Donnerstag, 19. April 2007
Dreier

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Bärlin

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Dienstag, 17. April 2007
Bürokrabotschaft
Botschaften und Konsulate sind Welten für sich. Ganz speziell die afrikanischen Botschaften. An keinem Platz sonst können schurkische Diktatorenstaaten hemmungsloser ihre Macht deutlicher präsentieren denn hier. Leider geht dies selten mit einer gleichzeitigen Prachtentfaltung einher.
Meistens aber sind die Besuche eine Mischung aus Lehre und hoher Comedy. Das beginnt bereits beim Einlass: Man klingelt. Man klingelt nochmal. Nichts geschieht. Man wartet. Und wenn sich dann nach gut 15 Minuten genug Menschen angesammelt haben, die auch alle reinwollen, aber auch nicht reindürfen, entschließen sich die Beamten, dass es sich nun endlich lohnt, die Meute zu empfangen. Man steht dann meist zu zehnt in einem 9-Quadratmeterraum, schwitzt und wartet. Ab jetzt geht es nicht mehr vor und nicht mehr zurück (weil sich sämtliche Türen ausschließlich durch den Öffner der Empfangsdame öffnen lassen) und man wird auf einen Schlag Teil einer großen Familie. Ab jetzt teilt man sämtliche Schicksale aller umstehenden Menschen, ganz einfach, weil es zum einen kaum vorwärts geht, zum anderen, weil man bereits ahnt, dass das Begehren ohnehin erfolglos sein wird: Der Kerl, der 8 Stunden angefahren kam und nun wieder weggeschickt wird, weil Formular 82c nur an Donnerstagen ausgeteilt wird. Die scheinheiratswillige Dame, die nicht weitergelassen wird, weil eine Bescheinigung fehlt. Dem Menschen, der bereits einen Tag auf irgendeine Unterschrift wartet.
In großen Glücksfällen wird man dann vom Empfang weitergereicht zu einem Kerl, der tatsächlich was zu sagen hat und meist Juvenile, Evaristo oder Columbus heißt. Der erklärt dann zwischen 6 Telefonaten, weshalb er einem kein Visum ausstellen kann, weil nämlich die grüne Karte fehlt und die muss nun extra eingeflogen werden und außerdem hätte man da doch vorher anrufen müssen und das Problem liegt sowieso beim anderen Land XY, das die grünen Dinger drucke und er könne aber beim allerbesten Willen nicht, aber übermorgen gehe das bestimmt ganz sicher, immer nur an ihn wenden, er habe das voll im Griff, das sei üüüberhaupt gar kein Problem und so weiter.
Natürlich weiß er so gut wie man selbst, dass dies eine Farce ist und alles Teil einer gespielten afrikanischen Hilfsbereitschaft, aber wenigstens ist allen Beteiligten klar, dass die Situation so eindeutig wie aussichtslos ist. Wenigstens etwas...

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Montag, 16. April 2007
Die etwas andere RAF-Geschichte
Viel liest man momentan über die RAF, über Reue, über Mord und über Täter. In allerlei Veröffentlichungen stehen dutzende Namen von Tätern und von Opfern. Einer allerdings fehlt in der gängigen Literatur meist (nicht immer):

Richard Epple.

Was Richard Epple mit der RAF zu tun hatte? Eigentlich überhaupt nichts. Aber von vorn:
Anfang 1972 ist das Jahr der großen Baader-Meinhof-Hysterie. Ulrike Meinhof hatte die Parole ausgegeben, dass "natürlich geschossen werden könne" und das nahmen dann sowohl die RAF, als auch die Polizei wörtlich und so waren bis zu jenen Anfangsmonaten des Jahres 1972 bereits 3 Menschen durch die Kugeln gestorben. Es herrschte schlicht Hysterie bei den Beteiligten und es wurde offen darüber gesprochen, dass man im Zweifel zuerst schießen müsse.

Richard Epple wiederum war zu dieser Zeit 17 Jahre alt und wohl etwas ungestüm. Wie eben viele Jungs in diesem Alter sind. Er kam beispielsweise auf die Idee, mit einem nicht angemeldeten Auto und ohne Führerschein -zudem alkoholisiert- Ausflüge zu unternehmen. Was in anderen Zeiten als Dummejungenstreich durchgeht und nach ein paar Jahren wieder vergessen ist -zumindest solange nichts passiert- war in diesem Moment aber ein fataler Fehler.

Richard fällt während der Fahrt einer Polizeistreife auf, die ihn wiederum zur Fahrzeugkontrolle anhalten will. Nun macht er den entscheidenden Fehler: Er gibt Gas. Eine Verfolgungsjagd beginnt. Richard lässt sich nicht stoppen. Weder vom verfolgenden Polizeiauto, noch von einer ersten Straßensperre. Eine zweite Sperre durchbricht er ebenfalls. Nach so viel Dreistigkeit, Straßengefährdung und roher Gewalt scheint für die verfolgenden Beamten klar, dass das wohl nur ein Schwerkrimineller oder ein Terrorist sein kann. Via Funk kommt die Anweisung "Dann eben Feuer frei".

Es kommt, was kommen muss: Ein Polizist schießt nach 20 km Flucht zuerst mit der Pistole auf das Auto. Danach mit der Maschinenpistole, bis der Wagen stoppt. Richard Epple ist tot und damit das erste "zivile" Opfer der Terroristenhatz.

Wer nun denkt, dass die Betroffenheit allerseits groß gewesen sei, hat die Rechnung ohne die dörflich-pietistische Umgebung gemacht.

Zwar gibt es Solidarisierungskomitees und Diskussionen. Es gibt Unterstützungsaktionen. Allerdings merkt die Familie relativ schnell, dass sie -und Richards Tod- auch politisch instrumentalisiert werden soll.

Von Seiten der Polizei ist bis zum heutigen Tag nicht ein einziges entschuldigendes Wort gekommen. Und neben Richard gibt es einige Jahre später eine weitere menschliche Tragödie: Der Polizist, der geschossen hatte, begeht wegen der Geschichte Suizid.

Und die unmittelbare Umgebung? Nachbarschaft? Dorfgemeinschaft? Die veröffentlichen einen Leserbrief -anonym natürlich- in der Lokalpresse, den angeblich 10% der Einwohner aufgesetzt haben wollen und in dem sie schildern, dass der Richard ohnehin keiner Arbeit nachgegangen sei und der Richard das absichtlich gemacht habe und Verbrecher halt wie Verbrecher behandelt gehörten.

Und heute weiß vermutlich keiner der Besucher des Jugendhauses, warum das Haus so heißt, wie es heißt. Epplehaus.

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Sonntag, 15. April 2007
Halbdackel des Monats
....es muss sein...

Oetti kanns nicht lassen und andere lassen ihn wiederum nicht -gottseidank- und drum lass ich auch nicht.
Lieber Oetti,

es ist für mich menschlich und nachvollziehbar, dass man gewisse Selbstbewußtseinsdefizite hat, wenn man den gleichen Namen trägt wie ein bundesweit bekanntes Alkoholikerbier. Es mag auch sein, dass man dann seine Aussetzer hat und halt manchmal daherschwätzt wie Flasche leer.

Dann aber sollte man sich nicht anmaßen, die Definitionshoheit über die Begriffe "Nationalsozialist" und "Widerstand" zu haben.

Aber selbst das hätte man dir vielleicht noch verziehen, wenn du hinterher wenigstens ein bißchen Rückgrat besessen hättest. Du weißt ja, wie das hierzulande allzu oft heißt: "Was gohd mi mai bleeds Gschwätz vo geschd ô?"

So hätte man das bei dir ja auch halten können. Weißt du, Politiker gelten doch sowieso schon als quotenirr und so hat man damals auch gedacht, als du seinerzeit mit deinen Burschenschaftlern "Deutschland über alles in der Welt" krakelt hast und vermutlich weniger an Tübingen als eher an die Maas und die Memel gedacht hast und befandest, dass man mal wieder einen richtigen Krieg braucht.

Aber irgendwann ist das Maß voll, lieber Oetti. Das sag´dir jetzt als Baden-Württemberger Schwabe. Anderswo sagt man schon mal, dass wer sich nicht auskenne, besser die Schnauze halte. Jetzt hast du auch noch nachgelegt und von "Mißverständnissen" gesprochen.
Weißt du, es gibt eigentlich nur 2 Mißverständnisse. Das erste war der Filbinger als Ministerpräsident und das zweite bist du als Ministerpräsident.

Und dann noch den Schwaben Stauffenberg als Kronzeugen zu präsentieren. Das geht aber mal gar nicht.
Drum könntest du uns allen einen Gefallen tun: Machs wie der kleine Schäuble, den haben wir auch schon zum Bier abgeschoben. Da könntest du tolle Dinge tun beim gleichnamigen Bierproduzenten und hättest endlich mal eine sinnvolle Aufgabe...

Viele Grüße

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Darfur
Google Earth und das Holocaust Museum Washington haben ein gemeinsames Projekt gestartet: ....Genozid in Darfur nahezu life verfolgen

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Samstag, 14. April 2007
Wir
Wenn wir nicht die wären, auf die wir immer gewartet haben, wäre die Zukunft schon Vergangenheit.

   ... Welcome to Muumuuland
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Wir halten fest:
Die Baden-Württemberg-CDU ist nicht die Nachfolgepartei der NSDAP.

Und Nazis hat´s auch nicht gegeben. Nicht mal in der CDU.

   ... Poly-Tikk
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Freitag, 13. April 2007
Halbdackel des Monats
Diesmonatlicher Sieger im großen Halbdackel-des-Monats-Rennen ist unangefochten

Blut-Ulle



Allerdings konnten wir nicht ermitteln, ob Ulle da dopingtechnisch etwas nachgeholfen hat. Er wird ja übern Winter immer etwas moppeliger. Ist aber auch egal, Ulle ist immer unschuldig. Sagt er ja selbst auch. Und mit Peter-Michael Diestel (Rinderzüchter, Bademeister, Innenminister der DDR, Anwalt) hat er ja einen Verteidiger, der sich mit Körperflüssigkeiten aller Art auskennt.

Wir finden: Ulle hat Recht. Schluß mit der Hetze, schluß mit der Treibjagd. Wir präsentieren hier die einzig wahre, einzig schlüssige Erklärung, wie viereinhalb Liter Blut vom Ulle in einem spanischen Arztlabor landen konnten. Jawohl. Es ist eigentlich ganz einfach:

Blutwurst.

Und das kam so:
Der Ulle lebt ja in der Schweiz und kennt dort allerlei seltsame Ernährungsmethoden. Da wurde er dann doch etwas stutzig und hat seinem örtlichen Metzger nimmer getraut. Man kennt das ja mit dem Antibiotikazeugs und er als Radfahrer und Doping und so weiter.
Ulle wollte aber nicht auf die Bratkartoffeln mit der Blutwurst verzichten und drum kam er auf die Idee mit der Wurst aus Eigenblut. Und damit alles mit rechten Dingen zugeht, hat er sich gedacht, er lässt das alles noch von einem renommierten Mediziner untersuchen. So einfach is das...

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Donnerstag, 12. April 2007
Bonjour France
Viele Grüße an den französischen Leser, der sich die Mühe macht, Seiten übersetzen lassen.

   ... Virtuelle Welt
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Holocaustmahnmal
Es soll ja Leute geben, die bauen sich ihr ganz persönliches Holocaustmahnmal in den eigenen Garten....

   ... Fundstuecke
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Saudumme Sprüche (XXVI)
"Hans Filbinger war kein Nationalsozialist, im Gegenteil, er war ein Gegner des Regimes."


Günther Oettinger am 11. April 2007 über einen seiner Vorgänger

   ... Saudumme Sprueche
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Mittwoch, 11. April 2007
Top Job
Ein starker "Zar", der direkt dem US-Präsidenten untersteht, soll sich jetzt um den Irak und Afghanistan kümmern.

Das Problem? Keiner will den Posten haben.

Interesse? Uncle Sam wants you

Bewerbungen bitte an:

Mr. George W. Bush
1600 Pennsylvania Avenue
20500 Washington D.C.
U.S.A.

Email: president@whitehouse.gov
Tel.: 001-202-456-1111 (nach George fragen)

   ... Poly-Tikk
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Horst-Tappsy in Gefahr

   ... Horst-Tappsy
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Dienstag, 10. April 2007
Luxuriöös. Pompöös. Schöön.
Sie kennen sicherlich diese albernen Verkaufsshows im Fernsehen. Manche sind lästig, manche lustig, aber allen ist eigen, dass sie im Grunde überflüssig sind. Aber meist zappt man ohnehin schnell weiter, wenn man sich mal in einen der finsteren Shoppingkanäle verirrt haben sollte.

Aber neulich bin ich dann doch mal bei einer hängengeblieben. Es war eine Sternstunde des deutschen Fernsehens. Die praktische Zusammenführung von Vertriebs-TV, Unterhaltung, Comedy und Sex.

"Moderiert" wurde das alles vom einzig legitimen Moshammer-Nachfolger Harald Glööckler und es war richtig groß.

Harald war gerade dabei, einen Pullover von sich selbst anzupreisen. Nur 58,95 sollte er noch kosten. Wie der Preis zustande kam, entzieht sich vermutlich selbst Haralds Kenntnis, zumal der Pulli winterschlußverkaufstechnisch gleich mal um gute 100 Euro reduziert war. Ein Edeldesigner in H&M-Regionen. Da werden zig frustrierte Hausfrauen zuschlagen. Da war ich mir sicher.

Haralds Auftritt war faszinierend. Wirklich. Ich weiß nicht, ob ich lustiger fand, was er gesagt hat oder wie er es gesagt hat.
Und so schwärmte er von
diesem wunderwunderschönen Pullover in -sagen wir mal- tomatenrot mit diesen wunderwunderschönen Straßapplikationen
Wie ich grade noch überleg, ob ich Tomaten in dieser Farbe je kaufen würde, grapscht Harald dem Lebendmodel an eine Zone, die mir eine Ohrfeige eingebracht hätte. Harald aber darf das, weil er erstens Modemacher ist und zweitens ohnehin schwul und daher in beiden Fällen unverdächtig.
Die Kamera zoomt in Richtung der manikürten Hände von Harald und Harald zutzelt sekundenlang an der Straßapplikation rum.
Schauen Sie doch mal dieses wunderschöne Steinchen an, das ist exzellente Ware und bestens verarbeitet.
Er dreht sich leicht seitlich zur Kamera, gafft das Model einmal von oben bis unten an und fährt fort
Achtundfünfzichfünfundneunzig für unsere schönen Pompöös-Produkte. Das ist beinah geschenkt. Pompöös. Luxuriöös
Er zieht das ö in luxuriös extra lang bis ich Esel das Wortspiel auch kapiert habe. Das Model steht immer noch starr geradeaus blickend stumm da und befürchtet erwartet wohl neuerliche Grapschattacken ans Dekollete. Macht Harald aber nicht sondern legt nochmal verbal nach:
Dies ist einer unserer richtig schönen Pullover. Luxuriöös. Pompöös. Meine Damen, schauen Sie nur. Schöön.
...und dann plapperte er noch ein wenig über seinen Pullover und leiderleider war dann die Sendung rum. Ich hätte gerne mehr gesehen...

   ... Glotze
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Krönende Suchanfrage
Was sind das eigentlich für Leute, die bei dieser Österreich-BLÖDzeitungs-Kopie solche Suchanfragen starten?

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Montag, 9. April 2007
Der Discountklassiker

Karlskrone



In kurzen, knappen Worten: Dieses "Bier" schmeckt so urinhaltig, wie es aussieht.

Aber für den Preis war nichts anderes zu erwarten. Die Plastikflasche ist das beste Argument gegen Onkel Trittins Dosenpfand.

Kurz: Alles alle Beleidigung.

   ... Beer makes the world go round
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