Dienstag, 3. Juli 2007
Kirschplörre

Kriek



Was man nicht alles tut, um Zielgruppen zu erschließen. Mittlerweile kennt das Grauen keine Grenze mehr.
Liebe Freunde, die ihr "Bier" mit Kirschzusatz anbietet: Wann wart ihr das letzte Mal bei einem Arzt?
Bitte holt dies dringend nach, weil eure Brühe definitiv ein Fall für die Zwangseinweisung in die Psychiatrie darstellt (Fremdgefährdung).

Die Zielgruppe dürfte klar sein: Belgier, Berliner und andere gewissenlose Kreaturen, die es wagen, hochheiliges Bier zu panschen. Trinken sollen das wohl Menschen, denen das Zeug zum anfixen dienen soll (Grundschüler), Frauen, die mal eine SchwarzwälderKirschtortelight trinken wollen und behäbige Yuppies aus dem Frankfurter Rotlichtviertel.

Für alle anderen gilt: Hände weg. Dies ist kein Bier!

   ... Beer makes the world go round
  ... link [13 Kommentare]   ... comment



Montag, 2. Juli 2007
Green, green grass of home
Schöne Momente.

Eine Mischung aus Nostalgie und dem Versuch, sich mal wieder etwas juveniler zu betätigen.

Wenn ein bloßer Anblick ein breites Grinsen aufs Gesicht bringt und man sich kurz daran erinnert, wie man die eigene Mutter, deren grüner Daumen deutlich ausgeprägter ist, seinerzeit dazu gebracht hat, Pflänzchen zu pflegen, über deren Wirkung sie entsetzt war.

Und immer wieder dasselbe Lied im Ohr.


   ... Welcome to Muumuuland
  ... link [9 Kommentare]   ... comment



Sonntag, 1. Juli 2007
Sternenhimmel
Aufklärungsjournalismus beim Stern: "So liebt die Welt: Israel" heißt die Titelstory. Poppen in Israel. Das hat die Welt allgemein und sämtliche Nazis des Planeten im Besonderen schon immer brennend interessiert.

Leider wird das Publikum völlig enttäuscht: Keine sensationellen Enthüllungen a la "die Juden haben die dicksten Dinger", noch nicht mal der Versuch antisemitischer Klischees ("Die Juden verdienen sogar noch mit ihrem Schwanz Geld"). Nichts. Null. Nada.

Stattdessen erfahren wir, dass es in Tel Aviv tatsächlich Männer und Frauen geben soll, die Lust auf SadoMaso-Spielchen haben sollen. Natürlich fehlt hier der Hinweis auf den Holocaust.
Ein paar Menschen gucken sich sogar Stripshows an. Und angeblich stehen israelische Frauen auf große Titten und sind ganz versessen darauf, sich Silikonkissen des Modells "Teardrop" in die Brüste flicken zu lassen.
Ach und wie schrecklich die jüdische Orthodoxie ist. Das wird auch ausführlich berichtet. Weil die aber eher im völligen Dunkel beischlafen, fehlt jeglicher Hinweis auf orthodoxe Sexstellungen.

Dies also deckt der Stern auf. Ich bin wirklich tief beeindruckt. Das sind Neuigkeiten auf die die Welt gewartet hat. Brutalstmögliche Aufklärung nennt man sowas wohl.

   ... Sexismus
  ... link [8 Kommentare]   ... comment



Samstag, 30. Juni 2007
Tatatatammm
Das war hart! Absolut. Und seeeehr knapp. Am Ende konnten wir uns leider nicht entscheiden und deshalb gibt es zwei Siegerinnen (und am liebsten hätten wir noch den ein oder anderen dazugenommen, aber bona kann nicht zig Schwänze bearbeiten):

morphine und petersilie

Herzlichen Glückwunsch.....


Für die Preisversendung und die selbst gestalteten Postkarten bräuchten wir noch die Adressen....bitte EMailbutton drücken...

   ... Mut zur Luecke
  ... link [38 Kommentare]   ... comment



Samstag, 30. Juni 2007
Documenta
Neulich habe ich noch einige zusammengeschusterte Platten aus dem Baumarkt zur Chefgrütze erklärt. Aber es steht wirklich nicht nur Scheiß rum. Auch wenn ich die Erläuterungen der Kunstsachverständigen meist nicht verstehe.





Großartig eine raumfüllende Installation, die auch außerhalb des Gebäudes weitergeht:



Sehr unterhaltsam die Videoinstallation, in der bedauernswerten chinesischen Kindern ein Glas Milch ins Gesicht geschüttet wird.





Und ein bißchen verfassungsfeindliche Symbolik steht auch rum. Findet sich da kein Staatsanwalt?



Ein Besuch lohnt aber auch schon deshalb, weil jeden Tag irgendwas kaputt geht. Manchmal sieht es sogar so aus, als gehöre das so. Wie etwa bei der Türenskulptur von Ai Wei Wei. Da wusste ich nicht mal, dass das zusammengestürzt war.



Etwas danebengegangen ist auch der Versuch, an einem Hang Reis zu pflanzen. Man hatte einfach nicht damit gerechnet, dass das Wasser versickern könnte. Und nun wird nicht mehr nachgewässert, weil sonst noch der Hang abrutscht.



Sehr formidabel auch das Karusell, das sich jetzt nicht mehr dreht. Drumrum sollte übrigens der Mohn blühen, was der Mohn aber auch nicht tut.



Darum: Besuchen Sie Kassel, solange noch was steht.



....Folge 2 demnächst mal....

   ... Art
  ... link [8 Kommentare]   ... comment



Donnerstag, 28. Juni 2007
Zeitlöcher
Den Lückentext werden wir zwecks ziemlichen Zeitmangels morgen abend lesen....und prämieren....

   ... Mut zur Luecke
  ... link [2 Kommentare]   ... comment



Dieter Thomas Heck...
...kam mir entgegen und mit wirklich schlechtem Gewissen dachte ich sofort an die Schmähschrift, die ich in meiner Frühphase und meinem jugendlichen Leichtsinn geschrieben habe.

   ... Personality goes a long way
  ... link [4 Kommentare]   ... comment



Mittwoch, 27. Juni 2007
Vaginalmonetäre Dialoge, oder:
Horst-Tappsy wendet sich mit Grausen ab, ehe ihm die Schamesröte ins Gesicht steigt.

   ... Horst-Tappsy
  ... link [13 Kommentare]   ... comment



Fly High

   ... Sonstiges
  ... link [19 Kommentare]   ... comment



Dienstag, 26. Juni 2007
Chefgrütze
Nein, das Ding steht nicht im Baumarkt, sondern allen Ernstes auf der documenta.
Es sind exakt 12 OSB-Platten (4 davon beweglich) aus dem Baumarkt zu etwa 6-7 €/ m²...

Jeder durchschnittlich begabte Schreiner lacht sich scheckig über diesen Mist. Solche Gebilde baut der jeden Tag.

   ... Art
  ... link [26 Kommentare]   ... comment



Montag, 25. Juni 2007
Halbdackel des Monats

Alice, who the fuck is Alice?



Das ist die Geschichte von Alice im Wunderland. Alice ist so etwas wie der lebende Gegenentwurf zu Eva Herman, aber sie hat das gleiche Problem wie Eva: Das Politikerproblem. Beide meinen regelmäßig, für alle, wirklich alle, Frauen dieser Republik zu sprechen. Von HartzIV-Wanda aus Marzahn bis Prof.Dr.Dr.UschiH. aus München-Bogenhausen.
Das wäre an sich nichts neues. Neu ist nur das Buch von Fräulein Sch. und das dürfte sämtliche Rekorde brechen, wenn es endlich mal in den Comedybereich der Buchhandlungen gestellt würde.

Alice verbreitet nichts anderes und schon gar nichts neues, aber genau das ist ja das tolle nach 40 Jahren schwarzem Stillstand. Schön: Die Welt verändert sich, Alice bleibt als Konstante.

Alice findet beispielsweise, dass die überwiegende Mehrheit der Frauen in ihren Partnerschaften Gewalt ausgesetzt seien. Wie sie darauf kommt verrät sie aber lieber nicht. Vielleicht kommen eigene Erfahrungen zum tragen.

Haarsträubend wird es dann, wenn Alice über Schwangerschaftsabbrüche schwadoniert. Sie behauptet nämlich, dass der Berater/ die Beraterin entscheide, ob so ein Abbruch vorgenommen werde oder nicht. Das mag eventuell für Kuwait oder Nicaragua zutreffen, für die Bundesrepublik Deutschland tut es das nicht. Entweder also ist Fräulein Sch. miserabligst informiert oder sie lügt.

Das war ja aber noch nicht alles! Da würden wir die Alice Wunderland ja schlecht kennen, wenn das schon alles gewesen wäre.
Alice redet auch noch in anderleut Sexualität rein: Alles was mit Porno oder Sadomasochismus zu tun habe, sei schon mal von Grund auf abzulehnen und verderbe die Gesellschaft. Nun gut, das könnte man auch von der überwältigenden Mehrheit der Stoiberfans hören.
Und wenn sich nun zwei Liebende dies freiwillig und gar gerne antun? Wie sich die Ablehnung von Porno und Sadomaso mit dem Recht auf die eigene Sexualität verbinden lässt, beantwortet Alice dann doch lieber nicht.

Darum: Alice hat das riesengroße Pech, dass die allermeisten Frauen sich emanzipiert haben. Auch von Alice.

   ... Halbdackel des Monats
  ... link [6 Kommentare]   ... comment



Aus der Rubrik: Straßen, in denen ich immer schon leben wollte

   ... On the road
  ... link [2 Kommentare]   ... comment



Freitag, 22. Juni 2007
Mut zur Lücke, der Nächste
Tatatatammmm.....es ist wieder soweit. Und wieder ein kleiner Lückentext, bei dem es wieder allerlei Sexartikel, Villen, Luxuskarossen und andere superdupertolle Preise zu erhaschen gibt.
Weil nur alle fümpf Jahre documenta ist und diese jetzt nur ein einziges Mal, geht´s mais naturellement um l´art. L´art pour l´art....



..... hatte eben das ..... fertig, als ..... den ...... Raum betrat.
"......" meinte ......, "wir sollten ......".
Der ..... wandte sich um und .......
Keine 3 ...... holte ...... den Di-di-di-di und bestieg .......

Nachdem ...... die ....... und sie ......., kam ..... ums Eck und ....... das ....... in die .......
Dies war ...... der diesjährigen .......
Selten zuvor hatte ...... ein solches ...... gesehen. Die ..... staunte über .......
Kuratoren und ........ kamen nach ...... in die ........ und .......

Gemälde, Skulpturen und ....... standen ....... als ......, weil die ........ sie .......
...... war es ...... und die ........ konnten die ....... zu ........
Doch dann ..................




PS: Es dürfen beliebig viele Worte in die Lücke eingefügt werden.

   ... Mut zur Luecke
  ... link [41 Kommentare]   ... comment