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Donnerstag, 26. April 2007
Jesus und der Messias
gorillaschnitzel, 21:42h

Mittwoch, 25. April 2007
Wie man behördliche Mühlen austrickst
gorillaschnitzel, 15:14h
Es gibt diese bauernschlauen Menschen, die nicht unbedingt über ein Übermaß an Bildung verfügen müssen und dennoch in der Lage sind, mit ein paar Tricks und Kniffen gleich einen ganzen Behördenapparat lahm zu legen.
Einer davon trat vor einigen Jahren auf den Plan. Ein Bäcker. Es war die Zeit, in der es zwar noch das Sonntagsbackverbot gab, aber dennoch an jeder Tanke Brötchen zu kaufen waren.
Das fand der Bäcker nun unschön und er bemühte sich darum, seinen Laden auch am Sonntag öffnen zu dürfen. Begründung: Er stelle extra eine Angestellte ein, die bereit sei, am Sonntag zu arbeiten und wenn es ihm Spaß mache, Sonntag früh Brötchen zu backen, so sei er der Ansicht, dass ihm das erlaubt sein müsse, zumal die Tanke auch nicht viel anderes täte.
Absage. Die Behörde geht strikt nach Recht und Gesetz.
Drum kam er auf eine grandiose Idee, die alle Gesetzestexte ad absurdum führte: Er meldete seine Bäckerei als Tankstelle an und verkaufte ab jetzt Reisebedarf. In Form von Brötchen.
Die Ummeldung zur Tankstelle war denkbar einfach: Eine Elektrozapfstelle installiert und fertig. Prompt kam natürlich die behördliche Kontrolle vorbei, um zu prüfen, ob da überhaupt getankt werde. Es wurde getankt. Der bauernschlaue Bäcker war auch darauf vorbereitet und ließ einen Verwandten im Elektrorollstuhl vorrollen, der dann natürlich auch Reiseproviant gekauft hat.
....und so war der Mann einer der ersten, die das Sonntagsbackverbot unterwandert haben, weshalb sie ihm dann irgendwann die Genehmigung erteilen mussten...
Einer davon trat vor einigen Jahren auf den Plan. Ein Bäcker. Es war die Zeit, in der es zwar noch das Sonntagsbackverbot gab, aber dennoch an jeder Tanke Brötchen zu kaufen waren.
Das fand der Bäcker nun unschön und er bemühte sich darum, seinen Laden auch am Sonntag öffnen zu dürfen. Begründung: Er stelle extra eine Angestellte ein, die bereit sei, am Sonntag zu arbeiten und wenn es ihm Spaß mache, Sonntag früh Brötchen zu backen, so sei er der Ansicht, dass ihm das erlaubt sein müsse, zumal die Tanke auch nicht viel anderes täte.
Absage. Die Behörde geht strikt nach Recht und Gesetz.
Drum kam er auf eine grandiose Idee, die alle Gesetzestexte ad absurdum führte: Er meldete seine Bäckerei als Tankstelle an und verkaufte ab jetzt Reisebedarf. In Form von Brötchen.
Die Ummeldung zur Tankstelle war denkbar einfach: Eine Elektrozapfstelle installiert und fertig. Prompt kam natürlich die behördliche Kontrolle vorbei, um zu prüfen, ob da überhaupt getankt werde. Es wurde getankt. Der bauernschlaue Bäcker war auch darauf vorbereitet und ließ einen Verwandten im Elektrorollstuhl vorrollen, der dann natürlich auch Reiseproviant gekauft hat.
....und so war der Mann einer der ersten, die das Sonntagsbackverbot unterwandert haben, weshalb sie ihm dann irgendwann die Genehmigung erteilen mussten...
Dienstag, 24. April 2007
Rollin´home
gorillaschnitzel, 09:06h
Heute mal wieder ein wenig sinnfreien Content. Nennen wirs mal Gagaismus.
Wir schreiben das Jahr 2037. Das deutsche Fernsehprogramm erstickt in Langeweile: Big Brother 37 ist gähnend langweilig, Deutschland sucht auch in der 29. Folge noch immer den Superstar und Sandra Maischberger sieht mit nunmehr 70 Jahren auch nicht mehr ganz taufrisch aus.
Ein Format allerdings sprengt sämtliche Rekorde: Das Veteranenrennen im 3000m-Rollstuhlhindernislauf. Dies ist Teil der großen Oldie-Olympiade. Das Rollstuhlhindernisrennen ist aber der Kracher schlechthin.
Die Starter:
Christian Ströbele, 98, Freie Republik Kreuzberg.
Gerhard Schröder, 93, Gazpromstan, vormals als Russland bekannt.
Oskar Lafontaine, 94, Starter für die DDR.
Edmund Stoiber, 95, startet für die CSU
Angela Merkel, 83, aber deutlich älter aussehend, nach dem sang- und klanglosen Untergang der CDU jetzt CSU
Gabriele Pauli, 80, eigentlich noch Juniorenklasse, aber mit Sonderstartberechtigung für die CSU
Horst Mahler, mittlerweile 100 Jahre alt. Aufgrund eines erneuten dramatischen Bruchs in seinem Leben und der Hinwendung zum fanatischen Islamismus tritt er für den Iran an.
Ernst Jünger, geklont und aufgepfropft auf Johannes Heesters, Alter: geschätzte 130 oder so. Niederländisches Großreich.
Alle stehen an der Startlinie bereit. Horst Mahler hat aufgrund seiner Ergebnisse in den Vorrennen die ungünstige Außenbahn. Noch vor dem Startschuß versucht er aufgeregt, eine bessere Startposition einzuklagen. Oskar springt ihm zur Seite, weil er Mahlers Startplatz als Benachteiligung und sowieso unsozialistisch empfindet.
Ströbele klagt beim Kampfrichter gegen die Beschwerde Mahlers.
Ernst Jünger zuckelt heimlich und von niemandem bemerkt langsam los.
Und während Mahler, Ströbele und Lafo noch streiten, knallt es bereits und der Startschuss ist gefallen. Änschie, Pauli, Stoiber und der Gerd folgen Ernst Jünger, der fährt, als müsse er durch Stahlgewitter.
Vorne in der Kurve, da wird es eng. Dann dürfen alle ihre Startbahn verlassen. Ströbele steht noch immer mit Lafontaine an der Startlinie. Diskutierend darüber, ob ein Startplatz an der Außenbahn menschlich zumutbar ist. Horst Mahler aber rast von dannen. Mit hoher Geschwindigkeit folgt er den anderen.
Es wird tatsächlich eng in der Kurve. Kurz vor dem ersten Hindernis kreuzt Gerhard Schröder Angela Merkels Rollstuhl. Gerhard jubelt laut. Auch Wladimir Putin jubelt auf der Tribüne. Zur Not aber hätte immer noch der KGB für Ordnung sorgen können.
Angela aber kommt ins schlingern, ins schleudern und donnert gegen die Gazprom-Werbebande. Die Zuschauer jubeln und johlen. Der Stadionsprecher tobt. Angela Merkel auch. Nur etwas anders, aber das kümmert niemanden.
Es geht in die erste Kurve. Ernst Jünger führt noch immer, gefolgt von Gabriele Pauli und Edmund Stoiber. Mitten in der Kurve aber blicken sich die beiden an. Blicken sich länger an und erkennen ihre tiefe Zuneigung füreinander. Gabriele springt aus ihrem Rollstuhl dem Edmund auf den Schoß, der eigene Rollstuhl läuft ins Leere. Gemeinsam als Tandem aber sind die beiden langsamer, sodass Horst Mahler immer weiter aufschließen kann, während Gerhard Schröder beinahe stehengeblieben ist und mit einem weißen Taschentuch Wladimir Putin zuwinkt.
Es geht ans erste Hindernis. Eine ordinäre Hürde. Ernst Jünger flankt geschickt darüber. Das Stoiber-Pauli Duo wird während der Zufahrt von Horst Mahler überholt, der elegant drunter durchfährt. Stoiberpauli bleibt an der Hürde hängen, aber das ist völlig egal, die beiden sind ohnehin mit sich selbst beschäftigt.
Christian Ströbele und Oskar Lafontaine diskutieren noch immer an der Startlinie, Gerhard Schröder hat jetzt Tränen in den Augen und erzählt noch immer vom demokratischen Gazprom-System.
Das Rennen wird sich zwischen Ernst Jünger und Horst Mahler entscheiden. Das ist bereits jetzt absehbar. Beide liegen gleichauf, als sie auf den Wassergraben zufahren. Beide nehmen gleichzeitig das Hindernis und plantschen gleichzeitig ins Wasser. Rad an Rad geht es auf die Zielgerade. Sie schenken sich nichts, blicken sich an, fahren nebeneinander.
Plötzlich kommen beide auf dieselbe Idee: Sich gegenseitig die Bremse einlegen. Da passiert es: Beide werden zeitgleich aus dem Rollstuhl katapultiert, ihre Gesichter graben sich in die Tartanbahn.
Von hinten kommt der taschentuchwinkende Gerhard an. Tränen der Rührung kullern über seine Wangen. Als er langsam die Ziellinie überrollt, feiert ihn der Stadionsprecher als wahren Demokraten. Die Demokratie hat gewonnen....
Wir schreiben das Jahr 2037. Das deutsche Fernsehprogramm erstickt in Langeweile: Big Brother 37 ist gähnend langweilig, Deutschland sucht auch in der 29. Folge noch immer den Superstar und Sandra Maischberger sieht mit nunmehr 70 Jahren auch nicht mehr ganz taufrisch aus.
Ein Format allerdings sprengt sämtliche Rekorde: Das Veteranenrennen im 3000m-Rollstuhlhindernislauf. Dies ist Teil der großen Oldie-Olympiade. Das Rollstuhlhindernisrennen ist aber der Kracher schlechthin.
Die Starter:
Christian Ströbele, 98, Freie Republik Kreuzberg.
Gerhard Schröder, 93, Gazpromstan, vormals als Russland bekannt.
Oskar Lafontaine, 94, Starter für die DDR.
Edmund Stoiber, 95, startet für die CSU
Angela Merkel, 83, aber deutlich älter aussehend, nach dem sang- und klanglosen Untergang der CDU jetzt CSU
Gabriele Pauli, 80, eigentlich noch Juniorenklasse, aber mit Sonderstartberechtigung für die CSU
Horst Mahler, mittlerweile 100 Jahre alt. Aufgrund eines erneuten dramatischen Bruchs in seinem Leben und der Hinwendung zum fanatischen Islamismus tritt er für den Iran an.
Ernst Jünger, geklont und aufgepfropft auf Johannes Heesters, Alter: geschätzte 130 oder so. Niederländisches Großreich.
Alle stehen an der Startlinie bereit. Horst Mahler hat aufgrund seiner Ergebnisse in den Vorrennen die ungünstige Außenbahn. Noch vor dem Startschuß versucht er aufgeregt, eine bessere Startposition einzuklagen. Oskar springt ihm zur Seite, weil er Mahlers Startplatz als Benachteiligung und sowieso unsozialistisch empfindet.
Ströbele klagt beim Kampfrichter gegen die Beschwerde Mahlers.
Ernst Jünger zuckelt heimlich und von niemandem bemerkt langsam los.
Und während Mahler, Ströbele und Lafo noch streiten, knallt es bereits und der Startschuss ist gefallen. Änschie, Pauli, Stoiber und der Gerd folgen Ernst Jünger, der fährt, als müsse er durch Stahlgewitter.
Vorne in der Kurve, da wird es eng. Dann dürfen alle ihre Startbahn verlassen. Ströbele steht noch immer mit Lafontaine an der Startlinie. Diskutierend darüber, ob ein Startplatz an der Außenbahn menschlich zumutbar ist. Horst Mahler aber rast von dannen. Mit hoher Geschwindigkeit folgt er den anderen.
Es wird tatsächlich eng in der Kurve. Kurz vor dem ersten Hindernis kreuzt Gerhard Schröder Angela Merkels Rollstuhl. Gerhard jubelt laut. Auch Wladimir Putin jubelt auf der Tribüne. Zur Not aber hätte immer noch der KGB für Ordnung sorgen können.
Angela aber kommt ins schlingern, ins schleudern und donnert gegen die Gazprom-Werbebande. Die Zuschauer jubeln und johlen. Der Stadionsprecher tobt. Angela Merkel auch. Nur etwas anders, aber das kümmert niemanden.
Es geht in die erste Kurve. Ernst Jünger führt noch immer, gefolgt von Gabriele Pauli und Edmund Stoiber. Mitten in der Kurve aber blicken sich die beiden an. Blicken sich länger an und erkennen ihre tiefe Zuneigung füreinander. Gabriele springt aus ihrem Rollstuhl dem Edmund auf den Schoß, der eigene Rollstuhl läuft ins Leere. Gemeinsam als Tandem aber sind die beiden langsamer, sodass Horst Mahler immer weiter aufschließen kann, während Gerhard Schröder beinahe stehengeblieben ist und mit einem weißen Taschentuch Wladimir Putin zuwinkt.
Es geht ans erste Hindernis. Eine ordinäre Hürde. Ernst Jünger flankt geschickt darüber. Das Stoiber-Pauli Duo wird während der Zufahrt von Horst Mahler überholt, der elegant drunter durchfährt. Stoiberpauli bleibt an der Hürde hängen, aber das ist völlig egal, die beiden sind ohnehin mit sich selbst beschäftigt.
Christian Ströbele und Oskar Lafontaine diskutieren noch immer an der Startlinie, Gerhard Schröder hat jetzt Tränen in den Augen und erzählt noch immer vom demokratischen Gazprom-System.
Das Rennen wird sich zwischen Ernst Jünger und Horst Mahler entscheiden. Das ist bereits jetzt absehbar. Beide liegen gleichauf, als sie auf den Wassergraben zufahren. Beide nehmen gleichzeitig das Hindernis und plantschen gleichzeitig ins Wasser. Rad an Rad geht es auf die Zielgerade. Sie schenken sich nichts, blicken sich an, fahren nebeneinander.
Plötzlich kommen beide auf dieselbe Idee: Sich gegenseitig die Bremse einlegen. Da passiert es: Beide werden zeitgleich aus dem Rollstuhl katapultiert, ihre Gesichter graben sich in die Tartanbahn.
Von hinten kommt der taschentuchwinkende Gerhard an. Tränen der Rührung kullern über seine Wangen. Als er langsam die Ziellinie überrollt, feiert ihn der Stadionsprecher als wahren Demokraten. Die Demokratie hat gewonnen....
Montag, 23. April 2007
Boris
gorillaschnitzel, 23:09h
Boris Jelzin an Herzversagen gestorben? Herzversagen?
Ich und meine allerliebsten Freuden
gorillaschnitzel, 19:04h
Mittlerweile ruft mich die Telekom öfter an als meine Mutter.
Tannenzäpfle
gorillaschnitzel, 16:39h
Heute ist der Tag des deutschen Bieres. 491 Jahre Reinheitsgebot. Und darum sei an dieser Stelle eines der allerbesten Biere präsentiert, das es auf diesem Planeten gibt. Ein richtig großes Bier. Eine kulturelle Leistung, die dem Bau des Eiffelturms ebenbürtig ist. Ein Bier, das es getränketechnisch mühelos mit jeden Bordeaux-Weinen aufnehmen kann. Schlicht: Eine Sensation.

Tannenzäpfle ist einfach nur.....Kult. Einer sprach mal vom Wein unter den Bieren. Recht hatte er.
Angesichts dessen, dass die Badische Staatsbrauerei das Zeugs herstellt, fällt mir das nun nicht wirklich leicht, aber dieses Bier brächte selbst Osama Bin Laden zum Biertrinken. Daher, liebe Badische Staatsbrauerei: Leistet euren friedenssichernden Beitrag und liefert das Zeug nach Afghanistan. Das ist eine bessere Aufbauhilfe als zig UN-Milliarden. Und wirksamer.
Beim Tannenzäpfle stimmt einfach alles: Das Etikett mit der Biergit, der Geschmack, die Flasche. Der einzige Nachteil könnte darin liegen, dass man immer wieder die nächste Flasche trinken mag und in der Flasche grade mal 0,33 l sind.
...eventuellen Nachschubproblemen begegnet die Brauerei, indem sie die Kästen nicht republikweit verteilt sondern strikt regional bleiben möchte. Gut so.
In diesem Sinne....PROST!
Das Wein aller Biere

Tannenzäpfle ist einfach nur.....Kult. Einer sprach mal vom Wein unter den Bieren. Recht hatte er.
Angesichts dessen, dass die Badische Staatsbrauerei das Zeugs herstellt, fällt mir das nun nicht wirklich leicht, aber dieses Bier brächte selbst Osama Bin Laden zum Biertrinken. Daher, liebe Badische Staatsbrauerei: Leistet euren friedenssichernden Beitrag und liefert das Zeug nach Afghanistan. Das ist eine bessere Aufbauhilfe als zig UN-Milliarden. Und wirksamer.
Beim Tannenzäpfle stimmt einfach alles: Das Etikett mit der Biergit, der Geschmack, die Flasche. Der einzige Nachteil könnte darin liegen, dass man immer wieder die nächste Flasche trinken mag und in der Flasche grade mal 0,33 l sind.
...eventuellen Nachschubproblemen begegnet die Brauerei, indem sie die Kästen nicht republikweit verteilt sondern strikt regional bleiben möchte. Gut so.
In diesem Sinne....PROST!
Sonntag, 22. April 2007
Wahrheit oder Pflicht
gorillaschnitzel, 12:02h
Charlotte Roche hat eingeladen und spielt mit Roger Willemsen, Ferris MC, Kim Fisher und Mieze Wahrheit oder Pflicht. Dank dessen kennen wir nun auch Kim Fishers Intimfrisur und wissen, dass Roger bereit ist, einen Fuß ins Klo zu stellen und zu spülen...
Folgen 2-4
Folgen 2-4
Samstag, 21. April 2007
Wir spenden für die NPD
gorillaschnitzel, 15:54h
Beim lustigen Surfen durch die Niederungen des "Weltnetzes" bin ich bei der NPD höchstselbst auf diese wunderbare Passage gestoßen:
Zuerst habe ich dieses Oooooooch-das-tut-mir-jetzt-aber-leid im Kopf gehabt, dann habe ich mich gefragt, wer oder was denn alles "Altparteien" sein mögen, und anschließend, welche Steuergelder wohl aus "höchst fragwürdigen Quellen" stammen (vielleicht die Steuergelder von Ausländern).
Dann aber kam ich auf eine Idee: Wir helfen der NPD. Jawoll. Und ich gehe mit gutem Beispiel voran und wäre bereit, folgende Dinge der NPD zu spenden:
- 1 Todesanzeige der baden-würrtembergischen Landesregierung für Hans Filbinger, zerknüllt
- 1 Musikkassette unbekannten Inhalts
- 2 Backgammonspielsteine
- 20 Cent
- 1 Kartenspiel "erotic paintings collection" (vollständig)
- 1 Akku für ein Mobiltelefon der Marke Nokia 6210 (gebraucht, aber funktionsfähig)
....und wenn wir dann etwas stattliches zusammenhaben, schreib ich ne EMail an Udo Voigt, frage, wo man die Dinge abgeben kann und bitte um eine Spendenbescheinigung.
Die Altparteien verfügen über unglaubliche Summen, welche sie in Wahlkämpfen und dem sogenannten "Kampf gegen Rechts" verpulvern. Dabei muß sich jeder klar machen, daß diese Gelder unser aller Steuergelder sind, die zum Teil aus höchst fragwürdigen Quellen stammen.
Weil wir über solche Quellen nicht verfügen, sind wir auf ihre Spende angewiesen. Um Wahlkämpfe zu finanzieren und im täglichen politischen Kampf bestehen zu können, fallen hohe Kosten an
Zuerst habe ich dieses Oooooooch-das-tut-mir-jetzt-aber-leid im Kopf gehabt, dann habe ich mich gefragt, wer oder was denn alles "Altparteien" sein mögen, und anschließend, welche Steuergelder wohl aus "höchst fragwürdigen Quellen" stammen (vielleicht die Steuergelder von Ausländern).
Dann aber kam ich auf eine Idee: Wir helfen der NPD. Jawoll. Und ich gehe mit gutem Beispiel voran und wäre bereit, folgende Dinge der NPD zu spenden:
- 1 Todesanzeige der baden-würrtembergischen Landesregierung für Hans Filbinger, zerknüllt
- 1 Musikkassette unbekannten Inhalts
- 2 Backgammonspielsteine
- 20 Cent
- 1 Kartenspiel "erotic paintings collection" (vollständig)
- 1 Akku für ein Mobiltelefon der Marke Nokia 6210 (gebraucht, aber funktionsfähig)

....und wenn wir dann etwas stattliches zusammenhaben, schreib ich ne EMail an Udo Voigt, frage, wo man die Dinge abgeben kann und bitte um eine Spendenbescheinigung.
Freitag, 20. April 2007
Tom & Jerry
gorillaschnitzel, 17:00h
Es gibt ja allerlei Absurditäten und die wirklich allerkomischsten Menschen mit den allerkomischsten Ansichten. Das ist manchmal skurril, zum Teil lustig und in einigen Fällen auch tragisch.
Schlimm wird es, wenn einige Leute das wirklich ernst meinen. Fanatiker, die wirklich was zu sagen haben, beispielsweise. Deren krude Phantasien auch noch Verbreitung finden.
Ich habe da ein Video gefunden, das im iranischen TV lief. Darin wird allen Ernstes behauptet, Tom und Jerry seien eine Erfindung der Juden um ihr Image aufzupäppeln.
Aber seht selbst:
Schlimm wird es, wenn einige Leute das wirklich ernst meinen. Fanatiker, die wirklich was zu sagen haben, beispielsweise. Deren krude Phantasien auch noch Verbreitung finden.
Ich habe da ein Video gefunden, das im iranischen TV lief. Darin wird allen Ernstes behauptet, Tom und Jerry seien eine Erfindung der Juden um ihr Image aufzupäppeln.
Aber seht selbst:
Ausdauernd....
gorillaschnitzel, 15:41h
....sind sie wirklich bei der deutschen Telekom: Eindeutig neuer Rekord in der Sparte "Ich-sag-keinen-Piep-und-lass-die-quasseln-bis-
sie-merken-dass-ich-gar-nicht-zuhör´":
Fast 6 Minuten!
sie-merken-dass-ich-gar-nicht-zuhör´":
Fast 6 Minuten!
Dieser Michael Glos...
gorillaschnitzel, 15:25h
....hat der eigentlich irgend ein politisches Amt inne?
Donnerstag, 19. April 2007
Dreier
gorillaschnitzel, 13:31h

Bärlin
gorillaschnitzel, 13:07h

Dienstag, 17. April 2007
Bürokrabotschaft
gorillaschnitzel, 23:24h
Botschaften und Konsulate sind Welten für sich. Ganz speziell die afrikanischen Botschaften. An keinem Platz sonst können schurkische Diktatorenstaaten hemmungsloser ihre Macht deutlicher präsentieren denn hier. Leider geht dies selten mit einer gleichzeitigen Prachtentfaltung einher.
Meistens aber sind die Besuche eine Mischung aus Lehre und hoher Comedy. Das beginnt bereits beim Einlass: Man klingelt. Man klingelt nochmal. Nichts geschieht. Man wartet. Und wenn sich dann nach gut 15 Minuten genug Menschen angesammelt haben, die auch alle reinwollen, aber auch nicht reindürfen, entschließen sich die Beamten, dass es sich nun endlich lohnt, die Meute zu empfangen. Man steht dann meist zu zehnt in einem 9-Quadratmeterraum, schwitzt und wartet. Ab jetzt geht es nicht mehr vor und nicht mehr zurück (weil sich sämtliche Türen ausschließlich durch den Öffner der Empfangsdame öffnen lassen) und man wird auf einen Schlag Teil einer großen Familie. Ab jetzt teilt man sämtliche Schicksale aller umstehenden Menschen, ganz einfach, weil es zum einen kaum vorwärts geht, zum anderen, weil man bereits ahnt, dass das Begehren ohnehin erfolglos sein wird: Der Kerl, der 8 Stunden angefahren kam und nun wieder weggeschickt wird, weil Formular 82c nur an Donnerstagen ausgeteilt wird. Die scheinheiratswillige Dame, die nicht weitergelassen wird, weil eine Bescheinigung fehlt. Dem Menschen, der bereits einen Tag auf irgendeine Unterschrift wartet.
In großen Glücksfällen wird man dann vom Empfang weitergereicht zu einem Kerl, der tatsächlich was zu sagen hat und meist Juvenile, Evaristo oder Columbus heißt. Der erklärt dann zwischen 6 Telefonaten, weshalb er einem kein Visum ausstellen kann, weil nämlich die grüne Karte fehlt und die muss nun extra eingeflogen werden und außerdem hätte man da doch vorher anrufen müssen und das Problem liegt sowieso beim anderen Land XY, das die grünen Dinger drucke und er könne aber beim allerbesten Willen nicht, aber übermorgen gehe das bestimmt ganz sicher, immer nur an ihn wenden, er habe das voll im Griff, das sei üüüberhaupt gar kein Problem und so weiter.
Natürlich weiß er so gut wie man selbst, dass dies eine Farce ist und alles Teil einer gespielten afrikanischen Hilfsbereitschaft, aber wenigstens ist allen Beteiligten klar, dass die Situation so eindeutig wie aussichtslos ist. Wenigstens etwas...
Meistens aber sind die Besuche eine Mischung aus Lehre und hoher Comedy. Das beginnt bereits beim Einlass: Man klingelt. Man klingelt nochmal. Nichts geschieht. Man wartet. Und wenn sich dann nach gut 15 Minuten genug Menschen angesammelt haben, die auch alle reinwollen, aber auch nicht reindürfen, entschließen sich die Beamten, dass es sich nun endlich lohnt, die Meute zu empfangen. Man steht dann meist zu zehnt in einem 9-Quadratmeterraum, schwitzt und wartet. Ab jetzt geht es nicht mehr vor und nicht mehr zurück (weil sich sämtliche Türen ausschließlich durch den Öffner der Empfangsdame öffnen lassen) und man wird auf einen Schlag Teil einer großen Familie. Ab jetzt teilt man sämtliche Schicksale aller umstehenden Menschen, ganz einfach, weil es zum einen kaum vorwärts geht, zum anderen, weil man bereits ahnt, dass das Begehren ohnehin erfolglos sein wird: Der Kerl, der 8 Stunden angefahren kam und nun wieder weggeschickt wird, weil Formular 82c nur an Donnerstagen ausgeteilt wird. Die scheinheiratswillige Dame, die nicht weitergelassen wird, weil eine Bescheinigung fehlt. Dem Menschen, der bereits einen Tag auf irgendeine Unterschrift wartet.
In großen Glücksfällen wird man dann vom Empfang weitergereicht zu einem Kerl, der tatsächlich was zu sagen hat und meist Juvenile, Evaristo oder Columbus heißt. Der erklärt dann zwischen 6 Telefonaten, weshalb er einem kein Visum ausstellen kann, weil nämlich die grüne Karte fehlt und die muss nun extra eingeflogen werden und außerdem hätte man da doch vorher anrufen müssen und das Problem liegt sowieso beim anderen Land XY, das die grünen Dinger drucke und er könne aber beim allerbesten Willen nicht, aber übermorgen gehe das bestimmt ganz sicher, immer nur an ihn wenden, er habe das voll im Griff, das sei üüüberhaupt gar kein Problem und so weiter.
Natürlich weiß er so gut wie man selbst, dass dies eine Farce ist und alles Teil einer gespielten afrikanischen Hilfsbereitschaft, aber wenigstens ist allen Beteiligten klar, dass die Situation so eindeutig wie aussichtslos ist. Wenigstens etwas...
Montag, 16. April 2007
Die etwas andere RAF-Geschichte
gorillaschnitzel, 12:23h
Viel liest man momentan über die RAF, über Reue, über Mord und über Täter. In allerlei Veröffentlichungen stehen dutzende Namen von Tätern und von Opfern. Einer allerdings fehlt in der gängigen Literatur meist (nicht immer):Richard Epple.
Was Richard Epple mit der RAF zu tun hatte? Eigentlich überhaupt nichts. Aber von vorn:
Anfang 1972 ist das Jahr der großen Baader-Meinhof-Hysterie. Ulrike Meinhof hatte die Parole ausgegeben, dass "natürlich geschossen werden könne" und das nahmen dann sowohl die RAF, als auch die Polizei wörtlich und so waren bis zu jenen Anfangsmonaten des Jahres 1972 bereits 3 Menschen durch die Kugeln gestorben. Es herrschte schlicht Hysterie bei den Beteiligten und es wurde offen darüber gesprochen, dass man im Zweifel zuerst schießen müsse.
Richard Epple wiederum war zu dieser Zeit 17 Jahre alt und wohl etwas ungestüm. Wie eben viele Jungs in diesem Alter sind. Er kam beispielsweise auf die Idee, mit einem nicht angemeldeten Auto und ohne Führerschein -zudem alkoholisiert- Ausflüge zu unternehmen. Was in anderen Zeiten als Dummejungenstreich durchgeht und nach ein paar Jahren wieder vergessen ist -zumindest solange nichts passiert- war in diesem Moment aber ein fataler Fehler.
Richard fällt während der Fahrt einer Polizeistreife auf, die ihn wiederum zur Fahrzeugkontrolle anhalten will. Nun macht er den entscheidenden Fehler: Er gibt Gas. Eine Verfolgungsjagd beginnt. Richard lässt sich nicht stoppen. Weder vom verfolgenden Polizeiauto, noch von einer ersten Straßensperre. Eine zweite Sperre durchbricht er ebenfalls. Nach so viel Dreistigkeit, Straßengefährdung und roher Gewalt scheint für die verfolgenden Beamten klar, dass das wohl nur ein Schwerkrimineller oder ein Terrorist sein kann. Via Funk kommt die Anweisung "Dann eben Feuer frei".
Es kommt, was kommen muss: Ein Polizist schießt nach 20 km Flucht zuerst mit der Pistole auf das Auto. Danach mit der Maschinenpistole, bis der Wagen stoppt. Richard Epple ist tot und damit das erste "zivile" Opfer der Terroristenhatz.
Wer nun denkt, dass die Betroffenheit allerseits groß gewesen sei, hat die Rechnung ohne die dörflich-pietistische Umgebung gemacht.
Zwar gibt es Solidarisierungskomitees und Diskussionen. Es gibt Unterstützungsaktionen. Allerdings merkt die Familie relativ schnell, dass sie -und Richards Tod- auch politisch instrumentalisiert werden soll.
Von Seiten der Polizei ist bis zum heutigen Tag nicht ein einziges entschuldigendes Wort gekommen. Und neben Richard gibt es einige Jahre später eine weitere menschliche Tragödie: Der Polizist, der geschossen hatte, begeht wegen der Geschichte Suizid.
Und die unmittelbare Umgebung? Nachbarschaft? Dorfgemeinschaft? Die veröffentlichen einen Leserbrief -anonym natürlich- in der Lokalpresse, den angeblich 10% der Einwohner aufgesetzt haben wollen und in dem sie schildern, dass der Richard ohnehin keiner Arbeit nachgegangen sei und der Richard das absichtlich gemacht habe und Verbrecher halt wie Verbrecher behandelt gehörten.
Und heute weiß vermutlich keiner der Besucher des Jugendhauses, warum das Haus so heißt, wie es heißt. Epplehaus.
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