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Montag, 19. Februar 2007
Regierungspräsidialer Behördenquatsch
gorillaschnitzel, 23:44h
Ich bin ja einer dieser vielen staatstragenden Bürger. Manchmal reg´ ich mich auf, selten reg´ ich mich richtig auf. Ganz selten, ganz, ganz selten, könnte ich wirklich explodieren. Das hat meistens mit Einreise zu tun (irgendwie werde immer ich aufs peinlichste kontrolliert) oder aber mit den Ausländergesetzen, mit denen man sich manchmal auch als Deutscher rumschlagen darf.
Und weil dieVollspacken Beamten des hiesigen Regierungspräsidiums mal wieder jede Zeile auseinanderklamüsern und jeden Satz neu interpretieren, gibts heute mal eine Stilblüte, wie das mit den Asylgesetzen wirklich funktioniert:
Da reist ein Kurde in die Bundesrepublik ein. Das ist noch kein Verbrechen. Das wird es dann, wenn er mit falschen Papieren einreist, wie in diesem Fall geschehen. Der Mann kannte das Land, weil er hier schon mal ausgewiesen wurde. Man hatte ihm -trotz wirklich nachweisbarer "Indizien" (Narben verschwinden halt nicht)- damals nicht geglaubt, dass er wirklich gefoltert wurde.
Nun hat er es also wieder getan und ist wieder eingereist. Dieses Mal mit Papieren eines Bekannten, der eine gültige Aufenthaltsgenehmigung hatte.
So weit, so gut.
Nun war der Manndumm ehrlich genug, einen Fehler zu begehen: Nach 2 Wochen hat er nämlich die gefälschten Papiere abgegeben und den Behörden seine wahre Identität offenbart.
Damit hat er dann die juristische Lawine losgetreten: Illegale Einreise undsoweiterundsofort.
Das Ende vom Lied: 30 Tagessätze a 8 Euro. Selbst in der Revision. Dieses Mal aber glaubt man seiner Geschichte mit der politischen Verfolgung und er darf wenigstens bleiben (was gleichzeitig die Frage aufwirft, wie sehr wohl die Vorinstanz seinen Fall geprüft hat).
Die allerschönsten Bonmots des Gerichts:
Frage an den Angeklagten:
Aus der Urteilsbegründung:
So denken diese Pfeifen bei den entscheidenden Behörden. Und weil diese Leute den letzten Rest Menschlichkeit vergessen und zuerst der Paragraph kommt und dann der Mensch, den das alles betrifft, muss man diese Pfeifen fragen: Ihr könnt schlafen und fühlt euch gut, bei dem was ihr tut?
PS: Wenn wir schon mal dabei sind ein kleines Ratespielchen. Auszug aus einer TV-Sendung, Interview mit einem Bürger:
Und weil die
Da reist ein Kurde in die Bundesrepublik ein. Das ist noch kein Verbrechen. Das wird es dann, wenn er mit falschen Papieren einreist, wie in diesem Fall geschehen. Der Mann kannte das Land, weil er hier schon mal ausgewiesen wurde. Man hatte ihm -trotz wirklich nachweisbarer "Indizien" (Narben verschwinden halt nicht)- damals nicht geglaubt, dass er wirklich gefoltert wurde.
Nun hat er es also wieder getan und ist wieder eingereist. Dieses Mal mit Papieren eines Bekannten, der eine gültige Aufenthaltsgenehmigung hatte.
So weit, so gut.
Nun war der Mann
Damit hat er dann die juristische Lawine losgetreten: Illegale Einreise undsoweiterundsofort.
Das Ende vom Lied: 30 Tagessätze a 8 Euro. Selbst in der Revision. Dieses Mal aber glaubt man seiner Geschichte mit der politischen Verfolgung und er darf wenigstens bleiben (was gleichzeitig die Frage aufwirft, wie sehr wohl die Vorinstanz seinen Fall geprüft hat).
Die allerschönsten Bonmots des Gerichts:
Der Angeklagte hat entschieden zum Bekanntwerden des Vergehens und dessen Aufklärung beigetragen.
Frage an den Angeklagten:
Sie müssen Vertrauen schenken in dieses Land. Wenn Sie schon ein Mißtrauen in das Land haben, weshalb reisen Sie überhaupt ein?(Antwort: Weil ich dafür gültige Papiere hatte)
Aus der Urteilsbegründung:
...hätte der Angeklagte die falschen Papiere direkt bei der Einreise an- und abgeben müssen
So denken diese Pfeifen bei den entscheidenden Behörden. Und weil diese Leute den letzten Rest Menschlichkeit vergessen und zuerst der Paragraph kommt und dann der Mensch, den das alles betrifft, muss man diese Pfeifen fragen: Ihr könnt schlafen und fühlt euch gut, bei dem was ihr tut?
PS: Wenn wir schon mal dabei sind ein kleines Ratespielchen. Auszug aus einer TV-Sendung, Interview mit einem Bürger:
Sehen Sie, das haben Ausländer gebaut. Pfusch am Bau. Das ist das große Problem des Lands. Das schädigt unsere Sozialkassen. Das Problem sind die Ausländer und die EinwanderungFrage: Welcher Sender strahlte das aus und um wen geht es?
Sonntag, 18. Februar 2007
Yankee-Doodle
gorillaschnitzel, 21:37h
Hotels können langweilig sein. Müssen aber nicht.
Manche sind sogar ganz nett eingerichtet und haben nicht diesen Einheitsbrei aus Telefonbuch einer fremden Stadt, Bibel, verflecktem Teppich, bei dem man gar nicht erst wissen will, was das für Flecken sind und niederlegenen Betten.
Bei einigen ergeben sich Rituale. Wie bei einem der letzten:
Jeden Abend, wenn sich die Fußgängerzone leert, spielt immer ein Mensch mit seiner Klarinette. Ein sonderlich großes Repertoire hat er nicht. Meist spielt er was in Stil von "the saints are marchin in" und ähnliches Südstaatengejodel. Dixieland bis zum abwinken. Eigentlich mag ich Dixieland überhaupt nicht, aber es ist sehr beruhigend, wenn man weiß, dass der jeden Abend dort unten steht. Er spielt mich quasi in den Schlaf.
Anfangs ist es mir ganz recht, wenn ich nicht weiß, wer da unten steht und vor sich hindudelt. Einfach weils spannender ist, seine Phantasie spielen zu lassen. Aufgrund seines etwas eingeschränkten Repertoires heißt er bei mir Yankee-Doodle.
Aber am allerletzten Abend halt ich das nicht mehr aus, muss vom Bett aufstehen, mich wieder anziehen und in die Kälte raus. Ich will Yankee-Doodle sehen und die letzten Kreuzer in den Hut schmeißen. Erst dann kann ich schlafen.
Irgendwie neurotisch....
Manche sind sogar ganz nett eingerichtet und haben nicht diesen Einheitsbrei aus Telefonbuch einer fremden Stadt, Bibel, verflecktem Teppich, bei dem man gar nicht erst wissen will, was das für Flecken sind und niederlegenen Betten.
Bei einigen ergeben sich Rituale. Wie bei einem der letzten:
Jeden Abend, wenn sich die Fußgängerzone leert, spielt immer ein Mensch mit seiner Klarinette. Ein sonderlich großes Repertoire hat er nicht. Meist spielt er was in Stil von "the saints are marchin in" und ähnliches Südstaatengejodel. Dixieland bis zum abwinken. Eigentlich mag ich Dixieland überhaupt nicht, aber es ist sehr beruhigend, wenn man weiß, dass der jeden Abend dort unten steht. Er spielt mich quasi in den Schlaf.
Anfangs ist es mir ganz recht, wenn ich nicht weiß, wer da unten steht und vor sich hindudelt. Einfach weils spannender ist, seine Phantasie spielen zu lassen. Aufgrund seines etwas eingeschränkten Repertoires heißt er bei mir Yankee-Doodle.
Aber am allerletzten Abend halt ich das nicht mehr aus, muss vom Bett aufstehen, mich wieder anziehen und in die Kälte raus. Ich will Yankee-Doodle sehen und die letzten Kreuzer in den Hut schmeißen. Erst dann kann ich schlafen.
Irgendwie neurotisch....
Samstag, 17. Februar 2007
In Sachen Verkehrssicherheit
gorillaschnitzel, 16:51h
Mit dem Handy im Auto telefonieren ist verboten. Da mag man über Sinn und Unsinn dieser Regelung diskutieren, die Begründung, wonach man beide Hände am Lendrad brauche, aber regt zur Phantasie an.
Jetzt haben sich ein paar schlaue Köpfe gedacht, man könnte mit derselben Begründung auch gleich rauchen hinterm Steuer verbieten.
Ich finde das phantastisch! Ehrlich. Aber wenn, sollte man das doch bitte auch richtig konsequent betreiben und alles, wirklich alles, verbieten, was damit verbunden ist, dass man eine Hand vom Steuer nehmen muss:
- Essen
- Trinken. Ausnahme könnte vielleicht ein Tank sein, der -wie bei der Formel 1- via Strohhalm mit dem Fahrer verbunden ist.
- Radios, CD-Player etc.: Alles raus. Verboten.
- Alle Navigationsgeräte raus aus den Autos.
- Das herkömmliche Schaltgetriebe an sich! Gefährlich wie Sau. Die meisten Autofahrer sind zudem Rechtshänder und nehmen auch noch die "gute Hand" vom Steuer.
Jetzt haben sich ein paar schlaue Köpfe gedacht, man könnte mit derselben Begründung auch gleich rauchen hinterm Steuer verbieten.
Ich finde das phantastisch! Ehrlich. Aber wenn, sollte man das doch bitte auch richtig konsequent betreiben und alles, wirklich alles, verbieten, was damit verbunden ist, dass man eine Hand vom Steuer nehmen muss:
- Essen
- Trinken. Ausnahme könnte vielleicht ein Tank sein, der -wie bei der Formel 1- via Strohhalm mit dem Fahrer verbunden ist.
- Radios, CD-Player etc.: Alles raus. Verboten.
- Alle Navigationsgeräte raus aus den Autos.
- Das herkömmliche Schaltgetriebe an sich! Gefährlich wie Sau. Die meisten Autofahrer sind zudem Rechtshänder und nehmen auch noch die "gute Hand" vom Steuer.
Frühmorgendliche Überlegungen
gorillaschnitzel, 13:28h
Anais Nin hat irgendwann einmal geschrieben, dass die einzig bekannte Welt ohne Mauern und Ungerechtigkeit, die der Illusion und Dichtung sei.
Das Zitat hab ich mich Kopf, als ich mir gestern Morgen -wie jeden Morgen- die Tränensäcke aus dem Gesicht drücke. Die paar Minuten, in dem man den Tag und sich selbst sortiert und versucht diese monströse Mattigkeit, die man noch vom Bett mitbringt, loszuwerden.
Ist ja an sich ganz schön, wenn es wenigstens irgendwo irgendeinen Ort gibt, in dem alles schön und hübsch und nett ist. Und wenn´s nur literarisch oder illusorisch sein mag. Tröstend ist das allemal.
Nun kommt es vor, dass es immer wieder Menschen gibt, die irdische Zustände gerechter gestalten wollen. Wenn das gut läuft, kommt dabei einer wie Nelson Mandela raus. Oder Mahatma Ghandi. Oder auch Martin Luther King.
Ich bin aber -nachdem die Tränensäcke hinter die Ohren gestopft waren- (fast) zufällig auf die Geschichte einer jungen Frau gestoßen, die auch angetreten ist, die Welt zu verändern, zu verbessern. Als sie bemerkt hat, dass sie diese Idee pervertiert, wollte sie weg. Da war es aber schon zu spät.
Es ist die Geschichte der Ingeborg Barz und es sind die Jahre 1971/72.
Ingeborg Barz ist Jahrgang 1948 und bildhübsch. Sekretärin, politisch interessiert und ebenso politisch aktiv. Dabei kriegt sie Kontakt zur -relativ frisch formierten- RAF, damals noch als "Baader-Meinhof-Bande" bekannt. Gemeinsam mit ihrem Freund geht sie in den Untergrund. Allerdings nicht lange. Nach einem Banküberfall, bei dem ein toter Polizist als Opfer bleibt, entschließt sie sich zum Ausstieg. Telefoniert mit ihrer Mutter.
Und war seither nie wieder gesehen.
Ein RAF-Aussteiger sagte aus, Andreas Baader höchstselbst habe Ingeborg Barz hingerichtet. Wegen des geplanten Ausstiegs. Die Aussage wird allerdings bis heute als zweifelhaft in Frage gestellt. Zeugen wollen sie angeblich nach der angeblichen "Exekution" gesehen haben. Gesichert ist aber überhaupt nichts.
Etwa eineinhalb Jahre nach dem letzten Lebenszeichen fand man die Leiche einer Frau in der Nähe von München. Man vermutete, dass es sich dabei um Ingeborg Barz handelt. Es wurde aber nie geklärt, ob das wirklich Ingeborg Barz ist. Offiziell ist sie bis heute verschollen (und wird vermutlich noch gesucht). (Wie übrigens 6 weitere (Ex-)Mitglieder der RAF)
Das Zitat hab ich mich Kopf, als ich mir gestern Morgen -wie jeden Morgen- die Tränensäcke aus dem Gesicht drücke. Die paar Minuten, in dem man den Tag und sich selbst sortiert und versucht diese monströse Mattigkeit, die man noch vom Bett mitbringt, loszuwerden.
Ist ja an sich ganz schön, wenn es wenigstens irgendwo irgendeinen Ort gibt, in dem alles schön und hübsch und nett ist. Und wenn´s nur literarisch oder illusorisch sein mag. Tröstend ist das allemal.
Nun kommt es vor, dass es immer wieder Menschen gibt, die irdische Zustände gerechter gestalten wollen. Wenn das gut läuft, kommt dabei einer wie Nelson Mandela raus. Oder Mahatma Ghandi. Oder auch Martin Luther King.
Ich bin aber -nachdem die Tränensäcke hinter die Ohren gestopft waren- (fast) zufällig auf die Geschichte einer jungen Frau gestoßen, die auch angetreten ist, die Welt zu verändern, zu verbessern. Als sie bemerkt hat, dass sie diese Idee pervertiert, wollte sie weg. Da war es aber schon zu spät.
Es ist die Geschichte der Ingeborg Barz und es sind die Jahre 1971/72.
Ingeborg Barz ist Jahrgang 1948 und bildhübsch. Sekretärin, politisch interessiert und ebenso politisch aktiv. Dabei kriegt sie Kontakt zur -relativ frisch formierten- RAF, damals noch als "Baader-Meinhof-Bande" bekannt. Gemeinsam mit ihrem Freund geht sie in den Untergrund. Allerdings nicht lange. Nach einem Banküberfall, bei dem ein toter Polizist als Opfer bleibt, entschließt sie sich zum Ausstieg. Telefoniert mit ihrer Mutter.
Und war seither nie wieder gesehen.
Ein RAF-Aussteiger sagte aus, Andreas Baader höchstselbst habe Ingeborg Barz hingerichtet. Wegen des geplanten Ausstiegs. Die Aussage wird allerdings bis heute als zweifelhaft in Frage gestellt. Zeugen wollen sie angeblich nach der angeblichen "Exekution" gesehen haben. Gesichert ist aber überhaupt nichts.
Etwa eineinhalb Jahre nach dem letzten Lebenszeichen fand man die Leiche einer Frau in der Nähe von München. Man vermutete, dass es sich dabei um Ingeborg Barz handelt. Es wurde aber nie geklärt, ob das wirklich Ingeborg Barz ist. Offiziell ist sie bis heute verschollen (und wird vermutlich noch gesucht). (Wie übrigens 6 weitere (Ex-)Mitglieder der RAF)
Freitag, 16. Februar 2007
Ruhe in Frieden, Dreirädle-Oma
gorillaschnitzel, 13:47h

Geschäftsführer, post mortem
gorillaschnitzel, 12:43h
Im Impressum von Westeins ist u.a. Erich Schumann als Geschäftsführer aufgeführt.
Dabei ist der Mann seit fast 4 Wochen tot.
Irgendwie dürftig, wenn man bedenkt, wie schnelllebig diese ganzen Onlinegeschichten doch sind...
Dabei ist der Mann seit fast 4 Wochen tot.
Irgendwie dürftig, wenn man bedenkt, wie schnelllebig diese ganzen Onlinegeschichten doch sind...
Donnerstag, 15. Februar 2007
Aufklärung
gorillaschnitzel, 11:17h
Heute möchten wir einmal einen Beitrag zur Aufklärung leisten. Nein, nicht zu der Kant´-Voltaire´schen. Die ist ewig her und rum. Dieses Mal zielt es auf die Jugend. Ehe wieder verkrampfte 5-Klässler von noch viel verkrampfteren Lehrern darüber aufgeklärt werden, woher denn nun die Kinder kommen, haben wir beschlossen, das nun zu übernehmen.
Also liebe Kinder, wir erklären euch jetzt mal wie das alles geht. Die meisten von euch haben zwar keine Brüderchen oder Schwesterchen, aber vielleicht wollt ihr ja wissen, wie ihr selbst entstanden seid.
Aaaaalso:
Es gibt da Männer. Eure Eltern und Lehrer nennen das vielleicht auch Bienen. Aber glaubt denen nicht. Das heißt Männer.
Männer sind Menschen, haben Arme und Beine und nen Kopf. So wie du.
Wenns aber darum geht, woher du kommst, dann haben Männer da was ziemlich wichtiges. Das haben wir als Pfeil gekennzeichnet. Wenn du ein Bub bist, hast du das auch und wirst irgendwann mal ein Mann. Als Mädel hast du das nicht.
Der Pfeil zeigt auf den Schniedelwutz. Den Schniedelwutz nennen manche auch Penis. Der ist wirklich wichtig, wenns um deine Herkunft geht.
So ein Männchen allein kann zwar ziemlich viel, aber nix ohne ein Weibchen und darum...
...gibts auch Weibchen. Das sind quasi die Blumen. Die haben wir gleich ganz nackich gezeichnet. Beim Männchen kommts nämlich nich wirklich auf das unterm T-Shirt an. Bei den Weibchen schon.
Das Weibchen heißt auch Frau. Ist auch ein Mensch mit Armen und Beinen und Kopf aber trotzdem kein Mann. Die Frau hat 2 ganz andere Sachen wie ein Mann. Obenrum hat sie viel mehr, weil man damit das Baby ernährt. Das erklären wir aber später mal.
Dort, wo dem Mann sein Schniedelwutz ist, haben sie aber auf den ersten Blick gar nix. Stimmt aber nicht. Haben da sehr wohl was. Das, wo nämlich die Babies rauskommen. Nennt man aber auch Scheide.
Jetzt müssen sich nur noch Mann und Frau toll finden. Das kommt immer wieder mal vor. Dann mögen sie sich. In etwa so, wie du deinen Teddy magst. Aber die beiden mögen sich noch viel mehr. So sehr, dass sie ohneeinander nicht mehr können. Ich weiß, ohne deinen Teddy kannst du auch nicht, aber die beiden mögen einfach nur die ganze Zeit kuscheln. Das siehst du vielleicht an der Zeichnung.
Die mögen sich so richtig. Richtigrichtigrichtig. Und wenn das der Fall ist, macht der Mann seinen Schniedelwutz, den Penis, dahin wo die Frau nix hat, die Scheide, also da wo die Babies rauskommen. Das ist wirklich wichtig und wenns gut läuft, für beide richtig schön. Dann schrubbeln beide aufeinander rum und irgendwann passierts dann und der Mann spuckt dann Sperma aus. Ist nicht wichtig zu wissen, was das genau ist. Es ist aber jetzt schon mal in der Scheide der Frau.
Jetzt wirds lustig. Wie der Schumi beginnt jetzt das Rennen. Die Spermien rennen los und suchen die Eizelle. Die Eizelle liegt in der Scheide der Frau. Ist aber wurscht. Es ist wie bei Schumi: Es geht nur darum, ans Ziel zu kommen. Und das machen die Spermien. Genau wie bei Schumi und der Formel 1 ist der der Sieger, der als erster dort ist.
Und wenn alles gutgeht ist Mama schwanger. Mama wird dann dicker und dicker und dicker. Nicht deshalb, weil Mama so viel futtert, sondern weil nochmal jemand mitfuttert. Mama isst jetzt ganz absonderliche Sachen: Nuttela und saure Gurken zum Beispiel. Mach dir keine Sorgen, das ist normal. Das was da drin ist, ist ein Baby. So wie du auch mal im Bauch deiner Mama warst.
Mama wird nun dicker und kriegt einen Bauch wie Papa vom Bier trinken. Aber bei Mama kommts nicht vom Bier.
Mama wird jetzt so dick, dass man denkt, sie könnte platzen. Tut sie aber nicht, irgendwann kriegt sie Schmerzen und dann kommt das Baby aus dem Bauch raus.
Und das was dann rauskommt ist ein kleines Baby. Das warst du auch mal, auch wenn du dich nicht daran erinnerst. Und die einen Babies ham nen Schniedelwutz und die anderen nicht. Die einen sind die Buben, die anderen die Mädels...
Jetzt muss man sich um das Baby kümmern. Man muss es füttern und mit ihm spielen und es großziehen.
So ein Baby schreit erstmal wie Sau, weil es in die kalte Welt kommt und jetzt den Ernst des Lebens das erste Mal spürt.
Aber so ist das eben. Und du warst auch mal ein kleiner Schreihals und wenn du es richtig anstellst, hast du selber mal so einen kleinen Schreier....
Also liebe Kinder, wir erklären euch jetzt mal wie das alles geht. Die meisten von euch haben zwar keine Brüderchen oder Schwesterchen, aber vielleicht wollt ihr ja wissen, wie ihr selbst entstanden seid.
Aaaaalso:
Es gibt da Männer. Eure Eltern und Lehrer nennen das vielleicht auch Bienen. Aber glaubt denen nicht. Das heißt Männer. Männer sind Menschen, haben Arme und Beine und nen Kopf. So wie du.
Wenns aber darum geht, woher du kommst, dann haben Männer da was ziemlich wichtiges. Das haben wir als Pfeil gekennzeichnet. Wenn du ein Bub bist, hast du das auch und wirst irgendwann mal ein Mann. Als Mädel hast du das nicht.
Der Pfeil zeigt auf den Schniedelwutz. Den Schniedelwutz nennen manche auch Penis. Der ist wirklich wichtig, wenns um deine Herkunft geht.
So ein Männchen allein kann zwar ziemlich viel, aber nix ohne ein Weibchen und darum...
...gibts auch Weibchen. Das sind quasi die Blumen. Die haben wir gleich ganz nackich gezeichnet. Beim Männchen kommts nämlich nich wirklich auf das unterm T-Shirt an. Bei den Weibchen schon.Das Weibchen heißt auch Frau. Ist auch ein Mensch mit Armen und Beinen und Kopf aber trotzdem kein Mann. Die Frau hat 2 ganz andere Sachen wie ein Mann. Obenrum hat sie viel mehr, weil man damit das Baby ernährt. Das erklären wir aber später mal.
Dort, wo dem Mann sein Schniedelwutz ist, haben sie aber auf den ersten Blick gar nix. Stimmt aber nicht. Haben da sehr wohl was. Das, wo nämlich die Babies rauskommen. Nennt man aber auch Scheide.
Jetzt müssen sich nur noch Mann und Frau toll finden. Das kommt immer wieder mal vor. Dann mögen sie sich. In etwa so, wie du deinen Teddy magst. Aber die beiden mögen sich noch viel mehr. So sehr, dass sie ohneeinander nicht mehr können. Ich weiß, ohne deinen Teddy kannst du auch nicht, aber die beiden mögen einfach nur die ganze Zeit kuscheln. Das siehst du vielleicht an der Zeichnung.
Die mögen sich so richtig. Richtigrichtigrichtig. Und wenn das der Fall ist, macht der Mann seinen Schniedelwutz, den Penis, dahin wo die Frau nix hat, die Scheide, also da wo die Babies rauskommen. Das ist wirklich wichtig und wenns gut läuft, für beide richtig schön. Dann schrubbeln beide aufeinander rum und irgendwann passierts dann und der Mann spuckt dann Sperma aus. Ist nicht wichtig zu wissen, was das genau ist. Es ist aber jetzt schon mal in der Scheide der Frau.
Jetzt wirds lustig. Wie der Schumi beginnt jetzt das Rennen. Die Spermien rennen los und suchen die Eizelle. Die Eizelle liegt in der Scheide der Frau. Ist aber wurscht. Es ist wie bei Schumi: Es geht nur darum, ans Ziel zu kommen. Und das machen die Spermien. Genau wie bei Schumi und der Formel 1 ist der der Sieger, der als erster dort ist.
Und wenn alles gutgeht ist Mama schwanger. Mama wird dann dicker und dicker und dicker. Nicht deshalb, weil Mama so viel futtert, sondern weil nochmal jemand mitfuttert. Mama isst jetzt ganz absonderliche Sachen: Nuttela und saure Gurken zum Beispiel. Mach dir keine Sorgen, das ist normal. Das was da drin ist, ist ein Baby. So wie du auch mal im Bauch deiner Mama warst.Mama wird nun dicker und kriegt einen Bauch wie Papa vom Bier trinken. Aber bei Mama kommts nicht vom Bier.
Mama wird jetzt so dick, dass man denkt, sie könnte platzen. Tut sie aber nicht, irgendwann kriegt sie Schmerzen und dann kommt das Baby aus dem Bauch raus.
Und das was dann rauskommt ist ein kleines Baby. Das warst du auch mal, auch wenn du dich nicht daran erinnerst. Und die einen Babies ham nen Schniedelwutz und die anderen nicht. Die einen sind die Buben, die anderen die Mädels...Jetzt muss man sich um das Baby kümmern. Man muss es füttern und mit ihm spielen und es großziehen.
So ein Baby schreit erstmal wie Sau, weil es in die kalte Welt kommt und jetzt den Ernst des Lebens das erste Mal spürt.
Aber so ist das eben. Und du warst auch mal ein kleiner Schreihals und wenn du es richtig anstellst, hast du selber mal so einen kleinen Schreier....
Mittwoch, 14. Februar 2007
Logik eines Jungpolitikers
gorillaschnitzel, 17:24h
Bevor sie sich diesen Scheiß aus dem Internet runterladen, geben wir es lieber gleich frei.
Das ist die Logik der JuLis. Ehe einer Heroin nimmt, geben wir besser Kokain frei. Und es könnte auch sein, dass sich einer mit dem Gedanken trägt, eine Kalaschnikow zu kaufen. Dem würde vielleicht zu Beginn auch eine Beretta reichen.
Das ist die Logik der JuLis. Ehe einer Heroin nimmt, geben wir besser Kokain frei. Und es könnte auch sein, dass sich einer mit dem Gedanken trägt, eine Kalaschnikow zu kaufen. Dem würde vielleicht zu Beginn auch eine Beretta reichen.
mundART
gorillaschnitzel, 15:05h
Ich mag das, wenn es Menschen gibt, die ihr mundartliches Idiom nicht hinterm Berg halten. Selbst wenn es unfreiwillig ist.
Heute hat es eine via Leserbrief geschafft, gleich 3 Verben in einen Satz einzubauen, die von jemandem, der ausschließlich des Hochdeutschen mächtig ist, nicht verstanden werden (können).
Die Dame beklagt sich über die "grillenden Kinder, die andere herumschucken und Kaugummi überall hinbäppen".
Schön, dass die Tageszeitung das nicht korrigiert oder gar übersetzt. Ginge doch so ein guter Teil der Originalität flöten. Allerdings transferiert man die Mundart in die Hochsprache, was wiederum dazu führt, dass es aussieht, als handle es sich tatsächlich um hochdeutsche Worte.
PS:
"bäppen"= kleben
"schucken"= stoßen, schubsen. In der Vergangenheitsform und in Verbindung mit der Präposition "ge" meint das allerdings "verrückt, irre".
"grillen"= Hat nichts mit Nahrungszubereitung zu tun, sondern meint "lärmen, schreien"
Heute hat es eine via Leserbrief geschafft, gleich 3 Verben in einen Satz einzubauen, die von jemandem, der ausschließlich des Hochdeutschen mächtig ist, nicht verstanden werden (können).
Die Dame beklagt sich über die "grillenden Kinder, die andere herumschucken und Kaugummi überall hinbäppen".
Schön, dass die Tageszeitung das nicht korrigiert oder gar übersetzt. Ginge doch so ein guter Teil der Originalität flöten. Allerdings transferiert man die Mundart in die Hochsprache, was wiederum dazu führt, dass es aussieht, als handle es sich tatsächlich um hochdeutsche Worte.
PS:
"bäppen"= kleben
"schucken"= stoßen, schubsen. In der Vergangenheitsform und in Verbindung mit der Präposition "ge" meint das allerdings "verrückt, irre".
"grillen"= Hat nichts mit Nahrungszubereitung zu tun, sondern meint "lärmen, schreien"
Dienstag, 13. Februar 2007
Die Brigitte und der Reinhold
gorillaschnitzel, 10:22h
Darüber, dass in dieser Republik einige der Meinung sind, man müsse jemanden auch dann noch wegsperren auch wenn er -in dem Fall: sie- gar keine Gefahr mehr ist, möchte ich mich besser nicht auslassen. Und die Betroffenheitsschiene einiger, die der Meinung sind, wenn nur genug bereut werde, dann ist wieder alles gut, möchte ich auch eher als Sandkastenphantasie abtun.
Aber ich stelle mir grade vor, wie so ein Auftritt von Brigitte Mohnhaupt bei Reinhold Beckmann aussehen könnte und drum hab ich mich auf die Suche gemacht. Über verschwiegene Kanäle bin ich nun an die bereits aufgezeichnete Sendung gekommen.
Exklusiv hier vor der Ausstrahlung:
Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie waren in der RAF. Wie ist das denn so als Terroristin?
Mohnhaupt: Sie nennen das Terrorismus, ich nenne das antiimperialistischen Kampf.
Beckmann: Gut, aber wie das denn so in der Illegalität?
Mohnhaupt: Jedenfalls nicht lustig, wenn man einen Haufen Bullen am Hintern hängen hat.
Beckmann: Sie wurden ja immerhin wegen Mordes....
(Mohnhaupt unterbricht Beckmann)
Mohnhaupt: ...das sagen Sie! Schauen Sie doch mal: Der Staat hat doch damals völlig überreagiert. Da war es durchaus legitim, sich gegen die Repressionen des Systems zu wehren.
Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie sind nun aus dem Gefängnis entlassen. Was haben Sie als erstes getan, als Sie rauskamen?
Mohnhaupt: Den Opfern polizeilicher Willkür im Kampf für eine gerechte Welt gedacht. Sie müssen das doch mal im historischen Kontext sehen: Vietnam und die Napalmbomben, Millionen Menschen starben im Krieg gegen die Kolonialisten, Tausende sitzen weltweit in Knästen. Denen habe ich gedacht.
Das Publikum schweigt betroffen.
Beckmann: Haben Sie nie darüber nachgedacht, sich begnadigen zu lassen?
Mohnhaupt: Nie im Leben. Das wäre Verrat an den Genossinnen und Genossen, die noch in den Knästen sitzen.
Beckmann: Die Sache damals mit Schleyer...
Mohnhaupt: Das war doch ein faires Angebot an den Staat, konnte doch keiner wissen, dass dieser Schmidt den Schleyer so hängen lässt. Wissen Sie, das war für uns auch keine leichte Sache, aber nachdem die in Stammheim den Andreas, die Gudrun und Jan-Carl umgebracht haben, blieb uns doch keine andere Wahl.
Raunen im Publikum.
Beckmann: Wovon bestreiten Sie denn ihren Lebensunterhalt?
Mohnhaupt: Da bin ich doch Ihnen gegenüber nicht zur Auskunft verpflichtet. Es ist ehrenwerter erarbeitet als ihr Honrar.
Gelächter im Publikum.
Beckmann: Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt auf Ihre Memoiren einzugehen, die nächste Woche im "Roten Verlag" erscheinen und den Titel tragen "RAFfiniert: konsequente kleinschreibung als revolutionärer akt". Die Vorabveröffentlichung in der BILD hat ja zu heftigen Kontroversen geführt.
Mohnhaupt: Weil doch die breiten Volksmassen, die wir damals mobilisieren wollten, das auch heute nicht verstehen. Sehen Sie, das Konzept Stadtguerilla ist doch vor allem deshalb gescheitert, weil viele Menschen das einfach nicht verstanden haben. Wenn ich nun mein Buch bei der Springerpresse abdrucken lasse, unterwandere ich doch die Systemmedien. Das ist auch Klassenkampf. Eine konsequente Fortführung dessen, was wir damals begonnen haben. Dem Andreas würde das gefallen.
Beckmann: Wie ist das denn so im Gefängnis? Was machten Sie denn da den ganzen Tag?
Mohnhaupt: Man gewöhnt sich an den Kampf aus der Haft heraus. Schauen Sie sich doch mal die Welt an, da gibt es soviel Ungerechtigkeiten, da muss man doch was gegen tun.
Applaus im Publikum.
Beckmann: Waren Sie denn nie auf einem Irrweg?
Mohnhaupt: Was für ein Irrweg?
Beckmann: Bereuen Sie denn, was Sie taten?
Mohnhaupt: Was gibt es denn zu bereuen, wenn man antifaschistische Arbeit betreibt?
Beckmann: Vielen Dank, Frau Mohnhaupt. (ans Publikum gewandt) Meine Damen und Herren, Brigitte Mohnhaupt...
Kamera schwenkt einmal direkt aufs Mohnhauptsche Gesicht.
Beckmann: Und nun zu unserem nächsten Gast: Franz Beckenbauer....
Aber ich stelle mir grade vor, wie so ein Auftritt von Brigitte Mohnhaupt bei Reinhold Beckmann aussehen könnte und drum hab ich mich auf die Suche gemacht. Über verschwiegene Kanäle bin ich nun an die bereits aufgezeichnete Sendung gekommen.
Exklusiv hier vor der Ausstrahlung:
Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie waren in der RAF. Wie ist das denn so als Terroristin?
Mohnhaupt: Sie nennen das Terrorismus, ich nenne das antiimperialistischen Kampf.
Beckmann: Gut, aber wie das denn so in der Illegalität?
Mohnhaupt: Jedenfalls nicht lustig, wenn man einen Haufen Bullen am Hintern hängen hat.
Beckmann: Sie wurden ja immerhin wegen Mordes....
(Mohnhaupt unterbricht Beckmann)
Mohnhaupt: ...das sagen Sie! Schauen Sie doch mal: Der Staat hat doch damals völlig überreagiert. Da war es durchaus legitim, sich gegen die Repressionen des Systems zu wehren.
Beckmann: Frau Mohnhaupt, Sie sind nun aus dem Gefängnis entlassen. Was haben Sie als erstes getan, als Sie rauskamen?
Mohnhaupt: Den Opfern polizeilicher Willkür im Kampf für eine gerechte Welt gedacht. Sie müssen das doch mal im historischen Kontext sehen: Vietnam und die Napalmbomben, Millionen Menschen starben im Krieg gegen die Kolonialisten, Tausende sitzen weltweit in Knästen. Denen habe ich gedacht.
Das Publikum schweigt betroffen.
Beckmann: Haben Sie nie darüber nachgedacht, sich begnadigen zu lassen?
Mohnhaupt: Nie im Leben. Das wäre Verrat an den Genossinnen und Genossen, die noch in den Knästen sitzen.
Beckmann: Die Sache damals mit Schleyer...
Mohnhaupt: Das war doch ein faires Angebot an den Staat, konnte doch keiner wissen, dass dieser Schmidt den Schleyer so hängen lässt. Wissen Sie, das war für uns auch keine leichte Sache, aber nachdem die in Stammheim den Andreas, die Gudrun und Jan-Carl umgebracht haben, blieb uns doch keine andere Wahl.
Raunen im Publikum.
Beckmann: Wovon bestreiten Sie denn ihren Lebensunterhalt?
Mohnhaupt: Da bin ich doch Ihnen gegenüber nicht zur Auskunft verpflichtet. Es ist ehrenwerter erarbeitet als ihr Honrar.
Gelächter im Publikum.
Beckmann: Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt auf Ihre Memoiren einzugehen, die nächste Woche im "Roten Verlag" erscheinen und den Titel tragen "RAFfiniert: konsequente kleinschreibung als revolutionärer akt". Die Vorabveröffentlichung in der BILD hat ja zu heftigen Kontroversen geführt.
Mohnhaupt: Weil doch die breiten Volksmassen, die wir damals mobilisieren wollten, das auch heute nicht verstehen. Sehen Sie, das Konzept Stadtguerilla ist doch vor allem deshalb gescheitert, weil viele Menschen das einfach nicht verstanden haben. Wenn ich nun mein Buch bei der Springerpresse abdrucken lasse, unterwandere ich doch die Systemmedien. Das ist auch Klassenkampf. Eine konsequente Fortführung dessen, was wir damals begonnen haben. Dem Andreas würde das gefallen.
Beckmann: Wie ist das denn so im Gefängnis? Was machten Sie denn da den ganzen Tag?
Mohnhaupt: Man gewöhnt sich an den Kampf aus der Haft heraus. Schauen Sie sich doch mal die Welt an, da gibt es soviel Ungerechtigkeiten, da muss man doch was gegen tun.
Applaus im Publikum.
Beckmann: Waren Sie denn nie auf einem Irrweg?
Mohnhaupt: Was für ein Irrweg?
Beckmann: Bereuen Sie denn, was Sie taten?
Mohnhaupt: Was gibt es denn zu bereuen, wenn man antifaschistische Arbeit betreibt?
Beckmann: Vielen Dank, Frau Mohnhaupt. (ans Publikum gewandt) Meine Damen und Herren, Brigitte Mohnhaupt...
Kamera schwenkt einmal direkt aufs Mohnhauptsche Gesicht.
Beckmann: Und nun zu unserem nächsten Gast: Franz Beckenbauer....
Montag, 12. Februar 2007
Ausflug nach Tschechien
gorillaschnitzel, 17:20h
Vorab: Kein Verriss. Wie versprochen mal kein Verriss.

4,4 Umdrehungen
Vorneweg: Das größte Manko des Biers ist der geringe Alkoholgehalt.
Alles andere ist pure Symphonie. Mit das Beste was Tschechien -mal von Eva Herzigova abgesehen- zu bieten hat.
Es stimmt einfach alles: Der Schaum sieht aus wie der verschneite Böhmerwald und drunter fließt goldgelb -wohl wegen der Umweltprobleme- die Moldau. Ein Bier, das schon beim Einschenken nach Smetana klingt.Und immer wieder grüßt das literarische und revolutionäre Werk Vaclav Havels. Eine Hymne an die Bierkultur. Eine Ode an die Freude. Dieses Bier war der beste Grund für die EU-Osterweiterung.
Das alles gleicht dann den doch mageren Alkoholgehalt aus, weil man ohnehin liebend gerne die nächste Flasche öffnet.
Die Welt ist wunderschön mit Pilsner Urquell.
Pilsner Urquell

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Vorneweg: Das größte Manko des Biers ist der geringe Alkoholgehalt.
Alles andere ist pure Symphonie. Mit das Beste was Tschechien -mal von Eva Herzigova abgesehen- zu bieten hat.
Es stimmt einfach alles: Der Schaum sieht aus wie der verschneite Böhmerwald und drunter fließt goldgelb -wohl wegen der Umweltprobleme- die Moldau. Ein Bier, das schon beim Einschenken nach Smetana klingt.Und immer wieder grüßt das literarische und revolutionäre Werk Vaclav Havels. Eine Hymne an die Bierkultur. Eine Ode an die Freude. Dieses Bier war der beste Grund für die EU-Osterweiterung.
Das alles gleicht dann den doch mageren Alkoholgehalt aus, weil man ohnehin liebend gerne die nächste Flasche öffnet.
The world doesn´t need morals, it needs beer....sagte einmal Henry Miller. Und meinte mit Sicherheit dieses Bier.
Die Welt ist wunderschön mit Pilsner Urquell.
Hegemon
gorillaschnitzel, 11:15h
(US-)Amerikakritik ist en vogue. Darüber darf sich niemand -zu allerletzt die USA selbst- wundern. Und weiß Gott, es gibt genügend Kritikpunkte, an denen ich mich liebend gerne auch selbst beteilige.
Aber vielleicht gelingt es uns auch mal, den -europäisch geprägten- latenten Antiamerikanismus beiseite zu schieben und das Ganze emotionsfrei und vorurteilslos zu betrachten. Die Meta-Ebene, wie man so schön sagt...
Die Klage über die Weltmacht USA, die die gesamte Welt unter ihrer Knute halte ist verbreitet. Aber ist sie auch wahr?
Uneingeschränkte Hegemonie? Mitnichten. Längst muss selbst die USA Rücksicht nehmen auf zum Teil unsichere Kantonisten in der ganzen Welt. Der Aufstieg der neuen Superstars hat längst begonnen. Und die sitzen allesamt in Asien.
Ganz kurz -zu Beginn der 90er-Jahre mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion- schien es, als führe an den USA nichts vorbei. Das war auch in den 90ern schon ein Trugschluss. Zwar ging damals nix ohne die USA, aber eben auch nix mit den USA.
Eine winzig kurze Zeit, von der Welt damals unbemerkt, war die USA tatsächlich der unumschränkte Hegemon. Die Macht, die alles hätte nach gusto bestimmen können. Und das war zwischen 1944 und 1949. Damals führte man einen Krieg gleich an 2 Fronten, konnte unendlich viel Mensch und Material einsetzen und v.a. verfügte man über das Monopol für eine Waffe: Atombombe. 1949 entwickelte Russland (via Sowjetunion) ebenfalls die Bombe. Damit wars rum mit der unumschränkten Herrschaft über die Welt.
Natürlich ist die USA noch immer die größte Militärmacht und gemeinsam mit der NATO noch immer die größte Macht. Das aber wird nicht so bleiben. Längst ist man -selbst als Gesamt-NATO- an Grenzen gestoßen und merkt, dass man sich nicht überall engagieren kann. Konnte die USA noch in den 1940ern "beinahe im Alleingang" Kriege gegen die Nazis und Japan führen, wäre man heute als NATO schon mit der Eröffnung einer "dritten Front" so ziemlich überfordert.
Die Kriege, die seitens der USA (und ihrer Partner) geführt werden, werden aus einer Postition der Schwäche heraus geführt. Es sind, auch wenn es vielleicht aus der heutigen Position schwer verständlich ist, Rückzugs- und (Einfluss-)Verteidigungskriege. Krieg wird dann geführt, wenn es einigermaßen erfolgversprechend ist. Man greift nur dort ein, wo es dringend nötig erscheint oder aber dort wo man meint, es sich leisten zu können. Man kann allenfalls punktuell -"chirurgisch"- eingreifen. Selbst das Beispiel Irak zeigt, wie sehr sich die Positionen verschoben haben: Noch im Vietnamkrieg war die Anzahl der Gefallenen deutlich höher (9mal soviel). Will heißen: Den Oberen seinerzeit wurde ein wesentlich höherer Blutzoll verziehen, ehe es zu Protesten kommt.
Daher ist heute ein Debakel wie das im Irak (Krieg gewonnen, Frieden verloren) von großer Signalwirkung und geopolitisch vermutlich -mit dem Aufstieg des Iran- noch viel bedeutender als der Vietnamkrieg (und andere verlorene (Post)Kolonialkriege).
Zwar werden die USA auch das 21. Jahrhundert bis weit in die 50er-Jahre hinein bestimmen, sie werden aber ein- und überholt werden von China und Indien, sie werden viele Rücksichten nehmen müssen auf allerlei weitere Länder (Iran, Pakistan, Indonesien). Ob die Welt dadurch sicherer wird, darf bezweifelt werden.
Wenigstens in Ansätzen sind einige militärische Einsätze der Amerikaner und Europäer von der Menschenrechtsidee geprägt (Bosnien, Kosovo, Somalia). Etwas, das man von China, Iran oder Russland nicht erwarten kann und darf. Umso dramatischer muss es anstimmen, wenn man dann durch politischen Dilettantismus (gepaart mit viel Blödheit) die moralische Hoheit verliert.
Vielleicht werden dereinst unsere Urenkel dennoch neidvoll in die Zeit zurückblicken, als ein Staat -mitsamt einer Allianz- überhaupt erst versucht hat, wenigstens hin und wieder für Menschenrechte einzutreten.
Aber vielleicht gelingt es uns auch mal, den -europäisch geprägten- latenten Antiamerikanismus beiseite zu schieben und das Ganze emotionsfrei und vorurteilslos zu betrachten. Die Meta-Ebene, wie man so schön sagt...
Die Klage über die Weltmacht USA, die die gesamte Welt unter ihrer Knute halte ist verbreitet. Aber ist sie auch wahr?
Uneingeschränkte Hegemonie? Mitnichten. Längst muss selbst die USA Rücksicht nehmen auf zum Teil unsichere Kantonisten in der ganzen Welt. Der Aufstieg der neuen Superstars hat längst begonnen. Und die sitzen allesamt in Asien.
Ganz kurz -zu Beginn der 90er-Jahre mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion- schien es, als führe an den USA nichts vorbei. Das war auch in den 90ern schon ein Trugschluss. Zwar ging damals nix ohne die USA, aber eben auch nix mit den USA.
Eine winzig kurze Zeit, von der Welt damals unbemerkt, war die USA tatsächlich der unumschränkte Hegemon. Die Macht, die alles hätte nach gusto bestimmen können. Und das war zwischen 1944 und 1949. Damals führte man einen Krieg gleich an 2 Fronten, konnte unendlich viel Mensch und Material einsetzen und v.a. verfügte man über das Monopol für eine Waffe: Atombombe. 1949 entwickelte Russland (via Sowjetunion) ebenfalls die Bombe. Damit wars rum mit der unumschränkten Herrschaft über die Welt.
Natürlich ist die USA noch immer die größte Militärmacht und gemeinsam mit der NATO noch immer die größte Macht. Das aber wird nicht so bleiben. Längst ist man -selbst als Gesamt-NATO- an Grenzen gestoßen und merkt, dass man sich nicht überall engagieren kann. Konnte die USA noch in den 1940ern "beinahe im Alleingang" Kriege gegen die Nazis und Japan führen, wäre man heute als NATO schon mit der Eröffnung einer "dritten Front" so ziemlich überfordert.
Die Kriege, die seitens der USA (und ihrer Partner) geführt werden, werden aus einer Postition der Schwäche heraus geführt. Es sind, auch wenn es vielleicht aus der heutigen Position schwer verständlich ist, Rückzugs- und (Einfluss-)Verteidigungskriege. Krieg wird dann geführt, wenn es einigermaßen erfolgversprechend ist. Man greift nur dort ein, wo es dringend nötig erscheint oder aber dort wo man meint, es sich leisten zu können. Man kann allenfalls punktuell -"chirurgisch"- eingreifen. Selbst das Beispiel Irak zeigt, wie sehr sich die Positionen verschoben haben: Noch im Vietnamkrieg war die Anzahl der Gefallenen deutlich höher (9mal soviel). Will heißen: Den Oberen seinerzeit wurde ein wesentlich höherer Blutzoll verziehen, ehe es zu Protesten kommt.
Daher ist heute ein Debakel wie das im Irak (Krieg gewonnen, Frieden verloren) von großer Signalwirkung und geopolitisch vermutlich -mit dem Aufstieg des Iran- noch viel bedeutender als der Vietnamkrieg (und andere verlorene (Post)Kolonialkriege).
Zwar werden die USA auch das 21. Jahrhundert bis weit in die 50er-Jahre hinein bestimmen, sie werden aber ein- und überholt werden von China und Indien, sie werden viele Rücksichten nehmen müssen auf allerlei weitere Länder (Iran, Pakistan, Indonesien). Ob die Welt dadurch sicherer wird, darf bezweifelt werden.
Wenigstens in Ansätzen sind einige militärische Einsätze der Amerikaner und Europäer von der Menschenrechtsidee geprägt (Bosnien, Kosovo, Somalia). Etwas, das man von China, Iran oder Russland nicht erwarten kann und darf. Umso dramatischer muss es anstimmen, wenn man dann durch politischen Dilettantismus (gepaart mit viel Blödheit) die moralische Hoheit verliert.
Vielleicht werden dereinst unsere Urenkel dennoch neidvoll in die Zeit zurückblicken, als ein Staat -mitsamt einer Allianz- überhaupt erst versucht hat, wenigstens hin und wieder für Menschenrechte einzutreten.
Sonntag, 11. Februar 2007
Oldtimer
gorillaschnitzel, 23:47h

Terrorpüppchen
gorillaschnitzel, 12:43h
Braucht jemand eine nette Geschenkidee? Hier gibts nette Fingerpüppchen zum Thema Terrorismus.
Planierung
gorillaschnitzel, 01:34h
Wir sind zusammengekommen um Planierungen, äh Sanierungen und Planungen....
Freudscher Versprecher im kommunalen Gremium.
Samstag, 10. Februar 2007
Kuriositäten
gorillaschnitzel, 10:35h
Mr. nyxon will Kuriositäten haben. Das hat jetzt echt ne Weile gedauert, weil ich doch so unkurios bin...oder gilt pures Linkshändertum bereits als Kuriosität?
Aber dann bin ich doch darauf gestoßen:
- Linkshänder: Ich drehe beim Schreiben oft das Blatt quer und schreibe von unten nach oben. Und Spiegelschrift kann ich auch. Aber nur Schreibschrift.
- Ich habe schwere Neurosen: Ich mag es nicht, wenn das Toastbrot "ungerade aufgeht" und ich so einen Toast allein toasten muss.
- Ich wechsle mit großer Freude diverse (Kunst-)Stile: Von Faithless zu Bach, von Houellebecq zu Goethe.
- Meine kreativste Phase ist zwischen 0 und 3 Uhr früh.
- Ich bin mal Bungee gesprungen, obwohl ich das nie vorhatte.
- Auf mich ist ein Haftbefehl ausgestellt. Allerdings nicht in Deutschland.
Aber dann bin ich doch darauf gestoßen:
- Linkshänder: Ich drehe beim Schreiben oft das Blatt quer und schreibe von unten nach oben. Und Spiegelschrift kann ich auch. Aber nur Schreibschrift.
- Ich habe schwere Neurosen: Ich mag es nicht, wenn das Toastbrot "ungerade aufgeht" und ich so einen Toast allein toasten muss.
- Ich wechsle mit großer Freude diverse (Kunst-)Stile: Von Faithless zu Bach, von Houellebecq zu Goethe.
- Meine kreativste Phase ist zwischen 0 und 3 Uhr früh.
- Ich bin mal Bungee gesprungen, obwohl ich das nie vorhatte.
- Auf mich ist ein Haftbefehl ausgestellt. Allerdings nicht in Deutschland.
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