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Samstag, 30. Juli 2011
Weg
gorillaschnitzel, 18:51h
Weil dieser Juli in Wirklichkeit allenfalls ein schlechter April ist und weil es bei mir jahrelange Augusttradition ist:
Ich bin dann mal weg. Wohin? Keine Ahnung, erstmal wahrscheinlich ein bißchen Kunst kucken, danach lasse ich mich irgendwohin treiben wo das Wetter hoffentlich besser ist...
Schöne Zeit euch allen und bis bald.
(....und merke grade, dass dieses Blog jetzt 1999 Tage online ist....hoppala, die Zeit vergeht. Morgen 2000, aber da ist Kunst, aber das passt auch.)
Ich bin dann mal weg. Wohin? Keine Ahnung, erstmal wahrscheinlich ein bißchen Kunst kucken, danach lasse ich mich irgendwohin treiben wo das Wetter hoffentlich besser ist...
Schöne Zeit euch allen und bis bald.
(....und merke grade, dass dieses Blog jetzt 1999 Tage online ist....hoppala, die Zeit vergeht. Morgen 2000, aber da ist Kunst, aber das passt auch.)
Donnerstag, 28. Juli 2011
Kaufe Buhstabe
gorillaschnitzel, 13:39h

Dienstag, 26. Juli 2011
Ein bißchen Ideologie
gorillaschnitzel, 03:12h
Na gut, in politischer Theorie bin ich nicht so wirklich firm. Aber ich kann lesen und im kapieren bin ich wiederum nicht so schlecht und darum hätte ich mal jemanden der mir erklärt, worin die ideologischen Unterschiede zwischen Thilo Sarrazin und Anders Behring Breivik liegen. Ich habe die ehrlich gesagt nicht verstanden. Oder gibt es da gar keine?
Nur mal nebenbei wette ich an dieser Stelle, dass ich Sätze der beiden einstellen kann und Sie nicht wissen, von wem der beiden Hornoxxen die jetzt stammen
Nur mal nebenbei wette ich an dieser Stelle, dass ich Sätze der beiden einstellen kann und Sie nicht wissen, von wem der beiden Hornoxxen die jetzt stammen
Montag, 25. Juli 2011
Das Tal
gorillaschnitzel, 01:25h
Es ist ein enges Tal. Enge Täler haben den Nachteil, dass wenig Licht hineinkommt und es später hell und früher dunkel wird. Sie haben den Vorteil, von bewaldeten Wänden umgeben zu sein, die ihre Tapete entlang der Jahreszeit wechseln und mal grün, mal bunt, mal braun, mal weiß sind.
Dafür, dass es nicht so wirklich seine Hochburg ist wurde er sehr freundlich empfangen und ich bin wirklich froh, ihn zu sehen und nicht das wurstige Mopsgesicht mit den Schweinebäckchen
Enge Täler produzieren aber auch häufig engstirnige Menschen, deren Horizont endet, wo das Tal weiter wird, weshalb die meisten irgendwann mal das enge Tal verlassen, wie ich es auch getan habe. Nicht allein wegen der Engstirnigen, aber durchaus auch. Wegen Typen wie diesem Hampelmann in grün, der mich nicht die 200 Meter Straße zu meinem ganz persönlichen Parkplatz fahren lassen wollte und auch mein Kompromissangebot im näxxten freien Parkplatz einzuparken ablehnte. Es wären -ungelogen- 3 Meter gewesen. Es endete dann damit, dass ich ihn verdattert stehen ließ und einfach durch seine Sperre durchgefahren bin, er das umgehend per Funk petzen musste, was aber auch sein gutes hat, weil er so nicht gehört hat, dass ich -ihn duzend- im Vorbeifahren einen kleinkarierten Uniformfurzer genannt habe.
Stilecht und richtig traditionell wäre barfuß übers frisch gemähte Stoppelfeld mitsamt blutigen Füßen. In neuen Zeiten gehts auch in Turnschuhen übern Kunstrasen
Ich kehre trotzdem gerne in das enge Tal zurück. Das liegt daran, dass es dahin noch Beziehungen gibt und es liegt auch daran, dass es dort ein paar wirklich schöne Plätze mit grandiosem Blick gibt und ich das einfach mag. Man kann dort unendlich wandern und Photos machen bis der Akku leer ist.
Es gibt einen Tag, da kehren alle zurück in das enge Tal, auch wenn sie sonst nie zurückkehren und wahrscheinlich versteht man das auch nur, wenn man in dem engen Tal aufgewaxxen ist. Ein Tag alle zwei Jahre ist sowas wie Nationalfeiertag und dann trifft man all die anderen Andreasse, Stefans, Thomasse und Michaels wieder, die sich mittlerweile in die ganze Welt zerstreut haben, mit denen man aber den gleichen Klassenraum geteilt hat.

Ich kann es eigentlich nicht so recht erklären weil mir sonst der Volksmusikklimbimkladderadatsch völlig abgeht. Das ist für mich ansonsten so interessant wie Hühnerkacke in Papua-Neuguinea. Aber das muss eben sein.

Es mag vielleicht damit zusammenhängen, dass viele von uns -mich eingeschlossen- heute ein völlig anderes Leben führen und insgeheim froh sind, dass den Volkstumspart und die Traditionspflege andere für uns übernehmen, es mag die Tradition sein, vielleicht hat es auch mit irgendwelchen Kindheitserinnerungen zu tun oder irgendeinem diffusen Heimatbegriff. Letzten Endes kann ich nicht erklären, was mich da alle zwei Jahre hinzieht, aber hin muss ich wohl. Kann sein, dass es die sehr profane Melodie ist, bei der ich Gänsehaut kriege. Enges Tal halt...
Dafür, dass es nicht so wirklich seine Hochburg ist wurde er sehr freundlich empfangen und ich bin wirklich froh, ihn zu sehen und nicht das wurstige Mopsgesicht mit den Schweinebäckchen
Enge Täler produzieren aber auch häufig engstirnige Menschen, deren Horizont endet, wo das Tal weiter wird, weshalb die meisten irgendwann mal das enge Tal verlassen, wie ich es auch getan habe. Nicht allein wegen der Engstirnigen, aber durchaus auch. Wegen Typen wie diesem Hampelmann in grün, der mich nicht die 200 Meter Straße zu meinem ganz persönlichen Parkplatz fahren lassen wollte und auch mein Kompromissangebot im näxxten freien Parkplatz einzuparken ablehnte. Es wären -ungelogen- 3 Meter gewesen. Es endete dann damit, dass ich ihn verdattert stehen ließ und einfach durch seine Sperre durchgefahren bin, er das umgehend per Funk petzen musste, was aber auch sein gutes hat, weil er so nicht gehört hat, dass ich -ihn duzend- im Vorbeifahren einen kleinkarierten Uniformfurzer genannt habe.
Stilecht und richtig traditionell wäre barfuß übers frisch gemähte Stoppelfeld mitsamt blutigen Füßen. In neuen Zeiten gehts auch in Turnschuhen übern Kunstrasen
Ich kehre trotzdem gerne in das enge Tal zurück. Das liegt daran, dass es dahin noch Beziehungen gibt und es liegt auch daran, dass es dort ein paar wirklich schöne Plätze mit grandiosem Blick gibt und ich das einfach mag. Man kann dort unendlich wandern und Photos machen bis der Akku leer ist.
Es gibt einen Tag, da kehren alle zurück in das enge Tal, auch wenn sie sonst nie zurückkehren und wahrscheinlich versteht man das auch nur, wenn man in dem engen Tal aufgewaxxen ist. Ein Tag alle zwei Jahre ist sowas wie Nationalfeiertag und dann trifft man all die anderen Andreasse, Stefans, Thomasse und Michaels wieder, die sich mittlerweile in die ganze Welt zerstreut haben, mit denen man aber den gleichen Klassenraum geteilt hat.

Ich kann es eigentlich nicht so recht erklären weil mir sonst der Volksmusikklimbimkladderadatsch völlig abgeht. Das ist für mich ansonsten so interessant wie Hühnerkacke in Papua-Neuguinea. Aber das muss eben sein.

Es mag vielleicht damit zusammenhängen, dass viele von uns -mich eingeschlossen- heute ein völlig anderes Leben führen und insgeheim froh sind, dass den Volkstumspart und die Traditionspflege andere für uns übernehmen, es mag die Tradition sein, vielleicht hat es auch mit irgendwelchen Kindheitserinnerungen zu tun oder irgendeinem diffusen Heimatbegriff. Letzten Endes kann ich nicht erklären, was mich da alle zwei Jahre hinzieht, aber hin muss ich wohl. Kann sein, dass es die sehr profane Melodie ist, bei der ich Gänsehaut kriege. Enges Tal halt...
Prostituierte
gorillaschnitzel, 02:00h
Ich weiß, dass es schwierig ist, über manche Dinge zu schreiben. Es gibt unbeschreibliches und vielleicht sollte man sich dann einfach auch mal etwas zurücknehmen. Auch dann, wenn man das alles beruflich macht und irgendwie verdammt dazu ist, sich Zeilen aus den Tasten zu saugen. Zumindest könnte man mal bei der Wahrheit bleiben. Oder wenigstens ordentlich googeln.
Und nun sind wir in Norwegen und allein bei der Erwähnung des Landesnamens laufen zur Zeit nun die Assoziationen auf einen einzigen Kanal und wahrscheinlich zeigt allein das, um welch monströses Verbrechen es sich handelt, einmal die nackten Fakten abseits gelassen.
Wie schon früher bei ähnlich schockierenden Ereignissen wie Winnenden oder Loveparade habe ich nun das Gefühl, medial völlig überbedient zu sein. Irgendwo muss es da wohl einen Chefredakteur geben, der ein paar Knechten befiehlt, möglichst viele vermeintliche Fakten zusammenzutragen, so genau schaut da hinterher ohnehin kein Zuschauer richtig drauf, so das Motto. Und hinterher setzen sich die Knechte an die Laptops und googeln, so richtiges recherchieren ist ohnehin völlig oldschool. Die Ergebnisse dessen liegen dann mitunter so etwa zwischen katastrophal, hochspekulativ, absurd bis lustig und ich frage mich zuweilen, wo das kleines bißchen Berufsethos geblieben ist, das man als Journalist haben kann.
In diesem Fall las ich in den letzten 36 Stunden nun so ziemlich alles zwischen christlicher Fundamentalist bis Neonazi.
Es mag ja sein, dass da durchaus ein Treffer dabei sein mag, irgendwie funktioniert das ja scheint's nach dem Try-and-Error-Prinzip. Es ist halt ergooglet. Die können nicht mehr als ich kann. Oder jeder, der das Internet zu bedienen weiß. Sie können eher weniger. Es sind eher die vermeintlichen Beweise von Leuten, die irgendwann mal davon gehört haben, dass es das Internet gibt, in Wirklichkeit aber viel lieber mechanische Schreibmaschinen bedienen und ihre Manuskripte am liebsten mit Tipp-Ex vollschmieren.
Da muss eine Facebookseite als Beweis für die Motive herhalten mitsamt dem Hinweis, der Täter habe World of Warcraft gespielt und dabei handele es sich um ein Killerspiel. Nun spiele ich das genannte Spiel nicht und bin auch überhaupt kein Experte diesbezüglich, aber selbst drittklassigen Googlern könnte unschwer entgangen sein, dass das kein Ballerspiel ist und dass man nicht unbedingt etwas dauerhaft spielen muss, nur weil man das bei Facebook angibt. Noch etwas weiter vereinfacht bleibt dann als Hauptrisikogruppe: Weiß, männlich, war mal im Internet surfen.
Dazwischen dann Elmar Theveßen, hauptberuflicher Terrorexperte, der alles erklärt. Es fehlt nur Peter Scholl-Latour mit der Bemerkung, dass er mal mit ein paar Wikingern Tee trinken war.
Damit wären wir dann beim Kern des Themas: Der Onlineauftritt des Täters wird nun herangezogen als Quelle. Und die allerwenigsten Medien fragen sich, ob es nicht die letzte Werbeshow des Täters war. Eine Art Aushängeschild wie er gesehen werden möchte. Die Frage könnte man sich zumindest einmal stellen, wenn die Seite erst ein paar Tage vorher online ging. Wenige nur stellen sich die Frage, was davon wirklich real ist und was davon blankes Gepose.
So. Ich habe nun nicht vor, einen Amoklauf zu begehen, davon bin ich so weit entfernt wie vor der Ernennung zum russischen Präsidenten, aber ich habe nun einfach mal etwas gemacht, das ich nie vorhatte: Einen Facebookaccount kreiert. Damit die Welt etwas hat, das sie post mortem mit mir in Verbindung bringen kann. Bitteschön, here I am:
Facebookprofil (mitsamt 6 neuen -völlig fremden- Freunden innert 12 Minuten)
Das reicht natürlich nicht, es braucht auch noch einen Twitteraccount mit dramatischen Zitaten und tiefgründigen Messages. Haben wir jetzt auch:
Twitter
Und nun darf die gesammelte Journaille da einmal drüber gehen. Für den Fall, dass ich irgendwie mal irgendwo bekannt werden sollte. Als nichtüberlebender Passagier eines Flugzeugabsturzes etwa. Oder sonstwas. In jedem Fall taugen Twitter und Facebook als letzte Vermächtnisse und das ist meins.
Und nun sind wir in Norwegen und allein bei der Erwähnung des Landesnamens laufen zur Zeit nun die Assoziationen auf einen einzigen Kanal und wahrscheinlich zeigt allein das, um welch monströses Verbrechen es sich handelt, einmal die nackten Fakten abseits gelassen.
Wie schon früher bei ähnlich schockierenden Ereignissen wie Winnenden oder Loveparade habe ich nun das Gefühl, medial völlig überbedient zu sein. Irgendwo muss es da wohl einen Chefredakteur geben, der ein paar Knechten befiehlt, möglichst viele vermeintliche Fakten zusammenzutragen, so genau schaut da hinterher ohnehin kein Zuschauer richtig drauf, so das Motto. Und hinterher setzen sich die Knechte an die Laptops und googeln, so richtiges recherchieren ist ohnehin völlig oldschool. Die Ergebnisse dessen liegen dann mitunter so etwa zwischen katastrophal, hochspekulativ, absurd bis lustig und ich frage mich zuweilen, wo das kleines bißchen Berufsethos geblieben ist, das man als Journalist haben kann.
In diesem Fall las ich in den letzten 36 Stunden nun so ziemlich alles zwischen christlicher Fundamentalist bis Neonazi.
Es mag ja sein, dass da durchaus ein Treffer dabei sein mag, irgendwie funktioniert das ja scheint's nach dem Try-and-Error-Prinzip. Es ist halt ergooglet. Die können nicht mehr als ich kann. Oder jeder, der das Internet zu bedienen weiß. Sie können eher weniger. Es sind eher die vermeintlichen Beweise von Leuten, die irgendwann mal davon gehört haben, dass es das Internet gibt, in Wirklichkeit aber viel lieber mechanische Schreibmaschinen bedienen und ihre Manuskripte am liebsten mit Tipp-Ex vollschmieren.
Da muss eine Facebookseite als Beweis für die Motive herhalten mitsamt dem Hinweis, der Täter habe World of Warcraft gespielt und dabei handele es sich um ein Killerspiel. Nun spiele ich das genannte Spiel nicht und bin auch überhaupt kein Experte diesbezüglich, aber selbst drittklassigen Googlern könnte unschwer entgangen sein, dass das kein Ballerspiel ist und dass man nicht unbedingt etwas dauerhaft spielen muss, nur weil man das bei Facebook angibt. Noch etwas weiter vereinfacht bleibt dann als Hauptrisikogruppe: Weiß, männlich, war mal im Internet surfen.
Dazwischen dann Elmar Theveßen, hauptberuflicher Terrorexperte, der alles erklärt. Es fehlt nur Peter Scholl-Latour mit der Bemerkung, dass er mal mit ein paar Wikingern Tee trinken war.
Damit wären wir dann beim Kern des Themas: Der Onlineauftritt des Täters wird nun herangezogen als Quelle. Und die allerwenigsten Medien fragen sich, ob es nicht die letzte Werbeshow des Täters war. Eine Art Aushängeschild wie er gesehen werden möchte. Die Frage könnte man sich zumindest einmal stellen, wenn die Seite erst ein paar Tage vorher online ging. Wenige nur stellen sich die Frage, was davon wirklich real ist und was davon blankes Gepose.
So. Ich habe nun nicht vor, einen Amoklauf zu begehen, davon bin ich so weit entfernt wie vor der Ernennung zum russischen Präsidenten, aber ich habe nun einfach mal etwas gemacht, das ich nie vorhatte: Einen Facebookaccount kreiert. Damit die Welt etwas hat, das sie post mortem mit mir in Verbindung bringen kann. Bitteschön, here I am:
Facebookprofil (mitsamt 6 neuen -völlig fremden- Freunden innert 12 Minuten)
Das reicht natürlich nicht, es braucht auch noch einen Twitteraccount mit dramatischen Zitaten und tiefgründigen Messages. Haben wir jetzt auch:
Und nun darf die gesammelte Journaille da einmal drüber gehen. Für den Fall, dass ich irgendwie mal irgendwo bekannt werden sollte. Als nichtüberlebender Passagier eines Flugzeugabsturzes etwa. Oder sonstwas. In jedem Fall taugen Twitter und Facebook als letzte Vermächtnisse und das ist meins.
Samstag, 23. Juli 2011
Ach Amy...
gorillaschnitzel, 21:17h
Donnerstag, 14. Juli 2011
Hier ist grade gefühlt und tatsächlich 125% Arbeit....
gorillaschnitzel, 02:25h
...und deshalb fahren wir hier jetzt ein bißchen zurück die näxxten Tage.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Ein Fax
gorillaschnitzel, 19:43h
Während meiner Kindheit hörte ich immer wieder mal den halb spaßig, halb ernst gemeinten, dialektischen Spruch "wer nix isch ond wer nix ko, der gohd zur Boschd ond Deidscha Bundesboh" und sollte allen nicht ganz so fleißigen Schülern klar machen, dass man im schlimmsten Fall von Talentlosigkeit immer noch bei Post oder Bahn unterkommen könnte, weil die so ziemlich jeden nehmen. Das hat damals immerhin schon dazu geführt, dass ich allein aus Imagegründen schon mal wusste, was ich nicht werden wollte.
Nun hat das Image der Bahn in letzter Zeit mächtig gelitten und das hängt nicht allein mit Stuttgart21 zusammen: Im Winter kriegen sie die Züge nicht warm, im Sommer nicht gekühlt, was sie als Kaffee verkaufen ist ein Anschlag auf die körperliche Unversehrtheit, aber immerhin bulimikergeeignet und wer einmal Transsib gefahren ist und erlebt hat, dass so ein Zug auch nach 9000 Kilometern und zig Tage später pünktlich sein kann, kriegt eine mittelgroße Aggression, wenn die 45-Minutenfahrt in die Landeshauptstadt eine halbe Stunde Verspätung hat.
Aber immerhin hat ja das deutsche Ingenieurswesen noch einen einigermaßen tadellosen Ruf und auch bei der Bahn arbeiten ja solche Ingenieure. Der oberste von denen ist der Herr Kefer. Den kennen die meisten von der Schlichtung. Der Herr Kefer ist Vorstandsmitglied und leitet die technische Abteilung des größten Bahnunternehmens Europas.
Das alles muss man schon vorausschicken, weil wir jetzt mal zu Herrn Kefers Arbeit kommen. Oder besser wie er sie macht. Weniger die Entscheidungen, eher schon die Basics, die Präsentation als solche. Was erwartet man da eigentlich, wenn es beispielsweise um ein Schreiben ans Verkehrsministerium geht?
Also da erwartet man doch, dass sich der Herr Kefer hinsetzt, sich ein Schmierblatt nimmt, sich einen Stift krallt und dann handschriftlich etwas runterrotzt, ein paar Zahlen in den Raum schmeißt, ohne jegliche Begründung natürlich wie er darauf kommt und dann setzt er seinen Servus drunter, bewegt sich ans Faxgerät, tippt dann statt des Verkehrsministeriums das Parteibüro des Verkehrsministers ein und drückt dann den Sendeknopf.
So in etwa stelle ich es mir vor. Emails, Powerpoint, Textverarbeitung, Exceltabellen und ähnlicher moderner Schnickschnack sind ja ohnehin völlig überbewertet. Und soll ich Ihnen was sagen? Genauso lief es auch ab.
.....und während ich täglich so zwischen 5 und 30 Autos mit Anti-S21-Aufklebern sehe, entdeckte ich tatsächlich heute das allerallererste Pro-S21-Auto.

Nun hat das Image der Bahn in letzter Zeit mächtig gelitten und das hängt nicht allein mit Stuttgart21 zusammen: Im Winter kriegen sie die Züge nicht warm, im Sommer nicht gekühlt, was sie als Kaffee verkaufen ist ein Anschlag auf die körperliche Unversehrtheit, aber immerhin bulimikergeeignet und wer einmal Transsib gefahren ist und erlebt hat, dass so ein Zug auch nach 9000 Kilometern und zig Tage später pünktlich sein kann, kriegt eine mittelgroße Aggression, wenn die 45-Minutenfahrt in die Landeshauptstadt eine halbe Stunde Verspätung hat.
Aber immerhin hat ja das deutsche Ingenieurswesen noch einen einigermaßen tadellosen Ruf und auch bei der Bahn arbeiten ja solche Ingenieure. Der oberste von denen ist der Herr Kefer. Den kennen die meisten von der Schlichtung. Der Herr Kefer ist Vorstandsmitglied und leitet die technische Abteilung des größten Bahnunternehmens Europas.
Das alles muss man schon vorausschicken, weil wir jetzt mal zu Herrn Kefers Arbeit kommen. Oder besser wie er sie macht. Weniger die Entscheidungen, eher schon die Basics, die Präsentation als solche. Was erwartet man da eigentlich, wenn es beispielsweise um ein Schreiben ans Verkehrsministerium geht?
Also da erwartet man doch, dass sich der Herr Kefer hinsetzt, sich ein Schmierblatt nimmt, sich einen Stift krallt und dann handschriftlich etwas runterrotzt, ein paar Zahlen in den Raum schmeißt, ohne jegliche Begründung natürlich wie er darauf kommt und dann setzt er seinen Servus drunter, bewegt sich ans Faxgerät, tippt dann statt des Verkehrsministeriums das Parteibüro des Verkehrsministers ein und drückt dann den Sendeknopf.
So in etwa stelle ich es mir vor. Emails, Powerpoint, Textverarbeitung, Exceltabellen und ähnlicher moderner Schnickschnack sind ja ohnehin völlig überbewertet. Und soll ich Ihnen was sagen? Genauso lief es auch ab.
.....und während ich täglich so zwischen 5 und 30 Autos mit Anti-S21-Aufklebern sehe, entdeckte ich tatsächlich heute das allerallererste Pro-S21-Auto.

Montag, 4. Juli 2011
Der alte Herr und sein PC
gorillaschnitzel, 02:09h
Der alte Herr mag das Internet und er liebt seinen Computer. Darum ist es umso schlimmer, wenn da etwas nicht funktioniert. Aber es gibt ja das Call-Center, das gratis und auch zu unmöglichen Zeiten berät und ferndiagnostisch Lösungen versucht. Das Call-Center bin ich.
Eigentlich ist der alte Herr ein sehr ruhiger Bürger, den nichts so leicht aus der Fassung bringt, aber beim Thema Computer verliert er schnell die Geduld und wird dann etwas panisch. Herrlich sind Anrufe a la "Du, das Internet geht nicht. Woran liegt das?". Eine gute Frage, wenn man das telefonisch mal schnell lösen soll. Es stellte sich dann heraus, dass der Router aus war.
Gestern war es wieder so weit. Während meines ganz persönlichen Griechenlandrettungsschirms in kulinarischer Form.

"Der Drucker tut nicht mehr", sagte er nur. Darauf erstmal Ziegenkäse dick aufs Brot, es könnte etwas umfangreicher werden. Die Standardfragen "Ist er eingesteckt? Ist er eingeschaltet?" kennt der alte Herr schon und versichert, dass das Ding läuft, aber vom Computer nicht erkannt wird. Also versuchen wir es mal mit einem Treiber. Das ist nicht so einfach, weil der alte Herr nicht so recht weiß, welches Betriebssystem er hat und ich aber ganz genau weiß, dass es -wie er behauptet- Windows XP schlecht sein kann, weil ich mit dem alten Herrn den PC gekauft hab und das war nicht 2003 oder so sondern eher 2009.
Und während ich mir Oliven einverleibte, kamen die Wasserstandsmeldungen von der Downloadfront: "Noch 2 Minuten, noch eineinhalb Minuten, noch eine Minute" sagte es im Halbminutentakt durchs Telefon.
Es gipfelte dann darin, dass der alte Herr zwar die Datei runtergeladen bekam, sie aber hinterher nicht mehr gefunden hat. Wie, wo ist der Downloadordner? Noch ´ne Olive.
Eine Stunde hat das gedauert. Treiber runterladen und installieren. Jetzt läuft der Drucker zwar wieder, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob es eine gute Idee war, dass er Onlinebanking betreibt.
Eigentlich ist der alte Herr ein sehr ruhiger Bürger, den nichts so leicht aus der Fassung bringt, aber beim Thema Computer verliert er schnell die Geduld und wird dann etwas panisch. Herrlich sind Anrufe a la "Du, das Internet geht nicht. Woran liegt das?". Eine gute Frage, wenn man das telefonisch mal schnell lösen soll. Es stellte sich dann heraus, dass der Router aus war.
Gestern war es wieder so weit. Während meines ganz persönlichen Griechenlandrettungsschirms in kulinarischer Form.

"Der Drucker tut nicht mehr", sagte er nur. Darauf erstmal Ziegenkäse dick aufs Brot, es könnte etwas umfangreicher werden. Die Standardfragen "Ist er eingesteckt? Ist er eingeschaltet?" kennt der alte Herr schon und versichert, dass das Ding läuft, aber vom Computer nicht erkannt wird. Also versuchen wir es mal mit einem Treiber. Das ist nicht so einfach, weil der alte Herr nicht so recht weiß, welches Betriebssystem er hat und ich aber ganz genau weiß, dass es -wie er behauptet- Windows XP schlecht sein kann, weil ich mit dem alten Herrn den PC gekauft hab und das war nicht 2003 oder so sondern eher 2009.
Und während ich mir Oliven einverleibte, kamen die Wasserstandsmeldungen von der Downloadfront: "Noch 2 Minuten, noch eineinhalb Minuten, noch eine Minute" sagte es im Halbminutentakt durchs Telefon.
Es gipfelte dann darin, dass der alte Herr zwar die Datei runtergeladen bekam, sie aber hinterher nicht mehr gefunden hat. Wie, wo ist der Downloadordner? Noch ´ne Olive.
Eine Stunde hat das gedauert. Treiber runterladen und installieren. Jetzt läuft der Drucker zwar wieder, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob es eine gute Idee war, dass er Onlinebanking betreibt.
Samstag, 2. Juli 2011
....zwischendurch mal kreativ...
gorillaschnitzel, 02:12h
Es gibt sehr schöne Momente im Leben. Etwa dann, wenn man mächtig viel Stunden in etwas investiert hat und dann das Ergebnis sieht. Jeder Häuslebauer weiß, was gemeint ist. Mindestens genauso schön sind Sachen, die man komplett selbst verbrochen hat. Wie das eben. Ich habe es als es fertig war etwa 50x durchgeklickt, weil ich es nicht erwarten konnte bis es kommt, rumbearbeitet, manches verworfen, zwischendurch war es mal ganz hinüber, weil der Laptop bierverseucht war und das Dingens mühsam gerettet werden musste.
Aber jetzt ist es da und es ist schöntollgroßartig und wenn ich darin blättere, dann weiß ich, dass es meins ist.


Aber jetzt ist es da und es ist schöntollgroßartig und wenn ich darin blättere, dann weiß ich, dass es meins ist.


Montag, 27. Juni 2011
Gestresst
gorillaschnitzel, 12:57h
Stresstest bestanden. Man könnte sagen: Was zu erwarten war, schließlich hat die Bahn selbst das durchgeführt.
Aber was wurde denn bewiesen?
Dass Montag früh zur Rushhour angeblich bis zu 49 Züge abgefertigt werden können, was scheint's einer Steigerung um 30% entspricht, weil bisher in dieser Zeit nur 38 abgefertigt werden.
Was die Bahn aber verschweigt: Wenn wieder mal der S-Bahn-Tunnel unterm Bahnhof gesperrt ist, werden bereits heute S-Bahnen in den Hauptbahnhof geleitet. Das gelingt bei 10 von 24, womit sich die Leistungsfähigkeit des jetzigen Hauptbahnhofs von 38 auf 48 erhöht. Unmodernisiert und im Jetztzustand versteht sich. Neu ist das auch nicht: Während der 70er-Jahre wurden regelmäßig 47-48 Züge abgefertigt.
Aber was wurde denn bewiesen?
Dass Montag früh zur Rushhour angeblich bis zu 49 Züge abgefertigt werden können, was scheint's einer Steigerung um 30% entspricht, weil bisher in dieser Zeit nur 38 abgefertigt werden.
Was die Bahn aber verschweigt: Wenn wieder mal der S-Bahn-Tunnel unterm Bahnhof gesperrt ist, werden bereits heute S-Bahnen in den Hauptbahnhof geleitet. Das gelingt bei 10 von 24, womit sich die Leistungsfähigkeit des jetzigen Hauptbahnhofs von 38 auf 48 erhöht. Unmodernisiert und im Jetztzustand versteht sich. Neu ist das auch nicht: Während der 70er-Jahre wurden regelmäßig 47-48 Züge abgefertigt.
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