Sonntag, 31. August 2014
Ein paar iranische Leckerli
Bis ich hier mit meinem kleinen Beitrag fertig bin, kriegen Sie mal schnell etwas präsentiert, das mir das Wochenende ziemlich versüßt hat. Und das wirklich. Mo war im Iran und hat mir iranische Süßigkeiten mitgebracht (ich liebe dieses Zeugs). Dazu noch Pistazien (diese Pistazien gibt es wirklich nur dort) und es sind absolut die weltbesten und frische Pistazien (gibbet bei uns überhaupt gar nicht) sind übrigens ohnehin nochmal so viel besser. Und dann hab ich jetzt noch Safran in einer Menge, die im Supermarkt eine Unsumme kosten würde. Dafür kenne ich das exakte Anbaugebiet.

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Mittwoch, 25. Juni 2014
Agra






Agra ist erstmal Taj Mahal. Da wollte ich schon sehr lange mal hin, weil mich das Gebäude schon fasziniert hat, seit Indira damals in der 8. Klasse Fotos aus ihrem Urlaub herumgereicht hat. Von daher war klar, dass ich mir das auch mal selbst vor Ort anschauen werden würde. Hat dann doch etwas länger gedauert, aber vielleicht ist es manchmal besser, man macht nicht alles sofort und auf einmal.



Immer wieder habe ich gehört, dass Leute das Taj Mahal als viel größer und imposanter erlebt haben, als sie sich das vorgestellt haben. Ehrlich gesagt: Bei mir war das nicht so. Eher im Gegenteil. Aber das liegt vielleicht daran, dass eben viele gesagt haben, das Ding sei viel größer und gigantischer als gedacht.



Egal. Schön auf jeden Fall. Faszinierend. Vor allem bei Sonnenaufgang. Und dadurch dann doch irgendwie gigantisch. Es ist ja immerhin ein Grab, erbaut vom Herrscher für die geliebte Gattin. Es gibt Menschen, die nennen es das größte Symbol der Liebe. Man könnte auch sagen: Einen größeren Furz mit Bremsspur kann man in Liebesdingen nicht mehr lassen. Übertreffense das mal.....eben....



Aber Agra ist nicht nur Taj Mahal. Daneben gibt es noch das Agra Fort, das viel schöner ist als das in Delhi und Baby Taj, eine Art Miniaturausgabe des richtigen Taj.



Aber auch in Agra gibt es diese Dauerrumfeilscherei mit allen möglichen Indern. Unter uns gesagt: Am besten kam ich mit gläubigen Muslimen klar. Denen kann man mit ihrem Glauben kommen. Als noch in Delhi der Schuhaufpasser in der Moschee statt 5 Rupien (6 Cent) mal schnell 50 wollte, gab ich ihm 10 und fragte ihn dann, wo denn im Koran stehe, dass er andere Leute betrügen dürfe und überhaupt sei das eine Moschee und sogar noch Freitag. Er wollte mir die 5 Rupien zurückgeben, aber ich fand, das sollte Allah persönlich regeln und ich weiß genau, dass er gebetet hat, als ich weg war.

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Donnerstag, 19. Juni 2014
Länder mit I


Wissen Sie was? Ich werde Sie jetzt einfach mal ein bißchen verwirren. Wenn Sie dachten, dass da jetzt der näxxte Indienbeitrag kommt, dann enttäusche ich Sie vorerst mal. Das da oben ist natürlich nicht Indien sondern Island, genauer: Reykjavik.



Wenn Sie in Island ankommen, dann lernen Sie sehr schnell zu entschleunigen, selbst in der Hauptstadt. Reykjavik selbst hat nämlich nur etwas mehr als 100.000 Einwohner und ist daher eher überschaubar.



Weniger überschaubar sind die Preise und da kriegen Sie dann ziemlich schnell das Bedürfnis, eine gewisse Zeit lang alkoholabstinent leben zu wollen, aber gut, es ist Skandinavien und dann weiß man das schon im Voraus.

Dabei haben die Isländer noch vor ein paar Jahren einen gepflegten Staatsbankrott hingelegt. Oder so gut wie. Aber das ist gefühlt schon lange her und Island ist phoenixaschengleich aufgestiegen aus den finanziellen Ruinen, was die Isländer damit erklären, dass sie sich etwas getraut haben, was sich die EU mit Griechenland und den eigenen Banken nicht getraut haben: Absaufen lassen und neu anfangen, Währung abwerten und schuftenschuftenschuften.
Dadurch haben sie im Folgejahr Kabeljau exportiert wie nie zuvor, dazu kam der Ausbruch des Eyjafjallajökull und damit der Tourismus und Island war wieder einigermaßen in der Spur.

Und Humor haben die Isländer auch. In Reykjavik haben sie einen Komiker zum Bürgermeister gemacht. Das wäre auf Deutschland übertragen, als würde Martin Sonneborn zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.

Wenn man nach Skandinavien fährt, sieht man immer wieder auch diese opulenten Architekturprestigeprojekte. Opern, Bibliotheken, Kulturhäuser. In Kopenhagen, in Oslo, auch in Reykjavik. Das Ding haben sie sogar während der Wirtschaftskrise fertiggestellt.





Und wenn Sie wissen wollen, weshalb ich versehentlich Walfleisch gegessen habe, dann müssen Sie demnäxxt mal wieder hier reinlesen.

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Donnerstag, 22. Mai 2014
Delhi
Indien. Vielleicht fang ich einfach mal so an: Es war nicht das erste Mal, dass ich verreist bin und auch nicht das erste Mal in ein Land, das nicht unbedingt mit dem hiesigen vergleichbar ist. Von daher hielt ich mich für einigermaßen gewappnet. Aber irgendwie kriegt man nach spätestens drei Stunden in Indien dann doch den leisen Verdacht, dass einen nichts, aber wirklich überhaupt gar nichts auf Indien vorbereiten kann.



Oder besser gesagt: Nicht auf Delhi vorbereiten kann. Oder noch detaillierter: Auf Paharganj.



Es ist ein Frontalangriff auf alle Sinne und zwar einer von der brutalen Sorte. Ein zuviel an allem: Gerüche, Farben, Lärm, alles. Eine konstante Lärmkulisse rund um die Uhr, etwa 10 Streits täglich mit Indern um ein paar Rupien und das alles inmitten des Querschnitts des Geruchs Indiens nach Abgasen, Bidis (indische Zigaretten), billigen Currygerichten und Pisse.



Delhi ist ein Moloch. Zuviele Menschen, zuviel Verkehr, zuviel Dreck, zu viel alles. Und Paharganj ist der Teil von Delhi, der da noch ein bißchen mehr heraussticht. Sagen wir es mal so: Paharganj ist mehr oder weniger ein Slum. Selbst für indische Verhältnisse geht es hier noch etwas brutaler und rücksichtsloser zu und das will was heißen. Die Drogenszene ist ziemlich offen erkennbar und es wäre mir leicht gefallen, an alle möglichen Drogen zu kommen, mit Ausnahme von Alkohol, das ist schon etwas schwieriger.



Alkohol ist konspirativ und in Liquor Stores erhältlich. Wenn Sie in Paharganj in den Liquor Store gehen, dann werden Sie erstmal blöd angeschaut, weil Sie erstens der einzige Nichtinder in dem Laden sind, der sich zweitens auch noch gegen die Indermeute ellbogentechnisch durchgesetzt hat und drittens nur Bier kaufen will und nicht wie die anderen Kombattanten drumrum ausschließlich Schnaps.



Wenn Sie also mal so richtig kulturschocken wollen, dann fliegen Sie nach Indien und setzen sich ein paar Tage nach Paharganj. Danach kann und wird es nur noch besser werden. Aber so zum Abhärten ist das genau richtig.



Und so haben Sie schon recht schnell gelernt, im Hotel nochmal schnell tief Luft zu holen, eine dicke Schwade Klimaanlagenluft zu inhalieren, ehe es dann raus geht in die Hitze, den Gestank und den Wust all derer, die den bleichen Europäer attackieren werden.



Raus ins Verkehrsgewusel. In Paharganj gibt es so etwas wie Bürgersteige nicht oder sie werden belagert von drogensüchtigen Taubstummen oder jämmerlichen Gestalten. In jedem Fall wollen Sie da nicht laufen, weshalb Sie automatisch Teil des Verkehrsgeschehens werden und das wiederum heißt, dass Sie sich nun gemeinsam mit den anderen Verkehrsteilnehmern die Straße teilen und das sind Autos, Busse, Lastwagen, Autorikschas, Fahrradrikschas, Fahrräder, Hunde, Ziegen, Kühe, Pferde, Mulis, Kamele, Schweine und die selbst gezimmerten Karren der Kulis.



Ich war ja mal rein interessemässig bei McDonalds. Einfach weil ich mal wissen wollte, was es da so gibt in einem Land, in dem so eine Kuh einen Status hat, wie hier die Schoßhündchen von blondierten Püppchen mit Jogginghose. Prompt prangte da ein Schild: No beef, no boeuf. Damit wollten sie -wie aus den Untertiteln ersichtlich- sagen, dass es hier weder Rind noch Schwein gibt. Ja, während Sie dann noch drüber nachdenken, was die wohl auf den Burger schmeißen, fällt Ihnen schlagartig ein, dass Sie in ganz Delhi auch nach drei Tagen keine einzige Katze gesehen haben -und Sie haben allerlei Getier gesehen- und das ist dann der Punkt an dem Sie derartige Überlegungen doch besser sein lassen.



Es gibt aber auch das andere Delhi. Das Delhi der Moguln und der Bauwerke, die diese hinterließen. Moguln klingt für mich schön, weil das persisch inspiriert war und man sich deshalb phasenweise wie im Iran fühlt. Erst recht, wenn man etwas darauf achtet und sprachliche wie architektonische Parallelen bestehen. Das wiederum versöhnt dann wieder mit Delhi. Selbst mit Paharganj.







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Dienstag, 13. Mai 2014
Kein Fußball den Faschisten
Das steht schon sehr lange auf einem Transparent im Millerntor auf St.Pauli. Für sowas liebe ich St. Pauli.

Das darf da nicht mehr sein, weil der DFB findet, dass politische Statements im Fußball verboten zu sein haben.

Dabei ist Fußball schon immer politisch. Gerade auch bei St. Pauli. Und auch beim DFB. Die strahlen in öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern immerhin einen Spot aus, in dem sich angeblich zig Eltern aus zig Kulturen versammeln, deren Kinder alle für Deutschland kicken.

Fußball gegen Faschismus. Fußball ist Politik und wenn er antifaschistisch ist, dann ist das nicht politisch sondern ein gesellschaftlicher Minimalkonsens.

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Montag, 12. Mai 2014
Das näxxte Land mit I
Italien, Iran....okay, da ist irgendwie die logische Konsequenz Indien.

Und ich sag Ihnen eines: Mein Glück ist jetzt aufgebraucht. Weg. Perdu. Ich war damals mal mitten im Militärputsch und bin bei besoffenen und bekifften Fahrern mitgefahren. Manchmal waren sie auch beides. Ich weiß bis heute nicht, wie das gut gegangen sein mag.

Aber irgendwann mal hört das Glück halt einfach auf.

Erst krachte der Bus gegen den Traktor, dann gegen Beton, danach ordnete der Pilot schon auf 5000 Metern an, dass das Kabinenpersonal doch besser auf seinen Platz kehren sollte und deshalb ist es auch nicht richtig überraschend, wenn der Flieger direkt über der Landebahn durchstartet. Das Gefühl dabei ist trotzdem scheisse.

India yesterday, today, tomorrow......

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Sonntag, 30. März 2014
Season started


Nein, ich habe Frau Siria und den Herrn Pathologen nicht vergessen. Aber ich bin erstmal auf Dienstreise. Ich schau mal ob ich Ende der Woche das Zeugs verschickt kriege. Wenn ihr mir bis dahin eure Adressen mailt (auf die gmail-Adresse, die ihr beide habt)

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Mittwoch, 26. März 2014
Zynische Zeiten

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Dienstag, 11. März 2014
Wetten dass....?
Montagmorgen 3,5 Mio. Montagabend 18,5 Mio. Dienstagabend 27,2 Mio. Das ist eine Inflationsrate, bei der nicht mal die Venezolaner oder Argentinier heutzutage mithalten können und das will wirklich was heißen. Wenn es so weitergeht, dürfte der Uli froh sein, wenn der Prozess wirklich am Donnerstag enden sollte, weil wir sonst über das Wochenende die 100 Millionen ganz sicher geknackt hätten.

Wir aber glauben, dass es nicht bei 27,2 Mio bleiben wird und darum gibt es hier jetzt ein Gewinnspiel. Tippen Sie doch, wo wir bei Prozessende landen werden. Wer am nächsten liegt, gewinnt mehrere Kritzloriginale der Serie "Zynische Zeiten", darunter auch unveröffentlichte. Geben Sie einen Tip per Kommentar ab. Viel Erfolg! Der Rechtsweg ist irgendwas mit schlossen, ge, ver oder ab und Mitarbeiter und deren Familienangehörige dürfen auch nicht mitmachen.

   ... Spocht
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Der Uli
hat nie Schach gerlernt. Geschweige denn gespielt. Da bin ich sicher. Schachspieler lernen als erstes eines: Demut. Irgendwo da draußen gibt es jemand, der irgendwann mal besser ist als du.

Der Uli kann das nicht. Mit der Demut. Und das ist jetzt fatal. Für ihn.

Die Dimensionen sind aber auch sensationell. 650 Millionen auf nem Schweizer Konto, 120 Millionen Verlustvortrag, 50000 Kontenbewegungen in 9 Jahren (ich erspare Ihnen jetzt, das ausrechnen zu müssen......es sind durchschnittlich 15 Bewegungen pro Tag. Ganz ohne Rücksicht auf Feiertage oder Weihnachten und Geburtstage).
Da kann man schon mal den Überblick verlieren.

Aber nach dem Eigentor in Halbzeit eins wird es doch hoffentlich sehr eng. Unter uns: Wie gehen wir denn mit jemandem um, der den Verhandlungswert mal schnell mal versechsfacht? In der Hoffnung, damit durchzugehen.

Oder um es mal vereinfacht zu sagen: Sie sind nach Ende des ersten Verhandlungstages immer noch wegen Körperverletzung angeklagt, haben soeben aber zugegeben, dass Sie noch drei Leichen im Keller liegen haben und hoffen aber deshalb trotzdem noch, mit der Körperverletzung durchzugehen.

Jetzt sind es also nicht mehr 3,5 Millionen sondern 18,5 plus nochmal 5,5 illegaler Verlust, die aber noch nicht Gegenstand des Verfahrens sind, wenn ich das Recht verstanden habe.

PS: ich bin kein Jurist. Aber ich möchte ehrlich gesagt -Recht hin oder her- nicht in einer Gesellschaft leben, in der eine Verkäuferin entlassen wird, weil sie drei altbackene Brötchen mit nach Hause nimmt, während der Uli seine angeblichen Verdienste für seine Unschuld anführt und mehr oder minder "straflos" rausläuft.

PPS: so viele Würstchen Können Sie gar nicht verkaufen, um 120 Millionen Verluste verzocken zu können. Und spätestens jetzt wird es richtig lustig. Wenn nämlich ein großer Verein da eventuell mit drin hängen könnte.

   ... Spocht
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Freitag, 28. Februar 2014
Janu und der Kowitsch
Jetzt mal ehrlich: war das eine Pressekonferenz? Das ist auf meinem Ranking der Realitätsverweigerer unter den Top 5. Gleich nach Erich Honecker (den Sozialismus in seinem Lauf.....) und dem damaligen Pressesprecher von Saddam Hussein (there are no American infidels in Iraq. Während im Hintergrund schon Panzer über die Brücke rollen)

Ja natürlich ist er noch Präsident und geflohen ist er auch nicht. Auslandskonten hat er auch nicht, vermutlich wurde heute ein anderer Viktor Janukowitsch in der Schweiz enteignet. Und die fehlenden Milliarden sind Zahlungen für ukrainische Rentner auf deren Offshore-Konten auf den Cayman Islands.

Mich würde es ja nicht überraschen, wenn er morgen erklärt, dass er ein Mainzelmännchen ist.

   ... Poly-Tikk
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