Dienstag, 27. März 2007
Der schönste Tag im Leben
...heißt es vom Hochzeitstag. Manchmal mag das so sein, manchmal geht auch einiges schief. Wie damals, als sich Onkel Günther weigerte, seiner entführten Braut nachzuspüren und die Entführer kurzerhand von der Feier verwies (Kunststück, die waren mitsamt Braut ohnehin weg). Das alles endete mit viel beleidigtem Getue und Geschrei von allen Seiten, einer heulenden Braut und die Ehe stand quasi von vorneherein unter keinem guten Stern und scheiterte dann auch kläglich.

Übertroffen wurde das alles aber von der Feier von Frank und Sabine. Das lag aber weniger an Frank und Sabine sondern eher an deren überaus peinlicher Verwandtschaft. Nicht ferne Onkel und Cousinen, die allernächsten Verwandten ersten Grades warens. Sie ließen nicht einen einzigen Fettnapf aus, in denen sie hätten tapsen können...
Frank war schon mal verheiratet. Auch mit einer Sabine. Gut, das kommt überall mal vor und wäre nicht weiter schlimm. Wenn nicht Ex-Sabine praktisch dauerpräsent auf der Hochzeit mit Neu-Sabine gewesen wäre.

Es begann damit, dass die Schwester des Bräutigams Luftballons verteilte, die man in den Himmel steigen lassen sollte. Aufdruck: Sabs & Frank. Voll daneben, weil Sabs der Spitzname für Ex-Sabine war und die Neu-Sabine unter Bine firmiert. Hätte man wissen können. Aber die Gäste sind geduldig und die Brautleute machen gute Miene zum schlechten Spiel.

Dann organisierte die Brautschwester eines dieser Spiele, die unterhaltsam sein können, aber auch ganz gewaltig in die Hose gehen können. In diesem Fall: Letzteres. Das Spiel geht so: Ein Päckchen wird wild hin und her gereicht und am Ende landet es beim Vater des Bräutigams, der dann mit der Braut den Tanz eröffnet. Scheinbar kannte die Dame schräg gegenüber das Spiel auch, denn sie sagte leise "ach du Scheiße" vor sich hin. Etwa 5 Minuten später war auch klar, warum: Da wurde der Vater des Bräutigams als nächster Adressat gesucht und keiner erhob sich. War auch schlecht möglich, weil der Mann schon 10 Jahre tot war. Wieder: Gute Miene zum schlechten Spiel.

Die absolute Krönung dann vor dem Essen: Sabines Vater wollte/musste unbedingt eine Rede halten. Er redete sich um Kopf und Kragen. Es begann damit, dass er die schwäbisch-sächsische Freundschaft hochhielt (Frank war Sachse) und allerlei Phrasen drosch: Es wachse zusammen, was zusammengehöre und jetzt sei die deutsch-deutsche Vereinigung vollzogen. Diejenigen, die eher dem Freundes- und Kollegenkreis entstammen, beginnen zu grinsen, die unmittelbare Verwandtschaft schüttelt den Kopf und verdreht die Augen.
Dann wurde es richtig lustig und Sabines Vater schwang sich auf in Hochform. Als alter Fußballer verglich er alles mit einem Fußballspiel und redete in Fußballsprache: Da sei jetzt ein richtiges Länderspiel im Gange zwischen Sachsen und Württemberg, gerne gehe man auch in die Verlängerung, aber da hätte es bisher allerlei Mitspieler gegeben und in früheren Spielen seien allerlei Fouls von Mit- und Gegenspielern begangen worden, was in Franks Liga zu einer roten Karte geführt habe. Nun aber nach dem Aufstieg spiele Frank um die Meisterschaft und es sei ein richtiges Spitzenspiel, nachdem die vom Platz verwiesene nun um den Abstieg spiele, man aber den kleinen Auswechselspieler von der Vorsaison gerne in die Meistermannschaft einbaue.

Und so weiter. 45 Minuten ging das und führte dann dazu, dass das Buffet mittlerweile ein kaltes geworden war. Es wunderte mich dann, dass der Brautvater trotz dieses Auftritts dennoch die gesamte Spieldauer dabeibleiben durfte und nicht verletzungsbedingt ausgeschieden ist. Wo aber andere Hochzeiten bis morgens um 5 dauern, war hier kurz nach 10 alles rum.

   ... Personality goes a long way
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Montag, 26. März 2007
Grenzgang
Behördenwahn ist man gewöhnt, Behördenwahn erwartet man mehr oder weniger. Vor allem dann, wenns um Ausländerdinge geht. Nie sprechen deutsche Behörden so undeutlich, was vielleicht auch mit der Materie an sich zu tun hat.

Problemlos übertroffen werden die staatlichen Regulatoren aber durch die Privatwirtschaft:

Ich habe neulich einen Flug gebucht. Nach Berlin. Nicht wegen mir, sondern wegen 2 Mitreisenden, die dringend da hin müssen zwecks Beschaffung eines Passes. So weit, so problemlos. Geht dank Internet ja relativ schnell und billig.
Weil man ja aber ein klein wenig vorsichtig ist und die Pappenheimer kennt, fragt man sicherheitshalber doch mal lieber nach, was man denn so braucht, um ein Flugzeug besteigen zu dürfen um einen Inlandsflug zu absolvieren.

Die nette Dame vom Bundesgrenzschutz meint, man braucht für so einen Inlandsflug nix. Außer einem gültigen Ticket natürlich. Aber ich solle doch mal bei der entsprechenden Fluggesellschaft nachfragen, die hätten teilweise sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Passagiere.
Die Fluggesellschaft nannte sich früher mal Ha-El-Icks und firmiert mittlerweile unter dem tollen Namen Tui-Fly. Da kann man sogar eine EMail hinschreiben und kriegt die auch beantwortet. Nur nicht mit einer befriedigenden Antwort. Aber gottseidank gibt es ja den Hinweis auf die Hotline. 0900nochwas für schlappe 99 Cent die Minute.
Hilft alles nix.
Anruf 1: Blabla, dieser Anruf kostet Sie 1,49 € je Minute. Grade eben hieß es zwar noch 99 Cent, aber vielleicht kommt ja jetzt die Megasuperduperspezialbetreuungshotline. Erstmal kommt: "Leider sind alle Leitungen belegt. Tütütüt."

Wumm. Einsneunundvierzig innen Wind geblasen. Versuch Nummer zwei einige Minuten später: Dasselbe Resultat. Mittlerweile sind 3 Euro zum Teufel und die Airline schon suspekt.
Aber man versuchts ja gern auch dreimal. Dieses Mal mit Erfolg und tatsächlich mit einer leibhaftigen Dame am Telefon. Also schnell alles runtergerattert und die Geschichte erzählt. Rückfrage der Dame:

"...und die haben keine Pässe?"

"Was glauben Sie, weshalb wir nach Berlin fliegen?"

"Die brauchen aber Pässe sonst kommen die nicht in den Flieger."

"Den Bundesgrenzschutz störts aber nicht, die haben da kein Problem mit."

Was nun als Antwort folgt, hätte ich vielleicht noch verstanden, wenn das die Sicherheitsmenschen am Flughafen gesagt hätten oder wenns vom Bundesgrenzschutz oder vom Ausländeramt gekommen wäre:

"Wir sind bei Nicht-EU-Ausländern strenger und wollen da immer einen Pass sehen, das dient zu unserer Sicherheit."

Davon lässt sie sich nicht mehr abbringen und es ist völlig egal, ob die Sicherheitsjungs am Flughafen und der Bundesgrenzschutz sicherheitstechnisch mit einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung längst zufrieden sind.
Und so brauchen wir nun noch zusätzlich nur für Tui-Fly eine amtliche Bestätigung mit ordentlichem Stempel und Unterschrift, dass zwei Menschen innerhalb von Deutschland von A nach B dürfen müssen.

   ... On the road
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Montag, 26. März 2007
Inner Kühle
Es geht darum.

Und petersilie befand nun, dass ich dies weiterzuspinnen habe. Mit sehr großem Vergnügen....

"Schaut euch doch erstmal mein Innenleben an", sprach Big Jim. "Ich habe da als einziger von euch was essbares drin. Ihr anderen seid doch alle fitzefatzeleer. Ich habe aber einen leckeren Hamsterbrotaufstrich im Mittelfach liegen. Ich sag euch: Das gibt ne Sause hin. Der Hamster war völlig besoffen als er damals bei meinem alten Inhaber Herrn Erich sprischwörtlisch unner die Räder jekommen is, ne und da blieb eben nix anneres übrich, als den armen Giselfritz, so hieß das arme Viech, nich, ja nix blieb anneres übrich, als den armen Giselfritz inne Kühle zu legen. In mich. Und weil der Giselfritz noch so viel Restalkohol hatte und dann noch weiter gegärt ist, ist das nun allerallerstreichzartester Uffstrich mit achteinhalb Umdrehungen.
Also ganz ehrlich, Jungens und du miserable Kühltasche inner Ecke: Mir wird da immer janz, janz schlescht. Bin ja quasi daueralkoholisiert. Drum müssen wir jetzt alle dran glauben.
Promillesharing ist das Gebot der Stunde, Jenossinnen und Jenossen. Solidarität mit allen besoffenen Kühlschränken! Sagt NEIN zu Bierflaschen in uns! Bereitet toten Hamsterbrotaufstrichen in uns ein Ende! Für ein Flaschenhalterverbot in Kühlschränken! Raus mit saurer Milch! Jawoll.
Möge die kühlungsbedürftige Masse zittern. Wir, Jenossinnen und Jenossen, wir ham nüscht zu verlieren außer unseren Kühlelementen."


So sprach Big Jim und die anderen Kühlschränke hätten Bauklötze gestaunt, wenn sie hätten Bauklötze staunen können. Still schwiegen sie in fernafrikanischer Sonne.
Dann endlich fragte die Kühltasche: "Und?"

"Nix und", sprach Big Jim. Wir warten nun erstmal, bis ein paar Einsiedlerkrebse kommen und diesen grünen Mist da hinten weitertragen. Der wird unser Messias."




....und die nächste Folge gibts bei Mr. James R. Cabman


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Samstag, 24. März 2007
Europa
Europa hat Geburtstag. Und wie es sich für so eine Dame in den Wechseljahren gehört, verändert sich grade auch einiges. Natürlich ist der Jubilarin nicht so recht zum Feiern zumute. Es stehen ja einige Schönheitsoperationen an. Aber auch das ist eher Symptom der Menopause. Eigentlich nämlich gehts der alten Dame gar nicht so schlecht.

Einem Teil der Jubilanten fallen beim Stichwort Europa zuerst Assoziationen wie (Über-)Regulierung, Bürokratie und Subventionen ein. Nicht selten schwingt ein negativer Touch mit, wenn es um Europa geht.

Stimmt, es ist nicht alles schön und toll. Und ja, es gibt wirklich ein paar bedenkenswerte Problemchen.

Aber. Europa ist mehr als Brüsseler EU-Bürokratismus. Viel mehr. Es ist nicht weniger als der (weltweit erste) Versuch, einen Kontinent, dessen Nationen und Völker sich über Jahrhundert heftig und oft bekriegt haben, friedlich zu einen. Allein dies ist bemerkenswert und wie es aussieht, scheint es -bisher zumindest- prächtig zu funktionieren.
Es ist noch kein Jahrhundert her, das sind einige -längst nicht alle- mit großer Begeisterung gegen den Erbfeind Frankreich in den Krieg gezogen. Eine Tatsache, die schon 50 Jahre danach nicht mehr denkbar war. Schwerter zu Pflugscharen, Knobelbecher zu Badelatschen.

Europa ist nicht perfekt und wird es wahrscheinlich auch gar nie sein. Aber es ist friedlich. In diesem Sinne: Glückwunsch Europa, schön, dass es dich gibt.

   ... Poly-Tikk
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Freitag, 23. März 2007
Spam
Die Trojanerjungs mit ihren Spammails werden langsam etwas besser:


Ihre Kundennummer: 3660503

Sehr geehrter 1und1 Kunde,

im Rahmen der Mehrwertsteuererhöhung sind wir gesetzlich verpflichtet,
alle Rechnungen anzupassen, die im Jahr 2006 erstellt wurden und deren
Abrechnungszeiträume in das Jahr 2007 hineinreichen.

Sie erhalten daher in dieser E-Mail eine Anlage:

- Eine aktualisierte Rechnung, in welcher der Zeitraum des Jahres 2006 mit 16%
MwSt. und der Zeitraum des Jahres 2007 mit 19% MwSt. ausgewiesen wird

Wir verrechnen diese beiden Belege miteinander. Aus Gutschrift und
aktualisierter Rechnung ergibt sich somit für Sie ein Differenzbetrag von:

- 433,10 EUR

Ausschließlich der in dieser E-Mail genannte Differenzbetrag wird auf dem
üblichen Zahlungsweg ausgeglichen.


Aktueller Sicherheitshinweis:
=============================
Unbekannte haben Millionen von E-Mails versendet, die sich als Rechnungen der 1&1 Internet AG tarnen.
Diese E-Mails versuchen den Rechner des Empfängers mit einem Virus zu infizieren.
Ausschließlich solchen E-mails wie dieser können Sie vertrauen. Öffnen Sie keinesfalls in gefälschten E-Mails angehängten Dateien!

Sie erkennen die Echtheit Ihrer 1&1 E-Mail-Rechnung an folgenden Merkmalen:

- Sie erhalten echte Rechnungen immer als ZIP Dateien
- Sie finden immer diesen Sicherheitshinweis darin


Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: http:// www.1und1.xde/

Hilfe & Kontakt
===============
Haben Sie noch Fragen zu Ihrer Rechnung? Unsere Mitarbeiter der Rechnungsstelle sind gerne
für Sie da. Sie erreichen uns montags bis samstags von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter 0180 5 051 006 (14 ct/Min.).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr 1&1 WebHosting-Team

Und hier noch ein Tipp, wie Sie mit 1&1 Geld verdienen können:

Melden Sie sich noch heute kostenlos (!!!) als '1&1 ProfiSeller' an
und empfehlen Sie unsere Produkte Ihren Freunden und Bekannten.
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eBay-Hinweis zu geänderter E-Mail-Adresse
Hallo sehr geehrter Ebay Mitglied,

Vielen Dank für Ihren Antrag auf Änderung Ihrer E-Mail-Adresse. Anleitungen zur Durchführung der Änderung wurden an Ihre neue E-Mail-Adresse gesendet.

Falls die Email Adressen nicht von Ihnen geändert wurde dann führen Sie sofort Schritte aus die in dem beigelegtem Dokument beschrieben sind!

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, werden Ihre E-Mails bezüglich eBay nicht mehr an diese E-Mail-Adresse weitergeleitet.

Wenn Sie diese Änderung nicht vorgenommen haben, fragen Sie bitte zuerst Familienmitglieder und andere Personen, die evtl. Zugang zu Ihrem
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Vielen Dank,
eBay
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Zapping
In Australien herrscht Linksverkehr, das heißt, Sie müssen da auf der linken Seite fahren. Daran gewöhnen Sie sich aber schnell. Das sollte mit unseren Mietwägen alles kein Problem sein, weil die dann natürlich das Lenkrad auch auf der linken Seite haben. In ein paar Minuten ist das Routine.


Aus einer Dauerwerbesendung für eine Australienreise

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Donnerstag, 22. März 2007
Im Märzen die Biotomaten gedeih´n
Das hat wirklich was, wenn in einer Fernsehsendung im März (!!!) Bio- und Nichtbiotomaten einem Geschmackstest unterzogen werden. Meiner Ansicht nach dürfte es jetzt überhaupt keine Tomaten geben. Weder Bio, noch Nichtbio.

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Mittwoch, 21. März 2007
Elternabend
....kann lustig sein. Dann nämlich, wenn man weder Lehrer noch Eltern ist und eher zufällig/ sporadisch die Veranstaltung heimsucht.
Einerseits ist es sehr lustig, nach gut 15 Jahren mal wieder eine Schule von innen zu sehen, andererseits kann man das Haus mit breiter Genugtuung und mit der Gewissheit verlassen, diesen unheimlichen Ort nie wieder als Kunde aufsuchen zu müssen.

Und es gibt ja wirklich Schulen, die auf Ordnung achten und die Eltern im Elternabend exakt so positionieren, wie die Kinder in der Schule auch sitzen.

Den gesamten Verlauf erträgt man dann stoisch, wartet auf seinen Einsatz und ist sauer auf Mehmet. Der wurde aus der letzten Reihe in die allererste zwangsversetzt weil er unartig war. Und nun sitzt die sehr junge und sehr hübsche Mehmet-Mama nicht mehr neben einem sondern 4 Reihen weiter vorn. Stattdessen sitzt nun Lisas Mutter daneben, die unablässig von ihrer soooo schweigsamen Lisa erzählt.
Ach Mehmet....

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Authentizität
Es gibt zwei Momente, in denen der Mensch immer authentisch ist:

Beim Niesen und beim Orgasmus.

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Dienstag, 20. März 2007
Ein Wein unter den Bieren

Berg



Böse Zungen behaupten immer wieder, die klassischen Weinländer produzierten grausiges Bier. Das mag auf Italien und Frankreich meinetwegen zutreffen, für das klassische Rotweinland Württemberg gilt das nur bedingt. Eine wunderbare kleine Brauerei braut ein wunderbares Gesöff, das wie Wein den Gaumen runterläuft. Eigentlich hätte das Bier eine weite Verbreitung verdient, andererseits ist dieses Bier unmittelbar nach dem Bodensee der allerbeste Grund für einen Urlaub in Württemberg.
Angesichts des Minimalinhalts in den Flaschen (0,33) ist die Überlebensdauer eines Kasten leider sehr gering. Teilen Sie sich einen Kasten zu zweit, mehr können nicht partizipieren.

   ... Beer makes the world go round
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Montag, 19. März 2007
Von Meetings und Konferenzen
Ein Großteil all der Treffen, Sitzungen, Meetings, Besprechungen, Teams, Konferenzen ist schlicht überflüssig. Vieles wird zerredet, einiges ist einfach nur überflüssig und etliches wäre mit ein bißchen Pragmatismus seitens Frau Lohmann aus der Logistikabteilung auch ohne große Diskussion möglich gewesen.
Schon die Zusammensetzung ist in aller Regel mehr als dürftig: Es gibt die Neurotiker, die allein schon deshalb hinmüssenwollen, weil sie wichtig sind und sonst etwas verpassen könnten und es gibt diejenigen, die man aus irgendeinem Grund dazu verpflichtet hat, weil man beispielsweise irgendeinen Deppen braucht, der am Ende das Protokoll schreibt.

Es lassen sich aber mit etwas Distanz auch treffliche Charakterstudien betreiben und wenn man ein bißchen entspannt an die Sache rangeht, hat man selbst auch noch was von.

Die Wichtigen

Das sind immer die, die unwichtig sind. In aller Regel feilen sie zusätzlich zum armen Praktikantenprotokollanten an ihren eigenen Notizen.
Die Highendneurotiker unter ihnen lassen einen dann auch nicht an den Notizen teilhaben und decken sie ganz schnell mit ihrer Hand ab. Ein Reflex, der quasi seit Klasse 2 zur Perfektion getrieben wurde, als der kleine Jürgen mit dem Seitenscheitel damals immer von den bösen Jungs vertrimmt wurde.
Die Wichtigen kommen auch mit allerlei Redeschwällen inklusive 6 Relativsätzen pro Satz an und müssen dann durch den obersten Rädelsführer mittels Ordnungsruf ("komm zur Sache, Karl-Heinz") gebremst werden. Sie sind immer perfekt vorbereitet und haben vermutlich unmittelbar zuvor nochmals das Protokoll vom letzten Mal gelesen.

Die Klugscheißer

Die Klugscheißer sind mit die allerschlimmsten. Meist haben sie für sämtliche Eventualitäten irgendeine abartige Hypothese bereitliegen. Ich bin mir sicher, wenn in irgendeiner deutschen Firma einmal der Fall eintreten sollte, dass ein Kunde eine Staubmilbenwurst bestellen möchte, so hat irgendein Klugscheißer schon ein fertiges Rezept plus Vertrieb plus Marketingstrategie ausgeklügelt im Schreibtisch liegen. Gute Moderatoren bremsen die Energie dieser Klugscheißer meist mit einem "sehr gutes Konzept, Rolf" locker aus und versenken Rolfs Entwurf anschließend im Reißwolf.

Die Checklisten- und Merkpostenverteiler

Das ist nun der wirklich grausige Höhepunkt jeglicher Konferenzcharakterdeppen. Meist spielen sie sich mit den Klugscheißern die Bälle zu und verlangen nach einem klugscheißenden Einwand die umgehende Anfertigung einer Checkliste. Meist sind sie auch noch bereit, das zu übernehmen, was allein schon für eine weitere Disqualifizierung und den Titel Kollegensau reicht.
Sie sind es auch, die eine Besprechung unendlich in die Länge ziehen, indem sie nach jedem Tagesordnungspunkt (irgendein Klugscheißer hat da mal die überaus geniale Abkürzung "TOP" erfunden) nochmals das Wort ergreifen und dringend bitten, doch noch diesen und jenen Merkposten ins Protokoll aufzunehmen. Das Wort Merkposten an sich löst bei Checklistenallergikern spätestens bei der zweiten Erwähnung krampfartige Zuckungen aus.



Sie sehen: Es lauern Gefahren allenthalben. Stolpersteine und Fallen. Aber mit ein bißchen Aufmerksamkeit kommt man drumrum.

- Selektieren Sie die Interessen gnadenlos aus. Ein Thema erscheint Ihrer Tagesform entsprechend zu schwierig oder zu langweilig? Man kennt das ja, wenn man am Abend zuvor mal wieder zuviel gesoffen hat. Halten Sie sich raus und mischen Sie bei der Terminvereinbarung am Ende wieder mit. Hier aber mit großer Dreistigkeit und Impertinenz. Das ist ohnehin das, was schlußendlich übrig bleibt. Lehnen Sie in jedem Fall die ersten 4 Terminvorschläge ab.

- Seien Sie nur halbaufmerksam. Gerade so dabei, um noch am Rande die Thematik mitzukriegen, aber auch nicht so involviert, als dass Sie sich wirklich konzentrieren müssen. Halten Sie Ihr Gehirn stattdessen mit wirklich wichtigen Fragen auf dem Laufenden:
Hab ich nach durchzechter Nacht mit Gianna Nannini auch so eine Stimme oder versuch ichs vorerst doch lieber mit 3 Schachteln Zigaretten am Tag?
Hab ich genug Futter ins Vogelhaus geschmissen?
Großen Spaß macht -bei Blick auf die Einflugschneise eines Flughafens- das Zählen der einschwebenden Flugzeuge und das Messen ihrer Abstände.

- Essen und Trinken beruhigt ungemein. Sichern Sie sich daher einen ausreichend großen Vorrat an Kaffee, Kuchen und Bretzeln. Wenn Sie es geschickt anstellen, sind Ihre Kollegen hinterher ohnehin mit Ihnen beleidigt und der Sitzungsmarathon ist gelaufen, ehe er richtig begonnen hat.

- Nehmen Sie in jedem Fall immer einen Kugelschreiber und ausreichend Papier mit. Schreiben Sie aber bitte um Himmelswillen nichts mit -es sei denn, sie sind das Protokollschwein-. Das dient lediglich dazu, sich mittels diverser Zeichnungen die Zeit zu verkürzen.
Wenn Sie richtig dreist sein wollen, malen sie die Zeichnungen noch mit Buntstiften aus. Oder bringen Sie gleich ein Malbuch mit.

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Sonntag, 18. März 2007
Über Enten und Gänse
Beim Namen Kaczynski neigt man dazu, innerlich zusammenzuzucken. Zumindest, wenn man den Namen bisher mit dem Una-Bomber assoziiert hat. Seit diese Zwillingsbrüder Polen regieren, beginnt man Mitleid zu entwickeln, weil deren nationalkatholisches Radio-Maryja-Geplärre Polen nicht verdient hat. Zurück in die religiösfundamentale Steinzeit.
Das Dilemma ist ohnehin, dass es zwei sind, dazu noch Zwillinge, und man nie weiß, mit welchem es man denn nun wieder zu tun hat. Oder ist es nur einer? Hat jemand schon mal beide gleichzeitig gesehen?
Eigentlich ist es aber auch egal, weil die beiden ohnehin aussehen wie eine Kreuzung zwischen Stockente und aus einem der vielen polmischen Zuchtbetriebe entflohener Hafermastgans. Das an sich wäre ja vielleicht noch lustig, aber angesichts Angies Besuch in Polen habe ich mich ernsthaft gefragt, wie sich eine deutsche Bundeskanzlerin mit einem homophoben Todesstrafenbefürworter unterhält. Einem Mitteleuropäer wohlgemerkt.

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