Dienstag, 2. Dezember 2008
Österreich versinkt. Im Schnee.
Das hier kann ich vollauf bestätigen. Es sah so aus:


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Zocker abzocken
An Wirtschaftsfragen bin ich ja eigentlich eher mäßig interessiert. Aber manchmal liest sich selbst das wie ein besserer Roman. In Sachen Porsche beispielsweise. Die bauen nicht nur ziemlich schöne Schwanzverlängerungen überpotenter Parvenus Flitzer, sondern haben im Technikländle auch einen exzellenten Ruf. Auf Porsche ist man stolz. Wie beispielsweise auch auf Bosch. Etwas weniger schon auf Daimler, weil seit der misslungenen Ehe mit Chrysler nicht immer alles ganz rund läuft.
Porsche aber ist scheint´s ein Erfolgsmodell: Sehr gute Löhne, Arbeitsplatzsicherheit, Gewinnbeteiligung und allen möglichen anderen Kram und das in einer Branche, in der die Konkurrenten entweder nicht mehr einstellen oder gleich massig Leute entlassen. Da stört es dann auch keinen mehr, wenn der Boss der Veranstaltung 165.000 Euro einschiebt. Täglich wohlgemerkt. Weil er Porsche zu einem Konzern gemacht hat, der mehr Gewinn einfährt als er Umsatz macht. Ehrlich gesagt: Ich wusste bis dahin gar nicht, dass dies überhaupt möglich ist. Liegt am Einstieg bei VW und damit sind wir dann bei der irren Story:

Porsche steigt bei VW ein und kündigt an, VW mittelfristig ganz übernehmen zu wollen. Und wie grade die ganze Weltwirtschaft an die Wand fährt und die Banken reihenweise pleite gehen und die Automobilkonzerne einen Produktionsstop bis mindestens Weihnachten einlegen oder auch länger, genau da schlägt Porsche zu. Es ist ein Duell zwischen Porsche und den Hedgefonds und es geht so: Die VW-Aktie ist eigentlich überbewertet und zu teuer und daher setzen die Hedgefonds auf sinkende Kurse. Porsche hält dagegen und kauft VW-Aktien und Optionen darauf, abgesichert über Kredite von Banken, die sich ihrerseits ebenfalls mit VW-Aktien absichern. Dann geht alles ziemlich flott: Porsche lanciert eine Meldung, wonach man Zugriff auf 75% aller VW-Aktien habe. 20% hält dann noch das Land Niedersachsen. Verbleiben grade mal 5% auf dem freien Markt und das ist dann der Moment, in dem die Hedgefondsmanager mutmaßlich über eine Selbstentleibung nachdenken, weil: Der Kurs schießt sehr absurd in die Höhe anstatt zu fallen. So hoch, dass alleinig die VW-Aktie den Dax ins Plus dreht, obwohl alle anderen Aktien tiefrot im Minus stehen. Einmal von 200 € auf 1000 €. Und wieder retour. Weil Porsche wieder Aktien verkauft, die Gewinne einstreicht und sich vorerst wieder davon macht.

Und während man sich in Zuffenhausen wohl erst auf die Schenkel und dann auf die Schultern klopft, macht sich 80 Kilometer weiter in Blaubeuren bei Ulm das blanke Entsetzen breit: Dort sitzt Adolf Merckle, trotz des Namens lediglich zugereister Schwabe und deshalb bei weitem nicht mit dem legendären Ruf der schwäbischen Unternehmer ausgestattet und daher auch nicht so geliebt und Adolf Merckle gehört -noch- ein Imperium, das unter anderem Zement und Arznei produziert. Der Herr Merckle hängt danz dick drinnen in der Porscheaktion. Nur: Er stand auf der falschen Seite und war einer von denen, die eine Menge Geld gesetzt hatten und sich ganz gewaltig verzockt haben. Nun hat er Probleme. Ganz große Probleme. Er hätte nämlich gerne eine Bürgschaft des Landes Baden-Württemberg gehabt, um sein Firmenimperium beisammen zu halten. Die kriegt er nun nicht. Vielleicht investiert das Land ja grade in Porsche.

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Sonntag, 30. November 2008
Morgen -äääh heute, respetive nachher, also jetzt- gibts hier nix. Is einfach so. Keine Bilder, die auf Halde liegen, die es zwar gäbe, aber die gibt´s eben später. Morgen, ääääh nachher, jetzt, später eben...


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Samstag, 29. November 2008
Moleskinekritzl

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Donnerstag, 27. November 2008
Kryptisches im Regen

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Mittwoch, 26. November 2008
Tuber Magnatum Pico
Piemont ist irgendwie eine ziemlich gesegnete Gegend. Zwar leidet sie zugebenermaßen etwas darunter, dass dort Berlusconi an sich und die noch viel dümmere Lega Nord speziell etwas reichlich zu sehr mitschwätzen (dürfen), dafür aber gibts dort immerhin so tolle Dinge wie Barolo oder Barbaresco, was entweder großartige Prügel sind oder aber feine Weinchen. Piemont ist aber auch die Heimat der Trüffel und Trüffel sind etwas wirklich einzigartiges. Zum einen kommt man -allein preis-, aber auch mengenbedingt- nicht sonderlich häufig in den Genuss das Zeug über das Abendessen zu hobeln, zum anderen braucht so ein Trüffel kein ausgefallenes Menu: Nudeln reichen im Prinzip. Olivenöl, Salz und Pfeffer vielleicht noch. Den Rest macht der Trüffel.

Das ist ein weißer Trüffel. Leider war er im Original grade mal so um die zweieinhalb Zentimeter groß. Schwarze Trüffel sind schon nicht ganz billig, aber für besondere Gelegenheiten durchaus mal einigermaßen erschwinglich. Auch schon deshalb, weil schwarze Trüffel "tonnenweise" geerntet werden.
Weiße Trüffel hingegen kiloweise. Pro Jahr. Und damit schwanken die Preise ganz enorm. Im Prinzip ist es eine Börse. Ein Kilo dürfte grade bei so etwa 5000 Öcken liegen. Dafür kriegt man dann auch einen wesentlich dezenteren, feineren Geruch als bei dem schwarzen Zeuchs. Ich weiß ja nicht ob und wann ich das nächste Mal weiße Trüffel in mich reinschaufeln werde, dieses Mal aber war es das allererste Mal in meinem Leben. Dieses Mal gleich als Dreigangmenu und damit preislich sogar erschwinglich:

Spaghetti mit weißen Trüffeln und Weißweinsauce, Kartoffelravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung, weißen Trüffeln und Ubriacokäsesplittern, Risotto mit weißen Trüffeln



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Montag, 24. November 2008
In den Hinterhöfen des Internet (Part II)
...and it goes on....

Dieses Mal: Hammer*deal. Das sieht noch viiiieeel verführerischer aus als das andere Unternehmen und auch da werde ich glatt neidisch, dass ich nicht diese formidable Geschäftsidee hatte.
Das mit den Gebotekaufen a 50 Cent je Gebot kennen wir ja schon. Hier sind wir aber bei den Hedgefonds der Pseudoauktionen gelandet: Die klassische Wette. Was die Hedgies können, kann Hammer*deal schon lange. Ziel ist es, den niedrigsten Preis allein zu treffen. Heißt: Man bietet auf irgendwas beispielsweise 0,31 € und sollte das der einzige und tiefste Preis sein, hat man das Ding. Aber nur dann.

Nehmen wir mal ein Laptop. Sony Vaio. Im Laden: 1100 Euro. So zumindest wird suggeriert. Dort über den Auktionstisch für 95 Cent (jooo, Sie lesen richtich). Wollte man nun die 95 treffen (von denen man noch nicht mal weiß, ob es der Treffer ist), müsste man 95 Gebote a 50 Cent setzen und das wären dann schon mal 47,50. Kann ja aber auch sein, dass 1,12 (=56€) gewinnt. Oder 2,37 (=118,50€). Oder 9,96 (=498€). Sie merken: Eine teure Angelegenheit. In jedem Fall gilt: Die Auktionatoren gewinnen. Und zwar ordentlich. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das aufzudröseln und zusammenzuzählen (und hätte an dieser Stelle einmal die Fleißmedaille bitte, weil ich insgesamt so grob über den Daumen 1500 Positionen -äääh, Gebote- zusammengezählt hab und das von Hand) und wir kommen auf die stolze Summe von -in diesem Fall- 4578 Geboten und damit 2288 Euro für ein Laptop, das angeblich 1040 Euro wert sei, das es aber schon ab 850 Öcken zu kaufen gibt.


Und dann habe ich mal nachgeschaut, wer denn bisher die glücklichen Ersteigerer sind und dabei bin ich dann auf immer wiederkehrende Namen gestoßen. Glückspilze, die wahrscheinlich nix anderes machen, als ausschließlich Gebote zu setzen.
Peter Chäsli (alle nun folgenden Namen geändert!) beispielsweise ist -laut Google- ein Theaterpädagoge in der Schweiz. Beim obigen Geschäftsmodell ist Peter -es mag viele Peter Chäslis geben- einer der eifrigsten Steigerer und Gewinner. So hat Peter in den letzten Wochen 3 Armbanduhren, 2 Laptops, eine Festplatte, eine Nikon, einen ipod, einen Bietgutschein, 2 Playstations und ein Heimkinosystem ersteigert.
Oder Georg Gänserer, wahlweise Zahnarzt oder Landwirt: Macbook, Benzingutschein, 2 Flatscreens, ein Gutschein, eine Tasche, eine Überraschungsbox, ein Navi, einen Reisegutschein (Preis: 16 Cent) und ein Auto (VW Scirocco).

Und so finden sich unter den letzten 160 Auktionen einige Namen doch etwas gehäuft: "Andreas Himbeerger" (14x), "Peter Chäsli" (12x), "Georg Gänserer" (10x), "Dimitrios Kiloglu" (9x), "Björn Schützengraben" (10x) und weitere 7 Namen mit insgesamt 26 erfolgreichen Auktionen. Will heißen: 12 Menschen haben insgesamt beinahe die Hälfte der angebotenen Artikel ersteigert.
...aber natürlich geht alles mit rechten Dingen zu und vielleicht ist das ja ein kleiner Privatverein geistesnichtganzgesunder Spielwütiger....

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Samstag, 22. November 2008
Johann Wolfgangs Speiereien

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Freitag, 21. November 2008
Halbdackel des Monats
Satire

Wasserprediger und Biersäufer



Dieses Mal gibts einen doppelten Halbdackel des Monats. Aus gutem Grund. Weil sich nämlich gleich zwei dazu qualifiziert haben.
Der eine ist Ministerpräsident und trägt gleichzeitig den Namen des erdengrottigsten Möchtegernbiers der Republik. Der Kerl hatte sich bereits dadurch qualifiziert, indem er bis zum heutigen Tag freudig die Textzeile "von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt" durch so verschlafene wie an und für sich friedliche Universitätsstädtchen gröhlt und das allem Anschein nach auch noch nüchtern, weshalb wohl einigermaßen gesunde Menschen eventuell eine zumindest marginale Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeiten einiger Hirnlappen nicht ganz ausschließen können. Und damit sind wir dann auch schon beim Thema: Über Ypsis Hessenversuch kann man zugegebnermaßen geteilter Meinung sein und man kann alles mögliche attestieren. Der Eventualnachfahre eines Bierkutschers aber sagt: "geisteskranke Geisterfahrt".
Nun liegt da vielleicht eine gewisse Affinität zu "Geistern" oder dergleichen vor, zumindest sprachlich, aber ich würde mal in die Runde fragen wollen, was denn wohl eher einem Geisteskrankverdacht unterliegen könnte: Ypsis verunglückte Aktion oder eine Rede vor etwas mehr als einem Jahr, die den Altnazi Filbinger ins Demokratenkleid reinwaschen sollte.

Der andere Halbdackel hat mit Wasserkraft zu tun. Das ist erstmal eine feine Sache, weil wir alle ja Wasserkraft mögen. Es drängt sich aber der Verdacht auf, dass der Herr nicht nur Wasser durch die Kehle laufen lässt oder aber irgendwie hydrocephale Strukturen sein eigen nennt, was ja immerhin auch mit Wasser zu tun hätte.
Immerhin erdreistet sich der Mensch, Dietrich Bonhoeffer einen "ganz gewöhnlichen Vaterlandsverräter" zu nennen. Ich sage: Der H2O-Mensch ist ein "ganz gewöhnlicher Dummschwätzer" und mindestens ebenso ein Halbdackel wie sein Regierungschef.

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Donnerstag, 20. November 2008
Kabul Fashionweek

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Mittwoch, 19. November 2008
Feiertag

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Gabby-Award

Um ehrlich zu sein: Ich will gar nicht entscheiden, wer denn nun den besten Gabby-Text getippt hat. Darum: Die Herren geschichtenerzaehler und pathologe....mailt mir doch bitte eure Anschrift, dann schick ich nächste Woche was raus...

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