Donnerstag, 21. Mai 2009
MoMA


Wenn man mal in New York ist, ist das MoMA Pflicht. Zumindest für mich und am Freitag Nachmittag. Dann nämlich ist der Eintritt für ummegratisumsonst und kostnix. Dummerweise spricht sich das irgendwie zu sehr rum, weshalb die Schlange geduldiger New Yorker (Touristen stehen da eher nicht) sich über zwei Blocks zieht. Weil zwei Blöcke ziemlich viel sind, wird man einfallsreich und deshalb hier der ultimative Tipp, wie es dennoch schneller geht: Ein Bier trinken gehen und nach 30 Minuten wiederkommen, dann sind die ersten Fastfoodjunkies durch und da gibt es dann Freitickets en masse.

Immer wenn ich in Ausstellungen bin muss ich ehrlich zugeben, dass ich mich manchmal schwer tu, Banalität von Kunst zu unterscheiden. Ganz besonders geht mir das mit der Modernen Kunst so. Ich bin ja noch in der Lage, Warhol zu erkennen oder auch diesen Reese, der so boomt. Aber es wird schon schwieriger, wenn da auf einmal eine Leiter hinter Glas steht. Könnte ja ein nepalesischer Nachwuchskünstler sein, dessen Werke grade Spitzenpreise erzielen....



.....oder Aktenberge hoch oben über dem Betrachter...ich habe beschlossen, es in jedem Fall für eine großartige Installation zu halten....



Was -und das hab ich dann wieder ge- und erkannt- eine simple Alltagstasche im MoMA zu suchen hat: Fragt nicht mich, ich weiß es nicht.



Dann aber war ich persönlich beleidigt, weil: Dalís "Persistance of Memory" war weg. Ausgeliehen nach Spanien. Eins meiner Lieblingsbilder. Es sollte im April zurückkehren. Verdammtnochmal: Es WAR April! Ich glaube ja, es handelt sich um einen erfolgreich vertuschten Kunstdiebstahl.

Aufgeheitert wird die Stimmung spätestens dann, wenn von der Decke Kunst-Schwänze herabbaumeln. Das ist wirklich lustig....



....und richtige Kunst gibt es dann in den Kommentaren....

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Jackson Pollock


Jasper Johns


Andy Warhol


Claes Oldenburg


Joseph Beuys


Edward Hopper

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Meine erste Frage: Darf man da einfach so fotografieren? Obwohl ohne Bilder wäre der Artikel auch nur halb so schön...

Ich war ja auch mal auf der MOMA, aber ohne jemals in New York gewesen zu sein...
In Berlin habe ich die Ausstellung besucht als die in New York renoviert hatten.

Jackson Pollock hat mich sehr beeindruckt und ich stand wirklich lange davor... Heißt das nicht Number 1? Das Letzte mit der Tankstelle ist mir auch noch bekannt... In Berlin gab es übrigens das Bild von Dali und ich war überrascht wie klein das Original ist. Man kennt das ja immer nur von Postern, in Wirklichkeit ist das Bild winzig. :-)

Gab es da auch die Bilder von Gerhard Richter? Seine fotorealistischen Bilder sind atemberaubend schön und haben mir eigentlich am besten gefallen...

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Jau, fotofiern erlaubt. In den meisten Kunstaustellungen ist das erlaubt (gut, oft ist blitzen verboten, aber das geht in Ordnung und die heutigen Digis brauchen auch nicht unbedingt Blitz für Bilder, solang die nicht unbeleuchtet im Keller hängen):

MoMA: kein Problem
Met: kein Problem
Biennale Venedig: kein Problem
documenta: kein Problem

Keine Fotos habe ich bisher nur zwei Mal erlebt: Art Gallery of Ontario und in der Tübinger Kunsthalle....

Ob Jackson Pollock da oben tatsächlich "No 1" heißt: I dont know...ich sah so viele Pollocks...
Dalis Bild im Original ist so etwa A 4 (und das ist in der Tat "winzig")

Gerhard Richter: Ich<-->großer Fan....sensationell....ich bin nicht ganz sicher, ob Richter im MoMA hing...weil ich auch im Met war und im AGO (Art Gallery of Ontario/ Toronto) und ich sah da Richters, allerdings keine fotorealistischen...."Betty" aber war auf der letzten documenta (auch recht klein übrigens)....sehr sensationell...

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Echt? In Berlin gab es nur 2 Pollocks... und das reicht dann aber auch, denke ich mal... :-)

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Ooooch, Pollock kann man immer sehen....:-)

Also ich würde behaupten wollen, dass im MoMA mehr als zwei Pollocks hängen (ungezählt)....es sind....hm....5? 7?

Im Met gabs noch mehr Pollocks....

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Richter mag ich eben auch, weil er aus Dresden kommt...

Aber Pollock ist doch immer das gleiche oder?

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Richter ist halt sehr vielseitig. Den "benutz" ich immer (ich hoffe, er verzeiht es mir), wenn Leute der Ansicht sind, dass Moderne Kunst ein bloßes Geschmiere ist. Die kriegen dann zuerst "Geschmiere" zu sehen und anschließend Fotorealismus und anschließend sind sie in der Regel sehr erstaunt über diese Vielfalt....ich finde, das geht kaum besser als mit Richter (der übrigens einer der "größten lebenden Künstler" ist und das sag nun nicht ich sondern Forbes...)

Pollock hat seinen Stil (den haben andere aber auch: Auch Oldenburg macht häufig ähnliche Sachen, Warhol im Prinzip auch), aber die Farben wechseln dann doch sehr stark (von Erdtöne bis extrembunt)....hm...also ich finde, da gibt es langweiligeres als Pollock

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