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Freitag, 2. Februar 2007
Schreibblockade
gorillaschnitzel, 19:47h
....ist besonders grausam. Vor allem dann, wenn man eigentlich gern schreibt. Wenn man eigentlich schreiben muss. Weil man schreiben will. Auch für die Leute da draußen, aber vor allem für sich selbst.
Schreiben ist Sucht. Schreiben ist grausam. Hat was mit Getriebensein zu tun. Mir zumindest geht das so. Man denkt, man überlegt, man hält sich an allerlei Ideen fest. Von etwa 10 Ideen bleibt maximal eine über. Zumindest bei mir. Ich liebe schreiben wirklich und ich nutze das auch, mich mitzuteilen, aber es gbit mir nur begrenzt Erfüllung: Dann nämlich, während ich schreib. Davor und danach ist rum. Ein Haufen Geschichten liegen auf der Straße rum und man muss sie nur erzählen. Aber zufliegen tut eine Geschichte nie. Natürlich könnte man "ich hab Magenkräpfe" bloggen, aber das will keine Sau lesen.
Die ganze Zeit zwischen "Ich-würd-gern-eine-Geschichte" und "nu-isse-da"....das zieht sich Stunden, Tage und Wochen...
...und nun fällt mir so gar nix gscheites ein...
Schreiben ist Sucht. Schreiben ist grausam. Hat was mit Getriebensein zu tun. Mir zumindest geht das so. Man denkt, man überlegt, man hält sich an allerlei Ideen fest. Von etwa 10 Ideen bleibt maximal eine über. Zumindest bei mir. Ich liebe schreiben wirklich und ich nutze das auch, mich mitzuteilen, aber es gbit mir nur begrenzt Erfüllung: Dann nämlich, während ich schreib. Davor und danach ist rum. Ein Haufen Geschichten liegen auf der Straße rum und man muss sie nur erzählen. Aber zufliegen tut eine Geschichte nie. Natürlich könnte man "ich hab Magenkräpfe" bloggen, aber das will keine Sau lesen.
Die ganze Zeit zwischen "Ich-würd-gern-eine-Geschichte" und "nu-isse-da"....das zieht sich Stunden, Tage und Wochen...
...und nun fällt mir so gar nix gscheites ein...
Freitag, 2. Februar 2007
Alipr
gorillaschnitzel, 00:51h
....ist was richtig nettes: Es kann (zumindest begrenzt) selbst Tags zu hochgeladenen Fotos setzen:
alipr.com
alipr.com
Life is Bratwurst
gorillaschnitzel, 11:29h
Pepe ist ein lustiger Zeitgenosse. Er nimmt das Leben nicht so schwer, wie es meist ist. Es sei denn, seine Tochter ist von der Lebensschwere betroffen. Eigentlich eine nicht ganz ungesunde Ansicht, die er aber vermutlich in erster Linie dem Umstand verdankt, dass er morgens vor der Arbeit erstmal eine Tüte raucht. Pepe hat eigentlich einen ganz gewöhnlich langweiligen deutschen Vornamen, aber weil der mit demselben Buchstaben beginnt wie sein Nachname wurde irgendwann aus Peter Pepe.
Läx nimmt das Leben nicht ganz so leicht. Im Gegensatz zum bescheidenen Pepe ist er ziemlich erfolgreich und besitzt eine Wohnung eigentlich nur deshalb, weil irgendwohin ja die Post muss. Die übrige Zeit verbringt er in Restaurants, auf Geschäftssitzungen und in Hotels.
Eins aber haben sie gemeinsam: Eine tiefe Abneigung gegen Beziehungen mit in Deutschland aufgewachsenen Frauen. Die Damen aus dem Ausland seien authentischer und irgendwie natürlicher. Nicht der ganze Emanzenscheiß und so weiter.
Dabei bedienen sie sich völlig unterschiedlicher Regionen: Pepe fliegt regelmäßig auf die Philippinen, Läx holt seine Frauen aus Bulgarien. Allein die Verwendung der Pluralform zeigt die bisherige Erfolgsquote.
Pepe immerhin hat nach etwa 15 Jahren grade erst Nummer 2 verschlissen und braucht nun wieder Frischfleisch. Läx hingegen hatte so richtig Pech mit der seinigen aus Bulgarien: Die hatte ihn nach der von ihm bezahlten Brustvergrößerung nicht mehr haben wollen und läuft nun mit größeren Titten, aber ohne Läx durch die Gegend. Die Geschichte hat in seinem Freundes- und Bekanntenkreis größere Bahnen gezogen, weil er die Operation aus Kostengründen als Art "all-inclusive"-Paket in Belgien machen ließ, die sich hinterher aber nicht mehr um die Komplikationen scherten und er mitten in der Nacht einen befreundeten Arzt anrufen musste, weil die Freundin durchdrehte.
Sie haben grundlegend unterschiedliche Ansichten vom Leben. Aber konnten sich auf Pepes Vorschlag einigen, dass das Leben ohnehin eine Bratwurst sei...
Läx nimmt das Leben nicht ganz so leicht. Im Gegensatz zum bescheidenen Pepe ist er ziemlich erfolgreich und besitzt eine Wohnung eigentlich nur deshalb, weil irgendwohin ja die Post muss. Die übrige Zeit verbringt er in Restaurants, auf Geschäftssitzungen und in Hotels.
Eins aber haben sie gemeinsam: Eine tiefe Abneigung gegen Beziehungen mit in Deutschland aufgewachsenen Frauen. Die Damen aus dem Ausland seien authentischer und irgendwie natürlicher. Nicht der ganze Emanzenscheiß und so weiter.
Dabei bedienen sie sich völlig unterschiedlicher Regionen: Pepe fliegt regelmäßig auf die Philippinen, Läx holt seine Frauen aus Bulgarien. Allein die Verwendung der Pluralform zeigt die bisherige Erfolgsquote.
Pepe immerhin hat nach etwa 15 Jahren grade erst Nummer 2 verschlissen und braucht nun wieder Frischfleisch. Läx hingegen hatte so richtig Pech mit der seinigen aus Bulgarien: Die hatte ihn nach der von ihm bezahlten Brustvergrößerung nicht mehr haben wollen und läuft nun mit größeren Titten, aber ohne Läx durch die Gegend. Die Geschichte hat in seinem Freundes- und Bekanntenkreis größere Bahnen gezogen, weil er die Operation aus Kostengründen als Art "all-inclusive"-Paket in Belgien machen ließ, die sich hinterher aber nicht mehr um die Komplikationen scherten und er mitten in der Nacht einen befreundeten Arzt anrufen musste, weil die Freundin durchdrehte.
Sie haben grundlegend unterschiedliche Ansichten vom Leben. Aber konnten sich auf Pepes Vorschlag einigen, dass das Leben ohnehin eine Bratwurst sei...
Mittwoch, 31. Januar 2007
Meilensteine der Menschheitsgeschichte
gorillaschnitzel, 12:19h
Mülltrennung! Alleine die großen Augen und das Gelächter ausländischer Besucher ist viel wert...
Dienstag, 30. Januar 2007
Vorschriften
gorillaschnitzel, 10:02h
Es ist eine Binsenweisheit, dass die allerschlimmsten Blüten in (längst nicht nur deutschen) Verwaltungen getrieben werden. Da sitzen oft Leute, die haben den lieben, langen Tag nix zu tun und ehe man Bleistifte runterspitzt, denkt man sich mehr oder weniger sinnfreie Dinge aus.
Ein besonders gelungenes Beispiel habe ich aus dem Krankenhausalltag zu bieten:
Da haben wir ein Krankenhaus, das die Radiologieabteilung aus Kostengründen outgesourct hat. Die Radiologie befindet sich nun gegenüber auf der anderen Straßenseite in einer Praxis. Wenn nun also ein Patient geröntgt oder bestrahlt werden soll, muss er rüber auf die andere Straßenseite. Eigentlich kein großer Akt, es gibt ja sicher irgendeinen Pflegeschüler oder einen Zivi, der da mal kurz rüberschiebt. Stimmt, es gibt Pflegeschüler und Zivis.
Es gibt aber auch die Verwaltung. Die sagt:
"Geht nicht. Ist aus rechtlichen Gründen verboten. Dafür brauchts das Rote Kreuz. Punkt."
Nun läuft das also folgendermaßen ab:
Patient muss bestrahlt werden. Also ruft der zuständige Arzt beim Roten Kreuz an und bestellt einen Krankentransport. Dann fährt das Rote Kreuz mit einem Wagen plus zwei Mann hoch vor, lädt den Patienten auf der einen Straßenseite ein und dreht schnell um, damit man auf der anderen Straßenseite steht.
Dort wird der Patient wieder ausgeladen.
Kosten: 50 Euro.
Jetzt kriegt der Patient seine Bestrahlung und muss nun aber verstrahlt ja auch wieder zurück ins Krankenhaus. Also das gleiche Spielchen erneut: DRK fährt vor und transportiert den Menschen wieder auf die andere Straßenseite. Kosten wieder: 50 Euro.
Die Ärzteschaft hat nun beschlossen, der Verwaltung den Irrsinn um die Ohren zu hauen: Ab jetzt wird bestrahlt, dass es kracht und geröntgt, was nur geht und das alles einzeln.
Ein besonders gelungenes Beispiel habe ich aus dem Krankenhausalltag zu bieten:
Da haben wir ein Krankenhaus, das die Radiologieabteilung aus Kostengründen outgesourct hat. Die Radiologie befindet sich nun gegenüber auf der anderen Straßenseite in einer Praxis. Wenn nun also ein Patient geröntgt oder bestrahlt werden soll, muss er rüber auf die andere Straßenseite. Eigentlich kein großer Akt, es gibt ja sicher irgendeinen Pflegeschüler oder einen Zivi, der da mal kurz rüberschiebt. Stimmt, es gibt Pflegeschüler und Zivis.
Es gibt aber auch die Verwaltung. Die sagt:
"Geht nicht. Ist aus rechtlichen Gründen verboten. Dafür brauchts das Rote Kreuz. Punkt."
Nun läuft das also folgendermaßen ab:
Patient muss bestrahlt werden. Also ruft der zuständige Arzt beim Roten Kreuz an und bestellt einen Krankentransport. Dann fährt das Rote Kreuz mit einem Wagen plus zwei Mann hoch vor, lädt den Patienten auf der einen Straßenseite ein und dreht schnell um, damit man auf der anderen Straßenseite steht.
Dort wird der Patient wieder ausgeladen.
Kosten: 50 Euro.
Jetzt kriegt der Patient seine Bestrahlung und muss nun aber verstrahlt ja auch wieder zurück ins Krankenhaus. Also das gleiche Spielchen erneut: DRK fährt vor und transportiert den Menschen wieder auf die andere Straßenseite. Kosten wieder: 50 Euro.
Die Ärzteschaft hat nun beschlossen, der Verwaltung den Irrsinn um die Ohren zu hauen: Ab jetzt wird bestrahlt, dass es kracht und geröntgt, was nur geht und das alles einzeln.
Montag, 29. Januar 2007
Romeo und Julia
gorillaschnitzel, 10:31h
Ich gebe es zu: Manchmal habe ich mich gefragt, wozu all diese Suchanfragen eigentlich gut sein könnten. Dann aber irgendwann kams mir: Man will mich bilden. Jawoll. Das will ich natürlich nicht vorenthalten und darum gibts nun die Folge: Romeo und Julia alternativ, ein erweitertes und modifiziertes Theaterstück von Wilhelm Schüttelspeer:
Das da ist die Julia. Die Julia ist bildbildbildhübsch und rattenrattenrattenscharf auf diesen Romeo. Die sind so richtig dolle miteinander und ineinander verknallt. Die Julia heißt mit Nachnamen Capulet. Der Romeo heißt gottseidank nicht so. Sonst wärs ja beinah Inzucht. Aber was die beiden machen, ist beinah sowas...
Dat is der Romeo. Der Romeo gehört zu den Montaigues und die wiederum mögen die Capulets nich. Das wär in etwa so, als würde Osama Bin Ladens Sohn die Tochter von George Bush heiraten wollen. Das geht natürlich nich und drum ham die beiden ziemlich Ärger und müssen alles verheimlichen.
Diese fette Alte ist die Amme von der Julia. Nicht dass die eine sonderlich große Rolle spielt, aber sie kommt halt dummerweise in der Szene vor. Und das auch noch mit 2 völlig unbedeutenden Sätzen. Aber egal, die fette Alte gehört dazu und drum bringen wir sie auch.
Wir zeigen die weltberühmte Balkonszene beinah originalgetreu. Julia steht auffm Balkong und der Romeo umschwärmt sie heiß und innig. Und inmitten dieser wunderschönen Romanze platzt die fette Alte hinein wie ein doofer Trampel. Zerstört die Romantik und sowieso alles....
Aber lest doch selbst....
Willt du schon gehen? Es ist noch lange bis zum Tag: Es war ein zusammenbrechendes Bett, das dich vorhin erschrekte - - sie pflegt alle Nacht auf jenem Granatbaum zu singen; glaube mir, mein Herz, bis zu welcher Windstärke ein Carport hält.

Es war die CSU, Partei der Greise, die Heroldin des Morgens, nicht die Presleytarian Church. Siehst du, meine Liebe, die Kosten für Karateunterricht, die dort im Osten die sich scheidenden Wolken umwinden: Deutschlands Kinder saufen, und der fröliche Tag gukt auf den Zehen stehend über die Spizen der neblichten Berge. Du bläst mir einen auf dem Balkon, oder bleiben und sterben.

Jenes Licht ist nicht unterm Mini, glaube mir's, es ist irgend ein Meteor, das die Sonne ausdünstet, um in dieser Nacht eine Reineclaude zu beschneiden; bleibe noch ein wenig, du sollst nicht so früh gehen.

Laß mich ergriffen, laß mich zum Tod verurtheilt werden; ich bin zufrieden, wenn du es haben willst. Ich will sagen, jenes zusammenbrechende Bett sey nicht des Morgens Auge, sondern nur der blasse Gegenschein von Cynthia's Stirne; und es sey nicht das Linkshänderwerkzeug, deren Noten so hoch über unserm Haupte zu den himmlischen Gewölben hinauftönen. Nichts als die Sorge um den Markt am Kollwitzplatz kan mich aus deinen Armen reissen; aber Juliette will's, und der Tod soll mir willkommen seyn. Wie ists, meine Seele? Laß uns Heilbronner Dialekt schwazen, es ist noch nicht Tag.

Es ist, es ist; verlaß mich, fliehe, mein Geliebter; es ist im strahl pinkeln, das so tonloß singt, ihr mißlautendes, unangenehm-scharfes Gurgeln ruft dich weg - - O gehe, gehe, es wird immer heller und heller.

Sage, sind Mädchen schlauer als Jungs, da ich in wenigen Augenbliken dich nicht mehr sehen werde.
Die
kommt herein.
Gnädige Frau Elisabeth Noelle-Neumann, Zahl 19!- -

Amme? Komm doch mal rüber und setz dich zu mir hin.
Euer Gnaden Frau Mutter ist im Begriff in Vietnam trampen zu gehen: Der Tag bricht an, nehmt euch in Acht, seht euch vor - -
(ab.)

So muß ich dann von meinem ptolemäischen Ägypten-Leben scheiden? - -

Lebe wohl, lebe wohl; noch einen Blowjob auf dem Balkon, und ich will gehen.
(
steigt aus dem Fenster herab.)

Und gehst du dann so? O mein Liebster, mein Herr, mein Gemahl, mein Freund! Ich muß alle Tage Fake-Adressen Donald Ducks von dir haben, alle Stunden, denn in einer Minute ohne dich sind viele Tage. Ach! nach dieser Rechnung werd' ich sehn, wie man Saumagen macht, eh ich meinen Romeo wieder sehe.

Lebe wohl, meine Liebe: ich will keine Gelegenheit versäumen, wodurch ich dir meinen Verbrüderungskuss übermachen kan.
Ach, denkst du, wir werden uns jemals wieder bei den Chaostagen sehen?

Zweifle nicht; es wird eine Zeit kommen, wo alle diese Wiederwärtigkeiten und Heiner Müller in der Fußgängerzone uns zum Stoff angenehmer Gespräche dienen werden.
O Gott! ich hab' eine Unglük-weissagende Seele - - Mich dünkt, ich seh dich, da ich so auf dich hinunter schaue, wie einen, der todt in seinem Grabe ligt. Entweder wird mein badischer Dialekt düster, oder du siehst bleich - -

Glaube mir, Liebe, du kommst mir eben sexy im öffentlichen Auftritt vor; Dietmar Furchtbartrinkt liest den Fettanteil der Birne im Ernährungskatalog - Lebe wohl, lebe wohl! - -
Das da ist die Julia. Die Julia ist bildbildbildhübsch und rattenrattenrattenscharf auf diesen Romeo. Die sind so richtig dolle miteinander und ineinander verknallt. Die Julia heißt mit Nachnamen Capulet. Der Romeo heißt gottseidank nicht so. Sonst wärs ja beinah Inzucht. Aber was die beiden machen, ist beinah sowas...
Dat is der Romeo. Der Romeo gehört zu den Montaigues und die wiederum mögen die Capulets nich. Das wär in etwa so, als würde Osama Bin Ladens Sohn die Tochter von George Bush heiraten wollen. Das geht natürlich nich und drum ham die beiden ziemlich Ärger und müssen alles verheimlichen.
Diese fette Alte ist die Amme von der Julia. Nicht dass die eine sonderlich große Rolle spielt, aber sie kommt halt dummerweise in der Szene vor. Und das auch noch mit 2 völlig unbedeutenden Sätzen. Aber egal, die fette Alte gehört dazu und drum bringen wir sie auch.
Wir zeigen die weltberühmte Balkonszene beinah originalgetreu. Julia steht auffm Balkong und der Romeo umschwärmt sie heiß und innig. Und inmitten dieser wunderschönen Romanze platzt die fette Alte hinein wie ein doofer Trampel. Zerstört die Romantik und sowieso alles....
Aber lest doch selbst....
William Shakespeare: Romeo und Julia, 3. Akt, 7. Szene
Es war die CSU, Partei der Greise, die Heroldin des Morgens, nicht die Presleytarian Church. Siehst du, meine Liebe, die Kosten für Karateunterricht, die dort im Osten die sich scheidenden Wolken umwinden: Deutschlands Kinder saufen, und der fröliche Tag gukt auf den Zehen stehend über die Spizen der neblichten Berge. Du bläst mir einen auf dem Balkon, oder bleiben und sterben.
Jenes Licht ist nicht unterm Mini, glaube mir's, es ist irgend ein Meteor, das die Sonne ausdünstet, um in dieser Nacht eine Reineclaude zu beschneiden; bleibe noch ein wenig, du sollst nicht so früh gehen.
Laß mich ergriffen, laß mich zum Tod verurtheilt werden; ich bin zufrieden, wenn du es haben willst. Ich will sagen, jenes zusammenbrechende Bett sey nicht des Morgens Auge, sondern nur der blasse Gegenschein von Cynthia's Stirne; und es sey nicht das Linkshänderwerkzeug, deren Noten so hoch über unserm Haupte zu den himmlischen Gewölben hinauftönen. Nichts als die Sorge um den Markt am Kollwitzplatz kan mich aus deinen Armen reissen; aber Juliette will's, und der Tod soll mir willkommen seyn. Wie ists, meine Seele? Laß uns Heilbronner Dialekt schwazen, es ist noch nicht Tag.
Es ist, es ist; verlaß mich, fliehe, mein Geliebter; es ist im strahl pinkeln, das so tonloß singt, ihr mißlautendes, unangenehm-scharfes Gurgeln ruft dich weg - - O gehe, gehe, es wird immer heller und heller.
Sage, sind Mädchen schlauer als Jungs, da ich in wenigen Augenbliken dich nicht mehr sehen werde.
Die
Gnädige Frau Elisabeth Noelle-Neumann, Zahl 19!- -
Amme? Komm doch mal rüber und setz dich zu mir hin.
Euer Gnaden Frau Mutter ist im Begriff in Vietnam trampen zu gehen: Der Tag bricht an, nehmt euch in Acht, seht euch vor - -
(ab.)
So muß ich dann von meinem ptolemäischen Ägypten-Leben scheiden? - -
Lebe wohl, lebe wohl; noch einen Blowjob auf dem Balkon, und ich will gehen.
(
Und gehst du dann so? O mein Liebster, mein Herr, mein Gemahl, mein Freund! Ich muß alle Tage Fake-Adressen Donald Ducks von dir haben, alle Stunden, denn in einer Minute ohne dich sind viele Tage. Ach! nach dieser Rechnung werd' ich sehn, wie man Saumagen macht, eh ich meinen Romeo wieder sehe.
Lebe wohl, meine Liebe: ich will keine Gelegenheit versäumen, wodurch ich dir meinen Verbrüderungskuss übermachen kan.
Ach, denkst du, wir werden uns jemals wieder bei den Chaostagen sehen?
Zweifle nicht; es wird eine Zeit kommen, wo alle diese Wiederwärtigkeiten und Heiner Müller in der Fußgängerzone uns zum Stoff angenehmer Gespräche dienen werden.
O Gott! ich hab' eine Unglük-weissagende Seele - - Mich dünkt, ich seh dich, da ich so auf dich hinunter schaue, wie einen, der todt in seinem Grabe ligt. Entweder wird mein badischer Dialekt düster, oder du siehst bleich - -
Glaube mir, Liebe, du kommst mir eben sexy im öffentlichen Auftritt vor; Dietmar Furchtbar
Sonntag, 28. Januar 2007
Web Zwo Null
gorillaschnitzel, 13:36h
Schöne neue Internetwelt. Vielgepriesen das tolle Web 2.0. Und es ist ja auch tatsächlich toll. Wenn mir vor ein paar Jahren mal jemand prophezeit hätte, dass ich mal Texte schreiben würde und die dann auch noch Publikum finden würden, hätte ich vermutlich den Vogel gezeigt.
Jeder darf mal, jeder macht mal. Das ist gut so.
Allerdings finde ich, dass es auch da sehr bedenkliche Entwicklungen gibt:
Youtube, Flickr etc.
Wunderschönes Instrument. Aber leiderleiderleider find ich hie und da auch äußerst fragwürdigen Content. Ein Video mit extremsten Gewaltinhalten hab ich nach etwa 3 Mausklicks vor mir. Problemlos. Nazidreck? Dito. Nun mag es die Mehrheit der Nutzer verstehen, damit umzugehen, aber der 12jährige Noah-Oliver aus Oer-Erkenschwick weiß das auch zu bedienen (und weiß Gott besser als die allermeisten Erwachsenen)
Wikipedia
Mal von einigen Späßen, die sich dort ereignen abgesehen: Auf den ersten Blick erscheint die Möglichkeit, dass jeder sein Wissen weitergeben kann, als gigantischer Bildungspool, der zum Segen der Allgemeinheit verwendet werden kann. Prinzipiell ist das so. Zumindest in der Theorie. Allerdings hat nicht ein jeder lautere Absichten. Artikel können beliebig und gezielt verändert und gefälscht werden.
Und wenn sich dann die "Mehrheitsmeinung" durchsetzen kann, ensteht nicht selten ein Brei, der mit der Realität und der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Dann ist das nicht mehr das, was tatsächlich ist, sondern das, worauf die Gemeinde sich einigen konnte. Es lässt sich die komplette Geschichte neu erfinden und umdeuten.
Mit "Elite" hat das nix mehr zu tun.
Blogs
Tolle Errungenschaft. Wirklich. Ich liebe das inbrünstig.
Nur: Damit lässt sich Stimmung erzeugen bis zum Anschlag. Irgendeiner schreibt irgendwas und schon kann es sein, dass zig Leute angesprungen kommen und in die gleiche Kerbe hauen. Völlig unabhängig mal davon, ob die Ausgangsthese stimmt oder nicht. Auch vollkommen ungeprüft. Das mag bei wirklichen Skandalen ein positiver Pluralisierungseffekt und Multiplikator sein, aber wenn jeder Mist ungeprüft übernommen wird, unterscheidet sich die Gemeinde nicht sehr von der Schafherde, die halt deshalb wählen geht, weil alle wählen gehen und die deshalb ihr Kreuz halt dort machen, wo man es immer schon gemacht hat. Aber fragt man sich denn auch immer, ob das, was man grade gelesen hat, auch stimmt (ich zumindest tu das nicht immer, wie ich immer wieder erschreckt feststell)?
Und nur mal nebenbei: Die Eitelkeit von Bloggern kennt kaum Grenzen. Da wird dann alles sofort persönlich genommen (auch wenns ganz allgemein gehalten ist)
Jeder darf mal, jeder macht mal. Das ist gut so.
Allerdings finde ich, dass es auch da sehr bedenkliche Entwicklungen gibt:
Youtube, Flickr etc.
Wunderschönes Instrument. Aber leiderleiderleider find ich hie und da auch äußerst fragwürdigen Content. Ein Video mit extremsten Gewaltinhalten hab ich nach etwa 3 Mausklicks vor mir. Problemlos. Nazidreck? Dito. Nun mag es die Mehrheit der Nutzer verstehen, damit umzugehen, aber der 12jährige Noah-Oliver aus Oer-Erkenschwick weiß das auch zu bedienen (und weiß Gott besser als die allermeisten Erwachsenen)
Wikipedia
Mal von einigen Späßen, die sich dort ereignen abgesehen: Auf den ersten Blick erscheint die Möglichkeit, dass jeder sein Wissen weitergeben kann, als gigantischer Bildungspool, der zum Segen der Allgemeinheit verwendet werden kann. Prinzipiell ist das so. Zumindest in der Theorie. Allerdings hat nicht ein jeder lautere Absichten. Artikel können beliebig und gezielt verändert und gefälscht werden.
Und wenn sich dann die "Mehrheitsmeinung" durchsetzen kann, ensteht nicht selten ein Brei, der mit der Realität und der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Dann ist das nicht mehr das, was tatsächlich ist, sondern das, worauf die Gemeinde sich einigen konnte. Es lässt sich die komplette Geschichte neu erfinden und umdeuten.
Mit "Elite" hat das nix mehr zu tun.
Blogs
Tolle Errungenschaft. Wirklich. Ich liebe das inbrünstig.
Nur: Damit lässt sich Stimmung erzeugen bis zum Anschlag. Irgendeiner schreibt irgendwas und schon kann es sein, dass zig Leute angesprungen kommen und in die gleiche Kerbe hauen. Völlig unabhängig mal davon, ob die Ausgangsthese stimmt oder nicht. Auch vollkommen ungeprüft. Das mag bei wirklichen Skandalen ein positiver Pluralisierungseffekt und Multiplikator sein, aber wenn jeder Mist ungeprüft übernommen wird, unterscheidet sich die Gemeinde nicht sehr von der Schafherde, die halt deshalb wählen geht, weil alle wählen gehen und die deshalb ihr Kreuz halt dort machen, wo man es immer schon gemacht hat. Aber fragt man sich denn auch immer, ob das, was man grade gelesen hat, auch stimmt (ich zumindest tu das nicht immer, wie ich immer wieder erschreckt feststell)?
Und nur mal nebenbei: Die Eitelkeit von Bloggern kennt kaum Grenzen. Da wird dann alles sofort persönlich genommen (auch wenns ganz allgemein gehalten ist)
Samstag, 27. Januar 2007
Entwicklungshilfe
gorillaschnitzel, 19:57h
Entwicklungshilfe stellt man sich oft so vor: Brunnen bohren, Energieversorgung, Straßenbau, Lebensmittellieferungen.
Das ist nur der eine Aspekt: Der andere sieht Kredite, Demokratisierung, Friedenssicherung und so weiter vor. Und so hat man nun 5 Jahrzehnte lang alle möglichen Dinge versucht: Entwicklung durch Wachstum, Kreditvergabe, Minimalsicherung.
All die schönen Programme: Schön und gut, aber meist für die Katz. Nicht selten rausgeschmissenes Geld.
Wie Entwicklungshilfe wirklich funktionieren kann, sagt die Weltbank in einer Studie: Frauen.
Sobald Frauen kein Eigentum mehr sind, sondern welches haben, steigt der Lebensstandard deutlich an. Die Geburtenquoten sinken, die Gesundheit verbessert sich deutlich, die Verbreitung von HIV/AIDS geht zurück, die Bildung ist höher, Analphabetismus niedriger, selbst der Umweltschutz erfährt erhebliche Verbesserungen. Nicht umsonst bemüht sich die UNICEF besonders um die Mädchenbildung und nicht umsonst vergibt der letztjährige Friedensnobelpreisträger seine Kleinkredite bevorzugt an Frauen.
Nun habe ich mir einmal die Mühe gemacht und gesucht, wie das denn im Entwicklungshilfeministerium ("Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung") so gehandhabt wird. Tatsächlich gibt es dort wirklich ein Problembewusstsein diesbezüglich und tatsächlich hat man auch an die Frauen gedacht:
Jedes Jahr gibt die Bundesrepublik Deutschland etwa 4 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe aus (für 2007 gabs eine Aufstockung auf exakt 4.493.559.000 €).
Für Frauenförderprogramme standen dabei insgesamt 175 Millionen zur Verfügung. Allerdings nicht in einem Jahr sondern über den Zeitraum von 5 Jahren!
Will heißen: Von etwa 20.000 Millionen Euro landen 175 dort, wo sie eigentlich hingehören.
Das ist nur der eine Aspekt: Der andere sieht Kredite, Demokratisierung, Friedenssicherung und so weiter vor. Und so hat man nun 5 Jahrzehnte lang alle möglichen Dinge versucht: Entwicklung durch Wachstum, Kreditvergabe, Minimalsicherung.
All die schönen Programme: Schön und gut, aber meist für die Katz. Nicht selten rausgeschmissenes Geld.
Wie Entwicklungshilfe wirklich funktionieren kann, sagt die Weltbank in einer Studie: Frauen.
Sobald Frauen kein Eigentum mehr sind, sondern welches haben, steigt der Lebensstandard deutlich an. Die Geburtenquoten sinken, die Gesundheit verbessert sich deutlich, die Verbreitung von HIV/AIDS geht zurück, die Bildung ist höher, Analphabetismus niedriger, selbst der Umweltschutz erfährt erhebliche Verbesserungen. Nicht umsonst bemüht sich die UNICEF besonders um die Mädchenbildung und nicht umsonst vergibt der letztjährige Friedensnobelpreisträger seine Kleinkredite bevorzugt an Frauen.
Nun habe ich mir einmal die Mühe gemacht und gesucht, wie das denn im Entwicklungshilfeministerium ("Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung") so gehandhabt wird. Tatsächlich gibt es dort wirklich ein Problembewusstsein diesbezüglich und tatsächlich hat man auch an die Frauen gedacht:
Jedes Jahr gibt die Bundesrepublik Deutschland etwa 4 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe aus (für 2007 gabs eine Aufstockung auf exakt 4.493.559.000 €).
Für Frauenförderprogramme standen dabei insgesamt 175 Millionen zur Verfügung. Allerdings nicht in einem Jahr sondern über den Zeitraum von 5 Jahren!
Will heißen: Von etwa 20.000 Millionen Euro landen 175 dort, wo sie eigentlich hingehören.
FWS
gorillaschnitzel, 11:41h
Ich frage mich ja wirklich, wie man als momentaner Außenminister der Bundesrepublik Deutschland noch in alle Welt reisen will, um mit seinen Verhandlungspartnern in Iran und China ernsthaft über Menschenrechtsfragen zu diskutieren.
Freitag, 26. Januar 2007
Die nächste Runde
gorillaschnitzel, 23:31h
Der telekomsche Kotau auf eine sehr geharnischte EMail:
Wir bedauern sehr, dass Sie einen negativen Eindruck von unserem Kundenservice erhalten haben.Problem bleibt trotzdem, gelöst ist nix...
Animalische Schachteln im Baumarkt, oder: Der Pelz
gorillaschnitzel, 09:43h
Einige Menschen sehen grundlos scheiße aus. Das an sich ist schon ziemlich bewundernswert, weil es manchmal richtig anstrengend sein kann, grundlos scheiße auszusehen.
Die alte Schachtel im Baumarkt sah nicht einfach nur grundlos scheiße aus, sie benahm sich auch so. Sie hatte diese Affektiertheit, die man allen möglichen Menschen zugesteht, aber eben nicht alten Schachteln. Dazu trug sie Pelzmantel. Nicht, dass ich grundsätzlich irgendwas gegen Pelzmäntel hätte -könnte ein Erbstück sein oder gefälscht oder sonstwas. Aber ein Pelzmantel verbietet sich im Baumarkt. Selbst ein geerbter oder gefälschter. Pelzmäntel gehören auf Billigkitsch-und-Kunst-Auktionen, Kaffeekränzchen der Grauen Panther, auf Bridgeparties des Lions-Clubs oder auf die Düsseldorfer Kö, die damit ganzjährig zur Karnevalsmeile mutiert.
Ein Pelzmantel im Baumarkt ist in etwa so, als fahre Heini Krempitzky aus Wanne-Eickel im Ferrari und mit einem Anzug von Brooks Brothers zur Kleintierzüchtershow in die Mehrzweckhalle nach Erkrath, um dort dann seine belgischen Riesenrammler vom Beifahrersitz zu entladen.
Die alte Schachtel steht also mitsamt Pelzmantel, Wildlederimitattretern und seltsamer Kopfbedeckung an der Kasse. In der Hand hat sie einen 10-Jahresvorrat Piepmatzfutter. Schön, wenn sie beim Schneegestöber auch an die armen Vögel denkt. Und weil die Pelzschachtel ziemlich schusselig ist, schafft sie es tatsächlich, den Beutel auf dem Boden zu verteilen. Nahezu komplett.
Jetzt hätte man verschieden reagieren können: Fluchen. Schreien. Entschuldigen. Scheiß aufkehren. Nein, nichts davon.
Sie stellt sich seelenruhig daneben und wartet bis der arme Trottel an der Kasse das wieder zusammengekehrt hat. Er braucht lange, weil das mindestens 3 oder 4 Kilo waren und sich das gut verteilt hat.
So steh ich dann mit meinem 20-Kilo-Sack Streusalz unterm Arm in der Schlange. Hinter mir erzählt einer, wie er mittels Besen seinen Garten vom Schnee befreien will. (Ja, es war ein Fehler, die Rückfrage "Den Garten kehren?" zu stellen). Der Pelzmantel steht die ganze Zeit blöd in der Gegend rum.
Dann endlich ist das Vogelfutter wieder eingesammelt. Da fragt dann die Alte tatsächlich, ob sie das nochmal wiegen müsse.
Nö, eigentlich nicht, man kann ja auch den alten Preis nehmen.
Nein, das wiederum will der Pelzzombie nicht, weil ja noch einige Körner -mindestens 16 bis 20 Gramm- auf dem Boden rumliegen und zieht sehr beleidigt ohne Vogelfutter von dannen...
...aber immerhin mit Pelzmantel und saudummer Kopfbedeckung.
Die alte Schachtel im Baumarkt sah nicht einfach nur grundlos scheiße aus, sie benahm sich auch so. Sie hatte diese Affektiertheit, die man allen möglichen Menschen zugesteht, aber eben nicht alten Schachteln. Dazu trug sie Pelzmantel. Nicht, dass ich grundsätzlich irgendwas gegen Pelzmäntel hätte -könnte ein Erbstück sein oder gefälscht oder sonstwas. Aber ein Pelzmantel verbietet sich im Baumarkt. Selbst ein geerbter oder gefälschter. Pelzmäntel gehören auf Billigkitsch-und-Kunst-Auktionen, Kaffeekränzchen der Grauen Panther, auf Bridgeparties des Lions-Clubs oder auf die Düsseldorfer Kö, die damit ganzjährig zur Karnevalsmeile mutiert.
Ein Pelzmantel im Baumarkt ist in etwa so, als fahre Heini Krempitzky aus Wanne-Eickel im Ferrari und mit einem Anzug von Brooks Brothers zur Kleintierzüchtershow in die Mehrzweckhalle nach Erkrath, um dort dann seine belgischen Riesenrammler vom Beifahrersitz zu entladen.
Die alte Schachtel steht also mitsamt Pelzmantel, Wildlederimitattretern und seltsamer Kopfbedeckung an der Kasse. In der Hand hat sie einen 10-Jahresvorrat Piepmatzfutter. Schön, wenn sie beim Schneegestöber auch an die armen Vögel denkt. Und weil die Pelzschachtel ziemlich schusselig ist, schafft sie es tatsächlich, den Beutel auf dem Boden zu verteilen. Nahezu komplett.
Jetzt hätte man verschieden reagieren können: Fluchen. Schreien. Entschuldigen. Scheiß aufkehren. Nein, nichts davon.
Sie stellt sich seelenruhig daneben und wartet bis der arme Trottel an der Kasse das wieder zusammengekehrt hat. Er braucht lange, weil das mindestens 3 oder 4 Kilo waren und sich das gut verteilt hat.
So steh ich dann mit meinem 20-Kilo-Sack Streusalz unterm Arm in der Schlange. Hinter mir erzählt einer, wie er mittels Besen seinen Garten vom Schnee befreien will. (Ja, es war ein Fehler, die Rückfrage "Den Garten kehren?" zu stellen). Der Pelzmantel steht die ganze Zeit blöd in der Gegend rum.
Dann endlich ist das Vogelfutter wieder eingesammelt. Da fragt dann die Alte tatsächlich, ob sie das nochmal wiegen müsse.
Nö, eigentlich nicht, man kann ja auch den alten Preis nehmen.
Nein, das wiederum will der Pelzzombie nicht, weil ja noch einige Körner -mindestens 16 bis 20 Gramm- auf dem Boden rumliegen und zieht sehr beleidigt ohne Vogelfutter von dannen...
...aber immerhin mit Pelzmantel und saudummer Kopfbedeckung.
GEZ
gorillaschnitzel, 01:03h
Schon GEZahlt?
Das kann man jetzt wirklich bestätigen. Vor allem das Programm in Sachen Erotik, Massage, Blowjob und Ficken dürfte wirklich erst durch Gebühren nachhaltig möglich gemacht worden sein.
Ihre Gebühren machen ein unabhängiges Programm erst möglich...wirbt die GEZ auf ihrer Homepage
Das kann man jetzt wirklich bestätigen. Vor allem das Programm in Sachen Erotik, Massage, Blowjob und Ficken dürfte wirklich erst durch Gebühren nachhaltig möglich gemacht worden sein.
Donnerstag, 25. Januar 2007
Schneebär
gorillaschnitzel, 19:49h
....und er friert trotz Fell bärenmäßig...
Tauben
gorillaschnitzel, 09:43h
Tauben können richtig lästig sein. Ein im wahrsten Sinn geflügeltes Wort spricht auch von den Ratten der Lüfte. Das stimmt. Sie richten enorme Schäden, bevorzugt an bauhistorisch bedeutsamen Werken, an. Und darum bekämpft man sie auch. Zumindest versucht man es. Genaugenommen geht es um die entflohenen Exemplare der Haustaube. Eigentlich ohne Zufütterung in der freien Wildbahn nicht überlebensfähig. Aber in menschlichen Siedlungen ist das Nahrungsangbot naturgemäß riesig.
Nun ist auch ein gemütliches Städtchen in der Provinz betroffen. Die Taubenplage ist dort quasi Dauerthema. Weil den Viechern nämlich die Heiligenfiguren der Kirche alles sind, nur nicht heilig und sie deshalb bevorzugt ihren Kot darauf ablassen. Bisher zumindest sind die Versuche, die Tauben zu ordentlich christlichen Tauben zu erziehen, gänzlich fehlgeschlagen.
Es gäbe der Möglichkeiten viel, wie man die Viecher bekämpfen könnte. Aber ein ganzer Haufen davon scheidet in dem Städtchen von vorneherein aus. Weil man nämlich in dem Städtchen die Taubenplage mit derselben Inbrunst diskutiert, wie die Berliner das Stadtschloss und den Abriss des Palasts der Republik, hat das Thema mittlerweile eine größere politische Dimension angenommen:
Die Tierrechtslobby ist aufmarschiert und hat sämtliche Versuche verhindert, die Viecher auf schnellem Weg zu eliminieren. Die "Kill´em all"-Methode is nich, weil das nämlich gegen die Tierrechte verstößt und politisch nicht satisfaktionsfähig ist (immer an die Wähler denken).
Der Kompromiß, zu dem man sich durchgerungen hat ist dieser: Wir versuchen, die Tauben auf natürlichem Weg zu dezimieren. Empfängnisverhütung lautet das Schlagwort. Klingt ja erstmal gut. Funktionieren tut das erst mal so: Man stellt Taubenhäuser auf, in die sich die Viecher einnisten. Freiwillige und Tierschützer ziehen dann regelmäßig umher und sammeln die gelegten Eier ein, die sie dann gegen Gipseier austauschen. So sieht der tierschutzgerechte Einsatz in Sachen Dezimierung aus.
Die Taubenrechtelobby führt dabei allerhand Fakten ins Feld: Würde man den Taubenbestand einfach so korrigieren, indem man einem Großteil einfach den Kragen rumdreht, sähe der Rest darin die Animation, sich weiter fortzupflanzen. Die Argumentation ist die: Wenn wir nicht zufüttern und zufüttern, poppen die, dass es kracht und dann ist unser Problem noch viel größer.
Nun ist leider nicht wirklich per wissenschaftlicher Studie erfasst, ob so eine hungrige Taube überhaupt noch poppen will und so gilt erstmal das, was der Tierschutz von sich gibt. Zumindest solange das nicht durch eine ordentliche Langzeitstudie unterfüttert (und schon wieder so ein wahrstes Sinn des Worts) wurde.
Und wenn man nicht regelmäßig zufüttert, dann gehen die Tauben betteln und das ist auch nicht gut und überhaupt ist das größte Problem der ganze Fast-Food-Zinnober, weil die Leute ihre Big Macs und Dönerreste einfach in die Mülltonne verfrachten (will heißen: McDonalds raus=Tauben raus=2 Probleme, 1 Lösung).
Und mit dem Austausch der Eier erledigt sich dann das Problem irgendwann von allein.
Dumm nur, dass man mittlerweile nach 10 Jahren Eiertausch einräumen muss:
- Man erwischt längst nicht alle Taubeneier. Es gibt tatsächlich "Wildbrüter", die auf Taubenhäuser wahrlich scheißen.
- Statt sinkender Taubenbevölkerung beklagt man das Gegenteil:
- Die Population hat sich so vermehrt, dass nun angedacht wird, ein neues Taubenhaus aufzumachen.
- Aber die Prognosen zumindest klingen zuversichtlich: Irgendwann haben wir sie. Früher oder später. (Wohl eher später bis nie)
Lösung also: Wir machen, wie bisher. Irgendwann kriegen wir sie....alle...
Ergo, oder was wir daraus lernen: So manche Taube ist noch immer schlauer als so mancher Mensch, oder: Wie würde so mancher "Taubenschützer" reagieren, wenn ihm eine Ratte durchs Wohnzimmer spaziert?
Nun ist auch ein gemütliches Städtchen in der Provinz betroffen. Die Taubenplage ist dort quasi Dauerthema. Weil den Viechern nämlich die Heiligenfiguren der Kirche alles sind, nur nicht heilig und sie deshalb bevorzugt ihren Kot darauf ablassen. Bisher zumindest sind die Versuche, die Tauben zu ordentlich christlichen Tauben zu erziehen, gänzlich fehlgeschlagen.
Es gäbe der Möglichkeiten viel, wie man die Viecher bekämpfen könnte. Aber ein ganzer Haufen davon scheidet in dem Städtchen von vorneherein aus. Weil man nämlich in dem Städtchen die Taubenplage mit derselben Inbrunst diskutiert, wie die Berliner das Stadtschloss und den Abriss des Palasts der Republik, hat das Thema mittlerweile eine größere politische Dimension angenommen:
Die Tierrechtslobby ist aufmarschiert und hat sämtliche Versuche verhindert, die Viecher auf schnellem Weg zu eliminieren. Die "Kill´em all"-Methode is nich, weil das nämlich gegen die Tierrechte verstößt und politisch nicht satisfaktionsfähig ist (immer an die Wähler denken).
Der Kompromiß, zu dem man sich durchgerungen hat ist dieser: Wir versuchen, die Tauben auf natürlichem Weg zu dezimieren. Empfängnisverhütung lautet das Schlagwort. Klingt ja erstmal gut. Funktionieren tut das erst mal so: Man stellt Taubenhäuser auf, in die sich die Viecher einnisten. Freiwillige und Tierschützer ziehen dann regelmäßig umher und sammeln die gelegten Eier ein, die sie dann gegen Gipseier austauschen. So sieht der tierschutzgerechte Einsatz in Sachen Dezimierung aus.
Die Taubenrechtelobby führt dabei allerhand Fakten ins Feld: Würde man den Taubenbestand einfach so korrigieren, indem man einem Großteil einfach den Kragen rumdreht, sähe der Rest darin die Animation, sich weiter fortzupflanzen. Die Argumentation ist die: Wenn wir nicht zufüttern und zufüttern, poppen die, dass es kracht und dann ist unser Problem noch viel größer.
Nun ist leider nicht wirklich per wissenschaftlicher Studie erfasst, ob so eine hungrige Taube überhaupt noch poppen will und so gilt erstmal das, was der Tierschutz von sich gibt. Zumindest solange das nicht durch eine ordentliche Langzeitstudie unterfüttert (und schon wieder so ein wahrstes Sinn des Worts) wurde.
Und wenn man nicht regelmäßig zufüttert, dann gehen die Tauben betteln und das ist auch nicht gut und überhaupt ist das größte Problem der ganze Fast-Food-Zinnober, weil die Leute ihre Big Macs und Dönerreste einfach in die Mülltonne verfrachten (will heißen: McDonalds raus=Tauben raus=2 Probleme, 1 Lösung).
Und mit dem Austausch der Eier erledigt sich dann das Problem irgendwann von allein.
Dumm nur, dass man mittlerweile nach 10 Jahren Eiertausch einräumen muss:
- Man erwischt längst nicht alle Taubeneier. Es gibt tatsächlich "Wildbrüter", die auf Taubenhäuser wahrlich scheißen.
- Statt sinkender Taubenbevölkerung beklagt man das Gegenteil:
- Die Population hat sich so vermehrt, dass nun angedacht wird, ein neues Taubenhaus aufzumachen.
- Aber die Prognosen zumindest klingen zuversichtlich: Irgendwann haben wir sie. Früher oder später. (Wohl eher später bis nie)
Lösung also: Wir machen, wie bisher. Irgendwann kriegen wir sie....alle...
Ergo, oder was wir daraus lernen: So manche Taube ist noch immer schlauer als so mancher Mensch, oder: Wie würde so mancher "Taubenschützer" reagieren, wenn ihm eine Ratte durchs Wohnzimmer spaziert?
Mittwoch, 24. Januar 2007
Schnee
gorillaschnitzel, 15:19h
Ich dachte, ich würde den ersten schneelosen Winter meines Lebens erleben.....und dann wurde es doch noch Winter.


Harem
gorillaschnitzel, 10:40h
Die besten Geschichten schreibt das pure Leben selbst. Wie die, die neulich vor Gericht verhandelt wurde.
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor:
Es gibt da einen Mann, der wohl unendlich begehrenswert sein muss. So lernt der Mann eine Frau kennen, dann lieben -oder, wie sich zeigen wird, eher sie ihn- und zieht dann in deren Haus ein.
Die Frau wohnt wohl in einer recht riesigen Eigenheim-Hütte, denn es ist dem Mann möglich, seine Ehegattin mitsamt den Kindern nachkommen zu lassen.
Diese Konstellation ist seltsam? Mal abwarten, was da noch kommt.
Der Mann auf jeden Fall sitzt wie die Made im Speck, hat aber ein Problem: Die Beziehung zur Hausbesitzerin ist mittlerweile deutlich abgekühlt und mit der Ehefrau läuft ohnehin auch nix mehr.
Also geht er wieder auf die Suche und schleppt wieder eine Neue an. Nummer 3. Die zieht -Sie ahnen es sicher schon- natürlich auch in das Haus der ehemaligen Geliebten ein.
Obskur? Sie lachen? Sie findens "strange"? Mooooment.
Weil: Dem Menschen muss wohl hin und wieder langweilig gewesen sein oder er war sexuell einfach nicht ausgelastet, auf jeden Fall zog er wieder mal los und gabelte ein junges Mädel auf, das grade mal halb so jung wie er selbst war.
Auch die: Einzug ins große Liebesnest.
Weil man bei so viel Hin und Her leicht durcheinander kommen kann (das Gericht benötigte allein 2 Monate), rekapitulieren wir kurz:
Haus, Mann, Hauseigentümerin, Gattin plus Kinder, Geliebte 1, Geliebte 2.
Da saßen sie dann in der Hütte. Und es war ziemlich klar, dass dies wohl irgendwann zu Verwicklungen führen würde.
Es stellte sich heraus, dass die Hauseigentümerin das schwächste Glied im Rudel war und vom Herrn des Hauses ziemlich übel traktiert wurde. Da konnten sich dann aber auch die beiden Geliebten nicht zurückhalten und haben prächtig mitgemischt im Mobbing. Die einzige, die sich wohl weitgehend rausgehalten hat, war wohl die Ehegattin.
Bisher hört sich das noch einigermaßen lustig an, aber nun wurde es schlimmer: Vergewaltigung war dann das, was am Ende im Raum stand. Mann an Hausbesitzerin. Zusätzlich noch sexuelle Nötigung, weil der Mann einer Dame einen Job in seiner Minifirma angeboten hatte und das wäre im doppelten Sinn ein Blow Job gewesen. Die finanziellen Schäden (v.a. der Hauseigentümerin) sind da eher noch als Kollateralschäden zu verbuchen.
Das Ende vom Lied: Der Richter konstatiert sämtlichen Frauen problembehaftet, schwach und verführbar gewesen zu sein und dem Angeklagten jede Geschichte abgenommen zu haben (unter anderem auch die, dass er ein adliger Hubschrauberpilot sei).
Urteil:
3 Jahre, 3 Monate Haft.
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor:
Es gibt da einen Mann, der wohl unendlich begehrenswert sein muss. So lernt der Mann eine Frau kennen, dann lieben -oder, wie sich zeigen wird, eher sie ihn- und zieht dann in deren Haus ein.
Die Frau wohnt wohl in einer recht riesigen Eigenheim-Hütte, denn es ist dem Mann möglich, seine Ehegattin mitsamt den Kindern nachkommen zu lassen.
Diese Konstellation ist seltsam? Mal abwarten, was da noch kommt.
Der Mann auf jeden Fall sitzt wie die Made im Speck, hat aber ein Problem: Die Beziehung zur Hausbesitzerin ist mittlerweile deutlich abgekühlt und mit der Ehefrau läuft ohnehin auch nix mehr.
Also geht er wieder auf die Suche und schleppt wieder eine Neue an. Nummer 3. Die zieht -Sie ahnen es sicher schon- natürlich auch in das Haus der ehemaligen Geliebten ein.
Obskur? Sie lachen? Sie findens "strange"? Mooooment.
Weil: Dem Menschen muss wohl hin und wieder langweilig gewesen sein oder er war sexuell einfach nicht ausgelastet, auf jeden Fall zog er wieder mal los und gabelte ein junges Mädel auf, das grade mal halb so jung wie er selbst war.
Auch die: Einzug ins große Liebesnest.
Weil man bei so viel Hin und Her leicht durcheinander kommen kann (das Gericht benötigte allein 2 Monate), rekapitulieren wir kurz:
Haus, Mann, Hauseigentümerin, Gattin plus Kinder, Geliebte 1, Geliebte 2.
Es stellte sich heraus, dass die Hauseigentümerin das schwächste Glied im Rudel war und vom Herrn des Hauses ziemlich übel traktiert wurde. Da konnten sich dann aber auch die beiden Geliebten nicht zurückhalten und haben prächtig mitgemischt im Mobbing. Die einzige, die sich wohl weitgehend rausgehalten hat, war wohl die Ehegattin.
Das Ende vom Lied: Der Richter konstatiert sämtlichen Frauen problembehaftet, schwach und verführbar gewesen zu sein und dem Angeklagten jede Geschichte abgenommen zu haben (unter anderem auch die, dass er ein adliger Hubschrauberpilot sei).
Urteil:
3 Jahre, 3 Monate Haft.
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