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Samstag, 20. Januar 2007
Die Referrer-Story
oder:

Dadaismus pur


Nun hab ich eine Weile lang Referrer um Referrer gesammelt. Besser gesagt: Suchanfragen. Jetzt bin ich soweit, dass man daraus eine ganze GaGaGaschichte basteln kann (die Suchanfragen sind fett gedruckt):



Es war einmal...

...ein bescheuerter CSU-Wähler. Sein Name war Ronny. Zwar wusste er, dass Beckstein Dreck am Stecken hat, der Spanner Helmut hieß und auch Stoiber blind ist, aber die vielen Essigbäder hatten rein säuretechnisch sein Gehirn angegriffen.

Ronny war ein Sexist und konnte allerlei Klistier Storys und Geschichten über Fesselsex erzählen. Er wusste auch, dass der Penis die Fahne des Herzens ist.

Kurz: Ronny fickt sie alle. Er hatte auch einen Kumpel, der genauso famos war: Peter fickt sie auch alle.

Dann kam eines Tages ein pendelnder Student, der ihm von der Pinguin-Verschwörung erzählte.

"Oooooch", fragte Ronny, "sind Pinguine tatsächlich Kindermörder"?

"Viel schlimmer", antwortete sein Gegenüber, der sich als Iraner mit Theologiestudium ausgab.

"Sie unterstützen die syrische Armee und haben Rae von Reamonn ins Gesicht gefurzt".

"Pinguine? Ins Gesicht gefurzt?"

"Ja. Nennen sich Halbdackel des Hedonismus und machen nur Unsinn. Meist üben sie auf einer Holocaustkonferenz mit saudischen Prinzessinnen, die eine dupuytrentsche Kontraktur haben, Eier schälen und kloppen saudumme Sprüche. Manchmal zeichnen sie auch antisemitische Cartoons für den Bierbauchkalender oder schreiben Dreierkonsonanten auf Andres Escobars Trikot."

"Aha", erwiderte Ronny "das ist doch aber dicht an der Zoophilie und damit ein Verstoß gegen §1666."

"Ganz genau. Aber es ist eben die Pinguin Verschwörung. Einer hat sich neulich während dem Parkett legen den Mittelhandknochen gebrochen und fragte wie lang die Heilung dauert."

"Und?"

"Eni van de Meiklokjes sagt, er solle sich lieber der Rosenzucht widmen."

"Und Katayun Amirpour?"

"Widmet sich der Sinne der Hausstaubmilbe und anderen Weisheiten des Alltags. Und Oliver Maria Schmitt denkt an eine Mietminderung in Niederösterreich, bringt ihm natürlich viel Anfeindung von Nachbarn."

Und es ging weiter von Schalke Gazprom bis zu den Geheimbildern von Phaic Tan...


....und wenn sie nicht gestorben sind, so referrern sie noch immer...

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Antikschrank
mit Wurzelholzschublade



   ... Horst-Tappsy
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Freitag, 19. Januar 2007
Badenwannenzubehör

   ... Horst-Tappsy
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Sic transit gloria Edmundi
Da ging sie dahin, die bayrische Gloria und Herrlichkeit mitsamt der ede´schen Welt. Was bleibt? Die famos gefälschte Rücktrittsrede. Ihr denkt, ihr habt die richtige im Fernsehen gesehen? Falsch! Alles zusammengeschnitten. Im Original ging das so:


Der ääääääh Erfolg und die äääääh Verschloss ääääh Geschlossenheit der der der äääääh C.....S.....U, und ääääääh das Wohl und und und ääääh die ZuZu äääh die äääh Zukunfts ääääh die Zufunktsfähigkeit des ääääh Freistaats ääääh Bayern, ja des äääääh Freiäääähstaats Bayern waren stets mein äääääh oberstes po...politisches Ziel.
Versprechend äääääh Entsprechend dieser Ver....ääääh....Zielsetzung habe ich mich, also habe ich mich äääääh entschlossen, bei der, der der äääääh Landtagswahl 2013 ääääh ich meinte 2008 nicht mehr anzutreten, anzutreten.....
Ich ääääääh werde mein ääääh Beruf ääääh Amt als als als Bayerischer Ministerpräsident zum ääääähm zum 30. September 2018 äh natürlich 2007 abgeben.

Wir werden, also ich äääh werde auf dem CDU-CSU-Parteitag im ääääh September auch nicht mehr, nicht mehr, mehr als CDU-CSU ääääh CDU-Vorvorsitzender ääääh kandis, nein kandidieren. Ich äääh habe wir haben also in der, der, ääääh in der CSU also haben wir also ausausausgemacht und ääääh vereinbart, dass auf dem ääääh, dem Partei-Parteitag also ääääh im ääääh September der ääääh der andereääääh nach ääääh nachfolgernde ääääh also der ääääh neue Parteiparteivorvorsitzende ge ääää wählt und der der ääääh der Spritzen nein der Spitze äh Spitzenkandidat die für äääh für die kommende nächste Wahl 2008 also im September 2008 nominiert wird.

Diese ääääh Beschneidung ääääh Entäääääh Entscheidung habe ich treffen ääääh müssen, ääääh getroffen, weil es es mir ääääh gesagt, also wichtig ist, zum äääh immer wieder also zum ääääh richtigen Zeit ääääääh Punkt für also Bayern und äääääääh für die ääääh die CDU und ääääh die CSU zu sprechen und ääääh handeln. Ich ääääh werde also morgen diediedie Spitzen unserer Partei in ääääh München und nicht ääääh Berlin zu mir zum Gespräch in in die Schatzkanzlei ääääh ver ääääh einladen, um die Besch ääääh Entscheidungen für die die Spitzen äh Spitze in Partei und ääääh Deutschland ääääh Staat oder ääääh Stadt auszubreiten ääääh vorzuzuzubereiten. Mein ääääh Ziel ist, dass Deutschland und ääääh Bayern auch in Zukunft das erfolgreichste Land ist undundund die ääääh CSU die erfolgreichste Partei bleibt.


So long Ede. Hau doch bitte in den nächsten Monaten noch ein paar blöde Sprüche raus. Sonst schläft nachher dieses Blog noch ein...

   ... Poly-Tikk
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Donnerstag, 18. Januar 2007
Verkehrsschule
Es gibt diese Abende, an denen man etwas später ins Bett geht und wirklich froh ist, wenn man am nächsten Morgen ausschlafen kann. Dumm, wenn dann im frühen Morgengrauen -so gegen 8 Uhr etwa- ein dummer Traum dazwischenkommt. Dumme Träume haben meist mit der Polizei zu tun (Hab ich was verbrochen? Muss ich was wegschmeissen? Scheiße, wo ist der Führerschein?).
Langsam nur baut das Gehirn dann die einzelnen Bausteine zusammen: "Testtesttest" sagt jemand laut zwischen den Hirnmembranen. Dann: "Polizei. Bitte fahren Sie dieses Auto weg".
Erst verfluche ich die Idioten noch, weil mein Auto hundertprozentig im Carport steht. Dann aber beginnt die letzte funktionsfähige Hirnwindung sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass dies vielleicht doch kein Traum sein muss, sondern auch Realität sein könnte. Es sortiert, dass gegenüber ein Verkehrsübungsplatz ist, den aber bisher nie einer benutzt hat.

Dann tönt es in voller Lautstärke.
Liebe 3 A. Herzlich willkommen zu unserem Fahrradverkehrssicherheitstraining. Ich bin der Dietmar von der Jugendverkehrsschule und das da ist mein Kollege Markus.
Aha. Hat grade noch gefehlt. Morgens um 8, wenn anständige Menschen friedlich den verdienten Schlaf genießen. Ich richte mich im Halbschlaf auf und blinzle aus dem Fenster. Tatsächlich steht da Dietmar mitsamt Markus, einem riesigen Polizeilaster, einem Mikro, 4 Boxen, 15 Fahrrädern und etwa ebenso viele 9jährige Stopse und Stopsinnen.
Das ist in etwa das Alter, in dem man beim Anblick von Polizisten noch nicht intuitiv zusammenzuckt. Ganz kurz erinnere ich mich schnell an die Zeiten, als man im Kindergarten noch Onkel und Tante sagte, obwohl die Leute dort gar nicht Onkel und Tante waren. Damals kam Onkel Martin und der gesamte Kindergarten war begeistert von Onkel Martin. Die Jugendverkehrsschule ist so ziemlich der einzige Posten bei der Polizei, bei dem man die Möglichkeit hat, als Popstar zu enden.

Unterhaltung am frühen Morgen also. Ich begebe mich in mein Schicksal und genieße das nun folgende Hörspiel. Vor allem weil Dietmar furchtbar näselt.
Ihr, liebe 3 A, habt ja mit der Frau Maurer das schon im Unterricht vorbereitet, nicht? Ich hoffe, dass da alles klappt. Dazu müsst ihr euch aber an unsere Anweisungen halten und anständig fahren, so wie es euch die Frau Maurer beigebracht hat.
Vermutlich nicken die Kinder an dieser Stelle begeistert. Dann scheints loszugehen. Die nun folgenden Kommentare geben eine phantastische Möglichkeit, einen guten Überblick über die Modenamen des Jahrgangs 1994 zu erhalten:
Jaaaaa Lucas, du machst das sehr gut.....Lisa! Beim Abbiegen macht man was? ....Ja, Schauen. Aber was noch? Richtig, Hand raus......du Maria, warum hat dir denn deine Mama keine Jacke mitgegeben? .....Ja, Maria, ich glaub dir, dass du nicht frierst, aber nachher erkältest du dich noch....Lisa, Hand raus.....Moritz, langsamer......langsamer Moritz.....Kevin, bitte aufpassen, Lucas hat Vorfahrt.....
Sehr schnell hab ich die Hackordnung innerhalb der Klasse erkannt: Lucas ist der Streber mit der häßlichen Brille und dem Seitenscheitel, der so sehr von Kevin gepiesackt werden wird, dass er am Ende in der Jungen Union landen wird.
Maria stammt aus eher schwierigen sozialen Verhältnissen und hat bei Lisa mit ihren GAP-Klamotten wenig zu lachen.
Die Krönung aber war Florian. Florian war der Klassenclown par excellence. Einer, der nie kontrollierbar ist. Der Typ, der clever und hochintelligent ist, sich aber an keine Konventionen hält und dann auch noch Moritz mit reinzieht.
Florian! Langsam! ...Moritz du auch. Ihr fahrt hier keine Wettrennen! Florian. Schluss jetzt! ....Ja, sehr schön, Lisa.....Naomi, fahr doch mal....was? ....Achso, Neomi...du Neomi, fahr doch....Florian! Hör endlich auf! ....entschuldige Neomi, fahr doch mal in eine andere Richtung. Nicht immer nur gradeaus.....Florian! Grad mach ich mein Maul zu. Langsam! .....Lucas, darfst ruhig etwas zügiger.....jaaaaa, so....sehr schön, Lucas....Florian, zum allerletzten Mal! Beim nächsten Mal steigst du ab! Endgültig!
Das war der Punkt, an dem es mich interessiert hat. Ich blicke durchs Fenster und erkenne Florian auf den ersten Blick. Florian sollte in den nächsten Tagen hauptverantwortlich dafür sein, dass ein hektischer Dietmar mir mit seinen Näseleien die letzte Ruhe rauben würde.
Florian waren Anweisungen sichtlich egal. Er machte, was er wollte: Abbiegen gegen jegliche Regel, Überholen, Klassenkameraden einschüchtern -vorzugsweise diejenigen, die wie Lucas und Neomi ganz langsam vor sich hinzuckelten- und allerlei Späße und Clownerein veranstalten.
Dann war Schluß:
Florian absteigen. Sofort absteigen und Fahrrad abstellen. Das Training ist für dich beendet.
Florian tat, wie ihm geheißen und wartete seelenruhig am Rande des Platzes auf das Ende der Veranstaltung.


Nun kamen sie täglich. Eine Woche lang "Liebe 3 A". Und jeden Tag hat Florian Ärger gemacht.


Übrigens: Als ich dann mit Dietmar und Markus ins Gespräch komme, erfahre ich, dass Florian bei der tatsächlichen Prüfung eine tadellose Fahrt hingelegt hat und als einer der Besten mit 0 Fehlern abgeschlossen hat.

   ... Personality goes a long way
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Saufen bis zum Anschlag
Der deutsche Spirituosenverband hat neulich mal seine Statistiken veröffentlicht.

Demnach konsumiert jeder Bürger zwischen 0 und 100 in der Bundesrepublik Deutschland etwa 5,5 Liter Hochprozentiges jährlich. Das ist, umgerechnet auf den Tageskonsum, immerhin ein kleineres Schnäpschen. Jeder. Auch Kinder und altersdemente Greise.

Im internationalen Vergleich aber nur Mittelfeld. Russland sauft 4x so viel.
Absoluter Spitzenreiter: Südkorea! Das Volk im Dauervollsuff! Über 25 Liter. Pro Kopf, pro Jahr. Deren Leberwerte würden mich mal wirklich interessieren...

   ... Fundstuecke
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Mittwoch, 17. Januar 2007
FDP
Gibts die eigentlich noch?

   ... Poly-Tikk
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Die britisch-französische Beinahheirat
Was hab ich bei dieser Meldung gestaunt: Anscheinend wollte Frankreich mal unter Big Mamas Englands Rock schlüpfen:

Frankreich hatte doch tatsächlich einmal vor, sich unter die schützenden Flügel des Commonwealth zu begeben. Wie genial ist das denn? Die Grande Nation begibt sich in quasikoloniale Gefilde.
Ich frage mich ja, wie sowas hätte aussehen sollen? Lasst uns die Marseillaise begraben, dieses elende Matrosensauflied, und stattdessen "God save the queen" singen?
Vergessen wir 1789 und die Revolution und holen uns mal wieder die Monarchie wieder (ging ja im 19. JH schon mal)?
Da müsste doch der englische Kamm schwillen, dass die Schwarte kracht! Der Nachbar von überm Kanal kann seine staatsoberhauptliche Staatskrise nur dadurch lösen, indem er Mütterchen England untern Schoß kriecht. Also als Engländer hätte ich jetzt genug Munition gegen die Frogs.

   ... Fundstuecke
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Dienstag, 16. Januar 2007
Edes Abgang
Edes Abgesang zieht sich ohne Ende. Das Drama nimmt so langsam tragikomische Züge an.

Und es nimmt an Härte und Vehemenz deutlich zu: Die Seehofer-Affären-Geschichte wurde nicht umsonst jetzt in den Medien lanciert. Wer die moralischen Ansichten eines Teils der Bayern und einiger hinterwäldlerischer CSU-Wähler aus Rottach-Egern und Passau kennt, weiß, dass dies ziemlich leicht im politischen Rufmord endet.

Es zeigt aber auch die innere Befindlichkeit einer Partei. Und eine Partei, die das C im Namen hochhält wie keine zweite sieht ziemlich bescheuert aus, wenn sie ihren eigenen moralischen Maßstäben nicht mehr genügt. Bezeichnend.

   ... Poly-Tikk
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Montagsdemo
Es gibt ja tatsächlich noch Montagsdemonstrationen. Ich bin mitten in eine reingelaufen. So eine richtige. Eine, die ordentlich gegen Hartz IV wettert. Zumindest versuchen sie es.
Ich war ziemlich verwundert. Zum einen, weil ich dachte, das sei längst Geschichte, zum anderen, weil man hier im Tal der Glückseligen und der Heimat des PietCong weniger mit sowas rechnet.

Vermutlich haben sie bereits Daueranträge auf Demonstrationen laufen. Alles sieht sehr nach Routine aus, was angesichts des etwa 257. Auftritts auch zu erwarten war. Etwa 25 Leute haben sich im weiten Halbkreis um den Redner geschart. Das Plakat "Hartz IV muss weg" lehnt schon lässig neben der Gruppe am Marktbrunnen. Vermutlich kennt man den Spruch mittlerweile auswendig.
Als erstes tritt Frank auf. Frank ist wohl sowas wie der Spiritus Rector und der Organisator des Ganzen. Seine Stimme hallt dank der 1000-Watt-Boxen mit mindestens 120 Dezibel die ganze Fußgängerzone hoch:
Liebe Freunde,

wir sind hier wieder wie jeden Montag zusammengekommen. Wie immer treffen wir uns nachher in der Germania zum Stammtisch. Wer etwas einbringen möchte, darf das gern tun. Und wenn einer was sagen will, darf er das auch gern machen.
Ich bin ganz hingerissen über soviel Basisdemokratie. Einbringen möchte niemand etwas. Der Trupp steht rauchend und einigermaßen frierend stumm vor Frank. Dann nimmt sich aber doch jemand ein Herz:
Hallo, mein Name ist Michael und ich möchte was sagen.
Die Runde starrt Michael an. Bereits als er den ersten Satz gesagt hat, habe ich tiefes Mitleid mit Michael. Es war wirklich ein ganz fataler Fehler, den er da gemacht hat, weil es vermutlich Michaels allererster öffentlicher Auftritt ist, nachdem er höchstens mal in den 60ern in der Schule ein Gedicht aufsagen musste. Und dann auch noch mit Mikro, mitten auf dem Marktplatz und vor Publikum. Er fährt fort:
Ich möchte etwas zu diesem Aufschwung sagen.
Mir graut. Meine Nackenhaare sträuben sich. Es wird schlimm werden für den armen Michael.
Also, ich bin dagegen, dass man das Aufschwung besagt.
Er sagte das tatsächlich so und nun sitzt er ohnehin in der Patsche und da kann ihm keiner mehr raushelfen. Spätestens jetzt hätte ihm Frank eigentlich das Mikro abnehmen müssen.
Also, dieser äh, Aufschwung, also das ist äh, kein Aufschwung sondern das sagt man halt nur so. Äh, ich meine, das ist doch kein Aufschwung für die Arbeitslosigkeit.
Aus der Nummer kommt er nimmer raus. Gottseidank ist das Publikum wirklich gnädig, schiebt die Mützen in die Stirn, zieht nochmals an ihren Zigaretten und steht schweigend vor Michael. Der läuft jetzt zur Hochform auf und erklärt gleich mal die Welt.
Der Aufschwung ist ja für die Unternehmen ein Aufschwung. Für uns ist das ja kein Aufschwung. Davon hat doch keiner was, wenn da nur die Unternehmen was von haben und deshalb ist bin ich dagegen, dass man Aufschwung sagt.
Punkt. Jetzt wars endgültig raus. Michaels blonder, wallender Bart erinnert mich sofort an die Waschen-legen-rasieren-Kampagne von Kurt Beck. Die Menschen drumrum sind bunt gemischt. Es ist ein vergessener Haufen, der da rumsteht.
Aber ich muss weiter. Bücher kaufen.

   ... Welcome to Muumuuland
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Montag, 15. Januar 2007
Zeichen und Wunder
Heute Antwort auf eine EMail an die Telekom erhalten, die ich am 14. geschrieben hab.
14. Dezember. Nicht Januar.




Mauer
Horst-Tappsy mit Original Berliner Mauer

   ... Horst-Tappsy
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Sonntag, 14. Januar 2007
Januar
...es ist deutlich zu warm, wenn ich Mitte Januar beim Einkaufen schwitz´....(ohne Jacke oder Mantel)


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Die Königin des Wahhabismus
Natana DeLong-Bas kennt eigentlich keine Sau. Muss man auch nicht. Bis vor ein paar Tagen kannte ich die Dame selbst nicht.
Aber die Frau ist großartig. Kein Hingucker, aber ein Brüller. Sie demonstiert nämlich die Strapazierfähigkeit westlicher Demokratien alltäglich aufs Neue.
Von vorne: Die Dame hat den Doktortitel erworben mit einem Pamphlet, das den schönen Titel "Wahhabi Islam: From Revival and Reform to Global Jihad" trägt. Zu Deutsch in etwa: Der wahhabitische Islam: Vom Erwachen und der Reformierung zum weltweiten Djihad [Anm.: Frei übersetzt von mir selbst]. Nun könnte man Bücher mit solchen Titeln natürlich schreiben, wie man will. Natana-Schatz aber macht gleich klar, worum es geht:
I Do Not Find Any Evidence That Would Make Me Agree That Osama bin Laden was Behind the Attack on the Twin Towers
Wumm! Eine Dummschwätzerin auf niederem Niveau? Professorale Dummheit gepaart mit Verschwörungstheorien? Mag sein. Aber die Frau hats wirklich drauf: Sie durfte nämlich diese Thesen auch verbreiten. Öffentlich. An Hochschulen. Nicht in Riad, nicht in Mekka oder in Kairo. Und auch nicht in Teheran oder in Peschawar.

Sie durfte das in Boston, Massachusetts, USA und Waltham, Massachusetts, USA, tun. Letztere Adresse ist übrigens die Brandeis University und selbige wird überwiegend von der jüdischen Gemeinde finanziert.

Aber wenn man, wie Natana DeLong-Bas in der westlichen Hemisphäre hockt und allenfalls zu Studien- und Touristikzwecken gen Saudi-Arabien reist, hat man gut reden. Dann kann man natürlich den Wahhabismus mit all seinen "Errungenschaften" (Diskriminierung von Frauen im gesamten zivilen Leben) verteidigen. Viel Spaß dabei weiterhin, Natana. Aber zieh dir wenigstens eine Burka über und gib deinen Führerschein ab.

   ... Poly-Tikk
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Samstag, 13. Januar 2007
Search Request
Search Request: Du kleiner Spanner dir werd ichs zeigen
Uiuiui...
Search Request: Beschnittene Männer Bilder
Ähm. Ja.
Search request: ich habe sisi verpasst
Ich auch.
Search request: liebe ist wie eine blume fasst man sie zu fest an
....passiert was?

   ... Virtuelle Welt
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Genozid
Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor:

Es gibt da ein Land, in dem es einen riesigen Konflikt zweier Volksgruppen gibt, ja, in dem sich gar ein Völkermord großen Ausmaßes abspielen könnte.
Natürlich reagiert da die Weltgemeinschaft und schickt Blauhelmtruppen. Zumindest im Idealfall.
Nun sitzen da, sagen wir mal 2500 Mann Blauhelme in dem Land.

Die Situation eskaliert weiter und das Morden beginnt. Der zuständige Kommandeur versucht, das zu unterbinden und fordert dazu Verstärkung aus der New Yorker Zentrale an. 2000 zusätzliche Mann will er haben. Er ist sich sicher, mit knapp 5000 Mann eine Eskalation des Konflikts unterbinden zu können.
Die Reaktion der Zentrale: Absage. Er kriegt keinen einzigen Mann zusätzlich. Im Gegenteil: Seine Truppe wird auf 250 Mann reduziert.
Das Morden geht nun richtig los. Verzweifelt versucht der Kommandeur, wenigstens das zu tun, was er überhaupt noch tun kann und richtet einige Inseln ein, in die sich Flüchtlinge flüchten können. Es sind nicht genug. Die Welt schaut zu, wie der Völkermord beginnt. Vor allem 2 Staatschefs verweigern gezielt das Wort "Genozid" und beharren darauf, den Konflikt sich selbst zu überlassen.
Dann endlich kommen Elitetruppen führender Militärnationen. Aber nicht, um den Konflikt zu beenden, sondern um ihre Staatsbürger auszufliegen. So schnell, wie sie da waren, waren sie auch wieder weg.
Der Kommandeur versucht weiterhin das menschenunmögliche: Er verweigert Befehle der Zentrale und handelt nun eigenmächtig, indem er den Befehl zum kompletten Abzug ignoriert und "seine" Flüchtlinge weiter verteidigt und die wenigen sicheren Inseln nicht aufgibt.

100 Tage ging das so. Dann beendete nicht die internationale Gemeinschaft sondern eine einheimische Streitmacht den Völkermord.


Das könnte natürlich alles nur Fiktion sein und gäbe bestes Filmmaterial für Hollywood ab. Es ist aber keine Fiktion. Es ist die Geschichte von Romeo Dallaire, dem Kommandeur der UN-Truppen 1994 in Ruanda.
Beim schlimmsten Genozid seit dem 2. Weltkrieg starben mindestens 800.000 Menschen.

Die beiden Präsidenten, die beharrlich drauf drängten, das nicht "Genozid" zu nennen (weil sie dann gemäß UN-Charta zu Eingreifen verpflichtet gewesen wären), sondern "guerre civil", sind natürlich auch namentlich bekannt:

Francois Mitterand starb hochdekoriert (im Jahr des Ruandamassakers hat er übrigens den Medienpreis der Stadt Baden-Baden erhalten) und mit allen staatstragenden Ehren zu Grabe getragen im Jahr 1996.

Bill Clinton erfreut sich allerbester Gesundheit und ist ein sehr beliebter Gast in der ganzen Welt.


Romeo Dallaire aber ging es nicht ganz so gut: Er wurde erstmal wegen des Einsatzes vor Gericht gestellt (freigesprochen), litt unter starken Depressionen und unternahm 2 Suizidversuche. Bis heute fühlt er sich mitschuldig, den Genozid nicht verhindert zu haben.


Sein damaliger Chef und Befehlsgeber des Rückzugs verabschiedete sich vor kurzem aus einem hohen Amt, weshalb wir diesen Beitrag ihm zum Abschied in den Geschenkekorb legen.
Sein Name ist Kofi Annan und er ging mit dem Friedensnobelpreis nach Hause.

   ... Poly-Tikk
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Freitag, 12. Januar 2007
Web 2.0

   ... Virtuelle Welt
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Einkauf

   ... Horst-Tappsy
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Deutsch
Deutscher gehts nimmer. Jahrelang hab ich sie mal links, mal recht liegenlassen. Klein ist sie, nicht mal zur Großstadt hat sie es gebracht und liegt in der tiefsten Provinz.

Dabei war sie die Schlüsselstadt der deutschen Geschichte. Ein deutscher Mikrokosmos. Ernährer für zwei Männer, aus deren Werk einer ganzen Nation ihr kulturelles Selbstverständnis erwächst, Namensgeber einer kompletten Ära, aber auch häßliches Abziehbild, weil man in ihr die HJ gegründet hat und unmittelbar vor ihren Toren Zigtausende zu Tode kamen und die dennoch wenige Jahrzehnte später zur Kulturhauptstadt eines gesamten Kontinents werden konnte.


Ich werd wohl irgendwann mal hinmüssen....

....nach Weimar....

   ... Provinz
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Donnerstag, 11. Januar 2007
Horst-Tappsy und der Engel

   ... Horst-Tappsy
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Birne Saumagen

Prolog

Das hier ist der süße kleine Helmut. Der Helmut war, auch wenn man das später nicht mehr glauben mochte, einmal ein süßer kleiner Knopf. Damals war er aber halt nur ein süßer kleiner Knopf, der außer Windeln vollscheißen nichts großartiges hingekriegt hat. Aber der süße kleine Knopf Helmut hatte Glück: Auch wenn er in eine der hinterwäldlerischsten Gegenden Europas hineingeboren wurde, in der es nur um "die 4 großen W" Weck, Worschd, Woi und Wagges [Anm: = Brötchen, Wein, Wurst, Kartoffeln] geht, so hatte er das Glück der späten Geburt, so daß er nicht in schwarzer Uniform mit dem Totenkopf drauf rumlaufen durfte musste.
Das ist aber nur die Vorgeschichte. Weil es nämlich -Sie mögen es bereits erahnen- wieder mal nicht um süße kleine Knöpfe geht.

Wir schreiben Gechichte

Jetzt hat der ehemals süße kleine Knopf schon anderen Leibesumfang angenommen und ist nicht mehr klein und nicht mal süß und nicht mal mehr ein Knopf sondern nur noch ein Gechichtsstudent. Jawohl. Gechichte. Die wollte er auch schreiben, aber vorher musste das ja erst alles ordentlich studiert sein. Man mag gar nicht ermessen, welch dramatisches Element in diesem noch einigermaßen jungen Leben stecken mag, wenn man in einer Gegend geboren und aufgewachsen ist, die wie kaum eine andere auf die korrekte Wiedergabe des Lautes "sch" achtet und man selbiges nicht mal hinkriegt. Drum halt mal ganz wichtig Gechichte studiert und nicht Jura, denn damit war man wichtich und nicht wischdisch.

Weck, Worschd, Woi, Wagges

Der Helmut hätte es dann eigentlich damit bewenden lassen können und sich als etwas schnoddriger und tölpelhafter Historiker niederlassen und die Historie erklären können. Leider hat er das nicht gemacht, weil er sich zu Höherem berufen fühlte und deshalb hat er sich erst seine Lieblingsspeise zuleibe geführt -Saumagen- und nahm nochmal zu und nochmal zu und nochmal zu. Vielleicht hätte er im Deutschunterricht besser aufpassen sollen, als dort die Vorsilben deutscher Adjektive durchgenommen wurden, dann hätte er vielleicht rechtzeitig gelernt, dass wichtig und gewichtig nicht immer das Gleiche sind. Aber weil er eben beides war, musste nun eine neue Aufgabe her: Politik. Dort aber treiben sich einige Ähnliche (Ge-)Wichtigkeiten rum, die einem das Leben schwer machen. FJS zum Beispiel. Der war zwar eigentlich auf seiner Seite, aber weil der FJS aus einer Gegend kommt, in der man mit Hauen und Stechen groß wird, war er das dann halt doch nicht. Und so stritten sie sich über dieses und jenes und unterlagen dann am Ende halt doch.
Niemand hat ihn so richtig ernstgenommen, weil er halt immer der Provinzdepp vom Dienst war. Und gelitten hat Helmut darunter. Weil sie ihn nicht für voll genommen haben und ihn als das bezeichnet, das er eigentlich war: Ein Bauerntrampel. Das wiederum hat zu mehr und mehr Saumagenorgien geführt und damit stand irgendwann fest, dass der Mann zum allergrößten Anteil aus Saumagen besteht. Nie zuvor hätte man gedacht, dass sich der 100%-Fettanteil noch steigern ließe. Helmut war der Gegenbeweis.

Die Transformation zum Saumagen

Jetzt endlich hatte er es geschafft. Endlich war Helmut dort angekommen, wo er immer hinwollte: Ganz oben, Gechichte chreiben. Zu anfangs haben sie ihn arg verspottet. Als Birne. Das hat ihm gar nicht gefallen und ihm sehr weh getan. Weil es einfach nicht stimmte. Birnen sind Obst und damit hatte er wirklich nie etwas im Sinn. Im Sinn hatte er mehr die geistig-moralische Wende und die war -im Nachhinein betrachtet- wurstig.
Aber von vorne: Weil er schon mal eine Wahl verloren hatte, musste er sich dieses Mal von Trittbrettfahrern ins Amt putschen lassen. Jetzt war er nur noch eines: The living Saumagen und damit so unendlich fett, dass er kurz vor der Bewegungslosigkeit stand. Mit dem süßen kleinen Knopf hatte das nix mehr zu tun.
Aber bewegen sollten sich ohnehin die anderen und so bestand die Umerziehung der Gesellschaft in erster Linie in der Propagierung gängiger Wurstsorten, bevorzugt Pfälzer Saumagen.

Somit hatte der dicke Helmut am Ende etwas einmaliges vollbracht: Eine geistig-moralische Wende ins körperliche verlagert. Es hieß nicht mehr "Du bist Deutschland" sondern "Wir sind Saumagen".

Er hatte aber eben auch das Glück, dass ihm die Sozialdemokratie (rechts gleich drei Exemplare) nie gewachsen war. Gegen Saumagen kommt man eben nicht an und so schrubbten die Genossen sehr zur Freude des Saumagens immer dicht am Boden entlang.
Was vorher nie für möglich gehalten wurde: Eine eklige Speise aus tierischem Abfall wurde auf einmal wichtig und durfte mit diesem beiden:



-Michail und SDI-Ronnie- gemeinsam die Weltbühne rocken und damit war er endlich beim Gechichte chreiben.

Die FETTEN Jahre sind vorbei

Zwar nicht im körperlichen Sinn, weil so ein Saumagen halt doch das bleibt was er ist, nämlich ein Saumagen und so eine Rücktransformation nach jahrzehntelangem hintransformieren wohl kaum mehr möglich ist. Aber mit der ganz großen Karriere ist erstmal Feierabend. Weil nämlich 2 Figuren aufgetaucht sind, die ihm höllisch das Leben schwer gemacht haben.


Zum einen der phallische Gerd, der schon immer dahin wollte, wo Gechichts-Helmut schon immer war und bereit war, alles zu geben und zwar wirklich alles. Der Saumagen hingegen wollte noch gechichtlicher werden und so ist ihm das passiert, was noch keinem Kanzler zuvor passiert ist: Er wurde abgewählt. Schnöde vom Volk. Nicht feierlich in den Walhall enthoben. Nein, einfach so in den Ruhestand versetzt. Das war bitter.


Und zum Anderen kam das hängende Angie, deren gesamter Körper von den Mundwinkeln bis zum großen Zeh der ultimative Beweis für die Schwerkraft ist: Alles hängt. Alles.
Das hat ihn vermutlich am meisten enttäuscht, dass ihn die saumagenhochgepäppelte Angie ihn einfach so fallen lässt.

Weil er jetzt nämlich eine Sache an der Backe hatte, die bis jetzt nicht ausgeräumt ist. Schwarzgeld



Epilog

Letzen Endes aber war die Helmutkarriere der schlußendliche Beweis, dass Deutschland eine stabile Demokratie ist, der so schnell nichts und niemand etwas anhaben kann.
Auch und erst recht kein Saumagen.

   ... Bildungsbloggen
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