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Dienstag, 11. Oktober 2011
Sie kommen direkt nach Hause
gorillaschnitzel, 01:08h
Das überrascht mich nun nicht wirklich. Mich würde es eher überraschen, wenn Baden-Württemberg da nicht auch mitgemacht hätte. Will jemand dagegen halten?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten
gorillaschnitzel, 03:31h
(frei nach dem von mir sehr verehrten Karl Kraus)


Sonntag, 9. Oktober 2011
Damals und heute
gorillaschnitzel, 01:07h
Im letzten halben Jahr hat sich durchaus einiges verändert in Baden-Württemberg. Vieles zum Besseren. Das neueste Beispiel ist, dass wenigstens hin und wieder die Justiz funktioniert, wie erst kürzlich der baden-württembergische Staatsgerichtshof als oberster Verfassungswächter demonstrierte: Der Kauf der EnBW -durchgeführt mittels Notstandsgesetzen durch Mappus und den damaligen Finanzminister Stächele- war verfassungswidrig. Will heißen: Die beiden haben die Verfassung gebrochen, was aber nicht bedeutet, dass die zwei Knallchargen dauerhaft in einer freiheitsentziehenden Anstalt entsorgt sind: Der eine darf die Auslandssparte eines Konzerns ruinieren, der andere ist amtierender Landtagspräsident.
Das heißt aber nicht, dass die alten Herrschaften nicht noch immer zu Schnapsideen tendieren. Dieses mal die ganz alten Herrschaften. Diejenigen, die klammheimlich bedauern, dass in Deutschland vor beinahe 100 Jahren die Monarchie abgeschafft wurde. Zwar war der letzte Monarch bei der Bevölkerung sehr beliebt, was aber nicht zwangsläufig die Nachfahren einschließt. Die residieren mittlerweile in einer Gegend, in der die Kühe schöner sind als die Mädchen und meistens auch schlauer als die dortigen Wähler.
Konkret geht es um dieses Gelände:

Eine Lichtung inmitten eines riesigen Waldgebiets. Ein Naherholungsgebiet, teilweise unter Naturschutz. Bisher wird das Gelände hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt, es gibt aber auch Spazierwege, Lehrpfade, ein Ferienheim und im angrenzenden Wald lebt allerlei Viechzeugs. Der Ausblick von dort gen Hügel ist sensationell. In jeglicher Hinsicht ein Filetstück. Es ist aber auch das letzte Stückchen unbebautes Gelände inmitten eines ansonsten eng besiedelten Gebiets.

Nun kam die Württembergerfamilie auf eine grandiose Idee, die noch nicht mal Daimler selbst eingefallen wäre: Sie boten dem Autokonzern das Gelände zum Kauf an, damit die dort eine Teststrecke mitsamt Entwicklungszentrum hinbauen. Mitten rein ins Naturschutzgebiet. Es ist, als würde man das Ding mitten in den Grunewald oder den Englischen Garten bauen wollen. Weshalb sie ein Grundstück verkaufen wollen, das allein historisch schon tief mit der Familie verbunden ist, weiß niemand so recht.
Das schlug zwangsläufig Wellen. Zuerst mal in den Gemeinderäten der Anwohnergemeinden, aber auch bis hinauf in die Landesregierung. Besonders in dem Gemeinderat auf dessen Gemarkung die Fläche liegt polarisierte die Stimmung sehr schnell. Der Bürgermeister, höheren Weihen nicht abhold, äußerte sich als begeisterter Anhänger der Idee und wusste einen Teil des Gemeindesrats hinter sich. Begründung: 300 Arbeitsplätze. Was sie aber besser nicht sagten ist, dass kein einziger neuer Arbeitsplatz entsteht, sondern lediglich aus dem Großwerk her verlagert wird. Der andere Teil des Gemeinderats plus dem überwältigenden Teil der Bevölkerung nannte es was es ist: Eine saudumme Idee, zumal Daimler selbst ganz andere Flächen favorisierte.
Wäre die Geschichte vor einem Jahr aufs Tableau gekommen: Die damalige Verkehrsministerin hätte ganz gönnerhaft von der großartigen Chance für die Region geschwärmt. Nun sind aber die Zeiten anders. Heute geht das nicht mehr und wenigstens Daimler als -auch regional verwurzeltes und aus der Gegend stammendes- Unternehmen hat verstanden, dass es sich nicht wie die Deutsche Bahn gebärden kann und wahrscheinlich sahen sie dort schon die Kohorten marschieren und befürchteten sowas wie S21 reloaded. Oder sie wollten kein zweites Boxberg.
Und dementierten umgehend, dort etwas bauen zu wollen. Schon der Filbinger wollte sich an diesem Wald vergreifen und ist jämmerlich gescheitert. Heute geht das -gottseidank- noch viel weniger.

Das heißt aber nicht, dass die alten Herrschaften nicht noch immer zu Schnapsideen tendieren. Dieses mal die ganz alten Herrschaften. Diejenigen, die klammheimlich bedauern, dass in Deutschland vor beinahe 100 Jahren die Monarchie abgeschafft wurde. Zwar war der letzte Monarch bei der Bevölkerung sehr beliebt, was aber nicht zwangsläufig die Nachfahren einschließt. Die residieren mittlerweile in einer Gegend, in der die Kühe schöner sind als die Mädchen und meistens auch schlauer als die dortigen Wähler.
Konkret geht es um dieses Gelände:

Eine Lichtung inmitten eines riesigen Waldgebiets. Ein Naherholungsgebiet, teilweise unter Naturschutz. Bisher wird das Gelände hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt, es gibt aber auch Spazierwege, Lehrpfade, ein Ferienheim und im angrenzenden Wald lebt allerlei Viechzeugs. Der Ausblick von dort gen Hügel ist sensationell. In jeglicher Hinsicht ein Filetstück. Es ist aber auch das letzte Stückchen unbebautes Gelände inmitten eines ansonsten eng besiedelten Gebiets.

Nun kam die Württembergerfamilie auf eine grandiose Idee, die noch nicht mal Daimler selbst eingefallen wäre: Sie boten dem Autokonzern das Gelände zum Kauf an, damit die dort eine Teststrecke mitsamt Entwicklungszentrum hinbauen. Mitten rein ins Naturschutzgebiet. Es ist, als würde man das Ding mitten in den Grunewald oder den Englischen Garten bauen wollen. Weshalb sie ein Grundstück verkaufen wollen, das allein historisch schon tief mit der Familie verbunden ist, weiß niemand so recht.
Das schlug zwangsläufig Wellen. Zuerst mal in den Gemeinderäten der Anwohnergemeinden, aber auch bis hinauf in die Landesregierung. Besonders in dem Gemeinderat auf dessen Gemarkung die Fläche liegt polarisierte die Stimmung sehr schnell. Der Bürgermeister, höheren Weihen nicht abhold, äußerte sich als begeisterter Anhänger der Idee und wusste einen Teil des Gemeindesrats hinter sich. Begründung: 300 Arbeitsplätze. Was sie aber besser nicht sagten ist, dass kein einziger neuer Arbeitsplatz entsteht, sondern lediglich aus dem Großwerk her verlagert wird. Der andere Teil des Gemeinderats plus dem überwältigenden Teil der Bevölkerung nannte es was es ist: Eine saudumme Idee, zumal Daimler selbst ganz andere Flächen favorisierte.
Wäre die Geschichte vor einem Jahr aufs Tableau gekommen: Die damalige Verkehrsministerin hätte ganz gönnerhaft von der großartigen Chance für die Region geschwärmt. Nun sind aber die Zeiten anders. Heute geht das nicht mehr und wenigstens Daimler als -auch regional verwurzeltes und aus der Gegend stammendes- Unternehmen hat verstanden, dass es sich nicht wie die Deutsche Bahn gebärden kann und wahrscheinlich sahen sie dort schon die Kohorten marschieren und befürchteten sowas wie S21 reloaded. Oder sie wollten kein zweites Boxberg.
Und dementierten umgehend, dort etwas bauen zu wollen. Schon der Filbinger wollte sich an diesem Wald vergreifen und ist jämmerlich gescheitert. Heute geht das -gottseidank- noch viel weniger.

Freitag, 7. Oktober 2011
Querbeetreste
gorillaschnitzel, 00:38h
Man kann ja auch mal Reste verwursten. Das ist wie in der Küche, da muss auch manchmal der Kühlschrank entrestet werden. So auch hier. Es liegen ein paar Fotos rum und ein paar halbgare Geschichten, die aber auch nicht mehr ganz aktuell sind. Darum kriegen Sie nun einmal querbeet serviert.
Wir könnten mal mit etwas für mich erfreulichem beginnen. Etwa folgendem Dialog:
Ich: "Wir könnten uns doch duzen. Ich bin ohnehin der ältere und darf das anbieten."
Sie: "Gerne. Ich bin mir aber nicht sicher, ob du der ältere bist."
Ich: "Nicht? Wie alt bist du denn?"
Sie: "32"
Ich: "Danke"
Sie sehen also: Ich komme nun langsam in ein Alter in dem sich freut, wenn man so grob ein halbes Jahrzehnt jünger gemacht wird.
Übrig ist auch noch einiges von der zweiteiligen Mittelmeertour vom August, aber das ist so lange her, dass wir das im Crashverfahren abhandeln können. Da wäre erstmal die völlig planlose Losfahrerei gen Süden. Die ging dann über Venedig, Triest, Slowenien nach Kroatien, Bosnien, wieder Kroatien, nochmal kurz Bosnien, erneut Kroatien bis Montenegro, wo mir dann eingefallen ist, dass ich die gesamte Strecke auch wieder zurückfahren muss und dass dies doch ziemlich weit ist und der kroatische Grenzbeamte nach der 5. Wiedereinreise nach Kroatien nur noch den Kopf geschüttelt hat, weil er im Pass immer weiter nach hinten blättern musste, dabei kann ich nix für diese balkanische Kleinstaaterei. Immerhin gefiel ihm das chinesische Visum.

Aber meine kleinen Highlights bringe ich nun doch auf die Schnelle. Da wäre erstmal die Biennale in Venedig, der einzige Grund überhaupt, Anfang August Venedig aufsuchen zu wollen. Aber wo ich den Text ganz spontan runterschreibe, habe ich mich soeben umentschieden und das in einem extra Beitrag zu bringen. Wäre schade, wenn das völlig unterginge.

Und dann wäre da Split. Eine ziemlich schöne Stadt mit römischem Palast und der ältesten Ultravereinigung, die der Fußball kennt. Die Torcida hat einen enormen Einfluss auf den Verein, ihre Graffiti ziehen sich entlang der gesamten kroatischen Adriaküste und deren Mitglieder sind -freundlich gesagt- reichlich fanatisch und nationalistisch. Da werden Spiele gegen Roter Stern Belgrad zuKriegseinsätzen Sicherheitskräftegroßeinsätzen und man darf froh sein, dass die beiden Vereine nicht mehr in derselben Liga spielen.

Jetzt sind wir in Dubrovnik. Dubrovnik ist wow. Sehr wow. Genauso überlaufen wie Venedig, aber trotzdem wow. So schaut es von oben aus:
Wenn Sie mal in Dubrovnik sein sollten, dann müssen Sie unbedingt zu War Photo Ltd., einer richtig guten Ausstellung über Photographie in Kriegsgebieten. Das ist beeindruckend, überwältigend und ich könnte da phototechnisch meistens eher nicht draufhalten, ich habe da eine natürliche Hemmschwelle was das angeht. Ich konnte noch nicht mal Pfeffersprayopfer des 30.09.2010 im Stuttgarter Schloßpark ablichten.

Kuriositäten finden sich natürlich auch überall. Beispielsweise äußerst kuriose Autokennzeichen. Wenn Sie bitte mal etwas näher an den Bildschirm rücken würden:


Im Kleingedruckten dort steht "California", so das Ihre Sehnerven nicht mitmachen.
Wir könnten auch mal die Friedhöfe berücksichtigen. In welchem Land ich auch bin, schaue ich mir wenn möglich Friedhöfe an. Wahrscheinlich ein Hauch von Nekrophilie. Oder so. Balkanfriedhöfe sind wirklich kurios. Einerseits gibt es da die Praxis, ausgehobene Gräber einfach leer und offen zu lassen, weshalb ich Ihnen dringend davon abrate, sich auf dem Balkan nachts auf Friedhöfen rumzutreiben und wenn doch, sollten Sie dringend für eine ordentliche Beleuchtung sorgen.
Und dann hätten wir da noch einen Grabstein, den Sie sich auch mal etwas genauer anschauen könnten. Wenn Sie das tun, dann wird Ihnen auffallen, dass die Eheleute Obradovic noch gar nicht verstorben sind, sondern noch quietschfidel und munter sich des Lebens erfreuen. Das künftige Grab mitsamt Fotos von Bogdan und Dragica gibts aber schon.
Wo ich das grade so runterschreibe, bemerke ich, dass das nun doch etwas länger wird, aber Sie kennen das sicher, dieses Sich-nicht-bremsen-können-und-alles-reinpacken-müssen und wenn Sie es nicht von sich selbst kennen, dann kennen Sie das von mir und dann wissen Sie auch, dass wir da nun beide durch müssen, Sie lesenderweise, ich schreibenderweise und ich weiß nun ehrlich gesagt auch nicht, wen von uns beiden ich nun mehr bedauern soll, wenngleich ich anfügen möchte, nicht unbedingt zu Selbstmitleid neigen zu wollen und ich daher eher dazu tendiere, Mitgefühl mit Ihnen haben zu wollen.

Wir machen es nun kurz. Rückfahrtstopp war dann am Chiemsee, einer wundervollen Gegend, die ich bis dahin eher im Vorbeifahren kennengelernt hatte und die mich dann aber zu einem ungeplanten Zwangsaufenthalt infolge akuter Intoxikation zwang. Schuld daran waren verwandtschaftliche Bande, dem es noch viel schlimmer erging als mir, weil er im Gegensatz zu mir arbeiten musste. So siehts am Chiemsee aus:

Die zweite Augusthälfte war dann Ligurien und die Mittelmeerküste bis Monaco, aber das wissen Sie ja schon. Das ist eine ebenso schöne Gegend, aber etwas anders als die Adriaküste, weil Ligurien im Grunde nur ein sehr schmaler Küstenstreifen ist und dann gleich die Täler und die Berge losgehen. Manchmal ist der Streifen grade mal ein paar Dutzend Meter breit.

Ich mag diese Kombination allerdings sehr. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass meine Affinität Meer gegenüber extrem groß ist, weil ich so grob 8 Autostunden vom Meer entfernt wohne, ganz egal, in welche Richtung ich mich bewege, ich aber auch Berge mag, weil ich zwischen den Bergen aufgewaxxen bin. Beides zu haben. Schön.

Ganz freiwillig war diese Reise zwar nicht, aber es gibt wirklich schlechtere Arbeitsplätze als zwischen Olivenhainen und Weinbergen mit Meerblick. Zudem beinahe schon entspannend.

Und dann musste ich mich neulich schwer beherrschen. Sie ahnen ja gar nicht, wieviel Anstrengung es bedarf nicht in schallendes Gelächter auszubrechen, wenn Sie vor Indios stehen, die mitten aus den allertiefsten Tiefen des peruanischen Urwalds kommen und Ihnen erklären, dass sie Heinz und Helga heißen und sich dies auch noch als wahr herausstellt.

Und wo ich mit einem Dialog begonnen habe, ende ich steigernderweise mit einem "Trialog" zweier Kinder mit mir und der ging so:
Kind A zu Kind B: "Ich bin aus der Türkei und du?"
Kind B, immer etwas langsamer in allem, guckt nur. Ich will helfen:
"Er stammt aus dem Libanon"
Kind B schaut mich fragend an und sagt dann: "Nö. Ick bin ein Berlina"
Und dann erklärense ihm mal, weshalb Sie sich scheckig lachen, wenn er keine Ahnung von Kennedy hat.
Wir könnten mal mit etwas für mich erfreulichem beginnen. Etwa folgendem Dialog:
Ich: "Wir könnten uns doch duzen. Ich bin ohnehin der ältere und darf das anbieten."
Sie: "Gerne. Ich bin mir aber nicht sicher, ob du der ältere bist."
Ich: "Nicht? Wie alt bist du denn?"
Sie: "32"
Ich: "Danke"
Sie sehen also: Ich komme nun langsam in ein Alter in dem sich freut, wenn man so grob ein halbes Jahrzehnt jünger gemacht wird.
Übrig ist auch noch einiges von der zweiteiligen Mittelmeertour vom August, aber das ist so lange her, dass wir das im Crashverfahren abhandeln können. Da wäre erstmal die völlig planlose Losfahrerei gen Süden. Die ging dann über Venedig, Triest, Slowenien nach Kroatien, Bosnien, wieder Kroatien, nochmal kurz Bosnien, erneut Kroatien bis Montenegro, wo mir dann eingefallen ist, dass ich die gesamte Strecke auch wieder zurückfahren muss und dass dies doch ziemlich weit ist und der kroatische Grenzbeamte nach der 5. Wiedereinreise nach Kroatien nur noch den Kopf geschüttelt hat, weil er im Pass immer weiter nach hinten blättern musste, dabei kann ich nix für diese balkanische Kleinstaaterei. Immerhin gefiel ihm das chinesische Visum.

Aber meine kleinen Highlights bringe ich nun doch auf die Schnelle. Da wäre erstmal die Biennale in Venedig, der einzige Grund überhaupt, Anfang August Venedig aufsuchen zu wollen. Aber wo ich den Text ganz spontan runterschreibe, habe ich mich soeben umentschieden und das in einem extra Beitrag zu bringen. Wäre schade, wenn das völlig unterginge.

Und dann wäre da Split. Eine ziemlich schöne Stadt mit römischem Palast und der ältesten Ultravereinigung, die der Fußball kennt. Die Torcida hat einen enormen Einfluss auf den Verein, ihre Graffiti ziehen sich entlang der gesamten kroatischen Adriaküste und deren Mitglieder sind -freundlich gesagt- reichlich fanatisch und nationalistisch. Da werden Spiele gegen Roter Stern Belgrad zu

Jetzt sind wir in Dubrovnik. Dubrovnik ist wow. Sehr wow. Genauso überlaufen wie Venedig, aber trotzdem wow. So schaut es von oben aus:
Wenn Sie mal in Dubrovnik sein sollten, dann müssen Sie unbedingt zu War Photo Ltd., einer richtig guten Ausstellung über Photographie in Kriegsgebieten. Das ist beeindruckend, überwältigend und ich könnte da phototechnisch meistens eher nicht draufhalten, ich habe da eine natürliche Hemmschwelle was das angeht. Ich konnte noch nicht mal Pfeffersprayopfer des 30.09.2010 im Stuttgarter Schloßpark ablichten.

Kuriositäten finden sich natürlich auch überall. Beispielsweise äußerst kuriose Autokennzeichen. Wenn Sie bitte mal etwas näher an den Bildschirm rücken würden:


Im Kleingedruckten dort steht "California", so das Ihre Sehnerven nicht mitmachen.
Wir könnten auch mal die Friedhöfe berücksichtigen. In welchem Land ich auch bin, schaue ich mir wenn möglich Friedhöfe an. Wahrscheinlich ein Hauch von Nekrophilie. Oder so. Balkanfriedhöfe sind wirklich kurios. Einerseits gibt es da die Praxis, ausgehobene Gräber einfach leer und offen zu lassen, weshalb ich Ihnen dringend davon abrate, sich auf dem Balkan nachts auf Friedhöfen rumzutreiben und wenn doch, sollten Sie dringend für eine ordentliche Beleuchtung sorgen.
Und dann hätten wir da noch einen Grabstein, den Sie sich auch mal etwas genauer anschauen könnten. Wenn Sie das tun, dann wird Ihnen auffallen, dass die Eheleute Obradovic noch gar nicht verstorben sind, sondern noch quietschfidel und munter sich des Lebens erfreuen. Das künftige Grab mitsamt Fotos von Bogdan und Dragica gibts aber schon.
Wo ich das grade so runterschreibe, bemerke ich, dass das nun doch etwas länger wird, aber Sie kennen das sicher, dieses Sich-nicht-bremsen-können-und-alles-reinpacken-müssen und wenn Sie es nicht von sich selbst kennen, dann kennen Sie das von mir und dann wissen Sie auch, dass wir da nun beide durch müssen, Sie lesenderweise, ich schreibenderweise und ich weiß nun ehrlich gesagt auch nicht, wen von uns beiden ich nun mehr bedauern soll, wenngleich ich anfügen möchte, nicht unbedingt zu Selbstmitleid neigen zu wollen und ich daher eher dazu tendiere, Mitgefühl mit Ihnen haben zu wollen.

Wir machen es nun kurz. Rückfahrtstopp war dann am Chiemsee, einer wundervollen Gegend, die ich bis dahin eher im Vorbeifahren kennengelernt hatte und die mich dann aber zu einem ungeplanten Zwangsaufenthalt infolge akuter Intoxikation zwang. Schuld daran waren verwandtschaftliche Bande, dem es noch viel schlimmer erging als mir, weil er im Gegensatz zu mir arbeiten musste. So siehts am Chiemsee aus:

Die zweite Augusthälfte war dann Ligurien und die Mittelmeerküste bis Monaco, aber das wissen Sie ja schon. Das ist eine ebenso schöne Gegend, aber etwas anders als die Adriaküste, weil Ligurien im Grunde nur ein sehr schmaler Küstenstreifen ist und dann gleich die Täler und die Berge losgehen. Manchmal ist der Streifen grade mal ein paar Dutzend Meter breit.

Ich mag diese Kombination allerdings sehr. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass meine Affinität Meer gegenüber extrem groß ist, weil ich so grob 8 Autostunden vom Meer entfernt wohne, ganz egal, in welche Richtung ich mich bewege, ich aber auch Berge mag, weil ich zwischen den Bergen aufgewaxxen bin. Beides zu haben. Schön.

Ganz freiwillig war diese Reise zwar nicht, aber es gibt wirklich schlechtere Arbeitsplätze als zwischen Olivenhainen und Weinbergen mit Meerblick. Zudem beinahe schon entspannend.

Und dann musste ich mich neulich schwer beherrschen. Sie ahnen ja gar nicht, wieviel Anstrengung es bedarf nicht in schallendes Gelächter auszubrechen, wenn Sie vor Indios stehen, die mitten aus den allertiefsten Tiefen des peruanischen Urwalds kommen und Ihnen erklären, dass sie Heinz und Helga heißen und sich dies auch noch als wahr herausstellt.

Und wo ich mit einem Dialog begonnen habe, ende ich steigernderweise mit einem "Trialog" zweier Kinder mit mir und der ging so:
Kind A zu Kind B: "Ich bin aus der Türkei und du?"
Kind B, immer etwas langsamer in allem, guckt nur. Ich will helfen:
"Er stammt aus dem Libanon"
Kind B schaut mich fragend an und sagt dann: "Nö. Ick bin ein Berlina"
Und dann erklärense ihm mal, weshalb Sie sich scheckig lachen, wenn er keine Ahnung von Kennedy hat.
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Street Art. Hier.
gorillaschnitzel, 01:57h




Montag, 3. Oktober 2011
....omanandgriechen...
gorillaschnitzel, 20:36h
So ein Haushalt ist immer nur ein Haushalt, ganz egal ob im Großen wie im kleinen. Griechenland oder das eigene Budget: Es verhält sich grob ähnlich. Und damit man mal einen näheren Eindruck bekommt, übertragen wir die griechische Malaise einfach mal auf Ihren privaten Haushalt.
Sie haben ein nettes kleines Häuschen mit schönem Garten. Es ist nicht das größte Häuschen in der Nachbarschaft, aber die Nachbarn kommen gern, weil Sie direkt am Wasser wohnen. Reich sind Sie nicht, den Nachbarn geht es wesentlich besser, aber Sie kommen mit Ihrem Geschäft -einem Gebrauchtwagen- und Altmetallhandel- über die Runden. Nun braucht man hin und wieder mal einen Kredit weil man irgendwas anschaffen will oder muss und man grade aber nicht so recht flüssig ist. Sie nehmen einen solchen auf und merken, dass es gar nicht so schlimm ist, irgendwie kriegt man das ja hin mit den Raten.
Sie beginnen nun, nochmals einen Kredit aufzunehmen, weil Sie sich noch mehr leisten möchten. Sie gehen nun ins Theater auf Kredit und schaffen sich ein neues Auto auf Kredit an. Eine neue Wohnzimmergarnitur braucht's und die ganze Nachbarschaft hat schon Flachbildschirme, nur Sie nicht. Weil die Nachbarschaft sehr gerne vorbeischaut, brauchen Sie nun auch Personal: Einen Gärtner, einen Koch und einen Kellner. Dem Gärtner zahlen Sie beste Löhne und gewähren großzügig Urlaub, während der Kellner auf das Trinkgeld angewiesen ist und der Koch verdient, was so ein Koch eben üblicherweise verdient. Weil aber die Nachbarn nicht genug da lassen um das Personal zu zahlen -das Restaurant arbeitet defizitär und der Garten bringt überhaupt nichts ein-, leben Sie längst über Ihre Verhältnisse.
Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht weiter tragisch, weil die Bank nicht so genau hinschaut und wenn sie es doch tut, sich mit einer Schwindelei beruhigen lässt. Irgendwann aber beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen. Mittlerweile stehen Ihre Einnahmen in keinerlei Verhältnis mehr zu Ihren Ausgaben und Ihre vielen Kredite kriegen Sie nur noch dadurch abgestottert, indem Sie neue Kredite aufnehmen. Als die Bank bemerkt, dass Sie sie immer wieder angeschwindelt haben und Sie nicht mehr in der Lage sind, Raten zurückzuzahlen, erhöht Sie Ihnen die Zinsen dramatisch und warnt alle anderen Geldinstitute vor Geschäften mit Ihnen. Kurz: Sie sind nun dick und fett schufagebrandmarkt und so gut wie bankrott.
Das ist die Stunde der Nachbarn. Weil die nämlich in allerlei Geschäftsbeziehungen mit Ihnen stehen, erklären die sich bereit, Ihnen auch weiterhin Geld zu pumpen. Gleichzeitig verlangen sie aber, dass Sie sich in Ihrer Spendierlaune etwas bremsen und bei den Angestellten etwas sparen. Daraufhin kürzen Sie dem Koch das Gehalt um 20% und verlangen vom Trinkgeld des Kellners eine 10%ige Abgabe. Der Gärtner kriegt die Ostergratifikation gestrichen und soll auch 20% weniger verdienen, weigert sich aber und kassiert weiterhin den üblichen Lohn, weil in Ihrer Familie nicht alle begeistert von der neuen Haushalterei sind und Ihr Sohn heimlich weitermacht wie bisher. Sie selbst beschließen, nicht mehr Mittwochslotto zu spielen und so etwas Geld einzusparen. Außerdem kündigen Sie ein Zeitschriftenabonnement. Ansonsten behalten Sie Ihre Ausgaben im Auge und hoffen inständig, dass demnäxxt wieder ein paar Autos rausgehen.
Aber es läuft nicht so recht. Der Koch ist stinkesauer, der Kellner auch und dem Gärtner ist nicht mehr zu trauen. Autos kauft keiner, es ist ohnehin alles abgewrackt und den Nachbarn ging es finanziell auch schon besser. Eines Tages sollen Sie nun wieder mal eine Rate zurückzahlen. Können Sie aber nicht. Weil Sie mittlerweile fast doppelt soviel Schulden haben als Ihre Hütte überhaupt wert ist. Wieder müssen Sie zu den Nachbarn. Das ist zwar peinlich, aber schließlich sind die ja auch am Gebrauchtwagenhandel beteiligt und wenn der erstmal den Bach runter ist, sehen die ihre erste Tranche überhaupt nie mehr.
Die Nachbarn, denen finanziell das Wasser teilweise auch mächtig bis zum Hals steht, erklären sich nun nochmal bereit, Ihnen Geld zu geben, weil die Banken Ihnen schon lange nichts mehr geben. Aber sie verteilen intern auch schon das noch vorhandene Tafelsilber und verlangen auch noch mehr Sparbemühungen. Also beschließen Sie, nicht mehr zu tanken und Ihren Kindern die Autoschlüssel abzunehmen. Dadurch kommen diese zwar nicht mehr zu Arbeit und werden gekündigt, aber der Fuhrpark ist nun finanziell deutlich entlastet. Dem Koch streichen Sie nun jeglichen Urlaub und der Kellner muss sein gesamtes Trinkgeld an Sie abführen. Hierzu stellen Sie Ihren Sohn zur Kontrolle ab. Leider macht der Sohn mit dem Kellner gemeinsame Sache und es kommt nur ein Bruchteil des Trinkgelds bei Ihnen an. Der Rest verschwindet in den Taschen des Sohns und des Kellners. Sie überlegen derweil, Besteck zu verkaufen, um wieder flüssig zu sein. Ihren Gärtner haben Sie entlassen, aber der weigert sich zu gehen.
Und nun sind Sie immer noch mächtig verschuldet, haben keine Geschäftsidee, kein Geld -außer geliehenenem-, kaum Einkommen und zudem nur noch stinkesaure Angestellte. Wie es weitergehen wird, das wissen Sie nicht. In jedem Fall aber bleiben Sie optimistisch und versprechen das blaue vom Himmel, weil sonst die Nachbarn mißtrauisch werden könnten.
Sie haben ein nettes kleines Häuschen mit schönem Garten. Es ist nicht das größte Häuschen in der Nachbarschaft, aber die Nachbarn kommen gern, weil Sie direkt am Wasser wohnen. Reich sind Sie nicht, den Nachbarn geht es wesentlich besser, aber Sie kommen mit Ihrem Geschäft -einem Gebrauchtwagen- und Altmetallhandel- über die Runden. Nun braucht man hin und wieder mal einen Kredit weil man irgendwas anschaffen will oder muss und man grade aber nicht so recht flüssig ist. Sie nehmen einen solchen auf und merken, dass es gar nicht so schlimm ist, irgendwie kriegt man das ja hin mit den Raten.
Sie beginnen nun, nochmals einen Kredit aufzunehmen, weil Sie sich noch mehr leisten möchten. Sie gehen nun ins Theater auf Kredit und schaffen sich ein neues Auto auf Kredit an. Eine neue Wohnzimmergarnitur braucht's und die ganze Nachbarschaft hat schon Flachbildschirme, nur Sie nicht. Weil die Nachbarschaft sehr gerne vorbeischaut, brauchen Sie nun auch Personal: Einen Gärtner, einen Koch und einen Kellner. Dem Gärtner zahlen Sie beste Löhne und gewähren großzügig Urlaub, während der Kellner auf das Trinkgeld angewiesen ist und der Koch verdient, was so ein Koch eben üblicherweise verdient. Weil aber die Nachbarn nicht genug da lassen um das Personal zu zahlen -das Restaurant arbeitet defizitär und der Garten bringt überhaupt nichts ein-, leben Sie längst über Ihre Verhältnisse.
Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht weiter tragisch, weil die Bank nicht so genau hinschaut und wenn sie es doch tut, sich mit einer Schwindelei beruhigen lässt. Irgendwann aber beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen. Mittlerweile stehen Ihre Einnahmen in keinerlei Verhältnis mehr zu Ihren Ausgaben und Ihre vielen Kredite kriegen Sie nur noch dadurch abgestottert, indem Sie neue Kredite aufnehmen. Als die Bank bemerkt, dass Sie sie immer wieder angeschwindelt haben und Sie nicht mehr in der Lage sind, Raten zurückzuzahlen, erhöht Sie Ihnen die Zinsen dramatisch und warnt alle anderen Geldinstitute vor Geschäften mit Ihnen. Kurz: Sie sind nun dick und fett schufagebrandmarkt und so gut wie bankrott.
Das ist die Stunde der Nachbarn. Weil die nämlich in allerlei Geschäftsbeziehungen mit Ihnen stehen, erklären die sich bereit, Ihnen auch weiterhin Geld zu pumpen. Gleichzeitig verlangen sie aber, dass Sie sich in Ihrer Spendierlaune etwas bremsen und bei den Angestellten etwas sparen. Daraufhin kürzen Sie dem Koch das Gehalt um 20% und verlangen vom Trinkgeld des Kellners eine 10%ige Abgabe. Der Gärtner kriegt die Ostergratifikation gestrichen und soll auch 20% weniger verdienen, weigert sich aber und kassiert weiterhin den üblichen Lohn, weil in Ihrer Familie nicht alle begeistert von der neuen Haushalterei sind und Ihr Sohn heimlich weitermacht wie bisher. Sie selbst beschließen, nicht mehr Mittwochslotto zu spielen und so etwas Geld einzusparen. Außerdem kündigen Sie ein Zeitschriftenabonnement. Ansonsten behalten Sie Ihre Ausgaben im Auge und hoffen inständig, dass demnäxxt wieder ein paar Autos rausgehen.
Aber es läuft nicht so recht. Der Koch ist stinkesauer, der Kellner auch und dem Gärtner ist nicht mehr zu trauen. Autos kauft keiner, es ist ohnehin alles abgewrackt und den Nachbarn ging es finanziell auch schon besser. Eines Tages sollen Sie nun wieder mal eine Rate zurückzahlen. Können Sie aber nicht. Weil Sie mittlerweile fast doppelt soviel Schulden haben als Ihre Hütte überhaupt wert ist. Wieder müssen Sie zu den Nachbarn. Das ist zwar peinlich, aber schließlich sind die ja auch am Gebrauchtwagenhandel beteiligt und wenn der erstmal den Bach runter ist, sehen die ihre erste Tranche überhaupt nie mehr.
Die Nachbarn, denen finanziell das Wasser teilweise auch mächtig bis zum Hals steht, erklären sich nun nochmal bereit, Ihnen Geld zu geben, weil die Banken Ihnen schon lange nichts mehr geben. Aber sie verteilen intern auch schon das noch vorhandene Tafelsilber und verlangen auch noch mehr Sparbemühungen. Also beschließen Sie, nicht mehr zu tanken und Ihren Kindern die Autoschlüssel abzunehmen. Dadurch kommen diese zwar nicht mehr zu Arbeit und werden gekündigt, aber der Fuhrpark ist nun finanziell deutlich entlastet. Dem Koch streichen Sie nun jeglichen Urlaub und der Kellner muss sein gesamtes Trinkgeld an Sie abführen. Hierzu stellen Sie Ihren Sohn zur Kontrolle ab. Leider macht der Sohn mit dem Kellner gemeinsame Sache und es kommt nur ein Bruchteil des Trinkgelds bei Ihnen an. Der Rest verschwindet in den Taschen des Sohns und des Kellners. Sie überlegen derweil, Besteck zu verkaufen, um wieder flüssig zu sein. Ihren Gärtner haben Sie entlassen, aber der weigert sich zu gehen.
Und nun sind Sie immer noch mächtig verschuldet, haben keine Geschäftsidee, kein Geld -außer geliehenenem-, kaum Einkommen und zudem nur noch stinkesaure Angestellte. Wie es weitergehen wird, das wissen Sie nicht. In jedem Fall aber bleiben Sie optimistisch und versprechen das blaue vom Himmel, weil sonst die Nachbarn mißtrauisch werden könnten.
Dienstag, 27. September 2011
Schmal, schmaler, am schmalsten
gorillaschnitzel, 01:39h
Die Kroaten mögen vieles können. Super Olivenöl, Kicken tun sie auch passabel, Handball geht auch und die Krawatte haben sie angeblich auch erfunden.
Das da aber,

das ist eine glatte Lüüüüsche. 43 cm! Pah! Es geht schmaler
Das da aber,

das ist eine glatte Lüüüüsche. 43 cm! Pah! Es geht schmaler
Mittwoch, 21. September 2011
Panorama: Ligurien
gorillaschnitzel, 02:00h
Dienstag, 20. September 2011
Sagt der Rösler,
gorillaschnitzel, 02:12h
in Bezug auf seine Partei, dass sein Heimatverein (Hannover 96) gegen den amtierenden Meister (Borussia Dortmund) in letzter Minute das Spiel gedreht habe und sich die FDP jetzt grade erst zu Beginn der zweiten Spielhälfte befinde....
....dann heißt das schlicht: Die FDP wird jetzt erstmal durch ein sehr langes Tal der Tränen gehen.
Immerhin lag die FDP in Berlin noch vor der Tierschutzpartei.
....dann heißt das schlicht: Die FDP wird jetzt erstmal durch ein sehr langes Tal der Tränen gehen.
Immerhin lag die FDP in Berlin noch vor der Tierschutzpartei.
Freitag, 16. September 2011
Es gibt Leute, bei denen ich mir die Wiedereinführung des öffentlichen Prangers wünsche
gorillaschnitzel, 22:54h
Moppelmappus ist gottseidank im politischen Orkus entsorgt. Nun kommen so langsam all ein paar der Sauereien raus, die sich diese Spätzle-Mafia geleistet hat.
Da wäre beispielsweise die EnBW-Geschichte. Zur Erinnerung: Die Landesanteile wurden vor 10 Jahren an die Franzosen von EdF verscheuert und Ende letzten Jahres kam dann Moppelmappus auf die grandiose Idee, den ganzen Mist wieder etwas teurer zurückzukaufen. Ganz als lupenreiner Demokrat natürlich vorbei am Parlament; noch nicht einmal das eigene Kabinett war eingeweiht, vom damaligen Finanzminister mal abgesehen. 4,7 Milliarden -ungefähr die Summe, die S21 angeblich kosten soll- knallt ein Einzelner via Kredit auf den Tisch, die anfallenden Zinsen von 110 Millionen pro Jahr sollten aus der Dividende erwirtschaftet werden. Dazu dann noch eine Landesbürgschaft von 5,9 Milliarden zur Kreditsicherung und der geplanten Übernahme von noch mehr Aktien. Eine wirklich grandiose Rechnung, die aber sowas von überhaupt nicht aufgeht.
Weil so eine Dividende eben nur dann ausbezahlt wird, wenn es was zu verteilen gibt. Tut es aber nicht. Stattdessen hat die EnBW im ersten Halbjahr 2011 einen fetten Verlust von 590 Millionen eingefahren, die Aktie hat ein Viertel ihres Werts verloren. Weder 2011 noch 2012 (und wohl auch später nicht) gibt es die erwartete Dividende und deshalb muss das Land Baden-Württemberg für den Kredit aufkommen, oder besser gesagt: Wir alle hier.
Es kommt aber noch besser: Nun verlangt die EnBW gar noch Geld vom Land. Es geht um die schlappe Summe von 800 Millionen.
Das alles zusammengenommen sollte nun ja eigentlich reichen, um Moppelmappus belangen zu können. Sollte man meinen. Reicht aber nicht. Weshalb?
Sethos hatte unmittelbar nach der Wahl prophezeit, dass nun die Aktenshredder heißlaufen werden. Was soll man sagen? Untote Altägypter müssen in so einem Fall richtig liegen, allein schon weil es untote Altägypter sind. Und so wurde mächtig geshreddert.
Sämtliche Akten betreffs des EnBW-Deals: Weg. Schnipsel. Altpapier. Man hätte dann wenigstens gerne, dass sich der Idiot an dem Schaden beteiligt, den er angezettelt hat. Tut er aber nicht, weil er ganz weit weg entschwindet, was aber auch ganz gut ist. Je weiter und schneller, je besser. Magadan hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache weg. Schade nur um Merck Brasil.
Da wäre beispielsweise die EnBW-Geschichte. Zur Erinnerung: Die Landesanteile wurden vor 10 Jahren an die Franzosen von EdF verscheuert und Ende letzten Jahres kam dann Moppelmappus auf die grandiose Idee, den ganzen Mist wieder etwas teurer zurückzukaufen. Ganz als lupenreiner Demokrat natürlich vorbei am Parlament; noch nicht einmal das eigene Kabinett war eingeweiht, vom damaligen Finanzminister mal abgesehen. 4,7 Milliarden -ungefähr die Summe, die S21 angeblich kosten soll- knallt ein Einzelner via Kredit auf den Tisch, die anfallenden Zinsen von 110 Millionen pro Jahr sollten aus der Dividende erwirtschaftet werden. Dazu dann noch eine Landesbürgschaft von 5,9 Milliarden zur Kreditsicherung und der geplanten Übernahme von noch mehr Aktien. Eine wirklich grandiose Rechnung, die aber sowas von überhaupt nicht aufgeht.
Weil so eine Dividende eben nur dann ausbezahlt wird, wenn es was zu verteilen gibt. Tut es aber nicht. Stattdessen hat die EnBW im ersten Halbjahr 2011 einen fetten Verlust von 590 Millionen eingefahren, die Aktie hat ein Viertel ihres Werts verloren. Weder 2011 noch 2012 (und wohl auch später nicht) gibt es die erwartete Dividende und deshalb muss das Land Baden-Württemberg für den Kredit aufkommen, oder besser gesagt: Wir alle hier.
Es kommt aber noch besser: Nun verlangt die EnBW gar noch Geld vom Land. Es geht um die schlappe Summe von 800 Millionen.
Das alles zusammengenommen sollte nun ja eigentlich reichen, um Moppelmappus belangen zu können. Sollte man meinen. Reicht aber nicht. Weshalb?
Sethos hatte unmittelbar nach der Wahl prophezeit, dass nun die Aktenshredder heißlaufen werden. Was soll man sagen? Untote Altägypter müssen in so einem Fall richtig liegen, allein schon weil es untote Altägypter sind. Und so wurde mächtig geshreddert.
Sämtliche Akten betreffs des EnBW-Deals: Weg. Schnipsel. Altpapier. Man hätte dann wenigstens gerne, dass sich der Idiot an dem Schaden beteiligt, den er angezettelt hat. Tut er aber nicht, weil er ganz weit weg entschwindet, was aber auch ganz gut ist. Je weiter und schneller, je besser. Magadan hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache weg. Schade nur um Merck Brasil.
Dienstag, 13. September 2011
my way to work
gorillaschnitzel, 02:34h
Ja, die Scheibe ist dreckig und ich kann Ihnen auch sagen, dass das an diesem blöden Katzenviech aus der Nachbarschaft liegt, das sich nächtens auf der Karre Bella Macchina verlustiert.
Nein, ich arbeite nicht im Einzelhandel. Das Gelände unterliegt lediglich nicht der Parkraumbewirtschaftung (<-- ein tolles Wort, das so nur im Deutschen möglich ist) und dort gibt es Gratisparken.
Nein, ich arbeite nicht im Einzelhandel. Das Gelände unterliegt lediglich nicht der Parkraumbewirtschaftung (<-- ein tolles Wort, das so nur im Deutschen möglich ist) und dort gibt es Gratisparken.
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