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Mittwoch, 24. Mai 2006
Tägliche Leuchtendosis
gorillaschnitzel, 14:41h

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gorillaschnitzel, 10:58h
Wir sind auf einem guten Weg. Suchanfragen heute:
Search request: gesicht gefurzt (gleich 2x)
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Denk ich ans Fernseh´n in der Nacht....
gorillaschnitzel, 10:13h
Das deutsche Fernsehen ist mittlerweile in die pädagogische Phase eingetreten. Es entwickelt eine tiefe Liebe zu Beratung aller Art: Innenarchitektur, verzogene Rotzlöffel, Hunde und anderlei Kroppzeug, Frisuren, Hausbau generell und so weiter.
Es tummeln sich Super-Nannys und Super-Designer.
Eigentlich logisch, dass es so kommen musste: Erst warens die Talkshows, in denen man aufeinander eingetreten ist, dann die Gerichtsshows, in denen zwischen den Konfliktparteien der Talkshows "Recht" gesprochen wurde und nun ist man auf dem "Wir-fangen-ganz-neu-an"-Trip und will alles besser machen.
Selbst dem Zuseher wird -im Gegensatz zu früheren Zeiten- nicht mehr alles zugemutet. Er wird langsam an die Thematik herangeführt. Reflexion und Selbstkritik der armen TV-Protagonisten inbegriffen.
Das sieht dann in etwa so aus:
Die Kamera schwenk einmal quer durch die Küche ins Wohnzimmer und anschließend an den Esstisch, an dem Edgar und Doris sitzen. Mittvierziger. Aus dem Off erklärt die Stimme: "Die Situation ist angespannt, Edgar ärgert sich über das Fremdgehen von Doris. Edgars Ärger endet in einem Wutausbruch. Auch wenn man verstehen kann, dass Edgar zu Recht wütend ist, er hätte Doris nicht anschreien dürfen. Er muss lernen, sich besser im Griff zu haben."
Schnitt.
Doris wird eingeblendet und sagt: "Ich kann das verstehen, dass Edgar wütend ist, aber er hätte nicht ausrasten dürfen. Er muss sich einfach besser im Griff haben."
Schnitt.
Eine kurze -dem Zuscher gerade noch zumutbare- Sequenz wird gezeigt. Edgar wirft die Butterdose quer durch den Raum.
Schnitt.
Edgar wird eingeblendet: "Ich habe mich so aufgeregt, da bin ich einfach ausgerastet. Das hätte mir aber nicht passieren dürfen. Ich muss mich besser im Griff haben."
Schnitt.
Edgar und Doris schlendern einen Waldweg entlang. Stimme aus dem Off: "Doris´Fremdgehen war natürlich falsch, aber Edgars Wutausbruch ist bei allem Verständnis für seinen Ärger ebenso falsch. Bei einem langen Spaziergang durch den Wald sprechen sich Edgar und Doris aus."
Alles wird gut.
Es tummeln sich Super-Nannys und Super-Designer.
Eigentlich logisch, dass es so kommen musste: Erst warens die Talkshows, in denen man aufeinander eingetreten ist, dann die Gerichtsshows, in denen zwischen den Konfliktparteien der Talkshows "Recht" gesprochen wurde und nun ist man auf dem "Wir-fangen-ganz-neu-an"-Trip und will alles besser machen.
Selbst dem Zuseher wird -im Gegensatz zu früheren Zeiten- nicht mehr alles zugemutet. Er wird langsam an die Thematik herangeführt. Reflexion und Selbstkritik der armen TV-Protagonisten inbegriffen.
Das sieht dann in etwa so aus:
Die Kamera schwenk einmal quer durch die Küche ins Wohnzimmer und anschließend an den Esstisch, an dem Edgar und Doris sitzen. Mittvierziger. Aus dem Off erklärt die Stimme: "Die Situation ist angespannt, Edgar ärgert sich über das Fremdgehen von Doris. Edgars Ärger endet in einem Wutausbruch. Auch wenn man verstehen kann, dass Edgar zu Recht wütend ist, er hätte Doris nicht anschreien dürfen. Er muss lernen, sich besser im Griff zu haben."
Schnitt.
Doris wird eingeblendet und sagt: "Ich kann das verstehen, dass Edgar wütend ist, aber er hätte nicht ausrasten dürfen. Er muss sich einfach besser im Griff haben."
Schnitt.
Eine kurze -dem Zuscher gerade noch zumutbare- Sequenz wird gezeigt. Edgar wirft die Butterdose quer durch den Raum.
Schnitt.
Edgar wird eingeblendet: "Ich habe mich so aufgeregt, da bin ich einfach ausgerastet. Das hätte mir aber nicht passieren dürfen. Ich muss mich besser im Griff haben."
Schnitt.
Edgar und Doris schlendern einen Waldweg entlang. Stimme aus dem Off: "Doris´Fremdgehen war natürlich falsch, aber Edgars Wutausbruch ist bei allem Verständnis für seinen Ärger ebenso falsch. Bei einem langen Spaziergang durch den Wald sprechen sich Edgar und Doris aus."
Alles wird gut.
Dienstag, 23. Mai 2006
Alabama 3
gorillaschnitzel, 14:56h
Große Musikdiskussion bei mala fide.
Kaum einer kennt die Band Alabama 3. Drum an der Stelle mal eine kleine Vorstellung dessen, was Alabama 3 ist. "Woke up this morning" schaffte es immerhin mal zum Titelsong von "The Sopranos".
Ihre Musik beschreiben sie selbst als "Acid-Country-House". Und so hört es sich denn auch an: Country, Blues, Rock und Bummbumm...
Daneben gibts verschiedene Aktionen. Die Gründung der First Presleytarian Church of Elvis the Divine zum Beispiel. Oder die Homepage auf der man mal George W. Bush auf den elektrischen Stuhl setzen konnte...oder auch die Erkenntnis, dass das Geräusch von Koks-Schnupfen als Percussion benutzt werden kann...
Viele Platten gibts nicht....
Exile on Coldharbour Lane
La Peste
Power in the Blood
Last Train to Mashville Vol.2 (Accoustic; Vol. 1 wird nur auf den Konzerten verkauft)
Outlaw
Einige Details: Die Bandmitglieder sehen mit jeder Platte kaputter aus, gewidmet sind die Platten verstorbenen Freunden (Sean 1970-1998) und es gibt ein paar richtig spaßige Texte:
"Just because I burnt my bible, doesn´t mean I am too sick to pray"
"He had the hands of a missionary, she had the body of a nun"
Kaum einer kennt die Band Alabama 3. Drum an der Stelle mal eine kleine Vorstellung dessen, was Alabama 3 ist. "Woke up this morning" schaffte es immerhin mal zum Titelsong von "The Sopranos".
Ihre Musik beschreiben sie selbst als "Acid-Country-House". Und so hört es sich denn auch an: Country, Blues, Rock und Bummbumm...
Daneben gibts verschiedene Aktionen. Die Gründung der First Presleytarian Church of Elvis the Divine zum Beispiel. Oder die Homepage auf der man mal George W. Bush auf den elektrischen Stuhl setzen konnte...oder auch die Erkenntnis, dass das Geräusch von Koks-Schnupfen als Percussion benutzt werden kann...
Viele Platten gibts nicht....
Exile on Coldharbour Lane
La Peste
Power in the Blood
Last Train to Mashville Vol.2 (Accoustic; Vol. 1 wird nur auf den Konzerten verkauft)
Outlaw
Einige Details: Die Bandmitglieder sehen mit jeder Platte kaputter aus, gewidmet sind die Platten verstorbenen Freunden (Sean 1970-1998) und es gibt ein paar richtig spaßige Texte:
"Just because I burnt my bible, doesn´t mean I am too sick to pray"
"He had the hands of a missionary, she had the body of a nun"
Leuchte, funktional
gorillaschnitzel, 12:25h

Search Request
gorillaschnitzel, 12:10h
Ich entwickle das Blog so langsam in die richtige Richtung:
Search request: vorm kotzen rülpsen müssen
Search request: vorm kotzen rülpsen müssen
Montag, 22. Mai 2006
Hommage an Playmobil
gorillaschnitzel, 15:40h
Durch Kommentare bei bufflon entstanden....
Playmobil ist einfach toll. Ich bin Playmobil. So was wie ein Pionier. Einer der ersten, die das testen durften. Und gegen alle Widerstände unserer Eltern haben wir das als legitimes Spielzeug durchgesetzt. Angesichts dessen, dass unsere Eltern (Alt)68er und friedensbewegt und tschernobylinspirierte Mitdenker waren....gar nicht so einfach!
Jetzt erzähle mir keiner, dass Lego in Wirklichkeit viel besser, toller und pädagogisch sinnvoller sei, weils die Kreativität ankurble. Das ist Geschwätz von Erwachsenen. Erwachsene sehen die Welt durch Legoaugen und Holzspielzeug. Das ist der Typus Mensch, der mitleidig sein eigenes Weihnachtsgeschenk an den Junior (Lederfußball) betrachtet und dann sagt: "Wir damals hatten nur ein Wollknäuel."
Kein Erwachsener versteht je, was es bedeutet, die Playmobilraumstation oder das Seeräuberschiff mit den Kanonen zu besitzen. Die Kanonen konnten sogar richtig schießen. Es muss der Neid der nichtplaymobilspielenden Elterngeneration gewesen sein, die damals mit Lego und anderem Zeug die Salutschüsse akkustisch widergeben mussten, der vermutlich für die Diskreditierung von Playmobil in weiten Teilen verantwortlich zeichnet.
Es sind die gleichen Erwachsenen, die es auch nicht verstehen, weshalb es toll ist, Panini-Sammelbildchen zu sammeln und die doppelten und dreifachen Exemplare von Toni Schuhmacher, Karl-Heinz Rummenigge, Horst Hrubesch und Uli Stielicke an jedes Möbel des kiefernimitatversauten Kinderzimmers zu pappen.
Dabei war damals noch vieles im Anfangsstadium: Ganz getreu einer sozialistischen Gleichmacherei wuchsen sogar wir Kapitalistennachwuchs angesichts der vollkommen geschlechtslosen Playmobilfiguren im Glauben auf, dass es wohl nur ein einziges Geschlecht geben muss. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede waren allenfalls in den Haarfarben und Frisuren zu erkennen. Somit lernten wir wenigstens: Der primäre Geschlechtsunterschied besteht in der Frisur, lässt sich aber jederzeit durch Wechsel selbiger korrigieren.
Vielleicht lässt sich damit ja auch die demographische Katastrophe erkläre, die wir mittlerweile mit unserer Kinderlosigkeit ausgelöst haben.
Mittlerweile sind auch die Playmobilmännchen von der nüchternen Renaissance in die detailverliebte Barockzeit übergegangen: Die Kleidung wurde differenzierter, die Artikel vielfältiger, die Hände lassen sich drehen, es gibt Bärte, Brüste und unterschiedliche Mimik.
Das aber habe ich nicht mehr erlebt. Da hatte meine Playmobilkarriere bereits geendet und ich war zum Spiel mit lebenden Personen übergegangen und dabei zur Erkenntnis gekommen, dass ein bloßer Frisurenwechsel doch noch nicht das Geschlecht verändert. Gottseidank. Trotzdem:
Hooray Playmobil.
Playmobil ist einfach toll. Ich bin Playmobil. So was wie ein Pionier. Einer der ersten, die das testen durften. Und gegen alle Widerstände unserer Eltern haben wir das als legitimes Spielzeug durchgesetzt. Angesichts dessen, dass unsere Eltern (Alt)68er und friedensbewegt und tschernobylinspirierte Mitdenker waren....gar nicht so einfach!
Jetzt erzähle mir keiner, dass Lego in Wirklichkeit viel besser, toller und pädagogisch sinnvoller sei, weils die Kreativität ankurble. Das ist Geschwätz von Erwachsenen. Erwachsene sehen die Welt durch Legoaugen und Holzspielzeug. Das ist der Typus Mensch, der mitleidig sein eigenes Weihnachtsgeschenk an den Junior (Lederfußball) betrachtet und dann sagt: "Wir damals hatten nur ein Wollknäuel."
Kein Erwachsener versteht je, was es bedeutet, die Playmobilraumstation oder das Seeräuberschiff mit den Kanonen zu besitzen. Die Kanonen konnten sogar richtig schießen. Es muss der Neid der nichtplaymobilspielenden Elterngeneration gewesen sein, die damals mit Lego und anderem Zeug die Salutschüsse akkustisch widergeben mussten, der vermutlich für die Diskreditierung von Playmobil in weiten Teilen verantwortlich zeichnet.
Es sind die gleichen Erwachsenen, die es auch nicht verstehen, weshalb es toll ist, Panini-Sammelbildchen zu sammeln und die doppelten und dreifachen Exemplare von Toni Schuhmacher, Karl-Heinz Rummenigge, Horst Hrubesch und Uli Stielicke an jedes Möbel des kiefernimitatversauten Kinderzimmers zu pappen.
Dabei war damals noch vieles im Anfangsstadium: Ganz getreu einer sozialistischen Gleichmacherei wuchsen sogar wir Kapitalistennachwuchs angesichts der vollkommen geschlechtslosen Playmobilfiguren im Glauben auf, dass es wohl nur ein einziges Geschlecht geben muss. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede waren allenfalls in den Haarfarben und Frisuren zu erkennen. Somit lernten wir wenigstens: Der primäre Geschlechtsunterschied besteht in der Frisur, lässt sich aber jederzeit durch Wechsel selbiger korrigieren.
Vielleicht lässt sich damit ja auch die demographische Katastrophe erkläre, die wir mittlerweile mit unserer Kinderlosigkeit ausgelöst haben.
Mittlerweile sind auch die Playmobilmännchen von der nüchternen Renaissance in die detailverliebte Barockzeit übergegangen: Die Kleidung wurde differenzierter, die Artikel vielfältiger, die Hände lassen sich drehen, es gibt Bärte, Brüste und unterschiedliche Mimik.
Das aber habe ich nicht mehr erlebt. Da hatte meine Playmobilkarriere bereits geendet und ich war zum Spiel mit lebenden Personen übergegangen und dabei zur Erkenntnis gekommen, dass ein bloßer Frisurenwechsel doch noch nicht das Geschlecht verändert. Gottseidank. Trotzdem:
Hooray Playmobil.
HumanForSale
gorillaschnitzel, 11:08h
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gorillaschnitzel, 02:04h
Es nimmt kein Ende: Die Phantasie möcht ich ein einziges Mal haben:
Search request: hat mir das mädchen ins gesicht gefurzt
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Sonntag, 21. Mai 2006
Bad, 1932
gorillaschnitzel, 15:51h

Samstag, 20. Mai 2006
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gorillaschnitzel, 23:45h
Bald kann ich mit den Suchanfragen eigene Geschichten schreiben:
Search request: weisheiten von jonny walker:
Search request: ist denn alles nur noch beschissen?
Search request: scheiss drogen
Search request: die frau von heute ist im stechschritt unterwegs
Search request: furzen mai-2006!
Search request: weisheiten von jonny walker:
Search request: ist denn alles nur noch beschissen?
Search request: scheiss drogen
Search request: die frau von heute ist im stechschritt unterwegs
Search request: furzen mai-2006!
Wellness III
gorillaschnitzel, 13:08h
Nochn Kracher. (Doch, wir schreiben das Jahr 2006)


Freitag, 19. Mai 2006
Gemein ist...
gorillaschnitzel, 20:38h
...jemanden, der keinen blassen Schimmer von Geographie hat, auf einer Deutschlandkarte Mailand suchen zu lassen.
Schwaaz Vere
gorillaschnitzel, 20:10h
Sowas wie der Störtebeker Süddeutschlands. Einer wie der Schinderhannes.
In der Region kennt jeder noch heute die Geschichte vom Schwaaz Vere. Der hieß eigentlich Xaver Hohenleitner und machte zu Beginn des 19. Jahrhundert die damalige Grenzregion zwischen Baden, Württemberg und Vorderösterreich (Habsburg) unsicher. Heute nennt man die Gegend Oberschwaben.
Zusammen mit anderen Männern und Frauen zog er zu Raubzügen übers Land. Mit Fide, Maucher, Glomm, dem schönen Fritz. Seiner Freundin Crescencia, der Keppler und den 3 Gebhardt-Schwestern
Er verteilte regelrecht Stellenanzeigen:
Wer den Galgen nicht scheut, die Arbeit nicht freut, der kommt zu mir, ich brauche Leut´.
So zogen sie zu Raubzügen, die bis heute dokumentiert sind: Dem Georg Bichsler aus Holzkirchen 4 Zentner Fleisch.
Dem Laucher eine Ziege und eine Kuh.
Bei den Schmidts im Argental hat der Vere die Mutter Anna umgebracht.
Und so ist denn die Ordnungsmacht aus Reutlingen und Tübingen aufmarschiert. Eine aus Veres Bande hatte einen Soldaten erschossen und so wurde er mitsamt seiner Bande 1819 bei Bad Waldsee verhaftet und nach Biberach verbracht. Dort meinte es das Schicksal nicht gut mit ihm: Noch ehe sein Prozess beginnen konnte, wurde der Schwaaz Vere im Juli 1819 im Turm vom Blitz erschlagen. Über die Kette in der Wand.
In der Region kennt jeder noch heute die Geschichte vom Schwaaz Vere. Der hieß eigentlich Xaver Hohenleitner und machte zu Beginn des 19. Jahrhundert die damalige Grenzregion zwischen Baden, Württemberg und Vorderösterreich (Habsburg) unsicher. Heute nennt man die Gegend Oberschwaben.
Zusammen mit anderen Männern und Frauen zog er zu Raubzügen übers Land. Mit Fide, Maucher, Glomm, dem schönen Fritz. Seiner Freundin Crescencia, der Keppler und den 3 Gebhardt-Schwestern
Er verteilte regelrecht Stellenanzeigen:
Wer den Galgen nicht scheut, die Arbeit nicht freut, der kommt zu mir, ich brauche Leut´.
So zogen sie zu Raubzügen, die bis heute dokumentiert sind: Dem Georg Bichsler aus Holzkirchen 4 Zentner Fleisch.
Dem Laucher eine Ziege und eine Kuh.
Bei den Schmidts im Argental hat der Vere die Mutter Anna umgebracht.
Und so ist denn die Ordnungsmacht aus Reutlingen und Tübingen aufmarschiert. Eine aus Veres Bande hatte einen Soldaten erschossen und so wurde er mitsamt seiner Bande 1819 bei Bad Waldsee verhaftet und nach Biberach verbracht. Dort meinte es das Schicksal nicht gut mit ihm: Noch ehe sein Prozess beginnen konnte, wurde der Schwaaz Vere im Juli 1819 im Turm vom Blitz erschlagen. Über die Kette in der Wand.
Wellness II
gorillaschnitzel, 10:03h
Im Wellnesshotel...


Donnerstag, 18. Mai 2006
Roger
gorillaschnitzel, 22:15h
Wer zur Hölle bietet 1200€ für ein Candle-Light-Dinner mit Roger Willemsen??????????
Warum müssen denn alle Jim heißen?
gorillaschnitzel, 13:59h
Taveva Island. Ein winziger Flecken Insel. Ein letzter Vorposten der Zivilisation. Oder eben das, was man da noch Zivilisation nennen kann.
3 km lang, 1 km breit. Die Insel zu umrunden dauert nur ein paar Stunden. Stunden aber auch nur deshalb, weil es eine sehr felsige Nordküste gibt.
Es leben etwa 30 Menschen dauerhaft dort. Sie ernähren sich in erster Linie vom Tourismus. Die Kinder müssen ins Internat auf die Nachbarinsel und kommen nur am Wochenende. Sonntags ist Gottesdienst. Man ist sehr gläubig.
Es existieren eigentlich nur 3 männliche Vornamen auf der Insel: John, Peter und Jim.
Wir haben v.a. die Jims kennengelernt:
- Big Jim. Der Boss der Insel. In der Südsee ists noch arg hierarchisch.
- Little Jim. Der kleine Sohn von Big Jim.
- Jim. Der Barkeeper der kleinen "Bar".
- Super-Jim. Das Mädchen für alles. Sowas wie der persönliche Betreuer der Touris. Weil er als einziger passabel Englisch spricht. Schneller als ihn hab ich keinen Menschen je einen Baum hochklettern sehen.
Strom: 3 Stunden am Tag. Von 19-22 Uhr. Dann wird 2x vorgewarnt und beim 3. Mal schalten sie dann den Generator ab.
"Bar" geöffnet: 19-22 Uhr. Es gibt: Bier und Whiskey. Leider vergeht die Lust am Trinken schon wenn man die Bar betritt: Direkt neben dem Eingang liegen 2 Gräber der Vorfahren. Die sieht man dann wieder, wenn man wieder rausgeht.
3 km lang, 1 km breit. Die Insel zu umrunden dauert nur ein paar Stunden. Stunden aber auch nur deshalb, weil es eine sehr felsige Nordküste gibt.
Es leben etwa 30 Menschen dauerhaft dort. Sie ernähren sich in erster Linie vom Tourismus. Die Kinder müssen ins Internat auf die Nachbarinsel und kommen nur am Wochenende. Sonntags ist Gottesdienst. Man ist sehr gläubig.
Es existieren eigentlich nur 3 männliche Vornamen auf der Insel: John, Peter und Jim.
Wir haben v.a. die Jims kennengelernt:
- Big Jim. Der Boss der Insel. In der Südsee ists noch arg hierarchisch.
- Little Jim. Der kleine Sohn von Big Jim.
- Jim. Der Barkeeper der kleinen "Bar".
- Super-Jim. Das Mädchen für alles. Sowas wie der persönliche Betreuer der Touris. Weil er als einziger passabel Englisch spricht. Schneller als ihn hab ich keinen Menschen je einen Baum hochklettern sehen.
Strom: 3 Stunden am Tag. Von 19-22 Uhr. Dann wird 2x vorgewarnt und beim 3. Mal schalten sie dann den Generator ab.
"Bar" geöffnet: 19-22 Uhr. Es gibt: Bier und Whiskey. Leider vergeht die Lust am Trinken schon wenn man die Bar betritt: Direkt neben dem Eingang liegen 2 Gräber der Vorfahren. Die sieht man dann wieder, wenn man wieder rausgeht.
Eine deutsche Geschichte
gorillaschnitzel, 13:10h
Der Vater: Lebenslang überzeugter Sozialdemokrat, Patriot, begeisterter Weltkriegsteilnehmer. Das gabs mal wirklich.
Die Söhne:
1: Der älteste. Kommunist. Im Wiederstand aktiv und deshalb ins KZ verbracht.
2: Nummero zwo. Aktiver Nazi und Berufsoffizier in Hitlers Wehrmacht. Nach dem Krieg hat er das Hakenkreuz aus der Fahne geschnitten und wurde einer extremistischsten Kommunisten.
3: Drei. Eine politische Meinung durfte er nicht wirklich entwickeln, weil er blutjung Hitlers Rassenwahn im Kaukasus geopfert wurde.
4: Zeit seines Lebens Sozialdemokrat.
Nie, wirklich nie, gab es eine Zeit, in der sich alle verstanden hätten. Die Politik spielte dabei stets eine Rolle.
Übrigens: 2 hat keine Kinder, 1s Sohn ist Sozialdemokrat und 4s Sohn (das "schwarze Schaf") sitzt für die CDU im Gemeinderat.
Die Söhne:
1: Der älteste. Kommunist. Im Wiederstand aktiv und deshalb ins KZ verbracht.
2: Nummero zwo. Aktiver Nazi und Berufsoffizier in Hitlers Wehrmacht. Nach dem Krieg hat er das Hakenkreuz aus der Fahne geschnitten und wurde einer extremistischsten Kommunisten.
3: Drei. Eine politische Meinung durfte er nicht wirklich entwickeln, weil er blutjung Hitlers Rassenwahn im Kaukasus geopfert wurde.
4: Zeit seines Lebens Sozialdemokrat.
Nie, wirklich nie, gab es eine Zeit, in der sich alle verstanden hätten. Die Politik spielte dabei stets eine Rolle.
Übrigens: 2 hat keine Kinder, 1s Sohn ist Sozialdemokrat und 4s Sohn (das "schwarze Schaf") sitzt für die CDU im Gemeinderat.
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gorillaschnitzel, 12:08h
Das ist mal eine Suchanfrage:
Search request: pädo -amazon -ebay -E-bay -patient -schule -glitter -dictionary -zahn -mp3 -billiger -füllung -marktplatz -gewerbe -hund -animal -dog -games -nintendo -cartoons -comic -baptist -baptismus -baptism -tools -tasche -bag -saddam -presbytery -sport -dentist, -camera
Das auch:
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Dabei erfahre ich auch: Ich liege bei google diesbezüglich auf Platz 2. Ob ichs noch auf die 1 schaffe?
EDIT: Jetzt Platz 1. Irre.
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Das auch:
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Dabei erfahre ich auch: Ich liege bei google diesbezüglich auf Platz 2. Ob ichs noch auf die 1 schaffe?
EDIT: Jetzt Platz 1. Irre.
3,95€/Zehnerpack
gorillaschnitzel, 12:00h

Mittwoch, 17. Mai 2006
Kava
gorillaschnitzel, 13:01h
Zampano und meine Wenigkeit sind grade im Erfahrungsaustausch in Sachen berauschende Mittelchen auf Reisen. Hier mein Beitrag.
Kava.
In der Südsee muss man das mitmachen. Eigentlich ja nur die Männer, aber im Interesse des Tourismus ist man mittlerweile auch bereit weibliche Reisende zu integrieren.
Kava ist ein Pfefferstrauch. Dessen Wurzeln werden gemahlen und dann wird die Brühe angesetzt: Das Pulver wird in ein Tuch eingeschlagen, dann wird Wasser drübergelert, das Tuch noch ein wenig im Wasser geschwenkt. Fertig.
Das Endprodukt sieht wirklich aus wie eine Dreckbrühe. Braun. Wie Dünnschiss. Oder wie eine dreckige Pfütze nach schwerem Regen.
Hilft alles nix. Muss man jetzt durch. Der erste zeigt, wie es geht: Halbe Kokosnuss voll, "Bula" sagen, in die Hände klatschen, der Rest sagt auch "Bula" und klatscht in die Hände, wech das Zeuch, wieder "Bula" und Händeklatschen, der Rest auch wieder "Bula", Klatschklatsch. Der nächste ist dran. Alles wieder von vorne. Und so geht das den ganzen Abend. Stundenlang.
Bula ist so ziemlich das nützlichste Wort, das es auf Fidschi gibt. Es heißt einfach alles: Hallo, Danke, Guten Morgen, Prost, Bitte....
Mittlerweile sind 2 Runden rum. Meine Frau meint, dass das Zeug beschissen schmecke und ohnehin die berauschende Wirkung ausbleibt. Stimmt nicht. Mit der 3. Runde kommt die Wirkung: Es ist ein Gefühl wie bei einer Oralanästhesie. Und mangels Gefühl im Mund- und Rachenraum verebben die Gespräche. Man hockt da und hört fidschianische Folklore.
Ein Bier ist besser.
Kava.
In der Südsee muss man das mitmachen. Eigentlich ja nur die Männer, aber im Interesse des Tourismus ist man mittlerweile auch bereit weibliche Reisende zu integrieren.
Kava ist ein Pfefferstrauch. Dessen Wurzeln werden gemahlen und dann wird die Brühe angesetzt: Das Pulver wird in ein Tuch eingeschlagen, dann wird Wasser drübergelert, das Tuch noch ein wenig im Wasser geschwenkt. Fertig.
Das Endprodukt sieht wirklich aus wie eine Dreckbrühe. Braun. Wie Dünnschiss. Oder wie eine dreckige Pfütze nach schwerem Regen.
Hilft alles nix. Muss man jetzt durch. Der erste zeigt, wie es geht: Halbe Kokosnuss voll, "Bula" sagen, in die Hände klatschen, der Rest sagt auch "Bula" und klatscht in die Hände, wech das Zeuch, wieder "Bula" und Händeklatschen, der Rest auch wieder "Bula", Klatschklatsch. Der nächste ist dran. Alles wieder von vorne. Und so geht das den ganzen Abend. Stundenlang.
Bula ist so ziemlich das nützlichste Wort, das es auf Fidschi gibt. Es heißt einfach alles: Hallo, Danke, Guten Morgen, Prost, Bitte....
Mittlerweile sind 2 Runden rum. Meine Frau meint, dass das Zeug beschissen schmecke und ohnehin die berauschende Wirkung ausbleibt. Stimmt nicht. Mit der 3. Runde kommt die Wirkung: Es ist ein Gefühl wie bei einer Oralanästhesie. Und mangels Gefühl im Mund- und Rachenraum verebben die Gespräche. Man hockt da und hört fidschianische Folklore.
Ein Bier ist besser.
Saumäßig
gorillaschnitzel, 10:44h
Es war eine der grausamsten Nächte meines Lebens. Sie fand statt in den Drakensbergen in Südafrika. An der Grenze zu Lesotho. Wir -3 Ex-Zivis- fuhren da hin, weil wir den Sani Pass hochwandern wollten. Der Aussicht wegen. Der letzte Posten der Zivilisation war damals Underberg. Fast 30 km entfernt. Wir wollten in einem winzigen Backpacker schlafen, dessen Adresse mehr oder weniger per Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben wurde.
Winzig war es denn auch. So winzig, dass es voll war. Aber wir konnten noch im Garten campen. Das Angebot nahmen wir an. War ne nette Wiese.
Erst aber sollten wir mal die Bong testen und ein Bierchen dazu trinken. Es war 2 Uhr am Nachmittag, die Sonne knallte vom Himmel und da ist man dann über eine kurze Pause ganz froh. Also erstmal ein Bierchen und....ja, doch...gerne mal ziehen an dem Ding. Wir setzen uns. Es ist lustig. Wir bringen den Kerls bei, dass wir Blubber dazu sagen. Fanden sie sehr spaßig. Es ist richtig nett. So sitzen wir auf der Terasse und haben viel Spaß. Sie zeigten uns "Erdloch rauchen", wir ihnen, was "Eimer rauchen" ist.
Bis einer von uns schlafen wollt. Es war mittlerweile 22 Uhr, kuhfinster und wir allesamt hackebreit. Ein weiteres Problem war: Wir hatten das Zelt nur geliehen und nie zuvor aufgebaut.
Erste Maßnahme war, das Auto richtig zu positionieren. Das musste ich Gottseidank nicht übernehmen. Dann Licht an damit wir was sehen. Wir konnten beginnen.
Kurz: Es war eine Katastrophe. Wir brauchten eine gute Stunde, sind dabei über die Schnüre gefallen, haben das Zelt immer wieder eingerissen und dabei wohl auch beschädigt. Das sollte sich noch rächen. Später.
Endlich stand das Ding. Die begeisterten Kerls auf der Veranda hatten das Schauspiel freudig begleitet und hatten Hilfeversuche schnell wieder abgebrochen als sie bemerkt haben, in welcher Konstitution sie selbst waren. Darauf lieber noch nen Blubber.
Einer von uns dreien konnts nicht lassen: Bläst sich tatsächlich ne Luftmatratze auf. Wir beiden anderen nannten ihn "Mamakind", "Jammerlappen" und "Weichei". Richtige Männer schlafen auf Isomatten. Das reicht ewig.
Wir haben dann noch ein Bier getrunken, 1 oder 2x beblubbert und uns dann schlafen gelegt.
Ein paar Stunden lang ging alles gut. Mitten in der Nacht wach ich dann auf, weils einen Wolkenbruch gibt. Es schüttet was runterkann. Neben mir seh ich den hilflosen Kollegen, der mit einer Kaffeetasse versucht, das eindringende Wasser wieder rauszubugsieren. Beim Aufbau hatten wir offensichtlich eine Naht weggerissen.
Ich merke: Mein Schlafsack ist schon partiell nass, den armen Kollegen rechts von mir hats schlimmer erwischt. Er kniet praktisch schon 5 cm im Wasser. Links von mir schläft das Mamakind den Schlaf derGerechten Cleveren. Durch die Luftmatratze liegt er hoch genug. Er schläft auch selig durch, während wir den Untergang des Zelts bekämpfen. Aber es ist ziemlich sinnlos. Nach einer Stunde geben wir auf. Mir ist der Mensch rechts von mir wurschd. Ich weiß nicht, wie er dann geschlafen hat, bei mir gings so einigermaßen.
Frühmorgens bin ich als erster wach. Es ist kurz nach 5. Ich höre seltsame Geräusche. Es grunzt seltsam.
Anfangs denke ich noch im Halbschlaf, dass ichs träume und ignoriers. Aber es lässt sich nicht ignorieren, also grunzt es weiter.
Da beschließ ich dann, noch einigermaßen übernächtigt, verkatert und schlaftrunken, den Reißverschluß zu öffnen und nachzusehen. Ich zieh den Reißverschluß langsam hoch, schau raus und erschrecke zu Tode: In weniger als 1 Meter Abstand glotzt mich ein ausgewachsenes Hausschwein an und grunzt.
Ich beschließe, das nicht zu glauben und denke an Halluzinationen, Rauschnachwirkungen oder eine Fata Morgana.
Aber das Grunzen geht trotzdem weiter. Ich muss mich damit abfinden, dass das Ding real ist.
Es war wirklich real. Ihr Hausschwein war auf Streifzug gegangen...
Ich hab nen starken Kaffee gebraucht.
Winzig war es denn auch. So winzig, dass es voll war. Aber wir konnten noch im Garten campen. Das Angebot nahmen wir an. War ne nette Wiese.
Erst aber sollten wir mal die Bong testen und ein Bierchen dazu trinken. Es war 2 Uhr am Nachmittag, die Sonne knallte vom Himmel und da ist man dann über eine kurze Pause ganz froh. Also erstmal ein Bierchen und....ja, doch...gerne mal ziehen an dem Ding. Wir setzen uns. Es ist lustig. Wir bringen den Kerls bei, dass wir Blubber dazu sagen. Fanden sie sehr spaßig. Es ist richtig nett. So sitzen wir auf der Terasse und haben viel Spaß. Sie zeigten uns "Erdloch rauchen", wir ihnen, was "Eimer rauchen" ist.
Bis einer von uns schlafen wollt. Es war mittlerweile 22 Uhr, kuhfinster und wir allesamt hackebreit. Ein weiteres Problem war: Wir hatten das Zelt nur geliehen und nie zuvor aufgebaut.
Erste Maßnahme war, das Auto richtig zu positionieren. Das musste ich Gottseidank nicht übernehmen. Dann Licht an damit wir was sehen. Wir konnten beginnen.
Kurz: Es war eine Katastrophe. Wir brauchten eine gute Stunde, sind dabei über die Schnüre gefallen, haben das Zelt immer wieder eingerissen und dabei wohl auch beschädigt. Das sollte sich noch rächen. Später.
Endlich stand das Ding. Die begeisterten Kerls auf der Veranda hatten das Schauspiel freudig begleitet und hatten Hilfeversuche schnell wieder abgebrochen als sie bemerkt haben, in welcher Konstitution sie selbst waren. Darauf lieber noch nen Blubber.
Einer von uns dreien konnts nicht lassen: Bläst sich tatsächlich ne Luftmatratze auf. Wir beiden anderen nannten ihn "Mamakind", "Jammerlappen" und "Weichei". Richtige Männer schlafen auf Isomatten. Das reicht ewig.
Wir haben dann noch ein Bier getrunken, 1 oder 2x beblubbert und uns dann schlafen gelegt.
Ein paar Stunden lang ging alles gut. Mitten in der Nacht wach ich dann auf, weils einen Wolkenbruch gibt. Es schüttet was runterkann. Neben mir seh ich den hilflosen Kollegen, der mit einer Kaffeetasse versucht, das eindringende Wasser wieder rauszubugsieren. Beim Aufbau hatten wir offensichtlich eine Naht weggerissen.
Ich merke: Mein Schlafsack ist schon partiell nass, den armen Kollegen rechts von mir hats schlimmer erwischt. Er kniet praktisch schon 5 cm im Wasser. Links von mir schläft das Mamakind den Schlaf der
Frühmorgens bin ich als erster wach. Es ist kurz nach 5. Ich höre seltsame Geräusche. Es grunzt seltsam.
Anfangs denke ich noch im Halbschlaf, dass ichs träume und ignoriers. Aber es lässt sich nicht ignorieren, also grunzt es weiter.
Da beschließ ich dann, noch einigermaßen übernächtigt, verkatert und schlaftrunken, den Reißverschluß zu öffnen und nachzusehen. Ich zieh den Reißverschluß langsam hoch, schau raus und erschrecke zu Tode: In weniger als 1 Meter Abstand glotzt mich ein ausgewachsenes Hausschwein an und grunzt.
Ich beschließe, das nicht zu glauben und denke an Halluzinationen, Rauschnachwirkungen oder eine Fata Morgana.
Aber das Grunzen geht trotzdem weiter. Ich muss mich damit abfinden, dass das Ding real ist.
Es war wirklich real. Ihr Hausschwein war auf Streifzug gegangen...
Ich hab nen starken Kaffee gebraucht.
Am falschen Produkt gespart
gorillaschnitzel, 09:47h
Bei so was schüttelts mich.


Dienstag, 16. Mai 2006
Yeti
gorillaschnitzel, 16:03h
Mit Yeti habe ich mal zusammengewohnt. Wie Yeti eigentlich hieß, weiß ich heute schon gar nimmer. Alle nannten ihn so. Vermutlich weiß allenfalls seine Mutter noch, wie er richtig heißt. In jedem Fall trug er den Namen Yeti zurecht:
Er war an die 2 Meter groß, hatte als alter Heavy-Metal-Freak elendig lange -meist ungekämmte- Haare. Das hatten in der Zeit zwar viele, was ihn aber zum Yeti machte, war seine grauenhaft miserable Körperhaltung. Er konnte mit seiner Größe nicht umgehen und lief immer etwas nach vorn gebeugt mit Krummrücken. Sein Kopf war nach vorn gesackt in Richtung Brustkorb. Er hatte einen Gang wie Ozzy Osbourne. Die Arme baumelten schlaff und nutzlos an der Seite, dazu hatte er noch ziemliche O-Beine. Die Knie waren praktisch kaum existent. Zumindest nicht, wenn er gegangen ist.
Er sah sofort auf den ersten Blick aus wie ein Freak. Irgendwie war er das auch. Er hatte ein massives Alkoholproblem entwickelt. Im Prinzip war er daueralkoholisiert. Die Biere öffnete er entweder mit den Zähnen oder mit der Augenhöhle. Allein das fand ich meist eklig.
Eines Abends hat er dann einen Teil der Zukunft in den Sand gesetzt. Mitten in der Nacht kam die Polizei.
Yeti hatte nach einem Scorpions-Konzert auf der Heimfahrt einen Unfall gebaut. Er war mit seinem uralten Audi 80 an einer T-Kreuzung kerzengeradeaus gefahren und hatte ein Telefonhäuschen zerstört. Danach war er mit dem völlig demolierten Auto noch die letzten Kilometer nach Hause gefahren und hatte dabei noch eine lange Ölspur hingelegt.
Die Polizei kam deshalb schnell auf ihn. Zum einen wegen der Ölspur, die bis kurz vors Haus führte, zum anderen hatte er sein Nummernschild liegenlassen und zu allerletzt lagen zig weitere Teile eines über 15 Jahre alten grünen Audi 80 rum, die alle wohl über kurz oder lang zu ihm geführt hätten. Besonders aufgeräumt war er nie, hat er nie. Das rächte sich jetzt.
Haben ihn dann gleich mitgenommen. Fahrerflucht, Fahren unter Alkoholeinfluss, Sachbeschädigung.
Beamtenbeleidigung war am Ende auch noch dabei.
Er war an die 2 Meter groß, hatte als alter Heavy-Metal-Freak elendig lange -meist ungekämmte- Haare. Das hatten in der Zeit zwar viele, was ihn aber zum Yeti machte, war seine grauenhaft miserable Körperhaltung. Er konnte mit seiner Größe nicht umgehen und lief immer etwas nach vorn gebeugt mit Krummrücken. Sein Kopf war nach vorn gesackt in Richtung Brustkorb. Er hatte einen Gang wie Ozzy Osbourne. Die Arme baumelten schlaff und nutzlos an der Seite, dazu hatte er noch ziemliche O-Beine. Die Knie waren praktisch kaum existent. Zumindest nicht, wenn er gegangen ist.
Er sah sofort auf den ersten Blick aus wie ein Freak. Irgendwie war er das auch. Er hatte ein massives Alkoholproblem entwickelt. Im Prinzip war er daueralkoholisiert. Die Biere öffnete er entweder mit den Zähnen oder mit der Augenhöhle. Allein das fand ich meist eklig.
Eines Abends hat er dann einen Teil der Zukunft in den Sand gesetzt. Mitten in der Nacht kam die Polizei.
Yeti hatte nach einem Scorpions-Konzert auf der Heimfahrt einen Unfall gebaut. Er war mit seinem uralten Audi 80 an einer T-Kreuzung kerzengeradeaus gefahren und hatte ein Telefonhäuschen zerstört. Danach war er mit dem völlig demolierten Auto noch die letzten Kilometer nach Hause gefahren und hatte dabei noch eine lange Ölspur hingelegt.
Die Polizei kam deshalb schnell auf ihn. Zum einen wegen der Ölspur, die bis kurz vors Haus führte, zum anderen hatte er sein Nummernschild liegenlassen und zu allerletzt lagen zig weitere Teile eines über 15 Jahre alten grünen Audi 80 rum, die alle wohl über kurz oder lang zu ihm geführt hätten. Besonders aufgeräumt war er nie, hat er nie. Das rächte sich jetzt.
Haben ihn dann gleich mitgenommen. Fahrerflucht, Fahren unter Alkoholeinfluss, Sachbeschädigung.
Beamtenbeleidigung war am Ende auch noch dabei.
Bungee
gorillaschnitzel, 12:51h
Ich wollte das nicht. Nie. Verstanden hatte ich das nie.
Wir waren in Südafrika. An einer Brücke entlang der Garden Route haben sie Bungeejumping veranstaltet. Das wussten wir. Und weils ohnehin auf dem Weg lag, sind wir mal schnell rausgefahren. Einfach mal zuschauen. Minutenlang ergötzen wir uns daran, wie bescheuert jemand sein muss, der sowas macht.
Dann ist eine blutjunge Engländerin dran. Die kommt schon kaum übers Geländer. Dann steht sie vorn und versucht mühsam die Arme auszubreiten. Sie zittert. Sie hat Angst. Sie weint fast. Jetzt weiß ich, was es heißt, wenn einem sprichwörtlich die Füße schlottern.
2 Minuten reden sie auf sie ein. Was ich nie dachte: Sie springt. Selbständig. Weg is sie...
In dem Moment denk ich nur noch: "Ja, ich auch. Blöder stell ich mich nimmer an."
Ab da läuft alles wie in Trance: Zurück zum Auto, Geld holen, anmelden, warten, Seil umschnallen. Geht alles von alleine und alles ist elendig lange weg.
Dann komm ich dran: Über die Brüstung ist kein Problem. Noch ist alles ganz cool. Man fragt mich, ob alles ok sei. Na klar. Frau steht zum Foto bereit. Sie erzählt mir hinterher, dass mein rechtes Auge extrem gezuckt hätte. Ich hab das nicht mal bemerkt.
Dann zählen sie den Countdown. Von 5 runter. Bis 1 ist alles relativ locker. Bei 1 frag ich mich, wieso ich verdammt nochmal hiersteh. Ich überleg mir, dass es eine ziemlich bescheuerte Idee war, das jetzt zu tun und ich bin mir im Klaren, dass ich es mit Sicherheit nicht machen werde.
Und dann kommt 0. Für mich war zwischen 1 und 0 eine Viertelstunde vergangen (tatsächlich wars 1 Sekunde). Ich beschließe, dass ich runter muss. Koste es, was es wolle....
Und so stelle ich mir vor, ich würde einen Stuhl runterhopsen, mach die Augen zu und es geht abwärts....
".....wie dumm muss man sein", denk ich während des Falls und mach auch die Augen auf. Blöderweise. 3 Sekunden freier Fall sind beschissen lang und ich hab einfach nur Todesangst.
Dann macht es endlich plopp, man wird nach oben gerissen und das Gehirn rastet gänzlich aus. Man fühlt sich wie berauscht. Wie auf Drogen.
Unten kommt man an, wird abgeschnallt und sieht die ganzen Jungs und Mädels, die es vorher getan haben. Alle mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Man weiß: Ich hab das gleiche Grinsen. Keiner sagt auch nur ein Wort.
Oben angekommen dann die überflüssigste Frage, die man jetzt stellen kann: "Wie wars?"
Ich konnte eine Stunde lang nimmer Auto fahren und selbst abends im Bett bin ich noch auf- und abgewippt.
Wir waren in Südafrika. An einer Brücke entlang der Garden Route haben sie Bungeejumping veranstaltet. Das wussten wir. Und weils ohnehin auf dem Weg lag, sind wir mal schnell rausgefahren. Einfach mal zuschauen. Minutenlang ergötzen wir uns daran, wie bescheuert jemand sein muss, der sowas macht.
Dann ist eine blutjunge Engländerin dran. Die kommt schon kaum übers Geländer. Dann steht sie vorn und versucht mühsam die Arme auszubreiten. Sie zittert. Sie hat Angst. Sie weint fast. Jetzt weiß ich, was es heißt, wenn einem sprichwörtlich die Füße schlottern.
2 Minuten reden sie auf sie ein. Was ich nie dachte: Sie springt. Selbständig. Weg is sie...
In dem Moment denk ich nur noch: "Ja, ich auch. Blöder stell ich mich nimmer an."
Ab da läuft alles wie in Trance: Zurück zum Auto, Geld holen, anmelden, warten, Seil umschnallen. Geht alles von alleine und alles ist elendig lange weg.
Dann komm ich dran: Über die Brüstung ist kein Problem. Noch ist alles ganz cool. Man fragt mich, ob alles ok sei. Na klar. Frau steht zum Foto bereit. Sie erzählt mir hinterher, dass mein rechtes Auge extrem gezuckt hätte. Ich hab das nicht mal bemerkt.
Dann zählen sie den Countdown. Von 5 runter. Bis 1 ist alles relativ locker. Bei 1 frag ich mich, wieso ich verdammt nochmal hiersteh. Ich überleg mir, dass es eine ziemlich bescheuerte Idee war, das jetzt zu tun und ich bin mir im Klaren, dass ich es mit Sicherheit nicht machen werde.
Und dann kommt 0. Für mich war zwischen 1 und 0 eine Viertelstunde vergangen (tatsächlich wars 1 Sekunde). Ich beschließe, dass ich runter muss. Koste es, was es wolle....
Und so stelle ich mir vor, ich würde einen Stuhl runterhopsen, mach die Augen zu und es geht abwärts....
".....wie dumm muss man sein", denk ich während des Falls und mach auch die Augen auf. Blöderweise. 3 Sekunden freier Fall sind beschissen lang und ich hab einfach nur Todesangst.
Dann macht es endlich plopp, man wird nach oben gerissen und das Gehirn rastet gänzlich aus. Man fühlt sich wie berauscht. Wie auf Drogen.
Unten kommt man an, wird abgeschnallt und sieht die ganzen Jungs und Mädels, die es vorher getan haben. Alle mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Man weiß: Ich hab das gleiche Grinsen. Keiner sagt auch nur ein Wort.
Oben angekommen dann die überflüssigste Frage, die man jetzt stellen kann: "Wie wars?"
Ich konnte eine Stunde lang nimmer Auto fahren und selbst abends im Bett bin ich noch auf- und abgewippt.
Autobahn, linksrheinisch, Raststätte Hunsrück
gorillaschnitzel, 12:11h
Gesammelte Grausamkeiten, die nächste.


Montag, 15. Mai 2006
Das Bombenattentat
gorillaschnitzel, 17:33h
Klasse 5. Wir haben viel Spaß. Vor allem damit, die Grundschüler zu ärgern. Die nämlich mussten um 11 oder 12 direkt an unserer Schule die Fußgängerzone passieren. Der Spaß bestand darin, sie aus dem 2. Stock mit Wasserbomben zu malträtieren. Getroffen haben wir sie nie. Entweder waren sie schneller oder sie haben gewartet, bis der Unterricht bei uns weiterging oder sie haben einen kleinen Umweg gewählt.
So hatten wir uns daran gewöhnt, allein das Bombardement schon lustig zu finden.
An einem Tag war es eigentlich wie immer: Wir standen geschlossen an der Fensterfront und warfen, was die gefüllten Luftballons hergaben. Die Grundschüler rannten (und hatten auch ihren Spaß am Spiel).
Ein Fenster weiter fliegt eine satte Bombe aus dem Fenster. Wir alle sehen noch, wo sie landen wird: Mitten im Dekolleté einer semialten Frau. Da haben wir kollektiv einen Fehler gemacht. Wir sind allesamt in Deckung gegangen. Auch die, die nicht geschmissen hatten. Die 5 anderen Fensterfronten haben gegröhlt. Die unsere war leer. Bei offenem Fenster. Ziemlich schnell war also klar, wo das Geschoss herkam.
Der Übeltäter musste sich das noch zig Jahre später seitens der Lehrer anhören ("soso, du bist also der mit der Wasserbombe...")
So hatten wir uns daran gewöhnt, allein das Bombardement schon lustig zu finden.
An einem Tag war es eigentlich wie immer: Wir standen geschlossen an der Fensterfront und warfen, was die gefüllten Luftballons hergaben. Die Grundschüler rannten (und hatten auch ihren Spaß am Spiel).
Ein Fenster weiter fliegt eine satte Bombe aus dem Fenster. Wir alle sehen noch, wo sie landen wird: Mitten im Dekolleté einer semialten Frau. Da haben wir kollektiv einen Fehler gemacht. Wir sind allesamt in Deckung gegangen. Auch die, die nicht geschmissen hatten. Die 5 anderen Fensterfronten haben gegröhlt. Die unsere war leer. Bei offenem Fenster. Ziemlich schnell war also klar, wo das Geschoss herkam.
Der Übeltäter musste sich das noch zig Jahre später seitens der Lehrer anhören ("soso, du bist also der mit der Wasserbombe...")
Manana
gorillaschnitzel, 13:26h
Als ich Marks Automobile Aha-Erlebnisse gelesen hab, ist mir spontan eine alte Geschichte eingefallen.
1993 wars. Wir waren mit 2 alten und klapprigen Autos unterwegs in Richtung Atlantik. Im uralten Citroen 4 Personen, in meinem 10 Jahre alten und über 250.000 km gelaufenen Fiat Uno 2 Personen plus das gesamte Gepäck.
Speziell wir im Fiat müssen wirklich wild ausgesehen haben. Der Beifahrer hatte nen Iro, zerissene Jeans und ein löchriges T-Shirt, ich eine verwegene Mischmaschfrisur aus Philip Boa, Eddie Vedder und Robert Smith. Dazu Klamotten im schwarzen Indie-Gothic-Stil. So wild, dass man uns an der deutsch-französischen Grenze erstmal 2 Stunden lang auf Drogen untersucht hat. Hätten sie mal besser bei den anderen gesucht. Sein und Schein und stille Wasser und so...
In der Nähe von St.Etienne bemerken wir erstmals Probleme mit dem Fiat. Springt nach Tankstopp nimmer an. Ein netter Mensch klärt uns blutjunge Autodilettanten auf: Der Anlasser. Tatsächlich helfen ein paar Hammerschläge und es funzt wieder. In der Folge lernen wir auf der Strecke zwischen St.Etienne und Bordeaux, wie man das Ding wieder zum Laufen kriegt: Mit dem Hammer oder aber alternativ anschieben, eine Steigung runterrollen lassen und aufspringen. Die erste Woche gehts einigermaßen gut. Aber man muss immer öfter und heftiger hämmern.
Mitten in einem Kreisverkehr in Bilbao ist dann endgültig Schluss. Nix geht mehr. Um einen herum: Dauerhupende und fluchende Spanier -respektive: Basken. Wir lernen ziemlich schnell einen Großteil des spanischen Schimpfwortvokabulars und brauchen einen Abschleppwagen.
Damals war Bilbao noch nicht Guggenheim sondern nur eine potthäßliche Industriestadt. San Sebastian war nett, aber Bilbao eine öde Steinwüste.
Die Mechaniker antworteten auf die Frage, wie lange es denn dauern würde mit dem Wörtchen "manana". Schön. Morgen. Wir frischselbständigen Volltrottel -mit der spanischen Mentalität noch gänzlich unerfahren- haben das tatsächlich geglaubt und sind fröhlich am nächsten Tag wieder aufmarschiert.
Natürlich war noch nix gemacht. Stattdessen sehen wir, wie die Jungs wirklich arbeiten: Irgendnen Motor anwerfen, dann 2x kurz Gas geben, weglaufen, Zigarettenpause, wieder kurz Gas geben, in den Motor schauen, kurz was schrauben, Vesperpause.
An Tag 3 lernen wir ein Pärchen aus Neuseeland kennen, das uns erzählt, sie stünden mit ihrem Wohnmobil schon knappe 2 Wochen hier blöde rum.
Da haben wir uns dann zusammengetan. Mittlerweile war auch der Citroen gestorben und in der gleichen Werkstatt.
Mario hat sich mit dem Neuseeländer unterhalten und die beiden hatten eine großartige Idee. Derart dreist, dass sie nur von Iro-Mario kommen konnte: Die beiden erzählten den Mechanikern, dass sie aus dem Hotel geflogen wären und nun in den Autos schlafen würden. Dann breitete Mario eine Isomatte auf der Rückbank aus und warf seinen Schlafsack rein. Der Neuseeländer samt Freundin verschwand im Wohnmobil.
Das wiederum passte den Basken nicht, weil die Autos in ihrer Werkstatt standen und sie wohl dem Punk mit dem Iro überhaupt nicht trauten. Und weil sie die Arbeit bereits begonnen hatten, mussten sie den Job auch fertig machen. So schnell wie möglich....was sie auch taten.
Wenigstens wars vergleichslos billig. Im Vergleich zu Deutschland.
1993 wars. Wir waren mit 2 alten und klapprigen Autos unterwegs in Richtung Atlantik. Im uralten Citroen 4 Personen, in meinem 10 Jahre alten und über 250.000 km gelaufenen Fiat Uno 2 Personen plus das gesamte Gepäck.
Speziell wir im Fiat müssen wirklich wild ausgesehen haben. Der Beifahrer hatte nen Iro, zerissene Jeans und ein löchriges T-Shirt, ich eine verwegene Mischmaschfrisur aus Philip Boa, Eddie Vedder und Robert Smith. Dazu Klamotten im schwarzen Indie-Gothic-Stil. So wild, dass man uns an der deutsch-französischen Grenze erstmal 2 Stunden lang auf Drogen untersucht hat. Hätten sie mal besser bei den anderen gesucht. Sein und Schein und stille Wasser und so...
In der Nähe von St.Etienne bemerken wir erstmals Probleme mit dem Fiat. Springt nach Tankstopp nimmer an. Ein netter Mensch klärt uns blutjunge Autodilettanten auf: Der Anlasser. Tatsächlich helfen ein paar Hammerschläge und es funzt wieder. In der Folge lernen wir auf der Strecke zwischen St.Etienne und Bordeaux, wie man das Ding wieder zum Laufen kriegt: Mit dem Hammer oder aber alternativ anschieben, eine Steigung runterrollen lassen und aufspringen. Die erste Woche gehts einigermaßen gut. Aber man muss immer öfter und heftiger hämmern.
Mitten in einem Kreisverkehr in Bilbao ist dann endgültig Schluss. Nix geht mehr. Um einen herum: Dauerhupende und fluchende Spanier -respektive: Basken. Wir lernen ziemlich schnell einen Großteil des spanischen Schimpfwortvokabulars und brauchen einen Abschleppwagen.
Damals war Bilbao noch nicht Guggenheim sondern nur eine potthäßliche Industriestadt. San Sebastian war nett, aber Bilbao eine öde Steinwüste.
Die Mechaniker antworteten auf die Frage, wie lange es denn dauern würde mit dem Wörtchen "manana". Schön. Morgen. Wir frischselbständigen Volltrottel -mit der spanischen Mentalität noch gänzlich unerfahren- haben das tatsächlich geglaubt und sind fröhlich am nächsten Tag wieder aufmarschiert.
Natürlich war noch nix gemacht. Stattdessen sehen wir, wie die Jungs wirklich arbeiten: Irgendnen Motor anwerfen, dann 2x kurz Gas geben, weglaufen, Zigarettenpause, wieder kurz Gas geben, in den Motor schauen, kurz was schrauben, Vesperpause.
An Tag 3 lernen wir ein Pärchen aus Neuseeland kennen, das uns erzählt, sie stünden mit ihrem Wohnmobil schon knappe 2 Wochen hier blöde rum.
Da haben wir uns dann zusammengetan. Mittlerweile war auch der Citroen gestorben und in der gleichen Werkstatt.
Mario hat sich mit dem Neuseeländer unterhalten und die beiden hatten eine großartige Idee. Derart dreist, dass sie nur von Iro-Mario kommen konnte: Die beiden erzählten den Mechanikern, dass sie aus dem Hotel geflogen wären und nun in den Autos schlafen würden. Dann breitete Mario eine Isomatte auf der Rückbank aus und warf seinen Schlafsack rein. Der Neuseeländer samt Freundin verschwand im Wohnmobil.
Das wiederum passte den Basken nicht, weil die Autos in ihrer Werkstatt standen und sie wohl dem Punk mit dem Iro überhaupt nicht trauten. Und weil sie die Arbeit bereits begonnen hatten, mussten sie den Job auch fertig machen. So schnell wie möglich....was sie auch taten.
Wenigstens wars vergleichslos billig. Im Vergleich zu Deutschland.
Billiger Mist, der auch noch scheiße aussieht
gorillaschnitzel, 12:21h
Nein! Sowas häng ich nicht daheim auf.


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