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Freitag, 9. November 2007
Daumenkino
gorillaschnitzel, 15:00h
Kennt ihr noch diese Daumenkinos? Die waren in meiner Kindheit recht beliebt. Nun hab ich aber seit ewiger Zeit kein Daumenkino mehr gesehen und darum hab ich eins gebastelt. Wer Daumenkinos auch vermisst: Das alles ausdrucken, ausschneiden und fertig...


Donnerstag, 8. November 2007
Orte, an denen man allein des Ortsnamens wegen nicht begraben sein möchte
gorillaschnitzel, 12:21h
Darmstadt: Sorry, liebe Darmstädter, aber ich assoziiere mit eurer Stadt meist Verdauungsprobleme und Diarrhoe
Boum-Boum: Mali. Da sind ziemlich sicher kriegerische Auseinandersetzungen vorprogrammiert.
Haftgel: Ja, es gibt ein Dorf, das tatsächlich Haftgel heißt und zwar im Iran. Leider kommt man nicht umhin, da immer an die dritten Zähne zu denken oder irgendeinen Sekundenkleber zu vermuten.
Boum-Boum: Mali. Da sind ziemlich sicher kriegerische Auseinandersetzungen vorprogrammiert.
Haftgel: Ja, es gibt ein Dorf, das tatsächlich Haftgel heißt und zwar im Iran. Leider kommt man nicht umhin, da immer an die dritten Zähne zu denken oder irgendeinen Sekundenkleber zu vermuten.
Mittwoch, 7. November 2007
Deutschland wants YOU!
gorillaschnitzel, 19:37h
Nicht mehr ganz so aufstrebende, leicht alternde Nation sucht
Wir bieten:
- Frei wählbares Gehalt
- Unendliche Mobilität dank kostenneutraler Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
- Anspruch auf Versorgungsbezüge nach bereits 1 Jahr
- Voller Anspruch auf Altersbezüge schon nach 8 Jahren
- Vollständige Immunität, Indemnität und Zeugnisverweigerungsrecht
- evtl. Dienstwagen
- Geschenke, Reisen und andere Annehmlichkeiten
- Möglichkeit der Weiterführung ihres bisherigen Jobs
Wir verlangen:
- Ihr Gesicht
Voraussetzungen:
- Keine
Senden Sie umgehend Ihre Bewerbungsunterlagen an eine Partei Ihres Vertrauens....
VOLKSVERTRETER
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Voraussetzungen:
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Dienstag, 6. November 2007
Kärnten
gorillaschnitzel, 08:59h
Lange Zeit hatte ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Österreich und das lag in erster Linie an Kärnten. Irgendwann habe ich mich dann von Österreichern aufklären lassen, dass Kärnten sowas wie das Bayern Österreichs ist, was schon immens zu einer Imageaufpolierung beitrug.
Es lag genau genommen auch nicht an Kärnten selbst sondern viel mehr an der Tatsache, dass ich während meiner Kindheit dort etwa 10 mal in Folge Urlaub machendurfte musste. Nun kenne ich alle Gewässer zwischen Villach und Klagenfurt beim Namen und könnte anhand der damaligen Umweltbelastung mit Sicherheit sagen, in welchem ich gebadet habe und in welchem nicht.
10 Jahre in Folge ist ein bißchen wie Silvester mit "Dinner for one". Es gehört irgendwie dazu, wirklich überraschend ist das alles aber nicht mehr.
10 Jahre gemeinsam aufwachsen mit Franz und Lisl, den gleichaltrigen Kindern der Pension. Aber als Kind nimmt man das so nicht wahr, weil man sich des eigenen Heranwachsens nicht so bewusst ist; zumindest nicht immer.
10 Jahre österreichisch-deutsche Konkurrenz unter Kindern. Als Deutscher hat man da zugegebenermaßen gewaltige Vorteile: Fußball. Bis auf den Urlaub 87 (einer der allerletzten, wenn nicht gar der letzte), weil damals der Franz -derselbe Franz, der sonst nur mit Eishockey ankam- mit einem 4zu1-Sieg Österreichs aufwarten konnte.
Etwa zur selben Zeit lernte ich Jörg Haider kennen. Also nicht persönlich jetzt. Eher per Autoaufkleber, weil es auch damals schon Kärntner gab, die der Haiderschen Rhetorik gegenüber ablehnend gesinnt waren. Könnte auch sein, dass es nur die slowenische Minderheit war, die ihre Autos beklebert hatte. Und weil das Jörgerl damals halt nur in Kärntner Kreisen und unwesentlich darüber hinaus bekannt war, nördlich der Alpen aber so bekannt, wie der österreichische Meister im Dreisprung, war das unso befremdlicher. Vor allem deshalb, weil das noch eine Zeit war, in der man versuchen konnte, Parallelen zwischen bundesrepublikanischer und österreichischer Parteienpolitik zu ziehen und das bundesrepublikanische Äquivalent zur FPÖ so in etwa die FDP war. Von der wusste ich zwar nach diversen väterlichen Ausfällen, dass sie "Umfaller" waren, "kein Rückgrat" hatten und ihnen auch sonst alle möglichen Ausfälle zuzutrauen sind, aber von Fremdenfeindlichkeit war wirklich nie die Rede. Nun war mir solcher Mist allein schon dem Schönhuber wegen nicht ganz unbekannt. Der Haider aber war der erste fremdenfeindliche Politiker, der salonfähig geworden war. Zumindest in meinem Bewusstsein. Und nicht trotz seiner Xenophobie, sondern wegen seiner Xenophobie.
Und heute sind wir alle erwachsen. Der Franz und die Lisl und ich auch phasenweise. Deutschland ist seither 1 Mal Fußballweltmeister und 1 Mal Fußballeuropameister geworden, Österreich hingegen hat gegen die Färöer verloren und von Spanien gleich 9 Tore auf einmal eingeschenkt gekriegt. Dazwischen war dann auch Wiedervereinigung, was aber dem Franz und der Lisl auf ihrem Berg wohl reichlich egal war.
Kärnten gibts immer noch, dafür hat der Haider seinen Zenit gottseidank überschritten, nur die Rhetorik ist deftiger geworden und hat sich rattenfängerartig verbreitet wie ein Virus, sodass sich heute mancher SPD-Mensch anhört, wie der Haider damals.
Aber Kärnten ist trotzdem schön.
Es lag genau genommen auch nicht an Kärnten selbst sondern viel mehr an der Tatsache, dass ich während meiner Kindheit dort etwa 10 mal in Folge Urlaub machen
10 Jahre in Folge ist ein bißchen wie Silvester mit "Dinner for one". Es gehört irgendwie dazu, wirklich überraschend ist das alles aber nicht mehr.
10 Jahre gemeinsam aufwachsen mit Franz und Lisl, den gleichaltrigen Kindern der Pension. Aber als Kind nimmt man das so nicht wahr, weil man sich des eigenen Heranwachsens nicht so bewusst ist; zumindest nicht immer.
10 Jahre österreichisch-deutsche Konkurrenz unter Kindern. Als Deutscher hat man da zugegebenermaßen gewaltige Vorteile: Fußball. Bis auf den Urlaub 87 (einer der allerletzten, wenn nicht gar der letzte), weil damals der Franz -derselbe Franz, der sonst nur mit Eishockey ankam- mit einem 4zu1-Sieg Österreichs aufwarten konnte.
Etwa zur selben Zeit lernte ich Jörg Haider kennen. Also nicht persönlich jetzt. Eher per Autoaufkleber, weil es auch damals schon Kärntner gab, die der Haiderschen Rhetorik gegenüber ablehnend gesinnt waren. Könnte auch sein, dass es nur die slowenische Minderheit war, die ihre Autos beklebert hatte. Und weil das Jörgerl damals halt nur in Kärntner Kreisen und unwesentlich darüber hinaus bekannt war, nördlich der Alpen aber so bekannt, wie der österreichische Meister im Dreisprung, war das unso befremdlicher. Vor allem deshalb, weil das noch eine Zeit war, in der man versuchen konnte, Parallelen zwischen bundesrepublikanischer und österreichischer Parteienpolitik zu ziehen und das bundesrepublikanische Äquivalent zur FPÖ so in etwa die FDP war. Von der wusste ich zwar nach diversen väterlichen Ausfällen, dass sie "Umfaller" waren, "kein Rückgrat" hatten und ihnen auch sonst alle möglichen Ausfälle zuzutrauen sind, aber von Fremdenfeindlichkeit war wirklich nie die Rede. Nun war mir solcher Mist allein schon dem Schönhuber wegen nicht ganz unbekannt. Der Haider aber war der erste fremdenfeindliche Politiker, der salonfähig geworden war. Zumindest in meinem Bewusstsein. Und nicht trotz seiner Xenophobie, sondern wegen seiner Xenophobie.
Und heute sind wir alle erwachsen. Der Franz und die Lisl und ich auch phasenweise. Deutschland ist seither 1 Mal Fußballweltmeister und 1 Mal Fußballeuropameister geworden, Österreich hingegen hat gegen die Färöer verloren und von Spanien gleich 9 Tore auf einmal eingeschenkt gekriegt. Dazwischen war dann auch Wiedervereinigung, was aber dem Franz und der Lisl auf ihrem Berg wohl reichlich egal war.
Kärnten gibts immer noch, dafür hat der Haider seinen Zenit gottseidank überschritten, nur die Rhetorik ist deftiger geworden und hat sich rattenfängerartig verbreitet wie ein Virus, sodass sich heute mancher SPD-Mensch anhört, wie der Haider damals.
Aber Kärnten ist trotzdem schön.
Montag, 5. November 2007
gorillaschnitzel, 12:14h

Samstag, 3. November 2007
21 Stunden Schlaf
gorillaschnitzel, 15:57h
....am Stück sind möglich. Definitiv.
Freitag, 2. November 2007
Kritzl auf Moleskine während einer Tagung
gorillaschnitzel, 12:45h

Donnerstag, 1. November 2007
Endlich! Mona Lisa darf in Kabul gezeigt werden...
gorillaschnitzel, 14:04h

Mittwoch, 31. Oktober 2007
Halloween
gorillaschnitzel, 20:40h


Halbdackel des Monats
gorillaschnitzel, 12:37h
Satire
Kein Medium eignet sich besser für die Präsentation von durchgeknallten Irren, als das Fernsehen. Da kann man alles rüberbringen: Optik, Gestik, Mimik und das Geblubber und die Krakelerei des/ der Betroffenen.
Eine Sternstunde, ein wahrer Meilenstein dieses psychiatrischen Panoptikums, bot Sandra Maischberger. Die präsentierte zu einem Thema rund um Ufos, Engel und Außerirdische gleich eine Außerirdische als Gast: Nina Hagen. Das ist neu, das ist innovativ, das ist großes Fernsehen.
Nun kennt man Nina schon seit etwa 6 Jahrzehnten bestens. Sogar im Fernsehen. Früher, als das Fernsehen noch konservativ war, waren Auftritte a la Nina Hagen -masturbierend in der Talkshow- oder Klaus Kinski durchaus erheiternd, belustigend und skandalös. Jetzt aber, nach zig Folgen Big Brother, Soap Operas und seltsamen TV-Richtern hat das Publikum erkannt, dass Durchdreh-TV mittlerweile eigentlich den Standard setzt. Der Kinski hätte das erkannt. Die Nina nicht.
Und so setzt sie sich ins Fernsehen, und verwendet die Worte "Mond", "Engel", "George W. Bush", "Aliens" und "satanisches Werk" in einem einzigen Satz, ohne zu merken, dass es vielleicht ein klein wenig so klingen könnte, als sei man einen Tick neben der Spur.
Das führte dann zu seichtem Schmunzeln bei Joachim Bublath. Das ist der Bublath, bei dessen Sendungen es immer geknallt und gepufft hat. Das aber hindert die Nina nicht, ihre -etwas wirren und dem Normaldenker kaum nachvollziehbaren- Theorien noch weiter zu verbreiten. Das Ende vom Lied war ein Gekreische, wie es halt diese hysterischen und unausgeglichenen Schachteln während der Menopause haben und ein Joachim Bublath, der "einer Selbsthilfegruppe nicht teilhaben" wollte.
Leider hatte der Joachim da ziemlich Unrecht, weil geholfen war keinem und schon gar nicht von selbst.
Der Rest versuchte dann, Nina so gut es geht zu meiden, was aber angesichts einer gewissen Penetranz seitens Nina ein ziemlich schwieriges, wenn nicht unmögliches, Unterfangen ist, sodass man den Begriff "Narrenfreiheit" nun ganz neu definieren muss.
Insgesamt bot sie ein Bild wie ein zugekokster Teletubby in der Pubertät und man war wirklich geneigt, ihre Ausführungen für ein Bewerbungsgespräch bei einer psychiatrischen Klinik zu interpretieren.
Merke:
Schaut man besoffen oder bekifft oder beides eine Sendung, bei der Nina Hagen auftreten darf, dann ist mindestens einer der beiden geistig nicht zurechnungsfähig und das ist nicht der Besoffenbekiffte.
Die Außerirdische
Eine Sternstunde, ein wahrer Meilenstein dieses psychiatrischen Panoptikums, bot Sandra Maischberger. Die präsentierte zu einem Thema rund um Ufos, Engel und Außerirdische gleich eine Außerirdische als Gast: Nina Hagen. Das ist neu, das ist innovativ, das ist großes Fernsehen.
Nun kennt man Nina schon seit etwa 6 Jahrzehnten bestens. Sogar im Fernsehen. Früher, als das Fernsehen noch konservativ war, waren Auftritte a la Nina Hagen -masturbierend in der Talkshow- oder Klaus Kinski durchaus erheiternd, belustigend und skandalös. Jetzt aber, nach zig Folgen Big Brother, Soap Operas und seltsamen TV-Richtern hat das Publikum erkannt, dass Durchdreh-TV mittlerweile eigentlich den Standard setzt. Der Kinski hätte das erkannt. Die Nina nicht.
Und so setzt sie sich ins Fernsehen, und verwendet die Worte "Mond", "Engel", "George W. Bush", "Aliens" und "satanisches Werk" in einem einzigen Satz, ohne zu merken, dass es vielleicht ein klein wenig so klingen könnte, als sei man einen Tick neben der Spur.
Das führte dann zu seichtem Schmunzeln bei Joachim Bublath. Das ist der Bublath, bei dessen Sendungen es immer geknallt und gepufft hat. Das aber hindert die Nina nicht, ihre -etwas wirren und dem Normaldenker kaum nachvollziehbaren- Theorien noch weiter zu verbreiten. Das Ende vom Lied war ein Gekreische, wie es halt diese hysterischen und unausgeglichenen Schachteln während der Menopause haben und ein Joachim Bublath, der "einer Selbsthilfegruppe nicht teilhaben" wollte.
Leider hatte der Joachim da ziemlich Unrecht, weil geholfen war keinem und schon gar nicht von selbst.
Der Rest versuchte dann, Nina so gut es geht zu meiden, was aber angesichts einer gewissen Penetranz seitens Nina ein ziemlich schwieriges, wenn nicht unmögliches, Unterfangen ist, sodass man den Begriff "Narrenfreiheit" nun ganz neu definieren muss.
Insgesamt bot sie ein Bild wie ein zugekokster Teletubby in der Pubertät und man war wirklich geneigt, ihre Ausführungen für ein Bewerbungsgespräch bei einer psychiatrischen Klinik zu interpretieren.
Merke:
Schaut man besoffen oder bekifft oder beides eine Sendung, bei der Nina Hagen auftreten darf, dann ist mindestens einer der beiden geistig nicht zurechnungsfähig und das ist nicht der Besoffenbekiffte.
Dienstag, 30. Oktober 2007
Schieflage 34
gorillaschnitzel, 10:23h
Wenn Minderjährige daherreden wie Rüdiger Safranski auf LSD und dabei ein Gesicht machen wie Anni Friesinger beim Orgasmus, dann ist irgendwas schief gelaufen. Ganz gewaltig schief.
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