Samstag, 13. Januar 2007
Search Request
Search Request: Du kleiner Spanner dir werd ichs zeigen
Uiuiui...
Search Request: Beschnittene Männer Bilder
Ähm. Ja.
Search request: ich habe sisi verpasst
Ich auch.
Search request: liebe ist wie eine blume fasst man sie zu fest an
....passiert was?

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Genozid
Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor:

Es gibt da ein Land, in dem es einen riesigen Konflikt zweier Volksgruppen gibt, ja, in dem sich gar ein Völkermord großen Ausmaßes abspielen könnte.
Natürlich reagiert da die Weltgemeinschaft und schickt Blauhelmtruppen. Zumindest im Idealfall.
Nun sitzen da, sagen wir mal 2500 Mann Blauhelme in dem Land.

Die Situation eskaliert weiter und das Morden beginnt. Der zuständige Kommandeur versucht, das zu unterbinden und fordert dazu Verstärkung aus der New Yorker Zentrale an. 2000 zusätzliche Mann will er haben. Er ist sich sicher, mit knapp 5000 Mann eine Eskalation des Konflikts unterbinden zu können.
Die Reaktion der Zentrale: Absage. Er kriegt keinen einzigen Mann zusätzlich. Im Gegenteil: Seine Truppe wird auf 250 Mann reduziert.
Das Morden geht nun richtig los. Verzweifelt versucht der Kommandeur, wenigstens das zu tun, was er überhaupt noch tun kann und richtet einige Inseln ein, in die sich Flüchtlinge flüchten können. Es sind nicht genug. Die Welt schaut zu, wie der Völkermord beginnt. Vor allem 2 Staatschefs verweigern gezielt das Wort "Genozid" und beharren darauf, den Konflikt sich selbst zu überlassen.
Dann endlich kommen Elitetruppen führender Militärnationen. Aber nicht, um den Konflikt zu beenden, sondern um ihre Staatsbürger auszufliegen. So schnell, wie sie da waren, waren sie auch wieder weg.
Der Kommandeur versucht weiterhin das menschenunmögliche: Er verweigert Befehle der Zentrale und handelt nun eigenmächtig, indem er den Befehl zum kompletten Abzug ignoriert und "seine" Flüchtlinge weiter verteidigt und die wenigen sicheren Inseln nicht aufgibt.

100 Tage ging das so. Dann beendete nicht die internationale Gemeinschaft sondern eine einheimische Streitmacht den Völkermord.


Das könnte natürlich alles nur Fiktion sein und gäbe bestes Filmmaterial für Hollywood ab. Es ist aber keine Fiktion. Es ist die Geschichte von Romeo Dallaire, dem Kommandeur der UN-Truppen 1994 in Ruanda.
Beim schlimmsten Genozid seit dem 2. Weltkrieg starben mindestens 800.000 Menschen.

Die beiden Präsidenten, die beharrlich drauf drängten, das nicht "Genozid" zu nennen (weil sie dann gemäß UN-Charta zu Eingreifen verpflichtet gewesen wären), sondern "guerre civil", sind natürlich auch namentlich bekannt:

Francois Mitterand starb hochdekoriert (im Jahr des Ruandamassakers hat er übrigens den Medienpreis der Stadt Baden-Baden erhalten) und mit allen staatstragenden Ehren zu Grabe getragen im Jahr 1996.

Bill Clinton erfreut sich allerbester Gesundheit und ist ein sehr beliebter Gast in der ganzen Welt.


Romeo Dallaire aber ging es nicht ganz so gut: Er wurde erstmal wegen des Einsatzes vor Gericht gestellt (freigesprochen), litt unter starken Depressionen und unternahm 2 Suizidversuche. Bis heute fühlt er sich mitschuldig, den Genozid nicht verhindert zu haben.


Sein damaliger Chef und Befehlsgeber des Rückzugs verabschiedete sich vor kurzem aus einem hohen Amt, weshalb wir diesen Beitrag ihm zum Abschied in den Geschenkekorb legen.
Sein Name ist Kofi Annan und er ging mit dem Friedensnobelpreis nach Hause.

   ... Poly-Tikk
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Freitag, 12. Januar 2007
Web 2.0

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Einkauf

   ... Horst-Tappsy
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Deutsch
Deutscher gehts nimmer. Jahrelang hab ich sie mal links, mal recht liegenlassen. Klein ist sie, nicht mal zur Großstadt hat sie es gebracht und liegt in der tiefsten Provinz.

Dabei war sie die Schlüsselstadt der deutschen Geschichte. Ein deutscher Mikrokosmos. Ernährer für zwei Männer, aus deren Werk einer ganzen Nation ihr kulturelles Selbstverständnis erwächst, Namensgeber einer kompletten Ära, aber auch häßliches Abziehbild, weil man in ihr die HJ gegründet hat und unmittelbar vor ihren Toren Zigtausende zu Tode kamen und die dennoch wenige Jahrzehnte später zur Kulturhauptstadt eines gesamten Kontinents werden konnte.


Ich werd wohl irgendwann mal hinmüssen....

....nach Weimar....

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Donnerstag, 11. Januar 2007
Horst-Tappsy und der Engel

   ... Horst-Tappsy
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Birne Saumagen

Prolog

Das hier ist der süße kleine Helmut. Der Helmut war, auch wenn man das später nicht mehr glauben mochte, einmal ein süßer kleiner Knopf. Damals war er aber halt nur ein süßer kleiner Knopf, der außer Windeln vollscheißen nichts großartiges hingekriegt hat. Aber der süße kleine Knopf Helmut hatte Glück: Auch wenn er in eine der hinterwäldlerischsten Gegenden Europas hineingeboren wurde, in der es nur um "die 4 großen W" Weck, Worschd, Woi und Wagges [Anm: = Brötchen, Wein, Wurst, Kartoffeln] geht, so hatte er das Glück der späten Geburt, so daß er nicht in schwarzer Uniform mit dem Totenkopf drauf rumlaufen durfte musste.
Das ist aber nur die Vorgeschichte. Weil es nämlich -Sie mögen es bereits erahnen- wieder mal nicht um süße kleine Knöpfe geht.

Wir schreiben Gechichte

Jetzt hat der ehemals süße kleine Knopf schon anderen Leibesumfang angenommen und ist nicht mehr klein und nicht mal süß und nicht mal mehr ein Knopf sondern nur noch ein Gechichtsstudent. Jawohl. Gechichte. Die wollte er auch schreiben, aber vorher musste das ja erst alles ordentlich studiert sein. Man mag gar nicht ermessen, welch dramatisches Element in diesem noch einigermaßen jungen Leben stecken mag, wenn man in einer Gegend geboren und aufgewachsen ist, die wie kaum eine andere auf die korrekte Wiedergabe des Lautes "sch" achtet und man selbiges nicht mal hinkriegt. Drum halt mal ganz wichtig Gechichte studiert und nicht Jura, denn damit war man wichtich und nicht wischdisch.

Weck, Worschd, Woi, Wagges

Der Helmut hätte es dann eigentlich damit bewenden lassen können und sich als etwas schnoddriger und tölpelhafter Historiker niederlassen und die Historie erklären können. Leider hat er das nicht gemacht, weil er sich zu Höherem berufen fühlte und deshalb hat er sich erst seine Lieblingsspeise zuleibe geführt -Saumagen- und nahm nochmal zu und nochmal zu und nochmal zu. Vielleicht hätte er im Deutschunterricht besser aufpassen sollen, als dort die Vorsilben deutscher Adjektive durchgenommen wurden, dann hätte er vielleicht rechtzeitig gelernt, dass wichtig und gewichtig nicht immer das Gleiche sind. Aber weil er eben beides war, musste nun eine neue Aufgabe her: Politik. Dort aber treiben sich einige Ähnliche (Ge-)Wichtigkeiten rum, die einem das Leben schwer machen. FJS zum Beispiel. Der war zwar eigentlich auf seiner Seite, aber weil der FJS aus einer Gegend kommt, in der man mit Hauen und Stechen groß wird, war er das dann halt doch nicht. Und so stritten sie sich über dieses und jenes und unterlagen dann am Ende halt doch.
Niemand hat ihn so richtig ernstgenommen, weil er halt immer der Provinzdepp vom Dienst war. Und gelitten hat Helmut darunter. Weil sie ihn nicht für voll genommen haben und ihn als das bezeichnet, das er eigentlich war: Ein Bauerntrampel. Das wiederum hat zu mehr und mehr Saumagenorgien geführt und damit stand irgendwann fest, dass der Mann zum allergrößten Anteil aus Saumagen besteht. Nie zuvor hätte man gedacht, dass sich der 100%-Fettanteil noch steigern ließe. Helmut war der Gegenbeweis.

Die Transformation zum Saumagen

Jetzt endlich hatte er es geschafft. Endlich war Helmut dort angekommen, wo er immer hinwollte: Ganz oben, Gechichte chreiben. Zu anfangs haben sie ihn arg verspottet. Als Birne. Das hat ihm gar nicht gefallen und ihm sehr weh getan. Weil es einfach nicht stimmte. Birnen sind Obst und damit hatte er wirklich nie etwas im Sinn. Im Sinn hatte er mehr die geistig-moralische Wende und die war -im Nachhinein betrachtet- wurstig.
Aber von vorne: Weil er schon mal eine Wahl verloren hatte, musste er sich dieses Mal von Trittbrettfahrern ins Amt putschen lassen. Jetzt war er nur noch eines: The living Saumagen und damit so unendlich fett, dass er kurz vor der Bewegungslosigkeit stand. Mit dem süßen kleinen Knopf hatte das nix mehr zu tun.
Aber bewegen sollten sich ohnehin die anderen und so bestand die Umerziehung der Gesellschaft in erster Linie in der Propagierung gängiger Wurstsorten, bevorzugt Pfälzer Saumagen.

Somit hatte der dicke Helmut am Ende etwas einmaliges vollbracht: Eine geistig-moralische Wende ins körperliche verlagert. Es hieß nicht mehr "Du bist Deutschland" sondern "Wir sind Saumagen".

Er hatte aber eben auch das Glück, dass ihm die Sozialdemokratie (rechts gleich drei Exemplare) nie gewachsen war. Gegen Saumagen kommt man eben nicht an und so schrubbten die Genossen sehr zur Freude des Saumagens immer dicht am Boden entlang.
Was vorher nie für möglich gehalten wurde: Eine eklige Speise aus tierischem Abfall wurde auf einmal wichtig und durfte mit diesem beiden:



-Michail und SDI-Ronnie- gemeinsam die Weltbühne rocken und damit war er endlich beim Gechichte chreiben.

Die FETTEN Jahre sind vorbei

Zwar nicht im körperlichen Sinn, weil so ein Saumagen halt doch das bleibt was er ist, nämlich ein Saumagen und so eine Rücktransformation nach jahrzehntelangem hintransformieren wohl kaum mehr möglich ist. Aber mit der ganz großen Karriere ist erstmal Feierabend. Weil nämlich 2 Figuren aufgetaucht sind, die ihm höllisch das Leben schwer gemacht haben.


Zum einen der phallische Gerd, der schon immer dahin wollte, wo Gechichts-Helmut schon immer war und bereit war, alles zu geben und zwar wirklich alles. Der Saumagen hingegen wollte noch gechichtlicher werden und so ist ihm das passiert, was noch keinem Kanzler zuvor passiert ist: Er wurde abgewählt. Schnöde vom Volk. Nicht feierlich in den Walhall enthoben. Nein, einfach so in den Ruhestand versetzt. Das war bitter.


Und zum Anderen kam das hängende Angie, deren gesamter Körper von den Mundwinkeln bis zum großen Zeh der ultimative Beweis für die Schwerkraft ist: Alles hängt. Alles.
Das hat ihn vermutlich am meisten enttäuscht, dass ihn die saumagenhochgepäppelte Angie ihn einfach so fallen lässt.

Weil er jetzt nämlich eine Sache an der Backe hatte, die bis jetzt nicht ausgeräumt ist. Schwarzgeld



Epilog

Letzen Endes aber war die Helmutkarriere der schlußendliche Beweis, dass Deutschland eine stabile Demokratie ist, der so schnell nichts und niemand etwas anhaben kann.
Auch und erst recht kein Saumagen.

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Mittwoch, 10. Januar 2007
Knast

   ... Horst-Tappsy
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Wanted
Ohohoh....böses Omen gleich zum Jahresbeginn: Besucher hier von der australischen Regierung (gov.au) und dann auch noch aus Melbourne. Ganz schlecht.

Könnte sein, dass ihr eine Weile ohne mich auskommen müsst, wenn die dort diese Geschichte immer noch so ernst nehmen, wie sie das 2 Jahre lang (!) getan haben.

   ... On the road
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Tu Felix Austria
Österreich hat sich nach langem Hin und Her nun doch entschlossen, eine Regierung zu bilden. Man hatte ja schon gedacht, die Art und Weise, wie sich Deutschland zur Kanzlerin gequält hat sei relativ einmalig gewesen. Die Nachbarn haben dem aber noch einen draufgesetzt. Ein paar böse (österreichische) Zungen haben es "Bananenrepublik" genannt, oder auch "größter Witz der zweiten Republik".

Liebe Österreicher, lasst mich dies -völlig ohne Häme, Besserwisserei und wirklich ernstgemeint- als Piefke und Beobachter von außerhalb sagen: Ihr seid ein glückliches Land. Ein Land, das sich eine Italienisierung seiner Politik leisten kann und dennoch prächtig funktioniert, ist wahrhaft ein glückliches Land. Ein Land, dass die eigentliche Schonfrist für eine Regierung (100 Tage) allein zur Findung selbiger verwenden kann, ist gesund.
Ich glaube beinahe, ihr wärt in der Lage gewesen, die erste funktionierende Republik zu werden, die gänzlich ohne Regierung auskommt.
In diesem Sinne: Bei allen Fehlern, mit denen diese Regierung schon vor der Vereidigung (Angelobung) startet....
.....ihr hattet schon schlechtere Regierungen.

   ... Poly-Tikk
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Mittwoch, 10. Januar 2007
Terminmanagement
Horst-Tappsy ist ein gefragter Bär


   ... Horst-Tappsy
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Stoiber
Schon spaßig, wenn der Stoiber (*1941) so langsam altershalber in den Ruhestand geschickt werden soll und seine potentiellen Erben Beckstein (*1943) und Huber (*1946) heißen sollen...

Also ich würde den ja inhaltlich und aufgrund seiner Politik loswerden wollen und nicht alterstechnisch...

   ... Poly-Tikk
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Zeitgeist
Diese Woche lohnt die Lektüre des SPIEGEL. Der wird 60 Jahre alt. Die Lektüre lohnt in erster Linie nicht deshalb, sondern weil im beiliegenden Sonderheft alte Beiträge aus den letzten 60 Jahren abgedruckt sind. Eine Reise in die Vergangenheit, die den Zeitgeist der jeweiligen Ära schön wiedergibt...


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Montag, 8. Januar 2007
Er gibt sich die Kante

   ... Horst-Tappsy
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Eine Fabel
oder:

Die Reise zum Arsch der Erkenntnis


Stellen wir uns mal vor, es gibt da so was wie ein Paralleluniversum. Das gibts bestimmt ziemlich sicher. Und wenn nicht, ist zumindest die Vorstellung schön, dass es sowas geben könnte.
Nehmen wir also mal an, es gibt da in zig Lichtjahren Entfernung einen Planeten. Schön blau schwirrt er durchs Weltall. Bewohnt wird der Planet ausschließlich durch Ratten:
Wanderratten, Hausratten, Beutelratten, Bisamratten, Malaiische Ratten, Reisfeldratten, Savahratten, Himalajaratten und vielen anderen mehr. Überall Ratten.

Sie haben dort viele verschiedene funktionierende Gemeinwesen aufgebaut. Eines wird vom Rattenkönig regiert, ein anderes ist ein rattokratisches Staatswesen, wieder ein anderes eine Rattogarchie. Sie leben zusammen, manchmal auch nicht. Manchmal streiten sie sich und hin und wieder soll es sogar Rattenkriege geben.

Darunter das allerschönste und blühendste Rattenland von allen, das berühmt war für seine beiden geistreichen Ratten, die längst das Zeitliche gesegnet hatten, das bekannt war für Wälder, Seen, seine endlosen Müllhalden, die zum Stöbern einluden, seine wunderschönen Kanäle und Entwässerungsanlagen, die traumhaft schöne Wohnungen abgaben (während in anderen Ländern die Ratten in Wiesen und Wäldern ihr Dasein fristen mussten) und einem perfekt funktionierenden Rattenstaat. Alles klappte, aber trotzdem war keiner zufrieden. Aber es ließ sich blendend leben im kleinen Rattenparadies.

Weil Ratten, wie allseits bekannt, kluge Tiere sind, haben sie natürlich auch das Fernsehen erfunden und betreiben in unserem schönen Rattenland ein revolutionäres Fernsehprogramm: Sendungen wie "Big Rat" oder "Rattenland sucht die Super-Ratte" sind sehr erfolgreiche Formate.
Wenig beachtet dagegen die feine sonntagnächtliche Politshow "Christiratsen", in der sich Rattenpolitiker aller Art treffen und die sowas wie die periodische Presseshow des Rattenstaats ist.

Moderiert wird die Show von Christiratsen, eine ältlich werdende Rättin, die aber eine alte Häsin Rättin auf dem Mediengebiet ist. Jedes Mal lädt sie sich Gäste aus der Rattenpolitik ein.

Es gibt da zum Beispiel Rattenkoch. Eine listige Oportunisten-Ratte mit allerlei Dreck am Stecken aber dennoch mit genügend Hinterhalt allenthalben.

Oder Rasierratte. Ein rasanter Aufsteiger unter den Ratten und daher noch ein bißchen tapsig. So ein bißchen wie eine Ratte, die etwas zu viel Markumar erwischt hat.

Westerratte grinst unablässig in die Kameras und redet in schneidendem Ton von der Kanalliberalisierung.

Sonnenblumenratte findet, dass man die Kanalsysteme ausbauen müsse und die Fäkalquote erhöht werden sollte.

Rotratte sitzt auch oft in der Runde, redet aber meist nur wirres Zeugs.

Braunratte mögen sie nicht und deshalb laden sie ihn nie ein. Braunratte hetzt ohnehin nur gegen die Beutelratten.



Nun ist es erstmals gelungen, eine dieser Sendungen aufzuzeichnen. Es ist -gelinde gesagt- eine mittlere Sensation. Es ist ein Protokoll aus der Welt der Ratten. Dies folgt in den Kommentaren

   ... Poly-Tikk
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Sonntag, 7. Januar 2007
Genäht
Horst-Tappsy ist ein Kampfbär und die erleiden eben hin und wieder eine Verletzung. Dieses Mal wurde ihm der rechte Fuß halb abgerissen. Aber ihm gehts wieder bestens, der Fuß ist wieder dran und das Bärchen säuft schon wieder Rotwein.


   ... Horst-Tappsy
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Bloggen ruiniert die Welt
Jawoll! Sie haben richtig gelesen. Wie ich darauf komme?
Ganz einfach: Ich konnte es mir nicht verkneifen, mir neulich mal die Besucherstatistik anzuschauen und nach deren Studium behaupte ich nun:

Der Durchschnittsblogger liest und schreibt und bloggt beinahe ausschließlich während der Arbeitszeit!

Deutlich wird das dadurch, dass es ab 9 Uhr in Blogistan so richtig losgeht. Gut, Sie werden nun einwenden, dass der gewöhnliche Mensch da erst so richtig wach wird. Stimmt. Allerdings bricht Blogistan dann gegen 12 in den Mittagsschlaf/ die Mittagspause auf und legt dann gegen 14 Uhr wieder los. Der Höhepunkt dann kurz vor Feierabend gegen 17 Uhr: Keiner hat mehr Lust und so verbringt man seine Zeit in den Blogs.

Es gibt ja auch liebgewonnene Bloggerkollegen, die diesen Umstand sehr bereitwillig einräumen: Sünder 1 und Sünderin 2 haben das ja bereits sehr gern und ohne Reue zugegeben.

Ich mag mir den immensen volkswirtschaftlichen Schaden gar nicht ausmalen: Milliarden müssen das sein, die da jährlich den Bruttosozialprodukt abgehen. Vermutlich wurde unseretwegen die Mehrwertsteuer überhaupt erst erhöht.

   ... Virtuelle Welt
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Samstag, 6. Januar 2007
PSL
PSL ist eine Marke. Es ist genauer gesagt die Marke. PSL ist Peter Scholl-Latour.

Der Mann ist seit etwa 183 Jahren auf den Bildschirmen dieser Welt präsent, d.h. nein, eigentlich nur auf deutschen Bildschirmen. Als Gott das Fernsehen schuf, zeigte es als erstes PSL und PSL plapperte los und es ward Fernsehen. Und so sind ganze Generationen mit PSL und seiner Sicht der Dinge groß geworden. PSL ist eine Institution wie das Sofa im Wohnzimmer oder der morgendliche Kaffee.

Natürlich ist so einiges seltsam an PSL: Warum er seinen Namen Scholl-Latour schreibt und nicht viel stylischer Scholllatour mit drei aufeinanderfolgenden "l". Oder dass er diesen Silberreif trägt, der ihm wohl bei seiner ersten Auslandsreise überreicht wurde und seither an seinem Arm festgewachsen ist. Er ist trotzdem eine Legende.

Mit postmortaler Gelassenheit betrachtet PSL die Dinge und die Weltläufe. Ihn kann nichts mehr erschüttern, er hat schon alles gesehen. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erzählt er, wie er seinerzeit in den 50ern mit dem Sultan von Oman Kamelrennen veranstaltet hat oder mit Idi Amin Tee getrunken hat und nuschelt dabei so unsäglich ins Mikro, dass es das Publikum zu beider Glück ohnehin nicht mehr versteht. Und das ist auch gut so. PSL soll einfach nur einfach die Welt erklären. Richtig einfach einfach.
Das kann er zugegebenermaßen ziemlich gut. Zwar liegt er mit seinen Prognosen meist zu 100 % daneben, aber das ist egal.

Ich glaube, PSL kann jede Frage beantworten. Wirklich jede. Auch die nach der Verdauungsproblematik einer indischen Hausstaubmilbe.

PSL ist der Franz Beckenbauer des deutschen Fernsehens: Er darf sagen, was immer er auch will und den allergröbsten Unsinn verbreiten, solange er nur den Mund aufmacht und jeden Satz mit einem "nich?" beendet. Das Publikum verzeiht PSL gerne.

Keep on rockin´, PSL. Auch wenn das alles großer Quatsch ist, was du uns servierst.

   ... Glotze
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Freitag, 5. Januar 2007
Auf dem Kaktus
Nein, er hält keinen Winterschlaf:


   ... Horst-Tappsy
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Blog zu verkaufen
Liebe Leute von Holtzbrink & Co,

ich hätte euch da ein phantastisches Angebot zu machen: Ich würde euch mein Blog verkaufen. Wo ihr neulich schon studiVZ gekauft habt, müsste da doch sicher noch die ein oder andere Million rumliegen, die man verpulvern investieren kann.

Mein Blog hat im Gegensatz zu studiVZ sogar einige ganz enorme Vorteile: Das Publikum hier ist durchweg gebildet, intelligent und damit eine Zielgruppe derer sich Holtzbrink & Co nicht verschließen dürfen. Sie werden hier sehr breit gestreut die verschiedensten Menschen aus allen Altersgruppen antreffen. Ich biete Ihnen ein einmaliges soziales Netzwerk mit hohem Potential.
Stalker und Fakeaccounts kann ich nicht bieten und habe daher ein -was den Publikumsverkehr angeht- qualitativ einwandfrei hochstehendes Projekt. Auch bin ich bisher von Skandalen weitgehend verschont geblieben.

Sie sehen: Die Wachstumsmöglichkeiten sind grenzenlos, die perfekte Zielgruppe biete ich auch (nennen wir sie mal "YIELS": young, intelligent, educated, leading, smart.), daher glaube ich, dass Sie hier in die Zukunft investieren können und möchte Ihnen einen Vorschlag zur Verhandlungsbasis unterbreiten:

Wie wärs denn mit 50 Millionen? Selbstverständlich bin ich bereit, eventuell nochmals darüber nachzudenken und wäre unter Umständen auch bereit, nochmals zu verhandeln, dennoch sollten Sie sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

gorillaschnitzel

   ... Virtuelle Welt
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Die Irren von Teheran
Mittlerweile liebe ich Mahmud Ahmadinedschad wirklich inständig. Die Holocaustkonferenz, die wohl -wie zu erwarten war- ereignislos vor sich hindümpelte, all das Geschrei und die Dauerdurchdreher. Der Mann ist immer für einen Heuler gut. Leider ist der letzte etwas verpufft, denn der war richtig klasse und ist quasi ein Ergebnis der Lügenkonferenz!

Mahmud erklärt Geschichte im Allgemeinen und Adolf Hitler im Besonderen neu. Vieles ist ja schon geschrieben worden über Adolf Hitler. Eigentlich hatte man nichts ausgelassen. Aber Mahmud Ahmadinedschad bringt sämtliche Theorien zusammen und strickt die Hitlerforschung komplett neu. Nur damit das alle ein für allemal kapieren:

Adolf Hitler war Jude. Nun, diese Theorie ist ja nicht ganz neu und damit halt nur geklaut. Die Iraner erweitern sie aber noch und erklären gleich hinterher: Sowohl Hitlers Oma, als auch sein Opa waren auch Juden. Hitlers Vater habe seinen jüdischen österreichischen Namen [sic: Schickelgruber] dann aus purem Selbsthass in "Hitler" geändert. (Frage: Sind viele Österreicher und ein Teil der Bayern damit Juden?).
Hitler sei sowohl projüdisch gewesen, als auch antisemitisch (WOW!). Dies komme daher, weil seine Mutter -diplomatisch ausgedrückt- sehr promiskuitiv gelebt habe.
Hitlers Antisemitismus speist sich - laut "Generaldirektor des Instituts für Holocauststudien" aus Selbsthass, weil er Jude gewesen sei. Deshalb sei er an der Verschwörung beteiligt gewesen, gemeinsam mit den bösen Bolschewisten und den Engländern einen Judenstaat außerhalb Europas zu gründen.


Ach übrigens:

Lenin war Jude, Stalin war auch Jude. Sagt Mahmud Ahmadinedschad, bzw. ein sehr enger Berater von ihm.


Ich frag mich nur, was die Horst Mahlers dieser Welt als große Parteigänger des Herrn Ahmadinedschad nun dazu sagen werden?

Quelle: Middle East Media Research Institute

   ... Poly-Tikk
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Donnerstag, 4. Januar 2007
Dialekt in Hochform

   ... Fundstuecke
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Wie man die Miete drückt...
Mietminderung, weil HartzVI-Empfänger im Haus verkehren? Das geht.

Die Begründung ist echt lustig:
Quantität und Qualität des Besucherverkehrs von Mitmietern können als Mangel im Rahmen des gewerblichen Mietverhältnisses bewertet werden
und
dass sich unter den Besuchern der Hartz-IV-Abteilung, der Suchtberatungsstelle und der Schuldnerberatung ein überdurchschnittlicher Anteil von sozial auffällig gewordenen Personen befindet

Geklagt hatten die Mitmieter, weil sie befanden, dass sie in einem exklusiven Ambiente hausen. Vielleicht sollte man da aber erst sagen, wo sich der Fall abgespielt hat: In Heilbronn! Die Perle am Neckar. Exklusives Ambiente und Heilbronn! Das an sich schließt einander schon mal aus. In Heilbronn ist nichts exklusiv, außer der außerordentlich exklusiven Hässlichkeit des gesamten Stadtensembles. Heilbronn und Exklusivität ist wie Helmut Kohl und Anorexie oder saumagenfutternde Veganer.


Darum: Das können wir auch. Zumindest diejenigen, die in Mietwohnungen leben.
Jetzt wo die Mehrwertsteuer erhöht ist, lässt sich Miete sparen! Einfach ein Gewerbe für die Wohnung anmelden und regelmäßig einen HartzIV-Empfänger einladen und schon kann man die Wohnungsmiete um 15% mindern.
Daraus lässt sich dann ein gesamter Geschäftszweig machen: Legen Sie um Sie herum Briefkastenfirmen an, am besten in exklusiver Bahnhofsnähe und im exklusiv zwielichtigen Milieu. Oder bringen Sie ein gesamtes exklusives Neubaugebiet in Verruf, indem Sie eine Obdachlosenparty beim Nachbarn veranstalten. Lassen Sie die Sau raus und zwar exklusiv ordentlich und dann schlagen wir mehr als 15 Prozentchen raus.

   ... Poly-Tikk
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