Freitag, 9. Dezember 2011
Sisyphos - havin' a break

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Mittwoch, 7. Dezember 2011
Lieber Karl-Theodor zu Guttenberg!
Da sind Sie also wieder! Etwas moppeliger als früher, aber die Gewichtszunahme konnten Sie ja geschickt durch Weglassen der Gelmassen korrigieren. Ich finde, Sie sehen jetzt aus wie Lothar Matthäus und ehrlich gesagt reden Sie auch schon wie Lothar Matthäus und damit meine ich nun nicht den Dialekt.

Beschissen wollen Sie immer noch nicht haben und das glauben wir Ihnen mal. Man kann sich irren und halt einfach nicht mehr wissen, ob der Text nun von einem selber stammt oder nicht. Das kann passieren. In Ihrem Fall 1218 mal.

Und nun will Sie keiner mehr haben. Ihre Partei nicht, die Wähler auch nicht. Das ist nicht schön. Darum haben wir uns gedacht: Machen Sie einfach mal was anderes. Es gibt so viele Posten, in denen Sie gebraucht werden.

Wie wäre es denn als DFB-Präsident? Der Posten wird grade frei und wenn die Mannschaft ein nettes Turnier spielt, dürfen Sie bestimmt auch mit aufs Bild, wenn Angela Merkel Mesut Özil die Hand schüttelt.

Oder ein noch viel heißerer Posten. Etwas, das niemand machen will, wo es einen echten Retter braucht, einen Visionär, einen Kerl wie Sie, der die Dinge anpackt. Nein, nicht die Eurorettung. Bedeutsamer, viel bedeutsamer. Ich sage nur: Wetten Dass? Ich finde, das sollte in fränkischen Händen bleiben und wenn Sie Ihre Frau mitbringen wollen, dann schmeißen wir auch die Quotenblondine raus, das würden wir schon machen. Bewerben Sie sich! Nur Sie können das Wohl einer ganzen Nation noch retten.

Viele Grüße, Ihr

gorillaschnitzel




Montag, 5. Dezember 2011
Liebe Gebühreneinzugszentrale!


Mittlerweile habe ich verstanden, dass ihr ein großes Interesse an mir habt und auch verstanden, dass ihr wirklich neugierig seid.
Andererseits könntet ihr nun auch verstanden haben, dass das nun nicht unbedingt auf Gegenseitigkeit beruht. Ehrlich gesagt: Mein Interesse an euch ist eher weniger ausgeprägt. Noch weniger Interesse habe ich daran, mit euch zu korrespondieren.

Und mal ehrlich: Nachdem ihr mir nun innerhalb von 18 Monaten zum 6. Mal den gleichen Brief geschickt habt....und ihr nie, wirklich nie, eine Antwort darauf erhalten habt....also ehrlich: Glaubt ihr im Ernst, dass da noch was kommt? Seht ihr....ich glaube nämlich auch nicht, dass ihr mehr macht als rumposen und ein bißchen drohen....

Euer gorillaschnitzel




Samstag, 3. Dezember 2011
Herbstserie
Ehe die Krücken wieder entstaubt und aus der Ecke geholt werden, musste ich meine Nochmobilität mal schnell nutzen. Das Wetter der letzten Wochen bot das auch an.














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Donnerstag, 1. Dezember 2011
Bruttonetto
Wenn das Netto vom Brutto prozentual grade noch 43 beträgt, dann, ja dann, kann man schon auch mal eine Träne verdrücken.

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Mittwoch, 30. November 2011
Küchensauereien
Wenn man viel Zeit hat, kann man sich mal um die Küche kümmern. Besser gesagt: Mit der Einsauerei der selbigen.

Heute: Filet Wellington.



Dazu brauchen Sie:

Rindfleisch, Pilze, Schalotten, Petersilie, Blätterteig, Madeira und Gänseleberpastete (alternativ die schweineteure Variante Foie Gras), den Rest haben Sie zuhaus'.

Die Pilze und die Schalotten (oder Zwiebeln) würfeln Sie so klein wie nur möglich, danach braten Sie das in Butter an bis die Flüssigkeit komplett weg ist. Dann löschen Sie ab mit einem Schuss Madeira und etwas Sahne, lassen es wieder einkochen bis die Flüssigkeit weg ist, salzen und pfeffern und Petersilie rein.



Etwas abkühlen lassen und mit der Gänseleberpastete vermischen. Fertig ist die Farce.

Nun mal schnell das Fleisch ordentlich anbraten, raus aus der Pfanne und den Bratensatz ablöschen. Daraus basteln Sie Ihre Sauce.

Blätterteig ausrollen, etwas Farce drauf, Fleisch drauf, mit Farce einpacken, dann mit Blätterteig. Blätterteig mit Eigelb zukleben, mit einer Gabel mehrmals einstechen und ab in den Backofen.

Bon Appetit!


Jaaaa, es ist etwas zu durch. Aber für das erste Mal ist das noch tolerabel. Dafür: 2 verschiedene Saucen!

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Dienstag, 29. November 2011
Sisyphos im Maislabyrinth

   ... Kritzl
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Sonntag, 27. November 2011
Er kann alles...
Bekanntlich können Baden-Württemberger vieles, angeblich sogar alles außer Hochdeutsch, wobei der westliche Landesteil hinzufügt, angeblich auch das zu beherrschen. Alles heißt dabei manchmal wirklich alles. Dass dies wirklich, wirklich alles einschließt, das demonstriert der Ober-Häuptling persönlich. Der kann nicht nur Wahlen gewinnen und als erster Ministerpräsident seit langem auch noch sympathisch rüberkommen, nein, er kann auch zaubern. Schauen Sie sich doch mal dieses Video an:



Dabei sollten Sie auf Kretschmanns Apfelsaftglas achten. Bei 0:11 ist es noch halbvoll, dann wird ein wenig geplaudert und simsalabim: 0:26!

   ... Fundstuecke
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Samstag, 26. November 2011
Farce
Morgen wird volksabgestimmt. Über S21. In beinahe 60 Jahren Baden-Württemberg übrigens das allererste Mal. Das Ergebnis dessen ist in etwa so bekannt wie Wahlen in Usbekistan. Interessant dürfte allenfalls sein, wieviel Prozent über 24 Prozent gegen S21 abstimmen, weil das mehrheitlich SPD-Wähler sind und die SPD ist zumindest jetzt noch dafür.

Im Grunde dient das alles nur einem Zweck: Der endgültigen Legitimation eines Projekts, das verfassungswidrig und unter Vortäuschung falscher Tatsachen und Zahlen durch alle Instanzen geprügelt wurde. Es ist eine Farce. Weshalb?



Übertragen wir doch mal das hier bestehende Quorum auf die Bundestagswahl 2009. Ja, ich weiß, das ist nur schwer bis gar nicht vergleichbar, aber so rein der Dimensionen wegen. Um das hier anzunehmen braucht es ein Drittel der Wahlberechtigten (nicht der Wähler!), das sind hier so grob 2,5 Millionen Ja-Stimmen. In Baden-Württemberg gibt es 7,5 Millionen Wahlberechtigte.
Zur Bundestagswahl 2009 waren 62,2 Mio Bürger wahlberechtigt. Für die CDU als stärkster Partei stimmten so grob 33% der Wähler, nicht der Wahlberechtigten. Überträgt man nun das Baden-Württemberg-Quorum auf die Bundestagswahl, dann hätten so etwa 30,7 Mio Menschen die Anschie-Partei wählen müssen, damit Anschie als gewählt gilt.
Wissen Sie wieviele Wähler die CDU 2009 hatte? 11 Mio. Abgelehnt! Na? Sie merken, dass da was nicht so recht stimmt.

Demokratie geht anders.

   ... Stuttgart 21
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Freitag, 25. November 2011
Zitate
"Eine Kostensteigerung um ca. 1 Mrd. Euro binnen 8 Monate nach Abschluss des Finanzierungsvertrags ist in der Öffentlichkeit kaum kommunizierbar.
Die Deutsche Bahn wird erklären müssen, wie es zu dieser Kostenexplosion kam. Ihre bisherigen Verlautbarungen, Stuttgart 21 sei das "bestgeplante Projekt Deutschlands", hat sie selbst ad absurdum geführt.
Herrn Grube muss verdeutlicht werden, dass er keine weiteren finanziellen Zugeständnisse des Landes erwarten kann. Im Falle eines Projektabbruchs würde das Land keine Zahlungen leisten, sondern vielmehr Schadenersatz verlangen."


Lustige Sätze. Direkt aus dem Ministerium. Allerdings nicht aus dem jetzt grünregierten Ministerium sondern aus dem Jahre 2009 von damaligen Mappusbeamten.

   ... Stuttgart 21
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Schmerzen
Schmerzensgeld hilft gegen nichts, schon gar nicht gegen Schmerzen. Das weiß jeder, der/die mal damit zu tun haben musste. Schmerzensgeld ist dazu da, sowas wie einen symbolischen -finanziellen- Ausgleich leisten zu wollen. Eine reine Kompensation, mehr nicht. Es hat was moralisches und ist damit schlecht bewert- oder vergleichbar, weil es immer auch auf den Einzelfall ankommt.

Schmerzensgeld ist somit allenfalls die fiskalische Anerkennung für erlittenes Unrecht und es kann nie, wirklich nie, irgendwas aufwiegen. Schmerzen lassen sich nicht bezahlen.

Die Bundesregierung spendet nun 10.000 Euro Schmerzensgeld für Mordopfer des rechtsextremistischen Terrors. Es macht kein Versäumnis weniger schlecht und es macht auch nichts ungeschehen. Es sorgt lediglich dafür, dass die Angehörigen der Opfer sowas wie Kompensation in monetärer Form bekommen. Das ist nur recht und billig. Für ein schlechtes Gewissen und dafür, dass man die Opfer jahrelang in die Richtung des organisierten Verbrechens gerückt hat und sie heute noch "Döner-Opfer" nennt.

Aber wissen Sie was? Es ist und bleibt eben der Einzelfall und Schmerzen sind nun mal subjektiv. Auch und gerade in Schmerzensfallfällen.

Und? Wer ist wieviel wert? Wieviel kostet denn so ein Leben mal eben?

Ich bin nun kein Jurist, aber ich habe immerhin einen Vergleichswert zur Hand. Zwei gebrochene Beine nach Autounfall (Tibiakopf), 10 Wochen Pflege (privat), 8 Monate krankgeschrieben, bleibender Folgeschaden. Scheiße, aber am Leben, sind "wert": 12.000-13.000 Euro. Schmerzensgeld.

...manchmal kommt der Staat echt günstig weg....

   ... Poly-Tikk
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