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Freitag, 1. Dezember 2006
Wölkchen
gorillaschnitzel, 20:43h

Terror und Armut
gorillaschnitzel, 09:45h
Einige Legenden sind nicht auszurotten. Zum Beispiel, dass Terrorismus in quasi direktem Zusammenhang zu Armut stehe. So sei die Armutsbekämpfung praktisch gleichzeitig eine Art Terror- und Gewaltprävention und wenn man schon einen Krieg gegen den Terror führen wolle, müsse man erstmal einen gegen die Armut in der Welt führen. Der Gedanke ist wunderschön. Aber leider falsch. Es mag erstrebenswert und schön sein, die Entwicklungshilfepolitik zu intensivieren, nur darf man sich davon nicht versprechen, dass damit die Anzahl von Terroranschlägen signifikant -oder auch nur marginal- zurückgehen würde.
Da hat die Bertelsmannstiftung gleich eine ganze Studie bemüht, die nachweisen möchte, dass die Hauptursache für Terrorismus nicht im religiösen Fundamentalismus liege (wo ich noch zustimmen würde) sondern Armut das Grundübel schlechthin sei.
Damit macht die Bertelsmannstiftung Terroristen indirekt -und vermutlich unbeabsichtigt- zu einer Art verirrte Kämpfer einer an sich guten Sache.
Ich weigere mich aber, in Bombenlegern und Strauchdieben eine Sozialbewegung zu sehen und habe ein paar Punkte:
- (Über)Lebensnotwendigkeiten werden erbettelt, vielleicht gestohlen oder eventuell erpresst. Sie werden nie herbeigebombt. Wer bombt, entführt, schlachtet, hinrichtet und terrorisiert möchte in erster Linie kein Brot, sondern Angst und Schrecken verbreiten. Es geht ausschließlich um Macht und Einfluss, nicht um die Verbesserung der Lebensumstände. Andreas Baader war nie ein Robin Hood der Neuzeit.
- Der überwältigende Teil der Terroristen entstammt der jeweiligen Mittelschicht eines Landes. Es sind Leute, die sich mehr versprochen haben. Oft gut ausgebildete Schichten und teilweise Eliten. Gudrun Ensslin, Leila Khaled, Shoko Asahara und Ziad Jarrah eint, dass sie allesamt aus wirtschaftlich geordneten Verhältnissen kommen. Terrorismus mag manchmal billig sein, es gibt ihn dennoch nicht umsonst. Jemand, der täglich damit beschäftigt ist, eine vielköpfige Familie satt zu kriegen, kann es sich schlicht nicht leisten, nebenbei auch noch Bomben zu schmeißen oder Flugzeuge zu entführen.
- Wäre Armut die zentrale Ursache von Terrorismus, müssten die folgenden Länder wahre Brutstätten des Terrors sein:
Gambia, Madagaskar, Niger, Nepal, Ruanda, Guinea-Bissau, Afghanistan, Sierra Leone, Malawi, Myanmar
Dies sind -gem. BIP/Kopf- die ärmsten Länder der Erde*. Mit Ausnahme von Afghanistan und Nepal jedoch keine "Terrorländer".
Wer nun vermutet, das habe denn doch vielleicht indirekt auch mit der Religion oder der absoluten Bevölkerungsanzahl zu tun: Falsch. Bangla Desh ist eines der ärmsten und bevölkerungsreichsten Länder dieser Erde mit potentiell vielen islamistischen Terroristen. Es bringt dennoch (im Gegensatz zum zigmal bevölkerungsärmeren aber zigmal wirtschaftlich reicheren Saudi-Arabien) keine hervor.
- Die Studie will aufzeigen, dass es deutlich mehr Terroranschläge gebe, als in der Vergangenheit. Das mag sein. Dumm nur, dass die Zahl der extrem Armen zwischen 1981 und 2002 weltweit abgenommen hat. Und das dramatisch: Von 40% auf 19%. Übrigens trotz gewaltigem Bevlkerungswachstum.
Auch erklärt die Studie nicht, weshalb die Anschläge mehrheitlich von nationalistischen und separatistischen Gruppen wie den Tamil Tigers oder (früher) der ETA ausgeführt werden, wenn doch alles am Armutsfaktor hängt.
Darum: Bald ist Weihnachten und so spenden Sie, was Sie entbehren können. Es gibt genug Menschen, die es brauchen. Aber bitte glauben Sie nicht an die Mär, dass hiervon die Anschlagsgefahr sinken würde.
Kofi Annan hat einmal gesagt, dass die Armen dieser Erde bereits genug unter ihrer Situation litten, als dass man die auch noch zu potentiellen und tatsächlichen Terroristen stempeln müsse. In diesem Fall hat der Mann Recht.
PS: Die Studie selbst reduziert die Ursachen nicht einzig auf den Faktor Armut (suggeriert aber, dass dies die Hauptursache sei). Aber wo selbst die stiftungseigene Homepage kaum zur Differenzierung fähig ist, sehe ich auch wenig Notwendigkeit, weshalb ausgerechnet ich nun eine Studie ins rechte Licht rücken soll, deren tendenzielle Grundaussage ich für falsche halte.
-----------
*Das "Terrorland" Somalia dürfte auch dazugehören, hier liegen aber aufgrund des Zusammenbruchs staatlicher Strukturen keine Zahlen vor.
Da hat die Bertelsmannstiftung gleich eine ganze Studie bemüht, die nachweisen möchte, dass die Hauptursache für Terrorismus nicht im religiösen Fundamentalismus liege (wo ich noch zustimmen würde) sondern Armut das Grundübel schlechthin sei.
Damit macht die Bertelsmannstiftung Terroristen indirekt -und vermutlich unbeabsichtigt- zu einer Art verirrte Kämpfer einer an sich guten Sache.
Ich weigere mich aber, in Bombenlegern und Strauchdieben eine Sozialbewegung zu sehen und habe ein paar Punkte:
- (Über)Lebensnotwendigkeiten werden erbettelt, vielleicht gestohlen oder eventuell erpresst. Sie werden nie herbeigebombt. Wer bombt, entführt, schlachtet, hinrichtet und terrorisiert möchte in erster Linie kein Brot, sondern Angst und Schrecken verbreiten. Es geht ausschließlich um Macht und Einfluss, nicht um die Verbesserung der Lebensumstände. Andreas Baader war nie ein Robin Hood der Neuzeit.
- Der überwältigende Teil der Terroristen entstammt der jeweiligen Mittelschicht eines Landes. Es sind Leute, die sich mehr versprochen haben. Oft gut ausgebildete Schichten und teilweise Eliten. Gudrun Ensslin, Leila Khaled, Shoko Asahara und Ziad Jarrah eint, dass sie allesamt aus wirtschaftlich geordneten Verhältnissen kommen. Terrorismus mag manchmal billig sein, es gibt ihn dennoch nicht umsonst. Jemand, der täglich damit beschäftigt ist, eine vielköpfige Familie satt zu kriegen, kann es sich schlicht nicht leisten, nebenbei auch noch Bomben zu schmeißen oder Flugzeuge zu entführen.
- Wäre Armut die zentrale Ursache von Terrorismus, müssten die folgenden Länder wahre Brutstätten des Terrors sein:
Gambia, Madagaskar, Niger, Nepal, Ruanda, Guinea-Bissau, Afghanistan, Sierra Leone, Malawi, Myanmar
Dies sind -gem. BIP/Kopf- die ärmsten Länder der Erde*. Mit Ausnahme von Afghanistan und Nepal jedoch keine "Terrorländer".
Wer nun vermutet, das habe denn doch vielleicht indirekt auch mit der Religion oder der absoluten Bevölkerungsanzahl zu tun: Falsch. Bangla Desh ist eines der ärmsten und bevölkerungsreichsten Länder dieser Erde mit potentiell vielen islamistischen Terroristen. Es bringt dennoch (im Gegensatz zum zigmal bevölkerungsärmeren aber zigmal wirtschaftlich reicheren Saudi-Arabien) keine hervor.
- Die Studie will aufzeigen, dass es deutlich mehr Terroranschläge gebe, als in der Vergangenheit. Das mag sein. Dumm nur, dass die Zahl der extrem Armen zwischen 1981 und 2002 weltweit abgenommen hat. Und das dramatisch: Von 40% auf 19%. Übrigens trotz gewaltigem Bevlkerungswachstum.
Auch erklärt die Studie nicht, weshalb die Anschläge mehrheitlich von nationalistischen und separatistischen Gruppen wie den Tamil Tigers oder (früher) der ETA ausgeführt werden, wenn doch alles am Armutsfaktor hängt.
Darum: Bald ist Weihnachten und so spenden Sie, was Sie entbehren können. Es gibt genug Menschen, die es brauchen. Aber bitte glauben Sie nicht an die Mär, dass hiervon die Anschlagsgefahr sinken würde.
Kofi Annan hat einmal gesagt, dass die Armen dieser Erde bereits genug unter ihrer Situation litten, als dass man die auch noch zu potentiellen und tatsächlichen Terroristen stempeln müsse. In diesem Fall hat der Mann Recht.
PS: Die Studie selbst reduziert die Ursachen nicht einzig auf den Faktor Armut (suggeriert aber, dass dies die Hauptursache sei). Aber wo selbst die stiftungseigene Homepage kaum zur Differenzierung fähig ist, sehe ich auch wenig Notwendigkeit, weshalb ausgerechnet ich nun eine Studie ins rechte Licht rücken soll, deren tendenzielle Grundaussage ich für falsche halte.
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*Das "Terrorland" Somalia dürfte auch dazugehören, hier liegen aber aufgrund des Zusammenbruchs staatlicher Strukturen keine Zahlen vor.
Donnerstag, 30. November 2006
Tobago
gorillaschnitzel, 10:57h
Wenn es sowas wie ein irdisches Paradies gibt, dann muss es Tobago sein. Auf den ersten Blick ist alles traumhaft. Auf den zweiten eigentlich auch. Das Wetter ist grandios, die Strände wunderschön, es gibt einen ausgedehnten Regenwald und die Korallenriffe sind ein Tauchparadies.
In Trinidad sagt man: "Trinidad is nice, Tobago is paradise" und kann gar nicht verstehen, was ein Tourist auf Trinidad wolle. Im Prinzip stimmts ja auch. Tobago ist die kleine Schwester auf der alles etwas langsamer und beschaulicher läuft. Und so gehen einige ganz besonders gemütliche Exemplare einem noch viel gemütlicheren Leben nach, als es die übrigen Bewohner ohnehin schon tun:
Die lässigsten und entspanntesten -wohl vorrangig weil vollgekifftesten- Rastamänner sind die auf Tobago. Die meisten von ihnen haben nicht sonderlich viel zu arbeiten, gedenken aber auch nicht, an diesem Zustand sonderlich viel zu ändern. Ihr Tagesablauf ist grandios: In der Regel stehen sie irgendwann am Nachmittag auf. Ich kann mich noch gut an den Blick von "Lizard" erinnern, der mittags um 3 von seinem Nachbarn aus dem Bett gezogen wurde, weil ein blöder Europäer (ich) sein Auto borgen wollte. Nach dem Aufstehen ist dann erst mal alles "easy" und "slow" und so geht das dann den ganzen Tag weiter. Abends werden dann in aller Regel ein paar Früchte eingesammelt, die man selbst essen kann oder auch Touristen verkaufen kann. Die kriegen nach der Kifferei auch nen Fressflash. Vielleicht gehts dann noch als Boothelfer auf eine Tauchtour.
Danach sitzt man kiffend und Bier trinkend rum, labert Touristen und Kumpels voll und baggert die Touristinnen an. Eine Unterhaltung läuft in etwa so:
"Easy, Sista?"
"Easy, Brotha"
"Fine"
"Yeah"
"Smoke?"
"Nice"
"Cool"
Genug geschwätzt. Das reicht dann meist wieder ne gute Stunde.
Liebend gerne erzählen sie von dem Islamistenputsch in den 90ern: Das wurde in Tobago praktisch gar nicht wahrgenommen, weil ihnen das Treiben schlicht egal war. Erst als sie hörten, dass die Einführung der Scharia geplant sei und Alkohol verboten würde, fanden sie das richtig übel. Die Erkenntnis, dass es sinnlos sei, ein fernes islamisches Paradies anzustreben, wenn es gleichzeitig ein irdisches gibt, stammt nicht von Michel Houellebecq sondern von Rastas aus Tobago. Der Putsch scheiterte übrigens nach 6 Tagen.
In Trinidad sagt man: "Trinidad is nice, Tobago is paradise" und kann gar nicht verstehen, was ein Tourist auf Trinidad wolle. Im Prinzip stimmts ja auch. Tobago ist die kleine Schwester auf der alles etwas langsamer und beschaulicher läuft. Und so gehen einige ganz besonders gemütliche Exemplare einem noch viel gemütlicheren Leben nach, als es die übrigen Bewohner ohnehin schon tun:
Die lässigsten und entspanntesten -wohl vorrangig weil vollgekifftesten- Rastamänner sind die auf Tobago. Die meisten von ihnen haben nicht sonderlich viel zu arbeiten, gedenken aber auch nicht, an diesem Zustand sonderlich viel zu ändern. Ihr Tagesablauf ist grandios: In der Regel stehen sie irgendwann am Nachmittag auf. Ich kann mich noch gut an den Blick von "Lizard" erinnern, der mittags um 3 von seinem Nachbarn aus dem Bett gezogen wurde, weil ein blöder Europäer (ich) sein Auto borgen wollte. Nach dem Aufstehen ist dann erst mal alles "easy" und "slow" und so geht das dann den ganzen Tag weiter. Abends werden dann in aller Regel ein paar Früchte eingesammelt, die man selbst essen kann oder auch Touristen verkaufen kann. Die kriegen nach der Kifferei auch nen Fressflash. Vielleicht gehts dann noch als Boothelfer auf eine Tauchtour.
Danach sitzt man kiffend und Bier trinkend rum, labert Touristen und Kumpels voll und baggert die Touristinnen an. Eine Unterhaltung läuft in etwa so:
"Easy, Sista?"
"Easy, Brotha"
"Fine"
"Yeah"
"Smoke?"
"Nice"
"Cool"
Genug geschwätzt. Das reicht dann meist wieder ne gute Stunde.
Liebend gerne erzählen sie von dem Islamistenputsch in den 90ern: Das wurde in Tobago praktisch gar nicht wahrgenommen, weil ihnen das Treiben schlicht egal war. Erst als sie hörten, dass die Einführung der Scharia geplant sei und Alkohol verboten würde, fanden sie das richtig übel. Die Erkenntnis, dass es sinnlos sei, ein fernes islamisches Paradies anzustreben, wenn es gleichzeitig ein irdisches gibt, stammt nicht von Michel Houellebecq sondern von Rastas aus Tobago. Der Putsch scheiterte übrigens nach 6 Tagen.
Mittwoch, 29. November 2006
Fressen und Moral
gorillaschnitzel, 23:58h
Bona will Dinge übers Futtern wissen....drum:
Welche Gerichte verbinde ich mit folgenden Situationen?
Freibad? Diese Cola-Gummi-Schlangen, Esspapier und EdvonSchleck
Skihütte? Selbstversorgerhütte bitte: Da würde ich ein gepflegtes Guinessfrühstück vorschlagen. Abendessen: Spaghettis, die man aus dem Abfluss gezogen hat, weil man infolge eines leicht erhöhten Alkoholpegels zu doof war, die richtig abzusieben. Servieren mit einer Sauce, die durch Beigabe von Rotwein, Wodka und Guiness einen mindestens 40%igen Alkoholanteil hat.
Urlaub? Pfannkuchen aus einem Ölfassgrill, Billigstraßenstände mit Reis-mit-Scheißgerichten, in Tee eingelegte Enteneier, Roti mit leckerer Füllung, nettes Seafood, Austern, McDonalds
Bei den Eltern? Canneloni, Kartoffelbrei, Schnitzel, Eintopf, Nudelsuppe
Bei Krankheit? Zwieback, Schokolade, Bretzeln, Salzstängel, Cola
Bei Liebeskummer? ....würde ich eine gute Flasche Rotwein vorziehen.
Beim Ausgehen? Pizza aus dem Holzofen
Als Kind? Schnitzel mit Pommes Frites
Niemals? Innereien und einige übelriechende asiatischen Delikatessen (Bangkok- oder Chinakenner wissen nun Bescheid)
Immer wieder? Spätzle
Überraschend gut? Das hier
Überraschend schlecht? Ravioli aus der Dose, Fertigscheißdreck und Conveniencekrampf. Obwohl: Überraschend ist das nicht.
Für immer mein absolutes Lieblingsessen? Mehrere: U.a. Sushi, Gaisburger Marsch, frisch gebackenes Brot mit Butter und Kresse,Xälz-Marmeladebrot, Hirschsauerbraten mit Knödel (aber nur selbst gebastelt)
Das beste Restaurant, in dem ich je war? ...gibts leider nicht mehr in der Form und ist keinesfalls mehr empfehlenswert. War ein 5-Gänge-Menü mit Nudeln mit Original Alba-Trüffeln, Jakobsmuscheln, irgendnem Schweineteuerabersaugut-Fisch, Hummer und Caipirinha-Sorbet...
Kriegen tut das jetzt cosmomente, schlotte und nyxon
Welche Gerichte verbinde ich mit folgenden Situationen?
Freibad? Diese Cola-Gummi-Schlangen, Esspapier und EdvonSchleck
Skihütte? Selbstversorgerhütte bitte: Da würde ich ein gepflegtes Guinessfrühstück vorschlagen. Abendessen: Spaghettis, die man aus dem Abfluss gezogen hat, weil man infolge eines leicht erhöhten Alkoholpegels zu doof war, die richtig abzusieben. Servieren mit einer Sauce, die durch Beigabe von Rotwein, Wodka und Guiness einen mindestens 40%igen Alkoholanteil hat.
Urlaub? Pfannkuchen aus einem Ölfassgrill, Billigstraßenstände mit Reis-mit-Scheißgerichten, in Tee eingelegte Enteneier, Roti mit leckerer Füllung, nettes Seafood, Austern, McDonalds
Bei den Eltern? Canneloni, Kartoffelbrei, Schnitzel, Eintopf, Nudelsuppe
Bei Krankheit? Zwieback, Schokolade, Bretzeln, Salzstängel, Cola
Bei Liebeskummer? ....würde ich eine gute Flasche Rotwein vorziehen.
Beim Ausgehen? Pizza aus dem Holzofen
Als Kind? Schnitzel mit Pommes Frites
Niemals? Innereien und einige übelriechende asiatischen Delikatessen (Bangkok- oder Chinakenner wissen nun Bescheid)
Immer wieder? Spätzle
Überraschend gut? Das hier
Überraschend schlecht? Ravioli aus der Dose, Fertigscheißdreck und Conveniencekrampf. Obwohl: Überraschend ist das nicht.
Für immer mein absolutes Lieblingsessen? Mehrere: U.a. Sushi, Gaisburger Marsch, frisch gebackenes Brot mit Butter und Kresse,
Das beste Restaurant, in dem ich je war? ...gibts leider nicht mehr in der Form und ist keinesfalls mehr empfehlenswert. War ein 5-Gänge-Menü mit Nudeln mit Original Alba-Trüffeln, Jakobsmuscheln, irgendnem Schweineteuerabersaugut-Fisch, Hummer und Caipirinha-Sorbet...
Kriegen tut das jetzt cosmomente, schlotte und nyxon
Stehklo
gorillaschnitzel, 10:23h
Kann mir jemand erklären, was das ist? Nein, es ist kein Urinal und leider war die Tür dummerweise abgeschlossen...
Dienstag, 28. November 2006
In Sachen NPD
gorillaschnitzel, 09:24h
Wieder mal ist die Diskussion um das Verbotsverfahren aufgeflammt.
Ich hätte da einen ganz anderen Vorschlag, ehe man da mit einem Verbotsverfahren mal wieder baden geht: Angesichts von mindestens 30 V-Leuten (und vielleicht auch mehr) müsste es doch eigentlich möglich sein, die Partei ganz legal und satzungsgemäß selbst aufzulösen.
Ich hätte da einen ganz anderen Vorschlag, ehe man da mit einem Verbotsverfahren mal wieder baden geht: Angesichts von mindestens 30 V-Leuten (und vielleicht auch mehr) müsste es doch eigentlich möglich sein, die Partei ganz legal und satzungsgemäß selbst aufzulösen.
Montag, 27. November 2006
Chain Reaction
gorillaschnitzel, 21:15h
Die Welt steht vor einem tief greifenden Wandel. Und der ist demographisch, nicht mehr umkehrbar und wird die größte Veränderung sein, die die Welt je gesehen hat: Während in den reichen Staaten Europas und Nordamerikas die Geburtenquote immer weiter gesunken ist, hat sich in Schwarzafrika und den islamischen Ländern eine wahre Explosion ereignet. Dort fand in den Jahren ab 1970 aufgrund des horrenden Geburtenüberschusses ein demographischer Wandel statt, wie ihn die Welt noch nie gesehen hat.
Diese Länder haben oft eine 50%-Quote junger Bürger (Saudi-Arabien, Iran, Jemen, Palästina, Afghanistan etc.) und die wollen wiederum versorgt werden und wollen Arbeit und Auskommen.
Dazu gibts schnell einige schwindlig machende Zahlen:
Beinahe 2/3 der gesamten Weltbevölkerung ist nach 1968 geboren. Der Iran hatte 2002 etwa 72 Mio Einwohner, 35 Mio davon sind jünger als 15 Jahre. Ägyptens jährliche Bevölkerungszunahme liegt bei etwa 600-700.000 Menschen. In Ländern wie Palästina, Niger oder Afghanistan gebärt jede Frau in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts im Durchschnitt 6-7 Kinder. (Mehr Zahlenspielereien bei Bedarf sehr gerne...)
Zu allererst ist das natürlich ein immenses Problem der jeweiligen Länder, die es nicht schaffen werden, solche Massen in Lohn und Brot zu setzen.
Allerdings wird das in Zeiten der Globalisierung recht schnell auch umgreifen:
So werden sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren ganze Massen auf die Wanderschaft machen dorthin, wo es noch was zu beerben gibt: Nach Nordamerika und Europa. Dort nämlich löst der Demographiezwang ganz andere Probleme aus. Dort werden in den nächsten Jahrzehnten infolge des Mangels an Nachwuchs dringend Menschen benötigt, die fähig und bereit sind, die Altersvorsorge der älteren Generation zu tragen.
Bereits heute sind alltäglich die Vorboten dieser Bewegung zu sehen: Die Flüchtlingsboote im Mittelmeer und vor den Kanarischen Inseln, die Anstürme auf die "Festungen" in den USA und den spanischen Enklaven in Afrika. Und es werden oftmals Männer sein, die kommen werden. Dies wird zum einen daran liegen, dass in einem traditionellen Verständnis ohnehin Frauen weniger als "Versorgungsproblem" betrachtet werden denn der zweite, dritte oder gar vierte Sohn, aber auch weil in den in aller Regel patriarchalisch geprägten Ländern an junge Männer andere Ansprüche gestellt werden denn an junge Frauen.
Würde man morgen früh die Grenzen Europas für alle öffnen, die mühselig und beladen sind, die Bevölkerung könnte sich problemlos binnen weniger Jahre verdoppeln. Wir alle sind bereits mitten drin in dem, was die große Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts werden wird. Wir sind aber noch längst nicht am Höhepunkt angelangt.
Dies alles wird die bisherigen Nationalstaaten des "alten Europa" (dies ist bitte ohne Rumsfeldschen Diktus zu lesen) vor gewaltige Probleme stellen und diese verändern, wie sie nichts zuvor je so verändert hat. Allein in Deutschland steht die alte Blut-und-Boden-Staatsidentität auf dem Prüfstand. Es wird für die herkömmlichen Gesellschaften eine Herausforderung sondergleichen werden, wie sie es schaffen können, einige Millionen Menschen zu integrieren. Es könnte eine Zerreißprobe werden, es ist aber gleichzeitig auch eine Chance, eine andere Welt zu basteln....
Diese Länder haben oft eine 50%-Quote junger Bürger (Saudi-Arabien, Iran, Jemen, Palästina, Afghanistan etc.) und die wollen wiederum versorgt werden und wollen Arbeit und Auskommen.
Dazu gibts schnell einige schwindlig machende Zahlen:
Beinahe 2/3 der gesamten Weltbevölkerung ist nach 1968 geboren. Der Iran hatte 2002 etwa 72 Mio Einwohner, 35 Mio davon sind jünger als 15 Jahre. Ägyptens jährliche Bevölkerungszunahme liegt bei etwa 600-700.000 Menschen. In Ländern wie Palästina, Niger oder Afghanistan gebärt jede Frau in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts im Durchschnitt 6-7 Kinder. (Mehr Zahlenspielereien bei Bedarf sehr gerne...)
Zu allererst ist das natürlich ein immenses Problem der jeweiligen Länder, die es nicht schaffen werden, solche Massen in Lohn und Brot zu setzen.
Allerdings wird das in Zeiten der Globalisierung recht schnell auch umgreifen:
So werden sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren ganze Massen auf die Wanderschaft machen dorthin, wo es noch was zu beerben gibt: Nach Nordamerika und Europa. Dort nämlich löst der Demographiezwang ganz andere Probleme aus. Dort werden in den nächsten Jahrzehnten infolge des Mangels an Nachwuchs dringend Menschen benötigt, die fähig und bereit sind, die Altersvorsorge der älteren Generation zu tragen.
Bereits heute sind alltäglich die Vorboten dieser Bewegung zu sehen: Die Flüchtlingsboote im Mittelmeer und vor den Kanarischen Inseln, die Anstürme auf die "Festungen" in den USA und den spanischen Enklaven in Afrika. Und es werden oftmals Männer sein, die kommen werden. Dies wird zum einen daran liegen, dass in einem traditionellen Verständnis ohnehin Frauen weniger als "Versorgungsproblem" betrachtet werden denn der zweite, dritte oder gar vierte Sohn, aber auch weil in den in aller Regel patriarchalisch geprägten Ländern an junge Männer andere Ansprüche gestellt werden denn an junge Frauen.
Würde man morgen früh die Grenzen Europas für alle öffnen, die mühselig und beladen sind, die Bevölkerung könnte sich problemlos binnen weniger Jahre verdoppeln. Wir alle sind bereits mitten drin in dem, was die große Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts werden wird. Wir sind aber noch längst nicht am Höhepunkt angelangt.
Dies alles wird die bisherigen Nationalstaaten des "alten Europa" (dies ist bitte ohne Rumsfeldschen Diktus zu lesen) vor gewaltige Probleme stellen und diese verändern, wie sie nichts zuvor je so verändert hat. Allein in Deutschland steht die alte Blut-und-Boden-Staatsidentität auf dem Prüfstand. Es wird für die herkömmlichen Gesellschaften eine Herausforderung sondergleichen werden, wie sie es schaffen können, einige Millionen Menschen zu integrieren. Es könnte eine Zerreißprobe werden, es ist aber gleichzeitig auch eine Chance, eine andere Welt zu basteln....
Search Request
gorillaschnitzel, 17:02h
Search request: zynische geschichten
....lieb ich innig...werdense hier hoffentlich auch finden, oder?
Search request: hedonismus wien
Na sicher doch! Wo denn sonst, wenn nicht in Wien. Und bittscheen: Nen Straußschen Walzer dazu hören....Ach....ich gerate in Verzückung...
Search request: Reisekosten bundeswehr afghanistan
Das würde mich auch mal interessieren. Wenn da Zahlen vorliegen, hätte ich wirklich Interesse dran...
Search request: wörter kreieren
Ja. Tu ich gern. Wennse den Fachbegriff dafür brauchen, schaunse mal bei Herrn cabman nach...
Search request: sie waren die besten soldaten der welt, t-shirt
Lieber Freund aus zweifelhaftem Milieu! Statt eines T-Shirts empfehle ich dir dringend, im Geschichtsunterricht besser aufzupassen...
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Na sicher doch! Wo denn sonst, wenn nicht in Wien. Und bittscheen: Nen Straußschen Walzer dazu hören....Ach....ich gerate in Verzückung...
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Lieber Freund aus zweifelhaftem Milieu! Statt eines T-Shirts empfehle ich dir dringend, im Geschichtsunterricht besser aufzupassen...
Sonntag, 26. November 2006
Weihnachten
gorillaschnitzel, 20:34h
Arnie
gorillaschnitzel, 12:40h
Mit das Beste, das ich je bei youtube gesehen hab:
Der großartigste Politiker, den die Welt je gesehen hat, redet über die Freiheit im Allgemeinen, Milton Friedman im Besonderen und über seine traurige Zeit in einem sozialistischen Land.
Der großartigste Politiker, den die Welt je gesehen hat, redet über die Freiheit im Allgemeinen, Milton Friedman im Besonderen und über seine traurige Zeit in einem sozialistischen Land.
Wie ich mal zusammen mit Rae von Reamonn in den Urlaub geflogen bin
gorillaschnitzel, 10:40h
Hier der komplette Dialog. Ungekürzt.
Er: "Hi."
Ich: "Hi."
Er: "Hi."
Ich: "Hi."
Samstag, 25. November 2006
Friseur
gorillaschnitzel, 17:47h
Zum Friseur gehen ist gefährlich. Zumindest empfinde ich das so. Ich gehe da äußerst ungern hin. Dort fühle ich mich immer bedroht. Es ist schlimmer, als zum Arzt zu gehen. Vermutlich liegt das daran, dass so ein Arzt zwar manchmal auch ein Raubautz sein kann, aber meist agieren die dann doch relativ präzise.
Friseure aber sind grausam: Sie sind schlecht bezahlt, haben scharfe Werkzeuge in der Hand und fuchteln damit an Zonen rum, die für meine Vitalität sehr wichtig sind.
Es braucht also eine Menge Gottvertrauen und Todesmut für mich zum Friseur zu gehen. In aller Regel läuft man ja zusätzlich relativ ernüchtert raus. Nix mit vorher-nachher-Effekt....
Lange hatte ich das so gelöst, indem ich einfach alles selbst abrasiert hab und zwischen 0 und 1 mm stehen ließ. Irgendwann sollte es was neues sein und so hab ichs wachsen lassen. Ich hatte dann eine Friseurin meines Vertrauens. Die aber ist nun weggezogen und ich steh seit einem halben Jahr vor dem Problem, mir was neues suchen zu müssen. Diese Woche war ich in einem dieser Schuppen, die obercool sein wollen: Die Friseure dort sind vollgepierct, tätowiert bis zum Anschlag, maximal 20 Jahre alt, Techno läuft auf etwa 100 Dezibel und alle duzen alle....
Ich merk schnell, dass dies eine saudumme Idee ist und ich das nächste Mal zu irgendeiner Frührentetussi muss. Weil: Der Kerl duzt mich ungefragt. Das an sich ist zwar etwas doof, aber noch nicht unangenehm. So verkrampft bin ich dann nicht....
Ich habe aber nicht die allergeringste Lust, ihm von meiner Arbeit, Weihnachten oder Silvester zu erzählen. Ich muss mich konzentrieren und wenn der Depp weiterschwafelt schneidet er mir noch ins Ohr.
Die Krönung ist dann noch das Angebot, das fertige Produkt zu fotographieren und ins Internet zu stellen
(- "Hey, dann können deine Freunde für dich voten."
- "Habt ihr den Arsch offen"? (denk ich), "Nein danke" (sag ich).)
Ich bin froh, als ich etwa eine halbe Stunde später die Bude wieder verlassen darf...
Friseure aber sind grausam: Sie sind schlecht bezahlt, haben scharfe Werkzeuge in der Hand und fuchteln damit an Zonen rum, die für meine Vitalität sehr wichtig sind.
Es braucht also eine Menge Gottvertrauen und Todesmut für mich zum Friseur zu gehen. In aller Regel läuft man ja zusätzlich relativ ernüchtert raus. Nix mit vorher-nachher-Effekt....
Lange hatte ich das so gelöst, indem ich einfach alles selbst abrasiert hab und zwischen 0 und 1 mm stehen ließ. Irgendwann sollte es was neues sein und so hab ichs wachsen lassen. Ich hatte dann eine Friseurin meines Vertrauens. Die aber ist nun weggezogen und ich steh seit einem halben Jahr vor dem Problem, mir was neues suchen zu müssen. Diese Woche war ich in einem dieser Schuppen, die obercool sein wollen: Die Friseure dort sind vollgepierct, tätowiert bis zum Anschlag, maximal 20 Jahre alt, Techno läuft auf etwa 100 Dezibel und alle duzen alle....
Ich merk schnell, dass dies eine saudumme Idee ist und ich das nächste Mal zu irgendeiner Frührentetussi muss. Weil: Der Kerl duzt mich ungefragt. Das an sich ist zwar etwas doof, aber noch nicht unangenehm. So verkrampft bin ich dann nicht....
Ich habe aber nicht die allergeringste Lust, ihm von meiner Arbeit, Weihnachten oder Silvester zu erzählen. Ich muss mich konzentrieren und wenn der Depp weiterschwafelt schneidet er mir noch ins Ohr.
Die Krönung ist dann noch das Angebot, das fertige Produkt zu fotographieren und ins Internet zu stellen
(- "Hey, dann können deine Freunde für dich voten."
- "Habt ihr den Arsch offen"? (denk ich), "Nein danke" (sag ich).)
Ich bin froh, als ich etwa eine halbe Stunde später die Bude wieder verlassen darf...
Warholesk
gorillaschnitzel, 12:06h
Horst-Tappsy goes Art:


Freitag, 24. November 2006
Useful things...
gorillaschnitzel, 16:55h
...in a hotel room:
Der Flaschenöffner im Bad...
Der Flaschenöffner im Bad...
Cold War Kids 2.0
gorillaschnitzel, 12:12h
Es gibt nahezu niemanden meiner Generation, der nicht von einem krampfhaftneurotischen mütterlichen Hygienewahn geplagt wurde. Am schlimmsten waren immer diese Attacken mit den spuckebefeuchteten Tempotaschentüchern, mit denen die Mutterspucke meist im halben Gesicht verteilt wurde. Das war -auch wenn es den allermeisten nicht besser ging- immer besonders peinlich. Ob die Attacken in direktem Zusammenhang zu einem dramatischen Anstieg von Allergien in unserer Generation stehen, sei vorerst noch dahingestellt.
Eine weitere Tragödie in der gutgemeinten Mütterlichkeit war das Ohrenputzen, das in der Regel immer übertrieben wurde: Meist wurde mit Q-Tipps so lang im Ohr rumgefummelt, bis sich der Dreck bis kurz vors Trommelfell geschoben hatte, was wiederum dem Kinderarzt ein sehr profitables Auskommen ermöglichte, weil der den Pfropfen wieder rausholen musste. Dessen Söhne zumindest fuhren -unter anderem dank unserer Ohrpfropfen- im Porsche 911 auf dem Beifahrersitz zur Einschulung vor.
Es gab aber auch rare Höhepunkte: Die von Herrn goetzeclan angeführte Sendung Formel 1 zum Beispiel. Ohne Übertreibung hat das den Musikgeschmack einer ganzen Generation geprägt. Allerdings auch den Kleider- und Frisurengeschmack, was sich wiederum eher nachteilig auswirkte. Zumindest waren die meisten ein klein wenig zu auftoupiert (was wirklich und ausschließlich noch bei Robert Smith tolerabel ist) und etwas zu pastellig gekleidet.
Unsere Sexualerziehung lief gänzlich anders, als sie bei heutigen Jugendlichen läuft. Es gab kein Internet, in dem man sich hätte Pornos runterladen können und selbst im Fernsehen war es eher selten, dass da mal was nacktes zu sehen war...
Der Höhepunkt war Hugo Egon Balders unsägliche Tittenshow "Tutti Frutti". Aus heutiger Sicht völlig blödsinnig, naiv und harmlos, aber für uns jungen Spunde endlich mal die Möglichkeit, Nackedeis im Fernsehen zu sehen. Wie die Sendung funktionierte war egal, solange sich die Kiwi auszog. Glücklich damals, wessen Eltern über einen Kabelanschluss verfügten.
Aber wir haben auch einiges zustande gebracht: Wir haben es durchgesetzt, dass Nutella zum Allgemeinbrotaufstrich wurde. Und nein: Nusspli schmeckt nicht entfernt nach Nutella.
Auch sind wir die Übergangsgeneration vom Bolzplatz zur Spielkonsole. Wir haben noch Kirschbäume bestiegen (jüngeren Lesern sei gesagt: Die Kirsche ist ein äußerst gefährlicher, weil brüchiger Baum im Vergleich zu anderen Hölzern), uns die Knie aufgeschlagen und mit dreckigen Fingern Butterbrot gegessen. Wir sind aber auch die Pioniere in Sachen virtuelles Leben. Wir haben den C64, Amiga, Atari praktisch erfunden. Ein paar von uns haben am 186er mit Monochrombildschirm Spielchen wie Pong oder -ambitionierter- Frogger nachgeschrieben und modifiziert.
Und so können wir schon im zarten Alter der Endtwenties und beginning Thirties bereits sehr zufrieden mit unserem gesellschaftlichen Beitrag sein.
Ausruhen. Erstmal. Mit 40 gehts dann weiter.
Eine weitere Tragödie in der gutgemeinten Mütterlichkeit war das Ohrenputzen, das in der Regel immer übertrieben wurde: Meist wurde mit Q-Tipps so lang im Ohr rumgefummelt, bis sich der Dreck bis kurz vors Trommelfell geschoben hatte, was wiederum dem Kinderarzt ein sehr profitables Auskommen ermöglichte, weil der den Pfropfen wieder rausholen musste. Dessen Söhne zumindest fuhren -unter anderem dank unserer Ohrpfropfen- im Porsche 911 auf dem Beifahrersitz zur Einschulung vor.
Es gab aber auch rare Höhepunkte: Die von Herrn goetzeclan angeführte Sendung Formel 1 zum Beispiel. Ohne Übertreibung hat das den Musikgeschmack einer ganzen Generation geprägt. Allerdings auch den Kleider- und Frisurengeschmack, was sich wiederum eher nachteilig auswirkte. Zumindest waren die meisten ein klein wenig zu auftoupiert (was wirklich und ausschließlich noch bei Robert Smith tolerabel ist) und etwas zu pastellig gekleidet.
Unsere Sexualerziehung lief gänzlich anders, als sie bei heutigen Jugendlichen läuft. Es gab kein Internet, in dem man sich hätte Pornos runterladen können und selbst im Fernsehen war es eher selten, dass da mal was nacktes zu sehen war...
Der Höhepunkt war Hugo Egon Balders unsägliche Tittenshow "Tutti Frutti". Aus heutiger Sicht völlig blödsinnig, naiv und harmlos, aber für uns jungen Spunde endlich mal die Möglichkeit, Nackedeis im Fernsehen zu sehen. Wie die Sendung funktionierte war egal, solange sich die Kiwi auszog. Glücklich damals, wessen Eltern über einen Kabelanschluss verfügten.
Aber wir haben auch einiges zustande gebracht: Wir haben es durchgesetzt, dass Nutella zum Allgemeinbrotaufstrich wurde. Und nein: Nusspli schmeckt nicht entfernt nach Nutella.
Auch sind wir die Übergangsgeneration vom Bolzplatz zur Spielkonsole. Wir haben noch Kirschbäume bestiegen (jüngeren Lesern sei gesagt: Die Kirsche ist ein äußerst gefährlicher, weil brüchiger Baum im Vergleich zu anderen Hölzern), uns die Knie aufgeschlagen und mit dreckigen Fingern Butterbrot gegessen. Wir sind aber auch die Pioniere in Sachen virtuelles Leben. Wir haben den C64, Amiga, Atari praktisch erfunden. Ein paar von uns haben am 186er mit Monochrombildschirm Spielchen wie Pong oder -ambitionierter- Frogger nachgeschrieben und modifiziert.
Und so können wir schon im zarten Alter der Endtwenties und beginning Thirties bereits sehr zufrieden mit unserem gesellschaftlichen Beitrag sein.
Ausruhen. Erstmal. Mit 40 gehts dann weiter.
Donnerstag, 23. November 2006
Herrentoilette, Schweden
gorillaschnitzel, 13:27h

Deutsch
gorillaschnitzel, 12:52h
Deutsch ist eine wundervolle Sprache. Was auch immer andere Menschen daran auszusetzen finden sollten: Es stimmt nicht. Deutsch ist Poesie. Wladimir Kaminer hat mal gesagt, Deutsch sei sowas wie ein Baukastensystem und man könnte Wörter zusammenbauen wie Lego. Das stimmt. Es lassen sich herrliche Worte kreieren, die in anderen Sprachen so gar nicht möglich wären. Alles lässt sich zusammensetzen. Ein Paradies für Sprachjongleure.
Aber es ist nicht nur das. Es gibt massig Wörtchen, die einfach phantastisch sind. Exemplarisch:
Allein dem Wort "Heimat" sollte man eine eigene Hommage schreiben. Das mögen nun einige für verquast halten, weil es diesen Musikantenstadltouch (<- Baukastenwort und das sogar noch in Neudeutsch) hat. Letztlich aber ist das Wort eine Gefühlsumschreibung, die sich in keine andere mir bekannte Sprache übersetzen lässt.
Aber es ist nicht nur das. Es gibt massig Wörtchen, die einfach phantastisch sind. Exemplarisch:
Allein dem Wort "Heimat" sollte man eine eigene Hommage schreiben. Das mögen nun einige für verquast halten, weil es diesen Musikantenstadltouch (<- Baukastenwort und das sogar noch in Neudeutsch) hat. Letztlich aber ist das Wort eine Gefühlsumschreibung, die sich in keine andere mir bekannte Sprache übersetzen lässt.
Warlordism
gorillaschnitzel, 10:30h
In vielen -oft arabischen oder muslimischen (aber längst nicht nur)- Ländern ist das Warlordwesen recht weit verbreitet. Politische Fraktionen füttern sich aus Stammeszugehörigkeit oder ethnischer Herkunft, die politischen wie militärischen Führer sind nicht selten reiche Unternehmer, die ihre Unternehmungen aus ganz einfachem praktischem Nutzen auch auf die Bereiche Gesellschaft, Militär und Politik ausgedehnt haben.
Meist sind es recht instabile oder schwache Staaten (Libanon), manches Mal auch "gescheiterte" oder "scheiternde Staaten" (Irak, Afghanistan, Somalia). Die jeweiligen Zentralregierungen -so vorhanden- haben keine oder wenig Kontrolle über zumindest Teile des Staatsgebiets.
Dies sind insgesamt instabile, unberechenbare Verhältnisse. Die Koalitionen der Warlords und ihrer Clans sind oft schwierig, brüchig und einem ständigen Wandel unterzogen.
Wo aber sind die Alternativen? In den meisten Staaten lag dies in der Vergangenheit eher in starken Despotien/ Diktaturen oder in UN-Protektoraten. Immer öfter aber wird dies künftig in islamistischen Fundamentalbewegungen liegen. Ganz einfach deshalb, weil diese meist alternativlos die Monopolbewegung darstellen.
Die Prototypen waren die Taliban. Wie das auch anderswo prächtig "funktioniert" exerziert gerade Somalia vor, wo eine Islamistenmiliz mit verdächtigter Nähe zu al-Qaeda die zerstrittenen Bürgerkriegsmilizen (wie auch die Übergangsregierung im -bezeichnenderweise- Exil) so etwas wie Stabilität in die von ihnen eroberten Regionen bringt.
Ein weiteres Beispiel wäre der Sudan: Dort haben die Islamisten des Hassan Turabi die (jahrhundertealte) Ordnung des Clanwesens über den Haufen geworfen und in einer Art islamischer Revolution von oben dem Land einen tiefgreifenden (nicht immer guten) Wandel beschert.
Das alles gefällt natürlich westlichen Betrachtern mit ihrem Paradigma "Freiheit, Menschenrechte, Demokratie" überhaupt nicht. Nur: Die Frage, die sich die internationale Politik stellen muss ist, was nun politisch berechenbar ist. Die Warlords sind es schon mal definitiv nicht. Ein "gescheiterter" Staat ist sicherheitspolitisch nicht kalkulierbar.
Wie man aber mit dem Phänomen der islamistischen Bewegungen umgeht wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein.
Meist sind es recht instabile oder schwache Staaten (Libanon), manches Mal auch "gescheiterte" oder "scheiternde Staaten" (Irak, Afghanistan, Somalia). Die jeweiligen Zentralregierungen -so vorhanden- haben keine oder wenig Kontrolle über zumindest Teile des Staatsgebiets.
Dies sind insgesamt instabile, unberechenbare Verhältnisse. Die Koalitionen der Warlords und ihrer Clans sind oft schwierig, brüchig und einem ständigen Wandel unterzogen.
Wo aber sind die Alternativen? In den meisten Staaten lag dies in der Vergangenheit eher in starken Despotien/ Diktaturen oder in UN-Protektoraten. Immer öfter aber wird dies künftig in islamistischen Fundamentalbewegungen liegen. Ganz einfach deshalb, weil diese meist alternativlos die Monopolbewegung darstellen.
Die Prototypen waren die Taliban. Wie das auch anderswo prächtig "funktioniert" exerziert gerade Somalia vor, wo eine Islamistenmiliz mit verdächtigter Nähe zu al-Qaeda die zerstrittenen Bürgerkriegsmilizen (wie auch die Übergangsregierung im -bezeichnenderweise- Exil) so etwas wie Stabilität in die von ihnen eroberten Regionen bringt.
Ein weiteres Beispiel wäre der Sudan: Dort haben die Islamisten des Hassan Turabi die (jahrhundertealte) Ordnung des Clanwesens über den Haufen geworfen und in einer Art islamischer Revolution von oben dem Land einen tiefgreifenden (nicht immer guten) Wandel beschert.
Das alles gefällt natürlich westlichen Betrachtern mit ihrem Paradigma "Freiheit, Menschenrechte, Demokratie" überhaupt nicht. Nur: Die Frage, die sich die internationale Politik stellen muss ist, was nun politisch berechenbar ist. Die Warlords sind es schon mal definitiv nicht. Ein "gescheiterter" Staat ist sicherheitspolitisch nicht kalkulierbar.
Wie man aber mit dem Phänomen der islamistischen Bewegungen umgeht wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein.
Mittwoch, 22. November 2006
Search Request
gorillaschnitzel, 20:55h
Search request: sicherer freitod
Äääähm, kann ich weiterhelfen? Ich kenn da nen guten Therapeuten...
Search request: Mutiger Bär
Ich finde auch, dass Horst-Tappsy ein mutiges Kerlchen ist.
Search request: Der Papa wirds richten
Stimmt. Fragt sich nur, welcher...
Search request: Ronni fickt die Mädels durch
Mach dat Ronni. Viel Spaß dabei.
Search request: fick sie drüber
Ronni? Schon fertig?
Search request: beerdigung des hedonismus
Das hättense vielleicht gern. Ich mach aber wohl noch ein paar Tage weiter...
Äääähm, kann ich weiterhelfen? Ich kenn da nen guten Therapeuten...
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Ich finde auch, dass Horst-Tappsy ein mutiges Kerlchen ist.
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Stimmt. Fragt sich nur, welcher...
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Mach dat Ronni. Viel Spaß dabei.
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Ronni? Schon fertig?
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Das hättense vielleicht gern. Ich mach aber wohl noch ein paar Tage weiter...
Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 15:07h
Der diesmonatliche Halbdackelpreis ist relativ leicht zu vergeben. Es ist ein alter Dauerkandidat, der allein für seine Präsenz auf der politischen Bühne diesen Preis eigentlich gleich im Abonnement verdient hat. Es ist

Der Roland hat so ziemlich alles getan, um seine Reputation nachhaltig zugrunde zu richten. Ich finde, es ist ihm wirklich gelungen:
Zuerst hat er die ein oder andere Schwarzgeldmillion auf dubiosen Konten vergessen anzugeben. Das sei ihm allerdings vergeben. Bei den Summen, um die es damals ging, kann das wirklich schon mal passieren. Es war damals echt cleverer, dies alles nicht zu beeiden. Roli, das Schwarzgeld und die Lüge
Dann folgte das überaus (gespielte) peinliche Theater im Bundesrat und nun erklimmt der Mann neue Höhen auf der nach oben offenen Messlatte politischer Dummheiten.
Dieses Mal will er die freien Wähler bestechen. Natürlich sind dies alles "haltlose Vorwürfe". Seltsam nur, dass er sich nicht richtig erinnernkann will. Nur "haltlos" fällt ihm noch ein. So stiften wir dem Mann, der immer dreinblickt als sei er ein Fisch in einem Aquarium nebenbei noch den Ehrentitel "Brutalstmöglicher Lügner".
Darum hat er den Preis würdig verdient.
Lügen-Roli

Der Roland hat so ziemlich alles getan, um seine Reputation nachhaltig zugrunde zu richten. Ich finde, es ist ihm wirklich gelungen:
Zuerst hat er die ein oder andere Schwarzgeldmillion auf dubiosen Konten vergessen anzugeben. Das sei ihm allerdings vergeben. Bei den Summen, um die es damals ging, kann das wirklich schon mal passieren. Es war damals echt cleverer, dies alles nicht zu beeiden. Roli, das Schwarzgeld und die Lüge
Dann folgte das überaus (gespielte) peinliche Theater im Bundesrat und nun erklimmt der Mann neue Höhen auf der nach oben offenen Messlatte politischer Dummheiten.
Dieses Mal will er die freien Wähler bestechen. Natürlich sind dies alles "haltlose Vorwürfe". Seltsam nur, dass er sich nicht richtig erinnern
Darum hat er den Preis würdig verdient.
Libanon
gorillaschnitzel, 12:13h
Von jeher war der Libanon ein buntes Völkergemisch. Der Staat baut auf ein fragiles System politischer Rücksichten und Einflussnahmen auf, die entlang dieses Gemischs mal ausgeklüngelt wurden: Der Staatspräsident ist immer ein Christ, der Ministerpräsident Sunnit, der Parlamentspräsident Schiit. Die letzte Volkszählung stammt aus dem Jahr 1932. Mittlerweile dürften sich die Verhältnisse sehr deutlich verschoben haben, was an sich eine neue Zählung notwendig macht. Die aber wird mit Hinweis auf die Gefährdung des fragilen Friedens und des Proporz der Macht stets auf den Sanktnimmerleinstag verschoben. Vielleicht besser so.
Seit einigen Jahren aber brodelt es im Staat der Zedern. Die Schiiten sind längst nicht mehr mit ihrer Rolle als "Formaldritter" im Staat zufrieden und so zeigt sich, was in einem schwachen Zentralstaat alles möglich ist. Mit Hilfe der Syrer hat die schiitische Hizb Allah einen Staat im Staat geschaffen, an dem die politische Wirklichkeit des Libanon längst nicht mehr vorbeikommt.
Der politische Mord hat dabei eine "Normalität" erreicht, die erschrecken muss. 2004 wird gar der Ministerpräsident (Rafik Hariri) in die Luft gesprengt. Das führte dann dazu, dass die UN eine Untersuchung durchführt, die ziemlich eindeutig die Drahtzieher (proyrische Fraktion) demaskiert und recht deutlich macht, wo die inneren Feinde eigentlich sitzen: In Damaskus. Das war damals der Beginn einer zarten Revolution. So etwas wie ein beinahdemokratischer Neubeginn. Die Syrer wurden aus dem Land geschmissen, Tausende Menschen demonstrierten friedlich, die Hizb Allah zog sich still und leise vorübergehend in ihre Hochburgen zurück. Da dachte man, der Libanon könnte etwas anderes sein, als ein kollektiver Bürgerkrieg, bei dem niemand weiß, wer nun grade gegen wen schießt.
Dann aber kam die Hizb Allah zurück. Und wie. Mit diversen Attacken gegen Israel provozierte sie einen mehrwöchigen Krieg, der -wie sich nun zeigt- längst nicht allein gegen Israel gerichtet war sondern auch die Machtverhältnisse im Libanon selbst neu festlegen sollte.
Offiziell hoch empört, klammheimlich aber auch heilfroh, haben die arabischen Nachbarstaaten den Waffengang Israels gegen die Hizb Allah kommentiert. Die nämlich wollen sich -nach dem Iran und potentiell dem Irak- nicht noch einen Schiitenstaat in der unmittelbaren Nachbarschaft leisten. Desto tragischer, wenn diese Auseinandersetzung im besten Fall in einem Patt endet und damit viel eher der Hizb Allah hilft denn der zarten Pflanze "Demokraticus libanensis", die wohl demnächst durch die Dampfwalzen der Hizb Allah -die muntere Koalitionsspielchen mit dem berüchtigten Milizenführer Aoun betreibt- wieder eingestampft werden könnte.
Heute führt am Hizb Allah-Führer Hassan Nasrallah kein Weg mehr vorbei und gestern hat der politische Mord -dieses Mal bei der Familie Gemayel- zugeschlagen.
Es kommen harte Zeiten auf den Libanon zu.
Seit einigen Jahren aber brodelt es im Staat der Zedern. Die Schiiten sind längst nicht mehr mit ihrer Rolle als "Formaldritter" im Staat zufrieden und so zeigt sich, was in einem schwachen Zentralstaat alles möglich ist. Mit Hilfe der Syrer hat die schiitische Hizb Allah einen Staat im Staat geschaffen, an dem die politische Wirklichkeit des Libanon längst nicht mehr vorbeikommt.
Der politische Mord hat dabei eine "Normalität" erreicht, die erschrecken muss. 2004 wird gar der Ministerpräsident (Rafik Hariri) in die Luft gesprengt. Das führte dann dazu, dass die UN eine Untersuchung durchführt, die ziemlich eindeutig die Drahtzieher (proyrische Fraktion) demaskiert und recht deutlich macht, wo die inneren Feinde eigentlich sitzen: In Damaskus. Das war damals der Beginn einer zarten Revolution. So etwas wie ein beinahdemokratischer Neubeginn. Die Syrer wurden aus dem Land geschmissen, Tausende Menschen demonstrierten friedlich, die Hizb Allah zog sich still und leise vorübergehend in ihre Hochburgen zurück. Da dachte man, der Libanon könnte etwas anderes sein, als ein kollektiver Bürgerkrieg, bei dem niemand weiß, wer nun grade gegen wen schießt.
Dann aber kam die Hizb Allah zurück. Und wie. Mit diversen Attacken gegen Israel provozierte sie einen mehrwöchigen Krieg, der -wie sich nun zeigt- längst nicht allein gegen Israel gerichtet war sondern auch die Machtverhältnisse im Libanon selbst neu festlegen sollte.
Offiziell hoch empört, klammheimlich aber auch heilfroh, haben die arabischen Nachbarstaaten den Waffengang Israels gegen die Hizb Allah kommentiert. Die nämlich wollen sich -nach dem Iran und potentiell dem Irak- nicht noch einen Schiitenstaat in der unmittelbaren Nachbarschaft leisten. Desto tragischer, wenn diese Auseinandersetzung im besten Fall in einem Patt endet und damit viel eher der Hizb Allah hilft denn der zarten Pflanze "Demokraticus libanensis", die wohl demnächst durch die Dampfwalzen der Hizb Allah -die muntere Koalitionsspielchen mit dem berüchtigten Milizenführer Aoun betreibt- wieder eingestampft werden könnte.
Heute führt am Hizb Allah-Führer Hassan Nasrallah kein Weg mehr vorbei und gestern hat der politische Mord -dieses Mal bei der Familie Gemayel- zugeschlagen.
Es kommen harte Zeiten auf den Libanon zu.
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