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Montag, 27. Oktober 2008
Tipp 11
gorillaschnitzel, 19:38h

Sonntag, 26. Oktober 2008
Was man mit Vogel-A-A alles machen kann und wie beschissen es ist, wenn die Scheisse mal nicht mehr da ist
gorillaschnitzel, 02:10h
Es war einmal eine sehr kleine Insel, die lag ziemlich einsam weit, weit draußen im riesigen Ozean. Die nächste Insel war 300 Kilometer weit weg und mindestens noch einsamer und noch viel kleiner als unser Inselchen mit seinen grade mal 20 Quadratkilometern.
Besonders schön ist sie auch nicht, weil es da nicht sonderlich viel gibt.
Außer Vogelscheiße. Das aber reichlich.
Das mag man nun wahrlich beschissen finden und eigentlich könnten einem die 10.000 Einwohner auf ihrer übervölkerten Insel Leid tun, ist aber nicht so. Die Vogelscheisse entpuppte sich nämlich als das Öl der Insel, Fäkal-Gold quasi.
Vogelkacke nämlich ist gleich Guano und Guano wiederum ist gleich Phosphat und Phosphat wiederum ist gleich Dünger.
Je vollgeschissener so eine Insel -und unsere Insel hatte die beste Vogelscheisse der Welt- also mit dem Seevogel-A-A ist, desto besser lässt sich das abbauen. Und Phosphat war und ist gefragt. Sehr gefragt.
Und so gingen unsere Insulaner an den Abbau ihrer Kacke und verkauften das Zeug in alle Welt. Das machte sie reich. Sehr reich. So reich, dass das Pro-Kopf-Einkommen zeitweise gar das weltweit höchste war und man sich sogar einen eigenen Staat leisten konnte mit fast allem Drum und Dran: Eigene Fluglinie, eine Reederei, null Steuern oder Abgaben, kostenlos Bildung und ein ebenso kostenloses Gesundheitssystem und als kleines Highlight dann ein "staatseigenes" Musical in London, das dann aber floppte. Man könnte es kurz machen: Ein Südseetraum.
Ein Märchen.
Weil aber Märchen nicht zwangläufig gut ausgehen müssen, folgte nun der Alptraum:
Weil Seevögel nicht schneller und öfter scheißen können, als Menschen die Hinterlassenschaft wegräumen, wurde die Kacke immer weniger. Ganz wenig. Richtig wenig. Und eines Tages war dann Ebbe und es stellte sich heraus, dass die Insulaner ausschließlich auf ihre Scheiße gesetzt hatten, was sich nun als ziemlich beschissen herausstellte.
Noch beschissener war, dass sie ihr Geld nicht angelegt hatten, sondern es wahrhaft verfressen hatten, es in 2-3 Autos pro Person anlegten (bei nicht mal 30 Kilometer Straße) oder einfach verjubelt hatten. Auch der Staat hatte sich nicht wesentlich besser benommen als das Volk und so stürzte man gewaltig ab: Der Flugbetrieb wurde eingestellt, was eine fast einjährige Isolation der Insel zur Folge hatte und man krachte zurück auf den Status eines Drittweltlandes. Einmal von ganz oben nach ganz unten.
Heute ist man auf Fremdzahlungen angewiesen, das Überleben als souveräne Nation ist in Frage gestellt, man ist Endlager für Flüchtlinge, die anderswo unerwünscht sind und es wird bereits darüber nachgedacht, auf der Insel ein Atommüllendlager zu errichten.
Besonders schön ist sie auch nicht, weil es da nicht sonderlich viel gibt.
Außer Vogelscheiße. Das aber reichlich.
Das mag man nun wahrlich beschissen finden und eigentlich könnten einem die 10.000 Einwohner auf ihrer übervölkerten Insel Leid tun, ist aber nicht so. Die Vogelscheisse entpuppte sich nämlich als das Öl der Insel, Fäkal-Gold quasi.
Vogelkacke nämlich ist gleich Guano und Guano wiederum ist gleich Phosphat und Phosphat wiederum ist gleich Dünger.
Je vollgeschissener so eine Insel -und unsere Insel hatte die beste Vogelscheisse der Welt- also mit dem Seevogel-A-A ist, desto besser lässt sich das abbauen. Und Phosphat war und ist gefragt. Sehr gefragt.
Und so gingen unsere Insulaner an den Abbau ihrer Kacke und verkauften das Zeug in alle Welt. Das machte sie reich. Sehr reich. So reich, dass das Pro-Kopf-Einkommen zeitweise gar das weltweit höchste war und man sich sogar einen eigenen Staat leisten konnte mit fast allem Drum und Dran: Eigene Fluglinie, eine Reederei, null Steuern oder Abgaben, kostenlos Bildung und ein ebenso kostenloses Gesundheitssystem und als kleines Highlight dann ein "staatseigenes" Musical in London, das dann aber floppte. Man könnte es kurz machen: Ein Südseetraum.
Ein Märchen.
Weil aber Märchen nicht zwangläufig gut ausgehen müssen, folgte nun der Alptraum:
Weil Seevögel nicht schneller und öfter scheißen können, als Menschen die Hinterlassenschaft wegräumen, wurde die Kacke immer weniger. Ganz wenig. Richtig wenig. Und eines Tages war dann Ebbe und es stellte sich heraus, dass die Insulaner ausschließlich auf ihre Scheiße gesetzt hatten, was sich nun als ziemlich beschissen herausstellte.
Noch beschissener war, dass sie ihr Geld nicht angelegt hatten, sondern es wahrhaft verfressen hatten, es in 2-3 Autos pro Person anlegten (bei nicht mal 30 Kilometer Straße) oder einfach verjubelt hatten. Auch der Staat hatte sich nicht wesentlich besser benommen als das Volk und so stürzte man gewaltig ab: Der Flugbetrieb wurde eingestellt, was eine fast einjährige Isolation der Insel zur Folge hatte und man krachte zurück auf den Status eines Drittweltlandes. Einmal von ganz oben nach ganz unten.
Heute ist man auf Fremdzahlungen angewiesen, das Überleben als souveräne Nation ist in Frage gestellt, man ist Endlager für Flüchtlinge, die anderswo unerwünscht sind und es wird bereits darüber nachgedacht, auf der Insel ein Atommüllendlager zu errichten.
Samstag, 25. Oktober 2008
We love Sarah
gorillaschnitzel, 02:07h
Eigentlich dachte man ja, dass man mit Dick Cheney schon den allermiesesten Vizepräsidentenkandidaten aller Zeiten schon gesehen -und dummerweise auch gewählt- hatte (der blödsinnigerweise auch noch so richtig Politik machen durfte im Gegensatz zu etlichen Vorgängern) und dann taucht dieses Weib auf..... aus dem Nirgendwo Alaskas, was noch vor 160 Jahren russisch warundso...
In jedem Fall: Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll, aber ich versuch es mal damit:
Ihr Aussehen. Gut, für Anfang 40 is das nich sooooo schlecht, wenn da nich wäre; Ja, sie scheint mal den dritten Platz bei der Wahl zur Miss Alaska belegt zu haben.
Nun gut, ja, stimmt, in Alaska wohnen ohnehin kaum Frauen, werden Sie nun sagen, was ja an und für sich durchaus richtig ist.
Sagen wir es mal so: Es ist -einwohnermäßig- in etwa wie MissGuinea-Bissau Bhutan, wobei mir dann aber Miss Guinea-Bissau Bhutan wiederum sehr Leid tut, weil die sich wiederum gegen mehr Kontrahentinnen durchsetzen muss, allein schon so rein alterspyramidemäßig und die Mädels dort ziemlich sicher ohnehin besser aussehen, aber sei´s drum...
Gut. Platz 3 aussehenstechnisch in Alaska, was in Guinea-Bissau so in etwa Platz 19 wäre....Aber gut: Alaska3. Was ich mich dann frage ist: Wenn das Weib so irre toll aussieht, weshalb brauchts dann noch 150.000 Öcken fürs Styling? Ein Mal mit Schminke zukleistern und den Kleiderschrank auf Parteikosten vollmachen, weil die Gelegenheit nie wieder kommt?
Aber man soll sich ja nicht an Äußerlichkeiten aufhalten, weshalb wir nun direkt übergehen zum Inhalt und der ist ja schließlich auch nicht von schlechten Eltern. Die üblichen Aussetzer dürften bekannt sein und deshalb gleich medias res und wir stellen wir uns an dieser Stelle einfach mal die Frage: Was macht eigentlich so ein Vizepräsident den ganzen Tag?
Das hat sich augenscheinlich Sarah, die Kandidatin, mittlerweile auch sehr ernsthaft gefragt und konnte diese Frage nicht wirklich nicht beim allerbesten Willen nicht beantworten.
Wir hingegen können schon sagen, was man als Vize den lieben, langen Tag so macht: In der Gegend rumballern.
Und siehste! Schon erinnert sich die Jägerin Palin an ihre Tugenden! Befragt, was denn der größte Fehler ihres potentiellen Wunschvorgängers Cheney denn gewesen sei, antwortet sie nicht "Irak" oder "Afghanistan" oder sonstige richtig schlimme Dinge, die der Kerl verbrochen hat. Nein! Sie sagt: Der Jagdunfall seinerzeit...und revidiert das nicht mal....
......seien wir mal alle froh, dass über die der Mantel der Geschichte werden wird, aber echt...sie wird nich und dat is gut so.....
In jedem Fall: Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll, aber ich versuch es mal damit:
Ihr Aussehen. Gut, für Anfang 40 is das nich sooooo schlecht, wenn da nich wäre; Ja, sie scheint mal den dritten Platz bei der Wahl zur Miss Alaska belegt zu haben.
Nun gut, ja, stimmt, in Alaska wohnen ohnehin kaum Frauen, werden Sie nun sagen, was ja an und für sich durchaus richtig ist.
Sagen wir es mal so: Es ist -einwohnermäßig- in etwa wie Miss
Gut. Platz 3 aussehenstechnisch in Alaska, was in Guinea-Bissau so in etwa Platz 19 wäre....Aber gut: Alaska3. Was ich mich dann frage ist: Wenn das Weib so irre toll aussieht, weshalb brauchts dann noch 150.000 Öcken fürs Styling? Ein Mal mit Schminke zukleistern und den Kleiderschrank auf Parteikosten vollmachen, weil die Gelegenheit nie wieder kommt?
Aber man soll sich ja nicht an Äußerlichkeiten aufhalten, weshalb wir nun direkt übergehen zum Inhalt und der ist ja schließlich auch nicht von schlechten Eltern. Die üblichen Aussetzer dürften bekannt sein und deshalb gleich medias res und wir stellen wir uns an dieser Stelle einfach mal die Frage: Was macht eigentlich so ein Vizepräsident den ganzen Tag?
Das hat sich augenscheinlich Sarah, die Kandidatin, mittlerweile auch sehr ernsthaft gefragt und konnte diese Frage nicht wirklich nicht beim allerbesten Willen nicht beantworten.
Wir hingegen können schon sagen, was man als Vize den lieben, langen Tag so macht: In der Gegend rumballern.
Und siehste! Schon erinnert sich die Jägerin Palin an ihre Tugenden! Befragt, was denn der größte Fehler ihres potentiellen Wunschvorgängers Cheney denn gewesen sei, antwortet sie nicht "Irak" oder "Afghanistan" oder sonstige richtig schlimme Dinge, die der Kerl verbrochen hat. Nein! Sie sagt: Der Jagdunfall seinerzeit...und revidiert das nicht mal....
......seien wir mal alle froh, dass über die der Mantel der Geschichte werden wird, aber echt...sie wird nich und dat is gut so.....
Freitag, 24. Oktober 2008
Mindestanforderungen an einen US-Präsidenten
gorillaschnitzel, 21:31h
Da halten nicht wenige George DoubleYou Bush für den wohl schlechtesten Präsidenten, den die USA je hatten. Zugegeben: Er ist im Ranking sehr weit oben. Aber eben nur einer von mehreren doch reichlich merkwürdigen Leutchen, die in den USA schon Präsident sein durften (an dieser Stelle nun vielleicht besser doch keine Häme, weil sonderlich viel besser ist das hierzulande nun wahrlich auch nicht immer gewesen):
Da hätten wir beispielsweise James Buchanan. Der amtierte so grob Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer: Unmittelbar vor dem Sezessionskrieg. Schon da galt er als Zauderer mit einer Position, die wohl weder die Yankees im Norden, noch die Rebellen im Süden verstanden. Das mag vielleicht seinem Alkoholismus geschuldet gewesen sein. James Buchanan aber hätte die Weltgeschichte verändern können: Er wollte nämlich Kuba kaufen, damals unter spanischer Flagge und im Prinzip wäre man sich auch handelseinig geworden, wäre da nicht der Kongress gewesen, der James Buchanan das Geld verweigerte, weil man befürchtete, dieser würde sich mitsamt der 90 Millionen Dollar aus dem Staub machen.
Dann hätten wir noch Andrew Jackson. Der Mann war ein Rassist, Sklavenhalter, Sexist und glaubte tatsächlich noch Anfang des 19. Jahrhunderts allen Ernstes, dass die Erde eine Scheibe sei. Zudem focht er nicht weniger als 13 Duelle aus, nicht wenige meist um die Ehre seiner Frau, für deren späteren Tod er wiederum seinen Vorgänger John Quincy Adams verantwortlich machte. Und ein Duell -um eine Pferdewette- verlief dann tatsächlich tödlich.
Oder nehmen wir einmal Grover Cleveland. Der hat als damaliger Sheriff zwei Verurteilte eigenhändig aufgeknüpft, weil er so den Henker sparen konnte. Und dass ganz gewaltiger Mist zu Wahlkampfzeiten nicht erst heutzutage verzapft wird, erkennt man vielleicht daran, dass die Opposition (Republikaner) das Gerücht streute, Cleveland uriniere unter Alkoholeinfluß schon mal aus dem Fenster des White House, zudem verprügele er seine Frau und überhaupt sei der Beischlaf mit dem nicht ganz schlanken Grover für die zierliche Gattin lebensgefährlich.
....und da gibt es noch viel mehr...
Da hätten wir beispielsweise James Buchanan. Der amtierte so grob Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer: Unmittelbar vor dem Sezessionskrieg. Schon da galt er als Zauderer mit einer Position, die wohl weder die Yankees im Norden, noch die Rebellen im Süden verstanden. Das mag vielleicht seinem Alkoholismus geschuldet gewesen sein. James Buchanan aber hätte die Weltgeschichte verändern können: Er wollte nämlich Kuba kaufen, damals unter spanischer Flagge und im Prinzip wäre man sich auch handelseinig geworden, wäre da nicht der Kongress gewesen, der James Buchanan das Geld verweigerte, weil man befürchtete, dieser würde sich mitsamt der 90 Millionen Dollar aus dem Staub machen.
Dann hätten wir noch Andrew Jackson. Der Mann war ein Rassist, Sklavenhalter, Sexist und glaubte tatsächlich noch Anfang des 19. Jahrhunderts allen Ernstes, dass die Erde eine Scheibe sei. Zudem focht er nicht weniger als 13 Duelle aus, nicht wenige meist um die Ehre seiner Frau, für deren späteren Tod er wiederum seinen Vorgänger John Quincy Adams verantwortlich machte. Und ein Duell -um eine Pferdewette- verlief dann tatsächlich tödlich.
Oder nehmen wir einmal Grover Cleveland. Der hat als damaliger Sheriff zwei Verurteilte eigenhändig aufgeknüpft, weil er so den Henker sparen konnte. Und dass ganz gewaltiger Mist zu Wahlkampfzeiten nicht erst heutzutage verzapft wird, erkennt man vielleicht daran, dass die Opposition (Republikaner) das Gerücht streute, Cleveland uriniere unter Alkoholeinfluß schon mal aus dem Fenster des White House, zudem verprügele er seine Frau und überhaupt sei der Beischlaf mit dem nicht ganz schlanken Grover für die zierliche Gattin lebensgefährlich.
....und da gibt es noch viel mehr...
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Ballon
gorillaschnitzel, 12:41h
Diese Woche war ich bei allerherrlichstem Wetter schon Ballon fahren und würde das auch sofort wieder tun. Mehr Bilder in den Kommentaren.


Dienstag, 21. Oktober 2008
Helden der Luftfahrt, Folge 1: Horschd
gorillaschnitzel, 15:18h

Montag, 20. Oktober 2008
No mans ländle
gorillaschnitzel, 17:21h
Wenn man heute gen Schwäbische Alb blickt, dann sieht man eine -für baden-württembergische Verhältnisse- recht dünn besiedelte Landschaft. Ein Naherholungsgebiet für geplagte Großstädter, ein Riesenbiotop, in dem die Natur noch halbwegseinigermaßengradenochso in Ordnung ist. Mörike seinerzeit schrieb von der "blauen Mauer" und heute versucht man, mittels Golfplätzen und anderen Atrraktionen, möglichst viele Ballungsgebietler herbeizuholen, bevorzugt an Feiertagen oder am Wochenende, unter der Woche bleibt man lieber unter sich und seinesgleichen.
Kurzum: Ein mittleres Ausflugs- und Wanderparadies.

Das war nicht immer so.
Früher war dies das Armenhaus schlechthin. Dieser Landstrich produzierte eigentlich nur einen Haufen Elend und dieses Elend wiederum produzierte einen Haufen Auswanderer in alle Welt.
Ludwig Uhland beschrieb das einmal ziemlich treffend mit dem in hiesigen Landen geflügelten Wort "viel Steine gab´s und wenig Brot". Damit hatte er einerseits zwar Recht, aber genauso leicht reden, weil er vom reichlich fruchtbaren Neckarstrand stammte und Zeit seines Lebens auch dort beheimatet war. Heutzutage mögen das wenige Kilometer sein, damals lag dazwischen eine Welt und unter Umständen mehrere Grenzübergänge.
Das Leben im Mittelgebirge war schon immer hart: Gleich nach einem halben Meter Erde kommt schon meist der nackte Fels und der einzige Reichtum waren die vielen Steine auf den Äckern. Wasser ist in weiten Teilen nicht vorhanden und so funktionierte die Bewässerung noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts durch sog. "Hülen", was wiederum nichts anderes war als dreckige Wasserlöcher ohne Zu- oder Abfluss. Damals ging die zynische (Selbst-)Klage um, dass dieses brackige Wasser zwar Menschen am Leben erhalte, die Kühe das aber nicht sauften und stattdessen lieber verdursteten.

Überhaupt nennt man den Landstrich auch "rau" und das meint längst nicht nur teils miserable klimatische Grundbedingungen sondern eben auch den wenig herzlichen Charme der alt eingesessenen Bevölkerung. Böse Stimmen kolportieren, in diesem Landstrich würden auch die Frauen im Stehen pinkeln und das ganz einfach deshalb, weil sie ansonsten an der Klobrille festklebten ob der Hinterlassenschaften des Gatten.
Und wenn man dann keine dialektischen Begriffe für die menschliche Zone zwischen Bauchnabel und Knie entwickelt hat und sich einzig auf das Gesäß beschränkt, kommen eben Analysen heraus, wonach der Menschenschlag dort so geizig sei, dass nicht einmal zu erwarten sei, dass Fäkalien freiwillig ausgeschieden würden und Schotten als eigener Volksstamm gar nicht existierten sondern dies lediglich verschwenderische Schwaben seien, die man des Landes verwiesen habe und im hügeligen Flachland geht die Sage um, Gott habe diesen Höhenzug geschaffen, damit man irgendwo die Minderbemittelten unterbringe, die durch die Inzucht entstanden seien. Beweis für letzteres: Wahlen.
Rinderwahlkreise nennt man das als Hinweis darauf, dass hier jeder Ochs gewählt werde, solange er nur der CDU angehört.
Insgesamt ist die Bevölkerung dort so etwas wie der wissenschaftliche Beweis für die Evolution, da sich dort infolge jahrhundertelangen Mostabusus dickliche, rotgesichtige Sturschädel entwickelt haben, mit denen bereits die Kinder zur Welt kommen.
Aber bis in ein paar Millionen Jahren dürfte auch -der Erosion sei Dank- diese natürlich Barriere weg sein. Dann ist der Weg gen Bodensee frei.

Kurzum: Ein mittleres Ausflugs- und Wanderparadies.

Das war nicht immer so.
Früher war dies das Armenhaus schlechthin. Dieser Landstrich produzierte eigentlich nur einen Haufen Elend und dieses Elend wiederum produzierte einen Haufen Auswanderer in alle Welt.
Ludwig Uhland beschrieb das einmal ziemlich treffend mit dem in hiesigen Landen geflügelten Wort "viel Steine gab´s und wenig Brot". Damit hatte er einerseits zwar Recht, aber genauso leicht reden, weil er vom reichlich fruchtbaren Neckarstrand stammte und Zeit seines Lebens auch dort beheimatet war. Heutzutage mögen das wenige Kilometer sein, damals lag dazwischen eine Welt und unter Umständen mehrere Grenzübergänge.
Das Leben im Mittelgebirge war schon immer hart: Gleich nach einem halben Meter Erde kommt schon meist der nackte Fels und der einzige Reichtum waren die vielen Steine auf den Äckern. Wasser ist in weiten Teilen nicht vorhanden und so funktionierte die Bewässerung noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts durch sog. "Hülen", was wiederum nichts anderes war als dreckige Wasserlöcher ohne Zu- oder Abfluss. Damals ging die zynische (Selbst-)Klage um, dass dieses brackige Wasser zwar Menschen am Leben erhalte, die Kühe das aber nicht sauften und stattdessen lieber verdursteten.

Überhaupt nennt man den Landstrich auch "rau" und das meint längst nicht nur teils miserable klimatische Grundbedingungen sondern eben auch den wenig herzlichen Charme der alt eingesessenen Bevölkerung. Böse Stimmen kolportieren, in diesem Landstrich würden auch die Frauen im Stehen pinkeln und das ganz einfach deshalb, weil sie ansonsten an der Klobrille festklebten ob der Hinterlassenschaften des Gatten.
Und wenn man dann keine dialektischen Begriffe für die menschliche Zone zwischen Bauchnabel und Knie entwickelt hat und sich einzig auf das Gesäß beschränkt, kommen eben Analysen heraus, wonach der Menschenschlag dort so geizig sei, dass nicht einmal zu erwarten sei, dass Fäkalien freiwillig ausgeschieden würden und Schotten als eigener Volksstamm gar nicht existierten sondern dies lediglich verschwenderische Schwaben seien, die man des Landes verwiesen habe und im hügeligen Flachland geht die Sage um, Gott habe diesen Höhenzug geschaffen, damit man irgendwo die Minderbemittelten unterbringe, die durch die Inzucht entstanden seien. Beweis für letzteres: Wahlen.
Rinderwahlkreise nennt man das als Hinweis darauf, dass hier jeder Ochs gewählt werde, solange er nur der CDU angehört.
Insgesamt ist die Bevölkerung dort so etwas wie der wissenschaftliche Beweis für die Evolution, da sich dort infolge jahrhundertelangen Mostabusus dickliche, rotgesichtige Sturschädel entwickelt haben, mit denen bereits die Kinder zur Welt kommen.
Aber bis in ein paar Millionen Jahren dürfte auch -der Erosion sei Dank- diese natürlich Barriere weg sein. Dann ist der Weg gen Bodensee frei.

Samstag, 18. Oktober 2008
Tipp 10
gorillaschnitzel, 02:00h

Freitag, 17. Oktober 2008
"Jörg", sagte der Frosch, als man ihm den Hals umdrehte...
gorillaschnitzel, 14:29h
Das Jörgerl ist tot. Darüber kann man nun viel schreiben, was ja auch getan wird. In jedem Fall ist das Jörgerl völlig besoffen und viel zu schnell Auto gefahren und ich muss zugeben, dass sich mein Beileid nicht allein deshalb in ziemlichen Grenzen hält.
Wunderschön sind nun aber die Verschwörungstheorien, die jetzt im braunwiescheiße-Lager blühen. Es ist einfach nur großartig und eine einzigartige Studie menschlichen Schwachsinns.
Sagte ich eigentlich schon mal, dass ich das Internet liebe? Nirgends sonst kommt man ohne größere Mühe und einigermaßen gefahrlos in die Nähe völlig Schwachsinniger und ähnlicher grenzdebiler Schwachmaten mit Funktionsstörung im cerebralen Sektor.
Da gibt es eine Dame, die der Überzeugung ist, sie hätte noch nach dem Unfall mit Jörgerls Seelenkörper in Kontakt gestanden, was in mir wiederum minimal Mitleid mit dem toten Jörgerl erweckt. In jedem Fall ist die Dame der Überzeugung, dass das Jörgerl als schon toter Seelenkörper neben seiner Karre gestanden habe und mit ihr Kontakt gehabt habe.
Ein anderer meint, das Jörgerl sei von einem israelischen Hubschrauber attackiert worden und dieser habe einen Baumstamm auf Jörgerls Auto geschmissen und dann selbigen sofort wieder entwendet und sei umgehend wieder von dannen geschwebt.
Noch nicht obskur genug?
Oder wie ist denn das:
Ein Bagger! Jawoll. Jörgerl rast in die Nacht dahin und dann schwebt dann auf einmal diese ominöse Baggerschaufel nachts um viertel nach eins...
Der nächste Kombattant ist der Ansicht, dass man das Jörgerl entführt und umgebracht habe, sodann in einen präparierten Phaeton gesetzt und die Nebelmaschine angeworfen habe. Flutsch, waren da auf einmal die Karre und die Leiche. Und viel Nebel.
Dabei war ja alles so: Jörgerl fährt. Angemessen mit so etwa Tempo 65. Da trifft er auf eine Ameise, die grade die Straße quert und flupps (!) stellts die Karre auf und das Jörgerl überschlägt sich mehrfach. Dann kommt die gute Fee und will das Jörgerl mittels Allohol sedieren. Den Rest übernimmt der Mossad, die Jodn, Asylanten, eine Negerclique, Kommunisten, Trotzkyausmgrab, böse Demokraten, die Amerikaner, die FPÖ, die Sozialisten, die Illuminaten, Bären, Bill Gates, Freimaurer, der Papst, die RAF, die Nazis von annodazumal, 23, die Katholiken undsoweiter. Ich glaube ja, es war die Blumen- und Gärtnereiinnung...
In jedem Falle gilt: Dont drink an drive, when you can smoke and fly. Erst recht ab Tempo 140 aufwärts.
Wunderschön sind nun aber die Verschwörungstheorien, die jetzt im braunwiescheiße-Lager blühen. Es ist einfach nur großartig und eine einzigartige Studie menschlichen Schwachsinns.
Sagte ich eigentlich schon mal, dass ich das Internet liebe? Nirgends sonst kommt man ohne größere Mühe und einigermaßen gefahrlos in die Nähe völlig Schwachsinniger und ähnlicher grenzdebiler Schwachmaten mit Funktionsstörung im cerebralen Sektor.
Da gibt es eine Dame, die der Überzeugung ist, sie hätte noch nach dem Unfall mit Jörgerls Seelenkörper in Kontakt gestanden, was in mir wiederum minimal Mitleid mit dem toten Jörgerl erweckt. In jedem Fall ist die Dame der Überzeugung, dass das Jörgerl als schon toter Seelenkörper neben seiner Karre gestanden habe und mit ihr Kontakt gehabt habe.
Ein anderer meint, das Jörgerl sei von einem israelischen Hubschrauber attackiert worden und dieser habe einen Baumstamm auf Jörgerls Auto geschmissen und dann selbigen sofort wieder entwendet und sei umgehend wieder von dannen geschwebt.
Noch nicht obskur genug?
Oder wie ist denn das:
Ein Bagger! Jawoll. Jörgerl rast in die Nacht dahin und dann schwebt dann auf einmal diese ominöse Baggerschaufel nachts um viertel nach eins...
Der nächste Kombattant ist der Ansicht, dass man das Jörgerl entführt und umgebracht habe, sodann in einen präparierten Phaeton gesetzt und die Nebelmaschine angeworfen habe. Flutsch, waren da auf einmal die Karre und die Leiche. Und viel Nebel.
Dabei war ja alles so: Jörgerl fährt. Angemessen mit so etwa Tempo 65. Da trifft er auf eine Ameise, die grade die Straße quert und flupps (!) stellts die Karre auf und das Jörgerl überschlägt sich mehrfach. Dann kommt die gute Fee und will das Jörgerl mittels Allohol sedieren. Den Rest übernimmt der Mossad, die Jodn, Asylanten, eine Negerclique, Kommunisten, Trotzkyausmgrab, böse Demokraten, die Amerikaner, die FPÖ, die Sozialisten, die Illuminaten, Bären, Bill Gates, Freimaurer, der Papst, die RAF, die Nazis von annodazumal, 23, die Katholiken undsoweiter. Ich glaube ja, es war die Blumen- und Gärtnereiinnung...
In jedem Falle gilt: Dont drink an drive, when you can smoke and fly. Erst recht ab Tempo 140 aufwärts.
Die Stabhochsprungkarriere von Sigi scheiterte stets an seiner extrem ausgeprägten Höhenangst: Hoch immer, runter nimmer!
gorillaschnitzel, 02:08h

Donnerstag, 16. Oktober 2008
Liebe Banker,
gorillaschnitzel, 02:01h
damals, als ich noch ein Kind war, hat man mir beigebracht, schön lieb und nett und artig "Danke" zu sagen, wenn ich von Tante Christa zu Weihnachten 20 Mark geschenkt gekriegt hab.
Neulich haben wir alle in diesem Land euch mal so nebenbei 470 Milliarden Euro spendiert (Tante Christa, das sind etwa 940.000.000.000 Mark) und irgendwie könnte doch da mal der Ackermann oder so mal schnell "Dankeschön" sagen.
Dankeschön für die Aufmerksamkeit, liebe Banker...
Es grüßt euch euer Wohltäter
gorillaschnitzel
Neulich haben wir alle in diesem Land euch mal so nebenbei 470 Milliarden Euro spendiert (Tante Christa, das sind etwa 940.000.000.000 Mark) und irgendwie könnte doch da mal der Ackermann oder so mal schnell "Dankeschön" sagen.
Dankeschön für die Aufmerksamkeit, liebe Banker...
Es grüßt euch euer Wohltäter
gorillaschnitzel
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