Donnerstag, 7. April 2016
Oh wie schön ist Panama
...ich war erst letztes Jahr in Panama, habe vor Ort recherchiert und darf bestätigen: Es gibt Briefkästen in Panama! Und Firmen gibt es dort auch! Und wie wir jetzt wissen, gibt es auch Firmen dort, die einen Briefkasten haben.



Boquete, Panama

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Mittwoch, 6. April 2016
Es ist eine Sie
Definitiv. Eine italienische Zicke und sie heißt Bella. Sie ist schön und es war Liebe auf den allerersten Blick. Im Gegensatz zur anderen Bella will sie nicht viel und ist sehr genügsam, weshalb La Alfa mittlerweile eine neue Besitzerin hat. Und wo es warm wird macht es noch mehr Spaß, sie auszuführen. Weil sie bei schönem Wetter gleich nochmal mehr Spaß hat als bei Schmuddel.



Auto abgeschafft, den kompletten Winter mit Bella durchgefahren (okay, an 5 Tagen war ich auf Kollegen und den ÖPNV angewiesen, aber sonst...). Irgendwann war nicht mehr einsehbar, eine Karre zu haben, die mehrere Hundert Euro kostet, aber allenfalls 2 Monate im Jahr gefahren wird.

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Donnerstag, 3. März 2016
Schon wieder
Kaum zu glauben, wie schnell 5 Jahre rumgehen. Schon wieder Wahl hier. Am Sonntag in einer Woche.

Vor 5 Jahren war ich hochpolitisiert. Damals ging es um Stuttgart 21 und Mappus und das Gebaren einer Partei, die so tat, als hätte sie es mit Untertanen zu tun und nicht mit mündigen Bürgern.

Seither hat sich einiges geändert. Manches aber auch nicht. Nicht geändert hat sich, dass die CDU noch immer nicht begriffen hat, dass der Denkzettel damals nicht ein einmaliger Ausrutscher war und auch nicht auf Fukushima zurückzuführen ist. Gut, es war nicht erwartbar, dass eine Partei, die 58 Jahre Gutsherr gespielt hat in nur 5 Jahren sich grundsätzlich umstellt.

Erwartbar war auch eine sehr desaströse Bildungspolitik, die das SPD-Ressort zu verantworten hat und dafür wohl mächtig abgestraft wird.

Und der erste grüne Ministerpräsident der Republik? Der hat sich als das erwiesen was er ist: Ein Konservativer und das ist nun nicht wertend gemeint. Conservare = bewahren und das ist erstmal nun nicht schlecht.
Er genießt ein hohes Ansehen und dürfte das sein, was man einen "Landesvater" nennt, was auch immer das sein mag. Selbst gestandene CDU-Wähler würden Kretschmann in einer Direktwahl dem eigenen CDU-Kandidaten vorziehen und das will was heißen. Kretschmann gilt als kluger Kopf der das bestmögliche will, aber auch das bestmöglich machbare erkennt.

Aber grade bei den Grünen hier gibt es auch Oberbürgermeister, die es problemlos schaffen, die Wörter "blonde Professorentöchter" und "60 Araber in 200 Meter Entfernung" in einem Satz unterzubringen und sich damit auch nicht anders anhören als Seehofer oder die AfD.

Die Ersatznazis von der AfD kennt man hier schon als Republikaner, die hier 2 Legislaturperioden in den 90ern mal saßen und die seinerzeit nur dadurch auffielen, indem sie aufforderten unseren damaligen Studentenstreik um Zulassungsgebühren polizeilich niederzuschlagen.

Darum wird es hier ziemlich spannend. Weil die Umfragen ziemlich deftig aussehen und es momentan so aussieht, als dass hier nach dem Novum des ersten grünen Ministerpräsidenten nun das näxxte Novum anstehen könnte. Nämlich die erste Landtagswahl in der die Grünen stärkste Partei werden könnten.

Wollen Sie die letzte Umfrage der ARD haben?

Grüne: 32 (+8)
CDU: 28 (-11)
SPD: 13 (-10)
AfD: 13 (+13)
FDP: 8 (+3)

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/baden-wuerttemberg.htm

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Montag, 22. Februar 2016
Positive Aspekte des Klimawandels:
Am 22. Februar abends um halb 10 mit dem Roller heimfahren. Ohne Handschuhe.

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Sonntag, 21. Februar 2016
Böcke und Gärtner
Der Leiter einer Flüchtlingsunterkunft ist bei der AfD?

Spitzenidee. Dann können wir ja auch gleich noch Horst Mahler das LaGeSo leiten lassen und Aytollah Khamenei zum Schwulen- und Lesbenbeauftragten ernennen.

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Freitag, 5. Februar 2016
Deutsch unendlich
Ich liebe die deutsche Sprache. Weil sie wie ein Baukastensystem funktioniert. Deutsch ist im Prinzip wie Lego. Man kann alles zusammenstecken. Zumindest was Nomen angeht.

Sie mögen mir das nicht glauben, aber ich habe da kürzlich ein supergeniales Wort gelesen, eines, das nur im universitären Kontext geboren wird. Eines, das für sich in Anspruch nehmen darf das längste tatsächlich in Gebrauch befindliche Nomen innerhalb des deutschen Sprachraums zu sein:

Körpergewichtreduktionsrehabilitationsprogramm

Kein Witz.

Und erst wenn jeder Syrer das fehlerfrei aussprechen und schreiben kann ist die Integration gelungen.

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Sonntag, 22. November 2015
A Drummer
Meine Musikkarriere hat früh geendet. In der zweiten Klasse erklärte mir Herr Bader, dass ich nicht singen könne (und damit hatte er Recht). Meine Eltern versuchten es noch mit einem Instrument, aber nachdem ich meine Flöte verloren und nie wiedergefunden habe, erzählte ihnen Klavierlehrer-Bernd dann, dass ich den Amiga 500 dem Klavier vorziehe und aus mir niemals ein Pianist wird.

Trotzdem hat sich in mir die Passivliebe für Musik erhalten. Phillip Boa, New Model Army, Nirvana, Pink Floyd, Faith No More.

Und Nine Inch Nails. Und ein paar dieser Lieder, die sich für immer ins Hirn braten. Neee, nicht "Hurt", das Johnny Cash gecovert hat. "Wish". Mit der Eingangszeile "this is the first day of your last days"

Ja....und ich habe in den Konzerten immer die Drummer bewundert. Einerseits geben die den Rhythmus vor, andererseits müssen die zig Dinge gleichzeitig machen. (Versuchen Sie ruhig mal, zwei verschiedene Rhythmen gleichzeitig zu klopfen). Eventuell machen die auch mal vier verschiedene Dinge gleichzeitig. Um Drummer zu sein muss man ein klein wenig schizophren sein.

Hier haben wir Josh Freese und er trommelt "Wish" mit Trent Reznor und den Nine Inch Nails.

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Samstag, 14. November 2015
Fluctuat nec mergitur


Für die Fußball-EM habe ich Karten. In Paris. Vorrundenspiel. Wer gegen wen ist mir dabei egal. Wie mir auch Sicherheitsfragen echt egal sind.

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Dienstag, 10. November 2015
Eine Stunde lang
heute Vattern telefonisch erklärt, wie man sich einen neuen Browser runterlädt und den gesamten Prozess begleitet. Weil er ein "Riesenproblem" hatte, das unter anderem damit zu tun hatte, dass er per Internet Explorer ins Internet geht und das mutmaßlich mit einer Explorerversion des Jahres 2008 oder 2009. Und für mich ist IE sowieso bäh.

Nun ist er zwar pragmatisch und bereit, neue Dinge auszuprobieren solange das halt funktioniert, aber gleichzeitig ein klein wenig neutechnologiefremd und schreibt sich alles auf Fresszettel auf: Sein Wlan-Passwort, wie er Schritt für Schritt zu seinen Mails kommt, wie er einen Brief schreibt. Kurz: Alles was mit dem PC zu tun hat landet auf einem quadratischen Fresszettel. Mit Fresszetteln kann ich aber nicht. Da krieg ich echt ne Krise und ich kann echt viel Chaos ab, weil ich sowieso ein Chaot bin. Ich weiß nicht, wie lange ich den Fresszettel mit dem Wlan-Passwort schon gesucht habe. Er blieb unauffindbar. Das ist die näxxte Baustelle.

Die aktuelle Baustelle haben wir mittels Fernbedienung gelöst. In dem Fall teamviewer. Das fand er seeeehr spooky. Er hat keinerlei Problem damit, wenn ich mich an seinen PC setze und er mir dabei über die Schultern schauen kann. Er hat aber klar ein Problem damit, wenn ich mich von entfernt in seinen PC einklinke und das von fern steuere und dann sein Mauszeiger Dinge ohne sein Zutun macht. Da versteht er die Technik dahinter nicht. Verbesserungen seines "Arbeitsablaufs" hat er akzeptiert, aber er war wohl auch froh, wie er dann um halb10 abends seinen noch angeblich obliegenden Aufgaben nachkommen konnte. Die ihm vor der Problemlösung 2 Stunden lang noch relativ egal waren.

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Dienstag, 27. Oktober 2015
Alles hat ein Ende
Wurst ist also krebserregend. Wumm. Schrecklich. Weniger für mich, weil ich Wurst nie mochte und mein Konsum daher gegen Null tendiert. Rinderfilet schon eher, aber auch deutlich unter den Durchschnittswerten der Bevölkerung. Mein Tabakkonsum dürfte deutlich riskanter sein.

Aber ich sehe das schon vor mir:

Wurst ist die neue Zigarette!

Ganz im Sinne des Gesundheitsschutzes erahne ich bereits die EU-Richtlinien, die den Italiener um die Ecke zwingen, die Pizza Diavolo und die Spaghetti Carbonara als lebensgefährdend auf der Speisekarte auszuweisen.

Ich sehe bereits die Klagen gegen die Parmaschinkenproduzenten wie seinerzeit gegen Phillip Morris und die Tabakindustrie.

Psychiater werden sich überlegen, ob sie Patienten ab der zweiten Currywurst täglich als latent suizidal einstufen sollen.

Der Metzger, der vor der Fleischtheke Warnhinweise anbringt und den Aufschnitt verpackt in Tütchen mit abschreckenden Bildern von Darmkrebs, Polypen des Darmgangs und Koloskopien verkauft.

Und dann natürlich werden die ganzen Wurstprodukte -ganz im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes- selbstverständlich nur noch an Volljährige abgegeben und die Salami oder das Wurstbrötchen nur noch gegen Vorlage des Ausweises verkauft.

Selbst althergebrachtes Liedgut bekommt auf einmal eine ganz neue Bedeutung: "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei" enthält bei genauerer Betrachtung eine schon philosophische Erkenntnis über die Endlichkeit des menschlichen Lebens.

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