Donnerstag, 5. April 2007
Knut
...ist eine billige Kopie. Das Original heißt Horst-Tappsy. Nur um das mal klarzustellen....


   ... Horst-Tappsy
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Mittwoch, 4. April 2007
Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein
Der Filbinger ist tot. Die Todesanzeige der Landesregierung Baden-Württembergs preist (u.a.):
Mit Hans Filbinger verliert unser Land eine herausragende, prägende Persönlichkeit.

(...)

Er war ein Landesvater im besten Sinne.

Hans Filbinger hat sich als Ministerpräsident, Innenminister, Staatsrat und Abgeordneter um unser Land verdient gemacht.
Unterzeichnet ist das von Günther H. Oettinger, seines Zeichens amtierender Ministerpräsident des Landes. Dass einer, der gern mal bei seinen Ulmia-Burschenschaftlern den ersten Vers des Deutschlandlieds singt, sich so äußert, verwundert nicht.

Aber mich hätte interessiert, was wohl Walter Gröger (Jahrgang 1922) dazu sagen würde. Der kann leider nichts mehr sagen, weil der Filbinger dafür gesorgt hat, dass der Mann hingerichtet wird.

   ... Poly-Tikk
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Holz zu Büchern
Viel Holz vor der Tür.

Gebunden oder Taschenbuch?
Beides.

Amazon oder Buchhandel?
Meist Buchhandel. Amazon nur dann, wenn das Buch im Handel nicht auftreibbar ist. Es geht nichts über eine Buchhandlung, in der man viel Zeit im Sessel verbringt und in Büchern blättert.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Es gibt Leute, die da wirklich ein Eselsohr machen? Lesezeichen, was immer das sein mag: Richtiges Lesezeichen, Kassenzettel, Visitenkarte, Zeitungsfetzen.

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Trennen zwischen Sachbücher und Romane, dann nach Autor.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Meist behalten, wenig verleihen, selten verschenken, nie wegwerfen, nie verkaufen.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Natürlich behalten.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Mit.

Kurzgeschichten oder Roman?
Romane und Sachbücher

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Eher ersteres.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Holden Caulfield

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Wenn man müde ist das Kapitel fertig lesen.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?
Tendenziell ersteres.

Kaufen oder Leihen?
Immer kaufen. Leihen allenfalls Fachliteratur fürn Job.

Neu oder gebraucht?
Eher neu. Es geht aber nichts über ein nettes Antiquariat.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Empfehlung und Stöbern

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Beides.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Wenn Zeit ist...

Einzelband oder Serie?
Ausschließlich Einzelbände

Lieblingsserie?
Erübrigt sich...

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Meine Diplomarbeit :-)))

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Alessandro Piperno: Mit bösen Absichten

Welches Buch liest Du gegenwärtig?
In der Regel lese ich nicht ein Buch sondern manchmal 5 parallel. Momentan sind es diese:
Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika
Tom Segev: Es war einmal ein Palästina
....und zum x-ten Mal...Mikael Niemi: Populärmusik aus Vittula

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Thomas Coraghessan Boyle: Wassermusik

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Dienstag, 3. April 2007
Apokalypse
Der Tag, als sich die Welt grundlegend und für immer veränderte, war eigentlich ein ganz normaler Tag. Eigentlich war es auch kein einzelner Tag. Eher eine mittellange Zeitspanne. Es passierte nichts spektakuläres. Nichts, das in die Geschichtsbücher hätte niedergeschrieben werden können.

Es brach kein Atomkrieg aus und es brach auch nicht der Dritte Weltkrieg aus. Die Klimaveränderung gabs zwar, aber das war alles machbar. Der Wald war zwar krank, aber vorhanden. Die Umstände insgesamt nicht die allerbesten, aber immerhin einigermaßen solide.

Dennoch passierte eines Tages etwas entscheidendes: Die Bienen verschwanden. Massenweise. Erst in Asien, dann in Europa, Australien und Afrika, schließlich auch in Nord- und Südamerika. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Verschwunden. Alle.

Natürlich wurde man schnell auf das Problem aufmerksam und versuchte, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Man vermutete Milben oder Insektizide. Aber niemand war in der Lage, eine konkrete Ursache zu benennen.

Man versuchte, Völker nachzuzüchten. Doch alle starben.
Schnell wurde allen klar, was das bedeutete. Dem Phänomen wurde ein Namen gegeben: Bienenpest. Horrorszenarien überfluteten die Medien, es setzten Hamsterkäufe ein und die Lebensmittelpreise explodierten. Dann passierte wirklich das, womit alle gerechnet hatten: Die Ernte weltweit war eine Katastrophe. Es gab Ausfälle wohin man schaute.
Man versuchte, Wildbienen zu züchten, Hummeln einzusetzen und mittels Rotoren künstlich zu bestäuben. Es blieb alles ohne großen Erfolg.
In einigen Staaten kam es zu Hungersnöten. Andere führten Krieg gegeneinander um die verbliebenen Ressourcen.


Alles Phantasie? Kann sein. .....Ach ja....

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Montag, 2. April 2007
Wäscheleine

   ... Horst-Tappsy
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Freitag, 30. März 2007
Antiquariat
Es gibt diese wundervollen Antiquariate, in denen man sich stundenlang aufhalten kann. Meist sind sie bevölkert von älteren Männern. Den Inhabern. Die sind nur für eines da: Bücher, Bücher und Bücher.
Mein Lieblingsantiquariat liegt in einer winzig kleinen Gasse und der Inhaber stellt die Gasse mit seinen Büchern so zu, dass sie während der Öffnungszeiten zur Fußgängerzone wird. Das Angebot ist wild gemischt: Hieronymus Bosch steht neben Batmancomics. Ich glaube, das ist beabsichtigt, weil man dann umso länger im Laden verweilt. Und manchmal setzt man sich einfach in den Sessel außen zwischen die Bücher. Auch schön.

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Donnerstag, 29. März 2007
How to become a TV cook
Kochsendungen boomen. Überall wird gekocht und oft ist es großer Mist, der da fabriziert wird. Das aber ist meist ziemlich egal, weil das ohnehin keiner essen muss und wenn doch, verzeiht das Publikum auch die allerschlimmsten Sünden.
Wenn Sie nun eine Karriere als TV-Koch anstreben sollten, hier die heißesten Tipps:


Das System Oliver

Das wirklich allerallerwichtigste: Legen Sie sich einen ordentlichen Sprachfehler zu. Am besten lispeln Sie unentwegt und suchen sich dann vorzugsweise Worte aus, in denen möglichst viele Zisch- und S-Laute vorkommen. Von nun an reden Sie auch besser Englisch. Und zwar in etwa so:
"Thith ith a wonderful pieth of pork. Let´th thee, what I can produthe now for my friendth."
Dann erzählen Sie die komplette Geschichte des Fleischs: Wie Sie das Ferkel eigenhändig auf die Welt gebracht hätten und ihm bereits in jüngsten Tagen Ayurveda-Massagen verabreicht hätten. Ferner sei das Vieh in unmittelbarer Feng Shui-Umgebung aufgewachsen und habe ausschließlich selbstgebrautes Bier und feinsten Bordeaux gesoffen.
Und wie Sie das alles erzählen, lassen Sie nebenher das Fleisch in der Pfanne anbrennen und erzählen hinterher, das sei nun richtig kross und könne nun einfach zwischen Labber-Toast gegessen werden oder auch mit einer ordentlichen Portion Senf.


Das System Mälzer

Geben Sie den Hoppla-ist-das-alles-easy-Koch. Legen Sie sich eine grenzdebile Assistentin zu, die nicht bis 3 zählen kann, aber zu allem ja und amen sagt.
Geben Sie dann den jovialen Gastgeber, der mal eben die Kocherei neu erfindet und glänzen Sie mit den abartigsten Rezepten, die Sie dann aber nach Gutdünken verändern. Kündigen Sie Kalbsleber in Krabbensauce an. Erzählen Sie dann etwas davon, wie umweltbelastet so eine methanverseuchte Kalbleber eigentlich sei und dass aus der Krabbensauce nun eine Suppe werde. Fahren Sie damit fort, dass die Krabben des Lieferanten heute richtig beschissen ausgesehen hätten und Sie ohnehin gegen diese thailändischen Zuchtfarmen seien wegen der Krabbenrechte und Sie dann stattdessen direkt heute morgen einen Kubikmeter Erde im Vorgarten umgegraben hätten und nun diese wunderbaren Regenwürmer hätten, die man genauso gut wie Krabben nehmen könne.
Nehmen Sie einige Handvoll Regenwürmer, schauen der dümmlichen Aktrice mit dem Klemmbrett tief in die blauen Kontaktlinsenäuglein, schmeißen dann die Viecher in die Fritteuse (nur kurz, es muss noch saftig sein), danach ab in den Mixer, mit Hühnerfond auffüllen und fertig ist die Suppe.


Das System Lafer

Das System Lafer funktioniert mit weitem Abstand am allerbesten und es lässt sich am einfachsten kopieren. Sie müssen nur eins tun: Grinsen. Unablässig und unaufhörlich grinsen. Das lenkt das Publikum von allem anderen ab. Sie können sich dann auch allerlei Unsinn erlauben und erhalten dann auch Werbeverträge mit Baumärkten, kriegen zigtausende für Autogrammstunden im Altenheim und sind sowas wie ein Popstar.
Damit das mit der richtigen Grinserei funktioniert, futtern Sie idealerweise täglich ein Dutzend Ecstasy und setzen dann ein Strahlen auf, als seien Sie soeben durch die Death Zone von Tschernobyl marschiert.

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Mittwoch, 28. März 2007
Halbdackel des Monats

Der Resozialisierer



Wie der Rainer kanns keiner. Wirklich. Weil der Rainer ein wirklich drolliger Kerl ist. Richtig putzig. Rainer ist 66 Jahre alt und weil mit 66 Jahren das Leben ja erst so richtig anfängt, hat sich Rainer gedacht, dass er sich mal wieder zu Wort melden muss. Das ist er gewohnt, weil er das auch früher schon getan hat. Genaugenommen war der Rainer nämlich mal ziemlich bekannt, weil er mit ein paar anderen zusammengelebt hat, eine richtig rattenscharfe Granate im Bett hatte -zumindest damals- und er Klotüren schon immer ziemlich spießig fand. Er nannte das damals Revolution.
Und heute macht er immer noch in Revolution. Auch heute wohnt er noch mit vielen anderen zusammen. Er nennt das seinen Harem. Der reicht ihm jetzt aber nicht mehr und da dachte er sich, er könne seine Vergangenheit plus Sozialarbeit plus gesteigertes Liebes- und Sexualbedürfnis allesamt in einen Sack packen und da hat er sich dann gedacht, dass Brigitte Mohnhaupt sicher ganz wild auf den potenten Rainer ist und ganz bestimmt hundertprozentig sicher beim Rainer einziehen möchte.
Und nun findet Rainer, dass die Brigitte einen ganz gewaltigen sexuellen Nachholbedarf hat nach 24 Jahren Knast. Deshalb soll sie in Rainers Harem. Rainer bietet sogar Schnupperangebote an. Da will man eigentlich schon gar nicht mehr wissen, was da genau beschnuppert werden soll.
Erkenntnis:
a) Manchmal reicht die Pubertät auch ins siebte Lebensjahrzehnt.
b) Rainer ist neben Günther Netzer der einzige Mensch in der Republik, der 40 Jahre ein und dieselbe Frisur spazieren trägt.
Herzlichen Glückwunsch, Rainer.

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Der Tag ist gerettet
....nachdem ich jetzt weiß, wieviele Styrodurplatten (126 cm x 60 cm x 4 cm) in einen Alfa 147 passen...




Eins wollen wir mal festhalten:
Wir leben weit über unseren Verhältnissen, aber deutlich unter unserem Niveau.

   ... Fundstuecke
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Dienstag, 27. März 2007
Der schönste Tag im Leben
...heißt es vom Hochzeitstag. Manchmal mag das so sein, manchmal geht auch einiges schief. Wie damals, als sich Onkel Günther weigerte, seiner entführten Braut nachzuspüren und die Entführer kurzerhand von der Feier verwies (Kunststück, die waren mitsamt Braut ohnehin weg). Das alles endete mit viel beleidigtem Getue und Geschrei von allen Seiten, einer heulenden Braut und die Ehe stand quasi von vorneherein unter keinem guten Stern und scheiterte dann auch kläglich.

Übertroffen wurde das alles aber von der Feier von Frank und Sabine. Das lag aber weniger an Frank und Sabine sondern eher an deren überaus peinlicher Verwandtschaft. Nicht ferne Onkel und Cousinen, die allernächsten Verwandten ersten Grades warens. Sie ließen nicht einen einzigen Fettnapf aus, in denen sie hätten tapsen können...
Frank war schon mal verheiratet. Auch mit einer Sabine. Gut, das kommt überall mal vor und wäre nicht weiter schlimm. Wenn nicht Ex-Sabine praktisch dauerpräsent auf der Hochzeit mit Neu-Sabine gewesen wäre.

Es begann damit, dass die Schwester des Bräutigams Luftballons verteilte, die man in den Himmel steigen lassen sollte. Aufdruck: Sabs & Frank. Voll daneben, weil Sabs der Spitzname für Ex-Sabine war und die Neu-Sabine unter Bine firmiert. Hätte man wissen können. Aber die Gäste sind geduldig und die Brautleute machen gute Miene zum schlechten Spiel.

Dann organisierte die Brautschwester eines dieser Spiele, die unterhaltsam sein können, aber auch ganz gewaltig in die Hose gehen können. In diesem Fall: Letzteres. Das Spiel geht so: Ein Päckchen wird wild hin und her gereicht und am Ende landet es beim Vater des Bräutigams, der dann mit der Braut den Tanz eröffnet. Scheinbar kannte die Dame schräg gegenüber das Spiel auch, denn sie sagte leise "ach du Scheiße" vor sich hin. Etwa 5 Minuten später war auch klar, warum: Da wurde der Vater des Bräutigams als nächster Adressat gesucht und keiner erhob sich. War auch schlecht möglich, weil der Mann schon 10 Jahre tot war. Wieder: Gute Miene zum schlechten Spiel.

Die absolute Krönung dann vor dem Essen: Sabines Vater wollte/musste unbedingt eine Rede halten. Er redete sich um Kopf und Kragen. Es begann damit, dass er die schwäbisch-sächsische Freundschaft hochhielt (Frank war Sachse) und allerlei Phrasen drosch: Es wachse zusammen, was zusammengehöre und jetzt sei die deutsch-deutsche Vereinigung vollzogen. Diejenigen, die eher dem Freundes- und Kollegenkreis entstammen, beginnen zu grinsen, die unmittelbare Verwandtschaft schüttelt den Kopf und verdreht die Augen.
Dann wurde es richtig lustig und Sabines Vater schwang sich auf in Hochform. Als alter Fußballer verglich er alles mit einem Fußballspiel und redete in Fußballsprache: Da sei jetzt ein richtiges Länderspiel im Gange zwischen Sachsen und Württemberg, gerne gehe man auch in die Verlängerung, aber da hätte es bisher allerlei Mitspieler gegeben und in früheren Spielen seien allerlei Fouls von Mit- und Gegenspielern begangen worden, was in Franks Liga zu einer roten Karte geführt habe. Nun aber nach dem Aufstieg spiele Frank um die Meisterschaft und es sei ein richtiges Spitzenspiel, nachdem die vom Platz verwiesene nun um den Abstieg spiele, man aber den kleinen Auswechselspieler von der Vorsaison gerne in die Meistermannschaft einbaue.

Und so weiter. 45 Minuten ging das und führte dann dazu, dass das Buffet mittlerweile ein kaltes geworden war. Es wunderte mich dann, dass der Brautvater trotz dieses Auftritts dennoch die gesamte Spieldauer dabeibleiben durfte und nicht verletzungsbedingt ausgeschieden ist. Wo aber andere Hochzeiten bis morgens um 5 dauern, war hier kurz nach 10 alles rum.

   ... Personality goes a long way
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Montag, 26. März 2007
Grenzgang
Behördenwahn ist man gewöhnt, Behördenwahn erwartet man mehr oder weniger. Vor allem dann, wenns um Ausländerdinge geht. Nie sprechen deutsche Behörden so undeutlich, was vielleicht auch mit der Materie an sich zu tun hat.

Problemlos übertroffen werden die staatlichen Regulatoren aber durch die Privatwirtschaft:

Ich habe neulich einen Flug gebucht. Nach Berlin. Nicht wegen mir, sondern wegen 2 Mitreisenden, die dringend da hin müssen zwecks Beschaffung eines Passes. So weit, so problemlos. Geht dank Internet ja relativ schnell und billig.
Weil man ja aber ein klein wenig vorsichtig ist und die Pappenheimer kennt, fragt man sicherheitshalber doch mal lieber nach, was man denn so braucht, um ein Flugzeug besteigen zu dürfen um einen Inlandsflug zu absolvieren.

Die nette Dame vom Bundesgrenzschutz meint, man braucht für so einen Inlandsflug nix. Außer einem gültigen Ticket natürlich. Aber ich solle doch mal bei der entsprechenden Fluggesellschaft nachfragen, die hätten teilweise sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Passagiere.
Die Fluggesellschaft nannte sich früher mal Ha-El-Icks und firmiert mittlerweile unter dem tollen Namen Tui-Fly. Da kann man sogar eine EMail hinschreiben und kriegt die auch beantwortet. Nur nicht mit einer befriedigenden Antwort. Aber gottseidank gibt es ja den Hinweis auf die Hotline. 0900nochwas für schlappe 99 Cent die Minute.
Hilft alles nix.
Anruf 1: Blabla, dieser Anruf kostet Sie 1,49 € je Minute. Grade eben hieß es zwar noch 99 Cent, aber vielleicht kommt ja jetzt die Megasuperduperspezialbetreuungshotline. Erstmal kommt: "Leider sind alle Leitungen belegt. Tütütüt."

Wumm. Einsneunundvierzig innen Wind geblasen. Versuch Nummer zwei einige Minuten später: Dasselbe Resultat. Mittlerweile sind 3 Euro zum Teufel und die Airline schon suspekt.
Aber man versuchts ja gern auch dreimal. Dieses Mal mit Erfolg und tatsächlich mit einer leibhaftigen Dame am Telefon. Also schnell alles runtergerattert und die Geschichte erzählt. Rückfrage der Dame:

"...und die haben keine Pässe?"

"Was glauben Sie, weshalb wir nach Berlin fliegen?"

"Die brauchen aber Pässe sonst kommen die nicht in den Flieger."

"Den Bundesgrenzschutz störts aber nicht, die haben da kein Problem mit."

Was nun als Antwort folgt, hätte ich vielleicht noch verstanden, wenn das die Sicherheitsmenschen am Flughafen gesagt hätten oder wenns vom Bundesgrenzschutz oder vom Ausländeramt gekommen wäre:

"Wir sind bei Nicht-EU-Ausländern strenger und wollen da immer einen Pass sehen, das dient zu unserer Sicherheit."

Davon lässt sie sich nicht mehr abbringen und es ist völlig egal, ob die Sicherheitsjungs am Flughafen und der Bundesgrenzschutz sicherheitstechnisch mit einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung längst zufrieden sind.
Und so brauchen wir nun noch zusätzlich nur für Tui-Fly eine amtliche Bestätigung mit ordentlichem Stempel und Unterschrift, dass zwei Menschen innerhalb von Deutschland von A nach B dürfen müssen.

   ... On the road
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Montag, 26. März 2007
Inner Kühle
Es geht darum.

Und petersilie befand nun, dass ich dies weiterzuspinnen habe. Mit sehr großem Vergnügen....

"Schaut euch doch erstmal mein Innenleben an", sprach Big Jim. "Ich habe da als einziger von euch was essbares drin. Ihr anderen seid doch alle fitzefatzeleer. Ich habe aber einen leckeren Hamsterbrotaufstrich im Mittelfach liegen. Ich sag euch: Das gibt ne Sause hin. Der Hamster war völlig besoffen als er damals bei meinem alten Inhaber Herrn Erich sprischwörtlisch unner die Räder jekommen is, ne und da blieb eben nix anneres übrich, als den armen Giselfritz, so hieß das arme Viech, nich, ja nix blieb anneres übrich, als den armen Giselfritz inne Kühle zu legen. In mich. Und weil der Giselfritz noch so viel Restalkohol hatte und dann noch weiter gegärt ist, ist das nun allerallerstreichzartester Uffstrich mit achteinhalb Umdrehungen.
Also ganz ehrlich, Jungens und du miserable Kühltasche inner Ecke: Mir wird da immer janz, janz schlescht. Bin ja quasi daueralkoholisiert. Drum müssen wir jetzt alle dran glauben.
Promillesharing ist das Gebot der Stunde, Jenossinnen und Jenossen. Solidarität mit allen besoffenen Kühlschränken! Sagt NEIN zu Bierflaschen in uns! Bereitet toten Hamsterbrotaufstrichen in uns ein Ende! Für ein Flaschenhalterverbot in Kühlschränken! Raus mit saurer Milch! Jawoll.
Möge die kühlungsbedürftige Masse zittern. Wir, Jenossinnen und Jenossen, wir ham nüscht zu verlieren außer unseren Kühlelementen."


So sprach Big Jim und die anderen Kühlschränke hätten Bauklötze gestaunt, wenn sie hätten Bauklötze staunen können. Still schwiegen sie in fernafrikanischer Sonne.
Dann endlich fragte die Kühltasche: "Und?"

"Nix und", sprach Big Jim. Wir warten nun erstmal, bis ein paar Einsiedlerkrebse kommen und diesen grünen Mist da hinten weitertragen. Der wird unser Messias."




....und die nächste Folge gibts bei Mr. James R. Cabman


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