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Dienstag, 6. März 2007
Frühsommerliche Grundästhetik
gorillaschnitzel, 15:06h
Nun wird es wieder Frühling und ich erahne beim Gedanken an den letzten Sommer bereits die ersten ästhetischen Vollkatastrophen. Also ihr lieben Mädels im jungvolljährigen Alter und jünger: Es macht überhaupt nix, wenn man das ein oder andere Kilo zuviel hat. Wirklich. Aber bitte verzichtet darauf, das als eine Art sekundäres Geschlechtsmerkmal einsetzen zu wollen. Das funzt nämlich nicht.
Verzichtet doch bitte darauf, sauenge Hüfthosen anzuziehen und dann auch noch bauchfreie T-Shirts tragen zu wollen. Die Jungs werden euch nicht auf das Bauchnabelpiercing schauen sondern auf den kahlen Ranzen, der da vorquillt. Also wenn ihr schon ums Verrecken irgendwelche Sekundärgeschlechtsmerkmale präsentieren wollt, empfehlen sich andere Körperregionen als ein dicker Bauch. Und hey: Es gibt tolle Klamotten, in denenman frau auch mit ein paar Kilo mehr als das Anorexiemodel gut aussieht...
PS: Ach ja, das hätte ich beinah vergessen....vergesst auch die kurzen Hosen mit den hohen Stiefeln. Das sieht auch scheiße aus. Bei allen. Immer.
Verzichtet doch bitte darauf, sauenge Hüfthosen anzuziehen und dann auch noch bauchfreie T-Shirts tragen zu wollen. Die Jungs werden euch nicht auf das Bauchnabelpiercing schauen sondern auf den kahlen Ranzen, der da vorquillt. Also wenn ihr schon ums Verrecken irgendwelche Sekundärgeschlechtsmerkmale präsentieren wollt, empfehlen sich andere Körperregionen als ein dicker Bauch. Und hey: Es gibt tolle Klamotten, in denen
PS: Ach ja, das hätte ich beinah vergessen....vergesst auch die kurzen Hosen mit den hohen Stiefeln. Das sieht auch scheiße aus. Bei allen. Immer.
Montag, 5. März 2007
Einfach hängen
gorillaschnitzel, 15:03h
Frage: Warum denk ich dabei immer an Diktatoren und Prozesse und Tribunale?


Sonntag, 4. März 2007
Zombies
gorillaschnitzel, 13:39h
Meist residiert die Zombie-Spezies weit draußen in den anonymen Neubaugebieten. Ganze Straßenzüge voll gleichgeschalteter Bauten, die sich allenfalls durch die Türklingel unterscheiden und denen man allesamt eine ästhetische Korrektur in Form eines nächtlichen Bombenangriffs wünscht.Das kleine Glück beschränkt sich auf den Schichtjob bei einem Automobilzulieferer, einer blondierten Gattin, deren einziger Lebensinhalt darin besteht, Botox zu fressen und einem
Könnte man bei diesem allgegenwärtigen Elend nicht auf die Idee kommen, wenigstens ein gescheites Haus zu bauen?
Samstag, 3. März 2007
Futuristische Touren
gorillaschnitzel, 19:25h
Der 4. Juni 2067 war ein heißer Tag. Wie eigentlich beinahe alle Tage in der Karibik heiße Tage sind. Das aber war Ali-Friedrich Kneule ziemlich gleichgültig, weil er nicht zum Spaß in der Karibik war. Niemand war zum Spaß in der Karibik gewesen, seit man vor 15 Jahren das Gebiet für Europäer hatte sperren müssen. Die Amerikaner waren da einsichtiger gewesen, aber denen hatte man auch das Rauchen früher und nachhaltiger abgewöhnt. Die Europäer aber waren zäher. Die wollten noch immer Fernurlaube machen, darum musste man das damals gesetzlich regeln und verbieten.
Meist waren das richtige Spinner, die das taten. So wie sein Vater und Großvater. Die waren damals auch überall unterwegs. Dann aber war die Welt gefährlicher geworden und die europäischen Regierungen hatten handeln müssen, weil es einfach zu teuer war, zig Staatsbürger ständig freikaufen zu müssen und dubiose Entführer zu alimentieren.
Ali-Friedrich Kneule hasste seinen Job. Er konnte es nicht verstehen, weshalb die paar Trottel, die sich noch die teure Sondergenehmigung leisten konnten in ein Land flogen, das malariaverseucht war und in dem sich alle paar Wochen ein anderer Oberst an die Macht putschte.
Noch viel weniger konnte er die Idioten verstehen, die diese Tortur illegal auf sich nahmen. Diese armen und verirrten Schweine zu fangen, war sein Job. Und wenn er wieder einmal einen erwischt hatte -sie benahmen sich aber auch zu dämlich und meist erkannte man die Illegalen auf den allerersten Blick (Raucher! Trinker!)- wurde es meist sehr teuer:
Verstoß gegen das Klimaschutzabkommen. Das war irrsinnig teuer. Die allerwenigsten konnten die Strafe bezahlen, geschweige denn das Rückflugticket (und mussten deshalb im Frachtraum zurückreisen).
Aber Ali-Friedrich Kneule konnte sich solche Sentimentalitäten nicht leisten und so erhob er sich wieder aus dem bequemen Korbstuhl in der Saftbar und schlenderte wieder Richtung Strand auf der Suche nach einem Illegalen...
Meist waren das richtige Spinner, die das taten. So wie sein Vater und Großvater. Die waren damals auch überall unterwegs. Dann aber war die Welt gefährlicher geworden und die europäischen Regierungen hatten handeln müssen, weil es einfach zu teuer war, zig Staatsbürger ständig freikaufen zu müssen und dubiose Entführer zu alimentieren.
Ali-Friedrich Kneule hasste seinen Job. Er konnte es nicht verstehen, weshalb die paar Trottel, die sich noch die teure Sondergenehmigung leisten konnten in ein Land flogen, das malariaverseucht war und in dem sich alle paar Wochen ein anderer Oberst an die Macht putschte.
Noch viel weniger konnte er die Idioten verstehen, die diese Tortur illegal auf sich nahmen. Diese armen und verirrten Schweine zu fangen, war sein Job. Und wenn er wieder einmal einen erwischt hatte -sie benahmen sich aber auch zu dämlich und meist erkannte man die Illegalen auf den allerersten Blick (Raucher! Trinker!)- wurde es meist sehr teuer:
Verstoß gegen das Klimaschutzabkommen. Das war irrsinnig teuer. Die allerwenigsten konnten die Strafe bezahlen, geschweige denn das Rückflugticket (und mussten deshalb im Frachtraum zurückreisen).
Aber Ali-Friedrich Kneule konnte sich solche Sentimentalitäten nicht leisten und so erhob er sich wieder aus dem bequemen Korbstuhl in der Saftbar und schlenderte wieder Richtung Strand auf der Suche nach einem Illegalen...
Donnerstag, 1. März 2007
Bald blühts wieder
gorillaschnitzel, 19:40h

Dienstag, 27. Februar 2007
Me and my T-Com
gorillaschnitzel, 15:03h
Die Jungs und Mädels von der rosaroten Spaßfront haben wirklich Humor. Anders lassen sich einige Geschäftsgebaren nicht erklären. Aber wenn die Jungs und Mädels von der rosaroten Spaßfront wüssten, dass ich manchmal auch über etwas Humor (und noch mehr Ausdauer als sie) verfüge, würden sie sich wohl sicher nicht diese Mühe machen.
Mich und sich beschäftigen sie ja schon etwas länger. Na gut, vielleicht beschäftigen wir uns auch gegenseitig. In jedem Fall möchte ich am Ende der Geschichte die rosarote Ehrenmedaille haben, weil ich doch in schlechten Zeiten einige Arbeitsplätze gesichert habe. Und das kam so:
Eigentlich ging es nur darum, ein Leistungsmerkmal zu kündigen. Keine große Sache eigentlich. Also schritt ich zur Tat und schrieb eine EMail. So hatte ich das seinerzeit ja auch angefordert und bekommen.
Irgendwie allerdings verstanden die Jungs und Mädels von der rosaroten Spaßfront nicht richtig. Ich erhielt nämlich eine EMail zurück, dass ich mich vorher doch ordentlich ausweisen sollte. Das hatte ich zwar schon getan und alle Daten mitgeschickt, aber vielleicht haben die Glasfaserkabel ja ein paar Bits und Bytes vertauscht und die EMail war unleserlich geworden.
Also das Ganze noch einmal. Dieses Mal mit der Antwort, dass ich das nicht so einfach abstellen könne, wenn ich das nicht alles per T-Online-Mail mache. Das war jetzt komisch, weil das Anstellen nämlich prächtig ohne T-Online-Mail klappte.
Das war der Zeitpunkt, an dem ich erstmalig etwas böse wurde und eine nicht mehr ganz so freundliche Email zurückschrieb.
Dann war erstmal Sendepause. Jetzt waren sie beleidigt mit mir und vermutlich zog meine EMail seine rosaroten Kreise im Bonner Hauptquartier. Zuvor wurde noch brav binnen ein oder zwei Tagen geantwortet, jetzt aber brauchten sie einen ganzen Monat.
Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mir so ohne E-Post von und mit den rosaroten Plüschibärchen ganz elendig langweilig wurde und ich es mir nicht verkneifen konnte, noch ein paar Mails loszutreten. Schaden zumindest konnte das nicht. Das hatte dann aber leider den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich auf einmal 4 Korrespondenzen mit 4 unterschiedlichen Bearbeitungsnummern für ein einziges Problem am Hals hatte. Leider habe ich da ein klein wenig die Übersicht verloren. Nicht aber die Rosafront: Die beantworteten wild durcheinander jede EMail und sei es nach 5 Wochen.
Konfus blieben sie trotzdem. Da wollten die doch tatsächlich -mal wieder- meine T-Onlinenummer haben, die ich ihnen soeben wieder mal geschickt hatte. Das war wirklich witzig. Also kriegten sie eine erfundene um dann....ja? Richtig geraten: Nach der T-Onlinenummer zu fragen.
Das war der Zeitpunkt an dem es mir begann Spaß zu machen. Mittlerweile hatte ich das schon gekündigt. Via Fax. Gebührenpflichtig. Das ging dann. Angeblich weil sie mich dadurch verifizieren können.
Das entpuppte sich als richtig dreiste Lüge: Man hatte mir gesagt, eine EMail-Adresse, die nicht von T-Online sei, könne von ihnen nicht verifiziert werden. Nun, die Faxnummer dürfte in keinstem Fall mir zugeordnet werden können, weil sie von jemand ganz anderem stammt und als "Unterschrift" hatten sie einen simplen Strich (von links unten nach rechts oben) akzeptiert. So geht man dort also mit Daten, Problemen und Anfragen um.
Und darum habe ich beschlossen, da ein ganzes Spiel draus zu machen und dafür zu sorgen, dass denen dort nicht langweilig wird und die ordentlich was zu tun haben. Diese Leute wollen auch essen und müssen ihre Miete zahlen. Darum wird bis heute derselbe (längst gelöste) Problemfall gleich vierfach (!) bearbeitet. Ein Blick in den PC würde wahre Wunder bewirken, aber so weit sind die ja noch nicht. Mal schauen, wanns beim ersten schnaggelt.
Mich und sich beschäftigen sie ja schon etwas länger. Na gut, vielleicht beschäftigen wir uns auch gegenseitig. In jedem Fall möchte ich am Ende der Geschichte die rosarote Ehrenmedaille haben, weil ich doch in schlechten Zeiten einige Arbeitsplätze gesichert habe. Und das kam so:
Eigentlich ging es nur darum, ein Leistungsmerkmal zu kündigen. Keine große Sache eigentlich. Also schritt ich zur Tat und schrieb eine EMail. So hatte ich das seinerzeit ja auch angefordert und bekommen.
Irgendwie allerdings verstanden die Jungs und Mädels von der rosaroten Spaßfront nicht richtig. Ich erhielt nämlich eine EMail zurück, dass ich mich vorher doch ordentlich ausweisen sollte. Das hatte ich zwar schon getan und alle Daten mitgeschickt, aber vielleicht haben die Glasfaserkabel ja ein paar Bits und Bytes vertauscht und die EMail war unleserlich geworden.
Also das Ganze noch einmal. Dieses Mal mit der Antwort, dass ich das nicht so einfach abstellen könne, wenn ich das nicht alles per T-Online-Mail mache. Das war jetzt komisch, weil das Anstellen nämlich prächtig ohne T-Online-Mail klappte.
Das war der Zeitpunkt, an dem ich erstmalig etwas böse wurde und eine nicht mehr ganz so freundliche Email zurückschrieb.
Dann war erstmal Sendepause. Jetzt waren sie beleidigt mit mir und vermutlich zog meine EMail seine rosaroten Kreise im Bonner Hauptquartier. Zuvor wurde noch brav binnen ein oder zwei Tagen geantwortet, jetzt aber brauchten sie einen ganzen Monat.
Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mir so ohne E-Post von und mit den rosaroten Plüschibärchen ganz elendig langweilig wurde und ich es mir nicht verkneifen konnte, noch ein paar Mails loszutreten. Schaden zumindest konnte das nicht. Das hatte dann aber leider den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich auf einmal 4 Korrespondenzen mit 4 unterschiedlichen Bearbeitungsnummern für ein einziges Problem am Hals hatte. Leider habe ich da ein klein wenig die Übersicht verloren. Nicht aber die Rosafront: Die beantworteten wild durcheinander jede EMail und sei es nach 5 Wochen.
Konfus blieben sie trotzdem. Da wollten die doch tatsächlich -mal wieder- meine T-Onlinenummer haben, die ich ihnen soeben wieder mal geschickt hatte. Das war wirklich witzig. Also kriegten sie eine erfundene um dann....ja? Richtig geraten: Nach der T-Onlinenummer zu fragen.
Das war der Zeitpunkt an dem es mir begann Spaß zu machen. Mittlerweile hatte ich das schon gekündigt. Via Fax. Gebührenpflichtig. Das ging dann. Angeblich weil sie mich dadurch verifizieren können.
Das entpuppte sich als richtig dreiste Lüge: Man hatte mir gesagt, eine EMail-Adresse, die nicht von T-Online sei, könne von ihnen nicht verifiziert werden. Nun, die Faxnummer dürfte in keinstem Fall mir zugeordnet werden können, weil sie von jemand ganz anderem stammt und als "Unterschrift" hatten sie einen simplen Strich (von links unten nach rechts oben) akzeptiert. So geht man dort also mit Daten, Problemen und Anfragen um.
Und darum habe ich beschlossen, da ein ganzes Spiel draus zu machen und dafür zu sorgen, dass denen dort nicht langweilig wird und die ordentlich was zu tun haben. Diese Leute wollen auch essen und müssen ihre Miete zahlen. Darum wird bis heute derselbe (längst gelöste) Problemfall gleich vierfach (!) bearbeitet. Ein Blick in den PC würde wahre Wunder bewirken, aber so weit sind die ja noch nicht. Mal schauen, wanns beim ersten schnaggelt.
Montag, 26. Februar 2007
KLAR-Stellung
gorillaschnitzel, 20:40h
Es gibt nichts entlarvenderes und letztlich tragikomisches als die Stellungnahmen von Extremisten aller Art.
Drum: Umgehend freilassen und labern lassen. Labern, labern, labern. Eine bessere Prävention kann es nicht geben.
Drum: Umgehend freilassen und labern lassen. Labern, labern, labern. Eine bessere Prävention kann es nicht geben.
Landleben im Nirgendwo
gorillaschnitzel, 12:48h
Sonntag, 25. Februar 2007
Geneigte Fläche
gorillaschnitzel, 21:08h
Mitten zwischen die masurischen Seen haben die Preussen eine richtig lustige Attraktion gesetzt:
Den Oberlandkanal. Der heißt zwar heute ganz anders, weil die Preussen aus Masuren abgezogen wurden, aber das ist ziemlich egal. Das lustige an dem Kanal ist, dass man aufgrund des immensen Gefälles auf Schleusen verzichtet hat und deshalb auf die geniale Idee kam, die Schiffe auf Schienenfahrzeugen eine geneigte Fläche hochzuziehen. Das diente damals dem Holztransport.
Heute dient das der touristischen Belustigung. Vermutlich deshalb, weil das meist deutsche und polnische Publikum diese vorsintflutliche Technik begeisterungswürdig findet und weil das eine richtig nette Beschäftigung ist, bei der man nicht viel tun muss, außer Glotzen. Außerdem kann man stundenlang durch Masuren schippern und das ist ja auch ganz spaßig. Für die paar Technikfreaks ist das auch hochinteressant, weil das Ding so eine Art perpetuum mobile ist und einzig mit Wasserkraft betrieben wird. Und weil Wasser meist den Berg runter fließt, die Schiffe aber hochmüssen, ist das die perfekte Synthese.
Der Kanal bietet auch eine prima Studie in Sachen deutsch-polnischer Völkerverständigung. Die klappt nämlich -zumindest was den Kanal angeht- prächtig. Da können die Zwillinge in Warschau, die immer so ein bißchen aussehen wie eine flugunfähige Ente bei Walt Disney hersabbeln was sie wollen.
Meist sieht eine Schiffsladung so aus: Die Polen werden von ihrer Verwandtschaft eingeschifft. Letztere zieht sich dann zurück. Vermutlich weil man schon mit Onkel Jurek diese Tortur hat machen müssen oder weil man noch die Krautwickel machen muss.
Die Deutschen werden meist von der Reisegesellschaft abgeliefert. In aller Regel beträgt deren Durchschnittsalter etwa 72 und vermutlich hat entweder die Kriegsgräberfürsorge oder die Rheumaliga diesen Ausflug gezahlt.
Beide werden sehr schnell sehr sentimental. Die Polen weil sie Wodka saufen und ihre Heimat ganz ihre toll finden, die Deutschen weil die Polen den Deutschen ihre Heimat ganz toll finden. In jedem Fall kommt es spätestens an der zweiten Hochziehaktion zu Verbrüderungsszenen, wenn es dann um Würste und Störche und die masurischen Alleen und Seen geht. Und definitiv bieten sich hochprozentige Alkoholika zur Verbrüderung an.
Jedes Mal wenn so eine geneigte Fläche kommt, an der dann das Schiff am Schlitten das Gras hochgezogen wird, steht dann immer die polnische Verwandtschaft da, die dieses Ereignis lautstark unter "Gschescheeeeek"- und "Lescheeeeek"-Rufen feiert, als wäre soeben Polen Fußballweltmeister geworden. Gscheschek und Leschek fahren auf dem Boot mit und sind die Wodkarädelsführer. Allerdings nervt die polnische Verwandtschaft dann ab geneigte Fläche drei doch immens. Vor allem weil man weiß, dass noch geneigte Fläche vier und geneigte Fläche fünf kommen.
Geneigt ist am Ende eh alles.
Nach der famosen Fahrt empfiehlt sich barszcz, danach irgendwelche golomki oder pierogi. Was das ist, braucht man nicht zu wissen. Dann ist man aber auch wodkatechnisch wieder voll einsetzbar.
Den Oberlandkanal. Der heißt zwar heute ganz anders, weil die Preussen aus Masuren abgezogen wurden, aber das ist ziemlich egal. Das lustige an dem Kanal ist, dass man aufgrund des immensen Gefälles auf Schleusen verzichtet hat und deshalb auf die geniale Idee kam, die Schiffe auf Schienenfahrzeugen eine geneigte Fläche hochzuziehen. Das diente damals dem Holztransport.
Heute dient das der touristischen Belustigung. Vermutlich deshalb, weil das meist deutsche und polnische Publikum diese vorsintflutliche Technik begeisterungswürdig findet und weil das eine richtig nette Beschäftigung ist, bei der man nicht viel tun muss, außer Glotzen. Außerdem kann man stundenlang durch Masuren schippern und das ist ja auch ganz spaßig. Für die paar Technikfreaks ist das auch hochinteressant, weil das Ding so eine Art perpetuum mobile ist und einzig mit Wasserkraft betrieben wird. Und weil Wasser meist den Berg runter fließt, die Schiffe aber hochmüssen, ist das die perfekte Synthese.
Der Kanal bietet auch eine prima Studie in Sachen deutsch-polnischer Völkerverständigung. Die klappt nämlich -zumindest was den Kanal angeht- prächtig. Da können die Zwillinge in Warschau, die immer so ein bißchen aussehen wie eine flugunfähige Ente bei Walt Disney hersabbeln was sie wollen.
Meist sieht eine Schiffsladung so aus: Die Polen werden von ihrer Verwandtschaft eingeschifft. Letztere zieht sich dann zurück. Vermutlich weil man schon mit Onkel Jurek diese Tortur hat machen müssen oder weil man noch die Krautwickel machen muss.
Die Deutschen werden meist von der Reisegesellschaft abgeliefert. In aller Regel beträgt deren Durchschnittsalter etwa 72 und vermutlich hat entweder die Kriegsgräberfürsorge oder die Rheumaliga diesen Ausflug gezahlt.
Beide werden sehr schnell sehr sentimental. Die Polen weil sie Wodka saufen und ihre Heimat ganz ihre toll finden, die Deutschen weil die Polen den Deutschen ihre Heimat ganz toll finden. In jedem Fall kommt es spätestens an der zweiten Hochziehaktion zu Verbrüderungsszenen, wenn es dann um Würste und Störche und die masurischen Alleen und Seen geht. Und definitiv bieten sich hochprozentige Alkoholika zur Verbrüderung an.
Jedes Mal wenn so eine geneigte Fläche kommt, an der dann das Schiff am Schlitten das Gras hochgezogen wird, steht dann immer die polnische Verwandtschaft da, die dieses Ereignis lautstark unter "Gschescheeeeek"- und "Lescheeeeek"-Rufen feiert, als wäre soeben Polen Fußballweltmeister geworden. Gscheschek und Leschek fahren auf dem Boot mit und sind die Wodkarädelsführer. Allerdings nervt die polnische Verwandtschaft dann ab geneigte Fläche drei doch immens. Vor allem weil man weiß, dass noch geneigte Fläche vier und geneigte Fläche fünf kommen.
Geneigt ist am Ende eh alles.
Nach der famosen Fahrt empfiehlt sich barszcz, danach irgendwelche golomki oder pierogi. Was das ist, braucht man nicht zu wissen. Dann ist man aber auch wodkatechnisch wieder voll einsetzbar.
Samstag, 24. Februar 2007
Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 13:13h
Der WMixa

Man kann von der Mutterkreuzministerin halten, was man will und von deren teilweise fadenscheinigen Heucheleien noch viel weniger.
Nun aber macht sich die Kirche auf zum Familienministerinbashing. Vertreten durch diesen Augsburger Bischof, dessen Namen eher an ein Küchengerät erinnert, denn an Heiligkeiten und Dreifaltigkeiten.
Das ist dann lustig, wenn der Vertreter der Institution Kirche dagegen ist, mehr Betreuungsangebote für Kinder zu installieren und sich auf einmal zum vorgeblichen Vorkämpfer für Frauen- und Kinderrechte geriert. Derselbe Vertreter der Institution, in deren Namen den Gläubigen im südlichen Afrika Kondome untersagt wurden, besucht nun medienwirksam eine Kinderintensivstation. Toll.
Was ich mich da allerdings frage: Wie kommt eigentlich ein katholischer Bischof auf die Idee, etwas über Familie zu wissen? Der muss da doch schon berufsbedingter Laie sein. Die Erfahrungen diesbezüglich dürften sich also auf die Autoerotik beschränken.
Und dann noch Spielregeln aufstellen wollen für ein Spiel für das man gesperrt ist. Das ist in etwa so, als würde Mahmud Ahmadinedschad Vorsitzender der UN-Menschenrechtskonvention und George W. Bush dessen Stellvertreter.
Um es mit einem deutschen Liedermacher zu sagen: "So anen vardammten Scheißdreck ko bloß a
Freitag, 23. Februar 2007
Da Johann
gorillaschnitzel, 22:38h
Warum begegnet mir dieser Jodler eigentlich ständig immer und überall?


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