... newer stories
Mittwoch, 11. Juni 2008
Tschingis Aitmatow
gorillaschnitzel, 17:15h
Vor vielen Jahren las ich einst "Dshamilja", ein schmales Büchlein, geschrieben von Tschingis Aitmatow als Abschlussarbeit.
Im Vorwort hat Luis Aragon geschrieben, das Buch sei "die schönste Liebesgeschichte der Welt". Er hat Recht.
Gestern ist Tschingis Aitmatow gestorben und ich glaube, ich sollte das Buch mal wieder lesen.
Im Vorwort hat Luis Aragon geschrieben, das Buch sei "die schönste Liebesgeschichte der Welt". Er hat Recht.
Gestern ist Tschingis Aitmatow gestorben und ich glaube, ich sollte das Buch mal wieder lesen.
Liebe Österreicher,
gorillaschnitzel, 15:37h
was habt ihr im Lauf der letzten Jahrhunderte nicht alles hervorgebracht: Den Haydn, von dem wir Deutschen uns die Hymne entlehnt geklaut haben, wunderschöne Walzer, kalifornische Gouverneure, die besten Skirennläufer, eine manchmal seltsame, aber genauso schöne Sprache, eine Stadt, die den Schmäh erfunden hat, gar die wohl bekannteste Figur des Planeten und wie´s aussieht, veranstaltet ihr grade eine schöne Europameisterschaft.
Eins aber müsste man euch leider eigentlich nehmen. Den Mozart nämlich. Die gleichnamigen Kugeln dürftet ihr aber behalten. Der Mozart aber, der war kein Österreicher sondern genaugenommen Schwabe. Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Weil nämlich dem Wolferl sein Papa aus Augschburg kommt und das Wolferl selbst im Erzbistum Salzburg das Licht der Welt erblickte, was damals wiederum zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst 15 Jahre nach Mozarts Tod Österreich zugeschlagen wurde. Schuld war natürlich wie beinahe immer zu der Zeit der Napoleon.
Eins aber müsste man euch leider eigentlich nehmen. Den Mozart nämlich. Die gleichnamigen Kugeln dürftet ihr aber behalten. Der Mozart aber, der war kein Österreicher sondern genaugenommen Schwabe. Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Weil nämlich dem Wolferl sein Papa aus Augschburg kommt und das Wolferl selbst im Erzbistum Salzburg das Licht der Welt erblickte, was damals wiederum zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst 15 Jahre nach Mozarts Tod Österreich zugeschlagen wurde. Schuld war natürlich wie beinahe immer zu der Zeit der Napoleon.
Montag, 9. Juni 2008
Peking
gorillaschnitzel, 14:24h
Auf Peking war ich sehr gespannt. Weil es eine Rückkehr war. Nach 6 Jahren wieder eine Stadt sehen, die damals grade so richtig erwacht war und man damals bereits gesehen hat, dass sich dort was tut.


Sie sind schon ein wenig im Olympiafieber und auch wenn es noch einiges zu bauen gibt (gab?): Sie werden fertig werden. Unter anderem wird dann auch mal -in einer Diktatur möglich- eine komplette Haupteinkaufsstraße geschlossen und generalüberholt. Es ist als hätte Berlin vor der Fußball-WM den Kudamm dichtgemacht.


Überhaupt Sport: Wunderbar sind diese öffentlichen Gratis-Open-Air-Fitnessstudios, die es überall gibt.

Sonntag früh trifft man sich dann im Park zum gemeinsamen TaiChi, zum Walzer tanzen oder zum singen.


Wenn man schon mal in Peking ist, schlendert man dann auch ein Mal über TianAnMen und wo dieses Mal die Schlange vor dem Mao-Mausoleum recht kurz ist, schaut man sich den toten Mao dann auch mal an. Kurz gesagt: Ein eher ernüchterndes Erlebnis. Die Halle selbst eine chinakommunistische Kitschanlage mitsamt Devotionalienhandel und Mao sieht schrecklich aus mit sehr ungesund anmutender Haut in den wildesten Orangetönen.


Das ungewöhnlichste an diesem Foto ist.....? Richtig! Der blaue Himmel...
Katie Melua behauptet, es gäbe 9 million bicycles in BeiJing. Ich würde sagen, dass es gefühlt noch mehr sind, wenngleich das letzte Mal irgendwie noch mehr Menschen mit dem Rad unterwegs waren.


Einige aber sind zu Fuß unterwegs und joggen durch den Smog. Volksbefreiungsarmee auf dem Weg nach Lhasa:
Die besten Erfahrungen in Peking/China haben meist mit Essen und Futter zu tun, auch wenn manchmal die Speisekarten etwas schwieriger zu entziffern sind.


Ich selbst aber finde die Hutongs, die "traditionellen Viertel", am spannendsten. Interessant war vor allem zu sehen, wie sich der Hutong entwickelte, den ich vor 6 Jahren sah. Der nämlich war kaum wiederzuerkennen: Vor 6 Jahren noch war es etwas schmuddelig, es stank aufgrund der öffentlichen Sanitäranlagen erbärmlich und irgendwie zogen alle Bewohner in die Hochhaussiedlungen der vierten und fünten Ringstraße. Heute alles anders. Sauber, renoviert, die Klos saniert und mit Türen versehen, Läden und Geschäfte haben eröffnet und Xiao Biar, der damals ganz neu eine Intellektuellenkneipe eröffnet hatte, hat jetzt eine Filiale aufgemacht. Aus dem Szeneviertel für Studenten ist eine Tourimeile geworden.



Aber die Hutongs sind auch bedroht, weil man dem wirtschaftlichen Aufschwung und der "modernen Stadtplanung" mitsamt Olympia die Hutongs opfert.

Das Ende dann an Terminal 3, das erst 5 Tage zuvor eröffnet wurde. Gebaut von Sir Norman Foster und damit architektonisch sensationell...

So....das wars denn mit Transsib. Fertig. Ich hoffe, es hat unterhalten...einigermaßen wenigstens...


Sie sind schon ein wenig im Olympiafieber und auch wenn es noch einiges zu bauen gibt (gab?): Sie werden fertig werden. Unter anderem wird dann auch mal -in einer Diktatur möglich- eine komplette Haupteinkaufsstraße geschlossen und generalüberholt. Es ist als hätte Berlin vor der Fußball-WM den Kudamm dichtgemacht.


Überhaupt Sport: Wunderbar sind diese öffentlichen Gratis-Open-Air-Fitnessstudios, die es überall gibt.

Sonntag früh trifft man sich dann im Park zum gemeinsamen TaiChi, zum Walzer tanzen oder zum singen.


Wenn man schon mal in Peking ist, schlendert man dann auch ein Mal über TianAnMen und wo dieses Mal die Schlange vor dem Mao-Mausoleum recht kurz ist, schaut man sich den toten Mao dann auch mal an. Kurz gesagt: Ein eher ernüchterndes Erlebnis. Die Halle selbst eine chinakommunistische Kitschanlage mitsamt Devotionalienhandel und Mao sieht schrecklich aus mit sehr ungesund anmutender Haut in den wildesten Orangetönen.


Das ungewöhnlichste an diesem Foto ist.....? Richtig! Der blaue Himmel...
Katie Melua behauptet, es gäbe 9 million bicycles in BeiJing. Ich würde sagen, dass es gefühlt noch mehr sind, wenngleich das letzte Mal irgendwie noch mehr Menschen mit dem Rad unterwegs waren.


Einige aber sind zu Fuß unterwegs und joggen durch den Smog. Volksbefreiungsarmee auf dem Weg nach Lhasa:
Die besten Erfahrungen in Peking/China haben meist mit Essen und Futter zu tun, auch wenn manchmal die Speisekarten etwas schwieriger zu entziffern sind.


Ich selbst aber finde die Hutongs, die "traditionellen Viertel", am spannendsten. Interessant war vor allem zu sehen, wie sich der Hutong entwickelte, den ich vor 6 Jahren sah. Der nämlich war kaum wiederzuerkennen: Vor 6 Jahren noch war es etwas schmuddelig, es stank aufgrund der öffentlichen Sanitäranlagen erbärmlich und irgendwie zogen alle Bewohner in die Hochhaussiedlungen der vierten und fünten Ringstraße. Heute alles anders. Sauber, renoviert, die Klos saniert und mit Türen versehen, Läden und Geschäfte haben eröffnet und Xiao Biar, der damals ganz neu eine Intellektuellenkneipe eröffnet hatte, hat jetzt eine Filiale aufgemacht. Aus dem Szeneviertel für Studenten ist eine Tourimeile geworden.



Aber die Hutongs sind auch bedroht, weil man dem wirtschaftlichen Aufschwung und der "modernen Stadtplanung" mitsamt Olympia die Hutongs opfert.

Das Ende dann an Terminal 3, das erst 5 Tage zuvor eröffnet wurde. Gebaut von Sir Norman Foster und damit architektonisch sensationell...

So....das wars denn mit Transsib. Fertig. Ich hoffe, es hat unterhalten...einigermaßen wenigstens...
Samstag, 7. Juni 2008
....und es war Sommer. Oder auch nicht so richtig.
gorillaschnitzel, 18:13h

Freitag, 6. Juni 2008
Straßen, in denen ich schon immer mal gerne gewohnt hätte
gorillaschnitzel, 12:03h


Stasizwonull
gorillaschnitzel, 03:13h
Die Telekomlidl-Überwachung und die Schäuble´schen Sicherheitspakete sind sowas von webeinsnullig und damit von vorgestern. Die nächste Generation braucht keine Onlineüberwachung und keinen Schäuble und auch nicht die Telekom: Die rücken ihre Daten allesamt freiwillig und mit Begeisterung raus.
Donnerstag, 5. Juni 2008
beFÖRDERung
gorillaschnitzel, 12:33h
Mitunter erlebt man hin und wieder mal Überraschungen. So wie neulich, als mir der größte Drogendealer meiner Heimatstadt während der 90er auf einmal als ernstzunehmender Förderschullehrer gegenüberstand. Vermutlich aber waren seine Gedankengänge ähnlich den meinen und seine Überraschung eventuell nicht minder groß.
Genau so überraschend war dann die Erkenntnis, dass es für Förderschulen im Transportwesen ganz eigene Regeln gibt: Wer nämlich im Schulbus sich nicht benehmen kann, der kriegt die Fahrkarte entzogen. Nun besteht aber halt doch Schulpflicht für alle und so eine Förderschule ist manchmal auch nicht ums Eck. Deshalb hat man sich etwas einfallen lassen: Diejenigen, denen die Fahrkarte entzogen wurde, die dürfen Taxi fahren. Zur Not auch 8jährige 2.-Klässler. Morgens fährt das Taxi vor und fährt die lieben Kleinen in die Schule, danach werden sie wieder abgeholt, daheim abgeliefert und sind in Sicherheit. Die busfahrenden Mitschüler wohl ebenfalls.
Bedauerlicherweise empfinden die betroffenen Schüler den Privatchauffeur auf Steuerzahlerkosten als große Schande. Vermutlich wäre ihnen eine Fahrt im Gefängnistransporter mitsamt vermummtem Sondereinsatzkommando und Pump Guns lieber....
Genau so überraschend war dann die Erkenntnis, dass es für Förderschulen im Transportwesen ganz eigene Regeln gibt: Wer nämlich im Schulbus sich nicht benehmen kann, der kriegt die Fahrkarte entzogen. Nun besteht aber halt doch Schulpflicht für alle und so eine Förderschule ist manchmal auch nicht ums Eck. Deshalb hat man sich etwas einfallen lassen: Diejenigen, denen die Fahrkarte entzogen wurde, die dürfen Taxi fahren. Zur Not auch 8jährige 2.-Klässler. Morgens fährt das Taxi vor und fährt die lieben Kleinen in die Schule, danach werden sie wieder abgeholt, daheim abgeliefert und sind in Sicherheit. Die busfahrenden Mitschüler wohl ebenfalls.
Bedauerlicherweise empfinden die betroffenen Schüler den Privatchauffeur auf Steuerzahlerkosten als große Schande. Vermutlich wäre ihnen eine Fahrt im Gefängnistransporter mitsamt vermummtem Sondereinsatzkommando und Pump Guns lieber....
Mittwoch, 4. Juni 2008
Klüngel
gorillaschnitzel, 22:02h
Die Kreisliga D ist vermutlich die allerunterste Liga, die es überhaupt gibt. Dürfte so in etwa Liga 12 oder so sein. Das kann aber trotzdem unterhaltenswert sein, weil da mächtige Holzer und Klopper am Werk sind. Oder auch Leute, die man eigentlich hätte zur EM mitnehmen müssen, weil die Tore wie am Fließband schießen. Wie letztes Wochenende in Köln.
Dort gibt es ein Fernduell um den Aufstieg:
Nippes II - Ditib-Türk II und
DJK Löwe II - Rheinkassel-Langel II
Für Nippes und Rheinkassel-Langel geht es um den Aufstieg und vielleicht sollte man noch dazusagen, dass die Jungs von Löwe II, die Jungs von Nippes so überhaupt nicht mögen, weil die sie mal angeschwärzt haben.
Das Torverhältnis von Nippes ist um 37 Tore besser als das von Rheinkassel-Langel, man muss sich also anstrengen bei Rheinkassel-Langel und bei Löwe.
Das tut man denn auch: Zur Halbzeit steht es 13:0. Nippes gibt alles und schießt auch Tor um Tor. Dann allerdings legen die Gegner auf dem anderen Platz nach der Halbzeitpause so richtig los und schießen die Tore im Minutentakt. Nippes schafft am Ende ein 10:0 gegen Dibit-Türk und ein Nippes-Anhänger versucht gar beim Spiel Löwe-Rheinkassel den Platz zu stürmen, damit das Spiel abgebrochen wird.
Es hilft aber alles nichts. Das Spiel DJK Löwe II - Rheinkassel-Langel endet 1:54, damit hat Rheinkassel in einem einzigen Spiel mehr Tore geschossen als in der gesamten Saison und wäre der Aufsteiger. Momentan wird der Kölsche Klüngel aber noch untersucht. Geld sei angeblich keines geflossen.
Dort gibt es ein Fernduell um den Aufstieg:
Nippes II - Ditib-Türk II und
DJK Löwe II - Rheinkassel-Langel II
Für Nippes und Rheinkassel-Langel geht es um den Aufstieg und vielleicht sollte man noch dazusagen, dass die Jungs von Löwe II, die Jungs von Nippes so überhaupt nicht mögen, weil die sie mal angeschwärzt haben.
Das Torverhältnis von Nippes ist um 37 Tore besser als das von Rheinkassel-Langel, man muss sich also anstrengen bei Rheinkassel-Langel und bei Löwe.
Das tut man denn auch: Zur Halbzeit steht es 13:0. Nippes gibt alles und schießt auch Tor um Tor. Dann allerdings legen die Gegner auf dem anderen Platz nach der Halbzeitpause so richtig los und schießen die Tore im Minutentakt. Nippes schafft am Ende ein 10:0 gegen Dibit-Türk und ein Nippes-Anhänger versucht gar beim Spiel Löwe-Rheinkassel den Platz zu stürmen, damit das Spiel abgebrochen wird.
Es hilft aber alles nichts. Das Spiel DJK Löwe II - Rheinkassel-Langel endet 1:54, damit hat Rheinkassel in einem einzigen Spiel mehr Tore geschossen als in der gesamten Saison und wäre der Aufsteiger. Momentan wird der Kölsche Klüngel aber noch untersucht. Geld sei angeblich keines geflossen.
EM
gorillaschnitzel, 15:43h
Demnächst ist EM und weil wir ja alle wie versessen auf Fußball sind und das nächste Sommermärchen undsoweiter gibts wie bei der WM ein Tippspiel. Wie´s geht, findet man hier und getippt wird da.Einen Preis gibts auch: Er spendet ein
Dienstag, 3. Juni 2008
Endspurt
gorillaschnitzel, 14:33h
Hätte ich bei den US-Demokraten was zu sagen, würde ich mir momentan anschauen, wie das Rennen steht, würde dann schauen, wann die letzten Vorwahlen sind (heute), würde grob überschlagen und dann würde ich wohl zum Telefon greifen und die bisher unentschlossenen Delegierten drängen, sich jetzt zu entscheiden.
Und dann würde morgen in den Zeitungen stehen, dass Hillary nun endgültig aufgegeben hat, sich hinter Obama stellt und diesem Glück wünscht und ihn unterstützen wird und dann wird Obama sich bei Hillary bedanken und sagen, dass sie eine großartige Gegnerin gewesen sei und man nun die Partei auf den Wahlkampf im November einigen müsse und er froh sei, das gemeinsam mit Hillary tun zu dürfen.
Und dann würde morgen in den Zeitungen stehen, dass Hillary nun endgültig aufgegeben hat, sich hinter Obama stellt und diesem Glück wünscht und ihn unterstützen wird und dann wird Obama sich bei Hillary bedanken und sagen, dass sie eine großartige Gegnerin gewesen sei und man nun die Partei auf den Wahlkampf im November einigen müsse und er froh sei, das gemeinsam mit Hillary tun zu dürfen.
Ertrunken im Killertal
gorillaschnitzel, 14:20h
Was für eine Überschrift!
Wortspiele - high end
gorillaschnitzel, 12:36h
In der Bundesrepublik nennt man die Zeit zwischen 1982 und 1998 gemeinhin auch Cholera.
Montag, 2. Juni 2008
Immer am Drücker
gorillaschnitzel, 03:36h




Blochrige Enden
gorillaschnitzel, 02:13h
Man stelle sich einmal folgendes Szenario vor: Die CDU tritt zur Bundestagswahl an, wird auch größte Partei und darf nun den Bundeskanzler stellen. Natürlich ist das Änschie die Spitzenkandidatin und soll demnach zur Kanzlerin gewählt werden. Koalitionspartner sind auch gefunden.
Nur: Der Rüttgers tritt nun überraschend zur Kanzlerkampfkandidatur an und setzt sich doch tatsächlich gegen das Änschie durch und wird Kanzler.
Das Änschie ist nun beleidigt und verschwindet. Genauer gesagt: Sie geht in die Opposition gegen die Koalition und gegen Rüttgers.
Alles zieht sich nun etwas hin, Änschie betreibt den Parteiausschluss von Rüttgers, aber die NRW-CDU ist dagegegen.
Das Ende: Die Bundes-CDU schließt den kompletten NRW-Landesverband mitsamt Rüttgers aus der CDU aus.
Undenkbar? Pure Phantasie? In diesem Lande BRD: Ja. Nicht aber in der Schweiz. Dort ist eben das passiert (so man die Schweizer Verhältnisse mit Abstrichen auf bundesrepublikanische Umstände überträgt).
Nur: Der Rüttgers tritt nun überraschend zur Kanzlerkampfkandidatur an und setzt sich doch tatsächlich gegen das Änschie durch und wird Kanzler.
Das Änschie ist nun beleidigt und verschwindet. Genauer gesagt: Sie geht in die Opposition gegen die Koalition und gegen Rüttgers.
Alles zieht sich nun etwas hin, Änschie betreibt den Parteiausschluss von Rüttgers, aber die NRW-CDU ist dagegegen.
Das Ende: Die Bundes-CDU schließt den kompletten NRW-Landesverband mitsamt Rüttgers aus der CDU aus.
Undenkbar? Pure Phantasie? In diesem Lande BRD: Ja. Nicht aber in der Schweiz. Dort ist eben das passiert (so man die Schweizer Verhältnisse mit Abstrichen auf bundesrepublikanische Umstände überträgt).
Sonntag, 1. Juni 2008
Ulan Bator - Peking
gorillaschnitzel, 14:48h

Anfangs schlängelt sich der Zug in weiten Bögen durchs Umland von Ulan Bator. Hügelig ist´s.


Dann wird es Zeit für ein Mittagessen "Transsibstyle" (fällt eigentlich jemandem auf, dass die Farben der Bierdose diesselben sind wie die des Zuges? Raum für Verschwörungstheorien en masse!):

Ein Fehler, wie sich beim Abendessen herausstellt. Weil nämlich mongolische Speisewagen einigermaßen charmant sein können und durchaus schmackhaftes Zeugs anbieten.


Zwei Stopps gibt es in der Mongolei: Choir und Dalanzadgad. Hier ist nicht mehr Ulan Bator, die zwar nicht so schöne, aber dafür einigermaßen wohlhabende Haupstadt. Hier ist dritte Welt: Bettelnde Kinder, Armut, Elend und das einzig "halbwegs prächtige" ist das Bahnhofsgebäude.



Und dann die Gobi. Wüste. Die sieht so aus:

...manchmal auch so:

....oder so:

An der chinesisch-mongolischen Grenze wird dann umgespurt und stundenlang hin- und herrangiert. Der Kerl oben rechts übrigens ist ein äußerst unfreundlicher Vollspacken, der im gesamten Abteil schlechte Stimmung verbreitete.

China: Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft. Leider mit miserablem Wetter, weshalb ich nun einen Grund habe, nochmal zu fahren.

Samstag, 31. Mai 2008
Solingen
gorillaschnitzel, 13:29h
Vor beinahe auf den Tag vor 15 Jahren war ich auf einem OpenAir bei U2. Zoo-TV-Tour. Neben U2 noch mit den Toten Hosen und den doch damals ziemlich sehr heroinisierten Stereo MCs. Angefahren kam ich damals direkt aus Venedig vom Miniminikurzurlaub (Freitagabend: "Mir is langweilig" - "Lass uns nach Barcelona fahren" - "Zu weit, Sonntag is U2" - "Venedig?" - "OK").
Hängengeblieben aus der Woche sind bei mir -neben Venedig- zwei Dinge:
Werder Bremen war Deutscher Meister geworden und in Solingen gab es einen Brandanschlag durch Skinheads, der 5 jungen Frauen und Mädchen das Leben kostete.
Campino als Sänger der Vorband hatte (irgendwie verständlicherweise) wenig Lust, einige seiner Lieder zu spielen und Bono widmete das gesamte Konzert der Familie Genc.
Überhaupt war der Anschlag eine Art Zäsur: Der Negativmoment, in dem vermutlich der allerletzte schlußendlich doch kapiert hat, dass es ein rechtsradikales Problem im Lande gibt, das man nicht totschweigen darf. Im Anschluss daran gab es dann auch die häufig belächelten, aber längst nicht so wirkungslosen, Lichterketten.
Es wurden dann 4 Täter ausgemacht und in einem einigermaßen umstrittenen Prozess verurteilt. Umstritten deshalb, weil die Täter Geständnisse nach und Laune widerriefen und sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben. Umstritten auch deshalb, weil einige Angeklagte und deren Eltern der Ansicht waren, sie könnten im Anschluss einfach so nach Hause gehen und nach dem Urteilsspruch das Gericht beleidigten.
Wenn alles normal abgelaufen ist, dürften alle vier mittlerweile wieder auf freiem Fuß sein und sich ihres Lebens freuen oder auch nicht. Jedenfalls wurden die vier neben der Haftstrafe auch zu einer Schmerzensgeldzahlung von 250.000 Mark verurteilt. Zahlbar an den schwer verletzten Sohn, der lebenslang Brandnarben haben wird.
Kaum zu glauben, aber wahr: Während jeder Unfallverursacher, der einen Personenschaden in irgendeiner Form verursacht hat und während jeder, der einem anderen mal eine Ohrfeige verpasst hat, zur Zahlung herangezogen wird, haben die Täter bis zum heutigen Tag keinen einzigen Cent bezahlt, da entweder mittellos oder wie im Fall eines Arztsohnes sich die Behörden weigern, eine klagefähige Anschrift rauszurücken, weil der Mensch eine schützenswerte Person sei. Sein Name: Felix Köhnen, heute 31 Jahre alt und eventuell durchaus in der Lage, Geld zu verdienen.
EDIT: Das Gericht hat wohl für die Opfer entschieden (Hinweis arboretum. Herzlichen Dank)
Hängengeblieben aus der Woche sind bei mir -neben Venedig- zwei Dinge:
Werder Bremen war Deutscher Meister geworden und in Solingen gab es einen Brandanschlag durch Skinheads, der 5 jungen Frauen und Mädchen das Leben kostete.
Campino als Sänger der Vorband hatte (irgendwie verständlicherweise) wenig Lust, einige seiner Lieder zu spielen und Bono widmete das gesamte Konzert der Familie Genc.
Überhaupt war der Anschlag eine Art Zäsur: Der Negativmoment, in dem vermutlich der allerletzte schlußendlich doch kapiert hat, dass es ein rechtsradikales Problem im Lande gibt, das man nicht totschweigen darf. Im Anschluss daran gab es dann auch die häufig belächelten, aber längst nicht so wirkungslosen, Lichterketten.
Es wurden dann 4 Täter ausgemacht und in einem einigermaßen umstrittenen Prozess verurteilt. Umstritten deshalb, weil die Täter Geständnisse nach und Laune widerriefen und sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben. Umstritten auch deshalb, weil einige Angeklagte und deren Eltern der Ansicht waren, sie könnten im Anschluss einfach so nach Hause gehen und nach dem Urteilsspruch das Gericht beleidigten.
Wenn alles normal abgelaufen ist, dürften alle vier mittlerweile wieder auf freiem Fuß sein und sich ihres Lebens freuen oder auch nicht. Jedenfalls wurden die vier neben der Haftstrafe auch zu einer Schmerzensgeldzahlung von 250.000 Mark verurteilt. Zahlbar an den schwer verletzten Sohn, der lebenslang Brandnarben haben wird.
Kaum zu glauben, aber wahr: Während jeder Unfallverursacher, der einen Personenschaden in irgendeiner Form verursacht hat und während jeder, der einem anderen mal eine Ohrfeige verpasst hat, zur Zahlung herangezogen wird, haben die Täter bis zum heutigen Tag keinen einzigen Cent bezahlt, da entweder mittellos oder wie im Fall eines Arztsohnes sich die Behörden weigern, eine klagefähige Anschrift rauszurücken, weil der Mensch eine schützenswerte Person sei. Sein Name: Felix Köhnen, heute 31 Jahre alt und eventuell durchaus in der Lage, Geld zu verdienen.
EDIT: Das Gericht hat wohl für die Opfer entschieden (Hinweis arboretum. Herzlichen Dank)
... older stories



