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Donnerstag, 1. November 2007
Endlich! Mona Lisa darf in Kabul gezeigt werden...
gorillaschnitzel, 14:04h

Mittwoch, 31. Oktober 2007
Halloween
gorillaschnitzel, 20:40h


Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 12:37h
Satire
Kein Medium eignet sich besser für die Präsentation von durchgeknallten Irren, als das Fernsehen. Da kann man alles rüberbringen: Optik, Gestik, Mimik und das Geblubber und die Krakelerei des/ der Betroffenen.
Eine Sternstunde, ein wahrer Meilenstein dieses psychiatrischen Panoptikums, bot Sandra Maischberger. Die präsentierte zu einem Thema rund um Ufos, Engel und Außerirdische gleich eine Außerirdische als Gast: Nina Hagen. Das ist neu, das ist innovativ, das ist großes Fernsehen.
Nun kennt man Nina schon seit etwa 6 Jahrzehnten bestens. Sogar im Fernsehen. Früher, als das Fernsehen noch konservativ war, waren Auftritte a la Nina Hagen -masturbierend in der Talkshow- oder Klaus Kinski durchaus erheiternd, belustigend und skandalös. Jetzt aber, nach zig Folgen Big Brother, Soap Operas und seltsamen TV-Richtern hat das Publikum erkannt, dass Durchdreh-TV mittlerweile eigentlich den Standard setzt. Der Kinski hätte das erkannt. Die Nina nicht.
Und so setzt sie sich ins Fernsehen, und verwendet die Worte "Mond", "Engel", "George W. Bush", "Aliens" und "satanisches Werk" in einem einzigen Satz, ohne zu merken, dass es vielleicht ein klein wenig so klingen könnte, als sei man einen Tick neben der Spur.
Das führte dann zu seichtem Schmunzeln bei Joachim Bublath. Das ist der Bublath, bei dessen Sendungen es immer geknallt und gepufft hat. Das aber hindert die Nina nicht, ihre -etwas wirren und dem Normaldenker kaum nachvollziehbaren- Theorien noch weiter zu verbreiten. Das Ende vom Lied war ein Gekreische, wie es halt diese hysterischen und unausgeglichenen Schachteln während der Menopause haben und ein Joachim Bublath, der "einer Selbsthilfegruppe nicht teilhaben" wollte.
Leider hatte der Joachim da ziemlich Unrecht, weil geholfen war keinem und schon gar nicht von selbst.
Der Rest versuchte dann, Nina so gut es geht zu meiden, was aber angesichts einer gewissen Penetranz seitens Nina ein ziemlich schwieriges, wenn nicht unmögliches, Unterfangen ist, sodass man den Begriff "Narrenfreiheit" nun ganz neu definieren muss.
Insgesamt bot sie ein Bild wie ein zugekokster Teletubby in der Pubertät und man war wirklich geneigt, ihre Ausführungen für ein Bewerbungsgespräch bei einer psychiatrischen Klinik zu interpretieren.
Merke:
Schaut man besoffen oder bekifft oder beides eine Sendung, bei der Nina Hagen auftreten darf, dann ist mindestens einer der beiden geistig nicht zurechnungsfähig und das ist nicht der Besoffenbekiffte.
Die Außerirdische
Eine Sternstunde, ein wahrer Meilenstein dieses psychiatrischen Panoptikums, bot Sandra Maischberger. Die präsentierte zu einem Thema rund um Ufos, Engel und Außerirdische gleich eine Außerirdische als Gast: Nina Hagen. Das ist neu, das ist innovativ, das ist großes Fernsehen.
Nun kennt man Nina schon seit etwa 6 Jahrzehnten bestens. Sogar im Fernsehen. Früher, als das Fernsehen noch konservativ war, waren Auftritte a la Nina Hagen -masturbierend in der Talkshow- oder Klaus Kinski durchaus erheiternd, belustigend und skandalös. Jetzt aber, nach zig Folgen Big Brother, Soap Operas und seltsamen TV-Richtern hat das Publikum erkannt, dass Durchdreh-TV mittlerweile eigentlich den Standard setzt. Der Kinski hätte das erkannt. Die Nina nicht.
Und so setzt sie sich ins Fernsehen, und verwendet die Worte "Mond", "Engel", "George W. Bush", "Aliens" und "satanisches Werk" in einem einzigen Satz, ohne zu merken, dass es vielleicht ein klein wenig so klingen könnte, als sei man einen Tick neben der Spur.
Das führte dann zu seichtem Schmunzeln bei Joachim Bublath. Das ist der Bublath, bei dessen Sendungen es immer geknallt und gepufft hat. Das aber hindert die Nina nicht, ihre -etwas wirren und dem Normaldenker kaum nachvollziehbaren- Theorien noch weiter zu verbreiten. Das Ende vom Lied war ein Gekreische, wie es halt diese hysterischen und unausgeglichenen Schachteln während der Menopause haben und ein Joachim Bublath, der "einer Selbsthilfegruppe nicht teilhaben" wollte.
Leider hatte der Joachim da ziemlich Unrecht, weil geholfen war keinem und schon gar nicht von selbst.
Der Rest versuchte dann, Nina so gut es geht zu meiden, was aber angesichts einer gewissen Penetranz seitens Nina ein ziemlich schwieriges, wenn nicht unmögliches, Unterfangen ist, sodass man den Begriff "Narrenfreiheit" nun ganz neu definieren muss.
Insgesamt bot sie ein Bild wie ein zugekokster Teletubby in der Pubertät und man war wirklich geneigt, ihre Ausführungen für ein Bewerbungsgespräch bei einer psychiatrischen Klinik zu interpretieren.
Merke:
Schaut man besoffen oder bekifft oder beides eine Sendung, bei der Nina Hagen auftreten darf, dann ist mindestens einer der beiden geistig nicht zurechnungsfähig und das ist nicht der Besoffenbekiffte.
Dienstag, 30. Oktober 2007
Schieflage 34
gorillaschnitzel, 10:23h
Wenn Minderjährige daherreden wie Rüdiger Safranski auf LSD und dabei ein Gesicht machen wie Anni Friesinger beim Orgasmus, dann ist irgendwas schief gelaufen. Ganz gewaltig schief.
Montag, 29. Oktober 2007
Herr Endele kauft ein Haus im Süden
gorillaschnitzel, 12:33h
Inmitten der blühendsten aller deutschen Landschaften lebt der Herr Endele mit seiner Frau. Herr Endele hat sich als Ingenieur in einem Zulieferbetrieb für einen großen deutschen Autokonzern, der nicht VW heißt, nach oben gearbeitet. Herr Endele und Gattin blieben kinderlos. Wahrscheinlich deshalb, weil es in Frau Endeles Kreisen unschick ist, schwanger Cabrio zu fahren. Herr Endele war das immer herzlich egal. Solange sich das Konto vermehrte, blieb die biologische Reproduktion Nebensache.
Jetzt ist Herr Endele so etwa gegen Ende 40, das Bankkonto rappelvoll und Herr Endele mitsamt Frau möchte etwas für die Lebensqualität im Alter tun.
Und weil der gesamte Geriatrieprozess sich in südlichen Gefilden wesentlich besser aushalten lässt, möchte sich Herr Endele auf Mallorca eine Finca kaufen. Wir haben Herrn Endele exklusiv bei seiner Suche begleitet.
Makler: Nun, Frau Endele, Herr Endele, wir hätten hier eine Traumvilla anzubieten. Schauen Sie sich´s an. 6 Schlafzimmer, jeweils mit en suite-Bad, großzügige Küche, 2 Esszimmer, 3 Balkone, 2 Terassen, Kaminzimmer, Wohnzimmer, Pool, Tennisplatz und Gästehaus. Alles zusammen 386 m². Dazu die Privatstraße, eigene Autobahnauffahrt und das Alarmsystem.
Herr Endele gehörte nicht zu den Schotten Deutschlands, wenn er nun nicht unmittelbar diese Frage stellen würde:
Und was koschd des?
Makler: 4,6 Millionen Euro.
Herr Endele ist geschockt. Das hatte er nicht erwartet. Nicht in Spanien. Diese Preise kannte er allenfalls von den Luxusvillen am Killesberg. Aber Herr Endele wäre auch nicht Herr Endele, wenn er sich seinen Unmut anmerken lassen würde. Erst recht nicht, wenn die Gattin mit dabei ist, die sich offensichtlich sofort in das Haus verliebt hat und am liebsten gleich einziehen würde.
Man schaut sich um:
Makler: Wir sind jetzt im Wohnbereich. Sie sehen die Terasse aus edlem Bangkirai-Holz, den Pool und den einmaligen, unverbaubaren Blick aufs Meer mit eigener Bootsanlegestelle.
Herr Endele hört noch "Zwölfmeteryacht" und "Parkett aus Jatoba-Holz", ist aber in Gedanken längst bei seinem armen Festgeldkonto, das er von Tante Gerdi mit 12 Jahren bei der Sparkasse Leinfelden-Echterdingen spendiert gekriegt hat und das er in den letzten 35 Jahren mühsam gefüllt hat. Nun ist es so weit, dass seine Claudi, seine große Liebe, ja, dass seine Claudi sein Konto leerräumen will für eine Bude in einem Land, das keine Terminpläne kennt und dessen Sprache er nicht mal ansatzweise spricht. Seine Claudi betrügt ihn quasi mit seiner anderen Geliebten.
Blitzschnell vergleicht Herr Endele die Zahlen:
Claudi: 86-62-92, dem Herrn Dr. Morescu aus Budapest sei Dank.
0012-345678: 5.345.625,47 €uro, eigenem Sparwillen und Tante Gerdis Erbe sei Dank.
Herr Endele schwitzt. Nicht der Schweiß Mallorcas, bedingt durch 37 viel zu heiße Grad sondern nackter Angstschweiß.
Makler: Wir sind jetzt in einem der Bäder. Whirlpool, Duschlandschaft mit Regenwaldfunktion, Bidet, italienische Fliesen und Carrara-Marmor.
Herrn Endeles Blick entgeht nichts. Wirklich nichts. Nicht umsonst ist er jahrzehntelang erfahrener Samstagvormittagheimwerker:
Schauetse mol: Die Fuge an dera Flies do....die isch et gut gmacht. Do muss man nochbessera.
Es ist die nackte Existenzangst, die Herrn Endele treibt. Er möchte nicht zurückfallen in das Vegetieren seiner Ururururahnen. Nicht noch einer, der nach Amerika muss. Und so bearbeitet er seine Claudi, nimmt sie am Händchen mit dem Ring, der ihn ein Monatsgehalt gekostet hat und streift durchs Haus.
Schönes Objekt, Claudi
Herr Endele nennt es absichtlich "Objekt". Würde er "Haus" sagen, wäre er emotional schon viel zu tief drinnen und seine Claudi dem Haus verfallen und sein Festgeldkonto mausetot. Also sagt er -während Claudi ihre Hundeaugen quer übers Mobiliar streifen lässt und sich die blondierte Dauerwelle grade auflöst-
Schönes Objekt, Claudi. Ein traumhafter Blick übers Meer, gell Claudi? Aber wozu brauchen wir 6 Schlafzimmer? Und denk doch nur mal an die Nachbesserungsarbeiten im Bad. Und die Privatstraße ist auch nicht geteert. Da kann ich nicht mal mit dem Anhänger drüberfahren.
Herr Endele weiß, dass Claudi zwar ums Verrecken eine Hütte im Süden haben möchte, aber er weiß auch, dass sich Claudis Sachverstand diesbezüglich in etwa auf dem Niveau eines Vorschulkinds bewegt und er weiß auch, dass Claudis Interessen eher in den Bereichen Kosmetik und Mode liegen und sie jetzt schon genervt ist, weil es viel zu lange dauert und die Dauerwelle zusammenfällt und sowieso der Lidstrich wieder nachgezogen gehört. Kurz: Claudi leidet und ist mittlerweile mehr mit sich als mit dem Objekt beschäftigt. Die Gelegenheit ist günstig. Er tritt auf den Makler zu:
Mir sollten da vielleicht noch mal über das Objekt reden. I mein, vielleicht könnte mir nochmal über den Preis schwätzen. Da müsst ma doch im Bad no ebbas machen lassa und die Zufahrtsstroß isch au net im guda Zuschdand. I moin, des isch halt a Gschäffd fürs Leba ond do sollt ma dann doch genau überlega, gell?
Makler: Der Verkäufer ist sich der Tatsache bewusst, dass der Verkaufspreis bereits im unteren Niveau liegt. Sie werden auf der ganzen Insel kein vergleichbares Haus zu diesem Preis finden.
Herr Endele weiß, dass er jetzt irgendwie aus der Situation kommen muss, ohne sein Gesicht zu verlieren:
Wissense, mir isch das einfach nicht gut genug verarbeitet für so ein deires Objekt. Da müsste man mal die Handwerker hier richtig ausbilden. Wenn sie diese Fuge sehen, isch das beinahe Pfusch am Bau. Und meine Frau möchte ja auch wieder halbtags arbeiten, vielleicht. Da müssen wir auch erschdmal was suchen. Und in so ein Objekt muss man sich ja auch verlieben, et wahr? Also meine Frau und ich, mir haben bisher noch nicht dieses I-wills-haben-Feeling, wissen Sie. Mir müssen da nochmal drüber schlafen.
....und wenn sie noch nicht gestorben sind, so suchen sie noch heute...
Jetzt ist Herr Endele so etwa gegen Ende 40, das Bankkonto rappelvoll und Herr Endele mitsamt Frau möchte etwas für die Lebensqualität im Alter tun.
Und weil der gesamte Geriatrieprozess sich in südlichen Gefilden wesentlich besser aushalten lässt, möchte sich Herr Endele auf Mallorca eine Finca kaufen. Wir haben Herrn Endele exklusiv bei seiner Suche begleitet.
Makler: Nun, Frau Endele, Herr Endele, wir hätten hier eine Traumvilla anzubieten. Schauen Sie sich´s an. 6 Schlafzimmer, jeweils mit en suite-Bad, großzügige Küche, 2 Esszimmer, 3 Balkone, 2 Terassen, Kaminzimmer, Wohnzimmer, Pool, Tennisplatz und Gästehaus. Alles zusammen 386 m². Dazu die Privatstraße, eigene Autobahnauffahrt und das Alarmsystem.
Herr Endele gehörte nicht zu den Schotten Deutschlands, wenn er nun nicht unmittelbar diese Frage stellen würde:
Und was koschd des?
Makler: 4,6 Millionen Euro.
Herr Endele ist geschockt. Das hatte er nicht erwartet. Nicht in Spanien. Diese Preise kannte er allenfalls von den Luxusvillen am Killesberg. Aber Herr Endele wäre auch nicht Herr Endele, wenn er sich seinen Unmut anmerken lassen würde. Erst recht nicht, wenn die Gattin mit dabei ist, die sich offensichtlich sofort in das Haus verliebt hat und am liebsten gleich einziehen würde.
Man schaut sich um:
Makler: Wir sind jetzt im Wohnbereich. Sie sehen die Terasse aus edlem Bangkirai-Holz, den Pool und den einmaligen, unverbaubaren Blick aufs Meer mit eigener Bootsanlegestelle.
Herr Endele hört noch "Zwölfmeteryacht" und "Parkett aus Jatoba-Holz", ist aber in Gedanken längst bei seinem armen Festgeldkonto, das er von Tante Gerdi mit 12 Jahren bei der Sparkasse Leinfelden-Echterdingen spendiert gekriegt hat und das er in den letzten 35 Jahren mühsam gefüllt hat. Nun ist es so weit, dass seine Claudi, seine große Liebe, ja, dass seine Claudi sein Konto leerräumen will für eine Bude in einem Land, das keine Terminpläne kennt und dessen Sprache er nicht mal ansatzweise spricht. Seine Claudi betrügt ihn quasi mit seiner anderen Geliebten.
Blitzschnell vergleicht Herr Endele die Zahlen:
Claudi: 86-62-92, dem Herrn Dr. Morescu aus Budapest sei Dank.
0012-345678: 5.345.625,47 €uro, eigenem Sparwillen und Tante Gerdis Erbe sei Dank.
Herr Endele schwitzt. Nicht der Schweiß Mallorcas, bedingt durch 37 viel zu heiße Grad sondern nackter Angstschweiß.
Makler: Wir sind jetzt in einem der Bäder. Whirlpool, Duschlandschaft mit Regenwaldfunktion, Bidet, italienische Fliesen und Carrara-Marmor.
Herrn Endeles Blick entgeht nichts. Wirklich nichts. Nicht umsonst ist er jahrzehntelang erfahrener Samstagvormittagheimwerker:
Schauetse mol: Die Fuge an dera Flies do....die isch et gut gmacht. Do muss man nochbessera.
Es ist die nackte Existenzangst, die Herrn Endele treibt. Er möchte nicht zurückfallen in das Vegetieren seiner Ururururahnen. Nicht noch einer, der nach Amerika muss. Und so bearbeitet er seine Claudi, nimmt sie am Händchen mit dem Ring, der ihn ein Monatsgehalt gekostet hat und streift durchs Haus.
Schönes Objekt, Claudi
Herr Endele nennt es absichtlich "Objekt". Würde er "Haus" sagen, wäre er emotional schon viel zu tief drinnen und seine Claudi dem Haus verfallen und sein Festgeldkonto mausetot. Also sagt er -während Claudi ihre Hundeaugen quer übers Mobiliar streifen lässt und sich die blondierte Dauerwelle grade auflöst-
Schönes Objekt, Claudi. Ein traumhafter Blick übers Meer, gell Claudi? Aber wozu brauchen wir 6 Schlafzimmer? Und denk doch nur mal an die Nachbesserungsarbeiten im Bad. Und die Privatstraße ist auch nicht geteert. Da kann ich nicht mal mit dem Anhänger drüberfahren.
Herr Endele weiß, dass Claudi zwar ums Verrecken eine Hütte im Süden haben möchte, aber er weiß auch, dass sich Claudis Sachverstand diesbezüglich in etwa auf dem Niveau eines Vorschulkinds bewegt und er weiß auch, dass Claudis Interessen eher in den Bereichen Kosmetik und Mode liegen und sie jetzt schon genervt ist, weil es viel zu lange dauert und die Dauerwelle zusammenfällt und sowieso der Lidstrich wieder nachgezogen gehört. Kurz: Claudi leidet und ist mittlerweile mehr mit sich als mit dem Objekt beschäftigt. Die Gelegenheit ist günstig. Er tritt auf den Makler zu:
Mir sollten da vielleicht noch mal über das Objekt reden. I mein, vielleicht könnte mir nochmal über den Preis schwätzen. Da müsst ma doch im Bad no ebbas machen lassa und die Zufahrtsstroß isch au net im guda Zuschdand. I moin, des isch halt a Gschäffd fürs Leba ond do sollt ma dann doch genau überlega, gell?
Makler: Der Verkäufer ist sich der Tatsache bewusst, dass der Verkaufspreis bereits im unteren Niveau liegt. Sie werden auf der ganzen Insel kein vergleichbares Haus zu diesem Preis finden.
Herr Endele weiß, dass er jetzt irgendwie aus der Situation kommen muss, ohne sein Gesicht zu verlieren:
Wissense, mir isch das einfach nicht gut genug verarbeitet für so ein deires Objekt. Da müsste man mal die Handwerker hier richtig ausbilden. Wenn sie diese Fuge sehen, isch das beinahe Pfusch am Bau. Und meine Frau möchte ja auch wieder halbtags arbeiten, vielleicht. Da müssen wir auch erschdmal was suchen. Und in so ein Objekt muss man sich ja auch verlieben, et wahr? Also meine Frau und ich, mir haben bisher noch nicht dieses I-wills-haben-Feeling, wissen Sie. Mir müssen da nochmal drüber schlafen.
....und wenn sie noch nicht gestorben sind, so suchen sie noch heute...
Sonntag, 28. Oktober 2007
Mist
gorillaschnitzel, 13:11h
Jetzt hab ich doch glatt verpasst, zu testen, wie die Beiträge sortiert werden, wenn ich den ersten vor der Zeitumstellung schreib und den zweiten unmittelbar danach...
Samstag, 27. Oktober 2007
Global Player
gorillaschnitzel, 15:19h
Kommunalpolitik in der Provinz scheint zu einem extrem gesunden Selbstbewusstsein seiner politisch aktiven Menschen zu führen. Zumindest wenn man über etwas Geld und noch mehr heile Welt verfügt und den unbedingten Willen hat, weltbekannt zu sein.
Das hat sich schon vor 20 Jahren bemerkbar gemacht in Deutschlands damals reichster Stadt: Eingedeckt durch so viel Unternehmenssteuern, dass man schon gar nicht mehr wusste, wohin mit dem ganzen Geld, konnte man es sich leisten, die Kindergartengebühren zu senken, städtische Einrichtungen wie Parkhäuser, Büchereien oder Schwimmbäder (so gut wie) kostenlos zur Verfügung zu stellen, eine Veranstaltungshalle bauen, die mit einem Vorhang verziert ist, den sich sonst nur noch Paris und New York leistenkonnten wollten und sich am Ende dann noch Zebrastreifen aus Carrara-Marmor legen lassen zu können.
Heute ist das etwas weniger geworden und die Kohle sitzt nicht mehr so locker. Aber Marmor hier und da gibts trotz allem noch im manchem Rathaus. Wenn alles etwas kleiner und beschaulicher ist und die Kommune nicht über einen Weltkonzern verfügt, dann wird alles über kleinste Gemeindeblätter transportiert. Und dann ist auf einmal das Dreineinhalbtausendeinwohnerkaff mit seinen grünen Wiesen und dem pittoresken Kirchturm auf Augenhöhe mit New York, London, Paris, Venedig, Irland und dem Kilimandscharo.
Das hat sich schon vor 20 Jahren bemerkbar gemacht in Deutschlands damals reichster Stadt: Eingedeckt durch so viel Unternehmenssteuern, dass man schon gar nicht mehr wusste, wohin mit dem ganzen Geld, konnte man es sich leisten, die Kindergartengebühren zu senken, städtische Einrichtungen wie Parkhäuser, Büchereien oder Schwimmbäder (so gut wie) kostenlos zur Verfügung zu stellen, eine Veranstaltungshalle bauen, die mit einem Vorhang verziert ist, den sich sonst nur noch Paris und New York leisten
Heute ist das etwas weniger geworden und die Kohle sitzt nicht mehr so locker. Aber Marmor hier und da gibts trotz allem noch im manchem Rathaus. Wenn alles etwas kleiner und beschaulicher ist und die Kommune nicht über einen Weltkonzern verfügt, dann wird alles über kleinste Gemeindeblätter transportiert. Und dann ist auf einmal das Dreineinhalbtausendeinwohnerkaff mit seinen grünen Wiesen und dem pittoresken Kirchturm auf Augenhöhe mit New York, London, Paris, Venedig, Irland und dem Kilimandscharo.
Freitag, 26. Oktober 2007
Rosi, Adolf, Josua und die Russen
gorillaschnitzel, 13:45h
Auf den ersten Blick ist Rosemarie eine rührige alte Frau, die eine mehr oder weniger rührige Geschichte erzählen kann. In der Kurzform geht die so:
Sie, vorm Krieg geboren, der Taufpate ein Führer namens Hitler, Vater Offizier, dann aber im Widerstand und ermordet, dann kamen die Russen.
Das ist so in etwa der Gesamtinhalt. Der wird weder weiter ausgeführt, noch verifiziert, aber wenn alte Damen auf den Plan treten, wird das schon alles so stimmen.
In jedem Fall hat die Geschichte die Rosemarie dazu bewegt, ein christliches Leben führen zu mögen. Darf sie gern, andere machen das ja auch. Aber im Unterschied zu anderen geht Rosemarie mit ihrem Glauben hausieren, weil ja der Sendungsgedanke "gehet hin in alle Welt" ja auch die russischen Weiten und den Irak meint. Und so langsam -Sie merken es sicher- stoßen wir voran in den Rosemarieschen Kosmos. Der ist auch festgehalten in einem Buch und der Rosemarieeigenschen Kirche: Josuamission.org. Nun ist die Josuamission nicht einzig, zumindest lässt sich noch mindestens eine zweite lokalisieren, von der man nicht weiß, ob deren Prophetiererei irgendetwas mit der ersten zu tun hat. Ist auch egal.
Rosemarie auf jeden Fall glaubt als gute Christin an Wunder und erklärt auch gleich, wie man über die menschliche Tragödie hinweggehen kann: Freude. Mit Freude davon künden, dass der Papa Nazigeneral war, mit Freude davon erzählen, dass der Adolf der Taufpate war.
Das ist eine hervorragende Strategie, Röschen. Darum sollte man diese Strategie möglichst weit verbreiten. Darum, ihr vergewaltigten Frauen, ihr mißhandelten Kinder, ihr Folteropfer dieser Welt.....geht hinaus und erzählt mit Freude von Vergewaltigung, Mißhandlung und Folter. Nur sein Leben Jesus übergegeben und schon läuft die Sache und die Irakis und die Burmesen müssten eben zum Christentum übertreten, dann ist dort auch Ruhe...
Meine neue Lieblingsseite hat hier ein Interview. "Lustig" wirds ab Minute 4:50 etwa. Und wer das für einen Versprecher hält, muss eben das Video fertig schauen, dann kommts noch ein paar Mal.....
Sehr unterhaltsam auch die Passage bei ca. 7:40: "....wenn auch Ihnen schreckliches angetan wurde....ich denke an Ihre Kindheit, im Geschäftsleben, Mobbing oder eine geschiedene Ehe...."
....und ganz am Ende dann eine Tränendrüsenstory, bei der dann offenbar wird, dass die Rosi gleich unmittelbar nach Jesus selbst kommt....
Amen
Sie, vorm Krieg geboren, der Taufpate ein Führer namens Hitler, Vater Offizier, dann aber im Widerstand und ermordet, dann kamen die Russen.
Das ist so in etwa der Gesamtinhalt. Der wird weder weiter ausgeführt, noch verifiziert, aber wenn alte Damen auf den Plan treten, wird das schon alles so stimmen.
In jedem Fall hat die Geschichte die Rosemarie dazu bewegt, ein christliches Leben führen zu mögen. Darf sie gern, andere machen das ja auch. Aber im Unterschied zu anderen geht Rosemarie mit ihrem Glauben hausieren, weil ja der Sendungsgedanke "gehet hin in alle Welt" ja auch die russischen Weiten und den Irak meint. Und so langsam -Sie merken es sicher- stoßen wir voran in den Rosemarieschen Kosmos. Der ist auch festgehalten in einem Buch und der Rosemarieeigenschen Kirche: Josuamission.org. Nun ist die Josuamission nicht einzig, zumindest lässt sich noch mindestens eine zweite lokalisieren, von der man nicht weiß, ob deren Prophetiererei irgendetwas mit der ersten zu tun hat. Ist auch egal.
Rosemarie auf jeden Fall glaubt als gute Christin an Wunder und erklärt auch gleich, wie man über die menschliche Tragödie hinweggehen kann: Freude. Mit Freude davon künden, dass der Papa Nazigeneral war, mit Freude davon erzählen, dass der Adolf der Taufpate war.
Das ist eine hervorragende Strategie, Röschen. Darum sollte man diese Strategie möglichst weit verbreiten. Darum, ihr vergewaltigten Frauen, ihr mißhandelten Kinder, ihr Folteropfer dieser Welt.....geht hinaus und erzählt mit Freude von Vergewaltigung, Mißhandlung und Folter. Nur sein Leben Jesus übergegeben und schon läuft die Sache und die Irakis und die Burmesen müssten eben zum Christentum übertreten, dann ist dort auch Ruhe...
Meine neue Lieblingsseite hat hier ein Interview. "Lustig" wirds ab Minute 4:50 etwa. Und wer das für einen Versprecher hält, muss eben das Video fertig schauen, dann kommts noch ein paar Mal.....
Sehr unterhaltsam auch die Passage bei ca. 7:40: "....wenn auch Ihnen schreckliches angetan wurde....ich denke an Ihre Kindheit, im Geschäftsleben, Mobbing oder eine geschiedene Ehe...."
....und ganz am Ende dann eine Tränendrüsenstory, bei der dann offenbar wird, dass die Rosi gleich unmittelbar nach Jesus selbst kommt....
Amen
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Bildliche Resteverwertung. Zusammenhanglos.
gorillaschnitzel, 15:11h
Rebell
gorillaschnitzel, 13:48h
Hans Söllner hat es zumindest in Süddeutschland -und explizit in Bayern- zu einigem Ruhm gebracht. Was der Hans macht, nennt sich despektierlich betrachtet, vermutlich Kleinkunst. Der Hans singt lustige und ernste und traurige Lieder, spielt ein bißchen Gitarre dazu und erzählt auch ein paar Geschichten.
Irgendwann hat der Hans beschlossen, sich nichts mehr gefallen zu lassen und alles, was ihn nervt so laut und deutlich zu benennen, dass er damit "höhere Kreise" trifft. Eigentlich sollte das in einer Demokratie nicht weiter auffällig sein. Aber der Hans wohnt in Bayern und dort ticken die Uhren doch noch ein wenig anders. Und so hat der Hans das ein oder andere Problem und den ein oder anderen Prozess am Hals.
Aber nicht nur der Hans. Sein Publikum eventuell auch. Das sieht dann so aus: Konzert während der Fußballweltmeisterschaft, die Polizei wird aus der rappelvollen Innenstadt abgezogen und gen Konzertstätte verlegt, wo man die einzige Zufahrtsstraße dichtmacht und nach Konzertende jeden -wirklich jeden- auf Drogen kontrolliert. Ich hätte ein gewisses Verständnis dafür, wenn man bekiffte Jungs und Mädels nicht hinter dem Steuer eines Wagens sehen möchte, aber auch Fußgänger per se als potentiell kriminell abzustempeln, kenne ich ansonsten nur aus einem Polizeistaat.
By the way:
Wer den Mann nicht kennt.....sehr hörenswert das Stück "Fahrzeugkontrolle": Teil 1, Teil 2
Irgendwann hat der Hans beschlossen, sich nichts mehr gefallen zu lassen und alles, was ihn nervt so laut und deutlich zu benennen, dass er damit "höhere Kreise" trifft. Eigentlich sollte das in einer Demokratie nicht weiter auffällig sein. Aber der Hans wohnt in Bayern und dort ticken die Uhren doch noch ein wenig anders. Und so hat der Hans das ein oder andere Problem und den ein oder anderen Prozess am Hals.
Aber nicht nur der Hans. Sein Publikum eventuell auch. Das sieht dann so aus: Konzert während der Fußballweltmeisterschaft, die Polizei wird aus der rappelvollen Innenstadt abgezogen und gen Konzertstätte verlegt, wo man die einzige Zufahrtsstraße dichtmacht und nach Konzertende jeden -wirklich jeden- auf Drogen kontrolliert. Ich hätte ein gewisses Verständnis dafür, wenn man bekiffte Jungs und Mädels nicht hinter dem Steuer eines Wagens sehen möchte, aber auch Fußgänger per se als potentiell kriminell abzustempeln, kenne ich ansonsten nur aus einem Polizeistaat.
By the way:
Wer den Mann nicht kennt.....sehr hörenswert das Stück "Fahrzeugkontrolle": Teil 1, Teil 2
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Hau den Lukas
gorillaschnitzel, 10:49h
Dienstag, 23. Oktober 2007
bonafide, 18:38h
Beten für Britney Spears
gorillaschnitzel, 15:32h
gorillaschnitzel, 14:45h
Demokratie ist (manchmal auch), wenn eine Terroristenorganisation mitten durchs Stadtzentrum marschieren darf...
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