Freitag, 6. März 2009
Der Zusammenbruch
Russische Politik und Diplomatie mag vielleicht manchmal reichlich kontrovers sein, aber sie ist nie langweilig. Das war schon zu Chruschtschows Zeiten so, der einmal sagte, wenn man Adenauer die Unterhose ausziehe, sehe man den Zustand Deutschlands: Von hinten sei die Zweiteilung ersichtlich und wenn man es von vorne betrachte, so werde deutlich, dass Deutschland nicht standfest sei.

Dann gab es noch Jelzin, der in Helsinki weilend sich in Berlin wähnte (was aber auch Gerhard Meier-Vorstopperfelder bereits passiert ist, der nach einem Europapokalspiel des VfB Stuttgart in Moskau nach dem Zwischenstop in Warschau volltrunken und in Socken die Gangway runtertorkelte und der Annahme war, er befinde sich am Cannstatter Bahnhof) und forderte, Deutschland müsse endlich sein Atomwaffenpotential abrüsten und bei dessen Regierungssitzungen erst dann ernsthaft diskutiert worden sei, wenn jeder der Beteiligten seine kleine Flasche Wodka leergetrunken habe.

Und heute gibt es den Herrn Panarin. Der ist ein höheres Tier einer Diplomatenschule und prophezeit:

- Verhängung des Kriegsrechts in den USA noch 2009

- Zerfall der USA in 6 Einzelstaaten bis 2011

- Der Dollar wird ersetzt durch eine gemeinsame russisch-chinesische Währung

- Alaska wird wieder russisch

Das merken wir uns natürlich alles und fragen uns aber dennoch trotz aller US-Krisen, ob der Mann nicht doch irgendwie Russland und die USA verwechselt.

   ... Poly-Tikk
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Mittwoch, 4. März 2009
Chinaküche
Landläufig sagt man der chinesischen Küche nach, sie koche so ziemlich alles -und alles meint wirklich ALLES-, was sich fortbewegen könne. Ich glaube ja: Und noch viel mehr.

Heute ist in China alles hip, was westlicher Lebensstil ist und für viele Chinesen gehört mittlerweile Milchtrinken dazu. Das mögen die meisten Westler ziemlich lustig finden, den Chinesen hingegen bekommt das angesichts der weitverbreiteten Laktoseintoleranz überhaupt nicht. Dennoch trinken die das Zeug weg, wie unsereins hierzulande Bionade.

Für die Upper Class gibts jetzt getrüffelte Gänseleberpastete für stolze 290-300 Euro. Das vergleichbare Produkt kostet hier allenfalls ein Fünftel.

   ... On the road
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Dienstag, 3. März 2009
Heilsver(s)brechen

   ... Kritzl
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Montag, 2. März 2009
Liebe Hamas Palästinenser,
ich habe gehört, dass man den Gazastreifen mal wieder wiederaufbauen muss. Das erste Mal ists ja nun nicht, aber das nun nebenbei.
Ich möchte mich daran natürlich beteiligen und schlage daher folgendes Geschäft vor:

Sobald die Hypo Real Estate mal verstaatlicht ist, verstaatlicht, versteht ihr, verstaatlicht, also dann gehören mir daran einige Anteile, weil der Staat, das sind ja wir alle. So grob über den Daumen gehören mir dann 3 Aktien. Die sind zwar momentan nur 2,91 € wert, aber hey, die könntet ihr haben und irgendjemand muss ja mal den Anfang machen, vielleicht machen ja noch mehr bei der Aktion mit.

Der große Batzen ist die Bilanzsumme und die liegt bei so etwa 400 Milliarden und wenn es da ums Verteilen geht: Könnten wir da 50/50 machen? Ihr Zweifümpf, ich zweifümpf.

Gebt mir kurz Bescheid. Danke und Gruß

gorillaschnitzel




Tipp 19




Montag, 2. März 2009
...mal zwischengefragt...
Ob und ab wann darf man denn einstmals vertrauliche Dokumente einstellen? Weil: Ich hätte da Kopien 60 Jahre alter Dokumente, die damals Beteiligten sind vermutlich alle tot (in einem Fall hab ichs gar schriftlich) und ich finds so interessant, dass ich das gern bloggen würde...Kennt sich wer aus?

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Sonntag, 1. März 2009
Immer wieder samstags, oder: Wöchentlich grüßt das Murmeltier
Der Samstag ist häufig mein liebster Tag. Nein. nicht weil man da frei hat. Genaugenommen hab ich da nicht oft frei und arbeite stattdessen. Der Samstag ist deshalb so toll, weil man da gesellschaftliche Spießbürgerstudien anstellen kann. Glauben Sie es oder nicht, aber das samstägliche Ritual hier ist: Er putzt das Auto, sie macht die Kehrwoche (die trotz der heutigen Nichtigkeit des einstmals vorhandenen Gesetzes immer noch ein Sakrileg ist, was vielleicht daran liegt, weil es Badenzer waren, die das gekippt haben).
Vermutlich gelte ich unter vielen hier als völlig degenerierte Person mit Entwicklungshemmissen. So eine Art asoziale Drecksau, die sich nicht integrieren will, wenngleich inmitten dieser Verhältnisse aufgewachsen, weil: Ich wasche mein Auto nicht. Ehrlich gesagt sieht meine Karre aus, wie eben eine Karre aussieht: Der letzte Staubsauger der da durchgerutscht ist, war während der letzten Inspektion im Herbst und das war der Monteur und das auch unverlangt. Und die Außensäuberung macht der Regen.

Ehrlich gesagt frage ich mich ja seit Jahren, was die Jungs eigentlich immer transportieren, wenn sie mit ihren leeren Anhängern des Samstags durch die Gegend fahren. Ich glaube ja, die machen das, weil ihnen das Spaß macht und um dem Nachbarn zu zeigen, dass man eine Beschäftigung hat.

Mein persönlicher Höhepunkt ist aber die Getränkebeschaffung. 2 Kästen saurer Sprudel (woanders nennt man es Mineralwasser), 1 Kasten Tannenzäpfle. Die Besorgung mache ich immer am Samstag und das mit gutem Grund. Weil es da nämlich am allerlustigsten ist, was wiederum am Publikum liegt. Beispielsweise unterhält man sich über den Jahreshöhepunkt schlechthin: Den Ausflug mitsamt Führung ins Werk von John Deere (Nichtlandbewohnern sei gesagt: Das ist eine Traktorfirma) im Dezember diesen Jahres (Dezember!!!), man fühlt die große Vorfreude, und die Jungs -die durchaus minimum 6 Jahre Englischunterricht genossen haben mögen- sprechen es dennoch Dschonn Dehr aus. Dazu tragen sie Schnurrbärte -die man allenfalls Günter Grass durchgehen lassen würde und das auch nur aus Respekt vor dem Nobelpreis- und einen verdreckten Blaumann als Arbeitsnachweis und kommen nicht wie ich im Auto angefahren sondern laufen mit einer Sackkarre vorm Geschäft vor. Ich glaube, so ein Exemplar wie mich halten sie für einen durchgeknallten Volltrottel. Wahrscheinlich gelte ich -zurecht- als einer der Bach hört und Bücher liest, mit der Hühnerzucht absolut nix am Hut hat und das ist reichlich suspekt. Vermutlich werde ich nur deshalb einigermaßen toleriert, weil ich fließend Dialekt sprechen kann, wenn ich nur will.

Hah! Ich weiß, weshalb ich das liebe.

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Freitag, 27. Februar 2009
The left side
Ich bin Linkshänder. Das ist nun weitgehend ziemlich wurschd, weil man so seine Vor- und seine Nachteile damit hat (Vorteil: Sportarten, die mit einem Schläger ausgeübt werden außer Golf und Hockey; Nachteil: Baumaschinen aller Art). So weit, so gut. Ich komme bestens zurecht. Bisher. Jetzt aber würde ich gerne eine Kamera haben wollen, die linkshändertauglich ist (will heißen: Auslöser auf der linken Seite) und ich finde nach meiner Suche: Nix, absolut nullkommanullgarnix. Nur mal sehr dumm gefragt: Gibts da überhaupt gar nichts?

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Freitag, 27. Februar 2009
Tipp 18: Studieren Sie Bedienungsanleitungen für Aufzüge sehr aufmerksam.




Mittwoch, 25. Februar 2009
touch the cactoo, touch it
....und am Ende eines arbeitsreichen Tags packte ich meinen Handschuh, den ich kältehalber trug, und warf selbigen -zuhause angekommen- einmal quer durch den Raum. Er hätte eigentlich auf dem Sofa landen sollen, entwickelte aber seltsame Flug- und Segeleigenschaften und das Resultat war exakt dieses:

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Dienstag, 24. Februar 2009
Moleskinekritzl
Endlich ist es uns gelungen, ein Exemplar des ersten Yellowpressblättchens Kabuls aus dem Land zu schmuggeln und das wollen wir ja nicht vorenthalten. Aber sehen Sie selbst:




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