Mittwoch, 10. Januar 2007
Knast

   ... Horst-Tappsy
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Wanted
Ohohoh....böses Omen gleich zum Jahresbeginn: Besucher hier von der australischen Regierung (gov.au) und dann auch noch aus Melbourne. Ganz schlecht.

Könnte sein, dass ihr eine Weile ohne mich auskommen müsst, wenn die dort diese Geschichte immer noch so ernst nehmen, wie sie das 2 Jahre lang (!) getan haben.

   ... On the road
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Tu Felix Austria
Österreich hat sich nach langem Hin und Her nun doch entschlossen, eine Regierung zu bilden. Man hatte ja schon gedacht, die Art und Weise, wie sich Deutschland zur Kanzlerin gequält hat sei relativ einmalig gewesen. Die Nachbarn haben dem aber noch einen draufgesetzt. Ein paar böse (österreichische) Zungen haben es "Bananenrepublik" genannt, oder auch "größter Witz der zweiten Republik".

Liebe Österreicher, lasst mich dies -völlig ohne Häme, Besserwisserei und wirklich ernstgemeint- als Piefke und Beobachter von außerhalb sagen: Ihr seid ein glückliches Land. Ein Land, das sich eine Italienisierung seiner Politik leisten kann und dennoch prächtig funktioniert, ist wahrhaft ein glückliches Land. Ein Land, dass die eigentliche Schonfrist für eine Regierung (100 Tage) allein zur Findung selbiger verwenden kann, ist gesund.
Ich glaube beinahe, ihr wärt in der Lage gewesen, die erste funktionierende Republik zu werden, die gänzlich ohne Regierung auskommt.
In diesem Sinne: Bei allen Fehlern, mit denen diese Regierung schon vor der Vereidigung (Angelobung) startet....
.....ihr hattet schon schlechtere Regierungen.

   ... Poly-Tikk
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Mittwoch, 10. Januar 2007
Terminmanagement
Horst-Tappsy ist ein gefragter Bär


   ... Horst-Tappsy
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Stoiber
Schon spaßig, wenn der Stoiber (*1941) so langsam altershalber in den Ruhestand geschickt werden soll und seine potentiellen Erben Beckstein (*1943) und Huber (*1946) heißen sollen...

Also ich würde den ja inhaltlich und aufgrund seiner Politik loswerden wollen und nicht alterstechnisch...

   ... Poly-Tikk
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Zeitgeist
Diese Woche lohnt die Lektüre des SPIEGEL. Der wird 60 Jahre alt. Die Lektüre lohnt in erster Linie nicht deshalb, sondern weil im beiliegenden Sonderheft alte Beiträge aus den letzten 60 Jahren abgedruckt sind. Eine Reise in die Vergangenheit, die den Zeitgeist der jeweiligen Ära schön wiedergibt...


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Montag, 8. Januar 2007
Er gibt sich die Kante

   ... Horst-Tappsy
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Eine Fabel
oder:

Die Reise zum Arsch der Erkenntnis


Stellen wir uns mal vor, es gibt da so was wie ein Paralleluniversum. Das gibts bestimmt ziemlich sicher. Und wenn nicht, ist zumindest die Vorstellung schön, dass es sowas geben könnte.
Nehmen wir also mal an, es gibt da in zig Lichtjahren Entfernung einen Planeten. Schön blau schwirrt er durchs Weltall. Bewohnt wird der Planet ausschließlich durch Ratten:
Wanderratten, Hausratten, Beutelratten, Bisamratten, Malaiische Ratten, Reisfeldratten, Savahratten, Himalajaratten und vielen anderen mehr. Überall Ratten.

Sie haben dort viele verschiedene funktionierende Gemeinwesen aufgebaut. Eines wird vom Rattenkönig regiert, ein anderes ist ein rattokratisches Staatswesen, wieder ein anderes eine Rattogarchie. Sie leben zusammen, manchmal auch nicht. Manchmal streiten sie sich und hin und wieder soll es sogar Rattenkriege geben.

Darunter das allerschönste und blühendste Rattenland von allen, das berühmt war für seine beiden geistreichen Ratten, die längst das Zeitliche gesegnet hatten, das bekannt war für Wälder, Seen, seine endlosen Müllhalden, die zum Stöbern einluden, seine wunderschönen Kanäle und Entwässerungsanlagen, die traumhaft schöne Wohnungen abgaben (während in anderen Ländern die Ratten in Wiesen und Wäldern ihr Dasein fristen mussten) und einem perfekt funktionierenden Rattenstaat. Alles klappte, aber trotzdem war keiner zufrieden. Aber es ließ sich blendend leben im kleinen Rattenparadies.

Weil Ratten, wie allseits bekannt, kluge Tiere sind, haben sie natürlich auch das Fernsehen erfunden und betreiben in unserem schönen Rattenland ein revolutionäres Fernsehprogramm: Sendungen wie "Big Rat" oder "Rattenland sucht die Super-Ratte" sind sehr erfolgreiche Formate.
Wenig beachtet dagegen die feine sonntagnächtliche Politshow "Christiratsen", in der sich Rattenpolitiker aller Art treffen und die sowas wie die periodische Presseshow des Rattenstaats ist.

Moderiert wird die Show von Christiratsen, eine ältlich werdende Rättin, die aber eine alte Häsin Rättin auf dem Mediengebiet ist. Jedes Mal lädt sie sich Gäste aus der Rattenpolitik ein.

Es gibt da zum Beispiel Rattenkoch. Eine listige Oportunisten-Ratte mit allerlei Dreck am Stecken aber dennoch mit genügend Hinterhalt allenthalben.

Oder Rasierratte. Ein rasanter Aufsteiger unter den Ratten und daher noch ein bißchen tapsig. So ein bißchen wie eine Ratte, die etwas zu viel Markumar erwischt hat.

Westerratte grinst unablässig in die Kameras und redet in schneidendem Ton von der Kanalliberalisierung.

Sonnenblumenratte findet, dass man die Kanalsysteme ausbauen müsse und die Fäkalquote erhöht werden sollte.

Rotratte sitzt auch oft in der Runde, redet aber meist nur wirres Zeugs.

Braunratte mögen sie nicht und deshalb laden sie ihn nie ein. Braunratte hetzt ohnehin nur gegen die Beutelratten.



Nun ist es erstmals gelungen, eine dieser Sendungen aufzuzeichnen. Es ist -gelinde gesagt- eine mittlere Sensation. Es ist ein Protokoll aus der Welt der Ratten. Dies folgt in den Kommentaren

   ... Poly-Tikk
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Sonntag, 7. Januar 2007
Genäht
Horst-Tappsy ist ein Kampfbär und die erleiden eben hin und wieder eine Verletzung. Dieses Mal wurde ihm der rechte Fuß halb abgerissen. Aber ihm gehts wieder bestens, der Fuß ist wieder dran und das Bärchen säuft schon wieder Rotwein.


   ... Horst-Tappsy
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Bloggen ruiniert die Welt
Jawoll! Sie haben richtig gelesen. Wie ich darauf komme?
Ganz einfach: Ich konnte es mir nicht verkneifen, mir neulich mal die Besucherstatistik anzuschauen und nach deren Studium behaupte ich nun:

Der Durchschnittsblogger liest und schreibt und bloggt beinahe ausschließlich während der Arbeitszeit!

Deutlich wird das dadurch, dass es ab 9 Uhr in Blogistan so richtig losgeht. Gut, Sie werden nun einwenden, dass der gewöhnliche Mensch da erst so richtig wach wird. Stimmt. Allerdings bricht Blogistan dann gegen 12 in den Mittagsschlaf/ die Mittagspause auf und legt dann gegen 14 Uhr wieder los. Der Höhepunkt dann kurz vor Feierabend gegen 17 Uhr: Keiner hat mehr Lust und so verbringt man seine Zeit in den Blogs.

Es gibt ja auch liebgewonnene Bloggerkollegen, die diesen Umstand sehr bereitwillig einräumen: Sünder 1 und Sünderin 2 haben das ja bereits sehr gern und ohne Reue zugegeben.

Ich mag mir den immensen volkswirtschaftlichen Schaden gar nicht ausmalen: Milliarden müssen das sein, die da jährlich den Bruttosozialprodukt abgehen. Vermutlich wurde unseretwegen die Mehrwertsteuer überhaupt erst erhöht.

   ... Virtuelle Welt
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Samstag, 6. Januar 2007
PSL
PSL ist eine Marke. Es ist genauer gesagt die Marke. PSL ist Peter Scholl-Latour.

Der Mann ist seit etwa 183 Jahren auf den Bildschirmen dieser Welt präsent, d.h. nein, eigentlich nur auf deutschen Bildschirmen. Als Gott das Fernsehen schuf, zeigte es als erstes PSL und PSL plapperte los und es ward Fernsehen. Und so sind ganze Generationen mit PSL und seiner Sicht der Dinge groß geworden. PSL ist eine Institution wie das Sofa im Wohnzimmer oder der morgendliche Kaffee.

Natürlich ist so einiges seltsam an PSL: Warum er seinen Namen Scholl-Latour schreibt und nicht viel stylischer Scholllatour mit drei aufeinanderfolgenden "l". Oder dass er diesen Silberreif trägt, der ihm wohl bei seiner ersten Auslandsreise überreicht wurde und seither an seinem Arm festgewachsen ist. Er ist trotzdem eine Legende.

Mit postmortaler Gelassenheit betrachtet PSL die Dinge und die Weltläufe. Ihn kann nichts mehr erschüttern, er hat schon alles gesehen. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erzählt er, wie er seinerzeit in den 50ern mit dem Sultan von Oman Kamelrennen veranstaltet hat oder mit Idi Amin Tee getrunken hat und nuschelt dabei so unsäglich ins Mikro, dass es das Publikum zu beider Glück ohnehin nicht mehr versteht. Und das ist auch gut so. PSL soll einfach nur einfach die Welt erklären. Richtig einfach einfach.
Das kann er zugegebenermaßen ziemlich gut. Zwar liegt er mit seinen Prognosen meist zu 100 % daneben, aber das ist egal.

Ich glaube, PSL kann jede Frage beantworten. Wirklich jede. Auch die nach der Verdauungsproblematik einer indischen Hausstaubmilbe.

PSL ist der Franz Beckenbauer des deutschen Fernsehens: Er darf sagen, was immer er auch will und den allergröbsten Unsinn verbreiten, solange er nur den Mund aufmacht und jeden Satz mit einem "nich?" beendet. Das Publikum verzeiht PSL gerne.

Keep on rockin´, PSL. Auch wenn das alles großer Quatsch ist, was du uns servierst.

   ... Glotze
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Freitag, 5. Januar 2007
Auf dem Kaktus
Nein, er hält keinen Winterschlaf:


   ... Horst-Tappsy
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Blog zu verkaufen
Liebe Leute von Holtzbrink & Co,

ich hätte euch da ein phantastisches Angebot zu machen: Ich würde euch mein Blog verkaufen. Wo ihr neulich schon studiVZ gekauft habt, müsste da doch sicher noch die ein oder andere Million rumliegen, die man verpulvern investieren kann.

Mein Blog hat im Gegensatz zu studiVZ sogar einige ganz enorme Vorteile: Das Publikum hier ist durchweg gebildet, intelligent und damit eine Zielgruppe derer sich Holtzbrink & Co nicht verschließen dürfen. Sie werden hier sehr breit gestreut die verschiedensten Menschen aus allen Altersgruppen antreffen. Ich biete Ihnen ein einmaliges soziales Netzwerk mit hohem Potential.
Stalker und Fakeaccounts kann ich nicht bieten und habe daher ein -was den Publikumsverkehr angeht- qualitativ einwandfrei hochstehendes Projekt. Auch bin ich bisher von Skandalen weitgehend verschont geblieben.

Sie sehen: Die Wachstumsmöglichkeiten sind grenzenlos, die perfekte Zielgruppe biete ich auch (nennen wir sie mal "YIELS": young, intelligent, educated, leading, smart.), daher glaube ich, dass Sie hier in die Zukunft investieren können und möchte Ihnen einen Vorschlag zur Verhandlungsbasis unterbreiten:

Wie wärs denn mit 50 Millionen? Selbstverständlich bin ich bereit, eventuell nochmals darüber nachzudenken und wäre unter Umständen auch bereit, nochmals zu verhandeln, dennoch sollten Sie sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

gorillaschnitzel

   ... Virtuelle Welt
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Die Irren von Teheran
Mittlerweile liebe ich Mahmud Ahmadinedschad wirklich inständig. Die Holocaustkonferenz, die wohl -wie zu erwarten war- ereignislos vor sich hindümpelte, all das Geschrei und die Dauerdurchdreher. Der Mann ist immer für einen Heuler gut. Leider ist der letzte etwas verpufft, denn der war richtig klasse und ist quasi ein Ergebnis der Lügenkonferenz!

Mahmud erklärt Geschichte im Allgemeinen und Adolf Hitler im Besonderen neu. Vieles ist ja schon geschrieben worden über Adolf Hitler. Eigentlich hatte man nichts ausgelassen. Aber Mahmud Ahmadinedschad bringt sämtliche Theorien zusammen und strickt die Hitlerforschung komplett neu. Nur damit das alle ein für allemal kapieren:

Adolf Hitler war Jude. Nun, diese Theorie ist ja nicht ganz neu und damit halt nur geklaut. Die Iraner erweitern sie aber noch und erklären gleich hinterher: Sowohl Hitlers Oma, als auch sein Opa waren auch Juden. Hitlers Vater habe seinen jüdischen österreichischen Namen [sic: Schickelgruber] dann aus purem Selbsthass in "Hitler" geändert. (Frage: Sind viele Österreicher und ein Teil der Bayern damit Juden?).
Hitler sei sowohl projüdisch gewesen, als auch antisemitisch (WOW!). Dies komme daher, weil seine Mutter -diplomatisch ausgedrückt- sehr promiskuitiv gelebt habe.
Hitlers Antisemitismus speist sich - laut "Generaldirektor des Instituts für Holocauststudien" aus Selbsthass, weil er Jude gewesen sei. Deshalb sei er an der Verschwörung beteiligt gewesen, gemeinsam mit den bösen Bolschewisten und den Engländern einen Judenstaat außerhalb Europas zu gründen.


Ach übrigens:

Lenin war Jude, Stalin war auch Jude. Sagt Mahmud Ahmadinedschad, bzw. ein sehr enger Berater von ihm.


Ich frag mich nur, was die Horst Mahlers dieser Welt als große Parteigänger des Herrn Ahmadinedschad nun dazu sagen werden?

Quelle: Middle East Media Research Institute

   ... Poly-Tikk
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Donnerstag, 4. Januar 2007
Dialekt in Hochform

   ... Fundstuecke
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Wie man die Miete drückt...
Mietminderung, weil HartzVI-Empfänger im Haus verkehren? Das geht.

Die Begründung ist echt lustig:
Quantität und Qualität des Besucherverkehrs von Mitmietern können als Mangel im Rahmen des gewerblichen Mietverhältnisses bewertet werden
und
dass sich unter den Besuchern der Hartz-IV-Abteilung, der Suchtberatungsstelle und der Schuldnerberatung ein überdurchschnittlicher Anteil von sozial auffällig gewordenen Personen befindet

Geklagt hatten die Mitmieter, weil sie befanden, dass sie in einem exklusiven Ambiente hausen. Vielleicht sollte man da aber erst sagen, wo sich der Fall abgespielt hat: In Heilbronn! Die Perle am Neckar. Exklusives Ambiente und Heilbronn! Das an sich schließt einander schon mal aus. In Heilbronn ist nichts exklusiv, außer der außerordentlich exklusiven Hässlichkeit des gesamten Stadtensembles. Heilbronn und Exklusivität ist wie Helmut Kohl und Anorexie oder saumagenfutternde Veganer.


Darum: Das können wir auch. Zumindest diejenigen, die in Mietwohnungen leben.
Jetzt wo die Mehrwertsteuer erhöht ist, lässt sich Miete sparen! Einfach ein Gewerbe für die Wohnung anmelden und regelmäßig einen HartzIV-Empfänger einladen und schon kann man die Wohnungsmiete um 15% mindern.
Daraus lässt sich dann ein gesamter Geschäftszweig machen: Legen Sie um Sie herum Briefkastenfirmen an, am besten in exklusiver Bahnhofsnähe und im exklusiv zwielichtigen Milieu. Oder bringen Sie ein gesamtes exklusives Neubaugebiet in Verruf, indem Sie eine Obdachlosenparty beim Nachbarn veranstalten. Lassen Sie die Sau raus und zwar exklusiv ordentlich und dann schlagen wir mehr als 15 Prozentchen raus.

   ... Poly-Tikk
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Donnerstag, 4. Januar 2007
Schäuble?
Abschießen!

   ... Poly-Tikk
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Julius Caesar
Bloggen kann Lustgewinn sein, aber muss es nicht immer. Bloggen kann unterhaltsam sein und manchmal ist ein Schuss Bildung mit drin. Und drum dacht´ ich mir, dass es Zeit wird, im neuen Jahr gleich mit dem Bildungsbloggen zu beginnen und das von vielen verhasste Fach Geschichte einfach und auf neuem Weg zu erzählen.

Heutige Folge: Julius Adidas Caesar


Die Hauptpersonen:


Das ist Adidas Caesar, die Hauptfigur der ganzen Geschichte. Um ihn und sein Leben wird es gehen.





Woman Kleopatra. Die heiße Geliebte von Adidas Caesar. Eine ganz heiße Romanze. Kommt vom Nil und ist seinerzeit von Elisabeth Noelle-Neumann beraten worden. Sie soll jedoch besser ausgesehen haben als beraten worden sein.



Marc Bodycocoon Anton. Eine seltsame Figur und ein Nachfolger Adidas Caesars. Kommt aus dem Militär, aber das war damals nicht sooo unüblich.




Das Verhängnis von Adidas Caesar: Kür Brutus. Man sagt, er sei so etwas wie der Ziehsohn gewesen. Es ist überliefert, dass die letzten Worte von Adidas Caesar gewesen sein sollen: "Auch du, mein Sohn Brutus". Dabei war´s ja nur der Ziehsohn. Aber Sie wissen: Der Dramaturgie wegen ("Auch du, mein Ziehsohn Brutus" käme ja wohl blöde.)

Fructis Vercingetorix. Ein großer Gegenspieler Adidas Caesars und Fürst in Gallien. Er ist quasi Asterix und Obelix in einer Figur. Nur eben in Wirklichkeit, nur ohne Zaubertrank.




Davidoff Cicero. Ein Oppositioneller gegen Caesar. Der nervte immer die anderen mit seinen Reden, weil er immerzu klug dahergeschissen hat und meistens gegen alles war.




Nivea Sulla. Einer der Vorgänger Adidas Caesars und einer der frühen Gegner von ihm. Und ganz spät dann gar Großschwiegervater, aber das ist nicht ganz so wichtig.





Palmolive Pompeius. Mitglied des Triumvirats und späterer Schwiegervater. Kopflos flüchtet er, noch kopfloser kehrt er heim.





Aroma Crassus. Auch im Triumvirat, fällt aber dann gegen die blöden Parther aus dem Iran.






Das Volk von Rom. Sie sind viele, sie sind die Weltmacht, sie sind dekandent. Gut, zu Adidas Caesars Zeiten noch nicht ganz so.





Der kleine Toleriane Caesarion. Sohn von Adidas Caesar und Woman Kleopatra.









Die Handlung


Adidas Caesar kam im Jahr 100 vor Christus zur Welt. Weil man damals aber gar nicht wissen konnte, dass das alles vor Christus ist, weil ja Christus erst hinterher geboren wurde, hat man damals anders gezählt. Aber das ist wurschd. Der kleine Adidas Caesar entstammte der Familie der Julier und wuchs frisch und fröhlich heran, bis er in dem Alter war, in dem man heute mit dem Moped durch die Gegend fährt. Weil es aber damals mit der Motorisierung nicht weit her war, hat er zum ersten Mal geheiratet. Hat auch mit Bewegung zu tun, nur muss man das schon selbst bewerkstelligen.
Das wäre nicht ganz so wichtig, wenn da nicht er hier:

gewesen wäre. Nivea Sulla. Weil Adidas Caesar so nämlich in Opposition zu Nivea Sulla kam.
Und so kam es, dass Adidas Caesar irgendwann mal gedacht hat, dass es besser ist, mal weiters weg zu verschwinden. Hier ein schönes Portrait, das den Abgang des jungen Adidas Caesar (Hintergrund) und das schelmische Grinsen des Nivea Sulla (Vordergrund) zeigt:
Dennoch: Peu a peu schlüpft er auswärts die Karriereleiter hoch, heiratet dann auch noch eine Enkelin Nivea Sullas und klopft langsam, aber sicher, an die Macht. Und weil viele fanden, dass er schon viel zu mächtig war, musste er eine Partnerschaft eingehen. Das berühmte Triumvirat: Hier ein Foto aus dieser Zeit, das Adidas Caesar (mittig) gemeinsam mit seinen beiden Mittriumviranten Palmolive Pompeius (links) und Aroma Crassus (rechts) zeigt. Sehr deutlich ist das selbstgefällige Lächeln der Drei zu erkennen.
Das Triumvirat regierte erstmal. Dann musste ein neues Abenteuer her: Gallien. Dort saßen die Germanen in ihren Wäldern und dachten nicht daran, an der römischen Entwicklungshilfepolitik teilzunehmen. Man brauchte dort keine Viadukte, Schnellstraßen und Fußbodenheizungen. Vielleicht weil man den Wald liebte oder in der Friedensbewegung war oder grade eben erst die erste Grüne Partei gegründet hatte.
Auf jeden Fall kam es zum Krieg. Weil nämlich Adidas Caesar die römischen Exportschlager trotzdem unter die Bedürftigen verteilen wollte.

Es standen sich gegenüber: Adidas Caesar und Fructis Vercingetorix.

Fructis Vercingetorix war der römischen Kriegmaschine aber nicht gewachsen und so kam es, wie es kommen musste und er unterlag Rom. Zu sehen hier:
Das machte Adidas Caesar schlagartig weltberühmt und er verfasste gleich ein Buch: Commentarii De bello Gallico. Deutsch: Kommentare zum gallischen Hund.

Jetzt brauchte Adidas Caesar das Triumvirat nicht mehr: Aroma Crassus war ohnehin tot und so brach dann der Bürgerkrieg aus und Palmolive Pompeius musste verschwinden. Adidas Caesar verfolgte seinen Widersacher bis nach Ägypten, wo die junge Schönheit namens Woman Kleopatra bereits mit dem Schädel des Palmolive Pompeius unterm Arm auf ihn wartete. (Liebe Kinder, ihr müsst jetzt mal schnell wegschauen oder aber ganz tapfer sein)
Das fand Adidas Caesar so entzückend, dass er das machte, was man in so einer Situation eben macht: Poppen.




Das Produkt dieser l´amour fou war der kleine Toleriane Caesarion, der aber leider nie erwachsen wurde und früh von der Welt schied. Es ist aber ein Bild der Familie aus glücklichen Tagen der Nachwelt erhalten geblieben:

Adidas Caesar war jetzt Diktator, was wiederum einige nicht so gut fanden. Davidoff Cicero zum Beispiel oder auch Kür Brutus. Zur Erinnerung: Das waren die da

Und so gab es die berühmte Verschwörung gegen Adidas Caesar in den Iden des März 44 vor Christus.
Iden ist eine selten dämliche Bezeichnung für ein Datum und meint halt den 15. März.
Da stürzten sich dann Kür Brutus und einige andere auf den armen Adidas Caesar und erdolchten ihn. Zeitgenössische Aufnahmen:


Nun war er tot, eine Romanfigur geworden, Kaiserchen WilliZwo trug den Titel, der aus seinem Namen abgeleitet ist und die arme Woman Kleopatra war wieder allein. Aber sie tröstete sich mit einem der Nachfolger von Adidas Caesar:

Marc Bodycocoon Anton. Bilder der Nacht:

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Dienstag, 2. Januar 2007
Zum Verhältnis der Südstaatler gegenüber Preussen
"Geliebte in Christo!
Ich bin beauftragt, erstens euch mitzuteilen, wie sehr wir uns freuen sollen, dass wir preußisch geworden sind, und zweitens, dass wir das um unserer Sünden willen auch gar nicht besser verdient haben"

Ein Pfarrer im Jahre 1849, als Hechingen-Sigmaringen/ Hohenzollern an Preussen fiel.

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Montag, 1. Januar 2007
Ein gutes 2007...
...alles neu dieses Jahr und damit auch dieses Layout....Zwecks Bildchen muss man sich gedulden, aber das wird wohl noch werden.

Ich hätt jetzt gern ein Silvesterbild eingestellt, geht aber nicht und darum: Frohes Neujahr, ich hoff, die Optik gefällt einigermaßen...


So. An der Stelle mal ein richtig herzliches Dankeschön an Miss Layoutmasterin. Graziemercidankeschönthankyougraciasobrigadotashakormikonamuswetcpp...


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