Sonntag, 8. April 2007
Der DFB und ich
Sehr geehrter Herr Dr. Zwanziger,

wie Millionen andere Fußballfans habe ich im letzten Jahr begeistert die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft während der Weltmeisterschaft gesehen (vielleicht könnten Sie ersuchen, dass Weltmeisterschaften nur noch hierzulande stattfinden). Auch jetzt sind die Auftritte der Mannschaft weiter sehr positiv.
Allerdings hätte ich eine Anregung. Und weil Sie sicherlich nicht so viel Zeit über haben, möchte ich gleich auf den Punkt kommen:

Einige Namen von Nationalspielern sind doch etwas, naja, verbesserungsbedürftig. Spontan fällt mir der Name "Lahm" ein, welcher im Ausland sicherlich nicht unbedingt positiv assoziiert wird und dem Spieler -der alles andere als lahm wirkt- keineswegs gerecht wird.
Des Weiteren klingen die Namen "Hitzlsperger" und "Schweinsteiger" immer schwer nach Österreich. Nichts gegen Österreich, aber Ihnen als Fachmann ist der momentane Stellenwert des österreichischen Fußballs sicher hinlänglich bekannt.

Vielleicht wäre es ja möglich, die betreffenden Spieler von der positiven Wirkung eines Künstlernamens zu überzeugen. Dies ist ja auch in Brasilien üblich und wird dort sehr erfolgreich praktiziert. Daher möchte ich Sie bitten, von Verbandsseite Ihren Einfluß geltend zu machen. Herzlichen Dank vorab für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

gorillaschnitzel




KaEffZet-Content
....mal nebenbei Herrn mark793s Autokennzeichentest absolviert und raus kam das (was soll mir das nun sagen?):
Ein wesentliches Motto, das diesem Kfz-Kennzeichen zugrunde liegt, ist das Aufgeben von alten, überlebten Handlungsweisen, verbunden mit großer Zuversicht und Vertrauen in ein neues, ungeprüftes Leben. Ein weiterer, eng mit dem Vorherigen verknüpfter Aspekt dieses Nummernschilds sind Lebensumkehr sowie eine neue Weltsicht. Außerdem wird durch dieses Kennzeichen die vollkommene Hingabe an eine wertvolle Mission symbolisiert. Die Annahme des Schicksals und die Suche nach seiner tieferen Bedeutung kann als ein weiteres Schlüsselmerkmal interpretiert werden. Insofern steht dieses Kennzeichen auch für das Finden von Reife und Weisheit. Eine zusätzliche Signalwirkung besteht in der Entdeckung verborgener Schätze sowie bisher unerschlossener Kraftreserven nach einer erfolgten Lebenswandlung bzw. einer Transformation der Persönlichkeit.

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Samstag, 7. April 2007
Marketing
Es gibt doch diese tollen (Direkt-)Marketingkonzepte, bei denen man gleich einen ganzen Stoß Unterlagen in die Hände gedrückt kriegt.

Am schönsten sind dabei immer die Empfehlungen von Menschen, die das Produkt angeblich getestet und für gut befunden haben wollen.

Ich hätte da einen besonderen Spaß zu bieten:
Ich konnte kaum mehr laufen, da ich an den Füßen, auch an den Fußsohlen, starke Schuppenflechte mit Pustelbildung hatte.

Mein Hund, der eine Graspollenallergie hatte und Cortisonspritzen brauchte, war beschwerdefrei

Jahrelang wurde ich durch Hämorrhoiden geplagt, es war sehr schmerzhaft und es hat alle paar Tage geblutet

In einer kleinen Studie bzgl. genitaler Pilzinfektionen nahmen 27 Patientinnen teil. 11 nahmen das Produkt täglich regelmäßig. 10 behandelten zusätzlich lokal mit getränkten Tampons. Nach 2-3 Wochen deutliche Beschwerdebesserung

Weil ich wegen meiner häufig wiederkehrenden Oberkiefervereiterung Antibiotika nehmen muss, hatte ich unentwegt einen krampfhaften Scheidenpilz. Das wurde durch das Podukt deutlich besser.
Auch meine Blütenpollenallergie und meine hochgradige Kontaktallergie mit Fischen und Meerestieren ist seit der Einnahme verschwunden


So. Und nun die große Frage: Um welches Produkt dreht sich das alles?
Wer richtig rät kriegt auf Wunsch eine Probe des Produkts zugesandt (Auswahl durch mich).

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Freitag, 6. April 2007
Wertigkeiten
Aus der Rubrik "Fragen des Alltags":

Was bringt Menschen dazu, auf das schweineteure Tropenholzparkett (70 €/m²) einen Läufer aus chinesischer Massenproduktion (4 €/m²) zu schmeißen?

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Donnerstag, 5. April 2007
Knut
...ist eine billige Kopie. Das Original heißt Horst-Tappsy. Nur um das mal klarzustellen....


   ... Horst-Tappsy
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Mittwoch, 4. April 2007
Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein
Der Filbinger ist tot. Die Todesanzeige der Landesregierung Baden-Württembergs preist (u.a.):
Mit Hans Filbinger verliert unser Land eine herausragende, prägende Persönlichkeit.

(...)

Er war ein Landesvater im besten Sinne.

Hans Filbinger hat sich als Ministerpräsident, Innenminister, Staatsrat und Abgeordneter um unser Land verdient gemacht.
Unterzeichnet ist das von Günther H. Oettinger, seines Zeichens amtierender Ministerpräsident des Landes. Dass einer, der gern mal bei seinen Ulmia-Burschenschaftlern den ersten Vers des Deutschlandlieds singt, sich so äußert, verwundert nicht.

Aber mich hätte interessiert, was wohl Walter Gröger (Jahrgang 1922) dazu sagen würde. Der kann leider nichts mehr sagen, weil der Filbinger dafür gesorgt hat, dass der Mann hingerichtet wird.

   ... Poly-Tikk
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Holz zu Büchern
Viel Holz vor der Tür.

Gebunden oder Taschenbuch?
Beides.

Amazon oder Buchhandel?
Meist Buchhandel. Amazon nur dann, wenn das Buch im Handel nicht auftreibbar ist. Es geht nichts über eine Buchhandlung, in der man viel Zeit im Sessel verbringt und in Büchern blättert.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Es gibt Leute, die da wirklich ein Eselsohr machen? Lesezeichen, was immer das sein mag: Richtiges Lesezeichen, Kassenzettel, Visitenkarte, Zeitungsfetzen.

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Trennen zwischen Sachbücher und Romane, dann nach Autor.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Meist behalten, wenig verleihen, selten verschenken, nie wegwerfen, nie verkaufen.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Natürlich behalten.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Mit.

Kurzgeschichten oder Roman?
Romane und Sachbücher

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Eher ersteres.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Holden Caulfield

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Wenn man müde ist das Kapitel fertig lesen.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?
Tendenziell ersteres.

Kaufen oder Leihen?
Immer kaufen. Leihen allenfalls Fachliteratur fürn Job.

Neu oder gebraucht?
Eher neu. Es geht aber nichts über ein nettes Antiquariat.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Empfehlung und Stöbern

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Beides.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Wenn Zeit ist...

Einzelband oder Serie?
Ausschließlich Einzelbände

Lieblingsserie?
Erübrigt sich...

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Meine Diplomarbeit :-)))

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Alessandro Piperno: Mit bösen Absichten

Welches Buch liest Du gegenwärtig?
In der Regel lese ich nicht ein Buch sondern manchmal 5 parallel. Momentan sind es diese:
Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika
Tom Segev: Es war einmal ein Palästina
....und zum x-ten Mal...Mikael Niemi: Populärmusik aus Vittula

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Thomas Coraghessan Boyle: Wassermusik

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Dienstag, 3. April 2007
Apokalypse
Der Tag, als sich die Welt grundlegend und für immer veränderte, war eigentlich ein ganz normaler Tag. Eigentlich war es auch kein einzelner Tag. Eher eine mittellange Zeitspanne. Es passierte nichts spektakuläres. Nichts, das in die Geschichtsbücher hätte niedergeschrieben werden können.

Es brach kein Atomkrieg aus und es brach auch nicht der Dritte Weltkrieg aus. Die Klimaveränderung gabs zwar, aber das war alles machbar. Der Wald war zwar krank, aber vorhanden. Die Umstände insgesamt nicht die allerbesten, aber immerhin einigermaßen solide.

Dennoch passierte eines Tages etwas entscheidendes: Die Bienen verschwanden. Massenweise. Erst in Asien, dann in Europa, Australien und Afrika, schließlich auch in Nord- und Südamerika. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Verschwunden. Alle.

Natürlich wurde man schnell auf das Problem aufmerksam und versuchte, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Man vermutete Milben oder Insektizide. Aber niemand war in der Lage, eine konkrete Ursache zu benennen.

Man versuchte, Völker nachzuzüchten. Doch alle starben.
Schnell wurde allen klar, was das bedeutete. Dem Phänomen wurde ein Namen gegeben: Bienenpest. Horrorszenarien überfluteten die Medien, es setzten Hamsterkäufe ein und die Lebensmittelpreise explodierten. Dann passierte wirklich das, womit alle gerechnet hatten: Die Ernte weltweit war eine Katastrophe. Es gab Ausfälle wohin man schaute.
Man versuchte, Wildbienen zu züchten, Hummeln einzusetzen und mittels Rotoren künstlich zu bestäuben. Es blieb alles ohne großen Erfolg.
In einigen Staaten kam es zu Hungersnöten. Andere führten Krieg gegeneinander um die verbliebenen Ressourcen.


Alles Phantasie? Kann sein. .....Ach ja....

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Montag, 2. April 2007
Wäscheleine

   ... Horst-Tappsy
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Freitag, 30. März 2007
Antiquariat
Es gibt diese wundervollen Antiquariate, in denen man sich stundenlang aufhalten kann. Meist sind sie bevölkert von älteren Männern. Den Inhabern. Die sind nur für eines da: Bücher, Bücher und Bücher.
Mein Lieblingsantiquariat liegt in einer winzig kleinen Gasse und der Inhaber stellt die Gasse mit seinen Büchern so zu, dass sie während der Öffnungszeiten zur Fußgängerzone wird. Das Angebot ist wild gemischt: Hieronymus Bosch steht neben Batmancomics. Ich glaube, das ist beabsichtigt, weil man dann umso länger im Laden verweilt. Und manchmal setzt man sich einfach in den Sessel außen zwischen die Bücher. Auch schön.

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Donnerstag, 29. März 2007
How to become a TV cook
Kochsendungen boomen. Überall wird gekocht und oft ist es großer Mist, der da fabriziert wird. Das aber ist meist ziemlich egal, weil das ohnehin keiner essen muss und wenn doch, verzeiht das Publikum auch die allerschlimmsten Sünden.
Wenn Sie nun eine Karriere als TV-Koch anstreben sollten, hier die heißesten Tipps:


Das System Oliver

Das wirklich allerallerwichtigste: Legen Sie sich einen ordentlichen Sprachfehler zu. Am besten lispeln Sie unentwegt und suchen sich dann vorzugsweise Worte aus, in denen möglichst viele Zisch- und S-Laute vorkommen. Von nun an reden Sie auch besser Englisch. Und zwar in etwa so:
"Thith ith a wonderful pieth of pork. Let´th thee, what I can produthe now for my friendth."
Dann erzählen Sie die komplette Geschichte des Fleischs: Wie Sie das Ferkel eigenhändig auf die Welt gebracht hätten und ihm bereits in jüngsten Tagen Ayurveda-Massagen verabreicht hätten. Ferner sei das Vieh in unmittelbarer Feng Shui-Umgebung aufgewachsen und habe ausschließlich selbstgebrautes Bier und feinsten Bordeaux gesoffen.
Und wie Sie das alles erzählen, lassen Sie nebenher das Fleisch in der Pfanne anbrennen und erzählen hinterher, das sei nun richtig kross und könne nun einfach zwischen Labber-Toast gegessen werden oder auch mit einer ordentlichen Portion Senf.


Das System Mälzer

Geben Sie den Hoppla-ist-das-alles-easy-Koch. Legen Sie sich eine grenzdebile Assistentin zu, die nicht bis 3 zählen kann, aber zu allem ja und amen sagt.
Geben Sie dann den jovialen Gastgeber, der mal eben die Kocherei neu erfindet und glänzen Sie mit den abartigsten Rezepten, die Sie dann aber nach Gutdünken verändern. Kündigen Sie Kalbsleber in Krabbensauce an. Erzählen Sie dann etwas davon, wie umweltbelastet so eine methanverseuchte Kalbleber eigentlich sei und dass aus der Krabbensauce nun eine Suppe werde. Fahren Sie damit fort, dass die Krabben des Lieferanten heute richtig beschissen ausgesehen hätten und Sie ohnehin gegen diese thailändischen Zuchtfarmen seien wegen der Krabbenrechte und Sie dann stattdessen direkt heute morgen einen Kubikmeter Erde im Vorgarten umgegraben hätten und nun diese wunderbaren Regenwürmer hätten, die man genauso gut wie Krabben nehmen könne.
Nehmen Sie einige Handvoll Regenwürmer, schauen der dümmlichen Aktrice mit dem Klemmbrett tief in die blauen Kontaktlinsenäuglein, schmeißen dann die Viecher in die Fritteuse (nur kurz, es muss noch saftig sein), danach ab in den Mixer, mit Hühnerfond auffüllen und fertig ist die Suppe.


Das System Lafer

Das System Lafer funktioniert mit weitem Abstand am allerbesten und es lässt sich am einfachsten kopieren. Sie müssen nur eins tun: Grinsen. Unablässig und unaufhörlich grinsen. Das lenkt das Publikum von allem anderen ab. Sie können sich dann auch allerlei Unsinn erlauben und erhalten dann auch Werbeverträge mit Baumärkten, kriegen zigtausende für Autogrammstunden im Altenheim und sind sowas wie ein Popstar.
Damit das mit der richtigen Grinserei funktioniert, futtern Sie idealerweise täglich ein Dutzend Ecstasy und setzen dann ein Strahlen auf, als seien Sie soeben durch die Death Zone von Tschernobyl marschiert.

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Mittwoch, 28. März 2007
Halbdackel des Monats

Der Resozialisierer



Wie der Rainer kanns keiner. Wirklich. Weil der Rainer ein wirklich drolliger Kerl ist. Richtig putzig. Rainer ist 66 Jahre alt und weil mit 66 Jahren das Leben ja erst so richtig anfängt, hat sich Rainer gedacht, dass er sich mal wieder zu Wort melden muss. Das ist er gewohnt, weil er das auch früher schon getan hat. Genaugenommen war der Rainer nämlich mal ziemlich bekannt, weil er mit ein paar anderen zusammengelebt hat, eine richtig rattenscharfe Granate im Bett hatte -zumindest damals- und er Klotüren schon immer ziemlich spießig fand. Er nannte das damals Revolution.
Und heute macht er immer noch in Revolution. Auch heute wohnt er noch mit vielen anderen zusammen. Er nennt das seinen Harem. Der reicht ihm jetzt aber nicht mehr und da dachte er sich, er könne seine Vergangenheit plus Sozialarbeit plus gesteigertes Liebes- und Sexualbedürfnis allesamt in einen Sack packen und da hat er sich dann gedacht, dass Brigitte Mohnhaupt sicher ganz wild auf den potenten Rainer ist und ganz bestimmt hundertprozentig sicher beim Rainer einziehen möchte.
Und nun findet Rainer, dass die Brigitte einen ganz gewaltigen sexuellen Nachholbedarf hat nach 24 Jahren Knast. Deshalb soll sie in Rainers Harem. Rainer bietet sogar Schnupperangebote an. Da will man eigentlich schon gar nicht mehr wissen, was da genau beschnuppert werden soll.
Erkenntnis:
a) Manchmal reicht die Pubertät auch ins siebte Lebensjahrzehnt.
b) Rainer ist neben Günther Netzer der einzige Mensch in der Republik, der 40 Jahre ein und dieselbe Frisur spazieren trägt.
Herzlichen Glückwunsch, Rainer.

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Der Tag ist gerettet
....nachdem ich jetzt weiß, wieviele Styrodurplatten (126 cm x 60 cm x 4 cm) in einen Alfa 147 passen...




Eins wollen wir mal festhalten:
Wir leben weit über unseren Verhältnissen, aber deutlich unter unserem Niveau.

   ... Fundstuecke
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