Sonntag, 1. Juni 2008
Ulan Bator - Peking


Anfangs schlängelt sich der Zug in weiten Bögen durchs Umland von Ulan Bator. Hügelig ist´s.





Dann wird es Zeit für ein Mittagessen "Transsibstyle" (fällt eigentlich jemandem auf, dass die Farben der Bierdose diesselben sind wie die des Zuges? Raum für Verschwörungstheorien en masse!):



Ein Fehler, wie sich beim Abendessen herausstellt. Weil nämlich mongolische Speisewagen einigermaßen charmant sein können und durchaus schmackhaftes Zeugs anbieten.





Zwei Stopps gibt es in der Mongolei: Choir und Dalanzadgad. Hier ist nicht mehr Ulan Bator, die zwar nicht so schöne, aber dafür einigermaßen wohlhabende Haupstadt. Hier ist dritte Welt: Bettelnde Kinder, Armut, Elend und das einzig "halbwegs prächtige" ist das Bahnhofsgebäude.







Und dann die Gobi. Wüste. Die sieht so aus:



...manchmal auch so:



....oder so:




An der chinesisch-mongolischen Grenze wird dann umgespurt und stundenlang hin- und herrangiert. Der Kerl oben rechts übrigens ist ein äußerst unfreundlicher Vollspacken, der im gesamten Abteil schlechte Stimmung verbreitete.




China: Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft. Leider mit miserablem Wetter, weshalb ich nun einen Grund habe, nochmal zu fahren.

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schicke landschaftsfotos mit launig formulierten kommentaren. :)

bei wüste gobi denk ich immer an grobi.

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Dankedanke....(schick haste die Bülda jemacht...und das trotz Fensterscheibe, aus der man kaum gucken konnt´)

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Der
Hirsch im Speisewagen ist ja allerliebst.

Choir hat ja echt was zu bieten. Einfamilienhaeuser, freistehend, mit viel Platz fuer Strassen im amerikanischen Stil. Aber wie vorausschauend die Menschen dort sind, erkennt man daran, dass sie die Strassen nie gebaut haben. Denn mit der aktuellen Preissteigerung beim Oel wird sich wohl niemand dort einen amerikanischen Strassenkreuzer leisten koennen. Rein von den Verbrauchswerten.

Auf der wuesten Gabi waechst ja oefter mal was. Ich hatte mir darunter eine Geroellwueste ganz ohne Bewuchs, also quasi waxed, vorgestellt. Aber so hatten Sie ja immer was zu entdecken waehrend der Fahrt.

China: setzen die da tatsaechlich die Waggonkaesten auf andere Drehgestelle? Und das funktioniert? Ohne, dass sicherheitsrelevante Bauteile wie Bremsen, Daempfer oder Generatoren ausfallen oder beeintraechtigt werden?
Und das Foto aus dem Abteil: geht das problemlos in China, oder unterliegt dies ebenfalls strenger Zensur? (Kann ja sein, im Sudan darf man keine uniformierten Personen oder Bettler fotografieren, hier am Golf ist es der Damenwelt ein wenig heikel wegen...)

Dass Sie aber noch mal nach China muessen, ist unbestritten.

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Das Umspuren ist so ungewöhnlich nicht, meines Wissens passiert das in Brest-Litowsk auch.

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Ja, zwischen Polen und Weißrussland/bzw. Ukraine wird auch umgespurt.

Ist übrigens ganz interessant, das mal zu sehen: Man wird (nachdem wohl alle Schrauben gelöst) -Waggon mitsamt allen Menschen drin- hydraulisch nach oben gehievt und unten verbleiben nur noch die Radgestelle. Dann werden die neuen Gestelle reingeschoben (das zeigt das Foto oben) und die wiederum schieben die alten Teile raus. Dann wird wieder alles festgemacht und fertig. Nun nur noch alle Wagen wieder zusammenrangieren (dauert Stunden und rumst jedes mal gewaltig, was angesichts dessen, dass es etwa 1 Uhr nachts ist, doch immens stört, zumindest diejenigen, die eventuell schlafen möchten).


In China kann man sehr problemlos fotographieren. Von Militär- und Grenzanlagen (und vermutlich Tibet) mal abgesehen (aber Militär- und Grenzzeugs ist vermutlich überall tabu). Ich hab anstandslos selbst die Armee fotographiert, die übern TianAnMen marschiert ist. Heikler könnte es allenfalls sein, Menschen zu fragen, ob man sie fotographieren darf, weil nämlich die Chinesen in dieser Frage wirklich bescheiden sind. Die fragen übrigens auch nicht, ob sie dürfen oder nicht. Da wird einfach mal ein Kind vor den Touri auf der Bank gestellt und dann geknipst, was das Zeug hält. Ich will nicht wissen, in wievielen chinesischen Familienalben ich abgebildet bin.



Den Hirsch übrigens fand ich auch herzallerliebst und schiebe pathologisch noch eins nach:

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Und tierliebenderweise scheint der aus Bronze gegossen zu sein.

Da schmeckt einem der Kräuterlikör doch direkt viel besser wenn man weiß, daß es nicht der Herr Jesus ist der da über einem an der Wand hängt.

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...Tierliebe ohne Ende: Die gesamte Strecke ist mittels Zaun gesichert. Komplett. Da passiert es nicht, dass eine Schafherde mal nebenbei in den ICE rennt. Neee....(Überhaupt finden die Russen Fragen westlicher Touristen völlig bescheuert, wenn diese fragen, was denn passiere, wenn so ein Vieh auf die Transsibschienen kommt. Antwort: Sibirien ist groß genug. Die links bleiben links, die rechts bleiben rechts.)

Allerdings kommt einem bei genauem Studium der Deko überm Hirsch dann doch das kalte Grauen, auch wenn das nicht dieselbe Bedeutung wie hierzulande hat.


Ach übrigens, Herr pathologe, in Sachen Straßen: In der Mongolei wird außerhalb Ulan Bators einfach querfeldein gefahren. Entweder neben der Bahnstrecke beispielsweise. Oder entlang der Telefonleitung.

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@Deko: Soweit man das aus Deinem Bildabschnitt erkennen kann scheint die ja zumindest linksdrehend zu sein - und wie wir das vom Joghurt her auch kennen, ist die linksdrehende Sorte die gesunde - zumindest kostet der linksdrehende Joghurt mehr ;o)

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"Links wo das Herz sitzt" sagte der Alte Mayer immer und der meinte das ausschließlich politisch und war einer von 2 Lehrern meiner durchaus langjährigen Schulkarriere, die es geschafft haben, mich zu beeindrucken.
Leider aber dreht es in die falsche Richtung:

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Nur gut, daß es nur 3 Millionen Mogolen gibt...

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Stimmt....wenn man sich das mal überlegt: 3 Millionen Nazis. Da kriegt Dschingis Khan eine ganz neue Bedeutung...

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Oh, da muss man dann aber wirklich nervös werden, denn in China ist das ebeso ein gern gesehenes Zeichen. Und soweit ich weiß gibt es ein bischen mehr als 3 Millionen Chinesen...

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Mir fällt vor allen Dingen auf, dass auf der Dose "Khan Bräu" steht. Wie kommt das denn bitte zustande? Sollten wir allen Ernstes das Wort "Bräu" ins Mongolische exportiert haben?

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Ja. Haben wir doch wirklich und tatsächlich: Khan Bräu ist ein deutsch-mongolisches Joint Venture. Deutscher Unternehmer, mongolischer Partner, deutscher Braumeister und deutsche Brauereitechnik, aber alles in der Mongolei gebraut und fertig ist das erfolgreichste Bier der Mongolei mitsamt eigenem Brauhaus (Bilder runterscrollen) und diversen Filialen.

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Ja Mensch, nächstes Mal organisieren wir das besser und treffen uns dann in Beijing.
Ich hatte dort übrigens die ganze Woche Sonne. Gesehen hat man die allerdings trotzdem kaum. Smog, Sie wissen schon...

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Ja, den Smog dort kenn ich. Schlimm. Aber vermutlich legt man extra für Olympia den halben Verkehr lahm und schaltet die Fabriken ab. In einer Diktatur geht das.

Und? Auch ähnlich begeistert von der Architektur des Terminal 3 wie ich?

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Ach, mich hat da so Vieles begeistert. Muss das erstmal verdauen und dann ein paar Bilder ins Blog stellen, dann sehen wir weiter };-)

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Khan Bräu? :)

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Khan Bräu!

:-)

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Willkommen in Peking
Sag mal, ich verfolge deinen Blog nicht ganz so regelmäßig. Bist du immer noch unterwegs? Oder stellst du die Beiträge einfach nur nach und nach rein?

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Nein, nicht mehr unterwegs. Ich stell die Beiträge etwa alle 4-5 Tage ein. Und "Willkommen in Peking" passt ausgezeichnet, weil der nächste (und letzte) Peking sein wird.

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