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Dienstag, 16. Dezember 2008
Virtualmist aussortiert (II)
gorillaschnitzel, 01:07h
Hin und wieder lande ich bei Google ganz weit oben. Dieses Mal ists echt großartig: Nummer 1 bei der Suche nach "Jungs ihr macht euch zum horst und ihr werdet bekannt"
Virtualmist aussortiert (I)
gorillaschnitzel, 01:05h
....mit Google Earth die nahe und weite Welt bereisen und dabei ein Foto entdecken, das aus dem ziemlich exakt gleichen Hotelzimmer entstanden sein muss, in dem man selbst schon geschlafen hat...
Montag, 15. Dezember 2008
Der Untergang provinzialisch
gorillaschnitzel, 16:59h
Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, in der es während der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine rege FKK-Kommune gab. Das war aus vielerlei Gründen suspekt: Zum einen des vorherrschenden Pietismus wegen, zum anderen weil FKK zu dieser Zeit und in dieser Gegend alles andere als "seriös" war (ist es bis heute noch nicht so richtig, wenn man das Aufsehen bedenkt, das die schwedischen Handballerinnen noch vor ein paar Jahren auslösten, als sie barbusig im örtlichen Schwimmbad lagen) und zum dritten war die Kommune sehr kommunistisch geprägt.
Später Prominente waren als häufige Gäste mit dabei: Friedrich Wolf (Vater des späteren DDR-Spionagechefs Markus Wolf) beispielsweise oder auch Johannes R. Becher, der später den Text für eine Nationalhymne verfasst hat, die nicht gesungen wurde. Und es hält sich hartnäckig das Gerücht die Mär, dass einst selbst Stalin die Kommune am Bach im engen Tal heimgesucht habe.
Nach der Machtübernahme der Nazis gab es dann auch noch etwas Widerstand und vermutlich war dies der Grund, weshalb die Nazis des Städtchens fanatischer waren als die in den Nachbargemeinden. Der Gauleitung demonstrieren, dass man die KPD und die Situation im Griff habe und so waren nicht wenige aus dem Städtchen die ersten "Bewohner" des KZ auf dem Heuberg, der bloße Verdacht reichte auch 1933 schon aus. Auch in der Folge konnte es reichen, in eine Todesanzeige für einen gefallenen Wehrmachtssoldaten die gängige Naziphrase "für Führer, Volk und Vaterland" durch die Formel "in soldatischer Pflichterfüllung" zu ersetzen.
Der 24. April 1945 war ein ungewöhnlich warmer Tag. Eigentlich zu warm für einen Spätapriltag. Man erwartete, dass die Amerikaner, die am Tag zuvor die nächstgrößere Stadt besetzt hatten, das Tal heraufziehen würden. Theoretisch hätte man das Städtchen vermutlich verteidigen können (und aus militärischer Sicht vielleicht sogar müssen: Es ist ein sehr enges Tal mit insgesamt 5 Anstiegen die Anhöhe hoch), aber die Wehrmacht hatte die Verteidigung aufgegeben, die Befehlshaber waren abgezogen, die hatten begriffen, dass das Unternehmen so sinn- wie aussichtslos war.
Es gab aber einige Entschlossene, die lieber mit Adolf untergingen als die Stadt kampflos zu übergeben und so errichtete man aus dem Volkssturm -Kinder und alte Männer- 5 Straßenblockaden a 20 Mann, hatte aber nicht damit gerechnet, dass darunter noch der ein oder andere Kommunist sein könnte und so waren binnen kurzer Zeit 4 der Blockaden wieder aufgelöst. Lediglich die fünfte Blockade -zu der war der Ortskommandeur geeilt- war noch von Bestand. Minuten später gab es auch die nicht mehr und der Ortskommandeur war hinterrücks erschossen worden. Von einem Volkssturmangehörigen. Vor 19 anderen. Der Täter wurde bis heute nie überführt, nie angeklagt und hat den Rest seines Lebens als freier Mann verbracht, gedeckt von der gesamten Generation und ich glaube bis heute, dass einige derer, denen ich seinerzeit als Zivildienstleistender das Essen gekocht hab, genau Bescheid wussten. Dann brachte man noch die Schnapsvorräte beiseite, was meinem Urgroßvater seinerzeit mehrere hundert Flaschen Hochprozentigen im Keller bescherte und lud den Voraustrupp der Amerikaner auf ein Bier ein.
Später Prominente waren als häufige Gäste mit dabei: Friedrich Wolf (Vater des späteren DDR-Spionagechefs Markus Wolf) beispielsweise oder auch Johannes R. Becher, der später den Text für eine Nationalhymne verfasst hat, die nicht gesungen wurde. Und es hält sich hartnäckig
Nach der Machtübernahme der Nazis gab es dann auch noch etwas Widerstand und vermutlich war dies der Grund, weshalb die Nazis des Städtchens fanatischer waren als die in den Nachbargemeinden. Der Gauleitung demonstrieren, dass man die KPD und die Situation im Griff habe und so waren nicht wenige aus dem Städtchen die ersten "Bewohner" des KZ auf dem Heuberg, der bloße Verdacht reichte auch 1933 schon aus. Auch in der Folge konnte es reichen, in eine Todesanzeige für einen gefallenen Wehrmachtssoldaten die gängige Naziphrase "für Führer, Volk und Vaterland" durch die Formel "in soldatischer Pflichterfüllung" zu ersetzen.
Der 24. April 1945 war ein ungewöhnlich warmer Tag. Eigentlich zu warm für einen Spätapriltag. Man erwartete, dass die Amerikaner, die am Tag zuvor die nächstgrößere Stadt besetzt hatten, das Tal heraufziehen würden. Theoretisch hätte man das Städtchen vermutlich verteidigen können (und aus militärischer Sicht vielleicht sogar müssen: Es ist ein sehr enges Tal mit insgesamt 5 Anstiegen die Anhöhe hoch), aber die Wehrmacht hatte die Verteidigung aufgegeben, die Befehlshaber waren abgezogen, die hatten begriffen, dass das Unternehmen so sinn- wie aussichtslos war.
Es gab aber einige Entschlossene, die lieber mit Adolf untergingen als die Stadt kampflos zu übergeben und so errichtete man aus dem Volkssturm -Kinder und alte Männer- 5 Straßenblockaden a 20 Mann, hatte aber nicht damit gerechnet, dass darunter noch der ein oder andere Kommunist sein könnte und so waren binnen kurzer Zeit 4 der Blockaden wieder aufgelöst. Lediglich die fünfte Blockade -zu der war der Ortskommandeur geeilt- war noch von Bestand. Minuten später gab es auch die nicht mehr und der Ortskommandeur war hinterrücks erschossen worden. Von einem Volkssturmangehörigen. Vor 19 anderen. Der Täter wurde bis heute nie überführt, nie angeklagt und hat den Rest seines Lebens als freier Mann verbracht, gedeckt von der gesamten Generation und ich glaube bis heute, dass einige derer, denen ich seinerzeit als Zivildienstleistender das Essen gekocht hab, genau Bescheid wussten. Dann brachte man noch die Schnapsvorräte beiseite, was meinem Urgroßvater seinerzeit mehrere hundert Flaschen Hochprozentigen im Keller bescherte und lud den Voraustrupp der Amerikaner auf ein Bier ein.
Spam, lovin´it
gorillaschnitzel, 01:27h
Hi,
My name is Elena, I have 32 year and I live in Russian province. I work in a library and after my work I allowed to use computer when it possible.
I finded your address in internet and I decided to write you this letter.
I have 7-year daughter Angelina, her father abandoned us and we live with my mother.
Due to the crisis in our country my mother lost job and our situation became very difficult.
The price for heating our home is very high and we cannot afford it anymore.
The winter is coming and weather become colder each day. We worry if the temperature will become very cold in our home, we don't know how to survive.
We need portable stove which give heat from burning wood. We have many wood in our region, but we cannot buy the stove in local market because it cost equivalent of 192 Euro and very expensive for us.
If you have any old portable wood burning stove, I pray that you can donate it to us and organize transport of its to our address.
We live 200km from Moscow (central part of Russia).
This ovens are different, they made from cast iron and weight about 100-150kg.
I hope to hear from you soon. From all my heart I wish you Merry Christmas and Happy New Year 2009.
Elena.
Liebe Elena,
ich durfte dieses Jahr bereits durch die russische Landschaft zuckeln (u.a. auch "200 Kilometer" von Moskau entfernt) und kann daher bestätigen, dass es da Wald en masse gibt, man nennt es auch "Birkenwäldchen" und die sind der absolute Terror. Und angesichts der menschlich sehr leeren Landschaften möchte man sagen: Gehet dahin und fället die Bäume. Aber ich möchte ja nicht zu illegalen Handlungen anregen und würde daher empfehlen, auf den ungeheuren Gasreichtum deines Landes zurückzugreifen und darum: Schreib doch mal an Gerhard "Acker" Schröder. Der freut sich bestimmt.
Viele Grüße
Ich
PS: Der Winter ist da!
My name is Elena, I have 32 year and I live in Russian province. I work in a library and after my work I allowed to use computer when it possible.
I finded your address in internet and I decided to write you this letter.
I have 7-year daughter Angelina, her father abandoned us and we live with my mother.
Due to the crisis in our country my mother lost job and our situation became very difficult.
The price for heating our home is very high and we cannot afford it anymore.
The winter is coming and weather become colder each day. We worry if the temperature will become very cold in our home, we don't know how to survive.
We need portable stove which give heat from burning wood. We have many wood in our region, but we cannot buy the stove in local market because it cost equivalent of 192 Euro and very expensive for us.
If you have any old portable wood burning stove, I pray that you can donate it to us and organize transport of its to our address.
We live 200km from Moscow (central part of Russia).
This ovens are different, they made from cast iron and weight about 100-150kg.
I hope to hear from you soon. From all my heart I wish you Merry Christmas and Happy New Year 2009.
Elena.
Liebe Elena,
ich durfte dieses Jahr bereits durch die russische Landschaft zuckeln (u.a. auch "200 Kilometer" von Moskau entfernt) und kann daher bestätigen, dass es da Wald en masse gibt, man nennt es auch "Birkenwäldchen" und die sind der absolute Terror. Und angesichts der menschlich sehr leeren Landschaften möchte man sagen: Gehet dahin und fället die Bäume. Aber ich möchte ja nicht zu illegalen Handlungen anregen und würde daher empfehlen, auf den ungeheuren Gasreichtum deines Landes zurückzugreifen und darum: Schreib doch mal an Gerhard "Acker" Schröder. Der freut sich bestimmt.
Viele Grüße
Ich
PS: Der Winter ist da!
Freitag, 12. Dezember 2008
....und dann sprang Willibald Wohlgemut auf einmal diese Wand ins Auto
gorillaschnitzel, 00:30h

Mittwoch, 10. Dezember 2008
Street Art: Россия
gorillaschnitzel, 12:41h
Das was hier -bei gutem Willen- als Straßenkunst läuft (teils auch als Vandalismus) gibt es auch andernorts. In Russland beispielsweise und das trotz Putin und der Miliz. Als großer Fan dieser Kunstspezies meine kleine Sammlung "Einmal quer durch Russland":

Ekaterinburg

St. Petersburg

Moskau

Ekaterinburg

Novosibirsk

Ekaterinburg

St. Petersburg

Ekaterinburg

St. Petersburg

Moskau

Ekaterinburg

Novosibirsk

Ekaterinburg

St. Petersburg
Dienstag, 9. Dezember 2008
Wir sammeln Daten
gorillaschnitzel, 10:00h
Irgendwie ist es ja schon lustig: Da will ausgerechnet Mr. Bundestrojaner Schäuble den Datenhandel sanktionieren, was in etwa so tragikomisch ist, als würde Hera Lind Schundliteratur aus den Buchhandlungen verbannen wollen. Konsequenterweise müsste er sich da gleich selbst mit einsperren.
Montag, 8. Dezember 2008
Me and my EMail
gorillaschnitzel, 13:30h
Es gibt Email-Spam, der ist einfach nur großartig. Fast wie moderne Literatur. Peter schreibt mir exakt das:
Genau so. Wortwörtlich.
Ich kann Ihnen helfen, mit dem Darlehen Sie benötigen, kontaktieren Sie mich aufpeter.loanfunds @ live.com, um weitere info.Because (Jesus ist der Grund für diese Jahreszeit
Burn, Baby, Burn
gorillaschnitzel, 12:57h

Samstag, 6. Dezember 2008
Schwazwuzzln
gorillaschnitzel, 01:26h

Freitag, 5. Dezember 2008
Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 13:31h
Die Pfeiffe mit drei f
Irgendwann mal war Herr Pfeiffer ganz oben angekommen. Und das ist manchmal nicht gut. Weil man dann nämlich viel angehört wird und im Anschluss viel von sich gibt und dabei zwangsläufig auch viel Mist drunter ist. Beispielsweise war der Herr Pfeiffer nicht ganz unbeteiligt daran, dass die Kleinstadt Sebnitz mittlerweile im Ruch steht, Skinheads hervorzubringen, die kleine Kinder ertränken.
Dann hat er einerseits die Krippenplätze der DDR für doch sehr doof befunden, konnte im Anschluss aber nicht erklären, weshalb er sie in der BRD befürwortet und weshalb eine Praxis in der DDR so übel gewesen sein soll, die in Frankreich gesellschaftlich nullkommanull infrage gestellt wird.
Als vorläufigen Schlusspunkt postulierte er dann die These, dass Videospiele zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führten, war aber als Kriminologenprofessor auch hier nicht in der Lage, das mit dem Rückgang der Gewaltkriminalität insgesamt in Relation zu setzen, geschweige denn zu erklären, weshalb letztere unter Jugendlichen zwar stieg und das übrigens gewaltig und zwar gerade unter nicht unbedingt viedeospielsüchtigen Mädels und welche Rolle das Milieu dabei spielt. Es scheint, als müsse man nur hartnäckig genug irgendetwas in den Raum stellen und schon habe man am Ende ein neues Paradigma.
Nun sagt Herr Pfeiffer, dass man Jugendzentren schließen muss, weil die nämlich wahre Brutstätten der Gewalt seien.
Selbst wenn dem so sein sollte, was ja auch noch nicht wirklich klar ist: Lieber Herr Pfeiffer, ich kann Ihnen versichern, dass Krankenhäuser wahre Brutstätten an Krankheiten, Leid, Siechtum und Tod sind, würde aber darauf nun nicht unbedingt verzichten wollen. Und ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten wollen, dass es Schulversager nur deshalb gibt, weil es Schulen gibt, glaube aber dennoch, dass es um eine nicht ganz sinnlose Institution handelt.
Im Übrigen, Herr Pfeiffer, könnte ich seitenweise Bücher über ihr "Alternativmodell" füllen: Die Ganztagsschule Alternative? (dass die meisten Jugendzentren dann doch eher gen Spätmittag und Abend aktiv werden, hat man dann vielleicht in Ihrem Alter doch schon wieder vergessen)
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Wurmfortsätze auf gsi
gorillaschnitzel, 00:05h
Auch wenn es einige Altgestrige, denen ihr Geburtsname Hojac nicht deutsch genug war und der nun ganz arisch Westenthaler heißt, nicht wahrhaben wollen: Österreich ist ein Vielvölkerstaat. Entgegen der allgemeinen "freiheitlichen Parteimeinung" (und der Bekundungen eines "zukunftbündnisches Österreichs") und anderer Deutschtümeleien ist mir das übrigens sehr sympathisch. Bedingt ist dieses Vielvolkgemisch vor allem auch durch k.u.k. und so gibt es heute slowenische, italienische oder ungarische Minderheiten -neben den Österreichern mit Namen Hrdlicka, Havranek oder Pogatetz-.
Das Mischmasch gilt bis heute auch sprachlich und so hört man -bei etwas Interesse am österreichischdialektischen Idiom- den Kärntner, den Wiener oder auch den Tiroler raus.


Eine Sprachgruppe hört wohl jeder Österreicher blind und taub und mit verbundenen Augen schwerkrank und unter Schmerzen mitten in der Nacht heraus: Die Vorarlberger. Das liegt vor allem daran, dass das Vorarlbergische kein bairischer (nicht: bayrisch, sondern bairisch) Dialekt ist sondern ein alemannischer, weshalb Restösterreich die Vorarlberger auch gemeinhin "Xiberger" nennt, eben weil der Arlberg die sprachliche Grenze bildet (wenngleich ich so einige Tiroler....aber lassen wir das) und die Xiberger für das Wörtchen "gewesen" das wunderbare Wörtchen "xi/ gsi" benutzen, während Restösterreich verschiedene Formen von "gwehn" benutzt. Vorarlberg ist der alemannische Wurmfortsatz des bairischrestösterreischischen Gebildes.

Der Arlberg war eine natürliche Grenze. Eine Hürde, die nicht so einfach zu überwinden war. Und wer heute mal da hoch fährt, versteht auch weshalb. Selbst heute sehen die Kurven und der Anstieg atemberaubend aus und wenn mal die Natur zuschlägt, helfen auch keine Winterreifen oder Schneeketten nix mehr.

Vorarlberg, und auch das wird begreifbar, wenn man die 40 Kilometer von Bludenz nach Lech fährt und dabei beinahe 1000 Höhenmeter überwindet -und das durch unwirtliche Gegend und elendig Gebirg-, Vorarlberg war bis vor 80 Jahren eines und zwar bitterarm. So arm, dass man die eigenen Kinder ins gelobte Land nach Württemberg verkaufen musste. Dann endlich wurde Ski laufen erfunden und damit kamen dann die Skifahrer und die Touristen und damit begann dann der Wohlstand einer Mehrheit.
Heute ist Vorarlberg neben der Skifahrerei auch Vorzeigeobjekt in Sachen Architektur und wer sich für moderne Architektur interessesiert, wird dort in Massen fündig werden und eine Weltoffenheit dahingehend finden, die man -wenn man unbefleckt dahin reist und nichts ahnt- verblüffend finden wird, wenngleich das Bild gleich hier rechts nicht unbedingt als Beispiel heranzuführen sein mag.
Das Mischmasch gilt bis heute auch sprachlich und so hört man -bei etwas Interesse am österreichischdialektischen Idiom- den Kärntner, den Wiener oder auch den Tiroler raus.


Eine Sprachgruppe hört wohl jeder Österreicher blind und taub und mit verbundenen Augen schwerkrank und unter Schmerzen mitten in der Nacht heraus: Die Vorarlberger. Das liegt vor allem daran, dass das Vorarlbergische kein bairischer (nicht: bayrisch, sondern bairisch) Dialekt ist sondern ein alemannischer, weshalb Restösterreich die Vorarlberger auch gemeinhin "Xiberger" nennt, eben weil der Arlberg die sprachliche Grenze bildet (wenngleich ich so einige Tiroler....aber lassen wir das) und die Xiberger für das Wörtchen "gewesen" das wunderbare Wörtchen "xi/ gsi" benutzen, während Restösterreich verschiedene Formen von "gwehn" benutzt. Vorarlberg ist der alemannische Wurmfortsatz des bairischrestösterreischischen Gebildes.

Der Arlberg war eine natürliche Grenze. Eine Hürde, die nicht so einfach zu überwinden war. Und wer heute mal da hoch fährt, versteht auch weshalb. Selbst heute sehen die Kurven und der Anstieg atemberaubend aus und wenn mal die Natur zuschlägt, helfen auch keine Winterreifen oder Schneeketten nix mehr.

Vorarlberg, und auch das wird begreifbar, wenn man die 40 Kilometer von Bludenz nach Lech fährt und dabei beinahe 1000 Höhenmeter überwindet -und das durch unwirtliche Gegend und elendig Gebirg-, Vorarlberg war bis vor 80 Jahren eines und zwar bitterarm. So arm, dass man die eigenen Kinder Heute ist Vorarlberg neben der Skifahrerei auch Vorzeigeobjekt in Sachen Architektur und wer sich für moderne Architektur interessesiert, wird dort in Massen fündig werden und eine Weltoffenheit dahingehend finden, die man -wenn man unbefleckt dahin reist und nichts ahnt- verblüffend finden wird, wenngleich das Bild gleich hier rechts nicht unbedingt als Beispiel heranzuführen sein mag.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Horst-Tappsy besucht die Xiberger
gorillaschnitzel, 01:25h

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