Dienstag, 23. August 2016
My life as a part-time-Viehdoktor
Vielleicht muss ich erstmal zugeben, dass ich auf Original Wiener Schnitzel stehe. Eine meiner liebsten Speisen neben Gaisburger Marsch und Linsen mit Spätzle.

Ich habe aber auch einen Nachbarn, der für den Kälbernachswuchs zuständig ist. Kurz: Ein Milchbauer.

Der ist diesbetreffend relativ entspannt. Relativ. Will heißen: Da werden schon mal Kälber in seiner Abwesenheit geboren. Sprich: Über Nacht. Flutsch: Kalb da.

Es kam schon vor, dass am frühen Morgen und im tiefsten Winter so ein frisch geborenes Kalb in seinem Hof (nicht Stall!) stand und ich ihn per Telefon geweckt habe um ihm eben das mitzuteilen. Ehe das Kalb sich überlegt auf Reise zu gehen.

Relativ heißt aber auch, dass er umso intensiver dabei ist, solange es noch hell ist und die Kuh grade gebärt. Da ist er voll dabei und dreht völlig rund. Dann braucht er schon mal Hilfe und wenn die übliche grade nicht greifbar ist, dann greift er auch schon mal auf die zurück, die abendlich grade nix zu tun haben, in dem Fall: Ich. So wird man zum Kalbhebbamerich.



Auf das näxxte Wiener Schnitzel freue ich mich trotzdem schon.

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Mittwoch, 6. April 2016
Es ist eine Sie
Definitiv. Eine italienische Zicke und sie heißt Bella. Sie ist schön und es war Liebe auf den allerersten Blick. Im Gegensatz zur anderen Bella will sie nicht viel und ist sehr genügsam, weshalb La Alfa mittlerweile eine neue Besitzerin hat. Und wo es warm wird macht es noch mehr Spaß, sie auszuführen. Weil sie bei schönem Wetter gleich nochmal mehr Spaß hat als bei Schmuddel.



Auto abgeschafft, den kompletten Winter mit Bella durchgefahren (okay, an 5 Tagen war ich auf Kollegen und den ÖPNV angewiesen, aber sonst...). Irgendwann war nicht mehr einsehbar, eine Karre zu haben, die mehrere Hundert Euro kostet, aber allenfalls 2 Monate im Jahr gefahren wird.

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Donnerstag, 31. März 2016
Mysterien des Alltags
Meine Abstellkammer riecht penetrant nach Haschisch. Wäre nett, wenn die Schublade des Wohnzimmertischs so riechen würde. Weil dann da auch was wäre wo andernorts nicht sein kann.

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Montag, 22. Februar 2016
Positive Aspekte des Klimawandels:
Am 22. Februar abends um halb 10 mit dem Roller heimfahren. Ohne Handschuhe.

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Freitag, 5. Februar 2016
Deutsch unendlich
Ich liebe die deutsche Sprache. Weil sie wie ein Baukastensystem funktioniert. Deutsch ist im Prinzip wie Lego. Man kann alles zusammenstecken. Zumindest was Nomen angeht.

Sie mögen mir das nicht glauben, aber ich habe da kürzlich ein supergeniales Wort gelesen, eines, das nur im universitären Kontext geboren wird. Eines, das für sich in Anspruch nehmen darf das längste tatsächlich in Gebrauch befindliche Nomen innerhalb des deutschen Sprachraums zu sein:

Körpergewichtreduktionsrehabilitationsprogramm

Kein Witz.

Und erst wenn jeder Syrer das fehlerfrei aussprechen und schreiben kann ist die Integration gelungen.

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Dienstag, 10. November 2015
Eine Stunde lang
heute Vattern telefonisch erklärt, wie man sich einen neuen Browser runterlädt und den gesamten Prozess begleitet. Weil er ein "Riesenproblem" hatte, das unter anderem damit zu tun hatte, dass er per Internet Explorer ins Internet geht und das mutmaßlich mit einer Explorerversion des Jahres 2008 oder 2009. Und für mich ist IE sowieso bäh.

Nun ist er zwar pragmatisch und bereit, neue Dinge auszuprobieren solange das halt funktioniert, aber gleichzeitig ein klein wenig neutechnologiefremd und schreibt sich alles auf Fresszettel auf: Sein Wlan-Passwort, wie er Schritt für Schritt zu seinen Mails kommt, wie er einen Brief schreibt. Kurz: Alles was mit dem PC zu tun hat landet auf einem quadratischen Fresszettel. Mit Fresszetteln kann ich aber nicht. Da krieg ich echt ne Krise und ich kann echt viel Chaos ab, weil ich sowieso ein Chaot bin. Ich weiß nicht, wie lange ich den Fresszettel mit dem Wlan-Passwort schon gesucht habe. Er blieb unauffindbar. Das ist die näxxte Baustelle.

Die aktuelle Baustelle haben wir mittels Fernbedienung gelöst. In dem Fall teamviewer. Das fand er seeeehr spooky. Er hat keinerlei Problem damit, wenn ich mich an seinen PC setze und er mir dabei über die Schultern schauen kann. Er hat aber klar ein Problem damit, wenn ich mich von entfernt in seinen PC einklinke und das von fern steuere und dann sein Mauszeiger Dinge ohne sein Zutun macht. Da versteht er die Technik dahinter nicht. Verbesserungen seines "Arbeitsablaufs" hat er akzeptiert, aber er war wohl auch froh, wie er dann um halb10 abends seinen noch angeblich obliegenden Aufgaben nachkommen konnte. Die ihm vor der Problemlösung 2 Stunden lang noch relativ egal waren.

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Donnerstag, 1. Oktober 2015
Spätestens dann,
wenn man als JVA-Besucher mit Namen begrüßt wird (so geschehen heute), ist es Zeit, dass das alles ein Ende hat. Hat es jetzt auch. Zumal man Routinen entwickelt, die irgendwie nicht wirklich gesund sind: Beispielsweise alles -wirklich alles- von der Armbanduhr bis zum letzten Schnitzel Papier ins Schließfach räumt, während sie meinen Reisepass kontrollieren und nebenbei über die Stempel und Visa smalltalken und übrigens hat letztens der Gürtel angeschlagen, der sollte also auch noch weg.

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Donnerstag, 4. Juni 2015
Heute im Knast
JVA-Beamter, nett, Humor, nachdem er meinen Pass und die Besuchererlaubnis anschaut: "Oje, ihr Name, das macht mein System nicht mit"

Ich: "Glaube ich gerne. Googeln Sie meinen Namen doch mal"

Er: "Ich wusste es. Waren Sie schon mal hier"

Ich: "Nein, nur in Stammheim"

Er: "Inhaftiert?"

Ich: "Nur als Besucher"

Er: "Mein Programm sagt nein. Ich muss jetzt alle XXXX XXXX und die Geburtsdaten mit ihrem Namen überprüfen. Ich darf Sie nicht reinlassen, wenn Sie schon mal hier gesessen sind"

Ich: "Wie viele sind denn das mit meinem Namen?"

Er: "54"

Ich: "In Deutschland?"

Er: "In Baden-Württemberg"


Da staune ich dann. Es ist mir klar, dass ich einen Namen habe, der ziemlich alltäglich ist, aber das überrascht mich dann doch. Mich zu googeln ist ziemlich unmöglich und das ist auch gut so, aber dass es gleich 54 Leute mit meinem Namen gibt, die in Baden-Württemberg mal im Knast saßen....

Vor laaaaanger, langer Zeit, als es diese Telekom-CDs mit den Festnetzanschlüssen gab, habe ich rausgefunden, dass es 3500 Festnetzanschlüsse auf meinen Namen gibt. Wahrscheinlich gibt es da noch viel mehr.

Er hat mich dann reingelassen. Es gibt keinen, der meinen Namen trägt und am gleichen Tag geboren wurde und in Baden-Württemberg jemals inhaftiert wurde. Püüüh.

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Freitag, 1. Mai 2015
Primo Maggio

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Samstag, 11. April 2015
Burn Baby Burn
Ganz ehrlich unter uns gesagt: Es gibt nicht sonderlich viele Gründe für mich, an einem Samstagmorgen um 6 Uhr 30 aufzustehen. Eigentlich sind es nur drei. Der eine Grund wäre ein früher Flug in den Urlaub. Der näxxte wäre: Das Haus brennt. Der dritte ist: Schnaps brennen.

Letzteres hatte ich früher regelmäßig gemacht, dann aber beenden müssen, weil der Zwetschgenbaum dem Hausbau zum Opfer gefallen ist.

Früher war das immer ein jährlich einmaliges Exzessereignis sondergleichen. Es begann immer damit, dass ich um 7 den Kessel eingeheizt habe. Um 7 Uhr 30 kam dann der mittlerweile verstorbene Nachbar und drückte mir eine Butterbretzel in die eine Hand und eine Flasche Bier in die andere. Dann wurde gebrannt. Ein Brand nach dem anderen und meist wurde man dann genötigt, die entsprechenden Brände auch zu probieren. Das ist erstmal relativ harmlos, weil das Zeug noch warm ist und damit sehr milde. Andererseits ist das unverdünnt und damit extrem hochprozentig und läuft mit 50-80 Umdrehungen in den Eimer.

Meist war man dann um eins oder zwei froh, wenn das alles rum war und die Glasbuddel heile heimgebracht wurde und das Sofa erreichbar war.



Dieses Jahr hab ich es mal wieder versucht. Weshalb weiß ich eigentlich selbst nicht, weil ich so überhaupt nicht auf Schnaps stehe. Glaubenses oder nicht, aber ich hab noch zig Liter von vor 10 Jahren rumstehen. Das Zeug trink ich vielleicht ein Mal im Jahr. An Weihnachten. Nach dem Raclette.

Wahrscheinlich gings mir ums Event. Und den Versuch. Ich habe da nämlich noch diesen uralten Birnbaum. Eigentlich nur Mostbirnen. Aber man kann es ja mal probieren.

Um es kurz zu machen: Das Ergebnis war extrem ernüchternd, was nicht unbedingt am Material lag. 2014 war einfach ein extrem besch.....eidenes Jahr. Zu wenig Zucker und mit zu wenig Zucker entsteht halt auch kein Alkohol.

Am Ende waren es mickrige 6 Liter hochprozentiger Stoff. Gibt am Ende etwa 8-9 Liter Schnaps a ca. 43-44%. Das ist ehrlich gesagt jämmerlich. Meine bisherig mieseste Ausbeute waren 9 Liter hochprozentig (wobei da 30 Liter Maische mehr drin waren, ein Fünftel mehr als heute).

Spaß macht es aber trotzdem noch, auch wenn aus dem frühmorgendlichen Bier mittlerweile Kaffee geworden ist und sich die Schnapsprobiererei darin erschöpft, ein Mal kurz mit dem kleinen Finger durch den Strahl zu fahren und dann abzuschlecken.

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