Samstag, 22. April 2006
Hommage an Nullen und Versager
Meiner Meinung nach haben sich Innenminister einer gepflegten Wortwahl zu bedienen.
Diese Woche haben gleich zwei dieser Exemplare bewiesen, dass man auch sehr viel Rotz verzapfen darf:

Jörg Schönbohm ist nun ohnehin für den ein oder anderen dummen Spruch bekannt. Es ist aber schleierhaft, weshalb er ein Interesse daran hat, einerseits mittels "Heiße-Spur"-Meldungen die Ermittlungen zu gefährden und andererseits alles tut, um Zweifel an den rassistischen Motiven zu streuen.

Das hindert dann wiederum Wolfgang Schäuble nicht daran, seinem Parteikollegen helfend beizustehen. Mit Verlaub und in aller Demut, aber dessen Spruch von den "Verbrechen an blonden und blauäugigen Menschen" ist hochgradig dumm und zeugt von mangelhaftem Geschichtsverständnis.
Plumpe Vollidiotensabbelei soll nun als Entschuldigung und Erklärung herhalten?

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Saudumme Sprüche (XVIII)
Gucken Sie sich doch andere Städte der Welt an, da passiert sowas auch.

Jörg Schönbohm zum rassistischen Mordversuch an einem Deutsch-Äthiopier in Potsdam.

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Freitag, 21. April 2006
Köterkontent
...wenn man schon andernorts auf den Hund kommt....

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Nothing
Nochn Frühjahrsputzfundstück:

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Der Untergang
Der deutsche Fußball im Tiefflug. Und warum? Wegen der Spielerfrauen.

Sie lesen richtig. Scheinbar von niemandem bemerkt hat sich da ein tiefgreifender Generationenwandel vollzogen.

In den 80ern und 90ern gab es noch die Gaby Schusters und die Bianca Illgners. Es gab auch Frauen wie Angela Häßler. Oder Martina Effenberg. Claudia Strunz.

Die beiden ersten waren (gottseidank) das Gehirn und Sprachrohr ihrer kickenden Männer. Dumm kickt gut. Alles andere ist zweitrangig, solange es Frauen wie Gaby und Bianca gibt.
Angela Häßler hat immerhin den Gatten mit dem Manager betrogen. War wohl auch der intellektuellere Teil der Beziehung. Vielleicht wollte sich Icke deshalb nicht scheiden lassen.
Und die beiden letzteren: Die hatten doch auch irgendwo Cleverness und Marketingtalent....


Und heute?
Kennen Sie Frau Mertesacker? Oder Frau Frings? Eben.

Oliver Kahn betrügt seine Frau mit irgendeiner halbwegs knackigen Disconudel. Und was macht die werte Gattin? Will ihn zurückhaben! Kein Outingbuch, keine Reallifesoap. Nicht mal eine theatralische Ohrfeige vor 3 Dutzend Kameras der Weltpresse. Schlicht zurückhaben. Mal ehrlich: Will so ein Spieler überhaupt noch gewinnen?

Oder Michael Ballack. Der Mann, dessen Fönfrisur nach dem Spiel genauso aussieht wie vor dem Spiel. Verspricht seit Jahren, dass er vorhabe seine Frau zu heiraten (was er ja gar nicht müsste, zumindest nicht öffentlich). Mittlerweile habe er keine Zeit mehr. Sagt er. Bitte! Wasn dat ne Lusche von Frau?

So was wäre weder mit Gaby noch mit Angela und schon gar nicht mit Bianca gegangen...


Im gleichen Zug wie die wirklichen harten Verteidiger, die üblen Blutgrätscher ausm Mittelfeld und die Brecher im Sturm ausgetauscht wurden durch stromlinienförmige Clearasilbubies mit dem Charme eines Meerschweinchens....im gleichen Zug hat man auch die Frauen ausgetauscht.

So darf es nicht verwundern, wenn sich der deutsche Fußball weiter auf Talfahrt befindet. Jawoll.

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Donnerstag, 20. April 2006
Ronnie
In den 90ern bin ich mehrmals die Strecke zwischen Kapstadt und Johannesburg mit dem Auto gefahren. Elendig lang. Ein paar Stunden hinter Kapstadt kommt gleich die Karoo. Und da ist wenig mehr zu sehen, als kniehohe Sträucher. So ziemlich die einzige nennenswerte Siedlung auf der Strecke ist Bloemfontein.

Insgesamt etwa 1400-1500 Kilometer. Stundenlang nur (Halb-)Wüste.
Aber nicht nur....das absolute Highlight war ein kleines weiß getünchtes Häuschen mitten auf der Strecke.

Aufschrift in Riesenlettern:

"Ronnies Sex Shop"

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The Downward Spiral

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Die Welt zu Gast bei Freunden
Das ist die Geschichte von Yusufu Hamalai.

Yusufu Hamalai ist Nigerianer und seit einem Unfall benötigt er eine Beinprothese. Weil er nebenbei auch Sportler ist, wollte er diese in Deutschland anfertigen lassen. Was er auch gemacht hat. Nun ging es nur noch um die Anprobe und die genaue Passform.
Dazu muss Yusufu gen Deutschland fliegen. Eigentlich alles kein Problem. Hat er 1993 schon mal gemacht. Ist zwar immer etwas Behördenkram mit der deutschen Botschaft, aber wenn es um medizinische Visa geht, sollte es prinzipiell kein Problem sein.

Er reist also von seinem Heimatort an der Grenze zu Kamerun in die (neue) Hauptstadt Abuja zur deutschen Botschaft. 1000 Kilometer. Dort schicken sie ihn erstmal weiter, weil für Fälle wie ihn die Zweigstelle in der alten Hauptstadt Lagos zuständig ist.
Er reist auch gen Lagos mit seinen Unterlagen. Insgesamt 5 (!) Mal. Jedes Mal ähnlich weit wie Abuja.

Das eine Mal soll er eine Einladung aus Deutschland bringen, das andere Mal den Nachweis, dass er seine Prothese selbst bezahlt, das nächste Mal soll eine Bürgschaft vorgelegt werden, dann wiederum braucht er eine Quittung des Prothesenherstellers, dass er bereits eine Anzahlung getätigt hat und zuguterletzt muss er nachweisen, dass er genügend Barmittel zur Verfügung hat.

Beim letzten Besuch, als er den Diplomaten Bargeld auf den Tisch legt, wird sein Antrag auf ein Visum abgelehnt mit der Begründung, dass er hätte Kontoauszüge vorlegen müssen.

Yusufu Hamalai sitzt noch immer in Nigeria und die Prothese ist immer noch in Deutschland. Nur um das nochmals zu rekapitulieren: Der Mann will lediglich seine von ihm selbst bezahlte Prothese abholen und wieder nach Hause fliegen. Danach wäre Deutschland wirklich wieder sicher vor Yusufu...

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Rechtsradikale brauchen viel Verständnis
Sie haben es wirklich nicht leicht, darum: Nazis brauchen unser Verständnis

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Saudumme Sprüche (XVII)
Wer zu uns kommt, muss wissen, Deutschland ist anders als andere Länder. Wer nicht gewillt ist, das zu akzeptieren, tut sich und tut uns einen Gefallen, wenn er wieder geht.

Jörg Schönbohm in der Netzeitung.

Inspiration by DonLoewi

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Mittwoch, 19. April 2006
It´s the end of the world...

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Dinge, die der Nachbar besser nicht weiß.
Das läuft grob unterm Titel "Pfusch am Bau". Beim Umbau hatte sich rausgestellt, dass die Wand zum Nebenhaus nicht etwa (wie üblich) doppelt sondern nur einfach ist. Das ist eigentlich kein großes Problem. Es sei denn, man hat vor, in der Wand diverse Apparaturen zu versenken. Wir hatten vor: Duscharmatur, ein Heizkörper und eine Toilette. Alles inkl. Zu- und Ableitungen.
In einem solchen Fall baut man eigentlich eine Vormaurung, in der man diese Dinge versenkt. Nicht jedoch unsere Gas-Wasser-Scheiße-Firma. Die haben flux die Wand aufgemeißelt und mal schnell alles in der Wand versenkt. Die haben ziemlich schnell gemerkt, dass hinter der Wand gleich die Rigipsplatten und die Vertäfelung des Nachbarn kommt.

Und so sieht das aus:



Und nun hoffen wir, dass der Nachbar nie auf die Idee kommen wird, sein Treppenhaus neu zu vertäfeln...sonst trifft er auf unsere Dusche.

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Dienstag, 18. April 2006
The End of the World

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Fußballkrieg
Heute mal was aus der Abteilung "Bildungsbloggen":

Der Fußballkrieg. Wirklich wörtlich zu nehmen. Der Auslöser (nicht der Grund) war wirklich ein Fußballspiel. Ein WM-Qualifikationsspiel zu Fußball-WM 1970. Die Protagonisten: El Salvador und Honduras.

Das Hinspiel hatte Honduras mit 1:0 gewonnen. Im Rückspiel wiederum gewann El Salvador mit 3:0. Bereits da kam es zu Unruhen in El Salvador. Der Grund war die Situation der Gastarbeiter und Flüchtlinge aus El Salvador (später auch die Ursache für den Kriegsausbruch) in Honduras.
Es musste ein Entscheidungsspiel her. In diesem Spiel schoss El Salvador in der Nachspielzeit das entscheidende 3:2. Daraufhin kam es zu Unruhen und die Armee von El Salvador entschloss sich, in Honduras einzumarschieren. Honduras wiederum hatte ein Gesetz erlassen, das den Gastarbeitern aus El Salvador vorschrieb, binnen 30 Tagen das Land zu verlassen.
Die militärische Situation war klar: Honduras würde verlieren. Daher kam es zu Sanktionsandrohungen seitens der OAS (Organisation amerikanischer Saaten) und nach 4 Tagen wurden die Kampfhandlungen eingestellt. Dennoch starben in diesen wenigen Tagen 3000 Menschen in dem Konflikt.
Erst 1980 kam es zu einem Friedensvertrag der beiden Länder.


Übrigens: El Salvador hat sich dann tatsächlich für die WM qualifiziert, ist aber nach Niederlagen gegen Belgien (0:3), Mexico (0:4) und die Sowjetunion (0:2) bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

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Montag, 17. April 2006
Flickrwelt

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ﺕﺎﻔﺭﺎﻌﺘ
...ist Farsi und beschreibt "ta´arof", die persische Art höflich zu sein.

Das funktioniert so:

Man kriegt Zigaretten oder Tee angeboten. Das muss derjenige machen. Sonst gilt er als geizig und unhöflich. In Wirklichkeit will er das aber gar nicht anbieten.
Also lehnt man besser ab. Aber auch das: Alles gelogen. Natürlich will man liebend gern eine Zigarette. Aber es sind seine. Drum nestelt man besser die eigene Schachtel raus oder erzählt, man habe soeben erst eine geraucht...

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Samstag, 15. April 2006
Dschill Sänder
Während der Lektüre einer Story aus dem gedankendelta ist mir spontan Jil Sander eingefallen.

Jil sagt beispielsweise solche Sätze:


Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.


Wonderful diese anglizisms. Das macht doch people like Jil zu trendsettern. Fashion ist sozusagen the movement ahead.

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Freitag, 14. April 2006
Hausbau
Irgendwo heißt es, dass man ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und einen Sohn zeugen müsse....

Ganz ehrlich: Das erstere zumindest kennt immense Hürden...

Bauantrag: Alles ist klar. Alles. Bis auf das 2. Obergeschoss.
Ich wollte, dass die beiden Zimmer mit "Bibliothek" und "Billardzimmer" in das Baugesuch eingetragen werden.
Leider hat sich der Architekt auf expliziten Wunsch der Frau durchgesetzt. Die Zimmer heißen jetzt "Kinderzimmer 1" und "Kinderzimmer 2".

Wenigstens gibts jetzt ne Vorgabe...

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Freitag, 14. April 2006
Public Relations
Ausnahmsweise mal ein bisserl Werbung für ein Buch. Most in Oberösterreich. Geschrieben vom Meister der Getränkekultur. Nicht nur für (Ober-)Österreicher feines Erzeugnis in Sachen Kulturgeschichte....

Mostland Oberösterreich - Den Mostschädeln auf der Spur



Rezension im Kommentar

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Autokauf
Grundlegende Lebensentwürfe zeigen sich nirgends deutlicher als beim Autokauf. Sonst heißt es ja oft, Männer seien den eher praktischen Dingen zugetan, während Frauen einen Sinn für die Ästhetik haben. Das gilt ausdrücklich nicht für Autos.

Man durchstreift mit der Partnerin so einige Autohäuser. Eigentlich ist relativ schnell klar, wohin die Reise gehen soll. Zumindest das Land aus dem das Auto stammen soll, ist eigentlich schon vor der Auswahl gefunden.
Trotzdem gehen die Wege im Autohaus dann in grundlegend unterschiedliche Richtungen:

Mann: Landet sofort und ohne Umweg bei den schönen Dingen des Automobilvergnügens. Den Flitzern. Den kleinen rasanten Sportwagen. Am besten noch solche, bei denen man im Sommer das Dach abmachen kann.

Frau: Steht vor den Kombis rum und ist ganz angetan.


Es entwickeln sich in der Folge Dialoge, die in ihrer Ehrlichkeit kaum zu toppen sind.


Frau: Mir würde ein Kombi sehr gut gefallen. Die fand ich schon immer toll.

Mann: Kann sein, dass dir ein Kombi gefällt. Mir gefällt er aber nicht. Das sieht ja aus wie ne Kartoffel. Und wir kaufen gerade mein Auto.

Frau: Was willst du denn mit einem solchen Auto? Das ist doch total unpraktisch.

Mann: Es sieht doch schön aus. Und wozu soll es denn praktisch sein?

Frau: Das ist nur ein Zweisitzer. Zum einkaufen ist er auch zu klein.

Mann: Ach was. Da geht doch alles rein, was wir brauchen. Außerdem passen wir 2 doch rein. Das reicht doch.


Das ist der Punkt, wo das Unvermeidliche kommen muss. Es muss ausgesprochen werden:


Frau: Wo willst du denn den Kindersitz festmachen? Überhaupt: Da passt mit Sicherheit kein Kinderwagen rein.


So. Das hat gesessen. War beinah klar, dass etwas in der Art kommen würde.

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Der beste Club dieser Welt.
...sooooo gerne hätte ich Pauli im Finale gesehen. Wär das ein Fest geworden....

Schade eigentlich.

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Mittwoch, 12. April 2006
Tausche ein q gegen ein n
"There is obviously concern about Iraq: Mission accomplished Iran, it's a country that supports terrorists. It's a country that has indicated an interest in having weapons of mass destruction.”

Die Rhetorik von Donald Rumsfeld kommt mir irgendwie bekannt vor.

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