich, was man sonst im Fernsehen sieht: Lichter, Blumen und Teddybären.

Aber Barcelona kennt Terror. Sie kennen aber nicht Unabhängigkeit und das konnte man auch damals erkennen: Die "Si-Fahnen" und die Fahnen Kataloniens hingen auch da schon.

Sie meinen es Ernst. Das taten sie schon damals. Man hat sie nicht ernst genommen. Das war schon mal so. Damals in Schwaben anno 2011 als niemals dachte, dass jemals die CDU nach 58 Jahren....aber das ist eine andere Geschichte....

Das was sie jetzt machen, das folgt einem fein ausgeklügelten Muster: Eskalieren um jeden Preis und das wunderschöne an dem Spiel ist ja, dass die Spanier schön brav mitspielen.

Sie treiben es auf die Spitze, manches kann ich durchaus nachvollziehen und verstehen, vieles ist mir gänzlich fremd. Völlig nachvollziehbar ist mir, dass man nicht unter einem König leben möchte, der allein die Separatisten für alles verantwortlich macht.

Aber es bleibt Barcelona. Die Stadt, die für mich immer irgendwie speziell bleiben wird. Ob wir es wollen oder nicht. Wir sind zusammmengekommen. Per Zufall. Wir haben uns getroffen und müssen nun miteinander. Ob wir wollen oder nicht.


  ... link [4 Kommentare]   ... comment



Mittwoch, 24. August 2016
Suomi
Finnland. Vorab kann ich sagen: Finnland wäre echt nur die Hälfte wert ohne die Finnen. Und um das noch dazu zu sagen: Die spinnen die Finnen. Aber wie Sie sicher auch wissen, habe ich es sehr mit Spinnern und anderen nicht ganz normalen Menschenkindern. Oder um es anders zu sagen: Ich habe die Finnen wirklich sehr in mein Herz geschlossen. Echt jetzt, ganz ohne Sarkasmus. Einerseits weil die Finnen sehr selbstironisch sind und das auf eine richtig herrliche Weise. Anders lassen sich Bands wie die Leningrad Cowboys oder Lordi oder Eläkiläiset gar nicht erklären.



Schön auch die Tatsache, dass es den Finnen gänzlich an jedem modischen Bewusstsein abgeht und es ihnen völlig egal ist, einfach mal grundlos scheiße auszusehen. Bei den Mädels zeigt das sich darin, dass sie lila, rosa, blaue, grüne, grellorangene, pinke Haarfarben tragen, die Jungs sehen oft aus wie eine Mischung aus Robert Smith und Ozzy Osbourne.



Sie sehen: Die Finnen sind ganz wunderbare Menschen. Sie haben eine Sprache zustandegebracht, die sie wirklich nur selbst verstehen und sonst absolut niemand sonst (na gut, ein paar Esten eventuell), eine Sprache, die 15 (!) Fälle aufweist und deren einziger Niederschlag in den indoeuropäischen Sprachstamm (gottseidank) lediglich im Wort "Sauna" besteht.



Wo wir mal dabei sind: Es heißt ja, die Finnen seien alle große Schweiger und Bert Brecht verstieg sich in die Behauptung, die Finnen-Schweden seien das einzige Volk der Welt, das gleich in zwei Sprachen schweige.....das stimmt nicht. So eine Sauna kann durchaus sehr kommunikativ sein. Aber eher eine Sauna halt.



Außerdem sind die Finnen alle spielsüchtig. Gehense mal hin: Sie werden dort keine Tanke, keinen Supermarkt und keinen Kiosk ohne mindestens 5 Spielautomaten finden. Davon sind immer 3 besetzt. Garantiert.



Am allerfinnischsten aber ist Finnland in Lappland. Ich liebe Lappland. Warum? Gehense einfach mal nach Nordnorwegen, norwegisch Lappland. Da sind Sie immer noch in der Zivilisation. Selbst hoch im Norden gibt es da noch die BWL-Scheitel. Nicht so in Nordfinnland. Da haben sie dann diese ungekämmten, vollbärtigen Waldschrate, die im Holzfällerhemd, Camouflagehose und Gummistiefel vor Ihnen stehen. Die riechen signifikant nach Alkohol und Schweiß und fahren Gefährte, die jedem Umweltkompromiß hohnsprechen. Niemand weiß, woher die kommen und wohin sie gehen. Aber es gibt sie. Wahrscheinlich sind sie grade einem Film von Aki Kaurimäki entstiegen.



Finnland ist aber auch noch im August die Lichthölle. Das merken Sie spätestens am Polarkreis. Da geht dann die Sonne unendlich langsam unter und sehr, sehr früh wieder auf. Sowas wie "Nacht" gibt es dort selbst im August nicht und das ist mal richtig toll.



Die wahre Entspannung findet man in Finnland aber in einem Mökki. Das ist ein Landhaus am See mit Sauna, idealerweise auch noch mit Boot und das ist echt High-End-Entspannung. Einfach mal nur 3 Stunden auf den See gucken und nix tun.

   ... On the road
  ... link [6 Kommentare]   ... comment



Dienstag, 23. August 2016
My life as a part-time-Viehdoktor
Vielleicht muss ich erstmal zugeben, dass ich auf Original Wiener Schnitzel stehe. Eine meiner liebsten Speisen neben Gaisburger Marsch und Linsen mit Spätzle.

Ich habe aber auch einen Nachbarn, der für den Kälbernachswuchs zuständig ist. Kurz: Ein Milchbauer.

Der ist diesbetreffend relativ entspannt. Relativ. Will heißen: Da werden schon mal Kälber in seiner Abwesenheit geboren. Sprich: Über Nacht. Flutsch: Kalb da.

Es kam schon vor, dass am frühen Morgen und im tiefsten Winter so ein frisch geborenes Kalb in seinem Hof (nicht Stall!) stand und ich ihn per Telefon geweckt habe um ihm eben das mitzuteilen. Ehe das Kalb sich überlegt auf Reise zu gehen.

Relativ heißt aber auch, dass er umso intensiver dabei ist, solange es noch hell ist und die Kuh grade gebärt. Da ist er voll dabei und dreht völlig rund. Dann braucht er schon mal Hilfe und wenn die übliche grade nicht greifbar ist, dann greift er auch schon mal auf die zurück, die abendlich grade nix zu tun haben, in dem Fall: Ich. So wird man zum Kalbhebbamerich.



Auf das näxxte Wiener Schnitzel freue ich mich trotzdem schon.

   ... Welcome to Muumuuland
  ... link [0 Kommentare]   ... comment



Mittwoch, 27. Juli 2016
Hitlerkatze

   ... Fundstuecke
  ... link [2 Kommentare]   ... comment



Dienstag, 26. Juli 2016
Wir bemühen uns mal, einen Tatverdächtigen möglichst anonym halten zu wollen
Und bei SpiegelOnline geht das so:

Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand sei davon auszugehen, "dass es sich hierbei um Mohammad D. handelt". Damit stehe Daleel im Verdacht, die Tat als Mitglied des IS begangen zu haben.





http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ansbach-attentaeter-erhielt-kurz-vor-der-tat-abschiebeanordnung-a-1104687.html


  ... link [2 Kommentare]   ... comment



Mittwoch, 22. Juni 2016
Paris
Ich liebe Paris. Weil man immer wieder nach Paris kommen muss, wenn man mal dort war. Man entwickelt sowas wie eine Beziehung zu einer Stadt. Wie bei Venedig, da ist es genauso.





Stadt der Liebe, Stadt der Lichter, die Wankende, die aber nicht untergeht: Es gibt viele Namen und Titulierungen. Und es gibt Paris. Ich liebe Paris beispielsweise wegen seiner Polizisten, die mal ganz nebenbei eine Zigarette rauchen. In Uniform. Im Dienst. Und wegen der ungehorsamen Bürger, die sich nicht an das halten, was die Schilder von ihnen fordern. Und wegen Leuten wie Olivier, den ich kennen gelernt habe und der wirklich ein toller Kerl ist. und der einen komplett anderen Lebensentwurf hat..



Ich war dieses Mal wegen der EM da. Fußball. Portugal - Österreich im Parc de Princes.
Da gibt es diesen Ausnahmezustand wegen der Anschläge und ich kann Ihnen sagen: Man sieht es nicht. Keine Polizei in der Metro, keine auf der Champs Elysee, wohl aber am Eiffelturm: 2 Kontrollen, wenn Sie nur drunter (nicht drauf!) möchten. Und am Stadion? Drei Kontrollen ehe man das Stadion überhaupt erst betreten darf.






Ich muss zugeben: Ich kann Ronaldo nicht ab und wollte sehen, wie er ein Scheißspiel abliefert. Unter uns: Er tat es. Zig Chancen versemmelt, ein Abseitstor (nicht ein Schritt, nicht ein Meter. 5 Meter locker), Elfer verschossen. Ich habs genossen. 0-0 hin oder her. Interessant und unterhaltsam war es und ich kann sagen: Die Österreicher haben mächtig Stimmung gemacht. Die Portugiesen fanden nicht statt, beziehungsweise entpuppten sich als Franzosen mit portugiesischen Vorfahren, manchmal auch nur als reine Franzosen.


Ronaldo versemmelt einen Elfer:

   ... On the road
  ... link [5 Kommentare]   ... comment



Mittwoch, 18. Mai 2016
Liebes Ordnungsamt Neuruppin,
das da:
Im Streit um die Kreidemalerei einer Siebenjährigen (!!!) in einer Spielstraße hat die Stadt Neuruppin das Bußgeldverfahren eingestellt. (...)

Das Mädchen hatte am Himmelfahrtstag ein "P" und Markierungen für drei Parkbuchten auf die verkehrsberuhigte Straße vor der Wohnung der Familie in Brandenburg gemalt. Es wollte damit den angekündigten Besuch begrüßen.

Das Amt leitete daraufhin ein Verfahren wegen Verunreinigung der Fahrbahn ein. (...)

Die Familie habe einen Tag Zeit, um die Kreidezeichnung zu entfernen, andernfalls werde eine Firma damit beauftragt, deren Kosten sie zu tragen habe, hieß es in dem Schreiben. (...)

Die Familie des Mädchens hat die Kreideparkplätze bereits weggewaschen.
Quelle

ist einfach nur jämmerlich. Seid ihr noch ganz dicht? Ihr habt nix besseres zu tun, als Erstklässler für Kreidestriche maßregeln zu wollen? Versucht das mal mit mir (oder anderen Erwachsenen) und dann sehen wir mal was "Verunreinigung der Straße" wirklich heißt. Und nee, mindestens "mein Graffiti" funzt nicht mit Kreide und hat sich mit dem näxxten Regen auch nicht erledigt.




Freitag, 6. Mai 2016
Paris
Der Traum wäre natürlich Deutschland gewesen, aber das war 1 zu 5. Es war dann Portugal und am Ende ging es um Österreich oder Italien. Es wurde Österreich. Scheißegal, es ist ein EM-Spiel.

Formal Nr. 4 - Nr. 6 in Europa. Ohnehin klar, für wen ich sein werde. Ich will Ronaldo heulen sehen.

   ... Spocht
  ... link [2 Kommentare]   ... comment



Freitag, 29. April 2016
27.04.16
So viel Schnee habe ich den gesamten Winter nicht gesehen....

   ... Sonstiges
  ... link [0 Kommentare]   ... comment