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Montag, 4. Februar 2013
Kantine (I)
gorillaschnitzel, 19:46h
Seit einer Weile komme ich in den überaus fragwürdigen Genuss, etwas essen zu müssen, das die Kantine "Essen" nennt, häufig mit "Essen", also Nahrungsmittelzubereitungsendprodukt, nicht so wirklich viel zu tun hat. Okay, manchmal ist wenigstens noch optisch das Ausgangsprodukt halbwegs erkennbar, was aber nicht gleichzeitig auf den zu erwartbaren Geschmack schließen lässt.
Und deshalb dachte ich mir, dass ich Sie nun einfach an diesen Wunderwerken der Einfaltsküche teilhaben lasse. Vielleicht liest ja Jamie Oliver mit.
Sieht das Plakat des Caterers nicht toll aus? Gesundes, frisches Obst und Gemüse.

Nur: Es ist wie bei den Fastfood-Ketten. Dort sehen Burger auf den Fotos auch immer völlig anders aus als die Realität auf dem Plastiktablett. Der Unterschied aber ist: Es gibt dort wenigstens Burger, während ich Erd- oder Himbeeren hier bislang noch nie gesehen habe.
Aber ich will nicht jammern.
Heute war nämlich ein guter Tag. Wiener "Saftgulasch" mit Salzkartoffeln und Salat. Gut daran war, dass es Salat gab. Salat ist nämlich überhaupt nicht selbstverständlich sondern eher die Ausnahme.

Und deshalb dachte ich mir, dass ich Sie nun einfach an diesen Wunderwerken der Einfaltsküche teilhaben lasse. Vielleicht liest ja Jamie Oliver mit.
Sieht das Plakat des Caterers nicht toll aus? Gesundes, frisches Obst und Gemüse.

Nur: Es ist wie bei den Fastfood-Ketten. Dort sehen Burger auf den Fotos auch immer völlig anders aus als die Realität auf dem Plastiktablett. Der Unterschied aber ist: Es gibt dort wenigstens Burger, während ich Erd- oder Himbeeren hier bislang noch nie gesehen habe.
Aber ich will nicht jammern.
Heute war nämlich ein guter Tag. Wiener "Saftgulasch" mit Salzkartoffeln und Salat. Gut daran war, dass es Salat gab. Salat ist nämlich überhaupt nicht selbstverständlich sondern eher die Ausnahme.

Samstag, 26. Januar 2013
Lerne Deitsch
gorillaschnitzel, 02:27h
Hierzulande hat man es nicht so mit den Artikeln. Hier sagt man "das Teller", "der Butter", "der Bank", "das Cola" und "der Radio". Warum nicht auch "die Marktkauf"?


Mittwoch, 23. Januar 2013
My T and I
gorillaschnitzel, 00:19h
Kennen Sie diese unheimlich enge Beziehung, die man so im Laufe der Zeit zu gewissen Unternehmen entwickelt? Bei mir zum Beispiel ist es ganz eindeutig die Telekom.
Vor ein paar Jahren sind mal drei gestandene Techniker zu je 50 Euro Anfahrt und wahrscheinlich so um die 100 Euro Stundenlohn bei mir im Vorgarten gestanden und konstatierten, dass die Telefonleitung nicht funktioniert. Meine Frage, was sie glaubten, weshalb sie hier seien, haben sie dann nicht beantwortet.
Aber unsere enge Beziehung besteht auch darin, dass ich auch gleich noch Nachbar eines Telekomgrundstücks bin und dadurch zu einem regelmäßigen Besucher eines hiesigen T-Punkts wurde. Immerhin eins muss man denen wirklich lassen: Sie bemühen sich wirklich redlich um eine Problemlösung, selbst wenn sie nicht zuständig sind. Und ich muss auch sagen: Seither kommen zwei Mal jährlich die Gärtner. So ein Unternehmen kann also dazulernen.
Oder auch nur so ein bißchen.
Dieses Mal hab ich mir den Router zerschossen. Meine Schuld, ich bin da ziemlich ungeduldig in solchen Sachen. Für's Neueinrichten braucht es aber die Zugangsdaten und die sind wahrscheinlich irgendwann mal irgendwo gelandet, aber definitiv nicht an einem Ort, an dem ich sie in absehbarer Zeit wieder gefunden hätte. Aber okay, man kann ja neue Zugangsdaten anfordern.
Getan.
Und dann war das Internet tot. Flutsch und aus. Die nette Dame im T-Punkt meinte zwar, dass man mir die Zugangsdaten auch zumailen könnte, aber das ginge nur auf meine Telekommailadresse. Dazu aber bräuchte man dann schon Zugangsdaten für eine nie genutzte Emailadresse. Die können schon auch lustig sein.
Dann halt warten. Wie auf Godot. Auf den haben sie auch ziemlich lange gewartet.
Nichts tat sich. Null. Nada.
Dann habe ich mir mal eines Abends gedacht, ich könnte doch einfach mal so eine Hotline ausprobieren und das war ganz groß. Slapstick beinahe. Es lief so:
00:01: Die Hotline erklärt mir nach ungefähr 20 Sekunden, dass es heute etwas länger dauert und ich mich auf eine Wartezeit von etwa 20 Minuten einstellen soll. Toll, denk ich mir, "hot" ist an dieser Line erstmal gar nix, eher Slowline oder so.
00:05: Alle Plätze besetzt, bitte warten Sie.
00:08: Ich schalte auf Lautsprecher. Am Ohr ist das nicht zu ertragen.
00:15: Es wird langsam spannend. Bald haben wir die 20 Minuten voll.
00:20: Jetzt aber!
00:25: Hm. Sind vermutlich richtig beschäftigt.
00:30: Jetzt erstmal ein Bier.
00:40: Hm. Langsam wird es interessant.
00:50: Häh?
01:00 So. Nun haben wir die Stunde voll. Seit einer Stunde hänge ich nun in der Warteschleife.
01:00: Nochn Bier.
01:20: So, ich bleib jetzt dran. Jetzt interessiert es mich.
01:30: Ich brauch jetzt Zeugen. Rufe eine solche an. Sonst glaubt mir das niemand.
01:40: Mir beginnt der einzig diensthabende Mitarbeiter der Hotline echt Leid zu tun. Mittlerweile ist es nach Mitternacht und der arme Kerl sitzt wirklich vor einem heftigen Problem, das er schon ewig zu lösen versucht und es nicht hinkriegt.
01:56: Verdammte Scheiße! Ich hab das Telefon vom Tisch geschmissen und dabei ist es ausgegangen. Ich sah mich bereits zubettgehen und morgens wieder in der Warteschleife aufwachen. Oder nachts um halb 5 fragt mich dann ein Telekommitarbeiter, was er für mich tun kann....
Hotline....
Aber es gibt ja noch die T-Punkte. Und den armen Auszubildenden Sebastian, der in einem weißen Pulli mit magentafarbenem Telekomlogo reichlich scheiße aussieht. Er tut mir ein bißchen Leid. Einerseits weil an seinem Namensschild fett Azubi steht, aber das soll wohl auch Rücksichtnahme des Kunden suggerieren, andererseits wegen des häßlichen Pullis und dann ist er auch noch mir Internetjunkie ausgeliefert, der schon eine halbe Ewigkeit auf seine Zugangsdaten wartet. Aber Sebastian überrascht mich. Weil er nämlich herausfindet, weshalb mich die Zugangsdaten nie erreicht haben: Damals, als ich umgezogen bin, da hätte ich nämlich nicht nur sagen müssen, dass ich umziehe, sondern was ich alles umziehe. Ich hätte also nicht nur meinen Telefonanschluss umziehen müssen, neee, ich hätte auch noch sagen müssen, dass der DSL-Anschluss auch mit umzieht, weil sie eben an die alte Adresse meine Zugangsdaten geschickt haben.
Telekomlogik.
Vor ein paar Jahren sind mal drei gestandene Techniker zu je 50 Euro Anfahrt und wahrscheinlich so um die 100 Euro Stundenlohn bei mir im Vorgarten gestanden und konstatierten, dass die Telefonleitung nicht funktioniert. Meine Frage, was sie glaubten, weshalb sie hier seien, haben sie dann nicht beantwortet.
Aber unsere enge Beziehung besteht auch darin, dass ich auch gleich noch Nachbar eines Telekomgrundstücks bin und dadurch zu einem regelmäßigen Besucher eines hiesigen T-Punkts wurde. Immerhin eins muss man denen wirklich lassen: Sie bemühen sich wirklich redlich um eine Problemlösung, selbst wenn sie nicht zuständig sind. Und ich muss auch sagen: Seither kommen zwei Mal jährlich die Gärtner. So ein Unternehmen kann also dazulernen.
Oder auch nur so ein bißchen.
Dieses Mal hab ich mir den Router zerschossen. Meine Schuld, ich bin da ziemlich ungeduldig in solchen Sachen. Für's Neueinrichten braucht es aber die Zugangsdaten und die sind wahrscheinlich irgendwann mal irgendwo gelandet, aber definitiv nicht an einem Ort, an dem ich sie in absehbarer Zeit wieder gefunden hätte. Aber okay, man kann ja neue Zugangsdaten anfordern.
Getan.
Und dann war das Internet tot. Flutsch und aus. Die nette Dame im T-Punkt meinte zwar, dass man mir die Zugangsdaten auch zumailen könnte, aber das ginge nur auf meine Telekommailadresse. Dazu aber bräuchte man dann schon Zugangsdaten für eine nie genutzte Emailadresse. Die können schon auch lustig sein.
Dann halt warten. Wie auf Godot. Auf den haben sie auch ziemlich lange gewartet.
Nichts tat sich. Null. Nada.
Dann habe ich mir mal eines Abends gedacht, ich könnte doch einfach mal so eine Hotline ausprobieren und das war ganz groß. Slapstick beinahe. Es lief so:
00:01: Die Hotline erklärt mir nach ungefähr 20 Sekunden, dass es heute etwas länger dauert und ich mich auf eine Wartezeit von etwa 20 Minuten einstellen soll. Toll, denk ich mir, "hot" ist an dieser Line erstmal gar nix, eher Slowline oder so.
00:05: Alle Plätze besetzt, bitte warten Sie.
00:08: Ich schalte auf Lautsprecher. Am Ohr ist das nicht zu ertragen.
00:15: Es wird langsam spannend. Bald haben wir die 20 Minuten voll.
00:20: Jetzt aber!
00:25: Hm. Sind vermutlich richtig beschäftigt.
00:30: Jetzt erstmal ein Bier.
00:40: Hm. Langsam wird es interessant.
00:50: Häh?
01:00 So. Nun haben wir die Stunde voll. Seit einer Stunde hänge ich nun in der Warteschleife.
01:00: Nochn Bier.
01:20: So, ich bleib jetzt dran. Jetzt interessiert es mich.
01:30: Ich brauch jetzt Zeugen. Rufe eine solche an. Sonst glaubt mir das niemand.
01:40: Mir beginnt der einzig diensthabende Mitarbeiter der Hotline echt Leid zu tun. Mittlerweile ist es nach Mitternacht und der arme Kerl sitzt wirklich vor einem heftigen Problem, das er schon ewig zu lösen versucht und es nicht hinkriegt.
01:56: Verdammte Scheiße! Ich hab das Telefon vom Tisch geschmissen und dabei ist es ausgegangen. Ich sah mich bereits zubettgehen und morgens wieder in der Warteschleife aufwachen. Oder nachts um halb 5 fragt mich dann ein Telekommitarbeiter, was er für mich tun kann....
Hotline....
Aber es gibt ja noch die T-Punkte. Und den armen Auszubildenden Sebastian, der in einem weißen Pulli mit magentafarbenem Telekomlogo reichlich scheiße aussieht. Er tut mir ein bißchen Leid. Einerseits weil an seinem Namensschild fett Azubi steht, aber das soll wohl auch Rücksichtnahme des Kunden suggerieren, andererseits wegen des häßlichen Pullis und dann ist er auch noch mir Internetjunkie ausgeliefert, der schon eine halbe Ewigkeit auf seine Zugangsdaten wartet. Aber Sebastian überrascht mich. Weil er nämlich herausfindet, weshalb mich die Zugangsdaten nie erreicht haben: Damals, als ich umgezogen bin, da hätte ich nämlich nicht nur sagen müssen, dass ich umziehe, sondern was ich alles umziehe. Ich hätte also nicht nur meinen Telefonanschluss umziehen müssen, neee, ich hätte auch noch sagen müssen, dass der DSL-Anschluss auch mit umzieht, weil sie eben an die alte Adresse meine Zugangsdaten geschickt haben.
Telekomlogik.
Donnerstag, 3. Januar 2013
Der Thierse kann ja echt froh sein....
gorillaschnitzel, 01:22h
...darüber nämlich, dass er im richtigen Berliner Bezirk wohnt. So wohlstandsverwöhnt, dass er sich einiges leisten kann. Würde er nämlich in Kreuzberg oder Neukölln wohnen, hätte er wahrscheinlich wesentlich größere Probleme gekriegt, weil sich sein Text sonst so oder ähnlich angehört hätte:
"Ich habe ja nichts gegen Türken, aber da sind jetzt so viel zugezogen, dass das für den Wandel des Viertels steht. Ich habe auch nichts gegen Türkisch, das soll dort gesprochen werden wo sie sonst leben, aber wenn ich sehe, dass da beim Bäcker Fladenbrot statt Schrippen verkauft werden, dann könnten sich selbst Türken daran gewöhnen, dass wir hier Schrippen essen. Ich wünsche mir, dass sich die Türken daran gewöhnen, dass sie jetzt in Berlin leben und nicht mehr in ihrem anatolischen Dorf mit Basar. Man erkennt den Türken halt sofort wenn er den Mund aufmacht"
Das ist schon ziemlich Sarrazin. Und spätestens an dieser Stelle dürfte der Thierse froh sein, dass es hierzulande keine jüdisch dominierten Stadtviertel mehr gibt, sonst landet er noch auf der TopTen-Liste der Antisemiten. So schwierig ist das auch wieder nicht.
"Ich habe ja nichts gegen Türken, aber da sind jetzt so viel zugezogen, dass das für den Wandel des Viertels steht. Ich habe auch nichts gegen Türkisch, das soll dort gesprochen werden wo sie sonst leben, aber wenn ich sehe, dass da beim Bäcker Fladenbrot statt Schrippen verkauft werden, dann könnten sich selbst Türken daran gewöhnen, dass wir hier Schrippen essen. Ich wünsche mir, dass sich die Türken daran gewöhnen, dass sie jetzt in Berlin leben und nicht mehr in ihrem anatolischen Dorf mit Basar. Man erkennt den Türken halt sofort wenn er den Mund aufmacht"
Das ist schon ziemlich Sarrazin. Und spätestens an dieser Stelle dürfte der Thierse froh sein, dass es hierzulande keine jüdisch dominierten Stadtviertel mehr gibt, sonst landet er noch auf der TopTen-Liste der Antisemiten. So schwierig ist das auch wieder nicht.
Dienstag, 25. Dezember 2012
Vielleicht kann man ja das eine mit dem anderen.....
gorillaschnitzel, 03:49h

Freitag, 21. Dezember 2012
Weltuntergang Liveblog
gorillaschnitzel, 01:00h
00:00
Ganz so häufig kann man ja nicht aktiv Zeuge an einem Weltuntergang werden. Das ist ja sogar noch seltener als so eine totale Sonnenfinsternis. Deshalb bloggen wir dieses außergewöhnliche Ereignis natürlich live mit, damit alle nach uns wissen, wie das damals war.
00:05
Nach welcher Ortszeit richtet sich das eigentlich? Nach der guatemaltekischen? Ist Osttimor gar bereits untergegangen und wir haben nichts davon mitgekriegt, weil es eben untergegangen und nicht mehr da ist? Fragen über Fragen....
00:07
Ich hoffe ja, dass der Weltuntergang vor 10:00 hiesige Ortszeit stattfindet. Dann muss ich nicht mehr arbeiten. Es ärgert mich ohnehin, dass 10 Tage Resturlaub futsch sind und ich die im Sommer hätte nehmen können.
00:10
Ich überlege, ob ich mich nebenher schon mal filmisch einstimmen soll: "Der Untergang", "Titanic" und "Die Fischerin vom Bodensee". Letzteres würde vermutlich eine entsprechende Stimmung kreieren.
00:14
Frage: Wenn ich nun vor dem Untergang noch schnell was unternehmen möchte.....bin ich dann Unternehmer???
00:16
Ich unternehme jetzt meinen ganz persönlichen Untergang: Gehe jetzt in den Keller. Der Stimmung wegen.
00:25
Nee, Keller ist auch keine Option. Nicht mal nen Underberg dort gefunden.
00:43
Bisher gepflegte Langeweile beim Weltuntergang. Fußballerisch würde man von abtasten sprechen. Kellerduell <- Sie sehen: Das Untergeschoss hat Wirkung hinterlassen.
Ich geh jetzt nicht unter. Dafür hoch.
10:39
Mir geht das zu langsam mit dem Weltuntergang. Ziemlich öde. Und Schmuddelwetter dazu. Zwar öffnet sich der Himmel, aber nur für etwas Regen. Werde nachher eventuell doch an den Kauf einiger Weihnachtsgeschenke denken müssen.
16:47
Mir geht das alles zu langsam. Habe jetzt zwecks Klimaerwärmung die Heizung höher gedreht und das Auto draußen läuft auch.
Ganz so häufig kann man ja nicht aktiv Zeuge an einem Weltuntergang werden. Das ist ja sogar noch seltener als so eine totale Sonnenfinsternis. Deshalb bloggen wir dieses außergewöhnliche Ereignis natürlich live mit, damit alle nach uns wissen, wie das damals war.
00:05
Nach welcher Ortszeit richtet sich das eigentlich? Nach der guatemaltekischen? Ist Osttimor gar bereits untergegangen und wir haben nichts davon mitgekriegt, weil es eben untergegangen und nicht mehr da ist? Fragen über Fragen....
00:07
Ich hoffe ja, dass der Weltuntergang vor 10:00 hiesige Ortszeit stattfindet. Dann muss ich nicht mehr arbeiten. Es ärgert mich ohnehin, dass 10 Tage Resturlaub futsch sind und ich die im Sommer hätte nehmen können.
00:10
Ich überlege, ob ich mich nebenher schon mal filmisch einstimmen soll: "Der Untergang", "Titanic" und "Die Fischerin vom Bodensee". Letzteres würde vermutlich eine entsprechende Stimmung kreieren.
00:14
Frage: Wenn ich nun vor dem Untergang noch schnell was unternehmen möchte.....bin ich dann Unternehmer???
00:16
Ich unternehme jetzt meinen ganz persönlichen Untergang: Gehe jetzt in den Keller. Der Stimmung wegen.
00:25
Nee, Keller ist auch keine Option. Nicht mal nen Underberg dort gefunden.
00:43
Bisher gepflegte Langeweile beim Weltuntergang. Fußballerisch würde man von abtasten sprechen. Kellerduell <- Sie sehen: Das Untergeschoss hat Wirkung hinterlassen.
Ich geh jetzt nicht unter. Dafür hoch.
10:39
Mir geht das zu langsam mit dem Weltuntergang. Ziemlich öde. Und Schmuddelwetter dazu. Zwar öffnet sich der Himmel, aber nur für etwas Regen. Werde nachher eventuell doch an den Kauf einiger Weihnachtsgeschenke denken müssen.
16:47
Mir geht das alles zu langsam. Habe jetzt zwecks Klimaerwärmung die Heizung höher gedreht und das Auto draußen läuft auch.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Gorillaschnitzel - Asylgesetze 1-0
gorillaschnitzel, 01:42h
Vor über 10 Jahren (und die Jahre danach) hatte ich mal recht intensiv mit der deutschen Asylgesetzgebung zu tun. Ich bin ansonsten -abgesehen meiner einigermaßen erfolgreichen Umsturzbemühungen gegen eine unselige ehemalige Landesregierung- ein einigermaßen treuer Staatsbürger, aber das ging einigermaßen an den Rand.
Und der Rand war die Frage: "Wie weit würde ich gehen, wenn es wirklich einen Abschiebebescheid geben würde?"
Die Antwort war dabei eigentlich immer: Sehr weit.
Das Horrorszenario blieb dann im Laufe der Jahre gottseidank doch aus und ichwir haben dann irgendwann mal geschafft, Arbeit und Abschlüsse zu verschaffen.
Letztes Jahr war ich bei der Hochzeit.
Heute zahlen sie zurück. Auch real: Sie haben eine Wohnung, beziehen keinerlei Sozialleistungen, gehen stattdessen arbeiten, zahlen Steuern, Sozialabgaben und alles, was sie sonst so zahlen müssen. Eine Art Musterbild, wie Integration stattfinden kann.
Neulich hat sie mich angerufen und sich sehr darüber beklagt, dass ich nicht sofort zurückrufe, weil es was echt wichtiges mitzuteilen gibt.
Sie hat jetzt nämlich die deutsche Staatsbürgerschaft und das nicht per Heirat oder juristischer Tricks sondern qua Gesetz selbst erarbeitet und ich sollte der erste sein, der das erfährt. Manche Geschichten gehen auch gut aus. Und hey, wenn es denn da draußen doch einen Gott geben sollte, dann wird er sagen, dass ich ziemlich viel Scheiß in meinem Leben gemacht hab, aber das, eben das, das hab ich echt richtig gut gemacht, und das -ich geb es ehrlich zu- fühlt sich mal richtig gut an. Ein Mal im Leben alles richtig gemacht.
PS: Ichwir arbeiten am 2-0
Und der Rand war die Frage: "Wie weit würde ich gehen, wenn es wirklich einen Abschiebebescheid geben würde?"
Die Antwort war dabei eigentlich immer: Sehr weit.
Das Horrorszenario blieb dann im Laufe der Jahre gottseidank doch aus und ichwir haben dann irgendwann mal geschafft, Arbeit und Abschlüsse zu verschaffen.
Letztes Jahr war ich bei der Hochzeit.
Heute zahlen sie zurück. Auch real: Sie haben eine Wohnung, beziehen keinerlei Sozialleistungen, gehen stattdessen arbeiten, zahlen Steuern, Sozialabgaben und alles, was sie sonst so zahlen müssen. Eine Art Musterbild, wie Integration stattfinden kann.
Neulich hat sie mich angerufen und sich sehr darüber beklagt, dass ich nicht sofort zurückrufe, weil es was echt wichtiges mitzuteilen gibt.
Sie hat jetzt nämlich die deutsche Staatsbürgerschaft und das nicht per Heirat oder juristischer Tricks sondern qua Gesetz selbst erarbeitet und ich sollte der erste sein, der das erfährt. Manche Geschichten gehen auch gut aus. Und hey, wenn es denn da draußen doch einen Gott geben sollte, dann wird er sagen, dass ich ziemlich viel Scheiß in meinem Leben gemacht hab, aber das, eben das, das hab ich echt richtig gut gemacht, und das -ich geb es ehrlich zu- fühlt sich mal richtig gut an. Ein Mal im Leben alles richtig gemacht.
PS: Ichwir arbeiten am 2-0
Freitag, 7. Dezember 2012
Wie S21 ausgehen wird....
gorillaschnitzel, 23:23h
....eine Phantasie, die eventuell dicht an der Realität sein könnte.
2012: S21 wird deutlich teurer, als die Bahn einräumt. Mit 4,5 Mrd. kommt man nicht aus, man benötigt so grob 6 Mrd.
2013: Diskussionen über die Kostenübernahme der Mehrkosten. Die Bahn erklärt sich bereit, die Planungsfehler zu übernehmen, Fehler im Grundwassermanagement, Schlichtungskosten, Nachbesserungen im Brandschutz und der nachgebesserte Filderbahnhof sind aber laut Bahn keine Planungsfehler. Des Weiteren muss das Gleisvorfeld komplett erneuert werden, was zusätzliche Mehrkosten verursacht: Bereits 2012 waren innerhalb von 9 Wochen drei Züge entgleist, zudem rasten Containerwagen in einen Bahnhof und zerstörten diesen.
2014: Justizieller Streit darum, wer die Mehrkosten übernimmt. Im früher zweitpünktlichsten Bahnhof kommt es immer mehr zu Verspätungen, auch die S-Bahn fährt längst nicht mehr so pünktlich wie früher.
2015: Das Geld geht aus. Die Bahn braucht mehr. Die Bahn hat nun bis zum "point-of-no-return" gebaut, es gibt kein zurück mehr. Die Justiz befindet sich in einem komplizierten, jahrelangen Verfahren. Kein Politiker kann sich eine Dauerbauruine über Jahrzehnte vorm eigenen Dienstsitz leisten. Wenn ein Politiker mutig ist, wird er sich darüber beschweren, von der DB in Geiselhaft genommen zu werden, aber er wird nachfinanzieren.
2016: Noch immer laufen Rechtsstreitigkeiten über die Finanzierung
2017: Die Bahn braucht noch mehr Geld. Allen ist klar, dass es kein zurück mehr gibt, man buttert noch mehr rein. Auf Kosten der Steuerzahler.
2018: Bekanntgabe, dass der Bahnhof sich um einige Jahre verzögern wird, weil einige Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden.
2019: Die Bahn gibt bekannt, dass die Kosten von 9 Mrd. nicht gehalten werden können. Erneut braucht es eine Nachfinanzierung.
2020: Gegen den ersten verlorenen Prozess legt die Bahn Revision ein. Der Rechtsstreit wird vermutlich 2027 beigelegt werden. Der Bahnhof wird wahrscheinlich 2025 fertiggestellt, sagt die Bahn.
....
2012: S21 wird deutlich teurer, als die Bahn einräumt. Mit 4,5 Mrd. kommt man nicht aus, man benötigt so grob 6 Mrd.
2013: Diskussionen über die Kostenübernahme der Mehrkosten. Die Bahn erklärt sich bereit, die Planungsfehler zu übernehmen, Fehler im Grundwassermanagement, Schlichtungskosten, Nachbesserungen im Brandschutz und der nachgebesserte Filderbahnhof sind aber laut Bahn keine Planungsfehler. Des Weiteren muss das Gleisvorfeld komplett erneuert werden, was zusätzliche Mehrkosten verursacht: Bereits 2012 waren innerhalb von 9 Wochen drei Züge entgleist, zudem rasten Containerwagen in einen Bahnhof und zerstörten diesen.
2014: Justizieller Streit darum, wer die Mehrkosten übernimmt. Im früher zweitpünktlichsten Bahnhof kommt es immer mehr zu Verspätungen, auch die S-Bahn fährt längst nicht mehr so pünktlich wie früher.
2015: Das Geld geht aus. Die Bahn braucht mehr. Die Bahn hat nun bis zum "point-of-no-return" gebaut, es gibt kein zurück mehr. Die Justiz befindet sich in einem komplizierten, jahrelangen Verfahren. Kein Politiker kann sich eine Dauerbauruine über Jahrzehnte vorm eigenen Dienstsitz leisten. Wenn ein Politiker mutig ist, wird er sich darüber beschweren, von der DB in Geiselhaft genommen zu werden, aber er wird nachfinanzieren.
2016: Noch immer laufen Rechtsstreitigkeiten über die Finanzierung
2017: Die Bahn braucht noch mehr Geld. Allen ist klar, dass es kein zurück mehr gibt, man buttert noch mehr rein. Auf Kosten der Steuerzahler.
2018: Bekanntgabe, dass der Bahnhof sich um einige Jahre verzögern wird, weil einige Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden.
2019: Die Bahn gibt bekannt, dass die Kosten von 9 Mrd. nicht gehalten werden können. Erneut braucht es eine Nachfinanzierung.
2020: Gegen den ersten verlorenen Prozess legt die Bahn Revision ein. Der Rechtsstreit wird vermutlich 2027 beigelegt werden. Der Bahnhof wird wahrscheinlich 2025 fertiggestellt, sagt die Bahn.
....
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Saudumme Sprueche XXXIV
gorillaschnitzel, 21:46h
Ich habe dazu immer gesagt, eine Sollbruchstelle in den Verträgen wäre erreicht, wenn die Kosten 4,526 Milliarden Euro übersteigen. Aber da haben wir noch einen Puffer von mehreren hundert Millionen Euro. Jeder, der solche Großprojekte kennt, weiß, dass die Kosten steigen können. Etwa, wenn Stahl erheblich teurer werden sollte. Aber eine ernsthafte Gefahr, dass das Projekt daran scheitern könnte, sehe ich nicht.
Rüdiger Grube, Deutsche Bahn, über S21 am 19.11.2011 in der FAZ.
Rüdiger Grube, Deutsche Bahn, über S21 am 19.11.2011 in der FAZ.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 00:30h
Den Adrian, den Zielcke, den kennen Sie sicher nicht, aber das ist auch nicht so schlimm, weil Sie da auch nichts verpasst haben. Der Adrian, der Zielcke ist ein Journalist und beleidigt mit dieser Berufsbezeichnung schon mal per se eine ganzen Berufsstand.
Der Adrian, der Zielcke war mal bei einer Stuttgarter Zeitung und durfte in meiner Sonntagszeitung regelmäßig Kommentare schreiben.
Der Adrian, der Zielcke erreichte beinahe mal so halb Berühmtheit, weil er mal von sich gab, dass Stuttgart 21 ohne das freundliche Zutun der Medien gar nicht möglich gewesen wäre. Damit hat er zwar nicht ganz unrecht, aber: Er meinte das durchaus in Form eines Eigenlobs.
Damit wären wir dann bei dem WAS er so schreibt und vor allem: Für WEN. Richtig gute Journalisten sagen -gemäß Hajo Friedrichs-, dass sich ein guter Journalist nicht mit einer Sache gemein mache, auch nicht mit einer guten. Er sei überall dabei, gehöre aber nirgends dazu.
Von diesem Grundsatz hielt der Adrian, der Zielcke nicht sonderlich viel und deshalb engagierte er sich mittels Kolumnen ziemlich vehement im Stuttgarter OB-Wahlkampf. Lesen brauchen Sie den Stuss nicht, es ist schlecht genug für alle Bild-Leser geschrieben, die Quintessenz ist, dass Stuttgart quasi im eigenen Kessel versinkt, wenn nicht der CDU-FDP -FW-Kandidat das Rennen macht.
Der Höhepunkt war dann, als er sich in die Behauptung verstieg, nur mit seinem Kandidaten seien Mehrkosten bei S21 zu verhindern. Das alles hat aber nicht verhindert, dass sein Kandidat doch verloren hat und das Ende Stuttgarts nun echt nah ist.
Der Adrian, der Zielcke, der ist nun ziemlich durch. Und im Kampf gegen die eigene Bedeutungslosigkeit helfen wirklich nur mächtige Sätze. Sätze, die ich noch nicht mal offline legen würde, aber genießen Sie doch mal eine Kostprobe:
VW sponesert die russische Fußbalmmnationalmannschaft und die Olympischen Spiel in Sotschi, die friedliche Eroberung der Welt..........
Wenn Sie nun glauben, sowas sei unter Einflussnahme irgendwelcher entrückender Substanzen zustande gekommen, dann sage ich Ihnen, dass der Adrian, der Zielcke doch ziemlich dauerberauscht sein muss. Wie der mal einen Arbeitsvertrag gekriegt hat, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass er ein ganz, ganz grottiger Schreiberling ist.
Der Adrian, der Zielcke war mal bei einer Stuttgarter Zeitung und durfte in meiner Sonntagszeitung regelmäßig Kommentare schreiben.
Der Adrian, der Zielcke erreichte beinahe mal so halb Berühmtheit, weil er mal von sich gab, dass Stuttgart 21 ohne das freundliche Zutun der Medien gar nicht möglich gewesen wäre. Damit hat er zwar nicht ganz unrecht, aber: Er meinte das durchaus in Form eines Eigenlobs.
Damit wären wir dann bei dem WAS er so schreibt und vor allem: Für WEN. Richtig gute Journalisten sagen -gemäß Hajo Friedrichs-, dass sich ein guter Journalist nicht mit einer Sache gemein mache, auch nicht mit einer guten. Er sei überall dabei, gehöre aber nirgends dazu.
Von diesem Grundsatz hielt der Adrian, der Zielcke nicht sonderlich viel und deshalb engagierte er sich mittels Kolumnen ziemlich vehement im Stuttgarter OB-Wahlkampf. Lesen brauchen Sie den Stuss nicht, es ist schlecht genug für alle Bild-Leser geschrieben, die Quintessenz ist, dass Stuttgart quasi im eigenen Kessel versinkt, wenn nicht der CDU-FDP -FW-Kandidat das Rennen macht.
Der Höhepunkt war dann, als er sich in die Behauptung verstieg, nur mit seinem Kandidaten seien Mehrkosten bei S21 zu verhindern. Das alles hat aber nicht verhindert, dass sein Kandidat doch verloren hat und das Ende Stuttgarts nun echt nah ist.
Der Adrian, der Zielcke, der ist nun ziemlich durch. Und im Kampf gegen die eigene Bedeutungslosigkeit helfen wirklich nur mächtige Sätze. Sätze, die ich noch nicht mal offline legen würde, aber genießen Sie doch mal eine Kostprobe:
VW sponesert die russische Fußbalmmnationalmannschaft und die Olympischen Spiel in Sotschi, die friedliche Eroberung der Welt..........
Wenn Sie nun glauben, sowas sei unter Einflussnahme irgendwelcher entrückender Substanzen zustande gekommen, dann sage ich Ihnen, dass der Adrian, der Zielcke doch ziemlich dauerberauscht sein muss. Wie der mal einen Arbeitsvertrag gekriegt hat, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass er ein ganz, ganz grottiger Schreiberling ist.
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