... newer stories
Mittwoch, 27. August 2008
Jillen
gorillaschnitzel, 14:28h
Zu Gast in unserer heutigen Talkrunde "Über Gott und die Welt": Jil Sander, Modemacherin (oder eher "Fashion Designerin") und Urpropagandistin des Anglizismus.
Frau Sander, über Gott und die Welt...
Jil: ...ist sehr viel to say. Sometimes bin ich really inconvenienced mit dem god, but hin und wieder I feel very satisfied.
Und mit der Welt?
Jil: Um honest zu sein: Da fühle ich mich sometimes richtig appreciated. Sehen Sie, my life concept ist doch very successful und das macht mich very happy. Ich like, was ich bin und ich war always schon ein fashion artist. Schon als little Mädchen.
Das ist das Stichwort: Ihre Kindheit!
Jil: My Kindheit! Die war nice und so completely beautiful. You know, da war dieses wonderful Haus und all that Spielzeug und ich durfte sehr early schon tailorn.
Was haben Sie denn geschneidert?
Jil: Da war diese puppy und ich hab der etwas very sophisticatisches, ganz newes getailored.
Was würden Sie denn Gott anziehen wollen?
Jil: Oh, das wäre my wirklich biggest Ding in meinem Life, wenn ich god dürfte was tailorn. Ich denke, da bräuchte es ein conservative concept, aber god wäre ein wonderful model für mein artistic fashion. Das wäre ein Highlight für das contemporary label und auch in future kann man das kaum overtoppen.
Was halten Sie denn von den Leibchen der Fußballnationalmannschaft?
Jil: You mean diese weißen Shirts mit dem eagle drauf? Gräßliche colour, weiß steht denn so absolutely nicht. I think, die sollten es mal in a trendy colour tryen. Maybe ein zartes pink oder something wie altrosa.
Wie halten Sie selbst sich denn fit?
Jil: Ich führe regelmäßig ein upgrade durch. Ich habe da eine wild combination von einigen Übungen und wenn man das regularly maked, fühlt man sich really gut.
Haben Sie so etwas wie eine Philosophie?
Jil: Yes, ich denke, dass es important ist, einen spirit zu haben. Dann macht das life auch einen sense. I can tell you, dass ich dadurch mehr grounded bin und meine geistigen technologies erst really einsetzen kann.
Was sagen Sie denn über die Mode der Kanzlerin?
Jil: Da würde ich completely alles changen, wenn Ändschela auf meine voice hören würde. Diese orange blazers sind eine große catastrophy und manchmal sind die Kleider too sharp geschnitten. You see, da platzt doch everything schier raus. Ist mir zu lady-like, ich finde she should etwas anders getailoredtes wearen. Vielleicht etwas mehr earthiges, weil das more die personality bringt. Wenn Ändschela mal etwas searcht, bin ich naturally gern bereit, ihr zu helpen.
Für welche Idee würden Sie sich denn einsetzen? Wovon sind Sie überzeugt?
Jil: Well, ich supporte einige very gute ideas, wie die anti-nudist-Bewegung. Everybody sollte etwas wearen und am liebsten of course etwas von meinem label. Unästhetisch, wie some people durch die Gegend moven.
Wie kommen denn die anderen Menschen mit ihrer Sprache zurecht?
Jil: Oh, thats überhaupt kein problem. Die meisten combinen doch auch alle möglichen anglizisms und ich denke, you must be an der Spitze des movements, weil wir ja alle world citizens sind und da muss man always be open für something Neues.
Danke Jil.
Jil: Very gern geschehen.
Frau Sander, über Gott und die Welt...
Jil: ...ist sehr viel to say. Sometimes bin ich really inconvenienced mit dem god, but hin und wieder I feel very satisfied.
Und mit der Welt?
Jil: Um honest zu sein: Da fühle ich mich sometimes richtig appreciated. Sehen Sie, my life concept ist doch very successful und das macht mich very happy. Ich like, was ich bin und ich war always schon ein fashion artist. Schon als little Mädchen.
Das ist das Stichwort: Ihre Kindheit!
Jil: My Kindheit! Die war nice und so completely beautiful. You know, da war dieses wonderful Haus und all that Spielzeug und ich durfte sehr early schon tailorn.
Was haben Sie denn geschneidert?
Jil: Da war diese puppy und ich hab der etwas very sophisticatisches, ganz newes getailored.
Was würden Sie denn Gott anziehen wollen?
Jil: Oh, das wäre my wirklich biggest Ding in meinem Life, wenn ich god dürfte was tailorn. Ich denke, da bräuchte es ein conservative concept, aber god wäre ein wonderful model für mein artistic fashion. Das wäre ein Highlight für das contemporary label und auch in future kann man das kaum overtoppen.
Was halten Sie denn von den Leibchen der Fußballnationalmannschaft?
Jil: You mean diese weißen Shirts mit dem eagle drauf? Gräßliche colour, weiß steht denn so absolutely nicht. I think, die sollten es mal in a trendy colour tryen. Maybe ein zartes pink oder something wie altrosa.
Wie halten Sie selbst sich denn fit?
Jil: Ich führe regelmäßig ein upgrade durch. Ich habe da eine wild combination von einigen Übungen und wenn man das regularly maked, fühlt man sich really gut.
Haben Sie so etwas wie eine Philosophie?
Jil: Yes, ich denke, dass es important ist, einen spirit zu haben. Dann macht das life auch einen sense. I can tell you, dass ich dadurch mehr grounded bin und meine geistigen technologies erst really einsetzen kann.
Was sagen Sie denn über die Mode der Kanzlerin?
Jil: Da würde ich completely alles changen, wenn Ändschela auf meine voice hören würde. Diese orange blazers sind eine große catastrophy und manchmal sind die Kleider too sharp geschnitten. You see, da platzt doch everything schier raus. Ist mir zu lady-like, ich finde she should etwas anders getailoredtes wearen. Vielleicht etwas mehr earthiges, weil das more die personality bringt. Wenn Ändschela mal etwas searcht, bin ich naturally gern bereit, ihr zu helpen.
Für welche Idee würden Sie sich denn einsetzen? Wovon sind Sie überzeugt?
Jil: Well, ich supporte einige very gute ideas, wie die anti-nudist-Bewegung. Everybody sollte etwas wearen und am liebsten of course etwas von meinem label. Unästhetisch, wie some people durch die Gegend moven.
Wie kommen denn die anderen Menschen mit ihrer Sprache zurecht?
Jil: Oh, thats überhaupt kein problem. Die meisten combinen doch auch alle möglichen anglizisms und ich denke, you must be an der Spitze des movements, weil wir ja alle world citizens sind und da muss man always be open für something Neues.
Danke Jil.
Jil: Very gern geschehen.
Dienstag, 26. August 2008
Selbst
gorillaschnitzel, 15:53h

Dienstag, 26. August 2008
Tipp 5
gorillaschnitzel, 00:05h

Freitag, 22. August 2008
Post? Immer der Farbe nach...
gorillaschnitzel, 02:10h

Donnerstag, 21. August 2008
Tipp 4
gorillaschnitzel, 17:24h

Mittwoch, 20. August 2008
Afghanistan
gorillaschnitzel, 13:10h
Ich habe da neulich eine EMail an E-R Beck geschrieben, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, des Verteidigungsausschusses und Vorsitzender der deutsch-maltesischen Parlamentariergruppe (ehrlich gesagt wusste ich nicht mal, dass es letzteres überhaupt gibt. Aber schön zu wissen, dass es scheint´s echt Völkerfreundschaft zwischen Deutschland und Malta gibt.).
Inhalt: Afghanistan.
Nachdem er auf seiner Homepage bereits ankündigt, Briefe und EMails nicht individuell zu beantworten (sprich: Schickenses ruhig, beantwortet wird nix), hatte ich wenig Hoffnung, dass da was zurückkommt. Aber der Mann hat mich überrascht: Für mich hat er wohl eine Ausnahme gemacht. Damit ist er -so wenig ich seine Positionen teile- einer der wenigen, die überhaupt antworten. Von daher: Respekt!
Meine Anfrage:
Seine Antwort:
Inhalt: Afghanistan.
Nachdem er auf seiner Homepage bereits ankündigt, Briefe und EMails nicht individuell zu beantworten (sprich: Schickenses ruhig, beantwortet wird nix), hatte ich wenig Hoffnung, dass da was zurückkommt. Aber der Mann hat mich überrascht: Für mich hat er wohl eine Ausnahme gemacht. Damit ist er -so wenig ich seine Positionen teile- einer der wenigen, die überhaupt antworten. Von daher: Respekt!
Meine Anfrage:
Sehr geehrter Herr Beck,
als Mitglied des Verteidigungsausschusses sind Sie sicherlich mit der Thematik Afghanistan und dem Einsatz der Bundeswehr dort bestens vertraut.
Ich möchte Ihnen nun hierzu einige Fragen stellen:
1. Momentan sehe ich eine sich jährlich verschlechternde Lage in Afghanistan. So gibt es immer mehr Anschläge und immer mehr tote Soldaten. Halten Sie es für wahrscheinlich, den Einsatz auch über das bisherige Nordgebiet auszudehnen und würden Sie dies befürworten?
2. Ich sehe mittel- bis langfristig wenig Aussicht, den Einsatz in Afghanistan innerhalb der nächsten 10-15 Jahre zu beenden, noch kann ich eine irgendwie geartete "Exit"-Strategie erkennen. Wie beurteilen Sie dies?
3. Angesichts eines stetig größer werdenden Widerstands und schwindenden "Rückhalts" gegenüber dem Einsatz innerhalb der Bevölkerung möchte ich Sie fragen, ob Sie auch bei signifikant steigenden Verlustzahlen einen Einsatz befürworten.
Ich würde mich freuen, wenn Sie Zeit fänden dies zu beantworten, mit freundlichen Grüßen
gorillaschnitzel
Seine Antwort:
Sehr geehrter Herr gorillaschnitzel,
in aller Kürze möchte ich Ihnen auf Ihre Fragen zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr antworten.
1. Das Mandat erstreckt sich auf die Nordregion, aber bereits jetzt ist ein örtlich und
zeitlich begrenzter (Kampf-)Einsatz in anderen Regionen (in der Region West
bereits geschehen) möglich.
2. Verstärkte Ausbildung der afgh. Polizei und der afgh. Armee bei gleichzeitiger
massiver Aufstockung ziviler Hilfe für die Infrastruktur sind für mich zwei tragende
Säulen einer Exitstrategie (in ca. 5 Jahren!)
3. Die Unterstützung und der Rückhalt für die Soldaten in der Bevölkerung ist
gegenwärtig "suboptimal", weil wir Politiker die Ziele unserer Sicherheitspolitik
nicht ausreichend erklärt und dafür geworben haben. Da es in Afghanistan
nicht nur um Bündnissolidarität sondern auch um deutsche Sicherheits-
interessen geht, stehe ich auch bei höheren Verlusten zu unserem Afghanistan-.
einsatz (allerdings mit dem in 2. skizzierten Ausstiegsszenario).
Mit freundlichen Grüßen
Ernst-Reinhard Beck,. MdB
Dienstag, 19. August 2008
Nachbarschaftspflege
gorillaschnitzel, 13:14h
Es ist ja schon nicht leicht, Kunde der Telekom zu sein. Aber das kann man ja ändern wenn man nur möchte. Schwieriger ist es schon, die Telekom als Nachbarn zu haben, weil die nicht so schnell wieder verschwinden.
Ich habe die Telekom als Nachbarn.
Auf den ersten Blick sind es ja relativ ruhige Nachbarn: Sie machen keinen Krach, sind selten bis überhaupt nie da, veranstalten auch keine lauten Grillpartys und auch sonst ist zwar der Anblick des Gebäudes nicht gerade berauschend, aber eine Autobahn oder ein Kindergarten wären meinem persönlichen Wohlbefinden deutlich abträglicher.
Wenn die rosa Riesen aber so selten da sind, gibt es auch ein Problem: Die Außenanlagen. Die nämlich werden nie gepflegt, bzw. erst dann, wenn der böse Nachbar -also ich- mal wieder motzt. Theoretisch wären mir die Außenanlagen von denen sowas von scheißegal. Wirklich. Aber nur so lange, als mein eigenes Refugium davon nicht betroffen ist und das ist mittlerweile der Fall, weil sich nämlich die verwilderte Hecke mitsamt anderem Unkraut wie Brennnesseln und Efeu in meine Wohlfühloase und das Minikräutergärtlein ausbreitet.
Nun sollte man eigentlich denken, das sei recht einfach zu bewerkstelligen, ein Anruf tut´s ja, sind ja Fachleute, was das Telefonieren angeht.
Nein!
So leicht ist das nicht, weil man nämlich keine verantwortliche Stelle hat, an die man sich wenden könnte, bei der örtlichen Zentrale entweder keiner rangeht oder aber nie zuständig ist und man stattdessen drauf angewiesen ist, das über die Callcenter zu machen und man da allerlei Auswahl hat: Privatkunde, Geschäftskunde, Vertragsproblem etcetera. Ich entscheide mich für "Störung", weil mir das am ehesten zutrifft, schließlich fühle ich mich gestört.
Der Ablauf ist dann ganz drollig: Erst fragt die Dame, ob das ein kleiner grauer Kasten sei und als ich dann sage, dass es sehr wohl ein Kasten sei, der auch ziemlich grau sei, aber alles sei nur nicht klein, entschuldigt sie sich mit dem Hinweis, sie sitze ja in Aachen, was ich wiederum mit dem Kommentar versehe, das ließe sich doch ändern und sie könne doch gehen, wenn ihr Aachen nicht gefalle und ab da nimmt es dann eine seltsame Wendung, weil die Dame jetzt etwas pikiert ist, weil sie wegen Aachen etwas in den falschen Hals gekriegt hat, das ich so ja gar nicht gemeint hab und es endet dann damit, dass ich den Satz fallen lasse, dass wenn da nicht bald ein Trupp heckenschneidernder Gärtner auftauche, ich das selbst in die Hand nehmen würde, dann aber sei das eine endgültige Lösung und es würden nie wieder Gärtner benötigt und sie sich dann davon bedroht fühlt, was ich wiederum entkräften mag, weil ich das ja so gar nicht gemeint hab und doch allenfalls die Hecke bedroht hätte und ich sowieso nicht vorgehabt hätte, nach Aachen zu fahren, auch wenn ich Aachen eigentlich ganz nett fände.
Am Ende haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die Dame sich um das Problem kümmert.
Tat sie nicht. 2 Wochen später noch immer dasselbe Problem und darum ruf ich wieder an. Insgesamt drei Mal und nie nimmt jemand ab. Vermutlich kennt man meine Nummer bereits und ich hätte sie unterdrücken sollen. Aber immerhin kann man ja den Anrufbeantworter mit stetig böseren Nachrichten vollquatschen.
Das mache ich insgesamt 3 Tage, ohne dass sich jemand meldet oder irgendein Gärtnertrupp auftaucht. Das leitet für mich dann die nächste Eskalationsstufe ein:
T-Punkt. Ich weiß, die Leute sind nicht zuständig, aber sonst ist niemand greifbar, von irgendwelchen Anrufbeantwortern die ohnehin nie abgehört werden mal abgesehen.
Tag 1: Der arme Marcel, Azubi, ist ein klein wenig überfordert mit meiner Thematik und schindet allein schon dadurch Zeit, indem er minutenlang in seinem PC rumsurft. Seinen Vorschlag ("rufen Sie doch diese Hotline an") finde ich ziemlich schlecht. Er den meinen ("kommen Sie doch mit zum Hecke schneiden. Es ist herrliches Wetter und Sie kriegen auch eine Butterbrezel und nen Sprudel") auch nicht gut. Wir einigen uns darauf, dass er anruft, er kriegt aber auch nur eine bundesweite Stelle und nicht das zuständige Regionalbüro dran. Die zumindest versprechen, das weiterzuleiten.
Tag 2: Immer noch nichts, also stehe ich wieder im T-Punkt. Marcel ist bei meinem Anblick gleich hinter die Kulissen gelaufen und überlässt die arme Sandra ihrem Schicksal. Ehrlich gesagt finde ich es im Nachhinein etwas gemein, aber ich war so schön in Fahrt, hatte mir ein paar Sprüche bereitgelegt, die bedauernswerte Sandra ("Was soll ich denn tun?" - "Das weiß ich auch nicht, mein Grundstück isses ja nicht, aber mein Vorschlag wäre, Sie schicken ein paar Gärtner") ziemlich überfahren und die wartenden Kunden erfreuen sich schon, weil ihre endlose Warterei wenigstens erheitert wird.
Das ist dann der Punkt, an dem der Boss des Ladens einschreitet und sich persönlich der Sache annimmt. Er muss wohl einige meiner Ankündigungen ernst genommen haben und war wohl vor allem darüber erschrocken, dass ich nun täglich kommen wolle. Nun wird recherchiert (mit dem Ergebnis, dass die Telekom nicht mal sagen kann, ob ihr das Gebäude überhaupt gehört. (Doooch, tut es)) und telefoniert ("Herr gorillaschnitzel regt sich auf, Ihr müsst da was machen") und am Schluss kriege ich dann den Ratschag, mich einerseits an die Gemeinde zu wenden und andererseits die Öffentlichkeit zu suchen (was ich unter anderem hiermit auch tue).
Und dann geschehen Zeichen und Wunder: Ich bin noch nicht zu Hause, da taucht auch schon ein Mensch mit Heckenschere auf und macht den Radikalschlag.
Das find ich erstmal gut und muss konstatieren, dass sie es geschafft haben, mich zu überraschen, aber nur so lange, wie ich das Ergebnis nicht sehe: Die Viertelstundenaktion hinterlässt immer noch auf gesamter Länge Heckenteile bei mir, die über einen Meter in mein Gelände ragen.
Also: Noch ne Nachricht auf den AB dieses ominösen Büros, etwas pöbeln schadet nie.
Tag 3: Man kennt mich mittlerweile im T-Punkt und glaubt dort wohl so langsam, dass ich zwar etwas irr bin, aber Irre auch hartnäckig und potentiell gefährlich sind.
Die Angelegenheit wird mittlerweile zu "unserer Sache" und damit meint der Chef des Ladens sich und mich. Wahrscheinlich hat er einerseits Verständnis und ärgert sich über die Schludrigkeit im Laden selbst, andererseits ist es unangenehm, wenn zu den motzenden Kunden auch noch der motzende Nachbar hinzukommt, der mittlerweile auch bereit ist, denhalben ganzen Laden zu unterhalten. Wieder ein Anruf vom Boss mit der Bitte, das zu bereinigen und mir nebenbei so etwas wie eine zuständige Stelle mitzuteilen.
Dazu: Ein EMail an die Kommune mit schönen Fotos.
Dazu: Eine EMail an die Telekompressestelle mit schönen Fotos und dem Hinweis, dass dieser Vorgang jetzt öffentlich werde.
Dazu: Dieser Blogeintrag.
Irgendwo stehen da noch mittlere Mengen Unkrautvernichter rum. Irgendwo.
Ich habe die Telekom als Nachbarn.
Auf den ersten Blick sind es ja relativ ruhige Nachbarn: Sie machen keinen Krach, sind selten bis überhaupt nie da, veranstalten auch keine lauten Grillpartys und auch sonst ist zwar der Anblick des Gebäudes nicht gerade berauschend, aber eine Autobahn oder ein Kindergarten wären meinem persönlichen Wohlbefinden deutlich abträglicher.
Wenn die rosa Riesen aber so selten da sind, gibt es auch ein Problem: Die Außenanlagen. Die nämlich werden nie gepflegt, bzw. erst dann, wenn der böse Nachbar -also ich- mal wieder motzt. Theoretisch wären mir die Außenanlagen von denen sowas von scheißegal. Wirklich. Aber nur so lange, als mein eigenes Refugium davon nicht betroffen ist und das ist mittlerweile der Fall, weil sich nämlich die verwilderte Hecke mitsamt anderem Unkraut wie Brennnesseln und Efeu in meine Wohlfühloase und das Minikräutergärtlein ausbreitet.
Nun sollte man eigentlich denken, das sei recht einfach zu bewerkstelligen, ein Anruf tut´s ja, sind ja Fachleute, was das Telefonieren angeht.
Nein!
So leicht ist das nicht, weil man nämlich keine verantwortliche Stelle hat, an die man sich wenden könnte, bei der örtlichen Zentrale entweder keiner rangeht oder aber nie zuständig ist und man stattdessen drauf angewiesen ist, das über die Callcenter zu machen und man da allerlei Auswahl hat: Privatkunde, Geschäftskunde, Vertragsproblem etcetera. Ich entscheide mich für "Störung", weil mir das am ehesten zutrifft, schließlich fühle ich mich gestört.
Der Ablauf ist dann ganz drollig: Erst fragt die Dame, ob das ein kleiner grauer Kasten sei und als ich dann sage, dass es sehr wohl ein Kasten sei, der auch ziemlich grau sei, aber alles sei nur nicht klein, entschuldigt sie sich mit dem Hinweis, sie sitze ja in Aachen, was ich wiederum mit dem Kommentar versehe, das ließe sich doch ändern und sie könne doch gehen, wenn ihr Aachen nicht gefalle und ab da nimmt es dann eine seltsame Wendung, weil die Dame jetzt etwas pikiert ist, weil sie wegen Aachen etwas in den falschen Hals gekriegt hat, das ich so ja gar nicht gemeint hab und es endet dann damit, dass ich den Satz fallen lasse, dass wenn da nicht bald ein Trupp heckenschneidernder Gärtner auftauche, ich das selbst in die Hand nehmen würde, dann aber sei das eine endgültige Lösung und es würden nie wieder Gärtner benötigt und sie sich dann davon bedroht fühlt, was ich wiederum entkräften mag, weil ich das ja so gar nicht gemeint hab und doch allenfalls die Hecke bedroht hätte und ich sowieso nicht vorgehabt hätte, nach Aachen zu fahren, auch wenn ich Aachen eigentlich ganz nett fände.
Am Ende haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die Dame sich um das Problem kümmert.
Tat sie nicht. 2 Wochen später noch immer dasselbe Problem und darum ruf ich wieder an. Insgesamt drei Mal und nie nimmt jemand ab. Vermutlich kennt man meine Nummer bereits und ich hätte sie unterdrücken sollen. Aber immerhin kann man ja den Anrufbeantworter mit stetig böseren Nachrichten vollquatschen.
Das mache ich insgesamt 3 Tage, ohne dass sich jemand meldet oder irgendein Gärtnertrupp auftaucht. Das leitet für mich dann die nächste Eskalationsstufe ein:
T-Punkt. Ich weiß, die Leute sind nicht zuständig, aber sonst ist niemand greifbar, von irgendwelchen Anrufbeantwortern die ohnehin nie abgehört werden mal abgesehen.
Tag 1: Der arme Marcel, Azubi, ist ein klein wenig überfordert mit meiner Thematik und schindet allein schon dadurch Zeit, indem er minutenlang in seinem PC rumsurft. Seinen Vorschlag ("rufen Sie doch diese Hotline an") finde ich ziemlich schlecht. Er den meinen ("kommen Sie doch mit zum Hecke schneiden. Es ist herrliches Wetter und Sie kriegen auch eine Butterbrezel und nen Sprudel") auch nicht gut. Wir einigen uns darauf, dass er anruft, er kriegt aber auch nur eine bundesweite Stelle und nicht das zuständige Regionalbüro dran. Die zumindest versprechen, das weiterzuleiten.
Tag 2: Immer noch nichts, also stehe ich wieder im T-Punkt. Marcel ist bei meinem Anblick gleich hinter die Kulissen gelaufen und überlässt die arme Sandra ihrem Schicksal. Ehrlich gesagt finde ich es im Nachhinein etwas gemein, aber ich war so schön in Fahrt, hatte mir ein paar Sprüche bereitgelegt, die bedauernswerte Sandra ("Was soll ich denn tun?" - "Das weiß ich auch nicht, mein Grundstück isses ja nicht, aber mein Vorschlag wäre, Sie schicken ein paar Gärtner") ziemlich überfahren und die wartenden Kunden erfreuen sich schon, weil ihre endlose Warterei wenigstens erheitert wird.
Das ist dann der Punkt, an dem der Boss des Ladens einschreitet und sich persönlich der Sache annimmt. Er muss wohl einige meiner Ankündigungen ernst genommen haben und war wohl vor allem darüber erschrocken, dass ich nun täglich kommen wolle. Nun wird recherchiert (mit dem Ergebnis, dass die Telekom nicht mal sagen kann, ob ihr das Gebäude überhaupt gehört. (Doooch, tut es)) und telefoniert ("Herr gorillaschnitzel regt sich auf, Ihr müsst da was machen") und am Schluss kriege ich dann den Ratschag, mich einerseits an die Gemeinde zu wenden und andererseits die Öffentlichkeit zu suchen (was ich unter anderem hiermit auch tue).
Und dann geschehen Zeichen und Wunder: Ich bin noch nicht zu Hause, da taucht auch schon ein Mensch mit Heckenschere auf und macht den Radikalschlag.
Das find ich erstmal gut und muss konstatieren, dass sie es geschafft haben, mich zu überraschen, aber nur so lange, wie ich das Ergebnis nicht sehe: Die Viertelstundenaktion hinterlässt immer noch auf gesamter Länge Heckenteile bei mir, die über einen Meter in mein Gelände ragen.
Also: Noch ne Nachricht auf den AB dieses ominösen Büros, etwas pöbeln schadet nie.
Tag 3: Man kennt mich mittlerweile im T-Punkt und glaubt dort wohl so langsam, dass ich zwar etwas irr bin, aber Irre auch hartnäckig und potentiell gefährlich sind.
Die Angelegenheit wird mittlerweile zu "unserer Sache" und damit meint der Chef des Ladens sich und mich. Wahrscheinlich hat er einerseits Verständnis und ärgert sich über die Schludrigkeit im Laden selbst, andererseits ist es unangenehm, wenn zu den motzenden Kunden auch noch der motzende Nachbar hinzukommt, der mittlerweile auch bereit ist, den
Dazu: Ein EMail an die Kommune mit schönen Fotos.
Dazu: Eine EMail an die Telekompressestelle mit schönen Fotos und dem Hinweis, dass dieser Vorgang jetzt öffentlich werde.
Dazu: Dieser Blogeintrag.
Irgendwo stehen da noch mittlere Mengen Unkrautvernichter rum. Irgendwo.
Montag, 18. August 2008
Tipp 3
gorillaschnitzel, 11:59h

Sonntag, 17. August 2008
Neunneunundsechzig
gorillaschnitzel, 02:02h
27 Jahre hat es gedauert, bis der Weltrekord im 100m-Lauf der Männer um 16/100 von 10,06 (Jim Hines, 1964) auf 9,90 (Leroy Burrell, 1991) geschraubt war.
Etwas mehr als halb so lange -14 Jahre- dauerte es, bis er wiederum um 16/100 von 9,85 (Donovan Bailey, 1994) zu 9,69 "verbessert" war. Und vermutlich wäre dieses Mal auch 9,60 oder 9,64 drin gewesen, wenn der Mann nicht nach 70 Meter aufgehört hätte auf Volldampf weiterzulaufen.
Fragen bleiben, wie zum Beispiel: Weshalb sind Sprinter heute nicht mehr die Kraftpakete wie noch vor 10 oder 20 Jahren? Rank und schlank und keine großen Muckis mehr. Ein Schelm....
Oder: Welcher Mensch ist eigentlich ohne medizinische oder pharmazeutische Hilfsmittel -und ohne Rückenwind- je schneller als 9,9 gelaufen? Ich behaupte: Keiner.
Etwas mehr als halb so lange -14 Jahre- dauerte es, bis er wiederum um 16/100 von 9,85 (Donovan Bailey, 1994) zu 9,69 "verbessert" war. Und vermutlich wäre dieses Mal auch 9,60 oder 9,64 drin gewesen, wenn der Mann nicht nach 70 Meter aufgehört hätte auf Volldampf weiterzulaufen.
Fragen bleiben, wie zum Beispiel: Weshalb sind Sprinter heute nicht mehr die Kraftpakete wie noch vor 10 oder 20 Jahren? Rank und schlank und keine großen Muckis mehr. Ein Schelm....
Oder: Welcher Mensch ist eigentlich ohne medizinische oder pharmazeutische Hilfsmittel -und ohne Rückenwind- je schneller als 9,9 gelaufen? Ich behaupte: Keiner.
Samstag, 16. August 2008
Gasgerd
gorillaschnitzel, 12:41h
Damit hat er sich dann wohl endgültig für den russischen Pass qualifiziert...
Muusaik
gorillaschnitzel, 02:12h
Senor beetfreeq macht Musikquizzes und ich hab ihn jetzt schon 2 oder 3 Wochen hängen lassen, aber nun liefer ich denn doch noch. Eigentlich will er ein Mosaik haben aus 3x3 Fotos, aber ich alter Spielverderber setz´einerseits keine Fotos rein, die mir nicht gehören (Creative Commons hin oder her) und andererseits hieße 3x3 eine etwaige Pixelbreite von ca. 150px, da sieht man ohnehin nicht sonderlich viel...
....in die Kommentare gepackt...
....in die Kommentare gepackt...
... older stories



