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Mittwoch, 18. Juni 2008
Taliban wollen Waffenstillstand
gorillaschnitzel, 02:16h

Inspired by a Haaretz headline
Mittwoch, 18. Juni 2008
Deutsch-Italienisch
gorillaschnitzel, 01:17h
In Italienisch heißt Gomez Toni.
Ur-Teil
gorillaschnitzel, 10:58h
Der ("moralische") Wert einer demokratischen Gesellschaft bemisst sich meiner Auffassung nach vor allem auch darin, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht: Behinderte, Kinder, Pflegebedürftige.
Letzte Woche ist das Urteil gefallen in einem Fall, der das Land hat sensibel werden lassen für Kühltruhen und deren Inhalte, die nicht zwangsläufig aus Tiefkühlpommes und Sauerbratenresten bestehen müssen.
Nun bin ich juristischer Volllaie und vielleicht ist das auch ganz gut so, weil ich ein paar Dinge der Juristerei nicht so ganz nachvollziehen kann. Der angeklagte Mensch wurde nicht wegen Mordes verurteilt und auch nicht wegen Totschlags sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge, weil "Grausamkeit" als Tatbestand für Mord nicht erfüllt gewesen sein soll.
Tut mir Leid, aber jeder Vollidiot -auch jeder noch so vollgedröhnte Junkie- weiß, dass 21 (!) Frakturen bei einem 2jährigen Kleinkind extrem gefährlich sein müssen.
Wenn dann ein Gericht darin keine Grausamkeit erkennt und dies damit begründet, dass wenn der Oberschenkelknochen gebrochen wird und das Kleinkind mutmaßlich aufgrund der großen Schmerzen den Todeseintritt infolge Bewusstlosigkeit gar nicht mehr als qualvoll empfunden hat, dann muss ich sagen, dass das vielleicht gemäß den bestehenden Paragraphen korrekt sein mag, das aber gleichzeitig ebenso zynisch ist und zumindest meinem Empfinden nach mit "Recht" recht wenig zu tun hat.
Letzte Woche ist das Urteil gefallen in einem Fall, der das Land hat sensibel werden lassen für Kühltruhen und deren Inhalte, die nicht zwangsläufig aus Tiefkühlpommes und Sauerbratenresten bestehen müssen.
Nun bin ich juristischer Volllaie und vielleicht ist das auch ganz gut so, weil ich ein paar Dinge der Juristerei nicht so ganz nachvollziehen kann. Der angeklagte Mensch wurde nicht wegen Mordes verurteilt und auch nicht wegen Totschlags sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge, weil "Grausamkeit" als Tatbestand für Mord nicht erfüllt gewesen sei
Tut mir Leid, aber jeder Vollidiot -auch jeder noch so vollgedröhnte Junkie- weiß, dass 21 (!) Frakturen bei einem 2jährigen Kleinkind extrem gefährlich sein müssen.
Wenn dann ein Gericht darin keine Grausamkeit erkennt und dies damit begründet, dass wenn der Oberschenkelknochen gebrochen wird und das Kleinkind mutmaßlich aufgrund der großen Schmerzen den Todeseintritt infolge Bewusstlosigkeit gar nicht mehr als qualvoll empfunden hat, dann muss ich sagen, dass das vielleicht gemäß den bestehenden Paragraphen korrekt sein mag, das aber gleichzeitig ebenso zynisch ist und zumindest meinem Empfinden nach mit "Recht" recht wenig zu tun hat.
Montag, 16. Juni 2008
Der Ernst, der Waldemar und der Bienenschwarm
gorillaschnitzel, 12:13h

Sonntag, 15. Juni 2008
Ach Südafrika,
gorillaschnitzel, 02:42h
eigentlich bist du ja ein richtig großartiges Land mit den großartigsten Landschaften, die ich je zu sehen bekommen habe. Ich durfte damals auch live und leibhaftig miterleben, wie du es geschafft hast, dich friedlich vom Apartheidrassistenregime zur "rainbow nation" zu wandeln. Diesen Verdienst kann man wohl ziemlich fraglos Nelson Mandela zuschreiben und seit Nelson Mandela weg ist, läuft es doch reichlich schief.
Thabo Mbeki heißt der Nachfolger und wer das lebende Monument und den Heiligen St. Nelson Mandela beerbt, hat es zugegebenermaßen nun nicht grade leicht und auch die vielfältige Problematik ist nicht gerade dazu angetan, als glänzender Politprofi und Superstar in die Historie einzugehen: Die Distanz zwischen Arm und Reich so gewaltig wie wohl kaum auf dem Planeten, dazu stirbt gerade eine ganze Generation an der großen Geisel AIDS und es ist längst nicht mehr weiß gegen schwarz sondern schon immer auch Xhosa ("Xhosanostra") gegen Zulu und schwarze Südafrikaner gegen Migranten.
Aber! Ein Präsident, der tatenlos zuschaut, wie ein Viertel seiner Bevölkerung sich mit HIV infiziert und ihnen dann auch noch rät, auf medizinische Präparate zu verzichten, eine Zehe Knoblauch täte es ja auch, den muss man wohl auch fragen dürfen, ob ihm irgendjemand ins Gehirn geschissen hat.
Dummerweise ist er da kein Einzelfall: Der momentan wahrscheinliche Nachfolger heißt Jacob Zuma und wurde unter anderem auch deshalb berühmt, weil er die (ungeschützte) Vergewaltigung einer mit HIV infizierten Frau mit dem Argument entschuldigt hat, er habe ja hinterher geduscht und wenn es sein müsse, nehme er sie zur Viertfrau.
Thabo Mbeki heißt der Nachfolger und wer das lebende Monument und den Heiligen St. Nelson Mandela beerbt, hat es zugegebenermaßen nun nicht grade leicht und auch die vielfältige Problematik ist nicht gerade dazu angetan, als glänzender Politprofi und Superstar in die Historie einzugehen: Die Distanz zwischen Arm und Reich so gewaltig wie wohl kaum auf dem Planeten, dazu stirbt gerade eine ganze Generation an der großen Geisel AIDS und es ist längst nicht mehr weiß gegen schwarz sondern schon immer auch Xhosa ("Xhosanostra") gegen Zulu und schwarze Südafrikaner gegen Migranten.
Aber! Ein Präsident, der tatenlos zuschaut, wie ein Viertel seiner Bevölkerung sich mit HIV infiziert und ihnen dann auch noch rät, auf medizinische Präparate zu verzichten, eine Zehe Knoblauch täte es ja auch, den muss man wohl auch fragen dürfen, ob ihm irgendjemand ins Gehirn geschissen hat.
Dummerweise ist er da kein Einzelfall: Der momentan wahrscheinliche Nachfolger heißt Jacob Zuma und wurde unter anderem auch deshalb berühmt, weil er die (ungeschützte) Vergewaltigung einer mit HIV infizierten Frau mit dem Argument entschuldigt hat, er habe ja hinterher geduscht und wenn es sein müsse, nehme er sie zur Viertfrau.
Samstag, 14. Juni 2008
...und dann war da auf einmal diese Mauer und Emil krachte voll dagegen
gorillaschnitzel, 13:48h

Ganz easy
gorillaschnitzel, 02:15h
Gary Lineker befand einmal, dass Fußball ein einfaches Spiel sei: 22 Menschen, 1 Ball und die Deutschen gewinnen. Stimmt leider nicht mehr so ganz und deshalb ist auch Fußball komplizierter geworden.
Am Sonntag beispielsweise spielt Tschechien gegen die Türkei und beide haben gleich viel Punkte und das exakt gleiche Torverhältnis. Wenn nun das Spiel unentschieden ausgeht? Dann folgt direkt im Anschluss ein Eltmeterschießen. Ehrlich gesagt: Ich hoffe auf ein Remis.
Noch kniffliger gehts in dieser Todesgruppe zu: Sollte Holland 3-0 gegen Rumänien gewinnen und Frankreich gegen Italien torlos remisieren (was ja nach den bisherigen Ergebnissen durchaus im Bereich des möglichen liegt), dann käme es zu folgender Konstellation:
Holland klar Erster und danach dann Rumänien, Italien und Frankreich mit jeweils 2 Punkten und allesamt mit 1-4 Toren.
Was dann passiert ist wirklich kompliziert und man muss erstmal eine Weile das Regelwerk wälzen: Frankreich Letzter, weil in den direkten Partien gegen Rumänien und Italien torlos, während die beiden gegeneinander 1-1 gespielt haben und damit mehr Tore geschossen haben. Zwischen Italien und Rumänien aber wird es eng und die magische Zahl ist dabei die 0,11. Weil Regel "f)" greift und dabei werden dann die Punkte aus der WM-Qualifikation 06 und der EM-Qualifikation 08 addiert und dann durch die Anzahl der Spiele geteilt und dabei kommt man bei Rumänien auf 2,25 und bei Italien auf 2,36nochwasunendlich. Damit: Italien Zweiter.
Irgendwie will ich den Sepp Herberger wieder haben. Ball rund, Spiel 90 Minuten und gut is.
Am Sonntag beispielsweise spielt Tschechien gegen die Türkei und beide haben gleich viel Punkte und das exakt gleiche Torverhältnis. Wenn nun das Spiel unentschieden ausgeht? Dann folgt direkt im Anschluss ein Eltmeterschießen. Ehrlich gesagt: Ich hoffe auf ein Remis.
Noch kniffliger gehts in dieser Todesgruppe zu: Sollte Holland 3-0 gegen Rumänien gewinnen und Frankreich gegen Italien torlos remisieren (was ja nach den bisherigen Ergebnissen durchaus im Bereich des möglichen liegt), dann käme es zu folgender Konstellation:
Holland klar Erster und danach dann Rumänien, Italien und Frankreich mit jeweils 2 Punkten und allesamt mit 1-4 Toren.
Was dann passiert ist wirklich kompliziert und man muss erstmal eine Weile das Regelwerk wälzen: Frankreich Letzter, weil in den direkten Partien gegen Rumänien und Italien torlos, während die beiden gegeneinander 1-1 gespielt haben und damit mehr Tore geschossen haben. Zwischen Italien und Rumänien aber wird es eng und die magische Zahl ist dabei die 0,11. Weil Regel "f)" greift und dabei werden dann die Punkte aus der WM-Qualifikation 06 und der EM-Qualifikation 08 addiert und dann durch die Anzahl der Spiele geteilt und dabei kommt man bei Rumänien auf 2,25 und bei Italien auf 2,36nochwasunendlich. Damit: Italien Zweiter.
Irgendwie will ich den Sepp Herberger wieder haben. Ball rund, Spiel 90 Minuten und gut is.
Freitag, 13. Juni 2008
Obamania
gorillaschnitzel, 03:35h
An und für sich halte ich mich ja für einen ziemlich politischen Menschen, muss aber zugeben, dass es mir meist reichlich schwerfällt, mich eindeutig hinter irgendeine Partei zu positionieren. Manchmal finde ich diese Position besser, manchmal jene und alles in allem glaube ich, dass es schwer ist, mich politisch zu begeistern. Eigentlich ist das bisher nur dem Gorbi mitsamt Wiedervereinigungsgedöns gelungen und damals war ich noch ein Teenager.
Fast 20 Jahre hat es jetzt gebraucht um mich wieder zu faszinieren und dieses Mal heißt der Mensch Obama. Über den kann man wohl viele Worte verlieren -so wie ich grade- aber gleichgültig bleibt er wohl niemandem. Vor allem: Er bewegt. Nicht nur mich. Eigentlich so ziemlich jeden, der sich mal eine Rede von ihm angeschaut hat und der nicht alles in sich abgetötet hat. Der Mann ist ein Phänomen, ein Prediger, mit der Ausnahme, dass er nicht diese pastoralen Schwülstigkeiten eines Scharping hat, den ich übrigens seitdem mir der Beckkurti bekannt ist, nicht mehr für den Totengräber der Sozialdemokratie halte.
Mag Obama Versprechen abgeben, die er nicht halten kann und mag Obama, so er Präsident werden wird, letzten Endes das tun, das er tun muss -nämlich die Interessen der USA vertreten- und mag er auch einigen Leuten auf den Schlips treten und andere wiederum enttäuschen: Er hat die Vereinigten Staaten schon jetzt verändert und wenn er nur ein Zehntel dessen umsetzt, das er ankündigt, dann wäre dieser Planet schon eine bessere Welt.
Wenn man sich mal die Reden der vergangenen Wochen anschaute, wusste man auch, weshalb der Mann so populär ist: Clinton redete über sich selbst, McCain redete über Obama, Obama redete über Amerika. Und vor allem hat der Mann eine Vision. Man darf an dieser Stelle nun nachfragen, ob "Change" und "Hope" als Schlagworte einer Kampagne ausreichen, nur: Welche Schlagworte hat(te) denn der Rest? Man darf sich auch gerne mal fragen, ob "yes we can" Programm genug sein mag, darf sich dann aber auch gerne einmal an die Programme der Gegenpartei(en) erinnern. Auch die Machbarkeit darf man gerne hinterfragen, nur: Vor knapp 200 Jahren hielten viele die Abschaffung der Sklaverei für undenkbar. Obama ist in der US-Politik einzigartig und nicht mal mit JFK vergleichbar. Das was grade in den USA abläuft verdient -in meiner Betrachtung- durchaus das Siegel "historisch". Ganz egal, wie es ausgeht. Wurschd ob der Mann gewählt wird oder nicht.
Ich persönlich glaube ja, dass es in den USA so eine Art Selbstreinigungskraft gibt und nach 8 Jahren Bush die Demokraten dran sind und von daher freu ich mich auf den 20. Januar 2009.
Fast 20 Jahre hat es jetzt gebraucht um mich wieder zu faszinieren und dieses Mal heißt der Mensch Obama. Über den kann man wohl viele Worte verlieren -so wie ich grade- aber gleichgültig bleibt er wohl niemandem. Vor allem: Er bewegt. Nicht nur mich. Eigentlich so ziemlich jeden, der sich mal eine Rede von ihm angeschaut hat und der nicht alles in sich abgetötet hat. Der Mann ist ein Phänomen, ein Prediger, mit der Ausnahme, dass er nicht diese pastoralen Schwülstigkeiten eines Scharping hat, den ich übrigens seitdem mir der Beckkurti bekannt ist, nicht mehr für den Totengräber der Sozialdemokratie halte.
Mag Obama Versprechen abgeben, die er nicht halten kann und mag Obama, so er Präsident werden wird, letzten Endes das tun, das er tun muss -nämlich die Interessen der USA vertreten- und mag er auch einigen Leuten auf den Schlips treten und andere wiederum enttäuschen: Er hat die Vereinigten Staaten schon jetzt verändert und wenn er nur ein Zehntel dessen umsetzt, das er ankündigt, dann wäre dieser Planet schon eine bessere Welt.
Wenn man sich mal die Reden der vergangenen Wochen anschaute, wusste man auch, weshalb der Mann so populär ist: Clinton redete über sich selbst, McCain redete über Obama, Obama redete über Amerika. Und vor allem hat der Mann eine Vision. Man darf an dieser Stelle nun nachfragen, ob "Change" und "Hope" als Schlagworte einer Kampagne ausreichen, nur: Welche Schlagworte hat(te) denn der Rest? Man darf sich auch gerne mal fragen, ob "yes we can" Programm genug sein mag, darf sich dann aber auch gerne einmal an die Programme der Gegenpartei(en) erinnern. Auch die Machbarkeit darf man gerne hinterfragen, nur: Vor knapp 200 Jahren hielten viele die Abschaffung der Sklaverei für undenkbar. Obama ist in der US-Politik einzigartig und nicht mal mit JFK vergleichbar. Das was grade in den USA abläuft verdient -in meiner Betrachtung- durchaus das Siegel "historisch". Ganz egal, wie es ausgeht. Wurschd ob der Mann gewählt wird oder nicht.
Ich persönlich glaube ja, dass es in den USA so eine Art Selbstreinigungskraft gibt und nach 8 Jahren Bush die Demokraten dran sind und von daher freu ich mich auf den 20. Januar 2009.
Donnerstag, 12. Juni 2008
Scheißspiel
gorillaschnitzel, 21:56h
Mittwoch, 11. Juni 2008
Tschingis Aitmatow
gorillaschnitzel, 17:15h
Vor vielen Jahren las ich einst "Dshamilja", ein schmales Büchlein, geschrieben von Tschingis Aitmatow als Abschlussarbeit.
Im Vorwort hat Luis Aragon geschrieben, das Buch sei "die schönste Liebesgeschichte der Welt". Er hat Recht.
Gestern ist Tschingis Aitmatow gestorben und ich glaube, ich sollte das Buch mal wieder lesen.
Im Vorwort hat Luis Aragon geschrieben, das Buch sei "die schönste Liebesgeschichte der Welt". Er hat Recht.
Gestern ist Tschingis Aitmatow gestorben und ich glaube, ich sollte das Buch mal wieder lesen.
Liebe Österreicher,
gorillaschnitzel, 15:37h
was habt ihr im Lauf der letzten Jahrhunderte nicht alles hervorgebracht: Den Haydn, von dem wir Deutschen uns die Hymne entlehnt geklaut haben, wunderschöne Walzer, kalifornische Gouverneure, die besten Skirennläufer, eine manchmal seltsame, aber genauso schöne Sprache, eine Stadt, die den Schmäh erfunden hat, gar die wohl bekannteste Figur des Planeten und wie´s aussieht, veranstaltet ihr grade eine schöne Europameisterschaft.
Eins aber müsste man euch leider eigentlich nehmen. Den Mozart nämlich. Die gleichnamigen Kugeln dürftet ihr aber behalten. Der Mozart aber, der war kein Österreicher sondern genaugenommen Schwabe. Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Weil nämlich dem Wolferl sein Papa aus Augschburg kommt und das Wolferl selbst im Erzbistum Salzburg das Licht der Welt erblickte, was damals wiederum zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst 15 Jahre nach Mozarts Tod Österreich zugeschlagen wurde. Schuld war natürlich wie beinahe immer zu der Zeit der Napoleon.
Eins aber müsste man euch leider eigentlich nehmen. Den Mozart nämlich. Die gleichnamigen Kugeln dürftet ihr aber behalten. Der Mozart aber, der war kein Österreicher sondern genaugenommen Schwabe. Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Weil nämlich dem Wolferl sein Papa aus Augschburg kommt und das Wolferl selbst im Erzbistum Salzburg das Licht der Welt erblickte, was damals wiederum zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst 15 Jahre nach Mozarts Tod Österreich zugeschlagen wurde. Schuld war natürlich wie beinahe immer zu der Zeit der Napoleon.
Montag, 9. Juni 2008
Peking
gorillaschnitzel, 14:24h
Auf Peking war ich sehr gespannt. Weil es eine Rückkehr war. Nach 6 Jahren wieder eine Stadt sehen, die damals grade so richtig erwacht war und man damals bereits gesehen hat, dass sich dort was tut.


Sie sind schon ein wenig im Olympiafieber und auch wenn es noch einiges zu bauen gibt (gab?): Sie werden fertig werden. Unter anderem wird dann auch mal -in einer Diktatur möglich- eine komplette Haupteinkaufsstraße geschlossen und generalüberholt. Es ist als hätte Berlin vor der Fußball-WM den Kudamm dichtgemacht.


Überhaupt Sport: Wunderbar sind diese öffentlichen Gratis-Open-Air-Fitnessstudios, die es überall gibt.

Sonntag früh trifft man sich dann im Park zum gemeinsamen TaiChi, zum Walzer tanzen oder zum singen.


Wenn man schon mal in Peking ist, schlendert man dann auch ein Mal über TianAnMen und wo dieses Mal die Schlange vor dem Mao-Mausoleum recht kurz ist, schaut man sich den toten Mao dann auch mal an. Kurz gesagt: Ein eher ernüchterndes Erlebnis. Die Halle selbst eine chinakommunistische Kitschanlage mitsamt Devotionalienhandel und Mao sieht schrecklich aus mit sehr ungesund anmutender Haut in den wildesten Orangetönen.


Das ungewöhnlichste an diesem Foto ist.....? Richtig! Der blaue Himmel...
Katie Melua behauptet, es gäbe 9 million bicycles in BeiJing. Ich würde sagen, dass es gefühlt noch mehr sind, wenngleich das letzte Mal irgendwie noch mehr Menschen mit dem Rad unterwegs waren.


Einige aber sind zu Fuß unterwegs und joggen durch den Smog. Volksbefreiungsarmee auf dem Weg nach Lhasa:
Die besten Erfahrungen in Peking/China haben meist mit Essen und Futter zu tun, auch wenn manchmal die Speisekarten etwas schwieriger zu entziffern sind.


Ich selbst aber finde die Hutongs, die "traditionellen Viertel", am spannendsten. Interessant war vor allem zu sehen, wie sich der Hutong entwickelte, den ich vor 6 Jahren sah. Der nämlich war kaum wiederzuerkennen: Vor 6 Jahren noch war es etwas schmuddelig, es stank aufgrund der öffentlichen Sanitäranlagen erbärmlich und irgendwie zogen alle Bewohner in die Hochhaussiedlungen der vierten und fünten Ringstraße. Heute alles anders. Sauber, renoviert, die Klos saniert und mit Türen versehen, Läden und Geschäfte haben eröffnet und Xiao Biar, der damals ganz neu eine Intellektuellenkneipe eröffnet hatte, hat jetzt eine Filiale aufgemacht. Aus dem Szeneviertel für Studenten ist eine Tourimeile geworden.



Aber die Hutongs sind auch bedroht, weil man dem wirtschaftlichen Aufschwung und der "modernen Stadtplanung" mitsamt Olympia die Hutongs opfert.

Das Ende dann an Terminal 3, das erst 5 Tage zuvor eröffnet wurde. Gebaut von Sir Norman Foster und damit architektonisch sensationell...

So....das wars denn mit Transsib. Fertig. Ich hoffe, es hat unterhalten...einigermaßen wenigstens...


Sie sind schon ein wenig im Olympiafieber und auch wenn es noch einiges zu bauen gibt (gab?): Sie werden fertig werden. Unter anderem wird dann auch mal -in einer Diktatur möglich- eine komplette Haupteinkaufsstraße geschlossen und generalüberholt. Es ist als hätte Berlin vor der Fußball-WM den Kudamm dichtgemacht.


Überhaupt Sport: Wunderbar sind diese öffentlichen Gratis-Open-Air-Fitnessstudios, die es überall gibt.

Sonntag früh trifft man sich dann im Park zum gemeinsamen TaiChi, zum Walzer tanzen oder zum singen.


Wenn man schon mal in Peking ist, schlendert man dann auch ein Mal über TianAnMen und wo dieses Mal die Schlange vor dem Mao-Mausoleum recht kurz ist, schaut man sich den toten Mao dann auch mal an. Kurz gesagt: Ein eher ernüchterndes Erlebnis. Die Halle selbst eine chinakommunistische Kitschanlage mitsamt Devotionalienhandel und Mao sieht schrecklich aus mit sehr ungesund anmutender Haut in den wildesten Orangetönen.


Das ungewöhnlichste an diesem Foto ist.....? Richtig! Der blaue Himmel...
Katie Melua behauptet, es gäbe 9 million bicycles in BeiJing. Ich würde sagen, dass es gefühlt noch mehr sind, wenngleich das letzte Mal irgendwie noch mehr Menschen mit dem Rad unterwegs waren.


Einige aber sind zu Fuß unterwegs und joggen durch den Smog. Volksbefreiungsarmee auf dem Weg nach Lhasa:
Die besten Erfahrungen in Peking/China haben meist mit Essen und Futter zu tun, auch wenn manchmal die Speisekarten etwas schwieriger zu entziffern sind.


Ich selbst aber finde die Hutongs, die "traditionellen Viertel", am spannendsten. Interessant war vor allem zu sehen, wie sich der Hutong entwickelte, den ich vor 6 Jahren sah. Der nämlich war kaum wiederzuerkennen: Vor 6 Jahren noch war es etwas schmuddelig, es stank aufgrund der öffentlichen Sanitäranlagen erbärmlich und irgendwie zogen alle Bewohner in die Hochhaussiedlungen der vierten und fünten Ringstraße. Heute alles anders. Sauber, renoviert, die Klos saniert und mit Türen versehen, Läden und Geschäfte haben eröffnet und Xiao Biar, der damals ganz neu eine Intellektuellenkneipe eröffnet hatte, hat jetzt eine Filiale aufgemacht. Aus dem Szeneviertel für Studenten ist eine Tourimeile geworden.



Aber die Hutongs sind auch bedroht, weil man dem wirtschaftlichen Aufschwung und der "modernen Stadtplanung" mitsamt Olympia die Hutongs opfert.

Das Ende dann an Terminal 3, das erst 5 Tage zuvor eröffnet wurde. Gebaut von Sir Norman Foster und damit architektonisch sensationell...

So....das wars denn mit Transsib. Fertig. Ich hoffe, es hat unterhalten...einigermaßen wenigstens...
Samstag, 7. Juni 2008
....und es war Sommer. Oder auch nicht so richtig.
gorillaschnitzel, 18:13h

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