Donnerstag, 22. Februar 2007
Hauptsache Bio
Manchmal kann man beim Einkauf die kopfschüttelnden Biojunkies bewundern, die ganz entsetzt zuschauen, wie eine -vermutlich HartzIV empfangende- Dame (oder ein Herr) die Eier aus der Käfighaltung in den Wagen legt. Mit offensichtlich gespielter Empörung, aber ohne einen Piep zu sagen, greifen sie dann in die Box mit den Bio-Freilandeiern.

Das ist ja ganz ehrenwert, wenn einem das Hühnerschicksal nicht egal ist. Vermutlich aber haben diese verwöhnten Hausfrauen, die nach dem Einkauf im Golfcabrio zum Tennis spielen düsen, noch nie versucht, mit 345 Euro einen gesamten Haushalt zu bestreiten.
Leider legen die, ebenso gelangweilten wie verwöhnten, Hühnerfreunde dann auch gleich eine Flasche Vollmilch in den Wagen. Ohne nachzudenken oder nachzufragen, woher denn nun die Milch kommt und wie die Kuh denn überhaupt gehalten wurde. Dasselbe gilt dann auch für den schweineteuren Serranoschinken, der vielleicht von richtig unglücklichen Schweinen stammt.
Das sind die Verbraucher, die ganz begeistert beim nachbarlichen Bauern die Eier mitnehmen, weil die viiieeel besser schmecken, als die aus dem Supermarkt. Es hat sich aber noch keiner gefragt, wo die Eier herkommen, wenn da kein einziges Huhn auf dem Hof rumspringt. (Die Eier stammen übrigens aus dem örtlichen Käfigbetrieb). Und die Milch ist ganz allein deshalb schon besser, weil vom Bauern. Dass die Viecher keine 4 Schritte laufen können, weil sie das aufgrund der Haltung verlernt haben, interessiert dann schon nicht mehr.

Ergo: Wir alle werden verscheissert. Weil wir verscheissert werden wollen und eigentlich gar nicht so genau wissen möchten, wie Produkt XY produziert wird. Mir zumindest geht es manchmal so.

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Die ganze Welt ist facettenreich

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Mittwoch, 21. Februar 2007
Plörre

Königliches Grauen



Umdrehungen: Völlig egal

Bei Stuttgarter Hofbräu rühmt man sich damit, das königlich württembergische Königshaus beliefert zu haben. Vielleicht mag das der Grund sein, weshalb das Königreich Württemberg sehr lange unter diktatorischen Königen mit Polizeistaatmentalität gelitten hat.
Man kann vom "Genuss" dieses Biers nur abraten. Das, was da beinahe die Speiseröhre verätzt, Bier zu nennen, spottet jeder Beschreibung.

Früher konnte man für die Radiowerbung irgendwelche Vierzeiler einschicken und hat dann, wenn für gut befunden und veröffentlicht, einen Kasten Bier oder 50 Mark oder irgendwas gewonnen. Bedingung war nur die Passage "das verdank ich dir, Stuttgarter Hofbräu, so ein Bier".
Vermutlich wurde dieser geniale Vierzeiler eines wunderbaren Reimgenies nie veröffentlicht:
17 Jahre bin ich alt,
wohnhaft Trinkerheilanstalt.
Das verdank ich dir,
Stuttgarter Hofbräu - so ein Bier
Und in dieser Tradition schieb ich noch diesen selbstgebrauten Vers nach:
Gekotzt und Stunden aufm Klo verbracht,
hat einzig dieses miese Gsöff gemacht.
Das verdank ich dir,
Stuttgarter Hofbräu - so ein Bier
Tätätätätä....auch wenn die närrischen Tage rum sind.

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Dienstag, 20. Februar 2007
Narr
Es ist Karneval. Fastnacht. Fasching. Oder wie man die Spielart hierzulande bezeichnet: Fasnet. Genauer: Schwäbisch-Alemannische Fasnet.
Die unterscheidet sich in einigen grundlegenden Dingen davon, was man beispielsweise in Mainz, Düsseldorf oder Köln unter Karneval versteht. Und noch viel mehr davon, was man in Rio oder Trinidad darunter versteht. Man trägt gänzlich andere Kostüme und insgesamt ist es etwas "mythologischer" und etwas destruktiver.

Nun muss ich mich erstmal als Narren- und Fastnachtsmuffel per se outen. Angeboren. Genetisch. Das Einzige, womit ich mich anfreuen kann, ist der karibische Karneval, der im Vergleich zur deutschen Variante haushoch gewinnt: Musik besser, Kostüme besser, Wetter besser, Tänze besser, Frauen sehr deutlich schöner.

Aber zurück zur Tradition hierzulande. "Hierzulande" ist auch schon wieder übertrieben, weil trotz aller einigermaßen erfolgreichen Bemühungen, das auch in die protestantischen Lande zu tragen, das noch immer eine mehrheitlich katholische Angelegenheit ist. So einfach ist das hier:

Vorderösterreich=Habsburg=Katholen=Fasnet, freie Reichstadt/ Württemberg=Prostestanten= nix Fasnet, weil PietCong. Dies machen auch Zahlen klar: Die Bischoffsstadt mit 40.000 Einwohnern: 3500 Narren beim Umzug, 50.000 Besucher.
Die Unistadt nebendran beim gleichen Event: 80.000 Einwohner, etwa 30 Narren, Besucher nicht zählbar. Sämtliche Versuche, das in der Unistadt heimisch zu machen, scheitern seit Jahrzehnten. Das kollektive Mutzusprechen des Zeremonienmeisters der Unistadt ("wir kriegen das auch alles als Prostestanten hin und wenn es scheitert, dann wegen der vielen Studenten") wird allenthalben nur noch mit Mitleid betrachtet. Mit derselben Tradition, wie die einen das zelebrieren, verweigern sich die anderen.

Nun bin selbst ich Obermuffel bereit, die Veranstaltung als Traditionspflege zu verbuchen. Und einiges -linguistisches- gefällt mir dabei sogar: Die starke Betonung des Dialekts, die sich in den Namen der Gruppen niederschlägt und wohl nur verstanden werden kann, wenn man hier aufgewachsen ist. Oder weiß jemand, was eine "Fuuzkachel" ist, oder ein "Ranzabatschr"?
Seltsamerweise aber nähert man sich dem Allgemeinbedürfnis an (und dafür sind wohl die gleichen verantwortlich, wie diejenigen, die die Fasnet in dieprotestantischen Gebiete tragen: Die Zugereisten): Jetzt gibt es schon Sambagruppen und die Veranstaltung ist mittlerweile das, was sie nie war (politisch).

Mit Tradition hat das immer weniger zu tun. Da mag man noch so viel drauf rumreiten. Daher: Gottseidank und Narri! Narro! ist morgen Aschermittwoch und alles wieder normal.

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Montag, 19. Februar 2007
Regierungspräsidialer Behördenquatsch
Ich bin ja einer dieser vielen staatstragenden Bürger. Manchmal reg´ ich mich auf, selten reg´ ich mich richtig auf. Ganz selten, ganz, ganz selten, könnte ich wirklich explodieren. Das hat meistens mit Einreise zu tun (irgendwie werde immer ich aufs peinlichste kontrolliert) oder aber mit den Ausländergesetzen, mit denen man sich manchmal auch als Deutscher rumschlagen darf.

Und weil die Vollspacken Beamten des hiesigen Regierungspräsidiums mal wieder jede Zeile auseinanderklamüsern und jeden Satz neu interpretieren, gibts heute mal eine Stilblüte, wie das mit den Asylgesetzen wirklich funktioniert:

Da reist ein Kurde in die Bundesrepublik ein. Das ist noch kein Verbrechen. Das wird es dann, wenn er mit falschen Papieren einreist, wie in diesem Fall geschehen. Der Mann kannte das Land, weil er hier schon mal ausgewiesen wurde. Man hatte ihm -trotz wirklich nachweisbarer "Indizien" (Narben verschwinden halt nicht)- damals nicht geglaubt, dass er wirklich gefoltert wurde.
Nun hat er es also wieder getan und ist wieder eingereist. Dieses Mal mit Papieren eines Bekannten, der eine gültige Aufenthaltsgenehmigung hatte.

So weit, so gut.

Nun war der Mann dumm ehrlich genug, einen Fehler zu begehen: Nach 2 Wochen hat er nämlich die gefälschten Papiere abgegeben und den Behörden seine wahre Identität offenbart.
Damit hat er dann die juristische Lawine losgetreten: Illegale Einreise undsoweiterundsofort.

Das Ende vom Lied: 30 Tagessätze a 8 Euro. Selbst in der Revision. Dieses Mal aber glaubt man seiner Geschichte mit der politischen Verfolgung und er darf wenigstens bleiben (was gleichzeitig die Frage aufwirft, wie sehr wohl die Vorinstanz seinen Fall geprüft hat).

Die allerschönsten Bonmots des Gerichts:
Der Angeklagte hat entschieden zum Bekanntwerden des Vergehens und dessen Aufklärung beigetragen.

Frage an den Angeklagten:
Sie müssen Vertrauen schenken in dieses Land. Wenn Sie schon ein Mißtrauen in das Land haben, weshalb reisen Sie überhaupt ein?
(Antwort: Weil ich dafür gültige Papiere hatte)


Aus der Urteilsbegründung:
...hätte der Angeklagte die falschen Papiere direkt bei der Einreise an- und abgeben müssen

So denken diese Pfeifen bei den entscheidenden Behörden. Und weil diese Leute den letzten Rest Menschlichkeit vergessen und zuerst der Paragraph kommt und dann der Mensch, den das alles betrifft, muss man diese Pfeifen fragen: Ihr könnt schlafen und fühlt euch gut, bei dem was ihr tut?



PS: Wenn wir schon mal dabei sind ein kleines Ratespielchen. Auszug aus einer TV-Sendung, Interview mit einem Bürger:
Sehen Sie, das haben Ausländer gebaut. Pfusch am Bau. Das ist das große Problem des Lands. Das schädigt unsere Sozialkassen. Das Problem sind die Ausländer und die Einwanderung
Frage: Welcher Sender strahlte das aus und um wen geht es?

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Sonntag, 18. Februar 2007
Yankee-Doodle
Hotels können langweilig sein. Müssen aber nicht.

Manche sind sogar ganz nett eingerichtet und haben nicht diesen Einheitsbrei aus Telefonbuch einer fremden Stadt, Bibel, verflecktem Teppich, bei dem man gar nicht erst wissen will, was das für Flecken sind und niederlegenen Betten.

Bei einigen ergeben sich Rituale. Wie bei einem der letzten:

Jeden Abend, wenn sich die Fußgängerzone leert, spielt immer ein Mensch mit seiner Klarinette. Ein sonderlich großes Repertoire hat er nicht. Meist spielt er was in Stil von "the saints are marchin in" und ähnliches Südstaatengejodel. Dixieland bis zum abwinken. Eigentlich mag ich Dixieland überhaupt nicht, aber es ist sehr beruhigend, wenn man weiß, dass der jeden Abend dort unten steht. Er spielt mich quasi in den Schlaf.

Anfangs ist es mir ganz recht, wenn ich nicht weiß, wer da unten steht und vor sich hindudelt. Einfach weils spannender ist, seine Phantasie spielen zu lassen. Aufgrund seines etwas eingeschränkten Repertoires heißt er bei mir Yankee-Doodle.
Aber am allerletzten Abend halt ich das nicht mehr aus, muss vom Bett aufstehen, mich wieder anziehen und in die Kälte raus. Ich will Yankee-Doodle sehen und die letzten Kreuzer in den Hut schmeißen. Erst dann kann ich schlafen.

Irgendwie neurotisch....

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Samstag, 17. Februar 2007
In Sachen Verkehrssicherheit
Mit dem Handy im Auto telefonieren ist verboten. Da mag man über Sinn und Unsinn dieser Regelung diskutieren, die Begründung, wonach man beide Hände am Lendrad brauche, aber regt zur Phantasie an.

Jetzt haben sich ein paar schlaue Köpfe gedacht, man könnte mit derselben Begründung auch gleich rauchen hinterm Steuer verbieten.

Ich finde das phantastisch! Ehrlich. Aber wenn, sollte man das doch bitte auch richtig konsequent betreiben und alles, wirklich alles, verbieten, was damit verbunden ist, dass man eine Hand vom Steuer nehmen muss:

- Essen
- Trinken. Ausnahme könnte vielleicht ein Tank sein, der -wie bei der Formel 1- via Strohhalm mit dem Fahrer verbunden ist.
- Radios, CD-Player etc.: Alles raus. Verboten.
- Alle Navigationsgeräte raus aus den Autos.
- Das herkömmliche Schaltgetriebe an sich! Gefährlich wie Sau. Die meisten Autofahrer sind zudem Rechtshänder und nehmen auch noch die "gute Hand" vom Steuer.

   ... Poly-Tikk
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Frühmorgendliche Überlegungen
Anais Nin hat irgendwann einmal geschrieben, dass die einzig bekannte Welt ohne Mauern und Ungerechtigkeit, die der Illusion und Dichtung sei.
Das Zitat hab ich mich Kopf, als ich mir gestern Morgen -wie jeden Morgen- die Tränensäcke aus dem Gesicht drücke. Die paar Minuten, in dem man den Tag und sich selbst sortiert und versucht diese monströse Mattigkeit, die man noch vom Bett mitbringt, loszuwerden.

Ist ja an sich ganz schön, wenn es wenigstens irgendwo irgendeinen Ort gibt, in dem alles schön und hübsch und nett ist. Und wenn´s nur literarisch oder illusorisch sein mag. Tröstend ist das allemal.

Nun kommt es vor, dass es immer wieder Menschen gibt, die irdische Zustände gerechter gestalten wollen. Wenn das gut läuft, kommt dabei einer wie Nelson Mandela raus. Oder Mahatma Ghandi. Oder auch Martin Luther King.

Ich bin aber -nachdem die Tränensäcke hinter die Ohren gestopft waren- (fast) zufällig auf die Geschichte einer jungen Frau gestoßen, die auch angetreten ist, die Welt zu verändern, zu verbessern. Als sie bemerkt hat, dass sie diese Idee pervertiert, wollte sie weg. Da war es aber schon zu spät.

Es ist die Geschichte der Ingeborg Barz und es sind die Jahre 1971/72.

Ingeborg Barz ist Jahrgang 1948 und bildhübsch. Sekretärin, politisch interessiert und ebenso politisch aktiv. Dabei kriegt sie Kontakt zur -relativ frisch formierten- RAF, damals noch als "Baader-Meinhof-Bande" bekannt. Gemeinsam mit ihrem Freund geht sie in den Untergrund. Allerdings nicht lange. Nach einem Banküberfall, bei dem ein toter Polizist als Opfer bleibt, entschließt sie sich zum Ausstieg. Telefoniert mit ihrer Mutter.

Und war seither nie wieder gesehen.

Ein RAF-Aussteiger sagte aus, Andreas Baader höchstselbst habe Ingeborg Barz hingerichtet. Wegen des geplanten Ausstiegs. Die Aussage wird allerdings bis heute als zweifelhaft in Frage gestellt. Zeugen wollen sie angeblich nach der angeblichen "Exekution" gesehen haben. Gesichert ist aber überhaupt nichts.

Etwa eineinhalb Jahre nach dem letzten Lebenszeichen fand man die Leiche einer Frau in der Nähe von München. Man vermutete, dass es sich dabei um Ingeborg Barz handelt. Es wurde aber nie geklärt, ob das wirklich Ingeborg Barz ist. Offiziell ist sie bis heute verschollen (und wird vermutlich noch gesucht). (Wie übrigens 6 weitere (Ex-)Mitglieder der RAF)

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Freitag, 16. Februar 2007
Ruhe in Frieden, Dreirädle-Oma

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Geschäftsführer, post mortem
Im Impressum von Westeins ist u.a. Erich Schumann als Geschäftsführer aufgeführt.

Dabei ist der Mann seit fast 4 Wochen tot.

Irgendwie dürftig, wenn man bedenkt, wie schnelllebig diese ganzen Onlinegeschichten doch sind...

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Donnerstag, 15. Februar 2007
Aufklärung
Heute möchten wir einmal einen Beitrag zur Aufklärung leisten. Nein, nicht zu der Kant´-Voltaire´schen. Die ist ewig her und rum. Dieses Mal zielt es auf die Jugend. Ehe wieder verkrampfte 5-Klässler von noch viel verkrampfteren Lehrern darüber aufgeklärt werden, woher denn nun die Kinder kommen, haben wir beschlossen, das nun zu übernehmen.

Also liebe Kinder, wir erklären euch jetzt mal wie das alles geht. Die meisten von euch haben zwar keine Brüderchen oder Schwesterchen, aber vielleicht wollt ihr ja wissen, wie ihr selbst entstanden seid.

Aaaaalso:

Es gibt da Männer. Eure Eltern und Lehrer nennen das vielleicht auch Bienen. Aber glaubt denen nicht. Das heißt Männer.
Männer sind Menschen, haben Arme und Beine und nen Kopf. So wie du.
Wenns aber darum geht, woher du kommst, dann haben Männer da was ziemlich wichtiges. Das haben wir als Pfeil gekennzeichnet. Wenn du ein Bub bist, hast du das auch und wirst irgendwann mal ein Mann. Als Mädel hast du das nicht.
Der Pfeil zeigt auf den Schniedelwutz. Den Schniedelwutz nennen manche auch Penis. Der ist wirklich wichtig, wenns um deine Herkunft geht.


So ein Männchen allein kann zwar ziemlich viel, aber nix ohne ein Weibchen und darum...

...gibts auch Weibchen. Das sind quasi die Blumen. Die haben wir gleich ganz nackich gezeichnet. Beim Männchen kommts nämlich nich wirklich auf das unterm T-Shirt an. Bei den Weibchen schon.
Das Weibchen heißt auch Frau. Ist auch ein Mensch mit Armen und Beinen und Kopf aber trotzdem kein Mann. Die Frau hat 2 ganz andere Sachen wie ein Mann. Obenrum hat sie viel mehr, weil man damit das Baby ernährt. Das erklären wir aber später mal.
Dort, wo dem Mann sein Schniedelwutz ist, haben sie aber auf den ersten Blick gar nix. Stimmt aber nicht. Haben da sehr wohl was. Das, wo nämlich die Babies rauskommen. Nennt man aber auch Scheide.



Jetzt müssen sich nur noch Mann und Frau toll finden. Das kommt immer wieder mal vor. Dann mögen sie sich. In etwa so, wie du deinen Teddy magst. Aber die beiden mögen sich noch viel mehr. So sehr, dass sie ohneeinander nicht mehr können. Ich weiß, ohne deinen Teddy kannst du auch nicht, aber die beiden mögen einfach nur die ganze Zeit kuscheln. Das siehst du vielleicht an der Zeichnung.


Die mögen sich so richtig. Richtigrichtigrichtig. Und wenn das der Fall ist, macht der Mann seinen Schniedelwutz, den Penis, dahin wo die Frau nix hat, die Scheide, also da wo die Babies rauskommen. Das ist wirklich wichtig und wenns gut läuft, für beide richtig schön. Dann schrubbeln beide aufeinander rum und irgendwann passierts dann und der Mann spuckt dann Sperma aus. Ist nicht wichtig zu wissen, was das genau ist. Es ist aber jetzt schon mal in der Scheide der Frau.


Jetzt wirds lustig. Wie der Schumi beginnt jetzt das Rennen. Die Spermien rennen los und suchen die Eizelle. Die Eizelle liegt in der Scheide der Frau. Ist aber wurscht. Es ist wie bei Schumi: Es geht nur darum, ans Ziel zu kommen. Und das machen die Spermien. Genau wie bei Schumi und der Formel 1 ist der der Sieger, der als erster dort ist.


Und wenn alles gutgeht ist Mama schwanger. Mama wird dann dicker und dicker und dicker. Nicht deshalb, weil Mama so viel futtert, sondern weil nochmal jemand mitfuttert. Mama isst jetzt ganz absonderliche Sachen: Nuttela und saure Gurken zum Beispiel. Mach dir keine Sorgen, das ist normal. Das was da drin ist, ist ein Baby. So wie du auch mal im Bauch deiner Mama warst.
Mama wird nun dicker und kriegt einen Bauch wie Papa vom Bier trinken. Aber bei Mama kommts nicht vom Bier.
Mama wird jetzt so dick, dass man denkt, sie könnte platzen. Tut sie aber nicht, irgendwann kriegt sie Schmerzen und dann kommt das Baby aus dem Bauch raus.


Und das was dann rauskommt ist ein kleines Baby. Das warst du auch mal, auch wenn du dich nicht daran erinnerst. Und die einen Babies ham nen Schniedelwutz und die anderen nicht. Die einen sind die Buben, die anderen die Mädels...
Jetzt muss man sich um das Baby kümmern. Man muss es füttern und mit ihm spielen und es großziehen.
So ein Baby schreit erstmal wie Sau, weil es in die kalte Welt kommt und jetzt den Ernst des Lebens das erste Mal spürt.
Aber so ist das eben. Und du warst auch mal ein kleiner Schreihals und wenn du es richtig anstellst, hast du selber mal so einen kleinen Schreier....

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Mittwoch, 14. Februar 2007
Logik eines Jungpolitikers
Bevor sie sich diesen Scheiß aus dem Internet runterladen, geben wir es lieber gleich frei.

Das ist die Logik der JuLis. Ehe einer Heroin nimmt, geben wir besser Kokain frei. Und es könnte auch sein, dass sich einer mit dem Gedanken trägt, eine Kalaschnikow zu kaufen. Dem würde vielleicht zu Beginn auch eine Beretta reichen.

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mundART
Ich mag das, wenn es Menschen gibt, die ihr mundartliches Idiom nicht hinterm Berg halten. Selbst wenn es unfreiwillig ist.

Heute hat es eine via Leserbrief geschafft, gleich 3 Verben in einen Satz einzubauen, die von jemandem, der ausschließlich des Hochdeutschen mächtig ist, nicht verstanden werden (können).

Die Dame beklagt sich über die "grillenden Kinder, die andere herumschucken und Kaugummi überall hinbäppen".

Schön, dass die Tageszeitung das nicht korrigiert oder gar übersetzt. Ginge doch so ein guter Teil der Originalität flöten. Allerdings transferiert man die Mundart in die Hochsprache, was wiederum dazu führt, dass es aussieht, als handle es sich tatsächlich um hochdeutsche Worte.


PS:

"bäppen"= kleben
"schucken"= stoßen, schubsen. In der Vergangenheitsform und in Verbindung mit der Präposition "ge" meint das allerdings "verrückt, irre".
"grillen"= Hat nichts mit Nahrungszubereitung zu tun, sondern meint "lärmen, schreien"

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Dienstag, 13. Februar 2007
Die Brigitte und der Reinhold
Darüber, dass in dieser Republik einige der Meinung sind, man müsse jemanden auch dann noch wegsperren auch wenn er -in dem Fall: sie- gar keine Gefahr mehr ist, möchte ich mich besser nicht auslassen. Und die Betroffenheitsschiene einiger, die der Meinung sind, wenn nur genug bereut werde, dann ist wieder alles gut, möchte ich auch eher als Sandkastenphantasie abtun.

Aber ich stelle mir grade vor, wie so ein Auftritt von Brigitte Mohnhaupt bei Reinhold Beckmann aussehen könnte und drum hab ich mich auf die Suche gemacht. Über verschwiegene Kanäle bin ich nun an die bereits aufgezeichnete Sendung gekommen.

Exklusiv hier vor der Ausstrahlung:


Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie waren in der RAF. Wie ist das denn so als Terroristin?

Mohnhaupt: Sie nennen das Terrorismus, ich nenne das antiimperialistischen Kampf.

Beckmann: Gut, aber wie das denn so in der Illegalität?

Mohnhaupt: Jedenfalls nicht lustig, wenn man einen Haufen Bullen am Hintern hängen hat.

Beckmann: Sie wurden ja immerhin wegen Mordes....
(Mohnhaupt unterbricht Beckmann)

Mohnhaupt: ...das sagen Sie! Schauen Sie doch mal: Der Staat hat doch damals völlig überreagiert. Da war es durchaus legitim, sich gegen die Repressionen des Systems zu wehren.

Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie sind nun aus dem Gefängnis entlassen. Was haben Sie als erstes getan, als Sie rauskamen?

Mohnhaupt: Den Opfern polizeilicher Willkür im Kampf für eine gerechte Welt gedacht. Sie müssen das doch mal im historischen Kontext sehen: Vietnam und die Napalmbomben, Millionen Menschen starben im Krieg gegen die Kolonialisten, Tausende sitzen weltweit in Knästen. Denen habe ich gedacht.


Das Publikum schweigt betroffen.


Beckmann: Haben Sie nie darüber nachgedacht, sich begnadigen zu lassen?

Mohnhaupt: Nie im Leben. Das wäre Verrat an den Genossinnen und Genossen, die noch in den Knästen sitzen.

Beckmann: Die Sache damals mit Schleyer...

Mohnhaupt: Das war doch ein faires Angebot an den Staat, konnte doch keiner wissen, dass dieser Schmidt den Schleyer so hängen lässt. Wissen Sie, das war für uns auch keine leichte Sache, aber nachdem die in Stammheim den Andreas, die Gudrun und Jan-Carl umgebracht haben, blieb uns doch keine andere Wahl.


Raunen im Publikum.



Beckmann:
Wovon bestreiten Sie denn ihren Lebensunterhalt?

Mohnhaupt: Da bin ich doch Ihnen gegenüber nicht zur Auskunft verpflichtet. Es ist ehrenwerter erarbeitet als ihr Honrar.


Gelächter im Publikum.


Beckmann: Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt auf Ihre Memoiren einzugehen, die nächste Woche im "Roten Verlag" erscheinen und den Titel tragen "RAFfiniert: konsequente kleinschreibung als revolutionärer akt". Die Vorabveröffentlichung in der BILD hat ja zu heftigen Kontroversen geführt.

Mohnhaupt: Weil doch die breiten Volksmassen, die wir damals mobilisieren wollten, das auch heute nicht verstehen. Sehen Sie, das Konzept Stadtguerilla ist doch vor allem deshalb gescheitert, weil viele Menschen das einfach nicht verstanden haben. Wenn ich nun mein Buch bei der Springerpresse abdrucken lasse, unterwandere ich doch die Systemmedien. Das ist auch Klassenkampf. Eine konsequente Fortführung dessen, was wir damals begonnen haben. Dem Andreas würde das gefallen.

Beckmann: Wie ist das denn so im Gefängnis? Was machten Sie denn da den ganzen Tag?

Mohnhaupt: Man gewöhnt sich an den Kampf aus der Haft heraus. Schauen Sie sich doch mal die Welt an, da gibt es soviel Ungerechtigkeiten, da muss man doch was gegen tun.


Applaus im Publikum.


Beckmann: Waren Sie denn nie auf einem Irrweg?

Mohnhaupt: Was für ein Irrweg?

Beckmann: Bereuen Sie denn, was Sie taten?

Mohnhaupt:
Was gibt es denn zu bereuen, wenn man antifaschistische Arbeit betreibt?

Beckmann: Vielen Dank, Frau Mohnhaupt. (ans Publikum gewandt) Meine Damen und Herren, Brigitte Mohnhaupt...

Kamera schwenkt einmal direkt aufs Mohnhauptsche Gesicht.

Beckmann: Und nun zu unserem nächsten Gast: Franz Beckenbauer....

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